Bauprojekt

Weshalb der Woringer Gemeinderat drei Doppelhäuser ablehnt

Der Woringer Gemeinderat lehnt den Bau von drei Doppelhäusern der Ecke Alpenstraße/Kämmelweg ab.

Der Woringer Gemeinderat lehnt den Bau von drei Doppelhäusern der Ecke Alpenstraße/Kämmelweg ab.

Bild: Schmid

Der Woringer Gemeinderat lehnt den Bau von drei Doppelhäusern der Ecke Alpenstraße/Kämmelweg ab.

Bild: Schmid

„Kein Planungsziel der Gemeinde“: Eine Bauvoranfrage in Woringen findet bei den Gemeinde-Politikern keine Mehrheit. Aus unterschiedlichen Gründen.
23.05.2021 | Stand: 12:38 Uhr

Einer Bauvoranfrage für drei Doppelhäuser im Bereich Alpenstraße und Kämmelweg hat der Gemeinderat Woringen eine klare Absage erteilt. Bürgermeister Jochen Lutz erläuterte, dass bereits in der März-Sitzung für dasselbe Grundstück eine Bauvoranfrage zum Bau von zwei Wohnhäusern abgelehnt worden sei. Der nun vorliegende Bebauungsvorschlag ging von einer Bebaubarkeit des gesamten Grundstücks mit drei Doppelhäusern samt Garagen aus.

Bauamtsmitarbeiter Rudolf Meinl meinte, dass bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden solle. Angestrebt würden 360.000 Euro pro Einheit. Das Grundstück wäre darin bereits enthalten. Daher sei auch eine intensive bauliche Nutzung der Fläche geplant. Die Zufahrt soll vom Kämmelweg beziehungsweise von der Alpenstraße aus über einen Privatweg erfolgen. Wasserversorgung und Abwasserentsorgung könnten von Osten her über den Kämmelweg laufen.

Woringen: Voranfrage einstimmig abgelehnt

Meinl betonte aber, dass das Vorhaben ohne eine Bauleitplanung und eine Änderung des Flächennutzungsplans nicht umsetzbar sei. Bürgermeister Jochen Lutz erklärte, dass das Grundstück planungsrechtlich im Außenbereich liege. Die Art der Bebauung sei stark verdichtet. Pro Haus werde nur ein Stellplatz ausgewiesen. Ratsmitglied Dr. Werner Scheitzeneder sagte, dass es sich bei dem Areal um landwirtschaftliche Fläche handle. Da ein Bebauungsplan nicht vorhanden sei, sei eine Bauleitplanung erforderlich.

Rat Christian Karrer betonte, dass auch durch Immissionen Konfliktsituationen entstehen könnten. Nebenan befänden sich ein landwirtschaftlicher Betrieb und ein Gewerbebetrieb. Bürgermeister Lutz meinte, dass eine Umsetzung baurechtlich an der Stelle und in der geplanten Form nicht möglich sei. Zudem sei eine bauliche Entwicklung an dieser Stelle im Moment kein Planungsziel der Gemeinde Woringen. Das Ratsgremium lehnte die Bauvoranfrage einstimmig ab.