Erfolg für Schülerin aus Memmingen

Jubel in Memmingen: Mitschüler freuen sich mit Siegerin Ada

Neben dem freudigen Empfang in der Klasse hatte Schulleiter Patrick Schmitt (vorne) noch eine süße Überraschung in Form eines Eis-Gutscheins für Bundessiegerin Ada Grossmann (Mitte) parat.

Neben dem freudigen Empfang in der Klasse hatte Schulleiter Patrick Schmitt (vorne) noch eine süße Überraschung in Form eines Eis-Gutscheins für Bundessiegerin Ada Grossmann (Mitte) parat.

Bild: Dunja Schütterle

Neben dem freudigen Empfang in der Klasse hatte Schulleiter Patrick Schmitt (vorne) noch eine süße Überraschung in Form eines Eis-Gutscheins für Bundessiegerin Ada Grossmann (Mitte) parat.

Bild: Dunja Schütterle

Nach ihrem Bundessieg beim Vorlesewettbewerb des deutschen Buchhandels wird Ada Grossmann am Bernhard-Strigel-Gymnasium in Memmingen begeistert empfangen.
25.06.2022 | Stand: 18:00 Uhr

Deutschlands beste Vorleserin in diesem Jahr heißt Ada Grossmann und kommt aus Memmingen. Sie ist zwölf Jahre alt und geht auf das Bernhard-Strigel-Gymnasium (BSG). Ada setzte sich im Bundesfinale des Vorlesewettbewerbs für Sechstklässler des deutschen Buchhandels in Berlin als Vertreterin des Bundeslandes Bayern gegen 15 weitere Siegerinnen und Sieger der jeweiligen Landeswettbewerbe durch.

Die sechste Klasse vom BSG war am Tag der Entscheidung live in das Studio A des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) zugeschaltet. Leider aber, wie Adas Klassenkameradinnen und -kameraden berichten, ging die Übertragung des Finales über die reguläre Schulzeit hinaus. „Einige mussten zum Bus, weswegen wir vor der Entscheidung das Livestreaming vorzeitig abbrechen mussten“, wie Klassenlehrerin Katrin Kutter dazu erklärt, die in Adas Klasse Deutsch und Geschichte unterrichtet.

Mitschülerin: "Ich wusste, dass sie gewinnt"

Die Finalisten in Berlin mussten vor laufender Kamera ihren Textbeitrag vorlesen, den eine Fachjury bewertete. Ada hatte das Jugendbuch „Der Tag, an dem ich versehentlich die ganze Welt belog“ von Lisa Thompson dabei, woraus sie genau die Textstelle vorlas, in welcher der Protagonist Cole Miller sein Bild einer kunstbeflissenen Jury vorstellen musste, obwohl er es eigentlich gar nicht selbst gemalt hatte und er bei der Enthüllung wusste, dass er damit die ganze Welt belügen wird. „Coles Aufregung passte gut zu meiner eigenen Nervosität“, wie Ada dazu verrät. Genau diese Zwiespältigkeit bei Cole brachte die Schülerin beim Lesen mit zittriger Stimme zum Ausdruck, was die Jury besonders beeindruckte. „Als Ada gelesen hatte, wusste ich schon, dass sie gewinnt. Als ich es dann später erfahren habe, dass sie dann wirklich gewonnen hat, habe ich mich voll gefreut“, sagt Charlotte, die zusammen mit Ada in die Klasse geht.

Gutschein für einen Riesen-Eisbecher

Und nicht nur sie freut sich über den Sieg – auch Schulleiter Patrick Schmitt ist stolz auf die Sechstklässlerin. „Dieses Mal gibt es keinen Büchergutschein, sondern einen Gutschein für einen Riesen-Eisbecher, den Du Dir hiermit redlich verdient hast“, so die Überraschung des Schulleiters an Ada, die von so viel Rummel um ihre Person gut eine Aus- und Eiszeit gebrauchen kann, wie sie selbst lachend zugibt.

Der Vorlesewettbewerb fand bereits zum 63. Mal statt. Ziel ist es, jungen Menschen die Vielfalt der Literatur und den Spaß an Geschichten näher zu bringen. Ein Jahr bleibt der Wanderpokal nun in Memmingen, bis im Oktober der neue Wettbewerb startet.

Lesen Sie auch: Ada Grossmann aus Memmingen ist Deutschlands beste Vorleserin