Bürgerversammlung

Wassergebühren steigen in Wolfertschwenden

WS Baugebiet

In Dietratried wird es ein neues Baugebiet geben. Die Veräußerung der Grundstücke soll über eine eigene Vergaberichtlinie erfolgen.

Bild: Armin Schmid

In Dietratried wird es ein neues Baugebiet geben. Die Veräußerung der Grundstücke soll über eine eigene Vergaberichtlinie erfolgen.

Bild: Armin Schmid

Neukalkulation ist laut Bürgermeisterin beauftragt, die Höhe steht aber noch nicht fest. Bei Bürgerinfo geht es auch um Bauplatzvergabe und Naturerlebnisbad
17.09.2021 | Stand: 11:45 Uhr

Ein vielfältiges Spektrum an kommunalen Vorhaben soll in Wolfertschwenden zur Umsetzung gebracht werden. Dies berichtete Bürgermeisterin Beate Ullrich während der Bürgerversammlung in der Turn- und Festhalle. Darunter befinden sich die Sanierung der Quellfassungen der Wasserversorgung, ein neues Baugebiet in Dietratried und auch eine Machbarkeitsstudie für ein Naturerlebnisbad.

Nachdem im Sommer 2020 coliforme Keime in der Wolfertschwender Wasserversorgung nachgewiesen wurde, konnte im ersten Schritt eine UV-Anlage zur Entkeimung des Wassers im Quellzulauf des Hochbehälters installiert werden. Im nächsten Schritt sollen nun die Fassungen an den Quellen Weißenbrunnen saniert und unter Umständen auch aufgeweitet werden. Ziel ist es laut Bürgermeisterin mehr Trinkwasser zu erhalten. Letztlich müssen anschließend auch das Leitungsnetz und der Hochbehälter saniert werden.

Wolfertschwender sollen rückwirkend höhere Gebühren zahlen

Sollte es gelingen, mehr Wasser zu gewinnen, müsste der Hochbehälter unter Umständen auch noch erweitert werden. „Das Fassungsvermögen wäre dann zu klein“. Da diese Maßnahmen umfangreiche Investitionen nach sich ziehen, werden die Wassergebühren rückwirkend zum 1. Juli dieses Jahres neu festgesetzt. Die Neukalkulation ist bereits beauftragt. Notwendig wird dies auch, da schon ein kräftiges Defizit vorhanden ist. Im Haushalt sind Einnahmen beim Wasser in Höhe von 30000 Euro eingeplant und Ausgaben in Höhe von zirka 224000 Euro. Dadurch entsteht laut Beate Ullrich ein beträchtlicher Fehlbetrag von rund 194000 Euro, der ebenfalls in der Neukalkulation berücksichtigt werden soll.

Zugestimmt hat der Gemeinderat dem Ankauf eines Grundstücks mit einer Größe im Bereich von rund 11500 Quadratmeter. Mit diesem Baugebiet werden vom Gemeinderat erstmals Bauplatzvergabekriterien erlassen. Damit soll laut Bürgermeisterin eine gerechte und rechtskonforme Vergabe der Wohnbaugrundstücke sichergestellt werden.

Machbarkeitsstudio für Naturerlebnisbad

Eine Änderung der Bauleitplanung macht eine Erweiterung der Firma Pester Pac Automation möglich. Der Bau eines Parkhauses habe schon begonnen. Ullrich freute sich, dass dadurch auch weitere Arbeitsplätze in Wolfertschwenden entstehen werden.

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Hinsichtlich eines Naturerlebnisbades wurde vom Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Derzeit gibt sich die Bürgermeisterin noch vorsichtig optimistisch. Zunächst soll geprüft werden, ob ein geeignetes Grundstück vorhanden ist. Erst dann könne man das Projekt näher in Betracht ziehen.

Eine Entscheidung soll in Kürze hinsichtlich der Einrichtung von Tempo 30 Zonen im Ortsbereich fallen. Ullrich betonte, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung vor allem im Bereich der Schule erforderlich ist. Geschwindigkeitsmessungen hätten gezeigt, dass Autofahrer an der Stelle mit bis zu 80 Stundenkilometer unterwegs sind. (sar)