Wirtschaft

Neuer Verein will Sprachrohr der Kreativ-Branche im Allgäu sein

Kulturschaffende und Kreative haben sich zum Verein „Netzwerk der Kultur- und Kreativwirtschaft Allgäu“ (NeKKA) zusammengeschlossen. Rechts Vorsitzender Elmar Giglinger, links sein Stellvertreter Manuel Protzen.

Kulturschaffende und Kreative haben sich zum Verein „Netzwerk der Kultur- und Kreativwirtschaft Allgäu“ (NeKKA) zusammengeschlossen. Rechts Vorsitzender Elmar Giglinger, links sein Stellvertreter Manuel Protzen.

Bild: Thomas Schwarz

Kulturschaffende und Kreative haben sich zum Verein „Netzwerk der Kultur- und Kreativwirtschaft Allgäu“ (NeKKA) zusammengeschlossen. Rechts Vorsitzender Elmar Giglinger, links sein Stellvertreter Manuel Protzen.

Bild: Thomas Schwarz

Allgäuer Einrichtung lädt für 28.Juli zum ersten Netzwerktreffen nach Kempten ein. Was die Gründe für die Gründung sind.
19.07.2022 | Stand: 05:45 Uhr

Mit Kultur und Kreativität verdienen etliche Menschen ihren Lebensunterhalt – auch im Allgäu. Wie viele es hier sind, ist allerdings unklar. Auch die Vernetzung untereinander und die Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit lassen zu wünschen übrig, sagt Elmar Giglinger. Es fehle allgemein an einem „Sprachrohr“ der Branche. Deshalb hat er mit weiteren Mitstreitern den Verein „Netzwerk der Kultur- und Kreativwirtschaft Allgäu“ gegründet. Eine erste Veranstaltung ist für den 28.Juli in Kempten geplant.

Anstoß gab Produzent von "Daheim in den Bergen"

Giglinger, 55, lebte und arbeitete lange in Berlin. Inzwischen lebt der gebürtige Kemptener wieder im Allgäu. Die Idee zum jetzt gegründeten Verein kam ihm vor drei Jahren noch in der Bundeshauptstadt. Damals bekam der studierte Betriebswirt, der auch schon in Radion und Fernsehen arbeitete, einen Anruf aus Köln vom Produzenten der ARD-Serie „Daheim in den Bergen“. Der suchte für Dreharbeiten im Allgäu unter anderem einen Drohnenpiloten und Locationscouts – also Leute, die ungewöhnliche Orte und Immobilien ausfindig machen. „Trotz intensiver Suche fand er aber niemand“, erinnert sich Giglinger. Da sei ihm die Idee zu einer entsprechenden allgäuweiten Plattform fürs Internet gekommen, auf denen Suchende schnell entsprechende Kontakte finden. „Damit der Umsatz im Allgäu bleibt“, erklärt Giglinger. „Dazu müssen potenzielle Auftraggeber aber auch wissen, was und wen es hier gibt.“

Die Plattform existiert zwar noch nicht, aber nun besteht immerhin schon mal ein Verein als Zusammenschluss in der Allgäuer Kultur- und Kreativwirtschaftsszene. 20 Mitglieder sind bisher registriert – darunter Firmen aus dem Marketing-, Design-, Gaming-, Musik- und Eventbereich, aber auch der Allgäuer Zeitungsverlag als Medienhaus sowie das Parktheater Kempten.

Im neuen Verein machen auch zwei Allgäuer Städte mit

Mit dabei sind auch die Städte Kaufbeuren und Kempten. „Da die Kreativbranche ein Motor und Vordenker für Innovationen ist, ist unser Verein auch für Kommunen interessant – wir wollen Ideen gemeinsam voranbringen“, sagt Vize-Vorstand Manuel Protzen (54), Chef einer Kemptener Werbeagentur. Der Verein will auch dazu beitragen, dass Fachkräfte ins Allgäu kommen beziehungsweise hier gehalten werden.

Mit ihrem Mitgliedsbeitrag – je nach Größe zwischen 150 und 1500 Euro jährlich – sollen die Vereinsmitglieder geplante Projekte und Veranstaltungen mitfinanzieren. „Mindestens einmal pro Monat soll es verschiedenste Veranstaltungen geben“, sagt Protzen. Dabei sei beispielsweise an „Afterwork-Treffen“ als eher lockere Form des Austauschs gedacht, aber auch an Fachvorträge.

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Zum ersten Netzwerktreffen lädt der junge Verein alle Interessierten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, aber auch Vertreter der Medien, aus Politik und Verwaltung sowie anderen Institutionen für den 28.Juli (Donnerstag) um 17.30 Uhr in die BigBox nach Kempten ein. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung bittet der Verein unter dr.carmen.fritz@kreativwirtschaft-allgaeu.de bis zum kommenden Montag (25.Juli).

Mehr Informationen gibt es unter www.kreativwirtschaft-allgaeu.de