Infrastruktur

Weichen für neue Gewerbeflächen in Wolfertschwenden gestellt

WS Flächennutzung

Der Wolfertschwender Gemeinderat hat die weitere gewerbliche Entwicklung in dem Bereich zwischen Autobahn A7 und der Bahnlinie Ulm-Kempten auf den Weg gebracht.

Bild: Armin Schmid

Der Wolfertschwender Gemeinderat hat die weitere gewerbliche Entwicklung in dem Bereich zwischen Autobahn A7 und der Bahnlinie Ulm-Kempten auf den Weg gebracht.

Bild: Armin Schmid

Gemeinderat nimmt Grundstücke zwischen Bahnlinie und A 7 in den Flächennutzungsplan auf.
02.10.2021 | Stand: 17:45 Uhr

In Wolfertschwenden sollen aktuelle Entwicklungen noch in die bereits begonnene Änderung des Flächennutzungsplans einfließen. Es geht es darum, potenzielle Gewerbeflächen im Bereich der Gewerbestraße und der Bahnlinie Ulm-Kempten in den gemeindlichen Entwicklungsplan aufzunehmen. Rudolf Meinl, Bauamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG) erläuterte, dass zudem im Bereich nördlich der Umgehungsstraße weitere Gewerbeflächen in Autobahnnähe in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden sollen.

Gemeiderat Markert reagiert verwundert

Insgesamt geht es um drei Teilflächen, die teilweise schon in Besitz der Gemeinde sind. Baurecht könne man davon laut Bürgermeisterin Beate Ullrich aber noch nicht ableiten: „Für eine konkrete Bebauung ist dann ein Bebauungsplan erforderlich“. Die Flächen im Bereich zwischen Bahnlinie und Autobahn sollen mittelfristig entwickelt werden. Obwohl deswegen weitere Änderungspunkte im Flächennutzungsplan nötig sind, soll der Beschluss dazu noch in diesem Jahr gefasst werden. Gemeinderat Christoph Markert zeigte sich über den Flächenumgriff verwundert. Er erinnerte daran, dass man sich im Gemeinderat über die Verwendung der nördlich gelegenen Teilflächen uneins gewesen sei. Meinl erläuterte, dass es sich beim Flächennutzungsplan um ein Entwicklungskonzept für die nächsten 15 Jahre handle und es daher Sinn mache, die betreffenden Flächen mit hineinzunehmen. Ein Bebauungsplan werde nur im Bedarfsfall aufgestellt.

Das Ratsgremium hat der Einbeziehung gewerblicher Bauflächen östlich der Gewerbestraße und nördlich der Kreisstraße MN 35 in den Flächennutzungsplan mehrheitlich zugestimmt. Eine Ausweitung der Wohnbaufläche am westlichen Ortsrand von Dietratried „Am Schützenheim“ wurde ebenfalls befürwortet.

Neue Gewerbeflächen für örtliche Betriebe

In einem weiteren Tagesordnungspunkt hat der Gemeinderat für Grundstücksbereiche zwischen Gewerbestraße und Bahnlinie den Vorentwurf für einen Bebauungsplan „Gewerbegebiet II“ gebilligt. Im Bereich des gemeindlichen Grundstücks sollen kleinere Gewerbeflächen für ortsansässige Betriebe entstehen. Auf einem anderen Grundstück ist die Ansiedlung eines großen Gewerbebetriebs aus dem Bereich Logistik geplant. Im nächsten Schritt geht es laut Bauamtsleiter Meinl darum, bei den Fachbehörden die Machbarkeit zu prüfen.

Gemeinderätin Hedwig Göser meinte, dass es im Plangebiet und der Gewerbestraße keine ausreichenden Rad- und Fußwegverbindungen gebe. Dort müsse man sich als Fußgänger oder Radler die Straße mit Lastwagen teilen. Bürgermeisterin Ullrich antwortete, dass man es in der Vergangenheit versäumt habe im Bereich der Gewerbestraße einen Radweg anzulegen. Im Nachhinein sei dies schwierig. Ohne Übereinkunft mit den Grundstücksbesitzern sei dies nicht mehr machbar. Ullrich betonte, dass man für so ein Vorhaben zuerst eine Mobilitätsanalyse haben müsse. „Nur wenn wir die Verkehrsströme im Ganzen kennen, können wir den Verkehr richtig lenken.“ Dritter Bürgermeister Erich Ernst hob hervor, dass es eine direkte Radweganbindung bis zum Gewerbepark WINN gibt. Die Räte haben dem Planungskonzept „Gewerbestraße II“ mehrheitlich zugestimmt.

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