Glaube

Wieso Bischof Bertram Meier in Memmingen Bier geschenkt bekommt

Bertram

Bischof Bertram Meier trug sich in der Josefskirche in das Goldene Buch der Stadt ein. Dahinter stehen Dekan Ludwig Waldmüller (links) und OB Manfred Schilder (rechts).

Bild: Manuela Friess, Pressestelle

Bischof Bertram Meier trug sich in der Josefskirche in das Goldene Buch der Stadt ein. Dahinter stehen Dekan Ludwig Waldmüller (links) und OB Manfred Schilder (rechts).

Bild: Manuela Friess, Pressestelle

Bei seinem ersten Besuch in Memmingen als Bischof trägt sich Bertram Meier in das Goldene Buch der Stadt ein und freut sich über ein „ungewöhnliches Geschenk“.
22.03.2021 | Stand: 16:32 Uhr

Ein Unbekannter ist Bertram Meier in Memmingen nicht. Der katholische Geistliche segnete etwa 2014 das Team der City-Seelsorge bei deren Eröffnung. Damals war Meier Prälat des Bistums Augsburg. Seit etwa einem Jahr steht er diesem als Bischof vor. Nun besuchte er erstmals in dieser Funktion Memmingen. Am Sonntagabend hielt er mit Mitra auf dem Kopf und Bischofsstab in der Hand das Patrozinium in der Stadtpfarrkirche St. Josef.

Den heiligen Josef stellte Meier dann auch in den Mittelpunkt seiner Predigt. Als dieser von Marias Schwangerschaft erfuhr, habe sich dieser zuerst überlegt, seine Verlobte zu verlassen, um diese nicht bloßzustellen. Doch dann sei ihm der Engel des Herrn im Schlaf erschienen. Deshalb werde der Heilige auch oft schlafend dargestellt. „Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf – im Traum“, sagte Meier. Der Bischof verglich Josef zudem mit einem Teilnehmer bei einer Castingshow wie Deutschland sucht den Superstar. Denn obwohl Josef in der Bibel kaum vorkomme, kaum ein Wort sage, sei Josef ein Superstar der Kirche. Seit 1870 sei dieser schließlich Schutzpatron der gesamten katholischen Kirche.

"Flüssiges bricht Fasten nicht"

Als Geschenk der Pfarreiengemeinschaft übergab Dekan Ludwig Waldmüller einen Träger mit sechs Bier an den Bischof. Dieses „Memminger Kreuzherrenbier“ hat der Holzgünzer Braumeister Max Berchthold (Herr Max und Frau Hopfen) in Zusammenarbeit mit der Pfarreiengemeinschaft eigens hergestellt. Der Sud sei angesetzt, bis das Bier verkauft werde, dauere es aber noch, erklärte er. Als einer der ersten Menschen darf also der Augsburger Bischof die neue Sorte probieren – auch in der Fastenzeit, wie Waldmüller betonte: „Flüssiges bricht Fasten nicht.“

Mit einem Lächeln im Gesicht bedankte sich Meier für das „ungewöhnliche Geschenk“ und erzählte, dass er vor seinem Termin in Memmingen bei den Andechser Europatagen gesprochen hatte. Aber obwohl der Ort für seine Brauerei bekannt sei, habe er dort kein Bier erhalten. Nach der Messe trug sich Meier noch in das Goldene Buch der Stadt ein. Darin schrieb er mit Blick auf den heiligen Josef: „Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf – im Traum.“