Kommentar

Pfiffiger Schachzug in Memmingen

Lokales Baugebiet Donaustraße-Adenauerring-Grenzhofstraße-Firma Metzeler

Auf dem Grenzhofareal neben der Firma Metzeler sollen bis zu 450 Wohnungen entstehen.

Bild: Siegfried Rebhan

Auf dem Grenzhofareal neben der Firma Metzeler sollen bis zu 450 Wohnungen entstehen.

Bild: Siegfried Rebhan

Memmingen und I+R Wohnbau Lindau teilen sich die Bebauung des Grenzhofareals in Memmingen untereinander auf. Für Redakteur Volker Geyer ist das eine gute Idee.
07.05.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Die Corona-Pandemie hat sich wie ein lähmender Nebel über das öffentliche und private Leben gelegt. Man wird das Gefühl nicht los, dass alles etwas langsamer und zäher vonstattengeht. Ein Leben in Zeitlupe – Gummizeit. Die ganze Welt dämmert vor sich hin ... Die ganze Welt? Nein! In einem von fleißigen Schwaben bevölkerten Städtchen wird in jüngster Zeit ein Großprojekt nach dem anderen angestoßen. Die Memminger dürfen sich auf ein neues Freizeitbad ebenso freuen wie auf ein neues Klinikum. Die Pläne für die Sanierung und Umgestaltung des Rosenareals nehmen Gestalt an und die Generalsanierung der Edith-Stein-Schule steht kurz bevor. In diese Reihe passt eines der größten Wohnbauprojekte wie die Faust aufs Auge: die Bebauung des Grenzhofareals mit bis zu 450 dringend benötigten Wohnungen.

Es ist ein pfiffiger Schachzug, die Bebauung des Areals zwischen „I+R Wohnbau“ und der Stadt im Verhältnis 50 zu 50 aufzuteilen. Auf diese Weise ist unter anderem gewährleistet, dass möglichst viel bezahlbarer Wohnraum entsteht. Denn die Stadt wird nicht bestrebt sein, einen möglichst großen Gewinn einzufahren.

Lobenswert ist auch, dass Wohnungen für jeden Geldbeutel entstehen sollen. Es wird sowohl Penthäuser als auch geförderte Sozialwohnungen geben. Auf diese Weise wird ein Mix erzeugt, der helfen kann, gegenseitige Vorurteile zwischen reichen und weniger betuchten Bürgern abzubauen. Besonders hilfreich wird hier der geplante Kindergarten sein. Denn die Jüngsten unter uns haben bekanntlich am wenigsten Berührungsängste.

Mehr über die Bürgerbeteiligung beim Grenzhofareal lesen Sie hier.