Nachruf

Die Memminger Eishockey-Szene trauert um Michael Schirrmacher

Schirrmacher

Das Memminger Eishockey trauert um Nachwuchs-Trainer Michael Schirrmacher, der jetzt im Alter von 58 Jahren gestorben ist.

Bild: ECDC Memmingen

Das Memminger Eishockey trauert um Nachwuchs-Trainer Michael Schirrmacher, der jetzt im Alter von 58 Jahren gestorben ist.

Bild: ECDC Memmingen

„Er hat einen großen Dienst für das Memminger Eishockey geleistet“. Was ehemalige Spieler den Angehörigen von Michael Schirrmacher geschrieben haben.
10.05.2021 | Stand: 13:16 Uhr

Ich dachte immer, der Eishockey-Gott sei ein gerechter. Das mag generell nach wie vor zutreffen. Doch jetzt hat er zumindest eine Auszeit genommen. Eine, die richtig wehtut – und die viel zu früh kam. Eishockey-Coach Michael Schirrmacher ist im Alter von gerade einmal 58 Jahren gestorben. „Der ECDC trauert um einen langjährigen Weggefährten und Trainer.“ Das haben die Indians auf ihre Homepage gestellt. Und: „Mit tiefem Bedauern haben wir die Nachricht erhalten, dass Michael völlig unerwartet von uns gegangen ist.“

Michael Schirrmacher hat ungezählte Memminger Spieler trainiert

„Schirrmel“, wie er am Hühnerberg genannt wurde, war lange Zeit als Nachwuchstrainer in Memminger Teams tätig. Für die kommende Saison war er als Co-Trainer bei der U 13 des ECDC fest eingeplant. Er hat über Jahre hinweg ungezählte Memminger Spieler in ihrer Entwicklung begleitet – und bei drei eigenen Söhnen ebenfalls das Eishockey-Feuer richtig heiß entfacht. Schirrmacher war lange Jahre selbst als Spieler aktiv, bis zuletzt in einer AH-Truppe.

Er war aber nicht nur dem Eishockey über Jahrzehnte hinweg treu, sondern auch seiner Arbeitsstelle. Bei Magnet-Schultz feierte er bereits im Jahr 2017 sein „40-Jähriges“.

Wie geschätzt und beliebt Michael Schirrmacher in Memmingen war, zeigen auch die rund 300 Kommentare, in denen bis Montag auf der ECDC-Facebook-Seite Trauer über seinen Tod ausgedrückt wurde. Nach außen hin wirkte er auf den ersten Blick ruhig, ja: manchmal fast schüchtern. Doch in vertrauter, geselliger Runde konnte Michael Schirrmacher ganz schön aufdrehen. Er war auch ein begeisterter Wallensteiner und Fischertägler. Sogar seine Privatadresse gab einen deutlichen Hinweis auf diese Leidenschaft.

U19-Spieler des ECDC: "Wir sind dankbar, ihn gekannt zu haben“

Jeder, der irgendwann einmal als Spielervater oder -mutter mit Coach Schirrmacher zu tun hatte, wird bestätigen, was Eishockey-Spieler des U  19-Jahrgangs 2017/18 jetzt den Angehörigen geschrieben haben: „Liebe Familie Schirrmacher, wir möchten Euch im Namen der ehemaligen U 19-Mannschaft des ECDC unser Beileid ausdrücken. Michael Schirrmacher war unser Trainer, für manche von uns schon zu Kleinschüler-Zeiten. Wir können uns an viele schöne Momente und Erfolge mit ihm erinnern. Wir sind dankbar, ihn gekannt zu haben, denn er hat einen großen Dienst für das Memminger Eishockey geleistet, und wir konnten viel von unserem Trainer lernen. Doch das Sportliche rückt in solch einem Moment schnell in den Hintergrund. Die Nachricht von seinem Tod erreichte uns alle völlig unerwartet. In diesen schwierigen Stunden möchten wir Euch als Teil der großen Eishockey-Familie beistehen.“

Die Memminger Eishockey-Szene verneigt sich vor Michael Schirrmacher

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Ich denke, ein schöneres Kompliment kann man als Trainer nicht bekommen. Beklommen, mit einem gewaltigen Kloß im Hals, denkt man im Stillen bei sich: Womöglich war der Eishockey-Gott den Memminger Teams seit den Anfängen 1956 oftmals gewogen. Aber nun hat er eine Auszeit genommen. Eine, die richtig wehtut und die viel zu früh kam. Die Memminger Eishockey-Szene verneigt sich in Trauer vor Michael Schirrmacher.