Corona

So wird der Impfbus in Memmingen genutzt

Impfwillige können das Busangebot nutzen.

Impfwillige können das Busangebot nutzen.

Bild: Maike Scholz

Impfwillige können das Busangebot nutzen.

Bild: Maike Scholz

Ziel ist es, möglichst viele Menschen durch das Angebot zu erreichen.
##alternative##
Von msc
02.11.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Ein Spender mit Desinfektionsmittel sowie ein Hinweisschild sind zu erkennen, es folgt eine Schlange an Wartenden, die vor dem Impfbus stehen. Dieser machte jüngst auf dem Parkplatz der Moschee der Türkisch Islamischen Gemeinde Memmingen Halt. Mit an Bord: Fachpersonal für die Impfungen gegen Corona, ein Arzt sowie die Impfstoffe Biontech und Johnson & Johnson.

Beim Impfbus ist keine Anmeldung, also keine Terminvereinbarung, notwendig. Impfwillige über zwölf Jahre sollten einen gültigen Personalausweis mitbringen. Personen im Alter von zwölf bis 15 Jahren sollten zudem in Begleitung beider Erziehungsberechtigter sein. Ist nur ein Elternteil vor Ort, muss das Einverständnis des nicht anwesenden Partners vorliegen. Neben den Erst- und Zweitimpfungen können im Impfbus auch Auffrischungsimpfungen, so genannte Drittimpfungen, für berechtige Personen verabreicht werden, frühestens sechs Monate nach der ersten Impfserie.

Standorte für den Bus

Wo ist der Impfbus unterwegs und wie gefragt ist das Angebot? Bruno Ollech, der stellvertretende Bezirksgeschäftsführer der Malteser, hat die Antworten. Er ist selbst mit dabei. „Der Impfbus war schon 25 Mal unterwegs“, erzählt er. Standorte seien überall dort, wo diese mit der Stadt oder im Landkreis ausgemacht würden. „Wo wir Menschen erreichen“, zeigt Ollech auf.

Beim Feuerwehrgerätehaus, auf dem Parkplatz der Moschee oder auch beim Fußballspiel: Das Nutzungsverhalten sei ganz unterschiedlich, im Durchschnitt würden aber 70 bis 90 Personen das Angebot des Impfbusses nutzen – bei einer Station und der entsprechenden Stundenzahl. Auf dem Parkplatz der Moschee in Memmingen stand der Impfbus beispielsweise von 12.30 bis 17 Uhr. Erste, zweite oder auch dritte Impfung gegen Corona: Die Nachfrage teile sich auf etwa jeweils ein Drittel auf. Wer sich impfen lassen möchte, der kann kommen. Es gibt keine Beschränkung auf eine Ortszugehörigkeit.

Darum ist das Angebot wichtig

„Der Impfbus ist wichtig, weil wir zu den Menschen kommen. Das wird angenommen“, so Bruno Ollech. Die Wichtigkeit sehe er auch darin, eben erst einmal die Menschen zu erreichen. „Wir sind froh um jeden, den wir impfen können“, ergänzt der stellvertretende Malteser-Bezirksgeschäftsführer. Klar sei nämlich: Dort, wo viele Menschen seien, sei auch die Chance höher, Ungeimpfte zu erreichen. Also werde der Standort des Impfbusses so ausgesucht, als dass viele Menschen die Möglichkeit haben, zu kommen und das Angebot zu nutzen.

Lesen Sie auch
##alternative##
Alle Impftermine

So tourt der Impfbus im November durchs Oberallgäu - so haben die Impfzentren geöffnet

Vor Ort sei Personal wie im Impfzentrum: Verwaltungs-, Impf- und Nachsorgekräfte sowie Ärzte. Vier bis fünf Personen sind beim Impfbus mit von der Partie, um den Ablauf zu gewährleisten.