Clubs in Memmingen

„Wir machen weiter“: Club M1 in Memmingen öffnet wieder

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Masken beim Feiern? Auch wenn das M1 in Memmingen wieder eine Öffnung plant: Ein einheitliches Hygienekonzept für Clubs gibt es nicht.

Bild: Foto:Philipp von Ditfurth, dpa

Masken beim Feiern? Auch wenn das M1 in Memmingen wieder eine Öffnung plant: Ein einheitliches Hygienekonzept für Clubs gibt es nicht.

Bild: Foto:Philipp von Ditfurth, dpa

Ab dem 1. Oktober dürfen in Bayern Clubs und Diskotheken wieder öffnen. Das planen die Betreiber in der Memminger Partyszene für ihr Comeback.
09.09.2021 | Stand: 06:05 Uhr

Eineinhalb Jahre Stillstand, nun endlich Licht am Ende des Corona-Tunnels: Ab dem ersten Oktober dürfen Clubs und Diskotheken in Bayern wieder öffnen. Auch Oktay Kapilar, Clubmanager des M1 in Memmingen, freut sich, endlich wieder Nachtschwärmer zu empfangen. „Man macht sich natürlich schon seine Gedanken über diese Zeit“, sagt er. „Macht man weiter oder gibt man den Club auf?“ Für ihn eine klare Entscheidung: „Wir machen weiter.“

Der Clubmanager hat sich verschiedene Hygienekonzepte überlegt

Konkrete Angaben zu den Hygienekonzepten könne Kapilar noch nicht machen. „Wir haben schon mit dem Ordnungsamt telefoniert, aber die können uns noch nichts Genaues sagen.“ Vorsorglich hat er sich zwei verschiedene Öffnungsvarianten für das M1 überlegt. Das erste Konzept: „Wir öffnen mit Stehtischen, an denen die Gäste ihre Masken abziehen können. Dann sind wir eher eine Bar, als ein Club, aber wenigstens können wir öffnen.“ Die andere Version: „Wir kontrollieren streng nach den 3G-Regeln und lassen nicht so viele Leute in den Club. Jeder Besucher kann dann genügend Distanz zu anderen halten.“

450 bis 500 Personen hätten unter normalen Umständen im M1 Platz, Kapilar möchte aber zunächst maximal 350 Gästen in den Club lassen. Wenn die Politik nichts gegenteiliges behauptet ist, plant Kapilar die Öffnung des Clubs für den zweite Oktober. „Der Oktober hat fünf Samstage und Halloween, sechs Veranstaltungen wären natürlich schon toll.“ Im November und Dezember würde er nach Möglichkeit gerne freitags und samstags öffnen.

Die Zeit der coronabedingten Schließung sieht er gelassen. „Wir hatten das Glück, dass wir Corona-Hilfen bekommen haben.“ Diese kämen zwar spät, aber zuverlässig und deckten im ersten Jahr 90 Prozent und im laufenden Jahr 100 Prozent der Kosten. Kapilar ist zufrieden mit den Hilfen. „Ich bin zwischendurch in der Türkei gewesen, da gibt es sowas nicht. Da habe ich das Elend gesehen.“ (Weitere Corona-Updates lesen Sie in unserem Newsblog.)

Umbaumaßnahmen im Lockdown

Die Corona-Zeit habe er für einige Umbaumaßnahmen genutzt. „Wir haben die Toiletten renoviert und VIP-Bereich ebenfalls.“ Zudem sei der Club neu gestrichen und das DJ-Pult erweitert worden. Aber ob die Leute auch zum Feiern gehen werden? „Auf jeden Fall“, ist sich der Clubmanager sicher. „Wir bekommen so viele Anfragen, wir werden wahrscheinlich nicht alle Gäste bedienen können.“ Dadurch, dass die Leute lange nicht weggehen durften, werde das Nachtleben zunächst richtig aufblühen, glaubt er. Am liebsten würde er sich mit anderen Clubs in der Gegend kurzschließen, „damit sich die Feiernden besser verteilen können.“ Doch mit Bernd Schwartner, Betreiber des Eiskellers, wird das wohl nicht gehen. Er möchte mit der Öffnung seines Clubs noch warten.

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