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Startschuss für neuen Radweg zwischen Westerheim und Günz

WH Radweg

Ungetrübte Freude herrschte beim Spatenstich für den neuen Geh- und Radweg zwischen Westerheim und Günz bei (von links) Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner, Landrat Alex Eder, Johannes Rauner, Zweiter Bürgermeisterin Sylvia Vogel und Westerheims Gemeindechefin Christa Bail sowie Arnulf Pucher von der Baufirma Strabag.

Bild: Kustermann

Ungetrübte Freude herrschte beim Spatenstich für den neuen Geh- und Radweg zwischen Westerheim und Günz bei (von links) Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner, Landrat Alex Eder, Johannes Rauner, Zweiter Bürgermeisterin Sylvia Vogel und Westerheims Gemeindechefin Christa Bail sowie Arnulf Pucher von der Baufirma Strabag.

Bild: Kustermann

Nachdem die Grundstücksverhandlungen abgeschlossen sind, wird die Strecke nun ausgebaut. Bis die ersten Radler darauf fahren können, soll nicht viel Zeit vergehen.
18.06.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Seit mehr als zehn Jahren bemüht sich die Gemeinde Westerheim um einen 1,15 Kilometer langen Geh- und Radweg zwischen Westerheim und Günz. Lange Zeit sah es so aus, als wäre die Radwegeverbindung nur mit einem 300 Meter weiten Umweg realisierbar. Bürgermeisterin Christa Bail, Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner und Landrat Alex Eder setzten alle Hebel in Bewegung und zu guter Letzt konnten nun doch noch alle acht Grundstücksbesitzer zum Verkauf der erforderlichen Flächen (rund 5500 Quadratmeter) bewegt werden. Nun kann der 2,5 Meter breite Weg entlang der Kreisstraße MN 32 gebaut werden.

Eine entsprechend ungetrübte Freude und Erleichterung herrschte daher bei allen Beteiligten beim symbolischen Spatenstich, der nun erfolgt ist. Freude auch, weil das Prestigeprojekt mit 80 Prozent der Kosten (591 000 Euro) mit dem Bundesprogramm „Stadt und Land“ gefördert wird. Als eine der ersten Gemeinden konnte nun Westerheim dieses auf drei Jahre begrenzte Programm nutzen.

Westerheim für Verkehrssicherung verantwortlich

Eine Woche nach Baubeginn ist bereits die gesamte Länge vom Humus befreit und mit einer Lage Wandkies ausgekoffert. Ende August soll das Projekt bereits fertiggestellt sein. Westerheim baut den Weg in Sonderbaulast, ist also auch für die Verkehrssicherung, Räumung und Streuung zuständig. Der „begleitende Radweg“ bleibt jedoch im Eigentum des Landkreises. Anders verhält sich das beim Ausbau des parallel zur A 96 verlaufenden Rad- und Wirtschaftsweges, der nach der zeitgleichen Asphaltierung eine wichtige Lücke zwischen Westerheim und Erkheim schließt: Dieses Teilstück – derzeit noch ein gekiester Feldweg – wird auf einer Länge von 700 Metern ausgebaut und vier Meter breit sein. An diesem Projekt beteiligt sich der Landkreis aber nicht.

Landrat Alex Eder: Attraktiv und ohne Umweg

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Landrat Alex Eder will noch mehr Nebeneinkünfte behalten

Landrat Alex Eder freute sich nach erfolgtem Grundstückskauf, dass die Radler entlang der Kreisstraße bald auf dem Radweg „attraktiv und ohne Umweg“ bis nach Günz fahren können. Am Ende des Tages habe man dann einen Weg, der den Radfahrern dient, die Verkehrssicherheit erhöht und den Landwirten erleichtert, ihre Felder zu bestellen. Der Landkreis sei hier für die Ausschreibung, Bauüberwachung und Vertragsabwicklung zuständig. Die Gemeinde Westerheim übernahm die Finanzierung und Abwicklung der Zuwendungsmodalitäten sowie die Verkehrssicherungspflicht.

Bürgermeisterin Christa Bail kam mit ihrem Fahrrad über den frisch ausgekofferten Kiesweg zum symbolischen Spatenstich: Sie dankte den acht Grundstückseigentümern, die den Bau erst ermöglicht hätten. Die Spange entlang der Autobahn könne im Zuge der Baumaßnahme nun ebenfalls asphaltiert werden: „Es ist zielführend, wenn man mit dem Rad von Memmingen bis nach Mindelheim – fast parallel der Autobahn entlang – auf einem asphaltierten Radweg fahren kann“, so Bail. Er soll vier Meter breit werden.

Einweihungsfest wohl noch im August

Die Zusammenarbeit mit Landkreis und Regierung von Schwaben sei „ganz toll und gelungen“ gewesen, freute sich Bail. Zum Einweihungsfest, Ende August, will die Gemeindechefin sogar die Musikkapelle mitbringen. Sie wünsche sich jetzt nur noch die Fortführung des Radwegeverbindung nach Ungerhausen und die Verbindung nach Sontheim (der Bahnlinie entlang): „Dann wären wir die perfekte Radwege-Gemeinde.“

Johannes Rauner von der Regierung von Schwaben freute sich, dass er den Startschuss für das „erste Prestigeprojekt im Landkreis“ live miterleben kann. Laut Walter Pleiner ist die Strecke Westerheim – Günz der erste Radweg, der aus Mitteln aus dem begehrten Fördertopf gebaut wird. Der Landkreis habe nämlich mit seinem Radverkehrskonzept alle seine Hausaufgaben gemacht.