Nahverkehr im Unterallgäu

Flexibus: Streckennetz im Unterallgäu soll 2023 fertig sein

Der Flexibus verkehrt bereits in 38 von 52 Unterallgäuer Gemeinden. Im kommenden Jahr soll das Angebot erweitert werden.

Der Flexibus verkehrt bereits in 38 von 52 Unterallgäuer Gemeinden. Im kommenden Jahr soll das Angebot erweitert werden.

Bild: Vögele/Landratsamt Unterallgäu

Der Flexibus verkehrt bereits in 38 von 52 Unterallgäuer Gemeinden. Im kommenden Jahr soll das Angebot erweitert werden.

Bild: Vögele/Landratsamt Unterallgäu

Zwei neue Knotenpunkte sollen enstehen. Landkreis strebt Angebot auch in den Gebieten Bad Grönenbach/Legau und Markt Wald/Tussenhausen an.
26.11.2022 | Stand: 18:00 Uhr

Der Flexibus soll nach und nach im gesamten Unterallgäu fahren. Dieses Ziel hat sich der Landkreis beim Beschluss des neuen Angebots im Jahr 2017 gesetzt. Inzwischen gibt es den Flexibus in 38 von 52 Unterallgäuer Gemeinden, sagte Landrat Alex Eder im Ausschuss für Mobilität, Nahverkehr und Verkehrsvernetzung des Unterallgäuer Kreistags. „110.000 Einwohner haben inzwischen die Möglichkeit, den Flexibus zu nutzen.“ In zwei Gebieten ist das Angebot noch in der Planung, informierte Christine Heim, Leiterin des Sachgebiets für Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) am Landratsamt. Dabei handelt es sich um die Verkehrsbereiche Markt Wald-Tussenhausen und Bad Grönenbach-Legau.

Überlappungswabe nach Ottobeuren geplant

Hier sollen 2023 in Zusammenarbeit mit den Gemeinden zwei neue Flexibus-Knoten entstehen. Der Knoten Bad Grönenbach-Legau soll auch Benningen, Lachen, Wolfertschwenden, Woringen, Kronburg und Lautrach umfassen. Geplant ist eine Überlappungswabe nach Ottobeuren, sodass man auch dorthin fahren kann. Vom Knoten Markt-Wald-Tussenhausen sollen Fahrgäste nach ersten Überlegungen auch nach Mindelheim sowie nach Mittelneufnach im Landkreis Augsburg fahren können, wo ein Umstieg ins dortige Liniennetz möglich ist.

Genauer Gebietszuschnitt der nächste Schritt

Der genaue Gebietszuschnitt der beiden neuen Flexibus-Knoten soll in einem nächsten Schritt mit den Bürgermeistern und dem Betreiber der Flexibus-Plattform, der Flexibus KG, besprochen werden, erklärte Heim. Nach diesen beiden Knoten sei die Einführung des Flexibusses abgeschlossen. Er würde dann in 48 Gemeinden fahren. Nicht angeboten wird der Flexibus laut Heim in Buxheim, Trunkelsberg und Memmingerberg, da diese Gemeinden durch die vom Landkreis mitfinanzierten Regionalbus- oder Stadtbuslinien bereits sehr gut erschlossen seien.

Der Flexibus soll eine flexible Ergänzung zum normalen ÖPNV sein und verkehrt unabhängig von einem Fahrplan. Er befördert die Fahrgäste innerhalb des jeweiligen Knotens durch ein dichtes Netz an Haltestellen nahezu von Tür zu Tür und schafft eine Verbindung zu weiterführenden Bus- und Bahnlinien.