Pläne zur Sicherheit

Memmingerberg soll sicherer werden

Beispielsweise in Landsberg (Foto) gibt es eine Sicherheitswacht. Memmingerberg strebt zumindest einen abgespeckten Ordnungsdienst an.

Beispielsweise in Landsberg (Foto) gibt es eine Sicherheitswacht. Memmingerberg strebt zumindest einen abgespeckten Ordnungsdienst an.

Bild: Christian Mühlhause (Archiv)

Beispielsweise in Landsberg (Foto) gibt es eine Sicherheitswacht. Memmingerberg strebt zumindest einen abgespeckten Ordnungsdienst an.

Bild: Christian Mühlhause (Archiv)

Bürgermeister will Ordnungsdienst und mehr Tempokontrollen. Wo im Ort die heiklen Stellen sind.
30.12.2020 | Stand: 11:30 Uhr

Die kommunale Verkehrsüberwachung war in mehrerlei Hinsicht Thema im Memmingerberger Gemeinderat. Es ging dabei um eine strengere Verkehrsüberwachung in der Künersberger Straße, die Gründung einer Sicherheitswacht und die Aufnahme neuer Mitgliedsgemeinden in die „Verkehrsüberwachung Schwaben-Mitte“. Nicht alles lässt sich realisieren.

Memmingerberg ist eine von mehr als 30 Trägerkommunen des gemeinsamen Kommunalunternehmens Verkehrsüberwachung Schwaben-Mitte. Dieses überwacht den ruhenden und auch den fließenden Verkehr. Handlungsbedarf sieht der Gemeinderat aktuell in der Künersberger Straße.

Im Bereich vom Spielplatz bis zur Gärtnerei wird demnach häufig zu schnell gefahren und das vorgeschriebene Tempo 30 nicht eingehalten. Bürgermeister Alwin Lichtensteiger betonte, dass man die Überwachung in diesem Bereich prüfen und gegebenenfalls intensivieren müsse.

Memmingerberg: Hilft ein Ordnungsdienst?

Thematisiert wurde von Lichtensteiger auch die Gründung eines Ordnungsdienstes. Dabei gehe es um die Sicherheit im Ort. „Wir haben auch einige Hot-Spots“, sagte der Bürgermeister, beispielsweise am alten Fußballplatz. Eine eigene Sicherheitswacht können sich laut Lichtensteiger aber nur größere Kommunen leisten.

Er fände deshalb die Gründung eines Ordnungsdienstes im Rahmen eines Zusammenschlusses mit mehreren kleineren Kommunen sinnvoll, sagte der Rathauschef. Auch die Integration einer Sicherheitswacht in das Kommunalunternehmen „Verkehrsüberwachung Schwaben-Mitte“ könnte ein Weg sein, sei aber wahrscheinlich weniger sinnvoll, sagte Lichtensteiger. Er betonte, dass man das Thema weiterverfolgen sollte.

Alle Orte müssen zustimmen

Nach Angaben des Bürgermeisters wollen die Marktgemeinde Diedorf, die Städte Höchstädt, Marktoberdorf und Neusäß sowie die Gemeinde Ebershausen der Verkehrsüberwachung Schwaben-Mitte beitreten. Das erfordere die Zustimmung der Trägergemeinden. Der Memmingerberger Gemeinderat stimmte der Aufnahme der fünf Kommunen und einer Erhöhung des Stammkapitals von 372 000 Euro auf künftig 461 000 Euro einstimmig zu.