Memmingen

Stadtratsfraktion kritisiert Erweiterung von Buxheimer Logistikunternehmen

LKW Buxheimerstr.

Vom Buxheimer Gewerbegebiet aus rollen regelmäßig Lastwagen über die Buxheimer Straße in Memmingen zum Autobahnkreuz. Nun befürchtet die Stadtratsfraktion des Christlichen Rathausblocks (CRB) eine weitere Zunahme des Schwerlastverkehrs, weil das Logistikunternehmen Nagler seine Niederlassung in Buxheim erweitern möchte.

Bild: Uwe Hirt

Vom Buxheimer Gewerbegebiet aus rollen regelmäßig Lastwagen über die Buxheimer Straße in Memmingen zum Autobahnkreuz. Nun befürchtet die Stadtratsfraktion des Christlichen Rathausblocks (CRB) eine weitere Zunahme des Schwerlastverkehrs, weil das Logistikunternehmen Nagler seine Niederlassung in Buxheim erweitern möchte.

Bild: Uwe Hirt

Der CRB befürchtet mehr Verkehr auf der Buxheimer Straße. Was Memmingens OB Manfred Schilder und Buxheims Bürgermeister Wolfgang Schmidt dazu sagen.
16.06.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Das Logistik-Unternehmen Nagel will seinen Standort in Buxheim erweitern und etwa 20 Arbeitsplätze schaffen. Dem entsprechenden Bauantrag für eine sogenannte Umschlaghalle hat der Gemeinderat zugestimmt (wir berichteten). Dieser Beschluss rief nun die CRB-Fraktion des Memminger Stadtrats auf den Plan. So schreibt Fraktionschef Helmuth Barth an Oberbürgermeister Manfred Schilder: „Für die CRB-Fraktion ist dieser Bau einer in Buxheim ansässigen Spedition nur sehr schwer nachvollziehbar.“ Denn die zunehmende Verkehrsbelastung in der Buxheimer Straße durch Lastwagen, die zum Autobahnkreuz fahren, sei mit Blick auf die Anwohner nicht mehr tragbar.

CRB: Das deutet auf wenig Gemeinsamkeit hin

Letztlich kann der CRB nicht verstehen, warum die Gemeinde Buxheim diesen Bauantrag genehmigt hat, ohne für eine entsprechende Verkehrsführung zu sorgen. „Die Belastung einfach auf die angrenzende Kommune zu verlagern, deutet auf wenig Gemeinsamkeit hin“, schreibt Barth: „Dies kann aus unserer Sicht so nicht hingenommen werden.“ Letztlich bittet der Fraktionsvorsitzende den Memminger Rathauschef, im Namen der Bürger bei der Gemeinde Buxheim vorstellig zu werden, „um eine Lösung für die künftige Verkehrsführung zu erarbeiten“. Mittlerweile haben sich Schilder und Buxheims Bürgermeister Wolfgang Schmidt in dieser Angelegenheit ausgetauscht.

Memminger Oberbürgermeister: Entscheidung nachvollziehbar

Auf Nachfrage der MZ betonen beiden als erstes das gute nachbarschaftliche Verhältnis. Und daran werde auch die geplante Umschlaghalle nichts ändern. Denn wie Schilder unterstreicht, sei die Entscheidung der Buxheimer Gemeinderäte nachvollziehbar. Schließlich entspreche der Bauantrag den Vorgaben des dort geltenden Bebauungsplans. Zudem würde sich die Verkehrsbelastung durch die geplante Halle nur marginal erhöhen. Gleichzeitig stellt der OB klar, dass Memmingen bei dieser Angelegenheit kein Mitspracherecht habe. Das sei ganz allein Sache der Buxheimer Gemeinderäte.

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Auch Schmidt verweist im Gespräch mit der MZ auf den rechtsgültigen Bebauungsplan, der eindeutig regle, was und wie in der Rudolf-Diesel-Straße gebaut werden darf. Was die Verkehrsbelastung anbelangt, zitiert der Bürgermeister aus einer Untersuchung, laut der die Spedition Nagel während ihrer Betriebszeiten bisher fünf bis sechs Lkw-Bewegungen pro Stunde verzeichnet. Durch die neue Halle würde sich diese Zahl um eine Lkw-Bewegung pro Stunde erhöhen. Das ist in Schmidts Augen im grünen Bereich.

Buxheims Rathauschef: Haben uns bereits Streckenführung überlegt

Dennoch strebt seine Gemeinde mittelfristig eine Entlastung der Buxheimer Straße an – und zwar durch eine Anbindung ihres Gewerbegebiets an die Egelseer Straße und von dort auf die Europastraße hin zum Autobahnkreuz. „Wir haben uns bereits eine Streckenführung überlegt, die außerhalb der Ortschaft verläuft“, sagt Schmidt. Allerdings müsse für den Bau der angestrebten Verbindungsstraße entsprechend Grund erworben werden. Und die Grundstücksverhandlungen seien noch völlig offen.