Erneuerbare Energien

Lechwerke planen Solarpark bei Volkratshofen

Eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage soll im Bereich Volkratshofen-Unteresch entstehen.

Eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage soll im Bereich Volkratshofen-Unteresch entstehen.

Bild: Gateau/dpa (Symbolbild)

Eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage soll im Bereich Volkratshofen-Unteresch entstehen.

Bild: Gateau/dpa (Symbolbild)

Zwei Grundstücke befinden sich im Besitz der Stadt Memmingen. Bauausschuss begrüßt Vorhaben an der A96.
21.09.2022 | Stand: 16:00 Uhr

Die Lechwerke AG will im Bereich Volkratshofen-Unteresch, westlich der A96, eine Fotovoltaik-Freiflächenanlage errichten und auch betreiben. Besagte Fläche ist in vier Grundstücke aufgeteilt – zwei davon befinden sich in städtischem Eigentum, wie der Leiter des Stadtplanungsamts Uwe Weißfloch dem Bau- und Umweltausschuss erklärte. Da jedoch solche Anlagen nach dem Baugesetzbuch nicht privilegiert seien und das Gebiet im aktuellen Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Flächen ausgewiesen sei, bedarf es einer rechtlichen Änderung. Daher soll nun ein 18,2 Quadratmeter großes Areal als Sonderbaufläche ausgewiesen werden. Zudem ist ein vorhabenbezogener Bebauungsplan nötig.

"Wertvoller Beitrag zur Nutzung regenerativer Energien"

Aus stadtplanerischer Sicht würden sich die Flächen laut Weißfloch sehr gut für das Projekt eignen und könnten somit einen wertvollen Beitrag zur Nutzung regenerativer Energie leisten. Oberbürgermeister Manfred Schilder betonte, dass die Anlage in diesem Bereich „keine größere Störwirkung“ habe.

Nach Angaben von Weißfloch hat die Lechwerke AG die Übernahme aller damit verbundenen Planungs- und Baukosten bestätigt. Zudem soll im Nachgang den jeweiligen Grundstückseigentümern eine Kaufoption von maximal 50 Prozent der Freiflächenanlage angeboten werden. Diese Kaufoption könne auch an Dritte weitergegeben werden. Auf den städtischen Flächen soll dies in Form einer Kooperation an die Stadtwerke erfolgen.

Wieviel Strom kann ins öffentliche Netz eingespeist werden?

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Eine Voranfrage beim zuständigen Netzbetreiber (LEW Verteilnetz GmbH) über die verfügbare Einspeisekapazität ins öffentliche Netz hat ergeben, dass zunächst in einem ersten Bauabschnitt 2,7 Megawatt Peak (MWp) umgesetzt werden könnten. In einem zweiten Abschnitt könnten dann weitere 7,5 MWp an das öffentliche Netz gehen.

Die Ratsmitglieder begrüßten das Vorhaben. „Wir brauchen alles an erneuerbarer Energie, was wir vor Ort bekommen“, betonte etwa Verena Gotzes mit Blick auf die aktuelle Situation (SPD). Auch der Gesamt-Stadtrat hat bei einer Gegenstimme der AfD einen Solarpark an dieser Stelle befürwortet.