Fußball-Regionalliga

Prominenter Neuzugang beim FC Memmingen

MM FC Memmingen Vorstellung neuer Spieler Dominik Stroh-Engel

Mit prominenter Verstärkung will Fußball-Regionalligist FC Memmingen nach der Winterpause neu durchstarten. Das Bild zeigt (von links): Thomas Reinhardt (Sportlicher Leiter FCM), Neuzugang Dominik Stroh-Engel und Professor Kai-Uwe Marten (Zweiter Vorsitzender FCM).

Bild: Siegfried Rebhan

Mit prominenter Verstärkung will Fußball-Regionalligist FC Memmingen nach der Winterpause neu durchstarten. Das Bild zeigt (von links): Thomas Reinhardt (Sportlicher Leiter FCM), Neuzugang Dominik Stroh-Engel und Professor Kai-Uwe Marten (Zweiter Vorsitzender FCM).

Bild: Siegfried Rebhan

Der Regionalligist hat mit Dominik Stroh-Engel einen erfahrenen Stürmer verpflichtet. Unsere Redaktion stellt den 36-Jährigen vor.
21.12.2021 | Stand: 16:27 Uhr

Wegen seines Namens taucht Dominik Stroh-Engel alljährlich in der „Weihnachts-Elf“ von Sky Sport auf – wie übrigens auch die Ex-Memminger Michael Heilig (SSV Ulm 1846) und Noel Niemann (Arminia Bielefeld/TSV Hartberg) oder andere weihnachtlich klingende Spieler wie Patrick Weihrauch, Gabriel Jesus, Angel di Maria oder Christmas Sompen.

Beim Fußball-Regionalligisten FC Memmingen gab es mit der Verpflichtung von Stroh-Engel (unsere Redaktion berichtete bereits) vor Weihnachten eine vorzeitige Bescherung, die bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Mit mehr als 300 Profieinsätzen bis zur Ersten Bundesliga bringt der 36-jährige Stürmer viel Erfahrung mit. Jetzt ging es vom FC Kufstein ins Allgäu.

Er hat gefragt, welchen Plan der FC Memmingen habe

Wie kam der Wechsel zum FC Memmingen zustande?

Beim FC Kufstein wurde der Vertrag von Dominik Stroh-Engel aufgelöst. Der FC Memmingen bekam einen Tipp, dass er auf dem Markt sei. Und dann hat Kai-Uwe Marten angeklopft, ob er sich das vorstellen könne. Nach „sehr guten und langen Gesprächen“, so Stroh-Engel, was der Plan des FC Memmingen sei und was hier in den nächsten Jahren passieren solle, „hat sich das wirklich gut angehört“.

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FC Memmingen verpflichtet Ex-Bundesligaprofi Dominik Stroh-Engel

Der Vertrag von Stroh-Engel in Kufstein wäre eigentlich noch bis 2023 gelaufen. Was war los?

In Kufstein ist der Investor ausgestiegen, und der Verein hat ihm mitgeteilt, dass man ihn „sehr, sehr gerne halten würde, aber dass es nicht mehr finanzierbar“ sei.

Vor Kurzem hat er seinen 36. Geburtstag gefeiert. In diesem Alter sind nicht mehr viele Fußballer in höheren Ligen zu finden.

Stroh-Engel meint, es gebe auch genügend Gegenbeispiele, die auch noch höherklassig spielten. Er habe das große Glück gehabt, dass er in seiner Karriere nie ernsthaft verletzt gewesen sei und immer auf sich geachtet habe. Stroh-Engel: „Der Sport macht mir so viel Spaß, dass ich einfach noch nicht aufhören kann und auch nicht aufhören will.“ Solange er wisse, dass er besser als Mitspieler sei – egal, in welcher Liga – spiele er weiter Fußball.

Stroh-Engel sagt: Die erfolgreichste Zeit war in Darmstadt

Er ist in Hessen geboren, wohnt heute in Unterhaching und hat einige bekannte Stationen in seiner langen Laufbahn vorzuweisen. War die schönste, weil erfolgreichste Zeit in Darmstadt mit dem Aufstieg bis in die Bundesliga?

Eigentlich seien alle Stationen gut gewesen. „Klar, die erfolgreichste Zeit war in Darmstadt. Da hat wirklich alles gepasst: Umfeld, Präsidium, Mannschaft, Trainerteam und Fans.“ Und Babelsberg sei auch sehr schön gewesen, denn da habe er seine Freundin kennengelernt.

Gab es vor der Verpflichtung Berührungspunkte mit dem FCM?

Gewusst habe er, so Stroh-Engel, dass es ein solider Verein sei, der schon lange in der Regionalliga spiele, junge Spieler rausbringe und eine gute Jugendarbeit habe. Er könne den jungen Spielern weiterhelfen, wenn sie Fragen hätten. Stroh-Engel sagt: „Ich kann mit meiner Erfahrung viel helfen. Und ich glaube, wenn ich auf dem Platz stehe, ist der Gegner vielleicht ein bisschen eingeschüchterter. Die Gegner werden künftig – mit Verlaub – ein bisschen mehr Respekt vor dem FC Memmingen haben.“

Gegen den „Dauschi“ hat er auch schon gespielt

Mit Martin Dausch und Timo Gebhart gibt es noch zwei Ex-Profis, die nach ihren Karrieren nach Memmingen zurückgekehrt sind. Gab es mit den beiden schon Kontakte?

Gegen „Dauschi“ habe er schon ein paar Mal gespielt, sagt Dominik Stroh-Engel. Auch gegen Timo Gebhart, als der noch bei 1860 München war. Man kenne sich in der Fußballwelt.

Die künftigen Mitspieler hat er schon per Video verfolgt und vor der Winterpause noch persönlich kennengelernt. Wie war sein Eindruck?

Die vergangenen Wochen seien sehr gut gewesen: bei Bayern II einen Punkt geholt, die jüngsten zwei Spiele gewonnen. Der Trend zeige nach oben. Die Mannschaft, die er gerade kennengelernt habe, sei jung, wild und willig. „Das wird eine gute Zeit“, sagt der neue FCM-Stürmer.

Er hat beim FCM für zweieinhalb Jahre unterschrieben. Nach Ablauf des Vertrages wird er 38 Jahre alt sein.

Er kenne seinen Körper und wisse, was er noch zu leisten imstande sei.

Stroh-Engel will dem FCM mit seiner Erfahrung weiterhelfen

Beim FC Memmingen entwickelt sich etwas: der Bau eines Multifunktionsgebäudes, die Entwicklung eines Junioren-Campus. Ist Stroh-Engel auch hier Teil des Plans?

Er sagt: „Wir haben darüber gesprochen, dass ich auch an diesem ganzen Projekt teilhaben darf und dann vielleicht in der Jugend oder wo auch immer weitermachen kann.“ Er wolle den Verein weiterbringen, auch durch seinen Namen, und mit seiner Erfahrung helfen.

Und seine Freundin Evè spielt bei allem mit?

Sie freue sich und sei begeistert. Sie sei aber selbstständig und unabhängig, habe einen Job in München.

Der FCM-Neuzugang glaubt, dass er als Kind schon mal im Allgäu vor

Kennt er das Allgäu?

Er glaubt, dass er als Kind schon mal im Allgäu im Urlaub gewesen sei. Da sei er aber noch sehr klein gewesen, sagt der 1,95 Meter große Stürmer. Auf jeden Fall sei es eine „super Gegend und bestimmt genauso schön wie Kufstein“.

Hat Dominik Stroh-Engel einen Weihnachtswunsch?

Für ihn persönlich steht Gesundheit im Vordergrund. Und mit seiner neuen Mannschaft wünscht er sich Erfolg.