Spannendes Projekt am Gymnasium

Wie Augsburger Studierende Schülern bei Memmingen beim Corona-Neustart helfen werden

BX Sommerschule

Studentin Johanna Faul und hilft Fünftklässlerin Emily Beer nach dem Corona bedingten Distanz- und Wechselunterricht beim Neustart.

Bild: Marianum Buxheim

Studentin Johanna Faul und hilft Fünftklässlerin Emily Beer nach dem Corona bedingten Distanz- und Wechselunterricht beim Neustart.

Bild: Marianum Buxheim

Das Marianum Buxheim bietet eine Sommerschule an – um Defizite der Schüler nach dem Corona bedingten Distanz- und Wechselunterricht zu verringern. Die Pläne.
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Von Redaktion Memminger Zeitung
30.04.2021 | Stand: 19:20 Uhr

Über die Lernlücken aus dem Corona-Lockdown reden Bildungspolitiker seit Monaten, Hilfsangebote für schwächere Schülerinnen und Schüler fordern Experten aus der Wissenschaft und an den Schulen vor Ort. Am Marianum in Buxheim wird es darum im August und September eine Sommerschule geben, die sich an die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 richtet. Zwei Wochen lang werden Lehramtsstudierende der Universität Augsburg vier Stunden pro Tag in Kleinstgruppen mit maximal fünf Kindern Lernstoff wiederholen, erklären und üben.

Am Anfang und am Ende steht dabei eine Lernstandsanalyse in Deutsch, Mathematik und Englisch, die der Augsburger Professor für Schulpädagogik Klaus Zierer zusammen mit dem Stark Verlag entwickelt hat. Initiator des Pionierprojekts, das den aussagekräftigen Namen „Brückenwerk“ trägt, ist Peter Kosak, der Leiter des Schulwerks der Diözese Augsburg, Träger des Marianums.

Sommerschule am Marianum Buxheim: Vorbereitungen laufen

Das wichtigste an dem Pionierprojekt aus Augsburg sind aber sicher die Studierenden selbst, die sich jetzt im Sommersemester in einem Blockseminar der Uni, zu dem auch ein Kennenlerntag an der Einsatzschule zählt, auf ihre Aufgabe in den Sommerferien vorbereiten. Eine von ihnen ist Johanna Faul aus Winterrieden. Sie studiert im vierten Semester Lehramt für Grundschulen. Nachhilfe hat sie immer schon gern gegeben, auch während ihrer eigenen Schulzeit am Marianum. Jetzt kehrt sie als Studentin an ihre alte Schule zurück, ausgestattet mit viel pädagogischem und didaktischem Rüstzeug. Was sie an der Sommerschule besonders reizt? „Ich freue mich darauf, mit den Kindern arbeiten zu können, ihnen helfen zu können. Und es ist natürlich toll, mit etwas Geld zu verdienen, das Freude macht, sind doch Ferienjobs momentan auch nicht gerade leicht zu ergattern.“

Am Marianum freut man sich sehr auf die Studierenden aus Augsburg: „Wir schaffen nur die Rahmenbedingungen für die Sommerschule und können uns ansonsten ganz auf die Herausforderungen des neuen Schuljahrs konzentrieren. Denn da ist uns eine Zeit des Ankommens für alle unsere Schülerinnen und Schüler ein großes Anliegen“, sagt Schulleiter Erich Dietrich.

Nach Corona wieder an den Schulalltag gewöhnen

Für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen wird es darum gehen, Lücken zu schließen und sich wieder an den Schulalltag vor Ort zu gewöhnen. Dafür stehen in Buxheim nicht nur die Lehrkräfte bereit, sondern auch ältere Schülerinnen und Schüler aus den etablierten „Nachhilfetandems“.

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„Unseren künftigen Fünftklässlern wollen wir mit dem „Ganztakt+“ einen guten Start am Gymnasium ermöglichen. Hier können wir in der engen und rhythmisierten Zusammenarbeit der Lehrkräfte mit den Erzieherinnen im eigens für unsere Jüngsten neu ausgestatteten Bereich ganz sicher für ein optimales Lernumfeld sorgen, auch in besonderen Zeiten“, freut sich der Schulleiter des Marianums.

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