Corona aktuell im Allgäu

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt vom 23. bis 29. August 2021 im Überblick

Corona-News aktuell aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Lesen Sie die Entwicklungen vom 23. August bis 29. August.

Corona-News aktuell aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Lesen Sie die Entwicklungen vom 23. August bis 29. August.

Bild: Moritz Frankenberg

Corona-News aktuell aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Lesen Sie die Entwicklungen vom 23. August bis 29. August.

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Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog vom 23. bis 29. August 2021.
31.08.2021 | Stand: 08:37 Uhr

Dies ist ein Archiv-Artikel. Zum aktuellen Corona-News-Blog für das Allgäu kommen Sie hier.

Sonntag, 29. August, 21 Uhr: Tausende Impfgegner demonstrieren in Griechenland

Tausende Impfverweigerer haben am Sonntagabend in Athen und der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki gegen die Corona-Impfpolitik der konservativen Regierung demonstriert. In Athen versammelten sich nach Schätzungen des Staatsfernsehens rund 3000 Demonstranten. In Thessaloniki seien es mehr als 5000 Menschen gewesen, berichteten örtliche Medien.

Sonntag, 29. August, 17.03 Uhr: Dritte Impfung für Israelis über zwölf

In Israel können künftig alle Bürger von zwölf Jahren an eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Ministerpräsident Naftali Bennett teilte dies am Sonntag mit und sprach von einem "Privileg, das es in keinem anderen Land gibt". Zuletzt galt eine Altersgrenze von 30 Jahren für die Auffrischungsimpfung, es müssen außerdem mindestens fünf Monate seit der zweiten Impfung vergangen sein.

Zwei Millionen von insgesamt mehr als neun Millionen Israelis hätten bereits eine dritte Impfdosis erhalten, sagte Bennett. "Es gibt bereits Ergebnisse: Der Anstieg an schweren Erkrankungen hat sich verlangsamt." Knapp 59 Prozent sind zweifach geimpft.

Sonntag, 29. August, 14.15 Uhr: Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstation wieder über 1000

Die Zahl der bundesweit auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Patienten ist in der vierten Corona-Welle erstmals wieder über 1000 gestiegen. Im Divi-Register-Tagesreport vom Sonntag wurden 1008 Covid-19-Patienten auf Intensivstation gemeldet, 485 davon mussten beatmet werden. Zuletzt war ein Wert von über 1000 im Tagesreport vom 18. Juni erfasst worden (1011). Der Tiefstand vor dem Aufflammen der vierten Welle hatte bei 354 im Report vom 22. Juli gelegen, seither nimmt die Belegung wieder zu.

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Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 29. August bis 3. September 2021

Am 29. August vergangenen Jahres hatte die Zahl bei gerade einmal 241 gelegen (134 beatmet), erst zu Ende Oktober hin war sie im Zuge der zweiten Welle auf über 1000 gestiegen.

Sonntag, 29. August, 12.20 Uhr: Weniger Insolvenzen als vor Corona in der Region Memmingen

In der Region Memmingen gibt es weniger Insolvenzen als vor Corona. Selbst in der Gastronomie gibt es keine Auffälligkeiten. Diese Erklärung hat das Amtsgericht Memmingen dafür.

Sonntag, 29. August, 11.15 Uhr: Baerbock will mehr Freiheiten für Geimpfte und Genesene

Geimpfte und Genesene sollen nach Ansicht von Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock mehr Freiheiten erhalten als Ungeimpfte. Wenn jemand nicht solidarisch mit etwa Kindern oder chronisch Kranken sei, "dann kann er oder sie nicht erwarten, dass alle anderen auf ihre Freiheit verzichten", sagte Baerbock den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Sie halte es deswegen für richtig, Geimpften oder Genesenen wieder mehr Freiheiten zu geben, "so wie Hamburg das jetzt macht".

In Hamburg gilt seit dem Wochenende ein bislang bundesweit einmaliges 2G-Optionsmodell. Besuchen nur Geimpfte und Genesene eine Veranstaltung, entfallen fast alle Corona-Auflagen. Veranstalter oder Wirte können entscheiden, ob sie diesen Weg gehen oder weiter das 3G-Modell nutzen wollen - also auch aktuelle Tests akzeptieren.

Damit erhöhe man auch den Anreiz, sich impfen zu lassen, sagte Baerbock.

Sonntag, 29. August, 9.25 Uhr: Ganz Spanien ab heute kein Corona-Hochrisikogebiet mehr

Spanien wird von der Bundesregierung nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet geführt. In der Nacht zum Sonntag sind damit alle Quarantänevorschriften für von dort zurückkehrende Urlauber entfallen. Bereits vor einer Woche waren die ersten spanischen Regionen von der Risikoliste gestrichen worden, darunter die Kanarischen Inseln und Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona. Jetzt gilt das ganze Land als "risikofrei" - auch Mallorca, die beliebteste Urlaubsinsel der Deutschen.

Der Großraum Lissabon ist ab Sonntag ebenfalls kein Hochrisikogebiet mehr. Als einzige Region in Portugal bleibt aber die Urlaubsregion Algarve auf der Liste.

Spanien gilt als beliebtestes Urlaubsziel der Deutschen im Ausland. Am 11. Juli war es wegen stark steigender Infektionszahlen mitten in der Ferienzeit als Risikogebiet eingestuft worden, Ende Juli dann sogar als Hochrisikogebiet. Seitdem mussten Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, für zehn Tage in Quarantäne. Erst nach fünf Tagen konnten sie sich mit einem negativen Test davon befreien. Damit ist wegen deutlich gesunkener Infektionszahlen jetzt Schluss.

Sonntag, 29. August, 8.20 Uhr: Der Blick auf die Allgäuer Inzidenzwerte

Auch am Sonntag hat die Stadt Memmingen mit Abstand die höchste Inzidenz in der Region (162,3). Auch im Oberallgäu in in Kempten sind die Werte im Vergleich zum Vortag gestiegen. Alle Zahlen im Detail hier.

Sonntag, 29. August, 7.15 Uhr: Ab heute neue Corona-Regeln für Kempten und das Oberallgäu

Heute treten in der Stadt Kempten und im Oberallgäu neue Corona-Regeln in Kraft. Im Oberallgäu gelten jetzt die Corona-Regeln ab Inzidenz 35: Für den Zutritt zu bestimmten Aktivitäten im Innenbereich gilt ab sofort die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet).

Ebenfalls strengere Regeln gibt es in Kempten (Inzidenz über 50): Die neuen Maßnahmen betreffen vor allem Kontakte. Wie die Stadt mitteilt, dürfen sich jetzt nur noch drei Haushalte mit maximal zehn Personen treffen (Kinder unter 14, vollständig Geimpfte und Genesene ausgenommen). Auch für öffentliche und private Veranstaltungen gibt es Einschränkungen: Es dürfen nur noch 25 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 50 Personen unter freiem Himmel zusammenkommen. Bei öffentlichen Veranstaltungen zählen Geimpfte und Genesene bei der Personenbegrenzung dazu. Bei privaten Veranstaltungen gilt, zuzüglich vollständig Geimpfter und Genesener.

Im Oberallgäu (unser Bild zeigt Oberstdorf) gelten neue Corona-Regeln.
Im Oberallgäu (unser Bild zeigt Oberstdorf) gelten neue Corona-Regeln.
Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Sonntag, 29. August, 7 Uhr: RKI registriert 8.416 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 74,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen lag sie bei 74,1 - am Vortag hatte der Wert 72,1 betragen, vor einer Woche 54,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8416 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.15 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 7050 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 12 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es drei Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.932.547 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.726.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.130.

Samstag, 28. August, 21.52 Uhr: Corona-Krise: Söder und Habeck stellen Deutschland gutes Zeugnis aus

Der CSU-Vorsitzende Markus Söder und Grünen-Chef Robert Habeck haben Deutschland bescheinigt, die Corona-Pandemie gut bewältigt zu haben. "Unter dem Strich ist das gut gelaufen", sagte Söder bei einem Streitgespräch mit Habeck, das am Samstagabend von "Spiegel", "t-online" und dem Magazin "Vice" ausgestrahlt werden sollte. In diesem Fall seien die Grünen und die Union in der Gefahreinschätzung sehr nah beieinander gewesen. "Wir haben in dieser extremen Ausnahmesituation unser Land gut beschützt."

Habeck wandte ein, dass der Blick für die Probleme der Schulen zu spät geschärft worden sei. Auch habe es sehr lange gedauert, bis zum Beispiel Masken beschafft worden seien oder die Impfkampagne im Schwung gekommen sei. Insgesamt machte er aber klar, dass er die wohlwollende Einschätzung des bayerischen Ministerpräsidenten teilt: "In der Gesamtsumme haben wir gesehen, dass die Vorgaben oder das Vorgehen der Regierung richtig waren."

Samstag, 28. August, 18.21 Uhr: Studie benennt Krankenhaus-Risiko bei Delta-Variante

Das Risiko für eine Krankenhauseinweisung ist bei einer Infektion mit der Delta-Variante des Coronavirus laut einer Studie wohl etwa doppelt so hoch wie bei der Alpha-Variante. Forschende der Universität Cambridge und der Behörde Public Health England werteten für ihre Untersuchung mehr als 40.000 Corona-Fälle in England zwischen Ende März und Ende Mai 2021 aus. Die veröffentlichten Ergebnisse lassen sich vor allem auf das Risiko für Ungeimpfte beziehen. Für vollständig Geimpfte erlauben die Daten keine Rückschlüsse. Weitere Informationen zur Studio lesen Sie hier.

Samstag, 28. August, 15.55 Uhr: Über 100 Karnevalsfans lassen sich gegen Corona impfen

Jecke Impfaktion in Köln: Über hundert Karnevalsfans haben sich am Samstag auf dem Heumarkt in der Kölner Altstadt gegen Corona impfen lassen. Das Festkomitee Kölner Karneval und die Stadt hatten gemeinsam zum "großen Fastelovends-Impfen" aufgerufen.

Mit der Aktion sollten noch möglichst viele Jecken zum Impfen animiert werden, bevor die neue Session losgeht. "Wer an dem Tag mit der ersten Impfung startet, ist pünktlich zum Elften im Elften durchgeimpft und spart sich somit die PCR-Testung vor einer Karnevalsveranstaltung", hatte das Festkomitee im Vorfeld mitgeteilt.

Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin der Grünen, will den Impfanreiz erhöhen. Man dürfe nun in der Impfkampagne nicht nachlassen, "gerade auch, um Kinder zu schützen", so Baerbock.
Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin der Grünen, will den Impfanreiz erhöhen. Man dürfe nun in der Impfkampagne nicht nachlassen, "gerade auch, um Kinder zu schützen", so Baerbock.
Bild: Moritz Frankenberg, dpa

Samstag, 28. August, 15 Uhr: Demos gegen Corona-Politik in Berlin - Großeinsatz für Polizei

Trotz des Verbots einiger Veranstaltungen haben sich am Samstag in Berlin nach Polizeiangaben einige Tausend Demonstranten aus Protest gegen die Corona-Politik versammelt. Dabei kam es zunächst zu 36 vorläufigen Festnahmen. Weitere Infos lesen sie hier.

Samstag, 28. August, 13.40 Uhr: Gesundheitsminister Holetschek: "Brauchen Revolution in der Pflege"

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert, das Thema Pflege zu forcieren, auch wegen des Fachkräftemangels. Wie könnte eine "Großelternzeit" helfen? Das exklusive Interview lesen Sie hier.

Samstag, 28. August, 13.15 Uhr: Stadt bestätigt: Neue Regeln für Memmingen ab Montag

Jetzt ist es offziell: Die Stadt Memmingen bekommt ab Montag nochmal verschärftere Corona-Regeln. Das hat die Stadt in einer Mitteilung bekannt gegeben. Es gibt ab Montag Veränderungen für Gottesdienste (Gemeindegesang ist verboten), in Kindergärten und Krippen darf die Betreuung nur noch in festen Gruppen stattfinden, in Schulen muss Wechselunterricht stattfinden, wenn im Präsenzunterricht der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann.

Samstag, 28. August, 12.30 Uhr: Spahn trifft Vertreter der Berliner Club- und Kulturszene

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht am Samstag (14.00 Uhr) mit Vertretern der Berliner Club-, Kultur- und Veranstaltungsbranche. Moderator der Runde im Kreuzberger Club "Ritter Butzke" ist CDU-Bundestagskandidat Kevin Kratzsch. Das auch für den Tourismus wichtige Berliner Kultur-, Konzert- und Nachtleben ist besonders von der Corona-Pandemie betroffen.

Samstag, 28. August, 11.40 Uhr: Epidemiologe: "Wieder absoluter Normalzustand" im Sommer 2022

Der Epidemiologe Klaus Stöhr geht davon aus, dass die Corona-Pandemie in Deutschland nach dem Winter vorüber ist. "Ab dem Frühjahr werden wir eine dramatische Entspannung der Situation erleben", sagte Stöhr dem "Münchner Merkur" (Samstag). "Die Pandemie ist dann vorbei. Im Sommer wird trotz einiger Infektionen wieder absoluter Normalzustand herrschen."

Die steigenden Corona-Infektionszahlen seien bislang zwar "eine erwartbare Entwicklung" und "kein Grund zur Aufregung", sagte Stöhr. Allerdings müsse man sich Sorgen um die mehr als vier Millionen ungeimpften über 60-Jährigen in Deutschland machen: "Die sind für das Virus noch voll empfänglich", sagte Stöhr. "Das reicht im Winter aus für eine dramatische Zunahme von schweren Verläufen und Einweisungen in die Krankenhäuser. Darüber muss man sich Sorgen machen und hier den Impffortschritt verbessern." Deshalb müssten Auffrischungsimpfungen und eine bessere Impfquote in der Pflege "Priorität werden".

Samstag, 28. August, 9.55 Uhr: Startschuss für Hamburger Sonderweg mit 2G-Modell

Hamburg geht in der Corona-Krise von Samstag an einen Sonderweg. Mit einem bislang bundesweit einmaligen 2G-Optionsmodell ermöglicht der rot-grüne Senat der Hansestadt Veranstaltungen fast ohne Corona-Auflagen - sofern nur Geimpfte und Genesene sie besuchen. Veranstalter und Wirte können damit entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen und dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen - also auch aktuelle Negativtests akzeptieren. Unklar ist noch, wie viele Wirte und Veranstalter mitmachen.

Samstag, 28. August, 8.45 Uhr: Berlins Polizei bereitet sich trotz Demo-Verboten auf Großeinsatz vor

Die Berliner Polizei bereitet sich trotz des Verbots zahlreicher Demonstrationen gegen die Corona-Politik auf einen großen Einsatz an diesem Wochenende vor. Unterstützung aus anderen Bundesländern wurde angefordert. "Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich doch eine Vielzahl von Menschen in die Stadt begeben und dem Verbot nicht folgen", sagte ein Polizeisprecher. "Die Polizei wird die Versammlungsverbote durchsetzen, entsprechend präsent sein und insbesondere das Regierungsviertel schützen." Insgesamt sollen mehr als 4200 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz sein.

Samstag, 28. August, 8.20 Uhr: Ungeimpft vs. Geimpft - Corona-Zahlen für Bayern

Es sind deutliche Werte: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Bayern laut Gesundheitsminister Klaus Holetschek bei Geimpften bei 9,2, bei Ungeimpften bei 110,6 (Quelle: RKI). "Wir haben derzeit eine Pandemie der Ungeimpften", sagte Holetschek zu den Zahlen. Mehr dazu hier.

Samstag, 28. August, 7.30 Uhr: Allgäuer Inzidenzwerte: Memmingen mit 162,3 - neue Regeln ab Montag

Memmingen bleibt der "Hotspot" im Allgäu: Der Inzidenzwert ist am Samstag von 144,3 auf 162,3 gestiegen. Damit liegt die Stadt den dritten Tag in Folge über 100 und ab Montag werden dort neue Corona-Regeln in Kraft treten. Die öffentliche Bekanntmachung der Stadt steht dazu noch aus. Hier erfahren Sie, welche Regeln ab einer Inzidenz von 100 gelten werden. Die Stadt liegt bei der Höhe der Inzidenzwerte bundesweit auf Platz 9.

Auch im Unterallgäu, in Kaufbeuren und im Kreis Lindau sind die Inzidenzwerte angestiegen. Im Ostallgäu und im Oberallgäu sind sie leicht gesunken, in Kempten gibt es keine Veränderung im Vergleich zum Vortag. Alle Zahlen im Detail hier.

Samstag, 28. August, 7 Uhr: RKI registriert 10.303 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 72,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen lag sie bei 72,1 - am Vortag hatte der Wert 70,3 betragen, vor einer Woche 51,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.303 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 8.092 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 22 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 17 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.924.131 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.723.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.118.

Jecko, Harald Rau (Sozialdezernent Stadt Köln), Christoph Kuckelkorn (Präsident Festkomitee Kölner Karneval) und J.P. Weber (Musiker) stehen bei der Impfaktion des Festkomitees Kölner Karneval und der Stadt Köln auf dem Heumarkt.
Jecko, Harald Rau (Sozialdezernent Stadt Köln), Christoph Kuckelkorn (Präsident Festkomitee Kölner Karneval) und J.P. Weber (Musiker) stehen bei der Impfaktion des Festkomitees Kölner Karneval und der Stadt Köln auf dem Heumarkt.
Bild: David Young/dpa

Freitag, 27. August, 22.15 Uhr: Mehrere Corona-Infektionen in Erlebnisbad Tropical Island

Nach fünf bestätigten Corona-Infektionen bei Besuchern, die sich im Freizeitresort Tropical Islands aufgehalten haben, ist dort das Hygienekonzept überprüft worden. Das Gesundheitsamt sei am Donnerstag dort gewesen, teilte der Landkreis Dahme-Spreewald (Brandenburg) am Freitag mit. Das Hygienekonzept sei nach der Prüfung bestätigt worden, hieß es. Das Gesundheitsamt habe die Empfehlung ausgesprochen, die Einhaltung der sogenannten AHA-Regeln im Blick zu behalten: Abstand halten, Hygiene beachten und im Alltag Maske tragen.

Gäste, die zwischen dem 18. bis 22. August dort weilten, werden nach den Angaben von Tropical Islands per Mail über die Infektionsfälle informiert. Bei Symptomen werde dringend empfohlen, einen Arzt aufzusuchen, hieß es. Das große Bad wird auch von vielen Gästen aus anderen Bundesländern gern besucht. Seit 26. August gilt dort wieder die Testpflicht für Besucher, die weder geimpft noch genesen sind.

Freitag, 27. August. 21.05 Uhr: Holetschek sieht eine "Pandemie der Ungeimpften"

"Wir haben derzeit eine Pandemie der Ungeimpften", sagte Holetschek. Er schloss nicht aus, dass es künftig auch in Bayern das 2G-Modell geben könnte. Mehr dazu.

Freitag, 27. August, 20.45 Uhr: Neue Corona-Fälle im Landkreis Lindau vor allem durch Reiserückkehrer

Die Inzidenz im Landkreis Lindau steigt auf über 35. Wie sich die Impfquote entwickelt – und weshalb das Impfzentrum in Lindenberg dennoch bald geschlossen wird.

Freitag, 27. August, 18.35 Uhr: Die Stimmung im Ostallgäu zur 3-G-Regel: „Uns ist alles lieber als ein erneuter Lockdown“

Nach einem Anstieg der Neuinfektionen gelten im Landkreis Ostallgäu seit dieser Woche neue Vorgaben: Wie die 3 G-Regel bei Gastronomen und Friseuren ankommt.

Freitag, 27. August, 16.30 Uhr: Regierung prüft 3G-Regeln für Züge und Inlandsflüge

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie prüft die Bundesregierung, ob künftig nur noch Geimpfte, Getestete und Genesene Fernzüge und Inlandsflüge nutzen dürfen. Mehr Infos dazu.

Freitag, 27. August, 15 Uhr: Die meisten Infizierten in Memmingen sind ungeimpft - Stadt sucht wegen Corona Mitarbeiter

Weil sich Corona in Memmingen ausbreitet, sucht die Stadt nach Mitarbeitern für die Kontaktverfolgung. Ein fester Job im Anschluss ist nicht ausgeschlossen.

Freitag, 27. August, 13.15 Uhr: Fast 60 Prozent aller Menschen in Deutschland vollständig geimpft

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland ist die Marke von 60 Prozent vollständig geimpften Einwohnern fast erreicht. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben inzwischen 59,9 Prozent der Bevölkerung bekommen, wie das Bundesgesundheitsministerium am Freitag bekannt gab. Dies sind knapp 49,9 Millionen Menschen. Als erstes Bundesland hat Bremen jetzt schon die Marke von 70,0 Prozent voll geimpften Einwohnern erreicht. Bundesweit mindestens eine Impfung haben nun 53,9 Millionen Menschen oder 64,8 Prozent der Bevölkerung.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rief erneut dazu auf, Angebote zu Impfungen zu nutzen. Die vierte Corona-Welle komme mit zunehmender Wucht, schrieb er auf Twitter. "Der beste Schutz ist eine rechtzeitige Impfung."

Freitag, 27. August, 12.50 Uhr: Ganz Spanien ab Sonntag kein Corona-Hochrisikogebiet mehr

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Spanien und damit auch die beliebte Ferieninsel Mallorca von der Liste der Hochrisikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mit. Damit entfallen alle Quarantänevorschriften für aus Spanien zurückkehrende Urlauber.

Freitag, 27. August, 12.14 Uhr: Corona: Was die 3G-Regel für die Arbeitswelt bedeutet

Geimpft, genesen oder getestet? Die 3G-Regel stellt Unternehmen wie Angestellte vor Herausforderungen. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Freitag, 27. August, 11.45 Uhr: Neue Corona-Regeln im Oberallgäu und in Kempten ab Sonntag

Da das Oberallgäu am Freitag den dritten Tag in Folge die Sieben-Tage-Inzidenz von 35 überschritten hat, treten dort ab Sonntag strengere Regeln in Kraft. Das teilte das Landratsamt mit. Was sich ändert: Auch im Oberallgäu gilt dann für den Zutritt zu bestimmten Aktivitäten im Innenbereich die 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet).

Ebenfalls strengere Regeln gibt es ab Sonntag in Kempten: Dort hat am Freitag die Sieben-Tage-Inzidenz den dritten Tag in Folge den Wert 50 überschritten. Ab Sonntag gibt es dann verschärftere Corona-Regeln, die vor allem Kontakte betreffen. Wie die Stadt mitteilt, dürfen sich dann nur noch drei Haushalte mit maximal zehn Personen treffen (Kinder unter 14, vollständig Geimpfte und Genesene ausgenommen). Auch für öffentliche und private Veranstaltungen gibt es Einschränkungen: Es dürfen nur noch 25 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 50 Personen unter freiem Himmel zusammenkommen. Bei öffentlichen Veranstaltungen zählen Geimpfte und Genesene bei der Personenbegrenzung dazu, bei privaten Veranstaltungen zuzüglich vollständig Geimpfter und Genesener.

Freitag, 27. August, 11.10 Uhr: Daimler weitet Kurzarbeit wieder deutlich aus

Angesichts der anhaltenden Chipkrise weitet der Autobauer Daimler die Kurzarbeit an mehreren seiner Standorte kommende Woche wieder aus. In den Mercedes-Werken in Bremen, Rastatt sowie im ungarischen Kecskemét und teils in Sindelfingen werde die Produktion in der neuen Woche stillstehen, teilte der Konzern am Freitag auf Anfrage mit. In dieser Woche ruhten die Maschinen bereits in Bremen und in Teilbereichen des Sindelfinger Werks. Zur Frage, wie viele Mitarbeiter diese und nächste Woche von den Produktionsstopps betroffen sind, macht Daimler keine Angaben. Über die neuen Kurzarbeitspläne berichtete auch das "Badische Tagblatt".

Im Bremer Werk sind mehr als 12.000 Menschen beschäftigt, in Rastatt rund 6.500, in Kecskemét etwa 4.700 und in Sindelfingen 25.000. Etliche Mitarbeiter dieser vier Standorte waren in den vergangenen Monaten immer wieder Produktionsstopps ausgesetzt gewesen. Hintergrund sind Probleme beim Nachschub von Elektronikchips, die auch andere Autokonzerne zu Unterbrechungen der Fertigung zwingen.

Freitag, 27. August, 10.40 Uhr: Kinderstudie: Mehr Kilos, weniger Fitness im ersten Pandemiejahr

Der Anteil der dicken Grundschulkinder ist bereits nach den ersten Corona-Maßnahmen laut einer österreichischen Studie um rund 20 Prozent gestiegen. Einen deutlichen Negativtrend fand das Forschungsteam der Universität Graz auch bei der körperlichen Ausdauer. Schulen sollten daher jetzt nicht nur Wissenslücken schließen sondern auch bei der Fitness der Kinder aufholen, schrieben sie in einem Artikel, der am Donnerstag im Journal "Jama - Network Open" erschien.

Ursprünglich wollte das Team um Gerald Jarnig am Grazer Institut für Bewegungswissenschaften den Effekt von Sportunterricht untersuchen. Dazu wurden rund 760 Mädchen und Jungen zwischen sieben und zehn Jahren im Raum Klagenfurt im September 2019 gewogen und gemessen. Außerdem wurde die Ausdauer getestet. Wegen monatelanger Schließungen und Schichtbetriebs in den Grundschulen wurde aus der Studie eine Untersuchung über Lockdowns.

Als die Tests im September 2020 wiederholt wurden, waren die Ergebnisse eindeutig: Im Herbst vor der Pandemie waren 20,3 Prozent der Kinder übergewichtig oder fettleibig gewesen. Ein Jahr später lag der Wert bei 24,1 Prozent.

Freitag, 27. August, 8.50 Uhr: Neuseeland verlängert Corona-Lockdown erneut

Neuseeland verlängert wegen Dutzender neuer Corona-Fälle den landesweiten Lockdown um weitere vier Tage. Gleichzeitig kündigte die Regierung ab kommendem Mittwoch Lockerungen der strikten Regeln in weiten Landesteilen an. Am Freitag verzeichneten die Behörden in dem Pazifikstaat 70 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, größtenteils in der Metropole Auckland auf der Nordinsel. Jedoch waren zuletzt auch in der Hauptstadt Wellington Fälle gemeldet worden.

Derzeit sind in Neuseeland Schulen und nicht lebensnotwendige Geschäfte geschlossen. Bürger dürfen das Haus nur noch unter bestimmten Bedingungen verlassen.

Freitag, 27. August, 7.35 Uhr: Konzertveranstalter wünschen sich Hamburger 2G-Modell bundesweit

Der Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, fordert für seine Branche bundesweit einheitliche Regeln. "Wir hoffen, dass das Hamburger 2G-Modell eine Blaupause für alle anderen Bundesländer ist", sagte Michow der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Solange es Kapazitätsbeschränkungen und Abstandsregeln gebe, machten Veranstaltungen wirtschaftlich keinen Sinn.

Sein Verband begrüße daher die 2G-Option, die von Samstag an in Hamburg möglich ist. Dann können Veranstalter entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber den bisherigen Corona-Einschränkungen.

"Konzerttourneen werden allerdings erst dann wieder möglich sein, wenn es in Deutschland keinen Flickenteppich unterschiedlichster Regelungen gibt, sondern die Länder sich endlich auf ein einheitliches Öffnungsszenario einigen", betonte Michow. Da PCR-Tests weitaus zuverlässigere Ergebnisse als Schnelltests lieferten, müsse es auch möglich sein, PCR-Getesteten den Zutritt zu Veranstaltungen ohne Kapazitätsbeschränkungen zu erlauben.

Freitag, 27. August, 6.30 Uhr: Positiver Corona-Test bei Kiss-Frontmann Stanley - Konzert abgesagt

Die Hardrock-Band Kiss hat wegen eines positiven Corona-Tests bei Frontmann Paul Stanley ein Konzert in den USA kurzfristig abgesagt. Alle Bandmitglieder und die Crew seien vollständig geimpft gewesen und hätten Hygieneregeln befolgt, teilte die Band am Donnerstagabend (Ortszeit) auf Twitter mit. Die Rocker hätten im Rahmen ihrer "End Of The Road"-Tour im US-Staat Pennsylvania auftreten sollen.

Der 69-jährige Sänger schrieb auf Twitter, er habe grippeähnliche Beschwerden gehabt, aber mehrere Tests seien zunächst negativ gewesen. Erst am Donnerstagnachmittag sei ein Test positiv ausgefallen.

Freitag, 27. August, 6.16 Uhr: Ärztekammerpräsident fordert Fußballspiele ohne Zuschauer

Der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Hans-Albert Gehle, hat angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen gefordert, Freizeitangebote nur noch Geimpften und Genesenen zu ermöglichen. Auch sollten Fußballspiele wieder ohne Zuschauer stattfinden, sagte Gehle der "WAZ" (Freitagausgabe). "Vor allem das Crowding, also enges Menschengedränge, muss verhindert werden", befand er. Das sehe man leider allzu oft wieder in Fußballstadien oder bei Konzerten. "Da muss es ein Signal von der Politik geben."

Freitag, 27. August, 5.45 Uhr: Inzidenzwert in Memmingen steigt weiter

Der Inzidenzwert in Memmingen ist weiter gestiegen und liegt aktuell be 144,33. Alle weiteren Inzidenzwerte fürs Allgäu lesen Sie hier.

Freitag, 27. August, 5.30 Uhr: Vierte Corona-Welle trifft vor allem die Jüngeren

Die vierte Welle in der Corona-Pandemie nimmt nach Angaben des Robert Koch-Instituts vor allem durch Ansteckungen unter jungen Erwachsenen weiter an Fahrt auf. Außerdem breite sie sich auch zunehmend in den mittleren Altersgruppen aus, heißt es im jüngsten RKI-Wochenbericht vom Donnerstagabend. Ins Krankenhaus kommen dann in der Regel vor allem die Ungeimpften. Die Dynamik beim Impfen scheint ohnehin vorbei. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Ansteckungen unter den 15- bis 34-Jährigen lag am Donnerstag bei 115 pro 100.000 Einwohnern. Das ist fast doppelt so hoch wie der bundesweite Vergleichswert 66 in der Gesamtbevölkerung. Allerdings gibt es starke regionale Unterschiede: Die Werte schwankten am Donnerstag zwischen 122 Fällen pro 100.000 Einwohnern in Nordrhein-Westfalen und 15,5 in Sachsen-Anhalt.

Freitag, 27. August, 5.15 Uhr: Ermittlungen gegen Argentiniens Präsidenten wegen Corona-Party

Wegen einer trotz strenger Corona-Ausgangsbeschränkungen ausgerichteten Party hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den argentinischen Staatschef Alberto Fernández eingeleitet. Zuletzt war ein Foto von der Geburtstagsfeier der Präsidentengattin Fabiola Yañez vom Juni vergangenen Jahres aufgetaucht, auf dem rund ein Dutzend Gäste, Fernández und die First Lady in der Präsidentenresidenz Quinta de Olivos zu sehen sind. Zu dieser Zeit galt in Argentinien eine strenge Ausgangssperre zur Eindämmung des Coronavirus. Feiern in geschlossenen Räumen waren per Dekret untersagt.

Freitag, 27. August, 5 Uhr: RKI registriert 12 029 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 70,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen lag sie bei 70,3 - am Vortag hatte der Wert 66,0 betragen, vor einer Woche 48,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12 029 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 9280 Ansteckungen gelegen.

Donnerstag, 26. August, 19.40 Uhr: Ende der FFP2-Maskenpflicht wird in Bayern kontrovers diskutiert

Der bayerische Ministerpräsident kündigt das Ende der FFP2-Maskenpflicht im Freistaat an. Warum das bei Experten auf ein geteiltes Echo stößt, lesen Sie hier.

Donnerstag, 26. August, 19 Uhr: Kontrollieren Allgäuer Gastronomen die 3-G-Regel?

Wir haben Stichproben gemacht. Eine Zusammenfassung lesen Sie hier.

Donnerstag, 26. August, 17.40 Uhr: Betriebe sollen Impfungen während der Arbeitszeit ermöglichen müssen

Arbeitgeber in Deutschland sollen Corona-Impfungen künftig ausdrücklich während der Arbeitszeit ermöglichen müssen. "Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten zu ermöglichen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 impfen zu lassen", heißt es im Entwurf des Bundesarbeitsministeriums für eine neue Arbeitsschutzverordnung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Zudem sollen Arbeitgeber die Betriebsärztinnen und -ärzte und ihre überbetrieblichen Dienste, die Schutzimpfungen im Betrieb durchführen, organisatorisch und personell zu unterstützen. Die Impfbereitschaft soll durch eine Ansprache der Beschäftigten und durch eine innerbetriebliche Informationskampagne gefördert werden.

Künftig sollen Arbeitgeber bei ihren Anti-Corona-Hygienekonzepten auch den Impf- oder Genesenen-Status der Beschäftigten berücksichtigen können, sofern dieser ihnen bekannt ist. Die entsprechend aktualisierte Arbeitsschutzverordnung wird derzeit innerhalb der Regierung abgestimmt und soll kommenden Mittwoch im Bundeskabinett verabschiedet werden.

Donnerstag, 26. August, 17.15 Uhr: Schwanger in der Pandemie: Was, wenn ich mich anstecke?

Impfen oder nicht impfen? Viele werdende Mütter sind unsicher. Ärzte warnen: Eine Covid-Erkrankung kann zu Komplikationen führen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 26. August, 15.50 Uhr: Inzidenz über 100 - welche Regeln gelten?

Welche Beschränkungen gelten, wenn der Inzidenzwert über 100 liegt? Die Lockdown-Regeln aus dem Frühjahr sind es nicht. Eine Übersicht finden Sie hier.

Donnerstag, 26. August, 14.10 Uhr: Regionale Klinikbelegung als neuer Corona-Maßstab geplant

Die regionale Klinikbelegung mit Corona-Patienten soll nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums künftig der wesentliche Maßstab sein, um Gegenmaßnahmen wie Alltagsbeschränkungen auszulösen. Ressortchef Jens Spahn (CDU) sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Entscheiden müssen dann die Länder. Sie behalten auch alle anderen Pandemie-Kriterien im Blick und können damit die Lage in ihrer Region am besten beurteilen."

Konkret soll nach einem Formulierungsvorschlag des Ministeriums für die Koalitionsfraktionen besonders die "Hospitalisierungs-Inzidenz" herangezogen werden - also die Zahl der zur Behandlung aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Der Schwellenwert, ab dem Gegenmaßnahmen greifen, sei "jeweils unter Berücksichtigung der regionalen stationären Versorgungskapazitäten festzusetzen mit dem Ziel, eine drohende Überlastung der regionalen stationären Versorgung zu vermeiden." Einbezogen werden könnten etwa auch die Infektionsdynamik und die Zahl geimpfter Personen.

Donnerstag, 26. August, 13.35 Uhr: Neue Corona-Verordnung: Diese Regeln gelten ab nächste Woche in Bayern

In Bayern wird es ab kommender Woche eine völlig neue Corona-Verordnung geben. Regeln und Auflagen hängen künftig von drei Warnstufen ab. Ebenso soll die Quarantäneregelung an Schulen vereinfacht werden. Alle neuen Regeln hier im Überblick.

Donnerstag, 26. August, 12.55 Uhr: Deutschland erhält 2,25 Milliarden Euro aus Corona-Hilfsfonds der EU

Deutschland hat den ersten Teil der Corona-Hilfen aus dem neuen europäischen Aufbaufonds bekommen. Die zuständige EU-Kommission überwies 2,25 Milliarden Euro an die Bundesrepublik, wie eine Sprecherin mitteilte. Das entspricht neun Prozent der gesamten Hilfen - rund 25,6 Milliarden Euro - die Deutschland als Teil des Fonds bekommen soll.

Laut der Kommission soll das Geld in Deutschland unter anderem für Investitionen in klimafreundliche Wasserstofftechnologie, digitale öffentliche Dienstleistungen sowie für die Modernisierung und Digitalisierung von Krankenhäusern ausgegeben werden.

Das Corona-Wiederaufbauprogramm der EU sieht nach angepassten Preisen Hilfen in Höhe von insgesamt 800 Milliarden Euro vor. Das Geld soll helfen, die durch die Pandemie entstandenen wirtschaftlichen Schäden zu bewältigen. Finanziert wird es über Schulden, die bis zum Jahr 2058 gemeinsam getilgt werden sollen.

Donnerstag, 26. August, 12.25 Uhr: Inzidenz bei 120 in Memmingen: Woher kommen die vielen Neuinfektionen?

In Memmingen gibt es allgäuweit die meisten Corona-Neuinfektionen. Am Donnerstag ist die Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit Wochen über 100 geklettert. Wo kommen die vielen Neuinfektionen im Memmingen her? Das hat die Stadt Memmingen auf Anfrage unserer Redatkion beantwortet. Hier finden Sie alle Informationen und Hintergründe.

Donnerstag, 26. August, 11.50 Uhr: Söder kündigt Krankenhausampel an - keine FFP2-Pflicht mehr

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat für die kommende Woche eine Corona-Verordnung unabhängig von der Inzidenz angekündigt. Zudem soll die FFP-2-Maskenpflicht in Bayern fallen.

"Wir werden eine einfachere und verständlichere Verordnung auf den Weg geben", sagte der CSU-Chef am Donnerstag in München. Er betonte, Basis bleibe das seit dieser Woche geltende 3G-Prinzip mit Freiheiten für Geimpfte, Genesene und Getestete. Zudem werde es Warnstufen geben, die die Krankenhausbelastung berücksichtigen. Je nach Bettenauslastung - auch bei Intensivbetten - werde es eine gelbe und rote Warnstufe geben, bei der es dann strengere Corona-Auflagen gebe.

Söder betonte, dass es keinen weiteren Lockdown wie in den ersten drei Corona-Wellen mehr geben solle. Dies sei im Umgang mit Geimpften und Genesenen nicht mehr rechtlich möglich.

Darüber hinaus, so Söder, werde in Bayern die Pflicht zum Tragen von FFP-2-Masken fallen, künftig würden sogenannte medizinische Masken gleichgestellt. Die nächste Kabinettssitzung in Bayern findet am kommenden Dienstag statt. Söder betonte, dass in den kommenden Tagen die Details zu den Neuerungen erarbeitet und anschließend im Kabinett besprochen würden.

Donnerstag, 26. August, 10.30 Uhr: Inzidenz über 100: So reagiert die Stadt Memmingen

Auch wenn die Corona-Inzidenz weiterhin über 100 bleibt, wird es in Memmingen zum Beispiel für den Einzelhandel keine schärferen Maßnahmen geben. „Es gelten auch dann weiter die Regeln für die Inzidenz über 50“, sagte Memmingens Zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh (CSU) auf Anfrage unserer Redaktion. Heißt konkret: Auch für die Gastronomie, Kino oder andere Einrichtungen bleibt es bei den so genannten 3G-Regeln, wonach Genesene, Geimpfte und aktuell Getestete Zutritt haben.

Wenn der Wert drei Tage über 100 bleibt, würde ab Montag (30.August) eine Verschärfung in Kraft treten: In den Gottesdiensten dürfte nicht mehr gesungen werden. „Die Vorgabe, dass in den Kitas dann auch feste Gruppen eingerichtet werden müssen, erfüllen wir sowieso schon“, sagte Zweite Bürgermeisterin Margareta Böckh. Was für die Schulen nach den Ferien gelte, sei noch unklar. „Wir warten da noch ab, setzen aber auf die Aussage von Ministerpräsident Söder, dass es Präsenzunterricht gibt.“ (arz)

Donnerstag, 26. August, 9.45 Uhr: RKI bestätigt: Memmingen hat Inzidenz von 120

Nachdem es am Morgen Probleme gab, hat das RKI nun die aktuellen Inzidenzwerte veröffentlicht: Die Stadt Memmingen hat tatsächlich eine Inzidenz von 120,2 (Vortag 88,4). Die Stadt hat die Inzidenz von 120 aber auch auf der eigenen Internseite vermeldet.

Im Unterallgäu, in Kempten sowie im Oberallgäu sind die Werte auch gestiegen. In Kaufbeuren und im Ostallgäu gehen sie leicht zurück. Alle Zahlen im Detail hier.

Donnerstag, 26. August, 8.20 Uhr: Update zu Allgäuer Inzidenzwerten am Donnertag

Das RKI überprüft die ausgegebenen Zahlen vom Morgen noch einmal. Auf dem RKI-Dashboard heißt es: "Die Daten werden derzeit aktualisiert". Sie sollten ab dem frühen Vormittag abrufbar sein, wir vermelden die Werte dann aktuell in diesem Artikel.

Donnerstag, 26. August, 7.20 Uhr: Intensivmediziner gegen Fokus allein auf Krankenhausbelegung

Ärzte haben sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie gegen eine Fokussierung auf die Krankenhausbelegung ausgesprochen. "Wir befinden uns wieder im exponentiellen Wachstum der Infektionen und auch der schweren Erkrankungen. Immer mehr junge Menschen landen im Krankenhaus, weil sie sich nicht impfen lassen haben oder es bislang nicht ernst genug genommen haben", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis, der "Rheinischen Post". "Das Signal, das vom Streichen des Inzidenzwerts 50 ausgeht, ist kritisch. Natürlich hat sich die Bedeutung verändert, wir sollten den Inzidenzwert aber keinesfalls aufgeben. Ein Dreiklang aus Inzidenzen, Krankenhausfällen und Intensivbettenbelegung ist wichtig."

Der bisherige Wert von 50 bei der Sieben-Tage-Inzidenz, der noch im Infektionsschutzgesetz als Schwelle für schärfere Maßnahmen genannt ist, soll nach Plänen der Bundesregierung gestrichen werden. Künftig soll die Zahl der Krankenhausaufnahmen entscheidend sein. Welche Schwellen hierfür gelten sollen, ist aber noch offen.

Donnerstag, 26. August, 5.45 Uhr: Biontech/Pfizer reichen weitere Daten zu Auffrischungsimpfung ein

Das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen weitere Daten für die Zulassung einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bei der US-Arzneimittelbehörde FDA einreichen. Eine Phase-3-Studie ergab nach Angaben der Hersteller, dass eine Auffrischungsimpfung mit ihrem Vakzin "signifikante neutralisierende Antikörpertiter" gegen das Coronavirus aufweise. Ein entsprechender Antrag mit diesen Daten soll demnach bis Ende der Woche eingereicht werden.

Donnerstag, 26. August, 5.30 Uhr: Inzidenzwert in Memmingen nun bei fast 120

Der Inzidenzwert in Memmingen ist erneut gestiegen und liegt nach ersten Informationen nun bei 119,5. Damit ist die Stadt weiterhin Spitzenreiter im Allgäu. Alle Inzidenzwerte in der Region lesen Sie hier. Die Zahlen sind vorläufig unter Vorbehalt zu lesen, berichtet die dpa. Das Robert-Koch-Institut hatte am frühen Morgen technische Probleme.

Donnerstag, 26. August, 5.15 Uhr: Experten machen Dampf: Weitere Studien zum Corona-Ursprung nötig

Bei der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus muss dringend gehandelt werden. Darauf verweisen unabhängige Experten, die an einer ersten internationalen Untersuchung in China Anfang des Jahres beteiligt waren. Die damalige Untersuchung im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sei als erster Schritt eines Prozesses gedacht gewesen, der aber zum Stillstand gekommen sei, kritisieren die elf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Zeitschrift Nature. Sie fordern erneut eine Fortsetzung der Untersuchung (Phase-2). Darunter ist Fabian Leendertz vom Robert-Koch-Institut in Berlin.

Donnerstag, 26. August, 5 Uhr: Ärzte gegen Fokussierung auf Krankenhausbelegung

Ärzte haben sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie gegen eine Fokussierung auf die Krankenhausbelegung ausgesprochen. "Wir befinden uns wieder im exponentiellen Wachstum der Infektionen und auch der schweren Erkrankungen. Immer mehr junge Menschen landen im Krankenhaus, weil sie sich nicht impfen lassen haben oder es bislang nicht ernst genug genommen haben", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis, der "Rheinischen Post" (Donnerstag). "Das Signal, das vom Streichen des Inzidenzwerts 50 ausgeht, ist kritisch. Natürlich hat sich die Bedeutung verändert, wir sollten den Inzidenzwert aber keinesfalls aufgeben. Ein Dreiklang aus Inzidenzen, Krankenhausfällen und Intensivbettenbelegung ist wichtig."

Mittwoch, 25. August, 21.30 Uhr: Anders als NRW: Bayern bleibt bei Kontaktdaten-Pflicht in Gastronomie

Anders als Nordrhein-Westfalen will Bayern weiter an der Pflicht zur Kontaktdatenerhebung in Restaurants und Kneipen festhalten. Alle Infos dazu.

Mittwoch, 25. August, 19.45 Uhr: Bundestag verlängert "epidemische Lage" wegen Corona-Krise

Der Bundestag hat wegen der Corona-Krise weiterhin eine "epidemische Lage von nationaler Tragweite" festgestellt. Für einen entsprechenden Antrag der Regierungsfraktionen von Union und SPD votierten am Mittwoch 325 Abgeordnete. Dagegen stimmten 253 Parlamentarier, fünf enthielten sich. Die Sonderlage gilt damit vorerst für weitere drei Monate, also bis Ende November. Ohne eine erneute Bestätigung des Parlaments läuft sie nach drei Monaten aus.

Die festgestellte "epidemische Lage" schafft unter anderem eine Rechtsgrundlage für Länder-Verordnungen zu konkreten Krisenmaßnahmen wie Maskenpflicht oder Kontaktbeschränkungen. Der Bundestag hatte sie erstmals im März 2020 festgestellt und zuletzt am 11. Juni erneut bestätigt, dass die Sonderlage fortbesteht.

Laut Infektionsschutzgesetz liegt sie vor, "wenn eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Bundesrepublik Deutschland besteht".

Mittwoch, 25. August, 18.45 Uhr: Laschet kurz ohne Maske im Laden - Video kursiert auf Twitter

Ein Videoausschnitt, in dem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zunächst ohne Maske einen Laden in Aachen betritt, hat für Debatten auf Twitter gesorgt. Zu sehen ist, wie der Kanzlerkandidat der Union in seiner Heimatstadt in den Imbiss ohne Mundschutz eintritt, vor der Theke stehen bleibt, zwei Männer coronakonform mit der Faust begrüßt und sich erst dann erst die Maske aufsetzt. Die kurze Sequenz stammt aus einer ARD-Dokumentation, die bereits am vergangenen Sonntag zur Bundestagswahl ausgestrahlt worden war.

Mittwoch, 25. August, 18.15 Uhr: Freie Impfentscheidung für Lehrer in Vorarlberg? Testpflicht kommt

Das neue Schuljahr in Österreich wird mit einer "Sicherheitsphase" und engmaschigen Corona-Tests beginnen. In den ersten drei Wochen nach den Sommerferien müssen sich Kinder, Jugendliche und Lehrende drei Mal wöchentlich testen lassen, egal ob sie schon gegen Covid-19 geimpft sind oder nicht. Danach werden Corona-Maßnahmen abhängig von der regionalen Inzidenz gesetzt, wie Bildungsminister Heinz Faßmann am Mittwoch ankündigte.

Mittwoch, 25. August, 16 Uhr: Corona-Impfstoff: Schutz vor Ansteckung lässt nach wenigen Monaten nach

Eine komplette Corona-Impfung bedeutet nicht automatisch vollständigen Schutz vor einer Ansteckung mit Covid-19. Schon nach Monaten lässt die Wirkung nach. Was Sie dazu wissen müssen.

Mittwoch, 25. August, 15.45 Uhr: Ohne FFP2-Maske, dafür mit 3G-Regel? Verwirrung um Corona-Regeln im Kreuzthal

Ein überwunden gehofftes Phänomen erlebt dieser Tage ein Comeback: Quasi synchron zum Inzidenzwert steigt auch die Verwirrung, welche Corona-Regeln denn nun aktuell gelten. Besonders schwer haben es die Bewohner im Kreuzthal. Durch ihr Dorf verläuft die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern.

Auf den beiden Seiten der Eschach richten sich die Regeln damit nicht nur nach unterschiedlichen Inzidenzen – sondern auch nach unterschiedlichen Landesregeln. Wie die Bewohner reagieren.

Die Corona-Regeln für das Oberallgäu finden Sie hier.

Mittwoch, 25. August, 12.50 Uhr: Schärfere Corona-Regeln für das Unterallgäu ab Freitag

Der Kreis Unterallgäu liegt am heutigen Mittwoch am dritten Tag in Folge über der Inzidenz 50. Somit treten in der Regeln zwei Tage später - also ab Freitag - strengere Corona-Regeln in Kraft, die unter anderem schärfere Maßnahmen für private Treffen vorsehen. Eine amtliche Bekanntmachung vom Landkreis zu den neuen Regeln gibt es noch nicht. Wir informieren natürlich darüber, sobald diese vorliegt. Hier gibt es die neuen Regeln schon einmal im Überblick.

Mittwoch, 25. August, 11.45 Uhr: Höchstwert bei Corona-Neuinfektionen seit Mai

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben erstmals seit Mai mehr als 10.000 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut übermittelt. So wurden 11.561 neue Fälle gemeldet, so viel wie seit dem 20. Mai nicht, wie aus RKI-Daten vom Mittwoch hervorgeht. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 8.324 Ansteckungen gelegen.

Die Hospitalisierungsrate - also die Krankenhauseinweisungen in Verbindung mit Corona pro 100.000 Einwohner und Woche - gab das RKI am Mittwoch mit 1,47 an. Eine Woche zuvor lag sie bei 1,19. Der Wert soll künftig die wichtigste Kennzahl sein. Nach Angaben der Bundesregierung bewegte er sich im vergangenen Winter teilweise um 10 bis 12.

Bislang lag der Fokus der Politik auf der Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen. Da aber immer mehr Menschen geimpft und dadurch vor schweren Verläufen geschützt sind, nimmt die Aussagekraft dieses Wertes ab. Er stieg nach RKI-Angaben von Mittwochmorgen auf 61,3 - von 58,0 am Vortag (vor einer Woche 40,8).

Mittwoch, 25. August, 10.25 Uhr: Inzwischen 100 Millionen Corona-Impfdosen gespritzt

Acht Monate nach dem Start der Corona-Impfungen in Deutschland sind mehr als 100 Millionen Impfdosen gespritzt worden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb am Mittwoch bei Twitter, dies sei "eine der größten logistischen Leistungen in der Geschichte unseres Landes". Genau sind es nach Ministeriumsangaben nunmehr 100,2 Millionen verabreichte Dosen.

Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind demnach inzwischen 49,4 Millionen Menschen oder 59,4 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine erste Impfung erhalten haben 53,5 Millionen Menschen oder 64,4 Prozent aller Einwohner. Spahn dankte allen, die beim Impfen mithelfen.

In 6 der 16 Bundesländer sind inzwischen mehr als 60 Prozent der Einwohner vollständig geimpft: an der Spitze weiter Bremen mit 69,5 Prozent. Es folgen das Saarland mit 64,6 Prozent vollständig geimpften Einwohnern, Schleswig-Holstein mit 63,2 Prozent, Nordrhein-Westfalen 62,2 Prozent, Hamburg mit 61,3 Prozent und Niedersachsen mit 60,6 Prozent.

Ganz Spanien ist ab Sonntag kein Corona-Hochrisikogebiet mehr. Unser Foto zeigt die Urlaubsinsel Mallorca.
Ganz Spanien ist ab Sonntag kein Corona-Hochrisikogebiet mehr. Unser Foto zeigt die Urlaubsinsel Mallorca.
Bild: Clara Margais, dpa

Mittwoch, 25. August, 10 Uhr: Corona-Demonstrationen am Wochenende in Berlin - Aufrufe im Internet

Die Gegner der Corona-Gesetze und die sogenannten Querdenker-Initiativen wollen an diesem Wochenende erneut in Berlin demonstrieren. Eine ganze Reihe von Kundgebungen sind für den Samstag und Sonntag rund um das Regierungsviertel angemeldet. Ebenso wie die letzte große Demonstration am 1. August wurden auch diese Proteste schon lange angekündigt. Bei der Versammlungsbehörde der Polizei wird überlegt, ob die Demonstrationen wegen der zu erwartenden Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen erneut verboten werden können.

Genau vor einem Jahr hatten am 29. August 2020 Zehntausende Menschen in Berlin gegen die Corona-Einschränkungen protestiert. Demonstranten durchbrachen am Abend eine Absperrung am Reichstagsgebäude und besetzten kurzzeitig die Treppe vor einem Eingang. Seitdem konnten die Initiatoren nicht mehr so viele Menschen mobilisieren. In Messengerdiensten rufen die Initiatoren seit längerem zur Teilnahme auf.

Mittwoch, 25. August, 8.50 Uhr: US-Experte Fauci: Mit Impfung lässt sich Pandemie absehbar beenden

Für US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci hängt ein Ende der Corona-Pandemie in den USA vom Verhalten der Menschen und vor allem von ihrer Impfbereitschaft ab. "Ich möchte (...) an die Menschen im Land appellieren die nicht geimpft sind, zu erkennen, dass wir in der Lage sind, den Zeitrahmen bis zum Ende dieser Pandemie im Wesentlichen zu verkürzen", sagte der Immunologe am Dienstag bei einer Pressekonferenz. "Lassen Sie sich impfen, und der Zeitrahmen wird dramatisch verkürzt."

Zuvor hatte Fauci im Interview mit dem Sender CNN gesagt, er gehe davon aus, dass die Corona-Pandemie bis Frühjahr 2022 unter Kontrolle gebracht werden könnte - wenn die Menschen sich impfen ließen. "Wir könnten zu einem gewissen Grad an Normalität zurückkehren", so Fauci. Der Winter könnte noch einmal schwierig werden - vor allem wegen der Grippe und anderen Atemwegserkrankungen. Später sagte Fauci, dass man bei Zeitangaben immer vorsichtig sein müsse. Mit Blick auf Impfungen erklärte er, die Pandemie könne sogar "schon vorher" beendet werden.

Mittwoch, 25. August, 8 Uhr: Der Blick auf die Allgäuer Inzidenzwerte

In fast allen Allgäuer Kreisen und Städten sind die Inzidenzwerte am Mittwoch gestiegen. In Memmingen liegt die Inzidenz aktuell bei 88,4 - das ist der höchste Wert in der Region. Nur in Kaufbeuren und im Ostallgäu sind die Werte gesunken. Alle Inzidenzwerte im Detail hier.

Mittwoch, 25. August, 7.20 Uhr: Großraum Sydney meldet Rekord an Corona-Neuinfektionen

Trotz eines seit acht Wochen geltenden Lockdowns bekommt der australische Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney seine schwere Corona-Welle nicht unter Kontrolle. Am Mittwoch verzeichneten die Behörden innerhalb von 24 Stunden 919 Neuinfektionen - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Zwei Menschen, darunter eine erst etwa 30 Jahre alte Frau, seien in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, sagte Regional-Premierministerin Gladys Berejiklian.

Die örtliche Regierung hatte den strikten Lockdown in weiten Teilen der Region zuletzt bis mindestens Ende September verlängert. Die Menschen dürfen nur in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen. Zudem gilt eine nächtliche Ausgangssperre.

Mittwoch, 25. August, 5.30 Uhr: Bundestag entscheidet über "epidemische Lage"

Die Feststellung einer "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" gibt dem Bund in der Pandemie bestimmte Befugnisse. Die erneute Verlängerung wegen Corona ist umstritten. Mehr dazu lesen SIe hier.

Mittwoch, 25. August, 5.15 Uhr: FDP-Politiker fordert kostenlose Antikörper-Tests vor dritter Impfung

Die Bundesregierung sollte allen Bürgern nach Ansicht des FDP-Abgeordneten Gerald Ullrich vor einer dritten Corona-Impfung einen Antikörpertest bezahlen. Derzeit werde erwartet, dass sich Menschen zur Auffrischung impfen ließen, ohne zu wissen, ob dies überhaupt nötig sei, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Wer noch genug Antikörper gegen das Coronavirus hat, sollte sich nicht pauschal impfen lassen müssen, um den Impfstatus zu behalten." Durch einen kostenlosen Antikörpertest dagegen könne das Vertrauen in die Impfung weiter gestärkt werden.

Mittwoch, 25. August, 5 Uhr: RKI registriert 11 561 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 61,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen lag sie bei 61,3 - am Vortag hatte der Wert 58,0 betragen, vor einer Woche 40,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11 561 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 8324 Ansteckungen gelegen.

Dienstag, 22.15 Uhr: Corona-Lage in USA weiter ernst - Behörden: Fortschritte beim Impfen

Die steigenden Corona-Zahlen bereiten den Behörden in den USA weiter Sorgen. Im Durchschnitt der vergangenen Tage verzeichneten die USA gut 137 000 Neuinfektionen pro Tag, was im Vergleich zur Vorwoche einem Anstieg von fast 12 Prozent entspricht, wie die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Dienstag sagte. Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 ins Krankenhaus eingewiesen wurden, sei etwa auf dem Stand der Vorwoche, die Zahl der Todesfälle hingegen um 23 Prozent gestiegen.

Gleichzeitig gebe es aber Fortschritte bei der Impfkampagne, sagte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeffrey Zients. "Die größten Zuwächse sind in den Staaten zu verzeichnen, die bei den Impfungen im Rückstand waren - in Alabama, Arkansas, Louisiana und Mississippi." Im vergangenen Monat hätten sich generell mehr Menschen zum ersten Mal impfen lassen als in den beiden Monaten davor zusammen. "Das ist ein entscheidender Fortschritt." Bislang sind in den USA 51,5 Prozent der Bevölkerung abschließend geimpft. Rund 330 Millionen Menschen leben in dem Land.

Dienstag, 19.45 Uhr: ESVK-Geschäftsführer: „Söder treibt uns in den Ruin“

Kommende Woche startet der ESV Kaufbeuren die Vorbereitung auf die DEL2-Saison 2021/2022, die am 1. Oktober beginnt. Nach jetzigem Stand droht den Eishockey-Profis eine sehr überschaubare Zuschauer-Kulisse. ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl sieht ein „finanzielles Fiasko“ auf den Klub zukommen.

Dienstag, 18.40 Uhr: Party mit Geimpften und Genesenen - Hamburg startet 2-G-Modell

Volle Kinos, Kneipen, Theater, keine Sperrstunde mehr - in Hamburg ist das von Samstag an wieder möglich, sofern die Veranstalter und Wirte nur Geimpfte und Genesene einlassen. Der rot-grüne Senat beschloss am Dienstag das sogenannte 2-G-Optionsmodell, wonach Veranstalter entscheiden können, ob sie künftig nur noch Geimpfte und Genesene einlassen und dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3-G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber bisherigen Corona-Einschränkungen. In Innenräumen gilt aber wie bisher in der Regel eine Maskenpflicht.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte, Geimpfte und Genesene hätten im Vergleich zu den Ungeimpften keinen wesentlichen Anteil am Infektionsgeschehen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg liege bezogen auf die Gesamtbevölkerung bei Ungeimpften bei 78,12, bei Geimpften aber nur bei 3,36. Das könne man doch nicht ignorieren und all die Geimpften weiter einschränken, sagte Tschentscher: "Beschränkungen müssen verhältnismäßig sein und dürfen nur so lange erfolgen, wie sie zur Pandemiebekämpfung nötig sind."

Dienstag, 18.20 Uhr: Zum Piks gedrängt? Das sagen Buchloer zur 3G-Regel

Die neuen Corona-Regeln sorgen für Lockerungen - und Unmut. Es gilt künftig die 3G-Regel: geimpft, genesen oder getestet. Das sagen die Buchloer dazu.

Dienstag, 17 Uhr: Bestandsaufnahme: Wie weit ist die Medizin bei Corona-Medikamenten?

Alle sprechen von den Impfstoffen. Doch für Menschen, die sich bereits infiziert haben, sind vor allem wirksame Medikamente wichtig. Wir erklären den aktuellen Stand.

Laut Berliner Morgenpost  sind an diesem Samstag 15 und am Sonntag 11 Demonstrationen mit einem Corona-Bezug angemeldet. Die Berliner Querdenken-Initiative ruft im Internet unter dem Titel «Für Frieden und Freiheit» zu einem «Großaufzug» ab 11.00 Uhr auf der Straße Unter den Linden auf.
Laut Berliner Morgenpost  sind an diesem Samstag 15 und am Sonntag 11 Demonstrationen mit einem Corona-Bezug angemeldet. Die Berliner Querdenken-Initiative ruft im Internet unter dem Titel «Für Frieden und Freiheit» zu einem «Großaufzug» ab 11.00 Uhr auf der Straße Unter den Linden auf.
Bild: Fabian Sommer, dpa (Symbolfoto)

Dienstag, 24. August, 15.40 Uhr: Söder: Ende der 3G-Regelung abhängig von Lage in Krankenhäusern

Eine Abkehr von der geltenden 3G-Regel bei Corona-Auflagen ist nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder abhängig von der Lage in den Krankenhäusern. "Erst dann wenn es sehr ernst wird, eine Überlastung des Gesundheitssystems droht, wäre ein Wechsel zu 2G verhältnismäßig", sagte der CSU-Chef am Dienstag dem Fernsehsender münchen.tv. Zunächst gehe es im Sinne der Impfstrategie darum, die Menschen zu motivieren, nicht darum, sie auszuschließen.

Seit dieser Woche gilt bundesweit die sogenannte 3G-Regelung, welche ab einer Inzidenz von mehr als 35 in bestimmten Bereichen nur noch Freiheiten für Geimpfte, Getestete und Genesene ermöglicht. Die 2G-Regel würde Getestete von diesen Freiheiten ausschließen.

Dienstag, 24. August, 14.10 Uhr: Söder will auch bei steigender Inzidenz kein Homeschooling mehr

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will Schulschließungen bei steigenden Corona-Inzidenzen in jedem Fall verhindern. Wie das gelingen soll.

Dienstag, 24. August, 12.55 Uhr: Spahn: Leiten neue Corona-Kennzahlen aus letzten Wellen ab

Bund und Länder beraten nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) über neue Kennzahlen zur Beurteilung der Corona-Lage in Deutschland. "Wir haben ja Erfahrungswerte aus dem letzten Winter, etwa aus Dezember, Januar, wo wir eine sehr, sehr starke Belastung in den Kliniken hatten", sagte Spahn am Dienstag im Interview bei "Welt". Gemeinsam mit den Ländern schaue man sich jetzt an, was die richtigen Kennziffern für weiteres Handeln seien. "Wir können sie ableiten aus den letzten zwei Wellen."

Spahn hatte angekündigt, dass der bisherige Inzidenzwert von 50, der noch im Infektionsschutzgesetz als Richtwert für schärfere Maßnahmen verankert ist, ausgedient habe. Das Gesetz wird demnach nun geändert. Künftig soll die Zahl der Krankenhausaufnahmen wegen Covid-19 entscheidend sein.

Der Gesundheitsminister rief erneut zum Impfen auf. Noch sei die Zahl der Ungeimpften so groß, dass es im Falle einer sehr schnellen Ansteckung immer noch eine Belastung des Gesundheitswesens geben könne. "Im Moment sehen wir eine Pandemie der Ungeimpften." Mehr als 90 Prozent der Intensivpatienten mit Covid-19 seien nicht geimpft.

Dienstag, 24. August, 11.20 Uhr: Grüne glauben nicht an "Nie wieder Lockdown"-Versprechen von Laschet

"Nie wieder Lockdown", hat Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet im Wahlkampf versprochen. Jetzt erntet er Kritik für dieses Vorpreschen. Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen wirft Laschet "Unglaubwürdigkeit" vor: "Es braucht eine Politik der Ehrlichkeit und zur Ehrlichkeit gehört dazu, dass wir nicht sicher wissen, wie sich die vierte Welle entwickeln wird", sagte der Grünen-Politiker. Wichtig seien mehr Tempo beim Impfen, konsequente Test und eine lückenlose Durchsetzung der 3G Regeln, erklärte er. "Falsche Versprechen frustrieren die Menschen und führen zu noch mehr Politikverdrossenheit", betonte Dahmen. Mehr dazu hier.

Dienstag, 24. August, 10 Uhr: Viele Kommunen in Bayern über Inzidenzwert von 35

56 Städte und Landkreise in Bayern liegen aktuell über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35. Seit Montag gilt ab diesem Grenzwert die sogenannte 3G-Regel. Menschen müssen beim Betreten von Innenräumen wie Restaurants und Schwimmbädern nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder negativ auf Corona getestet sind.

Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen auf 45,2. Die Gesundheitsämter im Freistaat meldeten binnen eines Tages 644 Corona-Neuinfektionen und zwei Todesfälle. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.15 Uhr wiedergeben.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Dienstag, 24. August. 9.35 Uhr: Verlobungsparty im Lockdown: 300.000 Dollar Bußgeld in Melbourne

Teure Verlobungsparty in Melbourne: Die australische Polizei hat 56 Gäste einer illegal im Corona-Lockdown abgehaltenen Feier mit Bußgeld von insgesamt mehr als 300.000 australischen Dollar (184.000 Euro) belegt. Jeder Erwachsene, der bei der Sause dabei war, müsse 5.452 Dollar zahlen, berichtete der australische Sender 9News am Dienstag unter Berufung auf die Behörden. Einige Teilnehmer waren nach dem Fest positiv auf das Coronavirus getestet worden. Brett Sutton von der örtlichen Gesundheitsbehörde kritisierte die Veranstaltung als "unglaublich zerstörerisch".

Die Sicherheitskräfte in Australien greifen derzeit hart gegen Lockdown-Verstöße durch. Mehrere Landesteile kämpfen seit Wochen gegen steigende Zahlen von Neuinfektionen. In Sydney hatte die Polizei am Wochenende bereits Geldstrafen gegen Dutzende Besucher eines Gottesdienstes verhängt, der illegal abgehalten worden war.

Dienstag, 24. August, 8.20 Uhr: Veranstaltungsbranche: Tickethändler CTS Eventim noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt

Veranstalter und Tickethändler CTS Eventim erholt sich nur schleppend von den Folgen der Corona-Krise. Im zweiten Quartal verdreifachte sich der Umsatz auf 45,7 Millionen Euro, wie der MDax-Konzern am Dienstag in München mitteilte. Vom Vorkrisenniveau mit mehr als 400 Millionen Euro Umsatz zwischen April und Ende Juni 2019 ist CTS Eventim aber noch weit entfernt. Trotz erster Öffnungsschritte in der Pandemie traut sich Konzernchef Klaus-Peter Schulenberg weiter keine genaue Prognose für 2021 zu.

"Die wieder deutlich anziehenden Ticketverkäufe bestätigen unsere Sicht, dass die Sehnsucht der Menschen nach Live-Entertainment nach eineinhalb Jahren Pandemie groß ist", sagte Schulenberg laut Mitteilung. Er forderte klare Rahmenbedingungen der Politik für Veranstaltungen in der Pandemie. "Die staatlichen Hilfen sind eine große Unterstützung, aber die Branche will ihr Geld endlich wieder durch Arbeit verdienen." Die Corona-Krise hatte CTS Eventim 2020 ein Verlustjahr eingebrockt.

Die Veranstaltungsbranche leidet besonders stark unter den Corona-Einschränkungen.

Dienstag, 24. August, 7.05 Uhr: Memmingen, Kaufbeuren und dem Ostallgäu drohen schärfere Corona-Regeln

Gerade erst zu Beginn dieser Woche traten neue Corona-Regeln in Kraft: Liegt die Inzidenz stabil über dem Wert von 35, gilt die neue 3G-Regelung. Wer sich in öffentlich zugänglichen Innenräumen trifft - etwa im Restaurant, Fitnessstudio oder beim Friseur - muss geimpft, genesen oder getestet sein. Drei Allgäuer Regionen drohen nun aber bereits noch strengere Regeln: In den kreisfreien Städten Memmingen und Kaufbeuren sowie im Landkreis Ostallgäu liegt die 7-Tage-Inzidenz am Dienstag laut RKI bereits den dritten Tag in Folge über dem Wert von 50.

Ab Donnerstag müssten dort demnach unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen in Kraft treten. Es dürften sich zum Beispiel nur noch zehn Personen aus maximal drei Haushalten treffen. Bei Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Taufen oder Vereinssitzungen dürfen sich nur noch 25 Menschen innen und 50 außen treffen. Vollständig Geimpfte und Genesene werden dabei in allen Fällen nicht mitgezählt.

Die Behörden in Memmingen, Kaufbeuren und am Landratsamt Ostallgäu haben die neuen Regeln inzwischen bestätigt.

Dienstag, 24. August, 6.45 Uhr: Epidemiologe: Mehr Kontakte durch Bahnstreik erhöhen Infektionsrisiko

Volle Bahnsteige und kaum freie Sitzplätze in Zügen: Wegen der Streiks ist das Gedränge bei der Bahn in diesen Tagen mitunter groß. Der Bremer Epidemiologe Hajo Zeeb sagt deshalb: Der Streik komme angesichts steigender Infektionszahlen zu keiner guten Zeit. Menschen, die trotzdem mit der Bahn reisen müssten, seien nun auf ein geringeres Platzangebot in den Zügen angewiesen. "Das führt zu Kontakterhöhungen und zu ja erhöhten Infektionsrisiken, gerade unter dem Aspekt der Delta-Variante." Der Abstand und die Menge der Kontakte seien entscheidende Einflussfaktoren beim Risiko für Ansteckungen.

Zuvor hatte bereits SPD-Politiker Karl Lauterbach davor gewarnt, dass die Streiks bei der Bahn zu mehr Infektionen führten. Auch der Fahrgastverband Pro Bahn äußerte Sorgen wegen möglicher Infektionsrisiken. Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, hatte Lauterbachs Kritik dagegen zurückgewiesen. Er sprach von Schmutzkampagnen gegen die Gewerkschaft. Alle aktuellen Entwicklungen im Streik bei der Bahn im Allgäu finden Sie hier.

Dienstag, 24. August, 6 Uhr: Das Netz an Corona-Testzentren wird ausgedünnt

Vor dem Hintergrund einer steigenden Impfquote und einem damit verbundenen Nachfragerückgang haben zahlreiche Corona-Teststellen in Deutschland ihren Betrieb eingestellt. Bundesweite Zahlen liegen nicht vor, Zahlen aus den Bundesländern verdeutlichen aber diesen Trend: So sank die Zahl der Teststellen in Nordrhein-Westfalen binnen vier Wochen um 640 auf 8127, wie das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte. In anderen Bundesländern war es ähnlich. In Niedersachsen sind laut dortigem Ministerium derzeit 2093 Testzentren aktiv, gut 600 sind in einem Meldeportal mit "außer Betrieb" aufgeführt.

Dienstag, 24. August, 5.45 Uhr: FDP fordert staatliche Garantie für Präsenzunterricht

Bundesregierung und Bundesländer sollen nach dem Willen der FDP eine "staatliche Garantie" für Präsenzunterricht an den Schulen abgeben - unabhängig vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie. Die FDP-Fraktion im Bundestag will bei der Sondersitzung im Bundestag an diesem Mittwoch einen entsprechenden Antrag zur Abstimmung stellen. RTL und ntv berichteten zuerst darüber.

In dem Antrag, der auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und der von der FDP-Fraktion offiziell noch verabschiedet werden muss, werden Regierung und Länder zur Abgabe einer solchen Garantie aufgefordert. Zudem solle die Regierung "unverzüglich" eine Sondersitzung mit den Kultusministern der Länder einberufen, bei der ein Aktionsplan für pandemiesicheren Unterricht beschlossen werde. "Kinder, Jugendliche und Eltern brauchen jetzt dringend planbare Normalität."

Dienstag, 24. August, 5.30 Uhr: Spahn verteidigt Pläne zur Abkehr von der 50er-Inzidenz

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die geplante Abkehr von der Corona-Inzidenz als maßgeblichen Gradmesser für Einschränkungen in Deutschland verteidigt. Er sagte am Montag in den ARD-"Tagesthemen", niemand habe gesagt, dass die Inzidenz gar kein Maßstab mehr sein solle. "Was klar ist: Die 50er Inzidenz, wie sie aktuell im Gesetz steht, hat ausgedient." Nach den Impffortschritten könne man jetzt stärker auf die Krankenhausbelastung abheben. "Aber auch diese Frage hängt ja mit der Inzidenz zusammen. Umso mehr sich infizieren, desto mehr werden natürlich auch weiterhin in den Kliniken behandelt werden müssen", sagte Spahn.

Dienstag, 24. August, 5.15 Uhr: RKI registriert 5.747 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 58,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut leicht angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 58,0 - am Vortag hatte der Wert 56,4 betragen, vor einer Woche 37,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 5.747 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.30 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3.912 Ansteckungen gelegen.

Dienstag, 24. August, 5 Uhr: Impfstatus der Erwachsenen beeinflusst Situation an Schulen im Herbst

Für die Offenhaltung der Schulen im zweiten Pandemie-Herbst spielen Experten zufolge Erwachsene eine entscheidende Rolle. Vereinzelte Infektionen an den Schulen sind nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten hinnehmbar, wenn möglichst alle Eltern und Lehrer geimpft sind. "Ein kontrolliert schwelendes Geschehen muss man akzeptieren, wenn der Schulbetrieb laufen soll. Man wird nicht jegliche Verbreitung an Schulen unterbinden können, aber möglichst eine unkontrollierte Ausbreitung."

Montag, 23. August, 18.25 Uhr: Impfgegner stürmen Foyer von TV-Nachrichtenproduzent ITN in London

Dutzende Impfgegner haben am Montag in London die Zentrale des britischen Nachrichtenproduzenten ITN gestürmt. Auf Twitter-Videos war zu sehen, wie eine große Menschengruppe im Foyer der Produktionsfirma Parolen gegen Impfungen und Corona-Maßnahmen skandierte.

Ein Nachrichtensprecher, der das Gebäude betrat, wurde mit wüsten Beschimpfungen belegt. Teilweise war auch Gerangel mit Polizisten zu sehen, die versuchten, die Menschen von einem weiteren Eindringen in die Redaktionsräume abzuhalten.

ITN produziert die Nachrichtenprogramme der britischen Sender ITV, Channel 4 und Channel 5. "Die Beschimpfung von Journalisten für ihre Berichterstattung ist eine beunruhigende Entwicklung, die ITN aufmerksam verfolgt hat und seine Mitarbeiter aktiv dazu aufgefordert hat, Vorkehrungen zu treffen, um Schaden zu vermeiden", sagte ein ITN-Sprecher.

Montag, 23. August, 16.55 Uhr: Mobiles Impfteam ist unterwegs in Kaufbeuren

Das mobile Impfteam des Impfzentrums Kaufbeuren ist auch in der aktuellen Woche wieder unterwegs. Am Freitag, 27. August, steht es von 14 bis 18.30 Uhr am V-Baumarkt in Neugablonz (Sudetenstraße 5), informiert die Stadt. Am Samstag, 28. August, wird von 9 bis 16.30 Uhr im Buron Center (Josef-Landes-Straße 38) in Kaufbeuren geimpft. Am Sonntag, 29. August, wird dann von 12.30 bis 17.30 Uhr am Sportplatz in Jengen (Landgerichtsweg 30, 86860 Jengen) während der beiden Fußballheimspielen geimpft.

Für alle drei Aktionen gilt: Es stehen die beiden Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Johnson & Johnson zur Verfügung. Biontech/Pfizer kann ab dem vollendeten zwölften Lebensjahr verabreicht werden, Johnson & Johnson ist erst ab 18 Jahren erhältlich. Es wird kein Termin zur Impfung benötigt. Eine vorherige Anmeldung unter www.impfzentren.bayern ist nicht notwendig, wird allerdings von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich begrüßt, heißt es vonseiten der Stadt.

Montag, 23. August, 16.44 Uhr: Keine Testpflicht für Schüler in Ferien bei 3G-Regel

Seit Montag gilt vielerorts in Bayern die 3G-Regel. In viele Räume darf nur noch, wer geimpft, genesen oder negativ getestet ist. Doch was ist mit Kindern?

Montag, 23. August, 16 Uhr: Vollständige US-Zulassung für Impfstoff von Biontech/Pfizer

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Mittel des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer als erstem Corona-Impfstoff in den USA die vollständige Zulassung erteilt. Sie gelte für Menschen ab 16 Jahren, teilte die FDA am Montag mit und nannte die Entscheidung einen "Meilenstein" im Kampf gegen die Pandemie. Die Notfallzulassung für Personen ab zwölf Jahren bleibe weiterhin bestehen.

Der Impfstoff ist in den USA seit Dezember mit einer Notfallzulassung im Einsatz, im Mai hatten Biontech und Pfizer die vollständige Zulassung beantragt. Dafür musste die FDA, die ein beschleunigtes Verfahren nutzte, etwa zehnmal so viele Daten prüfen wie für die Notfallzulassung - darunter viele, die aus dem massenhaften Einsatz des Impfstoffs im Land in den vergangenen Monaten gewonnen wurden.

Die vollständige Zulassung könnte den Erwartungen vieler Experten zufolge weitere Impfpflichten nach sich ziehen - etwa von Stadtverwaltungen, Universitäten oder Gesundheitseinrichtungen, die unter anderem aus rechtlichen Gründen die vollständige Zulassung für einen solchen Schritt abwarten wollten. Zudem erhoffen sich Experten auch davon abgesehen einen Schub für die Impfkampagne, da viele Menschen, die sich bislang nicht haben impfen lassen, in Umfragen das Fehlen einer vollständigen Zulassung als Grund dafür angaben. Dies könnte womöglich aber auch nur als Vorwand angegeben worden sein.

Montag, 23. August, 15.55 Uhr: Impfbus hält in Memmingen

Der Impfbus des Impfzentrums Memmingen steht am Freitag, 27. August, von 15 bis 21.30 Uhr vor dem Kino Cineplex und am Samstag, 28. August, von 8.30 bis 16 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Feneberg, (ehemals Kaufmarkt).

Vor allem wird der Impfstoff von Johnson & Johnson verimpft, heißt es vonseiten der Stadt Memmingen. Der Vorteil dabei: Eine einzelne Impfung reicht für den vollen Impfschutz. Mit an Bord ist auch der Impfstoff von Biontech. Die notwendige Zweitimpfung findet dann in einem Impfzentrum statt.

Es ist keine Terminvereinbarung erforderlich:

  • Freitag auf dem Gelände des Kino Cineplex in Memmingen, Fraunhoferstraße 21, 15 bis 21.30 Uhr
  • Samstag auf dem Gelände der Firma Feneberg in der Dr.-Karl-Lenz-Straße 4, 8.30 bis 16 Uhr

Nachdem keine Anmeldung und keine Terminvergabe erfolgt, kann es eventuell zu Wartezeiten kommen. Impfwillige über zwölf Jahre, die hier schnell und unkompliziert eine Impfung wollen, bringen bitte einen gültigen Personalausweis mit und gegebenenfalls den Impfpass und einen Medikamentenplan, soweit vorhanden. Jugendliche von zwölf bis 16 Jahren müssen in Begleitung eines Erziehungsberechtigten kommen.

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Corona-Impfung: Das unterscheidet die Impfstoffe

Montag, 23. August, 15.50 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu

Die aktuellen Inzidenzwerte des LGL für das Allgäu finden Sie hier.

Montag, 23. August, 14.40 Uhr: Regierung will 50er-Inzidenz aus Infektionsschutzgesetz streichen

Künftig sollen voraussichtlich keine Einschränkungen wegen Corona ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mehr greifen. Stattdessen soll unter anderem die Belastung in den Krankenhäusern als ein neuer Maßstab im Infektionsschutzgesetz eingeführt werden. Das Corona-Kabinett mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Fachministerinnen und -ministern habe am Montag erstmals seit der Sommerpause wieder getagt und man sei sich einig, dass Gesundheitsminister Jens Spahn (SPD) zügig einen entsprechenden Vorschlag machen und das Bundeskabinett diesen dann beschließen solle, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin mit. Die Bild-Zeitung berichtete zuerst darüber. Den genauen Zeitplan ließen Seibert und ein Sprecher Spahns vorerst offen.


Montag, 23. August, 14 Uhr: Diese unterschiedlichen Corona-Regeln gelten jetzt im Allgäu

Wieso benötige ich im Fitnessstudio und beim Friseur in Kempten aktuell einen negativen Corona-Test - in Dietmannsried aber nicht? Im Allgäu herrscht schon wieder Verwirrung wegen der aktuell gültigen Corona-Regeln. Seit heute ist auch in der Region die 3G-Regelung in Kraft - aber nicht überall. Die Antworten, was jetzt wo gilt, gibt es hier.

Montag, 23. August, 13.05 Uhr: Kleines Wacken-Festival "Bullhead City" fällt wegen Corona aus

Die für Mitte September geplante kleinere Ausgabe des Heavy-Metal-Festivals im schleswig-holsteinischen Wacken fällt aus. Das Festival könne aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen im Kreis Steinburg nicht stattfinden, teilten die Veranstalter am Montag mit.

Montag, 23. August, 10.40 Uhr: Erstmals wieder keine lokale Übertragung von Covid-19 in China

Rund einen Monat nach Beginn des schlimmsten Ausbruchs des Coronavirus in China seit einem Jahr ist erstmals keine lokale Übertragung mehr berichtet worden. Wie die Gesundheitsbehörden in Peking am Montag mitteilten, gab es am Sonntag nur 21 aus dem Ausland eingeschleppte Fälle. Bei dem Ausbruch mit der besonders ansteckenden Delta-Variante hatten sich mehr als tausend Menschen in fast 50 Städten angesteckt. Auslöser war nach Behördenangaben ein russisches Flugzeug in der ostchinesischen Neun-Millionen-Metropole Nanjing, in dem sich Flughafenmitarbeiter infiziert hatten.

Montag, 23. August, 10.30 Uhr: Norwegische Prinzessin positiv auf Coronavirus getestet

Die Tochter des norwegischen Kronprinzenpaares, Prinzessin Ingrid Alexandra, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Königshaus am Sonntagabend mit. Die 17-Jährige werden nun zu Hause auf Gut Skaugum isoliert. Der Rest der Familie sei bislang nicht positiv getestet worden.

Trotzdem hat der Vorfall Konsequenzen für alle. Kronprinz Haakon und Mette-Marit mussten alle Veranstaltungen in den nächsten Tagen absagen - auch die, die mit ihrem 20. Hochzeitstag am Mittwoch in Verbindung stehen. Sie hatten unter anderem ein Treffen mit Jugendlichen geplant, um an die Gründung ihres Fonds vor 20 Jahren zu erinnern. Der sogenannte Kronprinzenpaarfonds soll Jugendlichen helfen, die riskieren, aus der Gesellschaft herauszufallen. Er wurde am Tag ihrer Hochzeit am 25. August 2001 gegründet.

Montag, 23. August, 10 Uhr: Israel will Schüler in Unterrichtszeit impfen

Mit Beginn des neuen Schuljahrs am 1. September will Israel Schülerinnen und Schüler während der Unterrichtszeit gegen das Corona-Virus impfen. Dafür sei lediglich die Zustimmung der Eltern erforderlich, teilte das Corona-Kabinett der Regierung am Montag mit. Israel impft grundsätzlich Kinder schon mit zwölf Jahren, in Ausnahmefällen sogar schon mit fünf. Dies gilt allerdings nur für besonders gefährdete Kinder - etwa wegen extremer Fettleibigkeit, schweren chronischen Lungenkrankheiten oder Herzproblemen.

Montag, 23. August, 9.45 Uhr: Kein Baby-Boom nach erstem Corona-Jahr - Geringes Geburtenplus

Nach dem ersten Corona-Jahr ist die Anzahl der Geburten in Deutschland von Januar bis Mai 2021 nur leicht angewachsen. Mit rund 315 000 Babys stieg die Zahl der neugeborenen Mädchen und Jungen im Vergleich zum Vorjahreszeitung um 1,4 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit.

Einen deutlichen Anstieg habe es nur im März gegeben mit rund 3700 Babys mehr als im Vorjahresmonat. In den übrigen von der einsetzenden Corona-Pandemie geprägten Monaten sei die Entwicklung unauffällig gewesen.


Montag, 23. August, 9.20 Uhr: Spahn will Messwert von 50er-Inzidenz aus Gesetz streichen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen, in der Corona-Pandemie die Messgröße eines Inzidenzwerts von 50 aus dem Infektionsschutzgesetz zu streichen. "Die 50er-Inzidenz im Gesetz, die hat ausgedient", sagte der CDU-Politiker am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Der Wert - nicht mehr als 50 neue Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - habe für eine ungeimpfte Bevölkerung gegolten.

Im Infektionsschutzgesetz sind bei bestimmten Zahlen von neuen Corona-Fällen besondere Maßnahmen vorgesehen. Einige Bundesländer sind von der Fokussierung auf die Inzidenz jedoch schon abgerückt. "Deswegen ist mein Vorschlag, jetzt auch diesen Maßstab, diese 50er Inzidenz, aus dem Gesetz zügig zu streichen", sagte der Minister. Darüber könnte der Bundestag noch vor der Wahl am 26. September entscheiden. "Der neue Parameter ist dann die Hospitalisierung", so Spahn. Damit ist die Zahl der Covid-19-Patienten gemeint, die im Krankenhaus liegen.

Montag, 23. August, 8.30 Uhr: Corona-Inzidenz in NRW bei über 100: Höchster bundesweiter Wert

Die Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist wieder dreistellig und damit so hoch wie in keinem anderen Bundesland. Das Robert Koch-Institut gab sie am Montagmorgen auf seiner Webseite mit 103,3 an. Am Vortag waren es noch 99,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gewesen, vor einer Woche hatte der Wert noch 57,2 betragen.

Der Bundesschnitt lag am Montagmorgen bei 56,4 und damit wesentlich niedriger als im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Montag, 23. August, 7.05 Uhr: Keine Trendwende bei Corona-Impfungen - Beschränkungen für Ungeimpfte

Trotz Einschränkungen für die Menschen ohne Corona-Impfung im Alltag verzeichnen Impfzentren und Arztpraxen in Deutschland derzeit keine generelle Trendwende hin zu mehr Impfungen. Einige Bundesländer meldeten aber wieder ein leichtes Anziehen des zuletzt stark nachgelassenen Impftempos.

In Baden-Württemberg sei eine Zunahme bei den Erstimpfungen auf niedrigem Niveau zu beobachten, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart mit. Für Bayern hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag von steigenden Anmeldezahlen im Impfportal des Landes berichtet.

Ab diesem Montag gelten in Deutschlands teils ausgeweitete "3G"-Regeln: Zutritt zu Restaurants, Friseuren, Kliniken, Schwimmbädern und anderen Innenräumen gibt es bei hohem Infektionsgeschehen nur noch für Geimpfte, Genese oder negativ Getestete. Vor einer Woche hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) Impfungen bereits für alle Kinder ab 12 Jahren empfohlen. Ab 11. Oktober sollen Corona-Schnelltests zudem nicht mehr kostenlos sein.

Montag, 23. August, 6.55 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu im Überblick

Wie jeden Morgen erhalten Sie bei uns die aktuellen Inzidenzwerte aus den Allgäuer Landkreisen und kreisfreien Städten im aktuellen Überblick. Sorgenkind ist heute einmal mehr Memmingen. Dort hat sich der Inzidenzwert innerhalb einer Woche mehr als verdreifacht und steht nun kurz vor 80. Die Übersicht.

Montag, 23. August, 6.45 Uhr: RKI registriert 3.668 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 56,4

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen lag sie bei 56,4 - am Vortag hatte der Wert 54,5 betragen, vor einer Woche 36,2. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3.668 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.30 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2.126 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 4 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls 4 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.871.865 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.702.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.980.

Montag, 23. August, 5 Uhr: Arbeitgeber und Gewerkschaften rufen zur Impfung auf

Angesichts des stockenden Tempos der Corona-Impfungen in Deutschland rufen Arbeitgeber und Gewerkschaften gemeinsam die Menschen zur Impfung auf. "Wir müssen aufpassen, dass wir das Erreichte nicht verspielen", heißt es in dem gemeinsamen Appell von Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger und dem Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. "Mit der aktuellen Impfrate können und dürfen wir uns nicht zufrieden geben."

Alle Entwicklungen vom 13. bis 22. August lesen Sie in Teil 72 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 6. bis 12. August lesen Sie in Teil 71 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 31. Juli bis 6. August lesen Sie in Teil 70 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 26. Juli bis 30. Juli lesen Sie in Teil 69 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 19. bis 25. Juli lesen Sie in Teil 68 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 13. bis 18. Juli lesen Sie in Teil 67 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 3. bis 12. Juli lesen Sie in Teil 66 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 25. Juni bis 2. Juli lesen Sie in Teil 65 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 17. bis 24. Juni lesen Sie in Teil 64 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 9. bis 16. Juni lesen Sie in Teil 63 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 1. bis 8. Juni lesen Sie in Teil 62 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.