Corona-Fälle im Allgäu

Weniger Neuinfektionen in Memmingen - Kita in Babenhausen geschlossen

Memmingen hat immer noch die höchste 7-Tage-Inzidenz in Bayern - doch der Wert nimmt ab.

Memmingen hat immer noch die höchste 7-Tage-Inzidenz in Bayern - doch der Wert nimmt ab.

Bild: Peter Steffen/dpa (Symbolbild)

Memmingen hat immer noch die höchste 7-Tage-Inzidenz in Bayern - doch der Wert nimmt ab.

Bild: Peter Steffen/dpa (Symbolbild)

Memmingen hat nicht mehr den höchsten Warnwert in Bayern. Dafür musste eine Kita in der Unterallgäuer Gemeinde Babenhausen nun Corona-Konsequenzen ziehen.
09.09.2020 | Stand: 07:24 Uhr

Die Zahl der Corona-Infektionen ist in Memmingen von Montag auf Dienstag erneut gestiegen – und zwar um vier Fälle. Dennoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz von 68,44 auf 57,03 gesunken. Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen es in den vergangenen sieben Tagen gegeben hat – hochgerechnet auf 100 000 Einwohner.

Der kritische Warnwert liegt bei 50 neuen Fällen. Seit Ausbruch der Pandemie hat es in der etwa 44 000 Einwohner zählenden Stadt 118 bestätigte Covid-19-Infektionen gegeben. Stand Mittwochmorgen ist Memmingen daher nicht mehr der Spitzenreiter in Bayern, Rosenheim hat eine höhere 7-Tage-Inzidenz.

Laut Oberbürgermeister Manfred Schilder (CSU) handelt es sich bei den Infizierten ausschließlich um Reiserückkehrer aus Risikogebieten. „Da alle Infizierten in häuslicher Quarantäne sind und keine Kontaktpersonen in Memmingen hatten, sind keine Einschränkungen für die Allgemeinheit notwendig“, sagt der OB.

Zwölf Kinder aus Babenhausener Kita in Quarantäne

Indes ist eine Mitarbeiterin des Kinderhauses Hand-in-Hand in Babenhausen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Unterallgäuer Gesundheitsamt hat deshalb zwölf Kinder, die mit der Frau Kontakt hatten, unter Quarantäne gestellt. Ebenso alle Mitarbeiter der Einrichtung, weshalb die Kita jetzt bis auf weiteres geschlossen ist. Die betroffenen Kinder und Mitarbeiter werden nun getestet.

Zudem wurden mittlerweile alle Bewohner und Mitarbeiter eines Gebäudetrakts einer Senioreneinrichtung im westlichen Landkreis Unterallgäu auf das Coronavirus getestet, nachdem ein Mitarbeiter erkrankt war. Inzwischen liegen fast alle Testergebnisse vor: Bei zwei Bewohnern wurde das Virus ebenfalls nachgewiesen. Vier Ergebnisse stehen noch aus. 46 Tests waren negativ.

Laut Landratsamt wurde ein Besuchsverbot für die gesamte Einrichtung verhängt, der betroffene Gebäudetrakt „funktionell abgetrennt“ und die erkrankten Bewohner isoliert. Am heutigen Mittwoch werden Personal und Bewohner erneut getestet. Besucher der erkrankten Bewohner werden ermittelt. Insgesamt sind derzeit 26 Unterallgäuer mit dem Coronavirus infiziert. Seit Mitte März wurden 359 Unterallgäuer positiv getestet, 15 sind verstorben, 318 gelten als genesen.