Unterallgäu

Infos für Allergiker nun auch per App

Allergie

Wer gegen Pollen allergisch ist, kann sich seit Kurzem via App über die aktuelle Belastung informieren.

Bild: Ernst

Wer gegen Pollen allergisch ist, kann sich seit Kurzem via App über die aktuelle Belastung informieren.

Bild: Ernst

Eine von acht bayerischen Pollen-Messstationen befindet sich in Mindelheim.
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Von Redaktion Allgäuer Zeitung
21.06.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Wer gegen Pollen allergisch ist, kann sich seit Kurzem per App über die aktuelle Belastung informieren. Darauf weist das Gesundheitsamt am Unterallgäuer Landratsamt hin. Möglich machen dies acht über Bayern verteilte elektronische Messstationen, die den Pollenflug erfassen. Einer dieser sogenannten Pollenmonitore befindet sich auf dem Dach der Klinik in Mindelheim.

Nach Angaben des Bayerischen Gesundheitsministeriums läuft das bayerische Polleninformationsnetzwerk (ePin) mit den dazugehörenden Messstationen seit einem Jahr erfolgreich. Neu ist die App. Für den Betrieb von ePin zuständig ist das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). In Mindelheim befindet sich die einzige Messstation in Schwaben. Die anderen Monitore sind in Viechtach, Marktheidenfeld, Hof, Feucht, Altötting, München und Garmisch-Partenkirchen aufgestellt.

Häufig aktualisiert

Dort wird erfasst, welche und wie viele Pollen derzeit in der Luft sind. Aktuell sind dies zum Beispiel Gräserpollen. Die Daten zur Pollenbelastung können über die App oder im Internet speziell für jeden Standort abgerufen werden. „Allergiker, die wissen, welche Pollen gerade fliegen, können sich darauf einstellen und sich zum Beispiel bei der Einnahme von Medikamenten daran orientieren“, sagt Dr. Ludwig Walters, Leiter des Gesundheitsamts am Landratsamt. Über ePin sind Daten zu den wichtigsten allergieauslösenden Pflanzen zu finden – nicht nur zu Gräsern, sondern auch zu Hasel, Erle, Esche, Birke, Roggen, Beifuß und Ambrosia. Die Daten werden alle drei Stunden aktualisiert.

Die Pollensaison dauert nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Deutschland von Januar bis Oktober. Wer in dieser Zeit an typischen Symptomen wie juckende Augen, häufiges Niesen oder einer laufenden Nase leidet, sollte abklären lassen, ob es sich um eine Allergie handelt, rät Gesundheitsamtsleiter Walters. Denn unbehandelt könne Heuschnupfen zu Asthma führen.

In Bayern leiden nach LGL-Schätzungen mehr als zwei Millionen Menschen an einer Allergie oder an Überempfindlichkeitsreaktionen. Etwa 490 000 Erwachsene und rund 85 000 Kinder und Jugendliche sind von Asthma bronchiale betroffen.

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