Bauvorhaben

VR-Bank Memmingen baut neu: Bagger rollen demnächst an

MB VR-Bank

Dem Bauvorhaben der VR-Bank Memmingen in Memmingerberg steht nun nichts mehr im Weg. Baubeginn soll in Kürze sein.

Bild: Armin Schmid

Dem Bauvorhaben der VR-Bank Memmingen in Memmingerberg steht nun nichts mehr im Weg. Baubeginn soll in Kürze sein.

Bild: Armin Schmid

Der Gemeinderat in Memmingerberg gibt Grünes Licht für „Meilenstein-Projekt" mit drei Gebäuden in der Nähe des Allgäu-Airports. Wo es noch Gesprächsbedarf gab.
23.03.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Ein großes und wichtiges Projekt für die Gemeinde Memmingerberg ist das Bauvorhaben der VR-Bank Memmingen in der Nähe des Allgäu Airports. Bereits vor zwei Jahren hat die Genossenschaftsbank das Projekt vorgestellt. In der Zwischenzeit ist es immer wieder zu Verzögerungen gekommen. Offene Fragen gab es zum Brandschutz, zur erforderlichen Anzahl der Stellplätze und zuletzt auch zur Größe der Einzelhandelsflächen, die auf dem Areal untergebracht werden dürfen. Doch nun scheint der Knoten geplatzt.

„Demnächst werden die Bagger anrollen“, sagte Bürgermeister Alwin Lichtensteiger während der jüngsten Gemeinderatssitzung. Das Memmingerberger Gremium hat nun auch dem Durchführungsvertrag zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan „VR-Bank“ zwischen Investor und Gemeinde zugestimmt. Darin ist im Wesentlichen der Umfang der Kostenübernahme bei der Umsetzung der Bauleitplanung durch die VR-Bank geregelt.

Drei Gewerbegebäude entstehen nacheinander in Memmingerberg

Lichtensteiger betonte, dass die Ansiedlung der Bank und die Stärkung der Nahversorgung in Memmingerberg ein „Meilenstein-Projekt“ sei. Laut Planerin Johanna Kiechle vom Planungsbüro Sieber Consult sind nach wie vor drei Gewerbegebäude geplant. Das erste Gebäude soll Ende 2022 bezugsfertig sein und vornehmlich als Ärztehaus genutzt werden. Die zweite Gewerbeimmobilie wird die Memmingerberger Filiale der VR-Bank beherbergen und soll im Wesentlichen für Bankdienstleistungen genutzt werden. Der Bezug dieses Gebäudes ist für Ende 2023 geplant. Im dritten Gebäudetrakt sollen medizinische Dienstleistungen und Einrichtungen angesiedelt werden. Für diese Immobilie, die innerhalb der nächsten fünf Jahre gebaut werden soll, werden laut Bürgermeister noch entsprechende Mieter gesucht.

Nicht zu viel Einzelhandel, sondern medizinische Grundversorgung schaffen

Ein Spannungsfeld bestand für die Bauleitplanung darin, dass auf dem Gewerbeareal nicht zuviel Einzelhandel entstehen darf. Letztlich gehe es dabei aber um medizinische Grundversorgung, sagte Lichtensteiger. Für eine Gemeinde mit rund 3000 Einwohnern sind laut Bürgermeister dahingehend entsprechende Grenzen gesetzt. Allerdings müsse man berücksichtigen, dass für den angrenzenden Feneberg-Markt bereits 1200 Quadratmeter Netto-Verkaufsfläche genehmigt wurden.

Zulässig sind auf dem Areal der VR-Bank nun vier mit dem Gesundheitswesen verbundene Einzelhandelsbetriebe mit einer maximalen Verkaufsfläche von 250 Quadratmetern pro Betrieb. Dies könnten beispielsweise Sanitätshäuser, Reformhäuser oder Orthopädiefachgeschäfte sein. Insgesamt gesehen darf die Verkaufsfläche aller vier Einzelhandelsbetriebe 800 Quadratmeter nicht überschreiten. „Was lange währt, wird endlich gut“, meinte Lichtensteiger zum bevorstehenden Baubeginn.

Lesen Sie auch
##alternative##
Zähe Grundstücksverhandlungen

Wohnraum: Pläne in Memmingerberg geraten ins Stocken

Lesen Sie auch: Allgäuer Weißlacker: Familienbetrieb führt Sennerei Wertach weiter

Für nur 0,99 € einen Monat alle exklusiven AZ Plus-Artikel auf allgaeuer-zeitung.de lesen
Jetzt testen
Ausblenden | Ich habe bereits ein Abo.