Energieversorgung

Memminger Stadtwerke: CO2-Abgabe und Corona lässt Gewinn schrumpfen

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Weil die Memminger Stadtwerke die CO2-Abgabe nicht an ihre Kunden weitergeben, sinkt der Gewinn in der Sparte Gas um etwa 900000 Euro.

Bild: Symbolfoto: Anne Wall

Weil die Memminger Stadtwerke die CO2-Abgabe nicht an ihre Kunden weitergeben, sinkt der Gewinn in der Sparte Gas um etwa 900000 Euro.

Bild: Symbolfoto: Anne Wall

CO2-Steuer wird nicht an Endverbraucher weitergegeben. Memminger müssen somit nicht tiefer in die Tasche greifen. Corona beschert Stadt Einbußen bei den Parkgebühren.
02.03.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Die Memminger Stadtwerke werden in diesem Jahr erneut weniger Gewinn machen. Das geht aus dem aktuellen Wirtschaftsplan hervor, den Stadtwerkeleiter Peter Domaschke in der jüngsten Stadtratssitzung vorstellte. Demnach sinkt der Gesamtgewinn gegenüber dem Vorjahr um etwa 740 000 auf voraussichtlich 2,20 Millionen Euro. Freuen dürfen sich Kunden der Stadtwerke. Denn die neue CO2-Abgabe in der Sparte Gas wird nicht an die Verbraucher weitergegeben, sondern von den Stadtwerken komplett kompensiert.

Der Wirtschaftsplan der Stadtwerke setzt sich aus folgenden vier Sparten zusammen: Gas- und Wasserversorgung sowie Parkhäuser und alternative Energien.

  • Gasversorgung: „Ein deutlich geringerer Absatz sowie gestiegene Bezugskosten hatten im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang zur Folge“, berichtete Domaschke den Stadträten. Waren es im Jahr 2019 noch 3,13 Millionen Gewinn, so sank dieser Wert im Jahr 2020 auf etwa 2,61 Millionen Euro. Durch die Nichtweitergabe der CO2Abgabe an die Kunden sinkt der Gewinn in der Sparte Gas heuer erneut – und zwar um rund 900 000 auf 1,69 Millionen Euro.

    Stadt hat Wasserqualität im Blick

  • Wasserversorgung: Laut Domaschke hat sich das Ergebnis in der Sparte Wasser im Jahr 2020 wieder normalisiert. Grund dafür sei das Ende der Hochbehältersanierung gewesen. Da heuer keine größeren Instandhaltungsmaßnahmen geplant sind, rechnet der Stadtwerke-leiter mit einer weiteren Ergebnisverbesserung. So werde der Gewinn voraussichtlich um über 120 000 auf gut 370 000 Euro steigen. Wie Domaschke weiter mitteilte, sollen die Kooperationen bei der Wasserversorgung mit Nachbargemeinden weiter vertieft werden. Gleichzeitig soll zur Sicherung der Wasserqualität stärker mit Behörden und Landwirten zusammengearbeitet werden.

  • Parkhäuser: „Die Auswirkungen der Pandemie sind hier gravierend“, betonte Stadtwerkeleiter Peter Domaschke. So sei die Zahl der Parkenden im vergangenen Jahr um etwa 200 000 gesunken. Somit ist der Gewinn gegenüber dem Jahr 2019 um über 400 000 Euro auf nur noch 70 000 Euro gesunken. Heuer rechnet der Stadtwerke-Chef mit einer leichten Verbesserung auf rund 112 000 Euro. Letztlich entscheide der weitere Verlauf der Corona-Pandemie über das wirtschaftliche Ergebnis.

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