Corona

Warum das M1 in Memmingen noch geschlossen bleibt

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Die Bar des M1 in Memmingen: Noch ist sie leer. Clubmanager Oktay Kapilar hofft aber, dass sich ab dem 9. Oktober dort wieder Gäste tummeln.

Bild: M1 Memmingen

Die Bar des M1 in Memmingen: Noch ist sie leer. Clubmanager Oktay Kapilar hofft aber, dass sich ab dem 9. Oktober dort wieder Gäste tummeln.

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Die Diskothek M1 in Memmingen muss seine Wiedereröffnung nach hinten verschieben. Warum der Clubmanager sich von der Politik im Stich gelassen fühlt
29.09.2021 | Stand: 13:00 Uhr

Ministerpräsident Markus Söder hat es vor kurzem noch einmal bestätigt: Im Oktober dürfen die Nachtclubs und Diskotheken in Bayern nach über eineinhalb Jahren Stillstand wieder öffnen. Oktay Kapilar, Clubmanager des M1 in Memmingen, ist dennoch enttäuscht. Denn bis jetzt ist noch nicht klar, unter welchen Auflagen geöffnet werden darf. Und ohne konkrete Vorgaben muss zum Beispiel das M1 seine Öffnung verschieben.

Es soll laut Söder keine 2G-Regelung geben

Kapilar wollte ab dem 2. Oktober wieder Feiernde bei sich empfangen. „Aber wenn es keine vorgegebenen Auflagen gibt, können wir auch nicht loslegen. Wir wissen ja gar nicht, wie wir uns vorbereiten sollen“, sagt er. Klar ist von seiten der bayerischen Regierung bisher nur, dass man als ungeimpfte Person einen PCR-Test benötigt, wenn man in eine Diskothek gehen möchte. Eine 2G-Regelung, also der Zutritt nur für Geimpfte und Genesene, schließt Söder bisher aus.

Am Donnerstag soll die bayerische Regierung ein Hygienkonzept für Clubs und Diskotheken bekannt geben

In der nächsten bayerischen Kabinettssitzung am Donnerstag, 30. September, soll unter anderem das Hygienekonzept für Nachtclubs bekannt gegeben werden. Das ist laut Manager Kapilar viel zu wenig Zeit, um sich vorzubereiten. Er fühlt sich nun im Stich gelassen: „Wir sind eine Branche, die die Politik nicht interessiert“, sagt Kapilar. „Wir werden links liegen gelassen.“ Dabei habe er bereits verschiedene Hygienekonzepte entworfen. Nur ohne genaue Vorgaben der Regierung helfe ihm das nicht. „Wir können nur abwarten“, sagt er. Im Moment hofft Kapilar, dass er am 9. Oktober die Möglichkeit hat, mit einem festgelegten Hygiene-Konzept endlich durchzustarten. An Anfragen von Partywilligen mangelt es dem M1 nicht. „Die Leute durften jetzt lange nicht weggehen, deswegen wird das Nachtleben erstmal richtig aufblühen“, glaubt Kapilar.

M1 in Memmingen: Lockdown für Renovierungen genutzt

Der Clubmanager hat die Zeit im Lockdown für Renovierungen genutzt. „Wir haben die Toiletten erneuert und den VIP-Bereich ebenfalls.“ Zudem sei der Club neu gestrichen und das DJ-Pult erweitert worden. Auch wenn er frustriert ist über die momentane Lage, ist er froh über die Corona-Hilfen, die er vom Staat bekommen hat.

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