Memmingen

Memminger Freiheitspreis wird erst 2022 wieder verliehen

Memminger Freiheitspreis

Im September 2016 wurde der Memminger Freiheitspreis bei strahlendem Sonnenschein auf dem Memminger Marktplatz an Bischof Dr. h.c. Erwin Kräutler verliehen.

Bild: Ralf Lienert

Im September 2016 wurde der Memminger Freiheitspreis bei strahlendem Sonnenschein auf dem Memminger Marktplatz an Bischof Dr. h.c. Erwin Kräutler verliehen.

Bild: Ralf Lienert

Die Veranstaltung wird wegen der Corona-Pandemie verschoben. Die Stadt Memmingen steht mit einem „prominenten Laudator“ in Kontakt.
20.04.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Der Memminger Freiheitspreis wird erst im Jahr 2022 wieder verliehen. Das hat Matthias Fähndrich, der stellvertretende Leiter des städtischen Hauptamtes, jetzt auf Anfrage unserer Redaktion bekannt gegeben. Eigentlich sollte der Preis in diesem Jahr an den Journalisten Heribert Prantl verliehen werden. Doch wegen der Corona-Pandemie haben die Verantwortlichen entschieden, die Preisverleihung auf nächstes Jahr zu verschieben.

Nach Angaben von Matthias Fähndrich soll der Festakt „im ersten Halbjahr 2022“ stattfinden. Ein genauer Termin stehe allerdings noch nicht fest. Dieser solle bis Ende Juli dieses Jahres gefunden werden. Bis dahin seien noch einige Gespräche zu führen, erklärt der stellvertretende Hauptamtsleiter.

Preisträger ist Heribert Prantl

Dazu gehört vor allem die Abstimmung mit dem „prominenten Laudator“, wie Fähndrich sich ausdrückt. Nach Informationen unserer Redaktion handelt es sich dabei um einen prominenten Bundespolitiker, der früher ein hohes Staatsamt bekleidet hat. Sein Name soll laut Fähndrich aber erst dann öffentlich genannt werden, wenn sicher feststehe, dass er die Lobrede auf Preisträger Prantl halten werde. Und vor allem auch: an welchem Tag.

Als 1525 in der Kramerzunft die "Zwölf Artikel" verfasst wurden

Normalerweise wird der Memminger Freiheitspreis seit 2005 alle vier Jahre verliehen. Nach Angaben des stellvertretenden Hauptamtsleiters werde man nach 2022 auf jeden Fall davon abweichen, denn: Im Jahr 2025 steht in der „Stadt der Freiheitsrechte“ ein großes Jubiläum an: 500 Jahre zuvor, im März 1525, wurden in der Memminger Kramerzunft am Weinmarkt die berühmten „Zwölf Artikel“ verfasst. In diesem Zusammenhang soll auf jeden Fall der nächste Preis verliehen werden.

Weiteres bedeutendes Jubiläum in Memmingen

Ein weiteres bedeutendes Jubiläum, das nichts mit dem Freiheitspreis zu tun hat, gibt es dann fünf Jahre später in der Maustadt: Im Jahr 2030 jährt sich zum 400. Mal der mehrmonatige Aufenthalt von Albrecht Wenzel Eusebius Wallenstein in Memmingen. Die Memminger erinnern seit 1980 alle vier Jahre mit einer Historischen Woche an diese Phase während des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648).

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Turnusgemäß wäre das im Jahr 2020 zum letzten Mal der Fall gewesen. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Wallenstein-Woche aber sowohl im vergangenen Jahr als auch in diesem Jahr abgesagt. Sollte sie nun aber 2022 stattfinden können, wären die Veranstalter genau im Rhythmus, um zum 400. Jahrestag seines Aufenthaltes wieder an den kaiserlichen Generalissimus zu erinnern.