Baustelle

Decke kracht in Memminger Kirche herunter

Gerüste außen und innen zeigen, dass die Memminger Kirche Sankt Johann nun saniert wird. Drinnen gab es derweil eine böse Überraschung.

Gerüste außen und innen zeigen, dass die Memminger Kirche Sankt Johann nun saniert wird. Drinnen gab es derweil eine böse Überraschung.

Bild: Thomas Schwarz

Gerüste außen und innen zeigen, dass die Memminger Kirche Sankt Johann nun saniert wird. Drinnen gab es derweil eine böse Überraschung.

Bild: Thomas Schwarz

Glück im Unglück: Katholisches Gotteshaus Sankt Johann war seit zwei Jahren wegen Statikproblemen gesperrt. Böse Entdeckung beim Sanierungsstart.
20.02.2021 | Stand: 18:23 Uhr

Seit September 2018 ist die Kirche Sankt Johann nahe dem Memminger Marktplatz geschlossen – damals wurden Statikprobleme festgestellt. Nun soll das katholische Gotteshaus saniert werden, aktuell sind außen und innen Gerüste aufgestellt worden. Doch es gibt eine „ziemlich heftige Entdeckung“, wie Dekan Ludwig Waldmüller am Freitag an die Mitglieder von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung in einer Mail schreibt. Denn offenbar ist die komplette Decke des Chorraums während der Schließung komplett herunter gefallen - das sind einige Quadrtameter in dem Bereich Richtung Rathaus mit den gotischen Spitzbogenfenstern, in dem sich auch der Altar befindet. „Jetzt ist auch ersichtlich, dass sie nur notdürftig mithilfe kleiner Nägel befestigt war“, schildert Waldmüller das Szenario. „Es war also wirklich größte Gefahr im Verzug und wir können allesamt sehr dankbar sein, dass vorher nichts passiert ist.“ Die Entscheidung, die Kirche vor über zwei Jahren zu schließen, habe sich dadurch im Nachhinein als die einzig richtige erwiesen.

Dekan befürchtet weitere "Überraschungen"

Die Decke im Schiff der Kirche werde nächste Woche angegangen, beschreibt Waldmüller das weitere Vorgehen. „Hier befürchten die Verantwortlichen nun auch, dass sie in einem Stück herunterkrachen könnte, deshalb soll das Gerüst noch einmal nachberechnet werden und auch dafür gesorgt werden, dass die Decke in Teilen abgestützt wird.“ Er sei trotz dieser Nachricht „wirklich froh, dass das Ganze jetzt so glimpflich abgegangen ist – nicht auszudenken, wenn die Decke sich einmal während eines Gottesdienstes verselbstständigt hätte.“