Auszeichnung

Wie Memmingen mehr Leute aufs Rad bringen will

Die Verleihung der Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ fand wegen Corona als digitales Ereignis statt. Das Bild zeigt in einer Einblendung Memmingens Zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer.

Die Verleihung der Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ fand wegen Corona als digitales Ereignis statt. Das Bild zeigt in einer Einblendung Memmingens Zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer.

Bild: StMB (Grafik)

Die Verleihung der Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ fand wegen Corona als digitales Ereignis statt. Das Bild zeigt in einer Einblendung Memmingens Zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer.

Bild: StMB (Grafik)

Die Auszeichnung als "Fahrradfreundliche Kommune" würdigt bisher Erreichtes. Warum die Stadt aber weiterhin in die Pedale treten muss.
Die Verleihung der Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ fand wegen Corona als digitales Ereignis statt. Das Bild zeigt in einer Einblendung Memmingens Zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
29.01.2021 | Stand: 16:00 Uhr

Ganz offiziell ist die Stadt Memmingen nun eine „Fahrradfreundliche Kommune“ – und hat das auch der örtlichen Polizei zu verdanken. Als eine von zwölf Kommunen bayernweit erhielt Memmingen jetzt vom Freistaat und der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) die gleichlautende Auszeichnung. Dazu gibt es vom Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (StMB) unter anderem ein großes Lob für die Polizei: Mit großem Engagement setze diese sich personell und konzeptionell ein, um den Radverkehr zu verbessern. Was die Bewertungskommission beim Besuch in der Stadt genau unter die Lupe genommen hatte, lesen Sie hier.

Ministerin: Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr weiter steigern

Verwiesen wird auch auf die Tatsache, dass in Memmingen die Fußgängerzone zu bestimmten Zeiten für den Radverkehr geöffnet wurde. Dies ermögliche kurze Wege, erfordere aber auch eine Rücksichtnahme auf die Fußgänger: Das Miteinander im Verkehr steht im Vordergrund. Außerdem punktet Memmingen laut Ministerium dadurch, dass sie regelmäßig Tagungsort der Arbeitsgruppe Radverkehr ist: Alle Themen rund um den Radverkehr würden hier intensiv besprochen. „Die Stadt hat mit effektiven Maßnahmen den Radverkehr vorangebracht“, äußert sich Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer: „Sie sieht Radfahrerinnen und Radfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer und unterstützt sie mit der passenden Infrastruktur. Das ist der richtige Weg, damit Radfahrer gut und sicher unterwegs sind“, urteilt die Ministerin – und verbindet dies mit der Aufforderung, diesen Kurs fortzusetzen, damit auch der Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr weiter steigt.

Nach sieben Jahren wird erneut geprüft

Insgesamt 83 Mitgliedskommunen mit insgesamt knapp sechs Millionen Einwohnern zählt die AGFK Bayern derzeit. Die jüngsten Zertifikate „Fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ wurden bei einer Auszeichnungsveranstaltung verliehen, die wegen Corona erstmals als digitales Event stattfand. Memmingen und zehn weitere AGFK-Mitgliedskommunen haben sich dem Prüfverfahren mit Erfolg unterzogen und dürfen sich bis 2027 „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ nennen: Neben der Maustadt sind dies Freising, Fürstenfeldbruck, Lindau, Neumarkt in der Oberpfalz und Passau, die Gemeinden Gröbenzell und Oberschleißheim sowie die Landkreise Augsburg, Nürnberger Land und München. Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für bisher Erreichtes, erfordert nach sieben Jahren aber eine Rezertifizierung, bei der weitere Fortschritte erkennbar sein müssen.

Bei dem Bestreben, den Radverkehr weiter voranzubringen, werde der Freistaat den Städten und Landkreisen weiter zur Seite stehen, versichert Schreyer: etwa durch Förderung für den Bau von Radwegen und Abstellanlagen.