Klostermuseum

Bezirk unterstützt Umbau in Ottobeuren

OB Klostermuseum

Einen Förderbescheid des Bezirks in Höhe von 238 500 Euro übergab Bezirkstagspräsident Martin Sailer (Zweiter von links) an Abt Johannes Schaber (Mitte). Unser Bild zeigt weiter (von links) Museumskustos Frater Tobias Heim, den Vorsitzenden der Vereinigung der Freunde der Benediktinerabtei Markus Brehm, Kulturamtsleiter Peter Kraus, den ehemaligen Staatsminister Josef Miller, Bürgermeister German Fries und den Vize-Bezirkstagspräsidenten Alfons Weber.

Bild: Brigitte Unglert-Meyer

Einen Förderbescheid des Bezirks in Höhe von 238 500 Euro übergab Bezirkstagspräsident Martin Sailer (Zweiter von links) an Abt Johannes Schaber (Mitte). Unser Bild zeigt weiter (von links) Museumskustos Frater Tobias Heim, den Vorsitzenden der Vereinigung der Freunde der Benediktinerabtei Markus Brehm, Kulturamtsleiter Peter Kraus, den ehemaligen Staatsminister Josef Miller, Bürgermeister German Fries und den Vize-Bezirkstagspräsidenten Alfons Weber.

Bild: Brigitte Unglert-Meyer

Der Bezirkstagspräsident Martin Sailer übergibt Förderbescheid in Höhe von 238 500 Euro für die geplante Neugestaltung des Museums. Was sich ändern soll.
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Von Brigitte Unglert-Meyer
09.09.2021 | Stand: 12:01 Uhr

Die geplante Neugestaltung des Klostermuseums in Ottobeuren ist in finanzieller Hinsicht einen großen Schritt weitergekommen. Bezirkstagspräsident Martin Sailer übergab nun vor Ort einen Förderbescheid des Bezirks Schwaben in Höhe von 238 500 Euro. Entsprechend groß war die Freude bei allen Beteiligten.

Insbesondere die Leitgedanken Inklusion und Teilhabe des Bezirks Schwaben waren laut Sailer Grund für die Förderung. Abt Johannes Schaber dankte für die Unterstützung des insgesamt rund 1,9 Millionen Euro teuren Projekts. Die drei Hauptgesichtspunkte der Neugestaltung erläuterte Museumskustos Frater Tobias Heim. Bei den Besuchern, aber auch bei der Vermittlung durch Medien habe sich viel verändert seit der Einrichtung des Museums im Jahr 1984. „Es soll das Museum eines lebendigen Klosters werden, nicht museal, das Einblick in unser Leben gibt.“ Die Themen sollen im Sinne der Inklusion für alle zugänglich und erfahrbar sein. Das Projekt umfasse den Abbau von Schwellen und einen Aufzug, moderne Medien, ertastbare Modelle, Texte und akustische Elemente. Der Einbau des Aufzugs, auch mit Zugang zur Staatsgalerie, wird mit einem Inklusions-Programm des Freistaats Bayern gefördert, so Frater Tobias. Eine wichtige Neuerung sei die erlebnisorientierte Gestaltung für alle Besuchergruppen.

Bezirkstagspräsident Sailer berichtete von den alljährlichen Orchesterwochen und Konzerten im Kaisersaal, die er als Schüler von St. Stephan in Augsburg in Ottobeuren noch in guter Erinnerung habe. Der ehemalige Staatsminister Josef Miller habe ihn überzeugt, dass sich der Bezirk in Ottobeuren finanziell engagieren sollte. Wichtig sei, junge Menschen mit ihrer Heimatregion vertraut zu machen. Wie Miller ergänzte, sei eine moderne museumspädagogische Ausstattung im Museum gerade für Kinder wichtig, damit für sie ein Besuch wieder attraktiv wird. Laut Ottobeurens Bürgermeister German Fries soll auch in Zukunft begreifbar sein, weshalb es zum Beispiel ein „Ämtergebäude“ neben dem Kloster gibt.

Der Vorsitzende der Vereinigung der Freunde der Benediktinerabtei, Markus Brehm, unterstrich die gemeinsame Anstrengung, die Mittel für die Neugestaltung aufzubringen. Nach der geplanten Eröffnung im Juli 2022 stehe jedoch eine weitere große Herausforderung an, nämlich die Betriebskosten von 40 000 Euro bis 60 000 Euro jährlich zu decken.