Eishockey-Oberliga

ECDC Memmingen vs. SC Riessersee: Gute Leistung der Indians wird nicht belohnt

Die Spieler des ECDC Memmingen (im roten Trikot Marvin Schmid) zeigten Zuhause gegen den SC Riessersee zwar eine couragierte Leistung. Am Ende hieß es aber 2:1 für die Gäste.

Die Spieler des ECDC Memmingen (im roten Trikot Marvin Schmid) zeigten Zuhause gegen den SC Riessersee zwar eine couragierte Leistung. Am Ende hieß es aber 2:1 für die Gäste.

Bild: Siegfried Rebhan

Die Spieler des ECDC Memmingen (im roten Trikot Marvin Schmid) zeigten Zuhause gegen den SC Riessersee zwar eine couragierte Leistung. Am Ende hieß es aber 2:1 für die Gäste.

Bild: Siegfried Rebhan

Der ECDC Memmingen verliert gegen Riessersee denkbar knapp. Der Eishockey-Oberligist verpflichtet neuen Kontingentspieler.
26.12.2020 | Stand: 11:56 Uhr

Nur zwei Tage nach dem 2:9-Debakel von Passau haben die Männer des Eishockey-Oberligisten ECDC Memmingen im Heimspiel gegen den SC Riessersee (SCR) eine in allen Belangen vorzeigbare Leistung gezeigt. Mit einer Ausnahme: Bei der 1:2-Niederlage – der insgesamt siebten in den vergangenen acht Spielen – fehlte den sehr engagiert auftretenden „Indianern“ die Kaltschnäuzigkeit beim Torabschluss.

Vom Startbully an hinterließen die Memminger einen motivierten und disziplinierten Eindruck. Die von Trainer Sergej Waßmiller nach dem Passau-Match angesprochenen Defizite wie schlechte Zweikampfführung und fehlende Laufarbeit drehten seine Jungs gegen die Garmischer Gäste in Stärken um. „Unsere ersten beiden Drittel heute waren sehr ordentlich“, freute sich Waßmiller. „Wir haben gut gekämpft und uns in gegnerische Schüsse reingeworfen“, lobte der 50-jährige Deutsch-Russe. „Außerdem haben wir gut nach hinten zurückgearbeitet.“ Dies erklärt auch, warum die Memminger in den ersten 40 Minuten nur sehr wenige brenzlige Situationen vor dem eigenen Gehäuse überstehen mussten.

"Aggressives Forchecking"

Bei ihren Offensivbemühungen blieben die Maustädter, die ein „gutes aggressives Forechecking spielten“ (Waßmiller), immer wieder an ihren stark verteidigenden Gegenspielern hängen. Und obwohl die Memminger immer wieder „Druck aufgebaut haben“ (SCR-Trainer George Kink), war die Qualität ihrer Torschüsse insgesamt nicht gut genug, um Gäste-Keeper Christian Schneider (21) zu überwinden. Bis zur 36. Minute: Dann schlug Indians-Verteidiger Philipp de Paly zu. Im Überzahl-Spiel brachte er „seine Indianer“ völlig verdient mit 1:0 in Führung. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die zweite Drittelpause (News und Ergebnisse von den Eishockey-Clubs im Allgäu immer aktuell in unserem Eishockey-Newsblog).

Match kippt im Schlussabschnitt

Im Schlussabschnitt kippte das Match zu Gunsten der Oberbayern. „Wir haben im dritten Drittel nicht mehr die nötigen Beine gehabt“, räumte Coach Waßmiller ein. Heißt: Im vierten Spiel binnen acht Tagen ließ die konditionelle Frische der Memminger dann doch zusehends nach. Die Folge: Die Gäste übernahmen mehr und mehr das Kommando auf dem Eis. „Im letzten Drittel waren wir vom Kopf her schneller als die Memminger. Diesen Vorteil haben wir gut ausgenutzt“, sagte Gäste-Trainer Kink auf der anschließenden Pressekonferenz. Und so gelang es Riessersees Mittelstürmer Eetu-Ville Arkiomaa, das Blatt mit zwei Toren in der Schlussviertelstunde doch noch zu wenden. Trainer Waßmiller betonte, dass er trotz der erneuten Niederlage „stolz“ auf sein Team sei. Angesprochen auf die Suspendierung von Stürmer Tim Richter, sagte er gegenüber unserer Zeitung: „Das bleibt weiterhin alles intern.“ Auch zur Personalie des abgewanderten Schweden Johan Schreiber äußerte er sich nur knapp: „Schreiber ist von sich aus gegangen. Vielleicht hatte er Heimweh, ich weiß es nicht.“

Unterdessen gab der Verein bekannt, dass mit dem Kanadier Myles Fitzgerald umgehend ein Ersatzmann für den Kontingentspieler verpflichtet wurde. Der wendige Angreifer absolvierte in der vergangenen Saison 18 Partien in der DEL 2 für Ravensburg und Bietigheim. Fitzgerald bleibt aber noch für einige Tage in Quarantäne.

Die nächste Aufgabe für die Indians steht am Samstag, 26. Dezember, an: Ab 18 Uhr gastiert der ECDC Memmingen dann zum Allgäu-Derby beim EV Füssen.