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Gegenwind für große Wohnanlage in Bad Grönenbach

BG Wohnanlage

Eine große Mehrfamilienwohnanlage am Ortsausgang von Bad Grönenbach in Richtung Zell ist umstritten.

Bild: Armin Schmid

Eine große Mehrfamilienwohnanlage am Ortsausgang von Bad Grönenbach in Richtung Zell ist umstritten.

Bild: Armin Schmid

Firma möchte bis zu 18 Wohnungen am Ortsrand Richtung Zell bauen. Warum mit der Größe und der Zufahrt einige Politiker nicht zufrieden sind.
03.05.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Mit einer weiteren Bauvoranfrage zur Errichtung einer größeren Wohnanlage beschäftigte sich das Bad Grönenbacher Ratsgremium in seiner jüngsten Sitzung. Im Bereich der Memminger Straße beziehungsweise am Ortsrand soll eine Wohnanlage mit 14 bis 18 Wohnungen entstehen.

Architekt Roland Moll (Firma Kuhn+Handwerker) stellte das Bauprojekt vor. Die betreffende Grundstücksfläche ist im Flächennutzungsplan bereits als Wohnbaufläche ausgewiesen. Das Grundstück selbst sei Kuhn+Handwerker zum Kauf angeboten worden. Derzeit ist das Grundstück mit einem Einfamilienhaus bebaut, das bei Realisierung der neuen Wohnanlage abgerissen wird.

Zwei Varianten sind möglich

Der Planer stellte zwei Varianten vor. Ein Entwurf sah zwei Giebelhäuser mit Zwischenbau vor. Enthalten waren Satteldach und Gaupen. Auf zwei Vollgeschossen sollen dabei sechs bis sieben Wohnungen angesiedelt werden. Für das Dachgeschoss wurden vier bis fünf Wohneinheiten eingeplant.

Die zweite Variante wurde in Form eines modernen Stadthauses geplant. Die Einfahrt soll über den Raupolzer Weg erfolgen. Eine Tiefgarage ist ebenfalls im Bauumfang enthalten. Die Grundstücksgröße liegt bei mehr als 2000 Quadratmeter.

Bürgermeister Bernhard Kerler betonte, dass das Gesamtgrundstück für eine Bebauung geeignet sei, dass dies zulässig wäre und dass er dies auch befürworten würde. Die Zweite Bürgermeisterin Ilse Dorn betonte, dass Bebauung an der Stelle möglich wäre, dass man aber über die Größe des Vorhabens reden müsse. Zudem sei die Einfahrtssituation über den Raupolzer Weg sehr beengt.

Andere Zufahrt untersuchen

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FW-Ratsmitglied Jürgen Höret meinte, dass man eine Grundstückseinfahrt von der Memminger Straße aus ebenfalls in Betracht ziehen sollte. Bernhard Kerler antwortete, dass man die technischen Möglichkeiten ausschöpfen und eine Einfahrt vom Raupolzer Weg aus bevorzugen sollte. An der Ortsausfahrt an der Memminger Straße wäre dies demnach sehr aufwendig.

Der Dritte Bürgermeister Martin Angerer betonte, dass sich das Gebäude in die Umgebungsbebauung einfügen muss. CSU-Ratsmitglied Gerhard Trunzer sah dies nicht als gegeben an. Er bekräftigte, dass sich im Umfeld überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser befinden. Ein Wohnblock passe an der Stelle gar nicht. Der Bürgermeister erläuterte, dass man am Ortsrand mutiger sein kann. Es hätten auf jeden Fall auch mehrere Häuser Platz. Architekt Moll vertrat die Ansicht, dass man an der Stelle die Chance nutzen kann kompakter zu bauen.

Grünen-Marktrat Konrad Lichtenauer sprach sich für eine Bebauung aus. Die vorgelegten Gestaltungsvorschläge könne er sich an der Stelle jedoch nicht vorstellen. Ilse Dorn meinte, dass sie nicht zustimmen kann. Demnach sollte man das Bauvorhaben verkleinern und auf zwei oder drei Häuser verteilen. CSU-Rat Hubert Endres sprach sich für eine Zurückstellung der Bauvoranfrage und einen Ortstermin aus. Der Marktgemeinderat gab mehrheitlich das Signal, dass der Standort für die Errichtung eines Mehrfamilienhauses geeignet wäre.

Gescheitert war im April eine Anfrage für drei Mehrfamilienhäuser in Unterthal mit bis zu 24 Wohneinheiten. Die Markträte hatten das Projekt "Wohnen am Park" abgelehnt.