Gewerbegebiet

Wolfertschwenden will Spielhalle und Paintball-Anlage verhindern

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Der Gemeinderat Wolfertschwenden greift regulierend in die Bauleitplanung für das Gewerbegebiet an der A7 ein. Damit soll die Art der Gewerbeansiedlungen besser gesteuert werden können.

Bild: Armin Schmid

Der Gemeinderat Wolfertschwenden greift regulierend in die Bauleitplanung für das Gewerbegebiet an der A7 ein. Damit soll die Art der Gewerbeansiedlungen besser gesteuert werden können.

Bild: Armin Schmid

Um die Entwicklung im Gewerbegebiet an der A7 besser steuern zu können, wollen die Räte in Wolfertschwenden die Bebauungspläne ändern.

01.08.2021 | Stand: 10:51 Uhr

Der Gemeinderat Wolfertschwenden will künftig stärker auf die Art der Gewerbeansiedlungen an der Autobahn Einfluss nehmen können. Daher sollen die Bebauungspläne „Gewerbegebiet an der A7“ und Gewerbegebiet an der A7 II“ geändert werden. Bürgermeisterin Beate Ullrich erläuterte, man wolle damit vorbeugen, dass sich kein unerwünschtes Gewerbe ansiedelt. Ziel sei die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der städtebaulichen Attraktivität des Gewerbegebietes zwischen Autobahn und Gewerbestraße.

Bislang gäbe es eine „ungesteuerte Zulässigkeit von Gewerbebetrieben“ aller Art. Dies bringe Gefahren mit sich. Die vorhandenen großen Hallenbereiche könnten demnach dazu verleiten, dort eine Spielhalle oder eine Paintball-Anlage einzurichten. Dem wolle man mit der Änderung der Bebauungspläne zuvorkommen. „Es handelt sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme.“

Im Einklang mit gemeindlichen Entwicklungszielen

Mit dieser Änderung sollen frühzeitig gewerbliche Vorhaben, welche die wirtschaftliche Attraktivität des Gewerbegebietes in seiner Gesamtheit herabsetzen, vermieden werden. Das Gewerbegebiet soll solchen Branchen vorbehalten bleiben, die im Einklang mit den gemeindlichen Entwicklungszielen stehen und von denen keine negativen Auswirkungen auf die bestehende Infrastruktur ausgehen.

Das Ratsgremium stimmte dem Aufstellungsbeschluss zur Änderung der Bebauungspläne zu. Zudem sprachen sich die Räte für eine Veränderungssperre aus. Sie soll verhindern, dass eine unerwünschte Entwicklung eintritt, bevor die Bebauungspläne Rechtskraft erlangen. Die Veränderungssperre gilt zunächst für zwei Jahre.

Edeka-Markt wollte sich in Wolfertschwenden ansiedeln

Wie es mit dem rund 7000 Quadratmeter großen Grundstück weitergeht, das sich im Geltungsbereich befindet und auf dem sich ein Edeka-Markt ansiedeln wollte, ist nach Angaben der Bürgermeisterin noch ungewiss. Vor rund einem Jahr wurde klar, dass die dafür erforderlichen Sonderflächen für Einzelhandel nicht genehmigt werden. Der Gemeinderat hat das Areal im Flächennutzungsplan daher wieder als gewerbliche Baufläche deklariert. Seither ist es ruhig geworden um das Vorhaben. Letztlich müsse man warten, bis eine neue Planung für das Gewerbegrundstück vorgelegt wird, erklärte Ullrich.