"Teure Nummer"?

Taxifahren in Memmingen wird teurer - so viel mehr müssen Fahrgäste zahlen

Steigende Preise: Wer ein Taxi in Memmingen benutzt, muss bald mehr zahlen.

Steigende Preise: Wer ein Taxi in Memmingen benutzt, muss bald mehr zahlen.

Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Steigende Preise: Wer ein Taxi in Memmingen benutzt, muss bald mehr zahlen.

Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Mit dem Taxi in Memmingen zu fahren wird teurer: Wieso die Preise ab 1. August 2021 um rund zehn Prozent ansteigen.
13.07.2021 | Stand: 17:51 Uhr

Taxifahren wird ab dem 1. August in Memmingen teurer – im Schnitt zehn Prozent. Die entsprechende Tarif-Ordnung beschloss am Montagabend der Stadtrat einstimmig.

Der städtische Rechtsamtsleiter Thomas Schuhmaier machte die Erhöhung mit einer Beispielrechnung anschaulich: Kostete eine Fahrt vom Memminger Bahnhof mit drei Gepäckstücken zum 3,1 Kilometer entfernten Unteresch tagsüber bisher elf Euro, sind es nach der neuen Tarif-Ordnung 12,20 Euro. Nachts verteuert sich diese Fahrt von 11,30 Euro auf 12,40 Euro.

Taxis in Memmingen: Mindestfahrpreis steigt auf 4,80 Euro

Im Detail betrug der Grundpreis bisher 4,40 Euro. Er steigt nun auf 4,60 Euro. Der Mindestfahrpreis kostet nun 4,80 statt bisher 4,60 Euro und der Fahrpreis je Kilometer erhöht sich von bisher 1,80 Euro tagsüber (6 bis 22 Uhr) auf 2,10 Euro sowie nachts (22 bis 6 Uhr) von 1,90 auf nun 2,20 Euro.

Da auch die so genannten Schalteinheiten verringert werden, kommen weitere Preiserhöhungen hinzu – denn bisher betrug eine Schalteinheit tagsüber rund 111 Meter. Nach der Neuordnung beginnt die nächste Einheit bereits nach 95 Metern und schlägt jeweils mit 20 Cent zu Buche.

So begründen die sieben Memminger Taxi-Unternehmungen die Erhöhungen

Schuhmaier erklärte, dass die Tarife in den vergangenen vier Jahren unverändert waren und die Memminger Taxibetriebe nun eine Erhöhung beantragt hätten – als „Anpassung an die allgemeine Preisentwicklung“, also ihre Mehrkosten zum Beispiel für Versicherungen, Personal und auch Sprit. Niemand mache gerne eine Erhöhung, so der Rechtsdirektor, aber die Stadt habe letztlich nur eine Prüffunktion.

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Auch die Industrie- und Handelskammer, die neben der Regierung von Schwaben ebenso zustimmen muss wie die Gewerkschaft Verdi, das Landesamt für Maß und Gewicht, der Landkreis und der Landesverband der Taxi-und Mietwagenunternehmer, habe keine Bedenken gehabt.

Schuhmaier erinnerte auch daran, dass die Taxi-Unternehmen wegen Corona Einbußen hatten, da beispielsweise kaum Veranstaltungen stattfanden.