Eishockey-Bundesliga

Eishockey: Die Memminger Frauen haut so leicht nichts um

ECDC-Frauen

Soll noch einer sagen, dass es beim Frauen-Eishockey nicht auch richtig zur Sache geht. Am vergangenen Wochenende gerieten die Ingolstädterin Nicola Eisenschmid (weiß, Nummer 11) und Memmingens „Kassie“ Roache aneinander.

Bild: Alwin Zwibel

Soll noch einer sagen, dass es beim Frauen-Eishockey nicht auch richtig zur Sache geht. Am vergangenen Wochenende gerieten die Ingolstädterin Nicola Eisenschmid (weiß, Nummer 11) und Memmingens „Kassie“ Roache aneinander.

Bild: Alwin Zwibel

Die Damen des ECDC Memmingen waren bereits gegen Ingolstadt nahe dran am ersten Saisonsieg. Gegen Bergkamen soll der am Wochenende nun eingefahren werden.
01.10.2021 | Stand: 15:29 Uhr

Zum Saisonauftakt in der Eishockey-Bundesliga hat es für die Indians-Frauen in zwei Spielen gegen Ingolstadt nur zu einem Punkt gereicht – trotz guter Spiele. Am Wochenende peilen die Memmingerinnen nun die ersten Siege an. Sie empfangen am Samstag ab 17.15 Uhr beziehungsweise am Sonntag ab 12.15 Uhr die „Bärinnen“ aus Bergkamen.

Der ECDC hat bewiesen, dass er zahlreiche Ausfälle verkraften kann

Dass sie trotz zahlreicher Ausfälle gegen Spitzenmannschaften mithalten können, stellten die Allgäuerinnen am vergangenen Wochenende eindrucksvoll unter Beweis. Lange Zeit spielten sie gegen die hochkarätig besetzten Ingolstädterinnen auf Augenhöhe mit und freuten sich nach einer knappen 2:4-Niederlage im ersten Spiel dann im zweiten über den ersten Punktgewinn (2:3 nach Verlängerung). Mit Bergkamen erwarten die Indians-Frauen nun einen ganz anderen Gegner, der sich in den vergangenen Spielzeiten immer wieder durch Einsatz und Kampfkraft ausgezeichnet hat. Hier wird nach Angaben von Teammanager Peter Gemsjäger „viel Geduld und Disziplin notwendig sein, um am Ende als Sieger vom Eis zu gehen“.

Gegner Bergkamen beendete die vergangene Saison auf Rang sechs

Pauline Gruchot wechselte von Bergkamen nach Berlin, Nationalverteidigerin Rebecca Orendorz nach Planegg. Doch die Bärinnen freuen sich über ihre neue Importspielerin, die 16-jährige Linda Rulle aus Lettland. Bergkamen beendete die vergangene Saison in der Deutschen Frauen-Eishockeyliga (DFEL) mit zehn Punkten auf Rang sechs. Am ersten Wochenende dieser Saison hatten die Bärinnen spielfrei, sodass die beiden Gastspiele im Allgäu die ersten beiden Partien in der neuen Spielzeit sind.

ECDC-Trainer Georg Taferner erwartet schwere Spiele

Wie ECDC-Trainer Georg Taferner die Gegnerinnen bewertet, beantwortete er auf Anfrage unserer Redaktion: „Ich erwarte zwei komplett andere, jedoch nicht unbedingt einfachere Spiele als gegen Ingolstadt. Das Team aus Bergkamen ist aus der Vergangenheit dafür bekannt, defensiv kompakt zu stehen und auf Konter ausgerichtet zu sein.“ Somit werde es an seinem Team liegen, so Taferner, „das Spiel zu machen, Chancen zu kreieren und diese zu verwerten sowie allfällige Konter bereits im Mitteldrittel abzufangen und zu unterbinden“.

Grundsätzlich erachte er es allerdings als realistisch, so Taferner, „dass wir am Wochenende unseren ersten Saisonsieg einfahren werden – und wenn möglich vielleicht sogar sechs Punkte aus dem Wochenende mitnehmen können, was auch insgeheim unser Ziel ist“.

Zutritt zur Eissporthalle ist laut ECDC unter Einhaltung der „3 G-Regeln“ erlaubt, es bestehe allerdings während des gesamten Aufenthalts die Pflicht, mindestens eine medizinische Maske zu tragen.

Die ehemalige ECDC-Topscorerin Taylor Day ist nun Profi

Die ehemalige Topscorerin der ECDC-Frauen, Taylor Day, hat jetzt ein Angebot in der kanadischen Profiliga bei den „Toronto Six“ angenommen. Die 27-jährige Kanadierin spielte zwei Jahre lang sehr erfolgreich für die Indians-Frauen in der DFEL. Sie war mit ein Garant für zwei Deutsche Meistertitel. Mittlerweile ist sie mit dem Bruder von ECDC-Stürmerin Sonja Weidenfelder verheiratet.

Weitere Informationen gibt’s im Internet unter der Adresse https://toronto.nwhl.zone