Memminger Fassadenpreis

Warum ein altes Haus und ein neues Bürogebäude gewonnen haben

Die neue Hauptverwaltung der Rinderbesamungs-Genossenschaft Memmingen eG in der Karatas-Straße 3a präsentiert sich modern und eindrucksvoll durch seine grau gestrichene Lärchenfassade und die Fassadenbänder.

Die neue Hauptverwaltung der Rinderbesamungs-Genossenschaft Memmingen eG in der Karatas-Straße 3a präsentiert sich modern und eindrucksvoll durch seine grau gestrichene Lärchenfassade und die Fassadenbänder.

Bild: Weyrauch/Stadtverwaltung

Die neue Hauptverwaltung der Rinderbesamungs-Genossenschaft Memmingen eG in der Karatas-Straße 3a präsentiert sich modern und eindrucksvoll durch seine grau gestrichene Lärchenfassade und die Fassadenbänder.

Bild: Weyrauch/Stadtverwaltung

Die Stadt Memmingen verleiht Auszeichnung an Werner Regensburger und die Rinderbesamungs-Genossenschaft. Lob für „selbstbewusste“ Architektur.
Die neue Hauptverwaltung der Rinderbesamungs-Genossenschaft Memmingen eG in der Karatas-Straße 3a präsentiert sich modern und eindrucksvoll durch seine grau gestrichene Lärchenfassade und die Fassadenbänder.
Von Redaktion Memminger Zeitung
17.09.2020 | Stand: 12:30 Uhr

Über den Fassadenpreis 2020 durften sich dieses Jahr zwei Bauherren freuen. Oberbürgermeister Manfred Schilder zeichnete Werner Regensburger für die mustergültige Sanierung des Gebäudes Kempter Straße 3 und die Rinderbesamungs-Genossenschaft Memmingen eG für den vorbildlich gelungenen Neubau Karatas-Straße 3a aus.

Den mit jeweils 2500 Euro dotierten Fassadenpreis der Stadt Memmingen überreichte Oberbürgermeister Manfred Schilder in der Stadthalle Memmingen. Werner Regensburger, der sowohl Bauherr als auch Planer und Architekt des Gebäudes Kempter Straße 3 war, nahm die Urkunde und den Scheck freudig entgegen. „Der dreigeschossige traufständige Satteldachbau mit Krangaube aus dem 17. Jahrhundert war stark sanierungsbedürftig. Besonders zu werten ist, dass die Krangaube mit dem charakteristischen Aufzugsbalken wiederhergestellt wurde. Historische Elemente dieser Art sind heute weitgehend aus dem Stadtbild verschwunden“, lobte Schilder.

Nicht nur Kosmetik am Gebäude

Heimatpfleger Günther Bayer hob zudem den hohen Sanierungsaufwand hervor, der weit über eine „Fassadenkosmetik“ hinausging. Dabei bezog er sich nicht nur auf den Neuputz und die gelungene Farbgestaltung, sondern auch auf die zahlreichen Sprossenfenster, die in Holz gefertigt wurden und im Gegensatz zu den Altfenstern, die fast bündig im Mauerwerk lagen, wieder die für Memmingen typischen Laibungen bekamen. „Insgesamt handelt es sich um eine mustergültige Sanierung des Wohnhauses, das den nördlichen Bereich der Kempter Straße deutlich aufwertet und den Fassadenpreis der Stadt Memmingen redlich verdient“, schloss das Stadtoberhaupt.

Als zweites Gebäude wurde der Neubau der Hauptverwaltung der Rinderbesamungs-Genossenschaft Memmingen in der Karatas-Straße 3a ausgezeichnet. Den Preis nahmen der Vorstandsvorsitzende Anton Merk und der stellvertretende Vorsitzende Gerhard Kern gemeinsam mit den beauftragten Planern Alfred Vogel und Thomas Geiger, den Geschäftsführern des Architektenstudios IGS Allgäu, entgegen.

Der dreigeschossige Riegelbau mit einer Grundfläche von etwa 44 mal 15 Metern präsentiere sich sowohl zur Karatas- als auch zur Europastraße „sehr selbstbewusst“, hieß es in der Laudatio. Der Bau ist mit einer grau gestrichenen Lärchenfassade und Fassadenbändern versehen. „Der Neubau beweist, dass auch im Gewerbeumfeld äußerst hochwertige und eindrucksvoll Architektur entstehen kann. Er wird hoffentlich beispielgebend auf zukünftige Bauplanungen im Gewerbegebiet Amendingen ausstrahlen und ist daher ebenfalls ein würdiger Preisträger“, bemerkte Oberbürgermeister Schilder.