Eishockey-Oberliga

Der ECDC Memmingen spielt weiterhin vor Fans

MM Eishockey DEB Oberliga Süd ECDC Memmingen Indians - Starbulls Rosenheim 2:7

Weil in der Eishockey-Oberliga Süd nur Teams aus Bayern gegeneinander antreten, sind dort weiterhin Zuschauer zugelassen. Wie zuletzt beim Spiel Memmingen (rot) gegen Rosenheim (weiß) am Memminger Hühnerberg.

Bild: Siegfried Rebhan

Weil in der Eishockey-Oberliga Süd nur Teams aus Bayern gegeneinander antreten, sind dort weiterhin Zuschauer zugelassen. Wie zuletzt beim Spiel Memmingen (rot) gegen Rosenheim (weiß) am Memminger Hühnerberg.

Bild: Siegfried Rebhan

Die Indians sind nach zwei Niederlagen Dritter. Warum auch am Freitag gegen Lindau wieder Zuschauer zugelassen sind.
06.12.2021 | Stand: 15:26 Uhr

Durch großen ehrenamtlichen Einsatz sorgt Eishockey-Oberligist ECDC Memmingen derzeit dafür, dass weiterhin Zuschauer zu seinen Spielen kommen können. So zum Beispiel auch vor dem jüngsten Heimspiel gegen die „Starbulls“ aus Rosenheim. Da hatten die Indians auf dem Parkplatz vor der Eissporthalle in klirrender Kälte einen Stand aufgebaut, an dem Corona-Tests angeboten wurden, um die aktuellen 2G-Plus-Vorgaben für die Fans penibel erfüllen zu können.

Belohnt wurde der ECDC durch den Besuch von immerhin 729 Zuschauern, die alle getestet waren und zudem nachweisen konnten, dass sie entweder vollständig geimpft oder aber genesen sind.

Für das von Sergej Waßmiller trainierte Team gibt’s keine Belohnung

Eine Belohnung gab’s für das von Sergej Waßmiller trainierte Team am Wochenende allerdings nicht. Nach der 2:7-Niederlage gegen den Tabellenzweiten aus Rosenheim, die vor allem aus einem katastrophalen Mitteldrittel resultierte, unterlagen die Indians am Sonntagabend auch Tabellenführer Weiden mit 3:6. Hier war es Durchgang eins, den der Tabellendritte aus der Maustadt vergeigte.

So sah es auch Indians-Coach Waßmiller bei der Pressekonferenz nach dem Spiel: Er betonte, dass drei schnelle Tore der „Blue Devils“ sein Team aus dem Konzept gebracht hätten. Da bei seiner Mannschaft auch in Weiden einiges nicht geklappt habe, sei es ein verdienter Sieg des Spitzenreiters gewesen. „Weiden war in jeder Kleinigkeit besser als wir“, sagte Waßmiller und nannte als Beispiele das Zweikampfverhalten und das Tempo. Dass ihm fünf wichtige Spieler fehlten, wollte Waßmiller nicht als Ausrede gelten lassen.

Neben den bereits bekannten Ausfällen im „Indianer“-Lager fiel nun auch „Jaro“ Hafenrichter aus. Der zweitbeste Scorer der Indians stand schon in den vorangegangenen Partien angeschlagen auf dem Eis.

Nach zwölf Minuten kommt Joey Vollmer für Marco Eisenhut

Dennoch wollten die Maustädter den Blau-Weißen Paroli bieten. Dieses Vorhaben bremste der EV Weiden aber bereits im ersten Drittel aus. Durch die Tore von Nick Latta, Adam Schusser und Chad Bassen stand es nach zwölf Spielminuten bereits 3:0 für die Hausherren. Sergej Waßmiller reagierte und brachte im Tor Joey Vollmer für Marco Eisenhut ins Spiel. Doch der deutliche Rückstand machte es den Indians schon zu diesem Zeitpunkt äußerst schwer.

Weidens Trainer Buchwieser: Der ECDC hat nie aufgehört zu spielen

Im zweiten Drittel erhöhte Weiden sogar auf 4:0. Der ECDC gab sich aber nicht geschlagen und kam durch Treffer von Matej Pekr und Ludwig Nirschl auf 2:4 heran. „Da haben wir nochmals ein kleines Lebenszeichen gesendet“, sagte Waßmiller nach dem Spiel. Sein Weidener Kollege Sebastian Buchwieser attestierte dem ECDC, er habe „nie aufgehört zu spielen“.

Doch die kurzzeitig aufkeimende Hoffnung der Memminger wurde gegen Ende des zweiten Drittels schnell wieder zunichtegemacht. Nick Latta und Tomas Rubes trugen sich auf der Scorerliste ein und schraubten das Ergebnis auf 6:2 für die Blue Devils in die Höhe.

In den letzten zwanzig Minuten des Abends versuchten die Memminger, weiter dagegenzuhalten. Sergei Topol verkürzte noch auf 3:6, doch mehr sollte nicht gelingen. Zu wenig Druck konnten die Indians an diesem Abend entfachen.

Die Indians gingen damit mit null Punkten aus den beiden Begegnungen mit den Teams von der Tabellenspitze, sind aber weiterhin Dritter – mit nun sechs Punkten Rückstand auf den Zweiten aus Rosenheim und acht Punkte hinter Spitzenreiter Weiden.

Das Spiel des ECDC Memmingen in Weiden im Stenogramm

  • Tore: 1:0 (6.) Latta (Brown; 4-5), 2:0 (11.) Schusser (Bassen, Thielsch), 3:0 (12.) Bassen (Luknowsky, Brown), 4:0 (27.) Latta N. (Latta L., Herbst), 4:1 (28.) Abstreiter (Pekr, Bergen), 4:2 (37.) Nirschl, 5:2 (38.) Latta N. (Herbst, Oswald), 6:2 (40.) Rubes (Heinisch, Siller), 6:3 (44.) Topol (Pekr, Ahlroth).
  • Kader ECDC Memmingen: Tor: Eisenhut (ab 12. Vollmer) – Verteidigung: Kittel, Svedlund; Raab, Kasten; Bergen, Schirrmacher – Angriff: Nirschl, Huhn, Pohl; Topol, Ahlroth, Pekr; Abstreiter, Hofmann, Pfalzer.
  • Ausblick: Am Freitag gastiert ab 20 Uhr der Tabellenneunte EV Lindau am Hühnerberg. Zuschauer sind laut ECDC für diese Partie weiterhin zugelassen, der Vorverkauf laufe in Kürze an. Weil in der Eishockey-Oberliga Süd nur Teams aus Bayern gegeneinander antreten, ist dort weiterhin Publikum zugelassen. Am kommenden Sonntag treten die Indians ab 18 Uhr beim Tabellenvierten EC Peiting an, auf den sie derzeit fünf Punkte Vorsprung haben.

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