Planungen

Hier soll ein Schmuckstück entstehen

Realisierungswettbewerb

Oberbürgermeister Manfred Schilder (von links), Wolfgang Ritz (TRR), Markus Mangler (Graf Architekten), Elke Graf (Graf Architekten) und Hermann Markus Häussler (Inhaber der Häussler Liegenschaftsverwaltung GmbH & Co. KG).

Bild: Dunja Schütterle

Oberbürgermeister Manfred Schilder (von links), Wolfgang Ritz (TRR), Markus Mangler (Graf Architekten), Elke Graf (Graf Architekten) und Hermann Markus Häussler (Inhaber der Häussler Liegenschaftsverwaltung GmbH & Co. KG).

Bild: Dunja Schütterle

Entscheidung im Realisierungswettbewerb zum Neubau eines Bürger- und Familienhauses ist gefallen. Das Vorhaben soll im Memminger Osten umgesetzt werden.
12.11.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Die Entscheidung im Realisierungswettbewerb zum Neubau eines Bürger- und Familienhauses mit einem Café und einer Bankfiliale im Memminger Osten ist gefallen. Die Graf Architekten GmbH aus Memmingen reichten zusammen mit TRR Landschaftsarchitekten Ritz und Ließmann PartGmbH aus München den besten Entwurf für das städtische Grundstück südlich des Kreisverkehrs an der Münchner Straße ein.

Zwei Jahre lang, von Oktober 2015 bis Oktober 2017, wurden im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms der Sozialen Stadt vorbereitende Untersuchungen für das östliche Stadtgebiet durchgeführt.

Planerteam erarbeitete einen Maßnahmenkatalog

In diesem Zeitraum erarbeitete ein Planerteam einen dazugehörigen Maßnahmenkatalog. Das Grundstück der Stadt kann nur über ein weiteres, westlich angrenzendes Grundstück erschlossen werden, welches sich im Besitz der Häussler Liegenschaftsverwaltung GmbH & Co. KG befindet, deren Inhaber Hermann Markus Häussler bereits mehrere Bäckereien in Memmingen betreibt. Beide Grundstückseigentümer haben den gemeinsamen Wettbewerb für die Errichtung eines Bürger- und Familienhauses sowie eines Gebäudes mit Café des Backhauses Häussler und einer Bankfiliale ausgelobt.

Projekt soll Ort der Begegnung für alle Generationen und Kulturen werden

Das Bürger- und Familienhaus möchte ein Ort der Begegnung aller Generationen und Kulturen im Quartier werden. Zudem sollen hier ein Angebot einer fünfgruppigen Kindertageseinrichtung und ein offener Jugendtreff entstehen. Ein öffentlicher Kinderspielplatz sowie ausreichend Parkplätze sind für die Freiflächen geplant.

Das Wettbewerbsverfahren hatte sich zum Ziel gesetzt, ein optimales Ergebnis in Sachen Gestaltung und Funktionalität – wie auch hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und der Nachhaltigkeit im Bau und Betrieb – zu vereinen. Dabei mussten die Planer die bedeutsame Lage am Bayernring in Verbindung mit dem angrenzenden Kreisverkehr berücksichtigen. Von 16 der 21 zugelassenen Teilnehmenden wurden Wettbewerbsarbeiten eingereicht.

Schwerpunkte der Bewertungskriterien waren städtebauliche Struktur, Funktionalität und Erschließung

Lesen Sie auch
##alternative##
Als Quereinsteigerin zum eigenen Dorfladen

Nicole Manke vom Dorfladen Holzgünz zieht Zwischenfazit: „Die Rechnung ist bisher aufgegangen“

Bei den Bewertungskriterien lagen die weiteren Schwerpunkte auf die städtebauliche Struktur und Gestalt, auf die Funktionalität der Bebauung und der Grün- und Freiräume, sowie deren innere und äußere Erschließung. Das Preisgericht bestand aus renommierten Expertinnen und Experten aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur, sowie Vertreterinnen und Vertretern der Stadtpolitik und -verwaltung wie weiteren Sachverständigen. Drei Architekturbüros stachen besonders hervor, zwei erhielten eine Anerkennung für ihre Lösungsansätze.

Entwürfe sind noch bis Sonntag im Kreuzherrnsaal zu sehen

Der Wettbewerb erhielt einen Zuschuss der Regierung von Schwaben bedingt der Bund-Länder-Städtebauförderung. Der erste Preis wurde mit 29 000 Euro dotiert. Wie Oberbürgermeister Manfred Schilder (CSU) in seiner Laudatio für die fünf besten Entwürfe betonte, wolle man ein Haus für alle Generationen bauen, das zu einem Schmuckstück des Ostens werden soll. Dem Realisierungswettbewerb schließt sich für die drei besten Vorschläge ein Vergabeverfahren (VgV) an. Die Entwürfe und Pläne des Realisierungswettbewerbs sind noch bis Sonntag, von 10 bis 17 Uhr, im Kreuzherrnsaal öffentlich zugänglich.

Auf einen Blick:

Bürger- und Familienhaus:

  • Nutzungsflächen: Bürgerzentrum etwa 270 Quadratmeter
  • Kindertageseinrichtung circa 730 Quadratmeter plus einer zuzüglichen Freifläche von gut 650 Quadratmetern
  • Jugendzentrum mit 380 Quadratmetern plus einer dazugehörigen Freifläche mit 200 Quadratmetern

Bäckerei und Café:

  • Café mit Backwarenverkauf gut 470 Quadratmeter plus 200 Quadratmeter Außenbewirtungsfläche
  • Die Bankfiliale soll etwa 170 Quadratmeter erhalten

Sonstiges:

  • Spielplatz mit 1000 Quadratmetern
  • 69 PKW-Stellplätze und 54 Fahrradstellplätze

Die fünf besten Architekturbüros:

1. Preis: Graf Architekten GmbH Memmingen mit TRR Landschaftsarchitekten Ritz und Ließmann PartG mbH München

2. Preis: a + p Architekten Kellner - Krämer Partnerschaft mbH München mit Kalckhoff Benoit, Landschaftsarchitekten München

3. Preis: Scherzer Architekten, Nürnberg. Partnerschaft mit Rudolph Langner „Station C23“ - Architekten- und Landschaftsarchitekten PartG mbB, Leipzig

Anerkennungen:

Beer Bembé Dellinger, Greifenberg mit Burkhardt/Engelmayer/Mendel Landschaftsarchitekten - Stadtplaner Part mbB, München; Degle.Degle Gesellschaft von Architekten mbH, Königsbrunn mit „die Grille“, Penzberg

Realisierung:

  • Geplanter Baubeginn: Frühjahr/Sommer 2023;
  • Voraussichtliche Fertigstellung: 2025 (ds)

Lesen Sie auch: Memminger Winterdienst ist startklar