Corona aktuell im Allgäu

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 29. August bis 3. September 2021

Corona-News aktuell aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Lesen Sie die Entwicklungen vom 29. August bis 3. September 2021.

Corona-News aktuell aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Lesen Sie die Entwicklungen vom 29. August bis 3. September 2021.

Bild: Moritz Frankenberg, dpa (Symbolfoto)

Corona-News aktuell aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Lesen Sie die Entwicklungen vom 29. August bis 3. September 2021.

Bild: Moritz Frankenberg, dpa (Symbolfoto)

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog vom 29. August bis 3. September 2021
05.09.2021 | Stand: 13:37 Uhr

Dies ist ein Archiv-Artikel. Zum aktuellen Corona-News-Blog für das Allgäu kommen Sie hier.

Freitag, 3. September, 22 Uhr: Neue Corona-Fälle im Landkreis Lindau: Auch Geimpfte sind infiziert

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Lindau sinkt langsam wieder. Von Montag bis Freitag ist der Wert von 51,2 auf 41,4 zurückgegangen (Stand: 3. September). Allerdings lag er damit deutlich höher als am Freitag vor einer Woche (35,2). Die 35 Neuinfektionen sind laut Landratsamt, wie bereits seit Wochen, größtenteils auf Reiserückkehrer zurückzuführen.

Freitag, 3. September, 20.30 Uhr: Weitere Sonderimpfaktionen im Landkreis Lindau

Im Landkreis Lindau finden in der kommenden Woche wieder Sonderimpfaktionen gegen das Coronavirus statt. Das teilte das Landratsamt am Freitag mit. Die Termine finden Sie auf der Webseite des Landratsamts.

Freitag, 3. September, 20 Uhr: Wieder ein Stück "Normalität"? Sado-Maso-Schiff sticht am Samstag in den Bodensee

Lack, Leder, Masken und viel nackte Haut: Das berüchtigte Torture-Ship sticht an diesem Samstag in Friedrichshafen in den Bodensee. An Bord werden hunderte SM- und Fetisch-Fans sein.

Eigentlich findet die Veranstaltung jedes Jahr Ende Juni statt - doch wegen Corona verschoben die Veranstalter das Event auf den 4. September.

Freitag, 3. September, 19.20 Uhr: Mehr als die Hälfte der Allgäuer ist komplett gegen Corona geimpft

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Mindestens 372.133 Allgäuer haben bis Donnerstag, 2. September, ihre Erstimpfung gegen das Corona-Virus erhalten, 355.726 bereits ihre Zweitimpfung. Die Zahlen für das Ostallgäu und Kaufbeuren wurden allerdings seit dem 27. August von der zuständigen Stelle nicht mehr aktualisiert. Die Zahl der tatsächlich geimpften Menschen im Allgäu dürfte aktuell also etwas höher liegen, jedoch noch deutlich unter dem Bundes- und Landesschnitt. Die Zahlen nach Landkreisen aufgeteilt finden Sie hier.

Freitag, 3. September, 18 Uhr: Britische Impfkommission rät von Impfung 12- bis 15-Jähriger ab

Die britische Impfkommission (JCVI) hat sich überraschend gegen flächendeckende Corona-Impfungen von 12- bis 15-Jährigen ausgesprochen. Die Kommission erweiterte zwar ihre Impfempfehlung für an Herz, Lungen und Leber erkrankte Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe, eine allgemeine Impfempfehlung wollte sie aber nicht aussprechen. Zur Begründung hieß es am Freitag in einer Mitteilung der Gesundheitsbehörde Public Health England, die gesundheitlichen Vorteile einer Impfung seien für gesunde Menschen diese Altersgruppe marginal.

Bislang lautete die Empfehlung der Kommission, 12- bis 15-Jährige nur zu impfen, wenn sie in die Gruppe der besonders durch Covid-19 gefährdeten Menschen fallen. Dazu gehören beispielsweise Menschen mit unterdrücktem Immunsystem.

Freitag, 3. September, 17.20 Uhr: Kitas, Schulen und Heime sollen Impfauskunft einholen dürfen

Arbeitgeber sollen von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Mit den Stimmen von Union und SPD brachte der Gesundheitsausschuss des Bundestags am Freitag eine entsprechende Gesetzesänderung auf den Weg.

Freitag, 3. September, 13.40 Uhr: Maskenpflicht auf Memminger Wochenmarkt entfällt

Im Rahmen der neuen Corona-Regeln in Bayern entfällt die Maskenpflicht auf dem Memminger Wochenmarkt. Dies gelte bereits für den Markt am morgigen Samstag, 4. September, teilt die Stadtverwaltung mit.

In Kaufbeuren liegt die Inzidenz bereits Anfang September auf hohem Niveau.
In Kaufbeuren liegt die Inzidenz bereits Anfang September auf hohem Niveau.
Bild: Mathias Wild (Symbolfoto)

Freitag, 3. September, 12.45 Uhr: Geimpfte Schüler müssen nicht mehr getestet werden

Geimpfte Kinder und Jugendliche müssen in Bayern nicht mehr zum Corona-Test in der Schule. "Wer vollständig geimpft ist, muss sich nicht mehr in der Schule testen lassen und in der Regel auch nicht mehr in Quarantäne bei engem Kontakt mit infizierten Mitschülern oder Freunden", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag bei einer Pressekonferenz mit Ärztevertretern in München. Alles dazu hier.

Freitag, 3. September, 12.05 Uhr: Hessen weist Inzidenz künftig nach Geimpften und Ungeimpften aus

Hessen will die landesweite Inzidenz künftig getrennt nach geimpften und ungeimpften Menschen ausweisen. "Die Differenz ist groß", erklärte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) in Wiesbaden. Bezogen auf die Altersgruppe ab zwölf Jahren liege die Sieben-Tage-Inzidenz in der Gruppe der Ungeimpften am Freitag bei 262,3 pro 100.000 Einwohner. Bei den vollständig geimpften Menschen betrage der Wert 12,7 pro 100.000 Einwohner. Zu den Ungeimpften werden nach Angaben des Ministers Nichtgeimpfte, Teilgeimpfte und Personen gezählt, bei denen Angaben zum Impfstatus fehlen. Laut Robert Koch-Institut lag die Inzidenz in Hessen am Freitag insgesamt bei 103,7.

"Diese Zahlen belegen eindrücklich, wie wirksam die Impfung ist", betonte Klose. "Es infizieren sich weit überwiegend Ungeimpfte." Eine Corona-Impfung sei der wichtigste Beitrag zum Selbstschutz, zum Schutz der Nächsten und zum Gemeinschaftsschutz, den jeder Menschen erbringen könne. Kinder, die noch nicht geimpft werden können, würden am besten durch die Impfung der Erwachsenen und Jugendlichen in ihrem Umfeld geschützt.

Freitag, 3. September, 11.50 Uhr: Italiens Regierungschef befürwortet Impfpflicht - Wirbel in Politik

Eine von Regierungschef Mario Draghi ins Spiel gebrachte mögliche allgemeine Impfpflicht hat in Italien für Kritik gesorgt. Die Chefin der rechtsnationalen Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens), Giorgia Meloni, sagte im Interview der Zeitung "La Stampa", sie stelle sich auf die Seite der rechten Lega von Ex-Innenminister Matteo Salvini, eine Impfpflicht abzulehnen: "Ich glaube, Salvini hat Recht eine vernünftige Position zu vertreten, die wir mittragen und die von der Mehrheit der europäischen Länder geteilt wird", erklärte die Politikerin.

Draghi hatte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bejaht, dass er sich vorstellen könne, eine allgemeine Impfpflicht einzuführen. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die europäische und die italienische Arzneimittelagentur die Impfstoffe nicht mehr als Notfall-Arznei - sprich eine Impfung mit bedingter Zulassung-, sondern als gewöhnliche Arzneimittel mit vollständiger Zulassung festlegen. Der Chef der Sozialdemokraten, Enrico Letta, begrüßte die Aussage Draghis, der am Freitag außerdem seinen 74. Geburtstag feierte.

Der ebenfalls anwesende Gesundheitsminister Roberto Speranza fügte hinzu, dass bereits eine Impfpflicht für das Gesundheitspersonal in Italien bestehe. In Italien hatte zudem die Ausweitung des sogenannten Grünen Passes (Green Pass) auf Schulen und Universitäten zuletzt für Aufregung gesorgt. Dadurch müssen zum Beispiel Lehrkräfte ab dem im September beginnenden Schuljahr einen Corona-Impf-, Negativtest- oder Genesungsnachweis haben, um zum Präsenzunterricht kommen zu dürfen.

Freitag, 3. September, 10.25 Uhr: EU-Kommission und Astrazeneca beenden Rechtsstreit zu Impfdosen

Die EU-Kommission und die britische Pharmafirma Astrazeneca haben ihren laufenden Rechtsstreit zur Lieferung von Corona-Impfdosen beigelegt, wie die Kommission am Freitag mitteilte. Damit werde die Lieferung von 200 Millionen ausstehenden Dosen bis März 2022 garantiert.

Freitag, 3. September, 10 Uhr: Neuer Todesfall mit bestätigter Corona-Infektion in der Region

In der Region hat es in dieser Woche einen weiteren Todesfall nach einer bestätigten Corona-Infektion gegeben. Damit steigt die Zahl der offiziell gemeldeten Fälle im Allgäu auf 588. Der jüngste Todesfall wird dem Unterallgäu zugerechnet. Näheres dazu ist derzeit nicht bekannt.

Freitag, 3. September, 8.50 Uhr: Zahl der Kurzarbeiter im August deutlich gesunken

In Deutschland ist die Zahl der Kurzarbeiter im August einer Ifo-Umfrage zufolge deutlich gesunken. Es habe einen Rückgang auf 688.000 von zuvor 1,06 Millionen Personen gegeben, teilte das Institut am Freitag mit. Ifo schätzt die Zahl auf Grundlage der monatlichen Konjunkturumfrage unter deutschen Unternehmen und anhand von Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Die Zahl der Kurzarbeiter liegt damit nach Einschätzung des Instituts erstmals seit Beginn der Corona-Kise unter einer Million. Den Anteil der abhängig Beschäftigten, die sich im August in Kurzarbeit befanden, schätzt das Institut auf 2,0 Prozent. Im Juli habe der Anteil noch bei 3,2 Prozent gelegen.

Besonders betroffen von Kurzarbeit bleibt das Gastgewerbe. Hier schätzen die Experten den Anteil auf 10,1 Prozent, was 107.000 Personen entspricht. Allerdings ging die Zahl auch hier erheblich zurück, denn im Vormonat betrug der Wert noch 17,1 Prozent.

Freitag, 3. September, 6.55 Uhr: Bayerische Krankenhaus-Ampel steht auf Grün

Seit gestern gilt statt der 7-Tage-Inzidenz die Krankenhaus-Ampel in Bayern. Sie entscheidet, ob strengere Corona-Vorschriften in Kraft treten müssen. Wie es aktuell aussieht, erfahren Sie künftig täglich hier.

Am Freitag, 3. September, steht die neue Ampel auf Grün. In den vergangenen sieben Tagen kamen laut Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) insgesamt 233 Patienten mit einer Corona-Infektion in bayerische Krankenhäuser. Der 7-Tages-Hospitalisierungs-Inzidenz (pro 100.000 Einwohner) liegt bei 1,77. Aktuell sind 165 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt. (Stand: 2.9.2021)

Freitag, 3. September, 6.45 Uhr: Allgäuer Inzidenzwerte aktuell

Memmingen verzeichnet weitere Corona-Neuinfektionen und hat Kaufbeuren bei der 7-Tage-Inzidenz wieder überholt. Ein dritter Allgäuer Landkreis klettert über die Schwelle von 100. Alle neuen Werte hier im Überblick.

Freitag, 3. September, 6.10 Uhr: Impfauskunftspflicht für Kita-, Schul- und Heimbeschäftigte angepeilt

Arbeitgeber sollen künftig von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen voraussichtlich Auskunft über eine Corona-Impfung verlangen können. Das ist nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition zwischen Union und SPD der Verhandlungsstand vom späten Donnerstagabend, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr.

Gerade in diesen Bereichen könne es "im Interesse des Infektionsschutzes" nötig sein, Beschäftigte hinsichtlich ihres Corona-Impf- und Serostatus, der über Antikörper Aufschluss gibt, "unterschiedlich einzusetzen oder von einer Beschäftigung ungeimpfter Personen (in bestimmten Bereichen) abzusehen", heißt es im entsprechenden Entwurf eines Änderungsantrags der Fraktionen der CDU/CSU und SPD, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die Möglichkeit soll nur während der festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite gelten, die der Bundestag vergangene Woche für weitere drei Monate verlängert hatte. Damit scheint der ebenfalls erwogene Plan vom Tisch, dass Arbeitgeber generell den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen dürfen. Dass es keinen allgemeinen Auskunftsanspruch für alle Unternehmen geben soll, hatte bereits "Business Insider" berichtet.

Freitag, 3. September, 6 Uhr: RKI registriert 14.251 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 80,2

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen lag sie bei 80,2 - am Vortag hatte der Wert bei 76,9 gelegen, vor einer Woche bei 70,3. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 14.251 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.029 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 45 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 14 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.984.353 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz der Neuinfektionen war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Hospitalisierungs-Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Aufnahmen von Covid-19-Patienten in stationäre Behandlung je 100.000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet wurden. Am Donnerstag gab das RKI den Wert im Lagebericht mit 1,74 an (Vortag 1,81). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.

Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa zehn Tage, die Hospitalisierungs-Inzidenz spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wider.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwochmorgen mit 3.757.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.301.

Donnerstag, 2. September, 22 Uhr: Söder zu Besuch bei DEL-Club: Keine Geisterspiele mehr

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat bei einem Besuch des DEL-Vereins ERC Ingolstadt die Abkehr von Geisterspielen als Lösung in der Corona-Pandemie bekräftigt. "Es wird keine Geisterspiele und keinen Lockdown mehr geben", sagte der CSU-Chef einer Mitteilung des Eishockey-Clubs vom Donnerstagabend zufolge. "Mehr als 60 Prozent der Menschen sind vollständig geimpft, deswegen gibt es nun eine neue Balance aus Sicherheit und Eigenverantwortung. Die Vereine haben nun die Wahlfreiheit bei der Zuschauerauslastung: Mit Maske und volle Besetzung oder mit Abstand und ohne Maske am Platz."

Donnerstag, 2. September, 20.10 Uhr: Alkoholverbot in der Memminger Innenstadt

Entsprechend des Infektionsschutzgesetzes gilt in der Innenstadt von Memmingen ab Freitag ein Alkoholkonsumverbot. "Es ist in Memmingen ein diffuses Infektionsgeschehen vorhanden", heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Konkret vom Alkoholverbot betroffen sind der Marktplatz, die Kramerstraße, der Weinmarkt, der Roßmarkt, der Theaterplatz und der Schrannenplatz. Das Alkoholverbot gilt ganztägig.

Wie die Stadt weiter mitteilt, stellen Verstöße gegen das Verbot eine Ordnungswidrigkeit dar. Das kann eine Geldbuße von bis zu 25.000 Euro bedeuten.

Donnerstag, 2. September, 19 Uhr: Deutscher Fußball-Bund startet Impfkampagne gegen Corona

Mit Bundestrainer Hansi Flick und Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer an der Spitze hat der Deutsche Fußball-Bund gemeinsam mit seinen Regional- und Landesverbänden die Impfkampagne "Schiri, ich hab' schon Gelb" gestartet. "Nur im Team können wir die Corona-Pandemie überstehen - indem jeder für sich und seine Mitmenschen Verantwortung übernimmt. Impfen ist unser sicherster und schnellster Weg zurück zur Normalität. Lasst ihn uns alle gemeinsam gehen", sagte Flick in einer Verbandsmitteilung vom Donnerstag.

Der DFB wolle auf die Bedeutung des Impfens gegen Corona aufmerksam machen. "Es ist ein Thema, das im Fußball Profis und Amateure gleichermaßen angeht. Jede Impfung schützt nicht nur eine Person mehr, sondern auch deren Umfeld und damit unter anderem den Trainings- und Spielbetrieb", hieß es in der Mitteilung.

Donnerstag, 2. September, 18.35 Uhr: Sarah Connor sagt Leipziger Konzert wegen Covid-19-Erkrankung ab

Sarah Connor (41) hat wegen einer akuten Covid-19-Erkrankung ein für diesen Freitag in Leipzig geplantes Konzert abgesagt. "Manchmal passieren Dinge, die man sich in den schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen möchte", teilte die Semmel Concerts Entertainment GmbH am Donnerstagabend in Leipzig mit. "Das gesamte Team rund um Sarah Connor ist wahnsinnig enttäuscht und entschuldigt sich für die Umstände", hieß es weiter.

Connor berichtete auf ihrer Facebook-Seite, eines ihrer jüngeren Kinder und sie seien positiv getestet worden. "Ich bin längst geimpft und habe zum Glück nur leichte Symptome, also kein Grund zur Sorge." Sie sei jetzt dabei, ihr ungeimpftes Kind zu pflegen, das es schlimmer getroffen habe. Das Konzert hätte im Rahmen der SommerArena auf der Festwiese stattfinden sollen.

Donnerstag, 2. September, 18.30 Uhr: Dritte Impfdosen auch in Italien

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird auch in Italien für gewisse Bevölkerungsgruppen eine dritte Impfdosis angeboten. Das teilte Ministerpräsident Mario Draghi am Donnerstag nach einer Sitzung seiner Regierung mit. Eine dritte Dosis sollen ab Ende September Personen mit einer schwachen Immunreaktion bekommen, präzisierte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

Italien sieht sich bei den Impfungen auf einem guten Weg, wie Draghi betonte. Am Donnerstag war mehr als 70 Prozent der zu impfenden Bevölkerung über zwölf Jahren durchgeimpft. Für Ende September erwartet die Regierung einen Wert von 80 Prozent, wie Draghi sagte. Vor allem von der jüngeren Bevölkerungsgruppe, die sich fleißig impfen lasse, gehe "ein großes Signal" aus, lobte Speranza.

Die Regierung blickt dem bevorstehenden Schulanfang im September optimistisch entgegen: 91,5 Prozent der Lehrer seien bereits geimpft. Draghi unterstrich, dass Schüler im Fokus stünden und hofft, dass der Präsenzunterricht gesichert sei.

Donnerstag, 2. September, 15.35 Uhr: 19-Jährige weigert sich im Forum Allgäu eine Maske zu tragen - und verletzt dann auch noch einen Polizisten

Eine 19-Jährige hat sich im Einkaufszentrum Forum Allgäu in Kempten geweigert, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und dadurch einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, war die Frau am Mittwochvormittag bereits vom Sicherheitspersonal im Einkaufszentrum auf ihre fehlende Maske angesprochen worden. Sie weigerte sich jedoch, diese aufzuziehen. Das Sicherheitspersonal forderte sie daraufhin auf, das Gebäude zu verlassen. Doch auch dieser Aufforderung kam sie nicht nach.


Donnerstag, 2. September, 12.45 Uhr: Virologe Drosten: "Müssen unbedingt an der Impfquote arbeiten"

Der Berliner Virologe Christian Drosten hält angesichts des sinkenden Impftempos in Deutschland neue Corona-Beschränkungen für möglich. "Wir werden gesamtgesellschaftlich die Zahl der Kontakte wieder einschränken müssen. Das ist ganz klar. Die Infektionslast steigt im Herbst", sagte der Forscher der Berliner Charité im Deutschlandfunk. Es müsse unbedingt an der Impfquote gearbeitet werden.

Die derzeitige Quote von 61 Prozent vollständig Geimpfter reiche überhaupt nicht. "Mit dieser Quote können wir nicht in den Herbst gehen", sagte Drosten. Für Kinder unter 12 Jahren empfahl er, die regelmäßigen Corona-Tests in den Schulen beizubehalten.

Donnerstag, 2. September, 12.15 Uhr: Corona-Infektion in belgischer Königsfamilie

Brüssel (dpa) - Das belgische Königspaar reduziert wegen einer Corona-Infektion in der royalen Familie vorsorglich seine persönlichen Kontakte. Das teilte der Königspalast am Donnerstag mit. Alle geplanten Veranstaltungen der Königin und des Königs bis Montag wurden demnach abgesagt oder verschoben. Es war zunächst nicht klar, wer sich in der Königsfamilie mit dem Coronavirus angesteckt hatte.

Donnerstag, 2. September, 11.10 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel höher als 11.000

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist auf den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie gestiegen. Es seien 11.187 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Der neue Höchststand wurde am Tag nach dem Schulbeginn veröffentlicht - Experten hatten davor gewarnt, dieser könnte das Infektionsgeschehen noch weiter befeuern. Es ist der dritte Tag in Folge mit mehr als 10.000 neuen Fällen in Israel. Die Zahl der Schwerkranken ist gleichzeitig stetig gesunken und liegt etwa bei der Hälfte des Wertes von Januar.

Experten betonen, der Impfstoff von Biontech/Pfizer sei weiterhin wirksam bei der Verhinderung von schweren Erkrankungen und Todesfällen. Hochgerechnet auf 100.000 Einwohner ist die Zahl der Corona-Erkrankungen in Israel in allen Altersgruppen unter den Ungeimpften um ein Vielfaches höher als unter den Geimpften. Dies gilt besonders für Schwerkranke über 60.

Seit Ende Juli verabreicht das Land als erstes weltweit dritte Impfungen gegen Corona, mehr als 25 Prozent der rund 9,4 Millionen Bürger haben diese bereits erhalten. Hintergrund der Entscheidung für eine dritte Impfung sind Zahlen des Gesundheitsministeriums, wonach die Effektivität der Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat. Mehr als 59 Prozent der Bürger sind zweimal geimpft.

Donnerstag, 2. September, 10.25 Uhr: Ärztepräsident kritisiert Corona-Auffrischimpfungen ohne Stiko-Empfehlung

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat kritisiert, dass viele Bundesländer auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) mit Corona-Auffrischungsimpfungen begonnen haben - unter anderem auch Bayern. Sie werden zunächst Senioren und Immungeschwächten angeboten. Insgesamt fehlten noch aussagekräftige Studien, ob, wann und für wen eine sogenannte Boosterimpfung nötig sei. Alles dazu erfahren Sie hier.

Donnerstag, 2. September, 7.55 Uhr: Der Überblick - diese Regeln gelten ab heute

Bayern hat seit heute völlig neue Corona-Regeln. Aber was gilt denn jetzt? Und wie ist das mit Veranstaltungen und 3G-Regel? Alles kompakt zusammengefasst hier.

Donnerstag, 2. September, 7 Uhr: Bayerische Krankenhaus-Ampel steht auf Grün

Seit heute gilt statt der 7-Tage-Inzidenz die Krankenhaus-Ampel in Bayern. Sie entscheidet, ob strengere Corona-Vorschriften in Kraft treten müssen. Wie es aktuell aussieht, erfahren Sie künftig täglich hier.

Am Donnerstag, 2. September, steht die neue Ampel auf Grün. In den vergangenen sieben Tagen kamen laut Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) insgesamt 232 Patienten mit einer Corona-Infektion in bayerische Krankenhäuser. Der 7-Tages-Hospitalisierungs-Inzidenz (pro 100.000 Einwohner) liegt bei 1,77. Aktuell sind 169 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt. (Stand: 1.9.2021)

Donnerstag, 2. September, 6.50 Uhr: Kaufbeuren überholt Memmingen beim Inzidenzwert

Wie schon in der letzten Welle hatte Memmingen in den vergangenen Tagen die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Allgäu. Seit heute ist das anders: Kaufbeuren verzeichnet 56 Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen und hat Memmingen damit überholt. Der Überblick für die komplette Region.

Donnerstag, 2. September, 6.15 Uhr: Kassenärzte-Chef erwartet Ende der Corona-Pandemie im Frühjahr

Kassenärzte-Chef Andreas Gassen rechnet mit einem Ende der Corona-Pandemie in einem halben bis Dreivierteljahr. "Ich gehe davon aus, dass im Frühjahr 2022 Schluss sein wird mit Corona", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Bis dahin wird die Impfquote noch einmal etwas höher liegen, vor allem nimmt aber auch die Zahl der Genesenen mit Antikörpern zu. Einschränkungen werden dann wohl gänzlich unnötig werden."

Der Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) rechnet ab 2022 mit Impfstoffen auch für Säuglinge. "Wir gehen fest davon aus, dass es ab kommendem Jahr Impfstoffe für alle Altersklassen geben wird, sogar zugelassen bis hin zu Neugeborenen", sagte der Kinderarzt Florian Hoffmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Aktuell liefen verschiedene Studien von Biontech und Moderna, zum Teil sogar mit Säuglingen. Einen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren erwarte er bereits Ende dieses Jahres, so Hoffmann. Diese Gruppe werde voraussichtlich eine reduzierte Impfstoffdosis bekommen.

Gassen sagte aber auch, im Herbst würden die Infektionszahlen noch einmal steigen. Die Zahl schwerer Erkrankungen werde aber deutlich unter der des letzten Winters bleiben.

Donnerstag, 2. September, 6.05 Uhr: RKI registriert 13.715 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 76,9

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen ist wieder leicht angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen lag sie bei 76,9 - am Vortag lag der Wert bei 75,7. Vor einer Woche betrug er 66,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13.715 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12. 626 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 33 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 21 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.970.102 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz der Neuinfektionen war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Hospitalisierungs-Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Aufnahmen von Covid-19-Patienten in stationäre Behandlung je 100.000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet wurden. Am Mittwoch gab das RKI den seit Wochen langsam steigenden Wert im Lagebericht mit 1,81 an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.

Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa zehn Tage, die Hospitalisierungs-Inzidenz spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wider.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwochmorgen mit 3.750.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.256.

Mittwoch, 1. September, 22.10 Uhr: Was Experten im Allgäu zur Corona-Ampel sagen

Die Inzidenz hat als Maß der Pandemie weitgehend ausgedient. Krankenhäuser sind mit den neuen Regeln zufrieden - kritische Stimmen kommen aus der Gastronomie. Die wichtigsten Stimmen haben wir hier gesammelt.

Mittwoch, 1. September, 20.30 Uhr: Dritte Corona-Impfung für Schwerkranke in Großbritannien

In Großbritannien können etwa eine halbe Million Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem eine dritte Corona-Impfung erhalten. "Wir wissen, dass Menschen mit bestimmten Erkrankungen, die sie besonders anfällig für Covid-19 machen, durch zwei Impfdosen möglicherweise weniger Schutz gegen das Virus erhalten haben", sagte Gesundheitsminister Sajid Javid am Mittwoch. Eine dritte Dosis solle dazu beitragen, ihren Schutz zu verstärken.

Dabei geht es um Menschen, die etwa an Leukämie oder HIV erkrankt sind oder eine Organtransplantation hatten. Sie müssen mindestens zwölf Jahre alt sein und die zweite Impfung muss mindestens acht Wochen zurückliegen. Javid folgt damit einer Empfehlung der britischen Impfkommission JCVI.

Mittwoch, 1. September, 19 Uhr: Verwirrung um Zertifikate für Corona-Genese: "Warum kann man den Nachweis nicht verlängern?

Krankheitssymptome, ein positives Testergebnis, Quarantäne – ist die Corona-Infektion überstanden, erhalten Patientinnen und Patienten ein sogenanntes Genesenen-Zertifikat.

Was aber passiert, wenn das nach sechs Monaten nicht mehr gültig ist?

Mittwoch, 1. September, 18.30 Uhr: WHO listet neue Corona-Variante "von Interesse"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine neue Coronavirus-Variante als "Variante von Interesse" eingestuft. Es handelt sich um die Variante Mu, die zuerst im Januar in Kolumbien identifiziert worden ist, wie die WHO am Mittwoch in ihrem wöchentlichen Corona-Bericht schrieb. Es gebe Anzeichen, dass die Antikörper bei Genesenen oder Geimpften möglicherweise gegen die Variante Mu noch weniger wirksam sind als gegen andere Virusvarianten. Dafür seien aber weitere Studien nötig.

Insgesamt gibt es damit fünf "Varianten von Interesse", die mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt werden. Daneben gibt es vier "besorgniserregende Varianten", darunter die auch in Europa inzwischen überwiegend verbreitete Variante Delta.

Die Mu-Variante sei in einigen Ländern Südamerikas und Europas nachgewiesen worden, schreibt die WHO. Aus 39 Ländern lägen genetische Untersuchungen des Virus vor. Weltweit betrage der Anteil der Variante nach derzeitigen Schätzungen nur 0,1 Prozent. In Kolumbien liege er aber bei 38 Prozent und in Ecuador bei 13 Prozent, und der Anteil wachse. Die WHO verweist aber auf die unterschiedliche Kapazität von Ländern, Viren genetisch zu untersuchen.

Mittwoch, 1. September, 16.15 Uhr: Krankenhaus-Ampel in Bayern steht derzeit klar auf Grün

Die neue bayerische Krankenhaus-Ampel, die für eine mögliche Verschärfung von Anti-Corona-Maßnahmen entscheidend ist, steht derzeit klar auf Grün. Auf Gelb würde sie springen, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1.200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Dieser Wert liegt laut Gesundheitsministerium aktuell bei 232. Auf Rot würde die Ampel schalten, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen - das sind im Moment 169.

Mittwoch, 1. September, 16 Uhr: Tausende Daten von Corona-Tests in Tirol geleakt

In Tirol sind etwa 24.000 positive PCR-Testergebnisse an die Öffentlichkeit gelangt. Die Begründung.

Mittwoch, 1. September, 15 Uhr: Verdi kündigt Widerstand gegen "Impfpflicht durch die Hintertüre" an

Die Gewerkschaft Verdi hat Widerstand gegen einen möglichen Rechtsanspruch für Arbeitgeber auf Auskunft über den Impfstatus von Beschäftigten angekündigt. "Wir werben dafür, dass sich Beschäftigte impfen lassen, es darf aber keine Impfpflicht durch die Hintertüre gebe", sagte Verdi-Chef Frank Werneke am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

"Für Beschäftigte darf nicht aus "3G" einfach "2G" gemacht werden. Das stößt auf unseren entschiedenen Widerstand." Die Möglichkeit etwa, Zugang zu Innenräumen durch Vorlage eines negativen Tests zu erhalten, dürfe nicht ausgehebelt werden. Die Tests seien dabei weiter durch die Arbeitgeber zu finanzieren.

"Auch in Bereichen wie der Gastronomie, Kinos oder Clubs muss für die Beschäftigten weiter "3G" gelten, selbst wenn einzelne Länder hier "2G" vorschreiben", forderte der Gewerkschaftsvorsitzende. "Denn es ist ein Unterschied, ob man freiwillig zu einer Kulturveranstaltung geht oder ob man dort arbeitet. Das gilt im Übrigen auch für Kitas", sagte Werneke.

Unter anderem in Hamburg gilt seit 28. August ein 2G-Optionsmodell. Veranstalter und Wirte können damit selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen - also auch aktuelle Tests akzeptieren.

Regierungssprecher Steffen Seibert hatte mitgeteilt, die Bundesregierung prüfe ein Informationsrecht für Unternehmen hinsichtlich des Impf- und Genesenenstatus ihrer Beschäftigten. Werneke fürchtet eine Einschränkung der Handlungsmöglichkeiten der Beschäftigten.

Mittwoch, 1. September, 13.55 Uhr: Wizz Air will bei Flügen nur noch geimpftes Personal einsetzen

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air will vom 1. Dezember an bei ihren Flügen nur noch Mitarbeiter einsetzen, die vollständig gegen Corona geimpft sind. Das gelte sowohl für die Piloten als auch für die Flugbegleiter, teilte das Unternehmen mit Sitz in Budapest am Mittwoch mit. In Ausnahmefällen müssten sich Betroffene regelmäßigen Antigen- oder PCR-Tests unterziehen. Wizz Air hat am Allgäu Airport in Memmingen ein wichtiges Drehkreuz für Osteuropaflüge.

Auch die australische Airline Qantas sowie die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss hatten angekündigt, zum 15. November eine Corona-Impfpflicht für ihr fliegendes Personal einzuführen. Die Lufthansa hat keine entsprechenden Pläne. "In Deutschland kann es eine Impfpflicht nur durch den Gesetzgeber geben", sagte ein Konzernsprecher in der vergangenen Woche zur Begründung.

Mittwoch, 1. September, 13.25 Uhr: Stiko plant zeitnahe Empfehlung für Auffrischungsimpfungen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) plant in der Corona-Pandemie eine zeitnahe Empfehlung zu Auffrischungsimpfungen für Senioren und Immungeschwächte. Die Aufarbeitung der vorliegenden Daten sei in vollem Gange, sagte Stiko-Chef Thomas Mertens am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Lange werde es nicht mehr dauern, auf ein genaues Datum für die Empfehlung könne er sich aber noch nicht festlegen.

Geplant sei auch eine Aktualisierung der Empfehlung für Schwangere, wenn die Datenaufarbeitung bei der Stiko in diesem Bereich voranschreite. Bisher ist die Empfehlung für Schwangere stark eingeschränkt: Sie gilt nur für Frauen mit Vorerkrankungen und einem hohen Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung oder für Frauen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände. Nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher ärztlicher Aufklärung kann diesen Gruppen seit Mai eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel angeboten werden.

Für Kinder unter 12 Jahren gibt es in Europa bisher keine zugelassenen Impfstoffe. Hersteller wollen bis zum Herbst Daten dafür vorlegen.

Mittwoch, 1. September, 10.55 Uhr: Kabinett verlängert Corona-Arbeitsschutzverordnung

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die Corona-Arbeitsschutzverordnung für Unternehmen und ihre Beschäftigten verlängert. Die Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wird an die Dauer der epidemischen Lage gekoppelt und somit bis einschließlich 24. November 2021 verlängert, wie das Bundesarbeitsministerium in Berlin mitteilte. Neu gilt ab 10. September eine Verpflichtung der Arbeitgeber, Beschäftigte über die Risiken einer Covid-19 Erkrankung und Impfmöglichkeiten zu informieren, Beschäftigte zur Wahrnehmung von Impfangeboten freizustellen und die Betriebsärzte bei betrieblichen Impfangeboten zu unterstützen.

Ansonsten gelten bestehende Regeln fort, etwa die Pflicht zu betrieblichen Hygieneplänen und zum Angebot von Schnell- oder Selbsttests mindestens zweimal pro Woche. Homeoffice soll weiter als Möglichkeit der Kontaktreduzierung dienen. Wo andere Maßnahmen keinen ausreichenden Schutz bieten, müssen Arbeitgeber mindestens eine medizinische Schutzmaske zur Verfügung stellen.

Arbeitgeber bekommen mit der Verordnung weiterhin nicht das Recht, Auskunft über den Impf- oder Genesenenstatus der Beschäftigten zu erhalten. Allerdings sollen sie diesen Status der Beschäftigten bei der Festlegung der erforderlichen Schutzmaßnahmen berücksichtigen, sofern sie ihn kennen.

Mittwoch, 1. September, 10.40 Uhr: Heil erteilt genereller Impfstatus-Abfrage durch Arbeitgeber Absage

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat sich gegen eine Impfstatusabfrage von Arbeitgebern unter Beschäftigten ausgesprochen. "Ein generelles Auskunftsrecht des Arbeitgebers wird es nicht geben können, das Arbeitsrecht gibt das nicht her", sagte der SPD-Politiker. Entsprechendes hatte Gesundheitsminister Jens Spahn ins Gespräch gebracht, den Heil abwatschte: "Man muss solche Forderungen auch mal zu Ende denken." Mehr dazu hier.

Mittwoch, 1. September, 8 Uhr: Weitere Corona-Regeln für Reisende in Italien

In Italien gelten ab diesem Mittwoch verschärfte Corona-Regeln. Wer mit Langstreckenbussen oder im Bahnverkehr mit Hochgeschwindigkeits- sowie Intercity-Zügen reist, braucht einen Nachweis, dass er gegen Covid-19 geimpft, negativ getestet oder genesen ist. Diese Nachweise werden in Italien auch als Green Pass (Grüner Pass) bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein digitales oder ausdruckbares Zertifikat. Für den öffentlichen Nahverkehr sind sie nicht nötig.

An den Bahnhöfen oder in den Zügen soll das Bahnpersonal laut Trenitalia die Zertifikate kontrollieren. In Deutschland wird derzeit noch über mögliche Nachweispflichten zum Corona-Schutz in Fernzügen gestritten. In Italien ist der Grüne Pass nun auch für Reisende auf Inlandsflügen Pflicht. Wer mit der Fähre zwischen zwei italienischen Regionen verkehrt, also etwa vom Latium nach Sardinien, braucht ebenfalls diesen Nachweis.

Die Regierung hatte sich wegen der gestiegenen Corona-Infektionszahlen Anfang August auf weitere Regeln geeinigt. Zunächst führte sie die Green-Pass-Pflicht für Restaurantgäste ein, die innen am Tisch sitzen wollen.

Weitere Regeln gelten für das im September wieder beginnende Schuljahr. Das Schulpersonal darf nur mit dem Green-Pass zur Arbeit kommen - eine teils umstrittene Regelung. Wer sich nicht impfen lassen kann, bekommt kostenlose Corona-Tests. Ansonsten sind diese in Italien in der Regel kostenpflichtig.

Mittwoch, 1. September, 7.20 Uhr: Kassenärzte fordern Stiko-Empfehlung zur dritten Corona-Impfung

Die Kassenärzte fordern eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus. "Die Stiko hat die Daten, um für bestimmte Gruppen eine Empfehlung für eine Drittimpfung auszugeben", sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Stiko wäre für solche Vorgaben die richtige Institution. Dort sitzen die Fachleute, die tatsächlich Ahnung vom Impfen haben."

Es gehe darum, diejenigen zuerst durch eine dritte Dosis schützen, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben. "Die Stiko trifft rationale, faktenbasierte Entscheidungen - anders als mitunter die Politik", sagte Gassen.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach forderte, die Politik müsse jetzt eine klare Ansage machen, welche Gruppen bei den Auffrischimpfungen zuerst an der Reihe seien. "Es muss klar sein, um welche Jahrgänge es sich handelt und bei welchen Risikofaktoren eine dritte Impfung angezeigt ist."

Die Stiko am Robert Koch-Institut (RKI) hat bislang noch keine Empfehlung für die Auffrischung gegeben. Einige Bundesländer bieten bereits Auffrischimpfungen an oder bereiten diese vor.

Mittwoch, 1. September, 6.52 Uhr: Patientenschützer kritisiert Bayerns Corona-Ampel

Die in Bayern geplante Corona-Ampel geht aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz an der Realität vorbei. Der Vorsitzende der Stiftung, Eugen Brysch, sprach von einer unsinnigen Unterscheidung in normale Krankenhausbetten und Intensivbetten. "In der Hochzeit der Belegung hatten wir sehr viel mehr Menschen auf Normal- als auf Intensivstation", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Hier eine Differenzierung zu machen, wird der Wirklichkeit nicht gerecht." Wenn das Gesundheitssystem, wenn Ärztinnen und Pfleger vor einer Überlastung geschützt werden sollen, dann müsse die gesamte Krankenhausbelegung in den Blick genommen werden.

In Bayern sind schärfere Anti-Corona-Maßnahmen künftig abhängig von der Klinik-Auslastung. Die neue Krankenhaus-Ampel schaltet auf Gelb, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1.200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Dann will die Staatsregierung weitergehende Maßnahmen - etwa die Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht oder der Kontaktbeschränkungen - beschließen. Auf Rot schaltet die Ampel, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen - dann sollen die Anti-Corona-Maßnahmen noch einmal weiter verschärft werden.

Brysch forderte, in jeder Ampelphase die Gesamtbelegung in den Blick zu nehmen - und plädierte für eine deutschlandweite Regelung. "Wenn das Beispiel von Bayern Schule macht, haben wir bald 32 unterschiedliche Regelungen in 16 Bundesländern."

Mittwoch, 1. September, 6.40 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu aktuell

Außer Memmingen liegt mit Kaufbeuren nun eine zweite Stadt im Allgäu über dem Inzidenzwert von 100. Die aktuellen Werte am Mittwoch im Überblick gibt es hier.

Mittwoch, 1. September, 6.20 Uhr: Söder erläutert im Landtag neue Anti-Corona-Regeln

Der bayerische Landtag berät am Mittwoch (11 Uhr) in einer Sondersitzung über die neue Corona-Politik im Freistaat. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will in einer Regierungserklärung die neuen Regeln erläutern, die das Kabinett am Dienstag beschlossen hat und die bereits an diesem Donnerstag in Kraft treten sollen - darüber soll im Landtag auch abgestimmt werden.

Die FFP2-Maskenpflicht, die allgemeinen Kontaktbeschränkungen, aber auch die Sperrstunde in der Gastronomie sowie die Kundenbegrenzungen im Handel sollen entfallen. Wechselunterricht an Schulen soll der Vergangenheit angehören. Für Kultur-, Sportveranstaltungen, Messen und Gottesdienste werden die Regeln gelockert, im Oktober sollen auch Clubs und Diskotheken öffnen dürfen. Dafür gilt in Innenräumen die 3G-Regel - Zugang also nur für geimpfte, genesene oder negativ getestete Personen. Und: Statt der Sieben-Tage-Inzidenz soll nur die Klinik-Auslastung Anlass für schärfere Anti-Corona-Maßnahmen sein.

Mittwoch, 1. September, 6.05 Uhr: RKI registriert 13.531 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 75,7

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen ist wieder leicht angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen lag sie bei 75,7 - am Vortag war der Wert seit längerer Zeit mal wieder gesunken und lag bei 74,8. Vor einer Woche betrug er 61,3. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13.531 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04:10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.561 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 23 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 39 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.956.387 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz der Neuinfektionen war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Hospitalisierungs-Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Aufnahmen von Covid-19-Patienten in stationäre Behandlung je 100.000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet wurden. Am Dienstag gab das RKI den seit Wochen langsam steigenden Wert im Lagebericht mit 1,75 an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.

Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa zehn Tage, die Hospitalisierungs-Inzidenz spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wieder.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwochmorgen mit 3.744 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.223.

Dienstag, 31. August, 17.20 Uhr: Bayerischer Fußball-Verband begrüßt neue Anti-Corona-Regeln

Die neuen Corona-Maßnahmen stoßen beim Bayerischen Fußball-Verband auf Zustimmung. Denn die Inzidenz verliert im Freien deutlich an Bedeutung. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 31. August, 17 Uhr: Parktheater-Chef: "Rein ins Vergnügen"

Die Nachricht, dass Discos ab Oktober wieder öffnen dürfen, freut das Team vom Parktheater Kempten. Die Vorbereitungen für den Neustart laufen dort längst. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 31. August, 16.40 Uhr: Berlin bekommt eine neue Corona-Warnampel und neue Quarantäneregeln

Die Berliner Corona-Warnampel berücksichtigt künftig, wie viele Menschen nach einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das beschloss der Senat am Dienstag. Es sei darum gegangen, die Ampel weiterzuentwickeln, die Berlin schon im Mai 2020 eingeführt habe, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Nach dem Beschluss des Senats soll es bei drei Indikatoren bleiben.

Der neue Indikator tritt an die Stelle des R-Werts, der anzeigt, wie viele andere ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Wie bisher werden auch die prozentuale Bettenauslastung durch Covid-Patienten auf Intensivstationen und die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz berücksichtigt. "Wir verstehen rote und gelbe Linien als Warnsignale. Es gibt aber keinen Automatismus", sagte Kalayci. "Im gelben Bereich sind wir aufmerksamer, im roten Bereich gibt es Handlungsbedarf." Dann müsse der Senat beispielsweise beraten, ob Lockerungen von Corona-Maßnahmen zurückgenommen werden sollten.

Außerdem hat der Senat beschlossen, dass Berliner Kinder und Jugendliche nur noch fünf statt 14 Tage in Quarantäne müssen, wenn sie engen Kontakt mit positiv getesteten Mitschülern hatten. Das Gleiche gelte für Kitakinder, erläuterte Kalayci.

Eine andere Änderung betrifft Clubs und Diskotheken: Sie dürfen in Berlin wieder für Geimpfte und Genesene öffnen, auch in den Innenräumen gilt dort keine Maskenpflicht mehr. Ein negativer Corona-Test der Gäste reicht allerdings nicht, wie Kalayci erläuterte. Das Verwaltungsgericht hatte vor zehn Tagen entschieden, dass gewerbliche Tanzveranstaltungen in geschlossenen Räumen, die sich ausschließlich an geimpfte und genesene Personen richten, zuzulassen seien.

Dienstag, 31. August, 16.30 Uhr: Debatte um Impfstatusabfrage: Altmaier unterstützt Arbeitgeber

In der Debatte um eine mögliche Impfstatusabfrage unter Beschäftigten hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die Position der Arbeitgeber unterstützt. Altmaier sagte am Dienstag in Berlin, an vielen Orten in Deutschland müssten die Bürgerinnen und Bürger Auskunft geben über ihren Status, um Zutritt zu erlangen etwa zu Restaurants. "Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass auch im betrieblichen Arbeitsprozess, dort, wo Auskünfte über den Impfstatus notwendig sind und sinnvoll sind, um die innerbetrieblichen Abläufe zu erleichtern, diese Auskünfte gegeben werden sollen." Er werde sich dafür in der Bundesregierung einsetzen.

Auf dem Memminger Wochenmarkt gilt ab Samstag keine Maskenpflicht mehr.
Auf dem Memminger Wochenmarkt gilt ab Samstag keine Maskenpflicht mehr.
Bild: Alexandra Wehr, Pressestelle der Stadt Memmingen

Dienstag, 31. August, 16.15 Uhr: Nach Corona-Fällen im Tropical Island: Tausende Kontaktverfolgungen

Nach fünf bestätigten Corona-Infektionen im Anschluss an einen Besuch in der Urlaubswelt Tropical Islands in Krausnick (Brandenburg) müssen rund 10 000 Kontaktverfolgungen durchgeführt werden. Diese Zahl habe das Unternehmen dem Landkreis Dahme-Spreewald mitgeteilt, sagte eine Sprecherin des Kreises am Dienstag auf Nachfrage. Erste Ergebnisse werde es nicht vor Ende dieser Woche geben und auch nur dann, wenn es positive Corona-Fälle gebe.

Das Gesundheitsamt wird der Sprecherin zufolge nicht direkt über die Gäste des Tropical Islands informiert, es sei denn, die betroffene Person habe ihren Wohnsitz im Landkreis Dahme-Spreewald. Die Behörde hatte sich am Donnerstag bei einer Vorortbegehung mit dem Unternehmen abgestimmt und das Hygienekonzept nach einer Prüfung bestätigt. Zunächst hatten der rbb und die "Bild"-Zeitung berichtet.

Das Unternehmen informiert Gäste, die zwischen dem 18. bis 22. August im Freizeitresort waren, den Angaben nach per Mail über die Infektionsfälle. Bei Symptomen werde dringend empfohlen, einen Arzt aufzusuchen.

Dienstag, 31. August, 15.05 Uhr: Bayern setzt auf 3G und will keinen 2G-Weg vorgeben

Die bayerische Staatsregierung will im Unterschied zu Hamburg das umstrittene 2G-Modell nicht vorantreiben. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) machte am Dienstag in München nach einer Sitzung seines Kabinetts klar, dass beim Zutritt zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen oder Fitnessstudios Getestete den Geimpften und Genesenen gleichgestellt blieben.

In dem norddeutschen Stadtstaat gilt seit dem vergangenen Wochenende ein bislang bundesweit einmaliges 2G-Modell. Veranstalter und Wirte in Hamburg können damit selbst entscheiden, ob sie nur geimpfte und genesene Gäste einlassen, die dann weitgehend von den bisherigen Corona-Einschränkungen befreit sind. Alternativ können die Betriebe aber auch weiter das 3G-Modell nutzen - also auch aktuelle Tests am Eingang akzeptieren.

2G sei auch in Bayern "theoretisch möglich und nicht verboten, aber nicht vom Staat vorgeschlagen", sagte Söder zu diesem Optionsmodell. Das "Herzstück" der Verordnung in Bayern heiße 3G. Wie bereits in Baden-Württemberg blieben getestete Menschen mit geimpften und genesenen gleichgestellt beim Zugang zu den Angeboten.

Altmaier unterstützt die Arbeitgeber, wenn es um die Abfrage des Impfstatus geht.
Altmaier unterstützt die Arbeitgeber, wenn es um die Abfrage des Impfstatus geht.
Bild: Fabian Sommer, dpa (Archivbild)

Dienstag, 31. August, 15 Uhr: Tui-Reisebüros ab Oktober wieder in Kurzarbeit

Der weltgrößte Reisekonzern Tui plant von Oktober an Kurzarbeit in seinen Reisebüros. Zusammen mit dem Gesamtbetriebsrat sei man übereingekommen, dass die Arbeitszeit um 10 bis 30 Prozent gekürzt werde, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten dann zwischen 70 und 90 Prozent, das hänge auch vom Standort der Filiale ab. Deutschlandweit sind alle 400 eigenen Büros betroffen.

Eine zeitliche Begrenzung gebe es erstmal nicht. Wie viele Mitarbeiter betroffen sind, wollte Tui nicht bekanntgeben. Von Beginn der Corona-Pandemie an im März vergangenen Jahres bis zum Jahresbeginn 2021 waren die Beschäftigten schon einmal in Kurzarbeit.

Dienstag, 31. August, 14.30 Uhr: Inzidenzwerte für das Allgäu

Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu (LGL) finden Sie hier.

Dienstag, 31. August, 13.25 Uhr: Kaufte das Gesundheitsministerium zu teure und mangelhafte Masken? Ermittlungen eingestellt

Die Staatsanwaltschaft München I hat ihre Ermittlungen nach dem Kauf von teuren und angeblich mangelhaften Schutzmasken durch das bayerische Gesundheitsministerium eingestellt. Das "Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt" sei "mangels Vorliegens strafbaren Handelns" eingestellt worden, teilte die Behörde am Dienstag mit.

Dienstag, 31. August, 13.15 Uhr: Erste neue Corona-Maßnahmen verkündet

Nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts am Dienstag informiert Ministerpräsident Markus Söder in der anschließenden Pressekonferenz über die Details. Für private Treffen soll es keine Kontaktbeschränkungen mehr geben. Alle Veranstaltungen sollen wieder mit Hygienemöglichkeit erlaubt sein (Sport, Kultur, Freizeit, usw.). Ab 1.000 Teilnehmern braucht es eine Genehmigung vom Gesundheitsamt. Alles Weitere zu den neuen Corona-Maßnahmen lesen Sie hier.

Dienstag, 31. August, 13 Uhr: Livestream zur Pressekonferenz mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder

Am Dienstag tagte das bayerische Kabinett über neue, voraussichtlich umfassende Änderungen der Corona-Maßnahmen. In der Pressekonferenz verkündet Ministerpräsident Markus Söder die Details.

Dienstag, 31. August, 12.55 Uhr: Erster Prozess im Fall Ischgl: Witwe fordert 100.000 Euro

In Österreich startet am 17. September eine Reihe von Prozessen um Corona-Ansteckungen im Tiroler Skiort Ischgl. Zum Auftakt wollen der Sohn und die Witwe eines Österreichers, der nach einer Corona-Infektion gestorben ist, von der Republik 100.000 Euro Schadenersatz. Das teilte der Verbraucherschutzverein (VSV), der die Kläger vertritt, am Dienstag mit.


Dienstag, 31. August, 12 Uhr: EU erreicht Ziel bei Corona-Impfkampagne: 70 Prozent voll geimpft

Die Europäische Union hat im Kampf gegen das Coronavirus ein wichtiges Ziel erreicht. Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vom Dienstag sind mittlerweile 70 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft.

Dienstag, 31. August, 11.20 Uhr: DGB nennt Impfstatusabfrage durch Arbeitgeber "No-Go"

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat sich strikt dagegen ausgesprochen, dass Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen dürfen. Die Forderung danach sei ein "No-Go", sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel am Dienstag in Berlin. Die Information, ob jemand geimpft ist, unterliegt wie alle anderen Gesundheitsdaten der Beschäftigten dem Datenschutz, sie hat Arbeitgeber nicht zu interessieren."

Piel nannte die Forderung einen "unlauteren Versuch", die Verantwortung für den Arbeitsschutz auf die Beschäftigten abzuwälzen. Vorrang hätten technische und organisatorische Maßnahmen, wie das Ermöglichen von Homeoffice.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte in der ARD-Sendung "Hart aber fair" gesagt, er tendiere "zunehmend zu ja", ob man das Gesetz ändern solle, damit Arbeitgeber zumindest für die nächsten sechs Monate nach dem Impfstatus der Beschäftigten fragen dürften.

Dienstag, 31. August, 11 Uhr: Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Israel so hoch wie nie

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist mit fast 11 000 Fällen binnen 24 Stunden auf einen neuen Höchststand seit Beginn der Pandemie geklettert. Es seien 10 947 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Die bisher höchste Zahl war Mitte Januar mit rund 10 100 Fällen registriert worden. Damals wurde aber noch deutlich weniger getestet. Mittlerweile sind in dem 9,4-Millionen-Einwohner-Land mehr als eine Million Infektionen gemeldet worden. Die Zahl der Schwerkranken sank leicht, sie lag am Dienstag bei 719.

Zum Vergleich: Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 5750 Corona-Neuinfektionen. Deutschland hat etwa neunmal mehr Einwohner als Israel.

Die Zahl der Todesfälle in Israel im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hatte am Montag die Marke von 7000 überschritten. Experten betonen, der Impfstoff sei weiterhin wirksam bei der Verhinderung von schweren Erkrankungen und Todesfällen.

Dienstag, 31. August, 9.45 Uhr: Spahn schließt Abfrage des Impfstatus von Beschäftigten nicht aus

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kann sich vorstellen, dass Arbeitgeber Mitarbeiter nach ihrem Corona-Impfstatus fragen dürfen. Die Hintergründe.

Dienstag, 31. August, 8.45 Uhr: Long-Covid-Patient aus dem Allgäu bekommt Medikament gegen Erkrankung

Oliver Goldbach hat ein schönes Wochenende verbracht. Er betreute ein Allgäuer Team beim Ötztaler Radmarathon, stand an einer Verpflegungsstelle am Brenner und saß dann gemütlich in einem Café. Noch vor wenigen Wochen wäre all das für ihn unmöglich gewesen.

Der 51-Jährige konnte nach einer Corona-Erkrankung kaum Treppen steigen, litt an Gedächtnisstörungen und zitterte so stark an Hand und Arm, „dass ich dachte, ich habe Parkinson“. Doch eine Infusion an der Erlanger Uniklinik habe aus ihm wieder einen anderen Menschen gemacht, sagt der Ostallgäuer. Er ist weltweit der zweite Mensch, der das Medikament erhielt.

Dienstag, 31. August, 7.45 Uhr: Wieder Verwirrung um neue Corona-Regeln in Kempten

Seit Sonntag ist wegen der Inzidenz die Gruppengröße bei Veranstaltungen stärker begrenzt. Viele Bürger wenden sich mit Fragen an die Stadt Kempten. Wo die Probleme liegen und welche Regeln nun genau gelten.

Dienstag, 31. August, 6.10 Uhr: 7-Tage-Inzidenz im Allgäu aktuell

Während der deutschlandweite Inzidenzwert sinkt, steigen die Zahlen im Allgäu beinahe in allen Landkreisen und kreisfreien Städten. Memmingen ist weiter der negativ-Spitzenreiter, Kaufbeuren bleibt nur knapp unter der Marke 100. Alle Zahlen in unserer Übersicht.

Dienstag, 31. August, 6 Uhr: Inzidenz sinkt erstmals seit Anfang Juli - 5750 Corona-Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erstmals seit Anfang Juli wieder gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 74,8 - am Vortag hatte der Wert 75,8 betragen, vor einer Woche 58,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 5750 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 5747 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 60 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 42 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Montag, 30. August, 22.15 Uhr: Welche neune Corona-Regeln kommen jetzt für Bayern?

Krankenhaus-Ampel statt Inzidenz? OP-Maske statt FFP2-Maske? Am Dienstag tagt das bayerische Kabinett und plant offenbar umfassende Änderungen der Corona-Maßnahmen. Was kommen könnte, haben wir hier zusammengefasst.

Montag, 30. August, 20.15 Uhr: Baerbock für Beschränkung für Ungeimpfte - Scholz wirbt für Tests

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hält das Hamburger 2G-Modell, bei dem Unternehmer Ungeimpfte in Kneipen, Restaurants oder Clubs draußen lassen können, für eine Option. Diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, könnten nicht auf die Solidarität aller anderen zählen, sagte die Grünen-Vorsitzende am Montag bei einer Diskussionsrunde der "Märkischen Allgemeinen" mit den Direktkandidatinnen und Direktkandidaten des Wahlkreises Potsdam. "Dann muss man auch Freiheitseinschränkungen hinnehmen und sagen gut, dann kann man eben nicht in eine Bar gehen, wenn man sich nicht impfen lassen will." Verantwortungsvolle Politik müsse sagen, wie dem vorgebaut werde, dass Schulen nicht wieder schließen.

In Hamburg können Veranstalter und Wirte selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie Tests akzeptieren.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz rechnet nicht mit einem erneuten Corona-Lockdown und warb für weitere Tests in Betrieben und Schulen. "Der Herbst und Winter sind noch schwierig. Wir brauchen Vorsichtsregeln", sagte der SPD-Politiker. Er rechnet mit einer "Pandemie der Ungeimpften". Es sei genug Impfstoff da und jeder könne sich impfen lassen. Deshalb "ließe sich ein neuer Lockdown nicht rechtfertigen", sagte der Vizekanzler. Er betonte: "Wir werden keine Impfpflicht haben, ich bin dagegen."

Baerbock warf der Bundesregierung vor, in der Corona-Pandemie am Parlament vorbei zu regieren. Scholz verwies darauf, dass der Bundestag mit breiter Mehrheit die pandemische Lage verlängert habe. "Es wird auch unterstützt von allen 16 Ländern."

Montag, 30. August, 18.40 Uhr: Bayerische Polizei findet mutmaßlich gefälschte Impfpässe in Auto

Mehr als zehn mutmaßlich gefälschte Blanko-Impfpässe hat die Polizei bei einer Verkehrskontrolle in der Oberpfalz entdeckt. Drei Männer zwischen 31 und 34 Jahren aus Nordrhein-Westfalen saßen in dem Mietwagen, den Beamte an der Autobahn 6 nahe Ebermannsdorf (Landkreis Amberg-Sulzbach) durchsuchten, wie die Polizei am Montag mitteilte. In die mutmaßlich gefälschten Impfausweise war den Angaben zufolge eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus mit dem Stempel eines deutschen Impfzentrums eingetragen.

Außerdem fanden die Polizisten in der Nacht auf Freitag in dem Auto eine fünfstellige Bargeldmenge und eine geringe Menge Marihuana. Später durchsuchten Ermittler die Wohnungen der drei Männer und fanden dort vier weitere Blanko-Impfpässe. Die Kripo Amberg ermittelt nun, ob die Impfpässe gestohlen, gefälscht oder auf andere Weise beschafft wurden.

Montag, 30. August, 17.10 Uhr: Regierung streitet sich über 3G-Nachweis in Zügen

In der Bahn kann's schon mal eng werden. Ob Fahrgäste in Fernzügen deshalb künftig einen 3G-Nachweis benötigen, darüber herrscht Uneinigkeit in der Bundesregierung. Während Kanzlerin Merkel unbedingt dafür ist, halten drei Ministerien ihrer Regierung den Vorschlag für nicht durchführbar. Denn wer so kontrollieren, ob im ICE und Intercity nur für Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete mit entsprechendem Beleg mitfahren? Alles dazu hier.

Montag, 30. August, 14.45 Uhr: Spahn plädiert für einheitliche Quarantäne-Regeln in Schulen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plädiert für einheitliche Quarantäne-Regeln für Schulen. Die Frage, welche und wie viele Kinder im Falle einer Corona-Infektion in der Schule in Quarantäne geschickt würden, werde in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt, sagte der CDU-Politiker am Montag der "Welt". Für Eltern wie Kinder sei das nur schwer nachvollziehbar. "Das werde ich mit den Ländern besprechen." Zur Kritik am Umgang mit den Schulen sagte er, seit Beginn der Pandemie hätten ihn nur wenige Themen so sehr beschäftigt wie die Schulschließungen. "Das war ja eine Entscheidung, die uns wirklich nicht leichtgefallen ist."

Der Umgang mit einer möglichen Corona-Infektion in den Schulen wird von Land zu Land unterschiedlich gehandhabt. So wurden etwa Quarantäneregeln entschärft, so dass bei einem Corona-Fall nicht mehr zwangsläufig die ganze Klasse zu Hause bleiben muss. So gelten Schulkinder, die eine Maske getragen haben, in Sachsen nicht als enge Kontaktperson. In Baden-Württemberg müssen sich alle Schüler einer Klasse fünf Tage lang testen, statt in Quarantäne zu gehen, sollte ein Mitschüler infiziert sein. Berlin wiederum hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass künftig nur noch Kinder und Jugendliche mit einem positiven PCR-Test in eine 14-tägige Quarantäne müssten.

Montag, 30. August, 12.40 Uhr: Tschechien beginnt mit Corona-Auffrischimpfungen

Tschechien beginnt in drei Wochen mit Corona-Auffrischimpfungen für Ältere und Risikogruppen. Die Registrierung startet am 20. September und ist freiwillig, wie die zuständige Arbeitsgruppe der Regierung am Montag mitteilte. Die Auffrischimpfung dürfe frühestens acht Monate nach der letzten Spritze geschehen und werde allen über 60 Jahren dringend empfohlen. Wer infrage kommt, soll eine SMS-Benachrichtigung erhalten. Verwendet werden ausschließlich die mRNA-Impfstoffe von Pfizer und Biontech sowie Moderna.

Montag, 30. August, 10.40 Uhr: Strengere Corona-Regeln in Memmingen

Der Inzidenzwert steigt - auch in Memmingen: Jetzt liegt die Stadt mehrere Tage über einer Inzidenz von 100. Diese Regeln gelten jetzt.

Montag, 30. August, 8.25 Uhr: WHO und Unicef gegen neue Schulschließungen wegen Corona

Die Schulschließungen im Zuge der Corona-Pandemie waren nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) katastrophal für die Lernenden. Dies dürfe sich nach den Sommerferien nicht wiederholen, verlangten die WHO und das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Montag. Sie rufen Regierungen in der Europa-Region auf, dafür zu sorgen, dass alle Schulen trotz Corona geöffnet werden und offen bleiben.

Zu den Maßnahmen dafür gehörten Impfangebote für Lehrpersonal und Kinder ab zwölf Jahren, gute Lüftung in den Klassenzimmern, möglichst kleine Klassen, Abstand halten und regelmäßiges Testen. Zur WHO-Europaregion gehören 53 Länder, von der EU über Turkmenistan und Belarus bis Russland.

"Die Pandemie hat für die "katastrophalste Unterbrechung der Schulausbildung in der Geschichte gesorgt", sagte WHO-Europa-Direktor Hans Kluge. Der Schulbetrieb sei neben dem üblichen Lernstoff absolut wichtig für die seelische Gesundheit und soziale Kompetenz von Minderjährigen. Schulen machten Kinder zu zufriedenen und produktiven Mitgliedern der Gesellschaft.

Montag, 30. August, 7.45 Uhr: Inzidenz in Bayern steigt - Weitere Einschränkungen für Ungeimpfte?

Die Corona-Fallzahlen steigen im Freistaat weiter, vor allem aber bei Ungeimpften. Gesundheitsminister Holetschek erwägt für diese Gruppe deshalb weitere Einschränkungen: Auf Menschen, die keinen vollständigen Impfschutz haben, könnten in Bayern deshalb bald weitere Einschränkungen zukommen. "Natürlich müssen wir jetzt schon über künftige Maßnahmen nachdenken wie etwa Kontaktbeschränkungen, die dann in Kraft treten müssen, um das Gesundheitssystem zu schützen", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) jetzt der "Bild am Sonntag". "Klar ist aber, dass Geimpfte und Genesene ihre Freiheitsrechte zurückerhalten müssen."

Holetschek hatte bereits am Freitag von einer "Pandemie der Ungeimpften" gesprochen. Er schloss dabei nicht aus, dass es künftig auch in Bayern das 2G-Modell geben könnte, wie es Hamburg zum Wochenende eingeführt hat. Dabei können beispielsweise Restaurants oder Konzertveranstalter nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt erlauben. In dem Fall entfallen weitere Beschränkungen. Ungeimpfte dürften dann aber auch mit einem negativen Test nicht teilnehmen.

Die bayerische Staatsregierung berät am Dienstag in einer Kabinettssitzung über neue Corona-Regeln.

Montag, 30. August, 7.30 Uhr: Inzidenz in Memmingen weiter über 160

Die Inzidenz in Memmingen liegt auch am Montag über 160.

Im Kreis Lindau wird es ab Dienstag wohl neue Corona-Regeln geben - der Inzidenzwert liegt dort drei Tage in Folge über 35. Die amtliche Bekanntmachung dazu steht noch aus.

Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Montag, 30. August, 6.15 Uhr: RKI registriert 4559 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 75,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen lag sie bei 75,8 - am Vortag hatte der Wert 74,1 betragen, vor einer Woche 56,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4559 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.06 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3668 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zehn Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es vier Todesfälle gewesen.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.731.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.140.

Sonntag, 29. August, 21 Uhr: Tausende Impfgegner demonstrieren in Griechenland

Tausende Impfverweigerer haben am Sonntagabend in Athen und der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki gegen die Corona-Impfpolitik der konservativen Regierung demonstriert. In Athen versammelten sich nach Schätzungen des Staatsfernsehens rund 3000 Demonstranten. In Thessaloniki seien es mehr als 5000 Menschen gewesen, berichteten örtliche Medien.

Sonntag, 29. August, 17.03 Uhr: Dritte Impfung für Israelis über zwölf

In Israel können künftig alle Bürger von zwölf Jahren an eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Ministerpräsident Naftali Bennett teilte dies am Sonntag mit und sprach von einem "Privileg, das es in keinem anderen Land gibt". Zuletzt galt eine Altersgrenze von 30 Jahren für die Auffrischungsimpfung, es müssen außerdem mindestens fünf Monate seit der zweiten Impfung vergangen sein.

Zwei Millionen von insgesamt mehr als neun Millionen Israelis hätten bereits eine dritte Impfdosis erhalten, sagte Bennett. "Es gibt bereits Ergebnisse: Der Anstieg an schweren Erkrankungen hat sich verlangsamt." Knapp 59 Prozent sind zweifach geimpft.

Sonntag, 29. August, 14.15 Uhr: Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstation wieder über 1000

Die Zahl der bundesweit auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Patienten ist in der vierten Corona-Welle erstmals wieder über 1000 gestiegen. Im Divi-Register-Tagesreport vom Sonntag wurden 1008 Covid-19-Patienten auf Intensivstation gemeldet, 485 davon mussten beatmet werden. Zuletzt war ein Wert von über 1000 im Tagesreport vom 18. Juni erfasst worden (1011). Der Tiefstand vor dem Aufflammen der vierten Welle hatte bei 354 im Report vom 22. Juli gelegen, seither nimmt die Belegung wieder zu.

Am 29. August vergangenen Jahres hatte die Zahl bei gerade einmal 241 gelegen (134 beatmet), erst zu Ende Oktober hin war sie im Zuge der zweiten Welle auf über 1000 gestiegen.

Sonntag, 29. August, 12.20 Uhr: Weniger Insolvenzen als vor Corona in der Region Memmingen

In der Region Memmingen gibt es weniger Insolvenzen als vor Corona. Selbst in der Gastronomie gibt es keine Auffälligkeiten. Diese Erklärung hat das Amtsgericht Memmingen dafür.

Sonntag, 29. August, 11.15 Uhr: Baerbock will mehr Freiheiten für Geimpfte und Genesene

Geimpfte und Genesene sollen nach Ansicht von Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock mehr Freiheiten erhalten als Ungeimpfte. Wenn jemand nicht solidarisch mit etwa Kindern oder chronisch Kranken sei, "dann kann er oder sie nicht erwarten, dass alle anderen auf ihre Freiheit verzichten", sagte Baerbock den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Sie halte es deswegen für richtig, Geimpften oder Genesenen wieder mehr Freiheiten zu geben, "so wie Hamburg das jetzt macht".

In Hamburg gilt seit dem Wochenende ein bislang bundesweit einmaliges 2G-Optionsmodell. Besuchen nur Geimpfte und Genesene eine Veranstaltung, entfallen fast alle Corona-Auflagen. Veranstalter oder Wirte können entscheiden, ob sie diesen Weg gehen oder weiter das 3G-Modell nutzen wollen - also auch aktuelle Tests akzeptieren.

Damit erhöhe man auch den Anreiz, sich impfen zu lassen, sagte Baerbock.

Sonntag, 29. August, 9.25 Uhr: Ganz Spanien ab heute kein Corona-Hochrisikogebiet mehr

Spanien wird von der Bundesregierung nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet geführt. In der Nacht zum Sonntag sind damit alle Quarantänevorschriften für von dort zurückkehrende Urlauber entfallen. Bereits vor einer Woche waren die ersten spanischen Regionen von der Risikoliste gestrichen worden, darunter die Kanarischen Inseln und Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona. Jetzt gilt das ganze Land als "risikofrei" - auch Mallorca, die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen.

Der Großraum Lissabon ist ab Sonntag ebenfalls kein Hochrisikogebiet mehr. Als einzige Region in Portugal bleibt aber die Urlaubsregion Algarve auf der Liste.

Spanien gilt als beliebtestes Urlaubsziel der Deutschen im Ausland. Am 11. Juli war es wegen stark steigender Infektionszahlen mitten in der Ferienzeit als Risikogebiet eingestuft worden, Ende Juli dann sogar als Hochrisikogebiet. Seitdem mussten Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, für zehn Tage in Quarantäne. Erst nach fünf Tagen konnten sie sich mit einem negativen Test davon befreien. Damit ist wegen deutlich gesunkener Infektionszahlen jetzt Schluss.

Sonntag, 29. August, 8.20 Uhr: Der Blick auf die Allgäuer Inzidenzwerte

Auch am Sonntag hat die Stadt Memmingen mit Abstand die höchste Inzidenz in der Region (162,3). Auch im Oberallgäu in in Kempten sind die Werte im Vergleich zum Vortag gestiegen. Alle Zahlen im Detail hier.

Sonntag, 29. August, 7.15 Uhr: Ab heute neue Corona-Regeln für Kempten und das Oberallgäu

Heute treten in der Stadt Kempten und im Oberallgäu neue Corona-Regeln in Kraft. Im Oberallgäu gelten jetzt die Corona-Regeln ab Inzidenz 35: Für den Zutritt zu bestimmten Aktivitäten im Innenbereich gilt ab sofort die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet).

Ebenfalls strengere Regeln gibt es in Kempten (Inzidenz über 50): Die neuen Maßnahmen betreffen vor allem Kontakte. Wie die Stadt mitteilt, dürfen sich jetzt nur noch drei Haushalte mit maximal zehn Personen treffen (Kinder unter 14, vollständig Geimpfte und Genesene ausgenommen). Auch für öffentliche und private Veranstaltungen gibt es Einschränkungen: Es dürfen nur noch 25 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 50 Personen unter freiem Himmel zusammenkommen. Bei öffentlichen Veranstaltungen zählen Geimpfte und Genesene bei der Personenbegrenzung dazu. Bei privaten Veranstaltungen gilt, zuzüglich vollständig Geimpfter und Genesener.

Welche Corona-Beschränkungen gelten in Kempten? Nach dem Anstieg der Inzidenzen sind sich viele Bürger nicht sicher.
Welche Corona-Beschränkungen gelten in Kempten? Nach dem Anstieg der Inzidenzen sind sich viele Bürger nicht sicher.
Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Sonntag, 29. August, 7 Uhr: RKI registriert 8.416 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 74,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen lag sie bei 74,1 - am Vortag hatte der Wert 72,1 betragen, vor einer Woche 54,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8416 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.15 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 7050 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 12 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es drei Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.932.547 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.726.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.130.

Alle Entwicklungen vom 23. bis 29. August lesen Sie in Teil 73 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 13. bis 22. August lesen Sie in Teil 72 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 6. bis 12. August lesen Sie in Teil 71 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 31. Juli bis 6. August lesen Sie in Teil 70 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.