Corona-Newsblog, Teil 66

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt vom 3. bis 12. Juli im Überblick

Corona-News aktuell aus dem Allgäu, Bayern und der Welt: England beendet am 19. Juli fast alle Corona-Maßnahmen und kehrt weitgehend zur Normalität zurück. Abstandsregeln und Maskenpflicht enden dann zum Beispiel.

Corona-News aktuell aus dem Allgäu, Bayern und der Welt: England beendet am 19. Juli fast alle Corona-Maßnahmen und kehrt weitgehend zur Normalität zurück. Abstandsregeln und Maskenpflicht enden dann zum Beispiel.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Corona-News aktuell aus dem Allgäu, Bayern und der Welt: England beendet am 19. Juli fast alle Corona-Maßnahmen und kehrt weitgehend zur Normalität zurück. Abstandsregeln und Maskenpflicht enden dann zum Beispiel.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog vom 3. bis 12. Juli.
13.07.2021 | Stand: 10:02 Uhr

Dies ist ein Archivartikel, den aktuellen Newsblog finden Sie hier.

Montag, 12. Juli, 21.40 Uhr: Impfbus kommt nach Oberstaufen und Immenstadt

Der Oberallgäuer Impfbus ist wieder unterwegs: Diesmal macht er Station in Oberstaufen und Immenstadt. Wann sich Bürger wo immunisieren lassen können, lesen Sie hier.

Montag, 12. Juli, 20 Uhr: Wenig Resonanz auf "Johnson-Tage": Warum kaum noch Leute ins Marktoberdorfer Impfzentrum kommen

Trotz Sonderaktion ist im Impfzentrum Marktoberdorf wenig los. Wie sich Impfarzt Blumtritt die Unlust am Impfen erklärt und worauf er nun setzt. Eine Reportage. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 12. Juli, 19.30 Uhr: Ersatz für Volksfeste: Bis zu 1500 Besucher unter Auflagen möglich

Wegen der niedrigen Corona-Zahlen können unter Auflagen auch Ersatzveranstaltungen für Volksfeste mit bis zu 1500 gleichzeitig anwesenden Besuchern stattfinden. Details lesen Sie hier.

Montag, 12. Juli, 19.15 Uhr: Füssener Arzt: Breite Durchimpfung ist die wichtigste Basis für ein Stück Normalität

Auch bei den Hausärzten in Füssen sinkt die Nachfrage nach einem Impftermin. Gerade jetzt haben die Mediziner mit einem speziellen Problem zu kämpfen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 12. Juli, 18.05 Uhr: England beendet Corona-Maßnahmen am 19. Juli

Die Delta-Variante lässt die Corona-Fälle in Großbritannien in die Höhe schießen. Die Regierung lässt sich davon beim Lockerungskurs aber nicht beirren. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 12. Juli, 17.35 Uhr: 25 Abiturienten aus Bayern bei Abifahrt positiv auf Corona getestet

25 junge Menschen aus dem oberbayerischen Landkreis Bad-Tölz-Wolfratshausen sind bei einer gemeinsamen Abiturfahrt positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach bisherigen Erkenntnissen steckten sich zwei der Abiturienten zunächst im privaten Bereich an und fuhren dann mit anderen Abiturienten in zwei Reisebussen nach Kroatien, wie das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen am Montag mitteilte. Dort hätten die Reisenden Schnelltests gemacht, die positiv ausfielen. Anschließende PCR-Tests bestätigten das Ergebnis.

Inzwischen sind die Betroffenen nach Angaben des Landratsamtes wieder zuhause und in Isolation. Das Gesundheitsamt versuche nun, weitere Kontaktpersonen zu ermitteln. Der Inzidenzwert im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sei aufgrund des Ausbruchs innerhalb eines Tages von 11,7 auf 17,2 gestiegen, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes. Allerdings hätten fast alle derzeit Infizierten allenfalls leichte Symptome. Aufgrund einer Corona-Infektion in stationärer Behandlung sei im Landkreis derzeit niemand.

Montag, 12. Juli, 16.50 Uhr: Der Impfbus kommt nach Memmingen - Impfen ohne Termin

Am Samstag, 17. Juli, steht der Impfbus zur Schutzimpfung gegen Covid-19 ab 8.30 Uhr auf dem Hallhof vor der Kreuzherrnkirche in Memmingen. Es kommt der Impfstoff des Herstellers Johnson&Johnson zum Einsatz, bei dem eine einmalige Gabe genügt, um den vollen Impfschutz aufzubauen.

Für dieses Angebot des Memminger Impfzentrums ist keine Terminvereinbarung erforderlich. Impfungen finden statt, solange der Vorrat reicht. Eventuell kann es bei großem Andrang zu Wartezeiten kommen. Impfwillige über 18 Jahren die hier schnell und unkompliziert eine Impfung wollen, bringen bitte einen gültigen Personalausweis (gegebenenfalls den Impfpass und einen Medikamentenplan) mit. Eine Vorabregistrierung unter www.impfzentren.bayern ist zwar nicht zwingend erforderlich, beschleunigt aber den Ablauf.

Am Samstag, 17. Juli, steht der Impfbus zur Schutzimpfung gegen Covid-19 ab 8.30 Uhr auf dem Hallhof vor der Kreuzherrnkirche in Memmingen.
Am Samstag, 17. Juli, steht der Impfbus zur Schutzimpfung gegen Covid-19 ab 8.30 Uhr auf dem Hallhof vor der Kreuzherrnkirche in Memmingen.
Bild: Uwe Hirt

Montag, 12. Juli, 15.20 Uhr: Agrarschau Allgäu soll Ende August stattfinden

Nach jetzigem Stand findet die Agrarschau Allgäu (Agrar- und Bauernmarkt Dietmannsried) wie geplant vom 26. bis 30. August statt.

Bei gleichbleibenden Fallzahlen sollte der Ausstellung laut Thomas Diepolder von der Agrarschau Allgäu nichts im Wege stehen. Wenn die Inzidenzzahlen wieder über 50 steigen sollten, müssen wir damit rechnen, die Agrarschau abzusagen, so Diepolder.

Montag, 12. Juli, 14.30 Uhr: Impfen ohne Termin: Mobiles Impfteam am 14. und 16. Juli im Testzentrum Kaufbeuren/Neugablonz

Am Mittwoch, 14. Juli, sowie am Freitag, 16. Juli, jeweils von 16 bis 19 Uhr ist das mobile Impfteam des Impfzentrums Kaufbeuren Ostallgäu im Testzentrum Kaufbeuren/Neugablonz vor Ort.

Impfwillige können ohne Termin vorbeikommen und sich im Gablonzer Haus, Bürgerplatz 1, mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer impfen lassen. Das Ziel ist es, möglichst unkompliziert allen Menschen eine Impfung zu ermöglichen.

Montag, 12. Juli, 13.30 Uhr: Söder: Sieben-Tage-Inzidenz als Parameter nicht vorschnell abschaffen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will von der Sieben-Tage-Inzidenz zur Beurteilung der Corona-Lage vorerst nicht abrücken. Dies hielte er für verfrüht, sagte der CSU-Chef am Montag beim Besuch des Münchner Impfzentrums. Es sei aber "sehr sinnvoll", etwa die Corona-Krankenhaus-Zahlen dazu in Relation zu setzen und zudem einen Koeffizienten zu finden, der die hohe Zahl der Geimpften berücksichtige. Vielleicht müsse man Grenzwerte auch erhöhen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an und ist Grundlage für viele Anti-Corona-Maßnahmen, sowohl in Bayern als auch auch bundesweit.

Die "Bild"-Zeitung hatte am Montag unter Berufung auf ein "internes Dokument" des Robert Koch-Instituts über eine "Wende in der Corona-Politik" berichtet: Die Inzidenz solle nicht mehr über die Corona-Maßnahmen entscheiden. In dem Papier stelle das RKI die "Hospitalisierung (Krankenhauseinweisung) als zusätzlichen Leitindikator" für die Politik vor.

Das Bundesgesundheitsministerium wies allerdings am Montag darauf hin, dass die Sieben-Tage-Inzidenz auch weiterhin berücksichtigt werde.

Montag, 12. Juli, 11.55 Uhr: Mobiler Impfbus macht Station in Bad Wörishofen und Mindelheim

Impfen ohne Termin - das geht jetzt auch im Impfbus. Am Donnerstag, 15. Juli, steht der Impfbus beim Kurhaus in Bad Wörishofen, am Montag, 19. Juli, auf dem Marienplatz in Mindelheim. Geimpft werden laut Landratsamt jeweils von 9 bis 16.30 Uhr mit den Impfstoffen von Johnson & Johnson und Biontech/Pfizer.

Wer sich die Corona-Schutzimpfung holen möchte, muss volljährig sein und den Ausweis sowie den Impfpass mitbringen. Die Impfung im Impfbus ist für alle gedacht, die sich zum ersten Mal impfen lassen wollen. Damit es zügig geht, sollte man im bayerischen Impfportal unter www.impfzentren.bayern registriert sein und im Unterallgäu oder in Memmingen wohnen.

Montag, 12. Juli, 9.55 Uhr: Corona-Zahlen steigen wieder - RKI plant wohl zusätzlichen Leitindikator

Die Infektionszahlen in Deutschland steigen. Doch auch die Rufe nach Lockerungen werden lauter. Wann ist die Zeit der Corona-Beschränkungen vorbei - und was sagt die Inzidenz überhaupt noch aus? Das RKI will offenbar einen zusätzlichen Leitindikator einführen. Mehr dazu hier.

Montag, 12. Juli, 8.35 Uhr: Österreichs Kanzler Kurz will Eigenverantwortung statt Corona-Maßnahmen

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz will trotz steigender Corona-Infektionen nun auf Eigenverantwortung statt auf staatliche Kontrolle setzen. Kurz sieht die Krise an einem Wendepunkt: "Sie wandelt sich von einer akuten gesamtgesellschaftlichen Herausforderung zu einem individuellen medizinischen Problem", sagte er mehreren Regionalmedien wie der "Kleinen Zeitung".

Man müsse den noch nicht Geimpften klar machen, dass sie sich früher oder später anstecken würden, sagte der konservative Politiker. Dennoch gebe es in einer liberalen Demokratie das Recht, unvernünftig zu handeln. "Man kann am Tag zehn Schnitzel essen oder mit 140 Kilo die Felswand hinaufklettern, ohne dass der Staat unten steht und das Seil sichert."

Der Staat müsse sich jetzt wieder auf seine Kernaufgaben zurückziehen, sagte Kurz. Durch den Fortschritt bei Impfungen, das Tragen von Masken und Massentests sei die Lage nicht mit dem vorigem Sommer vergleichbar.

Montag, 12. Juli, 7.22 Uhr: Ethikratmitglied fordert Impfpflicht für Lehrkräfte und Kita-Personal

Humangenetiker Wolfram Henn vom Deutschen Ethikrat hat eine Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in Schulen und Kitas gefordert. "Wer sich aus freier Berufswahl in eine Gruppe vulnerabler Personen hineinbegibt, trägt eben besondere berufsbezogene Verantwortung", sagte Henn der "Rheinischen Post". "Wir brauchen eine Impfpflicht für das Personal in Kitas und Schulen." Lehrkräfte, Erzieher und Erzieherinnen sollten vor allem Kinder unter zwölf Jahren schützen, die keine Impfung bekommen könnten.

Zwar hätten Kinder selbst ein geringes Risiko, schwer an Covid zu erkranken, man müsse aber weiter damit rechnen, "dass sie das Virus in ihre Familien tragen und Menschen aus Risikogruppen infizieren", sagte der Humangenetiker. Als Beispiel nannte er der Zeitung zufolge etwa Krebspatienten in Familien, die aufgrund akuter Therapien noch gar nicht geimpft werden konnten. Diese Gruppe gelte es jetzt durch eine Impfpflicht bestimmter Berufsgruppen zu schützen. Eine allgemeine Impfpflicht lehnte Henn aber ab.

Montag, 12. Juli, 7.15 Uhr: Aktuelle Inzidenzwerte aus dem Allgäu

Das RKI hat auch am Montagmorgen die aktuellen 7-Tage-Inzidenzwerte für die Region veröffentlicht. Drei Städte und Landkreise weisen eine Inzidenz von 0,0 auf. Der Überblick hier.

Montag, 12. Juli, 6.20 Uhr: Holetschek: Rufe nach Aufhebung aller Corona-Maßnahmen zu früh

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Forderungen nach einer Aufhebung aller Corona-Einschränkungen kritisiert. "Es bleibt wichtig und richtig, das Virus ernst zu nehmen und konsequent strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die lauten Rufe, die Schutzmaßnahmen aufzuheben, halte ich daher für absolut verfrüht", sagte Holetschek der "Rheinischen Post". Notwendig seien weiterhin allerhöchste Wachsamkeit, Vorsicht und Umsicht, vor allem mit Blick auf die deutlich ansteckendere Delta-Variante. "Maske tragen, Abstand halten und Impfen sind nach wie vor die wirksamsten Mittel, die jeder Einzelne dem Virus selbst entgegensetzen kann", sagte der CSU-Politiker.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte sich jüngst für eine Aufhebung aller Corona-Einschränkungen ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. Damit sei im Laufe des Augusts zu rechnen. Für den Vorstoß bekam Maas viel Zustimmung aus der Union und der FDP.

Montag, 12. Juli, 06.10 Uhr: Erneuter Anstieg: Inzidenz bei 6,4 - 324 Corona-Neuinfektionen

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Zum sechsten Mal in Folge ist die 7-Tage-Inzidenz angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Montagmorgen lag sie bei 6,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 324 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.13 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 212 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 2 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche war es 1 Toter gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.736.489 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.635.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.233.

Sonntag, 11. Juli, 21.17 Uhr: Südafrika verlängert strikte Corona-Restriktionen

Aufgrund kontinuierlich hoher Infektionszahlen verlängert Südafrika seine strikten Corona-Beschränkungen für weitere zwei Wochen. Die Ansteckungszahlen blieben angetrieben von der neuen Delta-Variante extrem hoch, begründete Präsident Cyril Ramaphosa die Entscheidung am Sonntagabend in einer TV-Rede. Besonders betroffen ist das Ballungszentrum um die Hauptstadt Pretoria und Wirtschaftsmetropole Johannesburg, wo sich die Gesundheitsinfrastruktur an der Kapazitätsgrenze befindet. Reisen sind dort nur noch geschäftlich erlaubt. Aber auch in anderen Regionen breite sich die Delta-Variante rasant aus, so Ramaphosa.

Sonntag, 11. Juli, 17.31 Uhr: London entscheidet über Aufhebung aller Corona-Regeln

Die britische Regierung entscheidet am Montag über die Aufhebung der verbliebenen Corona-Regeln in England zum 19. Juli. Es wird erwartet, dass Premierminister Boris Johnson trotz eines enormen Anstiegs der Zahl der Neuinfektionen an seinen Plänen festhält und endgültig die Rückkehr zur Normalität ankündigt. Damit würden schon in einer Woche Abstandsregeln und Maskenpflicht fallen - gegen den Rat von Wissenschaftlern und trotz Kritik von Gewerkschaften, Bürgermeistern und Oppositionspolitikern.

Sonntag, 11. Juli, 14.45 Uhr: Landes-Kassenärztechef fordert Tabus für Ungeimpfte

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, Peter Heinz, fordert massive Freiheitseinschränkungen für Ungeimpfte. "Die Nicht-Geimpften haben nicht die Freiheit, ihre Maske abzulegen. Sie dürfen nicht ins Stadion, nicht ins Schwimmbad und nicht ohne Maske im Supermarkt einkaufen. Und man darf Ungeimpften und jenen mit nur einer einfachen Impfung nicht mehr gestatten, in den Urlaub zu fahren", sagte er der "Rhein-Zeitung" .Und weiter: "Wer Ungeimpften Freiheiten zurückgibt, verspielt die Chance, alle Menschen mit der Impfung zu erreichen". Man müsse den Menschen klarmachen: "Ohne Impfung gibt es keine Freiheiten. Ohne diesen Druck werden wir die Menschen nicht überzeugen." Ungeimpfte seien eine Gefahr für die Gesellschaft und dürften daher nicht die gleichen Freiheiten wie Geimpfte bekommen.

Sonntag, 11. Juli, 13.45 Uhr: Weltärztebund-Chef: "Werden Corona nie wieder los"

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet damit, dass Masken nicht mehr aus dem Alltag verschwinden werden. Auf die Frage, ob er einen Zeitpunkt sehe, an dem Corona als ganz normale Erkrankung angesehen werden könne, sagte Montgomery am Sonntag im ARD-"Europamagazin", der Punkt sei erreicht, wenn 85 Prozent der Bevölkerung durch Impfung und Durchmachen der Erkrankung immunisiert seien. "Wir werden aber Corona nie wieder los. Wir werden in bestimmten Situationen immer Masken tragen müssen, Hände waschen müssen, Abstand halten und wir werden regelmäßig nachimpfen müssen, wie wir das von der Grippe ja auch kennen", fügte er hinzu.

Mit Blick auf den deutlichen Anstieg der Ansteckungszahlen in Großbritannien und die dort geplante Aufhebung der Corona-Beschränkungen sagte Montgomery, er halte es für "völlig unverantwortlich, bei diesen Inzidenzwerten und bei einer stockenden Impfkampagne (...) derartige Lockerungsübungen zu machen." Er frage sich, wieviele Menschen sich am Abend beim EM-Finale im Wembley-Stadion anstecken würden. "Und mir graust ein bisschen davor."

Im mobilen Impfbus des Unterallgäus kann in den kommenden Tagen zwischen dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson und dem Impfstoff von Biontech ausgewählt werden.
Im mobilen Impfbus des Unterallgäus kann in den kommenden Tagen zwischen dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson und dem Impfstoff von Biontech ausgewählt werden.
Bild: Thomas Lüdtke

Sonntag, 11. Juli, 13.05 Uhr: Lauterbach wirft UEFA Versagen beim Umgang mit Corona-Pandemie vor

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat der Europäischen Fußball-Union erneut Versagen beim Umgang mit der Corona-Pandemie bei der Europameisterschaft vorgeworfen und das Hygienekonzept der Bundesliga gelobt. "Auf dieser EM liegt ein Schatten, und die UEFA hat durch ihre ignorante Vorgehensweise Todesfälle zu verantworten. Das muss so klar gesagt werden. Die UEFA hat in meinen Augen versagt", sagte der Politiker im Magazin "11Freunde". Dieses Turnier signalisiere, dass Corona vorbei wäre, aber Corona sei nicht vorbei. "Die EM hat sich für dieses fatale Signal missbrauchen lassen", kritisierte er.

Insbesondere die Zulassung von mehr als 60.000 Zuschauern beim Endspiel in London zwischen Italien und England am Sonntagabend (21 Uhr/ZDF und Magenta TV) sieht der 58-Jährige als Gefahr. "Wembley ist komplett außer Kontrolle geraten", sagte Lauterbach. Die Engländer würden sich in einer Phase der Pandemie befinden, in der sie sehenden Auges einen sehr großen Teil der erwachsenen Bevölkerung chronisch krank machen könnten. Nach seiner Meinung wäre es sinnvoll gewesen, "die Zuschauerzahl auf ein Fünftel der Kapazität zu senken".

Dagegen lobte Lauterbach das Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL). "In Kombination mit Schnelltests und der Devise, dass nicht mehr als jeder fünfte Platz besetzt wird, dürfte man dieses Konzept als sicher betrachten – da bin ich mir sehr sicher", sagte der Politiker.

Sonntag, 11. Juli, 12.05 Uhr: OECD-Experte: "Schulschließungen dürfen sich nicht wiederholen"

Der Bildungsdirektor der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Andreas Schleicher, hat vor erneuten Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie gewarnt. Bis zum nächsten Schuljahr müssten Schulen technisch so umgerüstet werden, dass der Unterricht auch bei schwieriger Infektionslage ungestört fortgeführt werden könne, sagte Schleicher, der auch für den internationalen Schulleistungsvergleich Pisa verantwortlich ist, im "Interview der Woche" von MDR AKTUELL. "Diese Schulschließungen dürfen sich einfach nicht wiederholen."

Eine große Zahl junger Menschen sei während der Krise "völlig durchs Raster gefallen", stellte der Bildungsexperte fest. Die Pandemie habe die sozialen Benachteiligungen noch einmal deutlich verstärkt. Schleicher warb dafür, jüngere Kinder und Kinder aus "sozial benachteiligten Schichten" nun gezielt zu fördern.

Sonntag, 11. Juli, 10.30 Uhr: Corona: Spahn will Kliniken zur Meldung weiterer Daten verpflichten

Kliniken sollen künftig umfassendere Daten zu Covid-Patienten melden als bisher. "Neben den bereits sehr genau zu meldenden Daten zur Belegung der Intensivstationen, braucht es noch bessere Informationen zu allen in den Kliniken behandelten Covid-Fällen. So kann das Infektionsgeschehen besser überblickt werden", sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Sonntag und bestätigte einen Bericht der "Bild am Sonntag", wonach Krankenhäuser über eine erweiterte Meldeverordnung verpflichtet werden sollen, mehr Daten zur Verfügung zu stellen.

Dem Bericht zufolge müssen künftig für alle im Krankenhaus behandelten Corona-Patienten Alter, Art der Behandlung und Impfstatus gemeldet werden. "Da die gefährdeten Risikogruppen bereits geimpft sind, bedeutet eine hohe Inzidenz nicht automatisch eine ebenso hohe Belastung bei den Intensivbetten", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Zeitung. Deshalb benötige man nun detailliertere Informationen. "Wir wollen wissen, wer erkrankt und wie gut er geschützt ist. Nur so können wir zeitnah abschätzen, wie hoch die Belastung für das Gesundheitssystem wird und wie gut die Impfungen wirken."

Ab wann genau die neuen Regeln gelten sollen, konnte der Ministeriumssprecher noch nicht sagen. Die Verordnung werde nun aber zügig auf den Weg gebracht.

Sonntag, 11. Juli, 9.50 Uhr: "Altstadtsommer": Festival in Kaufbeuren unter Corona-Bedingungen

„Die Kaufbeurer sind kulturell ausgeblutet, deswegen wollten wir möglichst vielen Leuten eine Freude machen“, sagt Gastronom Markus Mölzer. Er ist einer der Organisatoren des „Altstadtsommers“, der im Juli und August im Spitalhof eine Reihe von Veranstaltungen bieten soll: Konzerte und Streetfood, Poetry-Slam und Vorlesenacht - was unter Corona-Bedingungen möglich ist, erfahren Sie hier.

Sonntag, 11. Juli, 7.50 Uhr: Forderungen nach weiteren Corona-Lockerungen

Den fünften Tag in Folge ist die Corona-Inzidenz wieder leicht gestiegen. Manche Politiker wollen trotzdem weiter lockern - auch mit Verweis darauf, dass die Inzidenz als Kennziffer nicht mehr geeignet ist. CSU-Generalsekretär Markus Blume ist der Meinung: "Sobald jeder Bürger ein komplettes Impfangebot erhalten hat und der Impfschutz auch wirksam bleibt, geht die Gesamtverantwortung vom Staat wieder auf den einzelnen Bürger über. Das heißt: Mit dem Impfschutz für alle endet auch die Zeit der Beschränkungen für alle. An diesem Punkt sind wir aber noch nicht." Wie es in der Pandemie weitergehen könnte, erfahren Sie hier.

Sonntag, 11. Juli, 7.30 Uhr: Die Allgäuer Inzidenzwerte aktuell

Im Allgäu zeigen sich die 7-Tage-Inzidenzwerte für die kreisfreien Städte und Landkreise auch am Sonntag stabil - gehen teilweise sogar zurück. Den höchsten Wert weist auf niedrigem Niveau weiter Memmingen auf, eine Stadt liegt dagegen bei 0,0. Unser Überblick hier.

Sonntag, 11. Juli, 7.10 Uhr: RKI registriert 745 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz wieder über 6

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Erstmals seit rund zwei Wochen ist die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland wieder über den Wert von 6,0 geklettert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntagmorgen lag bei 6,2 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner (Vortag: 5,8; Vorwoche: 5,0).

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 745 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.13 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 559 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden sechs Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es sieben Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.736.165 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.634.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.231.

Samstag, 10. Juli, 20.30 Uhr: Scholz für bessere weltweite Verteilung von Impfstoff

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich für eine bessere weitweite Verteilung von Impfstoffen gegen das Coronavirus ausgesprochen. Nötig seien ausreichend Impfstoffe und finanzielle Mittel dafür. "Und wir müssen jetzt gleichzeitig auch sicherstellen, dass die Impfstoffe dann dort ankommen, wo sie gebraucht werden", sagte Scholz am Samstag bei einem Treffen der Finanzminister der großen Industrie- und Handelsstaaten in Venedig.

Samstag, 10. Juli, 17.42 Uhr: Viele Infektionen: Parlament der Niederlande unterbricht Sommerpause

Wegen einer starken Zunahme von Corona-Infektionen in den Niederlanden unterbricht dort das Parlament seine gerade erst begonnene Sommerpause und kommt zu einer Sondersitzung zusammen. Sie wurde am Samstag für den kommenden Mittwoch angesetzt. Zuvor hatte Gesundheitsminister Hugo de Jonge Alarm geschlagen. Nach Angaben des staatlichen Gesundheitsinstituts RIVM wurden in den Niederlanden zwischen Freitag und Samstag 10.345 neue Ansteckungen festgestellt, einen Tag zuvor waren es noch knapp 7000 und am Samstag voriger Woche 1100.

Samstag, 10. Juli, 16.22 Uhr: Kanzler Kurz will Eigenverantwortung statt Corona-Maßnahmen

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz will trotz steigender Corona-Infektionen nun auf Eigenverantwortung statt auf staatliche Kontrolle setzen. Kurz sieht die Krise an einem Wendepunkt: "Sie wandelt sich von einer akuten gesamtgesellschaftlichen Herausforderung zu einem individuellen medizinischen Problem", sagte er mehreren Regionalmedien wie der "Kleinen Zeitung" (Samstag).

Man müsse den noch nicht Geimpften klar machen, dass sie sich früher oder später anstecken würden, sagte der konservative Politiker. Dennoch gebe es in einer liberalen Demokratie das Recht, unvernünftig zu handeln. "Man kann am Tag zehn Schnitzel essen oder mit 140 Kilo die Felswand hinaufklettern, ohne dass der Staat unten steht und das Seil sichert."

Samstag, 10. Juli, 13.40 Uhr: Mehr als 42 Prozent der Bevölkerung voll geimpft

In Deutschland sind inzwischen mehr als 42 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand: 10.35 Uhr) betrug die Quote am Freitag 42,1 Prozent. An dem Tag wurden demnach wie schon zuvor knapp 700.000 Impfungen gezählt. Insgesamt haben bisher 48,4 Millionen Menschen (58,2 Prozent) mindestens eine Impfdosis erhalten, rund 35 Millionen sind vollständig geimpft.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb zu den jüngsten Zahlen auf Twitter: "Das ist gut - aber im Wettlauf mit der Delta-Variante reicht das noch nicht. Impfstoff, um jeden zu impfen, ist nun da. Bitte nutzen Sie es!"

Unter den Bundesländern liegt Bremen mit einem Anteil von 67,4 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen weiter an erster Stelle; bei den vollständig Geimpften behauptet das Saarland mit 46,6 Prozent seinen Spitzenplatz. Nur Sachsen hat die 50-Prozent-Marke bei den Erstgeimpften bislang nicht erreicht (49,6). Brandenburg ist bei den vollständig Geimpften mit 38,4 Prozent unverändert das Schlusslicht.

Frank Montgomery warnt davor, sich nicht impfen zu lassen.
Frank Montgomery warnt davor, sich nicht impfen zu lassen.
Bild: Guido Kirchner, dpa (Archiv)

Samstag, 10. Juli, 11.35 Uhr: Hamburgs Bürgermeister: Spätestens Ende des Jahres ist die Pandemie überwunden

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) geht davon aus, dass die Corona-Pandemie Ende des Jahres überstanden ist. "Ich denke, wir werden die Pandemie dieses Jahr hinter uns lassen", sagte er. Warum es seiner Meinung nach dabei auf jeden Einzelnen ankommt.

Samstag, 10. Juli, 10.15 Uhr: EU-Behörde sieht auch in Deutschland Corona-Fälle in Verbindung mit Fußball-EM

Mehr als 2.500 Corona-Infektionen zählt eine EU-Behörde in Verbindung mit der Fußball-EM 2021. Die Gesundheitsbehörde ECDC hat dabei erstmals auch Corona-Fälle in Deutschland mit Bezug zur EM gezählt. Wie viele Infektionen sich mit dem Turnier in Verbindung bringen lassen, erfahren Sie hier.

Samstag, 10. Juli, 7.45 Uhr: EU-Kommissar sieht trotz neuer Infektionen keine Gefahr für Urlaub

Trotz wieder steigender Corona-Infektionszahlen in verschiedenen Ländern ist die Urlaubssaison in Europa nach Einschätzung der EU-Kommission nicht in Gefahr. Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Wir müssen uns jetzt vor zu großer Aufregung hüten und Überreaktionen vermeiden." Dank der Impfungen führten höhere Zahlen nicht automatisch zu einer gefährlicheren Lage. Trotz der besonders ansteckenden Delta-Variante sei eine "starke Urlaubssaison" möglich.

Der italienische EU-Kommissar warnte vor einseitigen ungerechtfertigten Reisebeschränkungen durch einzelne Mitgliedstaaten. "Ich hoffe sehr, dass alle EU-Länder ihre Maßnahmen so weit wie irgend möglich koordinieren", sagte Gentiloni. "Einseitige Aktionen werden nur die Unsicherheit in Europa erhöhen." Wichtiger seien das persönliche Verhalten und Impfungen. Wegen der Fortschritte der Impfkampagnen sei die Lage diesen Sommer anders als vor einem Jahr.

Samstag, 10. Juli, 7.40 Uhr: Aktuelle Inzidenzwerte im Allgäu

Im Oberallgäu gibt es wieder mehr Infektionen mit dem Coronavirus. Die höchste Inzidenz in der Region weist aber eine andere Stadt auf - wenngleich die Werte noch immer im niedrigen Bereich liegen. Unser Überblick am Samstag.

Samstag, 10. Juli, 7.25 Uhr: RKI registriert 952 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 5,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Infektionen ist am vierten Tag in Folge angestiegen. Sie lag bei 5,8 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner (Vortag: 5,5; Vorwoche: 4,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 952 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.17 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 671 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 35 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 16 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.735.420 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.634.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.225.

Samstag, 10. Juli, 7.15 Uhr: Landes-Kassenarztchef fordert: Ungeimpfte dürfen nicht mehr reisen

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, Peter Heinz, fordert massive Freiheitseinschränkungen für Ungeimpfte: "Die Nicht-Geimpften haben nicht die Freiheit, ihre Maske abzulegen. Sie dürfen nicht ins Stadion, nicht ins Schwimmbad und nicht ohne Maske im Supermarkt einkaufen. Und man darf Ungeimpften und jenen mit nur einer einfachen Impfung nicht mehr gestatten, in den Urlaub zu fahren", sagte er der "Rhein-Zeitung".

Selbst mit einem negativen Test dürften Ungeimpfte seiner Ansicht nach nicht in den Urlaub fahren: "Das Freitesten schützt ja nicht. Wer zum Beispiel auf eine Insel mit einem negativen PCR-Test fährt, kann sich dort sehr wohl anstecken, fährt wieder nach Hause und ist Virusträger."

"Wer Ungeimpften Freiheiten zurückgibt, verspielt die Chance, alle Menschen mit der Impfung zu erreichen", sagte Heinz. Man müssen den Menschen klarmachen: "Ohne Impfung gibt es keine Freiheiten. Ohne diesen Druck werden wir die Menschen nicht überzeugen." Ungeimpfte seien eine Gefahr für die Gesellschaft und dürften daher nicht die gleichen Freiheiten wie Geimpfte bekommen.

Impfprämien hält Heinz für "absurd". Eine Impfpflicht lehnt er als "Bevormundung" aber ab. Freiheiten nur Geimpften zu geben sei keine versteckte Impfpflicht, "sondern eine zwangsläufige Schlussfolgerung aus einer pandemischen Lage".

Freitag, 9. Juli, 20.15 Uhr: Josef Rid verlor durch Corona-Infektion ein Bein - Jetzt kämpft er sich zurück ins Leben

Dem früheren Freie-Wähler-Bezirksvorsitzenden Josef Rid (79) aus Buchloe wurde wegen Corona ein Bein amputiert. Wochenlang bangte die Familie um sein Leben. Lesen Sie seine Geschichte hier im AZ-Plus-Artikel.

Freitag, 9. Juli, 19.55 Uhr: Viele Neuinfektionen: Wieder Aus fürs Nachtleben in Niederlanden

Wegen einer enorm gestiegenen Zahl an Neuinfektionen haben die Niederlande eine Reihe von Corona-Maßnahmen wieder verschärft. Clubs und Discos müssen von Samstag an erneut schließen. Für Gaststätten ist um Mitternacht Schluss, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag in Den Haag mitteilte. Nach nur knapp zwei Wochen bedeutet das wieder das vorläufige Aus fürs Nachtleben. Auch Festivals und andere Großveranstaltungen ohne feste Sitzplätze, bei denen kein Sicherheitsabstand gehalten werden kann, werden wieder untersagt. "Wir müssen die schnelle Verbreitung des Virus abbremsen", mahnte der Regierungschef. Rutte mahnte seine Landsleute zur Vorsicht.

Freitag, 9. Juli, 17.03 Uhr: Umfrage: Europäer haben Angst vor Corona-Mutationen und vierter Welle

Die Angst der Menschen in Europa vor Corona-Mutationen und einer vierten Welle ist weiter groß. Trotz steigender Impfquoten blickten mehr als 90 Prozent der Menschen mit Sorge in die Zukunft, heißt es in einer am Freitag in Hamburg veröffentlichten Untersuchung der European Covid Survey (ECOS). Impfanreize wie in den USA oder in Israel lehnt eine Mehrheit in Europa ab. Ob Restaurant-Gutschein, Millionen-Lotterie oder 100 Euro für eine Impfung - 54 Prozent aller Befragten seien generell gegen derartige Anreize; weitere 27 Prozent seien unentschlossen. In Deutschland sprachen sich laut Umfrage nur 24 Prozent für einen Geldbetrag und 21 Prozent für einen Essensgutschein als Anreiz aus. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 9. Juli, 16.45 Uhr: Impfen ohne Anmeldung im Landkreis Lindau - mit Moderna, Biontech und Johnson&Johnson

Eine neue Impfaktion startet im Landkreis Lindau: Dort können sich Teilnehmer gegen Corona immunisieren lassen, ohne sich vorher anzumelden. Hier finden Sie die Daten.

Freitag, 9. Juli, 14.39 Uhr: Fast jeder zweite Allgäuer ist mindestens einmal geimpft

Das Allgäu hinkt im Vergleich zum Bundes- und Landes-Schnitt beim Impfen weiter deutlich hinterher. Wir haben die neuesten Zahlen zusammengetragen.

Freitag, 9. Juli, 14.28 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu kaum verändert

Die aktuellen Inzidenzwerte des LGL für das Allgäu finden Sie hier.

Freitag, 9. Juli, 13.10 Uhr: Ganz Spanien wird Corona-Risikogebiet - auch Mallorca und Kanaren

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ganz Spanien und damit auch Mallorca sowie die Kanaren am Sonntag als Risikogebiet ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt.

Freitag, 9. Juli, 10.35 Uhr: Impfen ohne Termin: Impfbus kommt nach Oberstaufen

Am Mittwoch, 14. Juli, kommt der Impfbus des Landkreises Oberallgäu und der Johanniter Unfallhilfe nach Oberstaufen. Die Immunisierung dort findet auf dem Parkplatz am Kurhaus statt.

Geimpft werde laut Landratsamt zwischen 13 und 16 Uhr. Das Angebot kann ohne Termin wahrgenommen werden und richtet sich an alle Impfwilligen über 18 Jahre, die eine Erstimpfung erhalten wollen oder noch eine Zweitimpfung benötigen. Voraussetzung ist, dass die Mindestwartezeit zwischen Erst- und Zweitimpfung bereits abgelaufen ist. Verwendet werden Biontech und Moderna. Eine Vorabregistrierung unter www.impfzentren.bayern sei zwar nicht zwingend erforderlich, beschleunige aber den Ablauf am Impftag enorm, heißt es.

Freitag, 9. Juli, 8.20 Uhr: Intensivmediziner: Maskentragen bleibt notwendig

Intensivmediziner fordern ein Festhalten an der Maskenpflicht, bis 85 Prozent der Erwachsenen geimpft sind. "Solange eine Impfquote von 85 Prozent unter den Erwachsenen nicht erreicht ist, sollten wir auf weitere Lockerungen verzichten und an der Maskenpflicht festhalten", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Andernfalls bestehe im Herbst die Gefahr einer "vierten Welle".

Der Intensivmediziner bezog sich damit auf Sorgen vor der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus, die mittlerweile auch in Deutschland dominiert. Marx sagte: "Erst mit einer Impfquote von 85 Prozent bei den über 18-Jährigen werden wir die Pandemie für beendet erklären können." Bis dahin müsse man weiterhin viel testen, Infektionsketten verfolgen und Hygieneregeln einhalten. Dazu gehöre "mindestens das Tragen von OP-Masken in allen Innenräumen", auch in den Schulen.

In Deutschland sind inzwischen mehr als 40 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Knapp 58 Prozent haben mindestens eine Spritze bekommen.

Freitag, 9. Juli, 7.15 Uhr: Aktuelle Inzidenzwerte im Allgäu

Das RKI hat am Freitagmorgen neue Inzidenzwerte für die Region veröffentlicht. Welche Stadt bei 0,0 liegt und wie es bei Ihnen aussieht, erfahren Sie hier im Überblick.

Freitag, 9. Juli, 6.55 Uhr: Pfizer/Biontech: Dritte Impfung wahrscheinlich innerhalb eines Jahres erforderlich

Die Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech gehen von einem Rückgang der Schutzwirkung ihres Coronavirus-Vakzins nach einem halben Jahr aus. Die dritte Dosis werde wohl innerhalb von sechs bis zwölf Monaten verabreicht werden müssen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Freitag, 9. Juli, 6.05 Uhr: RKI registriert 949 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Infektionen ist am dritten Tag infolge angestiegen. Sie lag bei 5,5 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: Vor einem Tag lag sie bei 5,2, vor zwei Tagen bei 5,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 949 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.15 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 649 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 49 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 69 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.734.468 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.633.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.190.

Die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl stieg zuletzt deutlich an und lag nach jüngsten Daten des RKI über der Schwelle von 1. So gab das RKI den sogenannten 7-Tage-R-Wert am Donnerstag mit 1,09 an (Vortag: 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 109 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Der R-Wert lag über viele Wochen deutlich unter 1. Experten zufolge könnte der Anstieg an der Verbreitung der ansteckenderen Delta-Variante und an Lockerungen der Corona-Beschränkungen liegen.

Donnerstag, 8. Juli, 19.45 Uhr: Stammt das Coronavirus doch aus einem Labor in Wuhan?

Schon lange gibt es Spekulationen, Sars-CoV-2 könnte aus einem Wuhaner Forschungsinstitut entwichen sein. Warum die „Lab-Leak“-Theorie neue Nahrung erhält, lesen Sie hier.

Der Impfbus kommt nach Oberstaufen und Immenstadt.
Der Impfbus kommt nach Oberstaufen und Immenstadt.

Donnerstag, 8. Juli, 19.30 Uhr: Kommission empfiehlt keine Impfung für Kinder und Jugendliche

Sollten Schüler gegen Corona geimpft sein, um nach den Sommerferien wieder sicher in die Klassenzimmer zurückkehren zu können? Der Streit über diese Frage spitzt sich zu. Die Ständige Impfkommission (Stiko) will Impfungen für Jüngere weiter nur in Ausnahmefällen empfehlen. Was ihr Vorsitzender Thomas Mertens dazu sagt, lesen Sie hier.

Donnerstag, 8. Juli, 19 Uhr: Diese Bäder und Thermen in der Region haben wieder geöffnet

Nach der Corona-Pause haben wieder einige Erlebnisbäder und Thermen im Allgäu geöffnet. Mancherorts müssen sich die Besucher aber noch etwas gedulden. Unseren Überblick finden Sie hier.

Donnerstag, 8. Juli, 17.25 Uhr: 16-Jährige darf gegen Willen der Mutter geimpft werden

Eine 16-Jährige in Israel darf sich auch gegen den Willen ihrer Mutter gegen das Coronavirus impfen lassen. Warum das Gericht so entschieden hat, lesen Sie hier.

Donnerstag, 8. Juli, 17.15 Uhr: Holetschek verteidigt Bayern-Regeln bei Zuschauer-Rückkehr in die Fußball-Stadien

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat den Sonderweg des Freistaats bei der Zuschauer-Rückkehr in die Fußball-Stadien verteidigt. Zur neuen Saison dürfen die Vereine in Bayern ihre Stadien zu 35 Prozent auslasten. Warum das kritisiert wird, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 8. Juli, 16.55 Uhr: Lauterbach liebäugelt mit Posten des Gesundheitsministers

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach liebäugelt nach der Bundestagswahl mit dem Amt des Gesundheitsministers. Er finde die Aufgabe "nach wie vor sehr reizvoll", sagte der 58-Jährige. Was allerdings zuerst passieren muss, damit Lauterbach für diesen Posten infrage kommt, lesen Sie hier.

Schon lange gibt es Spekulationen, Sars-CoV-2 könnte aus einem Wuhaner Forschungsinstitut entwichen sein. Warum die „Lab-Leak“-Theorie neue Nahrung erhält.
Schon lange gibt es Spekulationen, Sars-CoV-2 könnte aus einem Wuhaner Forschungsinstitut entwichen sein. Warum die „Lab-Leak“-Theorie neue Nahrung erhält.
Bild: Chinatopix, AP, dpa

Donnerstag, 8. Juli, 16.15 Uhr: DOSB-Präsident Hörmann: Fan-Ausschluss bei Olympia "alternativlos"

DOSB-Präsident Alfons Hörmann aus Sulzberg (Oberallgäu) hält den Ausschluss von Zuschauern bei den Olympischen Spielen in Tokio für richtig. "Diese schmerzvolle Entscheidung ist in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen wohl alternativlos", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbunds am Donnerstag. Zuvor hatte Japans Regierung die erneute Verhängung des Corona-Notstands für Tokio angekündigt. Die Organisatoren beschlossen daraufhin, auch keine Fans aus dem Inland bei den Wettbewerben in der Hauptstadt zuzulassen.

"So gerne wir alle Zuschauer in den Stadien hätten, muss die Sicherheit für die Athleten und die Bürger in Japan an erster Stelle stehen", sagte Hörmann und fügte hinzu: "Besser Olympische Spiele ohne Zuschauer als die aktuellen Szenarien mit voll besetzten Stadien und hohem Infektionsrisiko." Die ersten deutschen Sportler sind bereits in Japan eingetroffen. Insgesamt entsendet der DOSB 434 Athletinnen und Athleten zu den Sommerspielen.

Donnerstag, 8. Juli, 16 Uhr: Rufe nach leichteren Impf-Gelegenheiten - Delta dominiert

Die ansteckendere Corona-Variante breitet sich zusehends aus, doch die Impfungen büßen gerade etwas an Geschwindigkeit ein. Kommen jetzt bald neue Impf-Ideen vor Ort, um bisher Unentschlossene zu gewinnen?

Donnerstag, 8. Juli, 15.30 Uhr: Japan schließt Zuschauer bei Olympia in Tokio aus

Die letzten Hoffnungen der Olympia-Macher auf Zuschauer bei den Sommerspielen in Tokio sind zerplatzt. Die Corona-Lage zwingt die japanischen Gastgeber zum Ausschluss aller Fans aus den Arenen der Olympia-Stadt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach liebäugelt nach der Bundestagswahl mit dem Amt des Gesundheitsministers.
Der SPD-Politiker Karl Lauterbach liebäugelt nach der Bundestagswahl mit dem Amt des Gesundheitsministers.
Bild: Kay Nietfeld, dpa (Symbolbild)

Donnerstag, 8. Juli, 14.45 Uhr: Corona in erster Pandemiewelle dritthäufigste Todesursache in Bayern

Die Corona-Erkrankung Covid-19 war in der ersten Welle 2020 die dritthäufigste Todesursache in Bayern. Welche Zahlen das bayerische Landesamt für Statistik dazu nun veröffentlicht hat, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 8. Juli, 14.30 Uhr: Wettlauf um Geld und Gesundheit: Bayerns Luftfilterdebatte

In knapp zehn Wochen fängt das neue Schuljahr an. Doch bis dahin muss noch viel passieren, um die Schulen auf die nächste Corona-Welle vorzubereiten. Warum sich nun auch Eltern wegen der Luftfilter Sorgen machen, lesen Sie hier.

Donnerstag, 8. Juli, 14.05 Uhr: Nun auch digitale Corona-Impfnachweise für Genesene in Apotheken

Digitale Corona-Impfnachweise sollen von diesem Freitag an in Apotheken auch für Genesene zu bekommen sein, die ergänzend eine Impfung bekommen haben. Dafür ist nun die notwendige technische Lösung umgesetzt worden, wie der Deutsche Apothekerverband am Donnerstag in Berlin mitteilte. Über das System der Apotheken seien schon mehr als 20 Millionen Impfzertifikate ausgestellt worden, sagte der Vorsitzende Thomas Dittrich. Für Bürger, die eine Infektion durchgemacht und daher anschließend nur eine einzige Impfung erhalten haben, sei es technisch noch nicht möglich gewesen. "Jetzt geht es."

Nach der erneuten Verhängung des Corona-Notstands in Japan haben die Olympia-Organisatoren den Ausschluss von Zuschauern von den Wettbewerben in Tokio beschlossen.
Nach der erneuten Verhängung des Corona-Notstands in Japan haben die Olympia-Organisatoren den Ausschluss von Zuschauern von den Wettbewerben in Tokio beschlossen.
Bild: Shinji Kita, Kyodo News, dpa

Um den digitalen Nachweis zum Vorzeigen auf dem Handy zu bekommen, müssten Genesene drei Dokumente in der Apotheke vorlegen: einen Ausweis mit Foto, den Nachweis eines positiven PCR-Tests und den Nachweis über die einmalige Impfung, etwa im gelben Impfbuch. "Es gibt immerhin mehr als 3,7 Millionen Genesene im Land, von denen viele zwischenzeitlich geimpft sind", sagte Dittrich. "Ihnen kann das Impfzertifikat helfen, den Sommer und die Urlaubszeit unbeschwerter zu genießen". Für Bürger sei das Angebot gratis, Apotheken erhielten als Vergütung gut 5,04 Euro plus durchlaufender Mehrwertsteuer.

Donnerstag, 8. Juli, 13.24 Uhr: Sommerurlaub in Europa trotz Delta-Variante - Was geht und was nicht?

Viele wichtige Urlaubsregionen in Europa haben ihre Türen im zweiten Corona-Sommer weit geöffnet. Insgesamt ist die Infektionslage trotz wieder steigender Zahlen immer noch vergleichsweise entspannt, auch wenn es vereinzelt beunruhigende Entwicklungen gibt. Was ist also möglich in Europa und welche Auflagen sind zu beachten? Etwa eine Testpflicht für alle, die mit dem Flugzeug nach Deutschland zurückkehren und nicht vollständig geimpft oder von Covid-19 genesen sind. Einen Überblick, was bei der Reiseplanung zu bedenken ist, gibt es hier.

Donnerstag, 8. Juli, 12.50 Uhr: 40-Prozent-Marke bei vollständig Geimpften in Deutschland überschritten

In Deutschland sind nun mehr als 40 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die Quote stieg am Donnerstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf 40,8 Prozent - tags zuvor hatte sie mit 39,9 Prozent noch knapp unter der 40er-Marke gelegen. Mehr als 47,8 Millionen Menschen (57,6 Prozent) haben mindestens eine Impfung bekommen, rund 33,9 Millionen Menschen sind vollständig geimpft. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 8. Juli, 10.55 Uhr: Britische Corona-Öffnungspolitik "gefährliches und skrupelloses Experiment"

Dass am 19. Juli alle Corona-Regeln in England aufgehoben werden, könnte zu einer weltweiten Gefahr werden. Das haben mehr als 100 Wissenschaftler in einem offenen Brief geschrieben. Sie kritisieren die Corona-Öffnungspolitik der britischen Regierung als "gefährliches und skrupelloses Experiment". Wenn sich das Virus dank der geplanten Lockerungen, die ein Ende von Maskenpflicht und Abstandsregeln vorsehen, weiter ausbreite, würden Millionen Menschen infiziert, Hunderttausende riskierten Langzeiterkrankungen und bleibende Behinderungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 8. Juli, 10.01 Uhr: US-Forscher: Bereits vier Millionen Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Pandemie sind weltweit bereits mehr als vier Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Mittwochabend aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit stieg die Zahl der global bekannten Corona-Todesfälle innerhalb von knapp drei Monaten von drei auf vier Millionen an. Weltweit gab es bislang rund 185 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus, wie Daten der Universität zeigten. Experten gehen bei Infektionen und Todesfällen von einer noch höheren Dunkelziffer aus. In absoluten Zahlen wurden die meisten Corona-Todesfälle bislang aus den USA gemeldet. In dem Land mit 330 Millionen Einwohnern starben seit Anfang vergangenen Jahres rund 605.000 Menschen. An zweiter Stelle folgt Brasilien mit 525.000 Toten, auf Rang drei liegt das bevölkerungsreiche Indien mit gut 400.000 Toten.

Donnerstag, 8. Juli, 9.39 Uhr: Maskenpflicht auf Memminger Wochenmarkt

Zwar herrscht derzeit in der Memminger Altstadt generell keine Maskenpflicht mehr. Das gilt allerdings nicht während des Wochenmarktes. Besucher müssen laut Ordnungsamt FFP-2-Masken tragen. Zudem dürften auf dem Marktgelände derzeit keine Speisen verzehrt werden.

Donnerstag, 8. Juli, 8.30 Uhr: Aktuelle Inzidenzzahlen fürs Allgäu

Die Inzidenzwerte im Allgäu bleiben weiter auf niedrigem Niveau. Lediglich Memmingen und das Unterallgäu haben sehr leicht zugelegt. Hier die Übersicht.

Donnerstag, 8. Juli, 7.50 Uhr: Impftempo lässt etwas nach

Das Impftempo in Deutschland hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zuletzt etwas nachgelassen. So seien in der vergangenen Woche bis einschließlich Sonntag durchschnittlich 710.100 Dosen pro Tag verabreicht worden, heißt es im RKI-Situationsbericht vom Mittwochabend. In der Vorwoche seien es 800.500 Dosen pro Tag gewesen. In der Woche davor waren es im Schnitt mehr als 820.000 Dosen pro Tag.

Von den bis einschließlich Sonntag ausgelieferten Impfstoffen waren bis Dienstag 93 Prozent der Dosen von Biontech/Pfizer (Comirnaty), 91 Prozent von Moderna, 78 Prozent von Astrazeneca und 56 Prozent von Johnson & Johnson verimpft worden.

Bislang haben mehr als 57 Prozent der Menschen in Deutschland eine erste Impfdosis erhalten, rund 40 Prozent sind vollständig geimpft.

Donnerstag, 8. Juli, 7.36 Uhr: Mangelhafte Masken - Firma will von Lieferanten 2,3 Mio Euro zurück

Eine Firma, die Apotheken mit FFP2-Masken versorgt, will ihr Geld zurück: Sie hatte bei einem Lieferanten im April vergangenen Jahres knapp 850.000 hochwertige Atemschutzmasken bestellt. Als die Ware im Mai 2020 geliefert wurde, stellte sich aus Sicht der Klägerin allerdings heraus, dass die Qualität zu schlecht war und die Masken nicht verwendet werden konnten. Die Firma fordert deshalb am Donnerstag vor dem Landgericht München II von den insgesamt fünf Beklagten die Rückabwicklung des Kaufvertrages - und damit die Rückzahlung von 2,28 Millionen Euro.

Mittwoch, 7. Juli, 21 Uhr: Mangelhafte Masken - Firma will von Lieferanten 2,3 Mio Euro zurück

Eine Firma, die Apotheken mit FFP2-Masken versorgt, will ihr Geld zurück: Sie hatte bei einem Lieferanten im April vergangenen Jahres knapp 850.000 hochwertige Atemschutzmasken bestellt. Als die Ware im Mai 2020 geliefert wurde, stellte sich aus Sicht der Klägerin allerdings heraus, dass die Qualität zu schlecht war und die Masken nicht verwendet werden konnten. Die Firma fordert deshalb am Donnerstag (10.30 Uhr) vor dem Landgericht München II von den insgesamt fünf Beklagten die Rückabwicklung des Kaufvertrages - und damit die Rückzahlung von 2,28 Millionen Euro.

Mittwoch, 7. Juli, 19.25 Uhr: RKI: Delta-Variante dominiert erstmals in Deutschland

Die besonders ansteckende Delta-Variante ist in der Corona-Pandemie in Deutschland zur vorherrschenden Mutante geworden. Sie dominiere erstmals mit einem Anteil von 59 Prozent, hieß es am Mittwochabend in der jüngsten wöchentlichen Auswertung des Robert Koch-Instituts mit Blick auf die 25. Kalenderwoche (21.-27. Juni).

Es sei anzunehmen, dass es sich nun bei knapp zwei Dritteln der PCR-bestätigten neuen Corona-Infektionen um eine Ansteckung mit der Delta-Variante (B.1.617.2) und nur noch bei einem Drittel um eine mit der Alpha-Mutante handele. Der Alpha-Anteil sank damit rasch von 91 Prozent Ende Mai auf 33 Prozent Ende Juni. Andere Virusvarianten spielen in Deutschland zurzeit keine Rolle. Es wird nur ein Teil der positiven Corona-Proben auf Varianten hin untersucht.

Mittwoch, 7. Juli, 19 Uhr: R-Wert in Bayern wieder über 1 - aber schwankend

Die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl ist in Bayern wieder über die Schwelle von 1 gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab das Robert Koch-Institut (RKI) den sogenannten 7-Tage-R-Wert für den Freistaat am Mittwoch mit 1,02 an - und damit sogar minimal höher als den Wert für Gesamtdeutschland.

"Wir beobachten gerade, dass die Reproduktionszahl von Tag zu Tag um den Wert 1 schwankt", sagte ein Ministeriumssprecher. Jedoch: "Der R-Wert sollte insbesondere bei den niedrigen Infektionszahlen nicht isoliert betrachtet werden, denn er reagiert sensibel auf die auch täglich schwankenden Zahlen der neuen Infektionen."

Ein R-Wert von 1,02 bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 102 weitere Menschen anstecken. Die Kennziffer bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Der R-Wert lag über viele Wochen deutlich unter 1, stieg aber zuletzt relativ kontinuierlich an. Experten zufolge könnte das an der Verbreitung der ansteckenderen Delta-Variante und an Lockerungen der Corona-Beschränkungen liegen.

Mittwoch, 7. Juli, 18.40 Uhr: Hunderte Fußball-Fans feiern in London ohne Abstand und Masken

Vor dem zweiten Halbfinale der Fußball-EM haben am Mittwoch Hunderte Fans der englischen Nationalmannschaft ohne Abstand und Masken vor dem Wembley-Stadion gefeiert. Die Anhänger der Three Lions sangen auf einem Vorplatz der Arena Lieder und standen eng beieinander. Mehr als 60.000 Zuschauer sollen bei der Partie gegen Dänemark am Abend (21.00 Uhr) im Stadion sein.

Digitale Corona-Impfnachweise sollen von diesem Freitag an in Apotheken auch für Genesene zu bekommen sein, die ergänzend eine Impfung bekommen haben.
Digitale Corona-Impfnachweise sollen von diesem Freitag an in Apotheken auch für Genesene zu bekommen sein, die ergänzend eine Impfung bekommen haben.
Bild: Zacharie Scheurer, dpa

Schon vor dem ersten Halbfinale zwischen Italien und Spanien hatten sich am Dienstag weit vor dem Anpfiff Hunderte Fans beider Nationalteams vor dem Stadion eingestimmt. Zwar gelten offiziell Masken- und Abstandsregeln im Stadion, Bilder und Videos zeigten dennoch auch während der Partie Szenen wie vor der Corona-Pandemie.

Bis zum 19. Juli sollen die Corona-Maßnahmen wie Mindestabstände und Maskenpflicht weitgehend aufgehoben werden. Das hatte Premierminister Boris Johnson am Montag angekündigt. Dann können die Engländer wieder im voll besetzten Theater sitzen, riesige Feste feiern und sogar die Nacht im vollen Club durchtanzen. So wie im Halbfinale am Dienstag.

Mittwoch, 7. Juli, 17.45 Uhr: Praxen können Corona-Impfstoff künftig nach Bedarf bestellen

Die Arztpraxen sollen Corona-Impfstoff künftig nach Bedarf bestellen können - und nicht mehr orientiert an einem Verteilschlüssel nach dem Bevölkerungsanteil je Bundesland. Das Bestellverfahren soll dafür ab Mitte Juli umgestellt werden, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Mittwoch mitteilte und das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage bestätigte.

Die jetzige Verteilung habe mitunter dazu geführt, dass Ärzte in manchen Gegenden weniger Dosen erhalten als anderswo, erläuterte die KBV. Künftig wolle der Bund daher nach Bedarf verteilen. Da dafür ein früherer Überblick nötig sei, wie viel Impfstoff wo benötigt werde, sollen Praxen künftig zwei Wochen im Voraus Bestellungen in Apotheken einreichen. Die wöchentliche Belieferung solle aber erhalten bleiben.

Die bedarfsabhängige Impfstoffverteilung solle erstmals in der Woche vom 26. Juli erfolgen. Praxen müssten daher am kommenden Dienstag einmalig für zwei Wochen Impfstoff bestellen: wie bisher für die Woche ab 19. Juli und zusätzlich für die Woche ab 26. Juli. Ab dem darauffolgenden Dienstag solle dann jeweils wieder nur für eine Woche bestellt werden - und zwar immer für die übernächste Woche, erklärte die KBV.

Mittwoch, 7. Juli, 17.20 Uhr: WHO warnt vor breiter Aufhebung von Corona-Regeln

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts von Öffnungsplänen in Ländern wie Großbritannien vor voreiligen Schritten. Die Annahme, dass schon alle durch Corona-Impfungen geschützt seien und daher wieder völlige Normalität hergestellt werden könne, sei gefährlich für Europa und andere Regionen, warnte WHO-Krisenmanager Mike Ryan am Mittwoch in Genf. "Jetzt ist extreme Vorsicht angesagt", sagte er bei einer Pressekonferenz.

Ryan äußerte auf die Frage nach der geplanten völligen Aufhebung von Restriktionen in Großbritannien zwar keine direkte Empfehlung oder Kritik. Er sagte jedoch: "Wenn man öffnet, wird die Übertragung ansteigen." Noch seien nicht alle geimpft, und noch sei nicht klar, wie sehr Vakzine gegen Infektionen und Übertragungen schützen. Regierungen sollten jetzt nicht überhastet die Fortschritte im Kampf gegen die Pandemie aufs Spiel setzen, sagte Ryan.

"Im Rennen gegen Impfstoffe liegen derzeit die Virusvarianten vorne", warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Er gab erneut reichen Ländern die Schuld daran, dass sich ansteckendere Varianten durch die massive Unterversorgung ärmerer Länder mit Impfstoffen leichter ausbreiten und auch mutieren können.

Mittwoch, 7. Juli, 17.10 Uhr: Morddrohungen gegen Arzt wegen Impfangebots für Kinder

Kinder und Impfen - ein äußerst heikles Thema. Ein Arzt aus Bayern setzt sich für Impfungen Jüngerer ein und bekommt dafür die Wut einiger Bürger zu spüren.

Mittwoch, 7. Juli, 17.05 Uhr: Spahn wirbt für "nationalen Ruck" für weiter hohes Impftempo

Bei den Corona-Impfungen geht es über den Sommer zusehends darum, einen möglichst hohen Gemeinschaftsschutz für alle zu erreichen. Dafür sollen Bürger stärker ermuntert werden, die bisher noch zögern. Wie Gesundheitsminister Spahn sie vom Impfen überzeugen will, lesen Sie hier.

Mittwoch, 7. Juli, 16.40 Uhr: Weitere Sonder-Impfaktion in Kempten: Das müssen Sie wissen

Nach der erfolgreichen Sonder-Impfaktion vom Wochenende findet in Kempten erneut eine solche Aktion statt. Diesmal steht der Impfbus an einer anderen Stelle. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 7. Juli, 15.30 Uhr: Neuinfektionen steigen: Geht die UEFA zu sorglos mit Corona um?

Die europäische Gesundheitsbehörde hat im Zusammenhang mit der EM bislang mehr als 2500 Corona-Infektionen gezählt. Die Turnier-Macher haben aus Expertensicht die Delta-Variante nicht einkalkuliert. Die Bilder aus London sind deshalb mit Vorsicht zu genießen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Vor dem zweiten Halbfinale der Fußball-EM haben am Mittwoch Hunderte Fans der englischen Nationalmannschaft ohne Abstand und Masken vor dem Wembley-Stadion gefeiert.
Vor dem zweiten Halbfinale der Fußball-EM haben am Mittwoch Hunderte Fans der englischen Nationalmannschaft ohne Abstand und Masken vor dem Wembley-Stadion gefeiert.
Bild: Zac Goodwin, PA Wire, dpa

Mittwoch, 7. Juli, 14.40 Uhr: Bundesweiter R-Wert wieder über 1

Erstmals seit April liegt die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl wieder über der Schwelle von 1. So gab das Robert Koch-Institut (RKI) den sogenannten 7-Tage-R-Wert am Mittwoch mit 1,01 an (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Der R-Wert lag über viele Wochen deutlich unter 1, stieg aber zuletzt relativ kontinuierlich an. Experten zufolge könnte das an der Verbreitung der ansteckenderen Delta-Variante und an Lockerungen der Corona-Beschränkungen liegen. Eine weitere Corona-Kennzahl - die 7-Tage-Inzidenz - war zuletzt stabil auf niedrigem Niveau. So gab das RKI die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwoch mit 5,1 an (Vortag 4,9; Vorwoche 5,2).

Mittwoch, 7. Juli, 14.10 Uhr: WHO meldet Rückgang der Corona-Todesfälle und Anstieg der Infektionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat so wenige gemeldete Todesfälle durch das Coronavirus registriert wie seit Anfang Oktober 2020 nicht mehr. In der Woche vom 28. Juni bis 4. Juli waren es knapp 54 000, sieben Prozent weniger als in der Vorwoche, wie die WHO am Mittwoch in Genf bekanntgab.

Gleichzeitig stieg die Zahl der gemeldeten Infektionen weltweit leicht, auf gut 2,6 Millionen in der genannten Woche. Besonders stark war der Anstieg in der WHO-Europaregion, die 53 Länder von Portugal bis Tadschikistan umfasst: plus 30 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus wurde in sieben weiteren Ländern nachgewiesen, insgesamt jetzt in 104 der 194 WHO-Mitgliedsländer.

Damit sind insgesamt seit Beginn der Pandemie gut 183 Millionen Infektionen gemeldet worden und fast vier Millionen Menschen mit einer Corona-Infektion gestorben. Die WHO geht von einer hohen Dunkelziffer aus, weil nicht in allen Ländern alle Fälle entdeckt und gemeldet werden.

Mittwoch, 7. Juli, 12.49 Uhr: Rekordwert - Tunesien meldet fast 8000 neue Corona-Fälle

Tunesien hat einen Höchststand bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen registriert. Das Gesundheitsministerium meldete für Dienstag mehr als 7900 neue Fälle - so viele wie noch nie zuvor. 119 Menschen starben zugleich an oder mit dem Virus. Seit Wochen verschlechtert sich die Lage in dem nordafrikanischen Land drastisch. Auch Fälle der besonders ansteckenden Delta-Variante wurden bereits registriert. Allein im Juni hatte es mehr als 2000 Corona-Tote gegeben. Mehr als jeder dritte Corona-Test fällt in Tunesien positiv aus. Beim Impfen kommt das Land mit seinen rund 11,5 Millionen Einwohnern derweil nur langsam voran. Knapp zwei Millionen Menschen wurden bislang geimpft, knapp 600 000 von ihnen sind vollständig geimpft.

Mittwoch, 7. Juli, 11.34 Uhr: Ohne Termin und mit freier Impfstoff-Auswahl in die Impfzentren Memmingen und Bad Wörishofen

Ab Montag, 12. Juli, ist in den Impfzentren Memmingen und Bad Wörishofen keine Anmeldung mehr erforderlich. Gleichzeitig kann zwischen den Impfstoffen Biontech/Pfizer, Moderna, Johnson & Johnson und AstraZeneca gewählt werden. Das sei möglich, weil genügend Impfstoff da sei und die Priorisierung aufgehoben worden ist, teilen Stadt Memmingen und Landratsamt Unterallgäu mit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 7. Juli, 10.15 Uhr: Weniger effektiv? Wie gut Biontech vor der Delta-Variante schützt - Experte sorgt sich

Kein Land hat schneller geimpft, kein Land mehr Daten über den Kampf gegen Corona gesammelt – nun aber kommen ausgerechnet aus dem bislang so fortschrittlichen Israel beunruhigende Nachrichten über die Verlässlichkeit des Impfstoffes von Biontech. Für den SPD-Experten Karl Lauterbach ist das durchaus ein Grund zur Sorge. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 7. Juli, 8.40 Uhr: Atemlos, kraftlos: Das Leiden an Covid-Spätfolgen - Wie kann Betroffenen geholfen werden?

Wie ergeht es Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, aber gesundheitlich weiter angeschlagen sind? Schlapp, atemlos, Haarausfall, Ohrenschmerzen und viele andere Symptome quälen in Deutschland derzeit etwa 550.000 Menschen, die an Corona-Spätfolgen leiden. Eine Betroffene fühlt sich von der Medizin alleingelassen. Sie berichtet.

Mittwoch, 7. Juli, 7 Uhr, Ab heute gelten gelockerte Reisebeschränkungen für fünf Länder

Die wegen der Verbreitung besonders ansteckender Corona-Varianten verhängten Einreisebeschränkungen für Portugal, Großbritannien und Nordirland, Russland, Indien und Nepal werden ab dem heutigen Mittwoch gelockert. Die fünf Länder werden vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft. Damit ist die Einreise nach Deutschland für alle Personengruppen wieder möglich. Für vollständig Geimpfte und Genesene entfällt die Quarantänepflicht ganz, für alle anderen wird sie verkürzt.

Mittwoch, 7. Juli, 6.45 Uhr: Die RKI-Zahlen für die Region

Die Sieben-Tage-Inzidenzwerte im Allgäu bleiben auf niedrigem Niveau. Im Oberallgäu ist der Wert im Vergleich zum Vortag leicht auf 6,4 gestiegen. Im Unterallgäu ist er auf 2,8 gesunken.Kempten bleibt bei 0,0. Alle Werte im Detail hier.

Mittwoch, 7. Juli, 6.15 Uhr: RKI registriert 985 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,1

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 985 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 808 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,1 an (Vortag: 4,9; Vorwoche: 5,2).

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 48 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 56 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.732.549 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.631.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.110.

Mittwoch, 7. Juli, 5.50 Uhr: 2500 Corona-Fälle in Verbindung mit EM

Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hat im Zusammenhang mit der Fußball-EM bislang mehr als 2500 Corona-Infektionen gezählt. In der dritten Turnierwoche der Europameisterschaft sei ein erheblicher Anstieg im Vergleich zur Woche davor zu verzeichnen gewesen, bestätigte die EU-Agentur auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 6. Juli, 17.55 Uhr: Impfzentren im Ostallgäu und in Kaufbeuren für alle geöffnet

Die Impfzentren werden für jedermann geöffnet: Da die Nachfrage nach Impfangeboten sinkt, heben Landkreis Ostallgäu und Stadt Kaufbeuren gemeinsam mit dem Roten Kreuz als Betreiber der Impfzentren die Terminvereinbarung ab Mittwoch, 7. Juli 2021, auf. Das gaben Stadt und Landkreis am Dienstagabend bekannt.

Dienstag, 6. Juli, 17.30 Uhr: Ab Mittwoch gelten gelockerte Reisebeschränkungen für fünf Länder

Die wegen der Verbreitung besonders ansteckender Corona-Varianten verhängten Einreisebeschränkungen für Portugal, Großbritannien und Nordirland, Russland, Indien und Nepal werden ab Mittwoch gelockert. Die fünf Länder werden vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft. Damit ist die Einreise nach Deutschland für alle Personengruppen wieder möglich. Für vollständig Geimpfte und Genesene entfällt die Quarantänepflicht ganz, für alle anderen wird sie verkürzt.

Dienstag, 6. Juli, 15.55 Uhr: Labore: Delta bei fast jeder zweiten Corona-Infektion

In deutschen Laboren geht mittlerweile knapp die Hälfte aller untersuchten Corona-Befunde auf die Delta-Variante zurück. Das teilte der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit. Demnach betrug der Delta-Anteil bei der Datenerhebung der Woche bis 4. Juli 47 Prozent. Der Verband sprach von einem "erwartungsgemäßen" Anstieg. Die Zahlen des ALM decken sich in etwa mit der Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) von vergangener Woche. Es sei damit zu rechnen, dass die in Indien entdeckte Mutante "mindestens die Hälfte aller Neuinfektionen ausmacht", schrieb das RKI mit Bezug auf die Woche bis 4. Juli. Aktuelle Daten des RKI werden am Mittwochabend erwartet.

Dienstag, 6. Juli, 15.25 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu steigen leicht

Die aktuellen Inzidenzwerte des LGL für das Allgäu finden Sie hier.

Dienstag, 6. Juli, 13.45 Uhr: „Es fehlt eine regionale Plattform“ - Mediziner und Politiker Dr. Spitzer nach Impfaktion in Kempten

Der Mediziner und Abgeordnete Dr. Dominik Spitzer vermisst eine Übersicht für Impfwillige - auch in Kempten. Denn freie Kapazitäten gäbe es genug. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 6. Juli, 13.15 Uhr: Corona-Tests an Schulen auch im Herbst - Pool-Tests für Grundschulen

Schülerinnen und Schüler in Bayern müssen sich auch nach den Sommerferien noch längere Zeit auf regelmäßige und verpflichtende Corona-Tests an den Schulen einstellen. Das kündigte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München an. Details dazu lesen Sie hier.

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Dienstag, 6. Juli, 12.42 Uhr: Freistaat gibt 190 Millionen Euro für Luftreiniger an Schulen

Der Freistaat Bayern stellt den Schulen 190 Millionen Euro für die Ausstattung von Klassenzimmern mit Luftreinigungsgeräten zur Verfügung. Das kündigte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München an. Mit dem Geld sollen rund 60.000 Klassenzimmer und 50.000 Räume in Kindertagesstätten mit mobilen Luftreinigern versorgt werden können. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Freistaat 50 Millionen bereitgestellt. Das Geld sei weitgehend ausgeschöpft, sagte Herrmann.

Die Luftreiniger sollen die Virenlast in der Raumluft verringern und damit einen Beitrag leisten, die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu senken. Herrmann rief die Kommunen - die eigentlich für die Schulen zuständig sind - auf, das Geld abzuschöpfen. Die Geräte seien vom Land bis zu 50 Prozent förderfähig. Den Rest müssen die Kommunen selbst aufbringen.

Die Corona-Lage sei in Bayern weiterhin vergleichsweise entspannt, auch wenn sich die gefährlichere und ansteckendere Delta-Variante weiter ausbreite. Inzwischen gingen 25 Prozent der Neuinfektionen auf das Konto der in Indien erstmals bekanntgewordenen Variante. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Bayern derzeit bei 5,4. "Wir können nicht entwarnen, aber wir sind insgesamt zuversichtlich", sagte Herrmann.

Dienstag, 6. Juli, 11.50 Uhr: Stiko-Chef wehrt sich gegen Einmischung der Politik

In der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder wehrt sich die Ständige Impfkommission (Stiko) gegen Einmischung von außen. Stiko-Chef Thomas Mertens richtet klare Worte an bestimmte Politiker.

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Dienstag, 6. Juli, 11.25 Uhr: Reisebranche: Viele Urlauber halten trotz Delta-Sorgen an Plänen fest

Deutsche Reiseanbieter spüren nach eigenen Angaben bislang keine Folgen der Delta-Variante im Buchungsverhalten von Kunden. Veranstalter beobachten derzeit keine Stornierungen im großen Stil aus Sorge vor Corona-Ansteckungen im Urlaub, wie mehrere Unternehmen auf Anfrage berichteten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 6. Juli, 9.55 Uhr: Experte kritisiert Reise-Quarantäne für Geimpfte

Die Corona-Reisebeschränkungen halten viele Urlauber in Atem. Der Medizinrechtler Alexander Ehlers hält nicht alle Regelungen für verfassungsrechtlich unbedenklich. Warum aus seiner Sicht die Karten bald neu gemischt werden, erfahren Sie hier.

Dienstag, 6. Juli, 9.30 Uhr: In den Seniorenheimen wächst die Angst vor der Delta-Variante

Corona wütete unter Menschen in Pflegeheimen besonders stark, viele Bewohner starben. Nun breitet sich die Delta-Variante aus. Doch ein klarer Plan für die Heime fehlt noch immer. Was die Träger und Heimleiter deswegen nun fordern, lesen Sie hier.

Dienstag, 6. Juli, 8.45 Uhr: Reisebeschränkungen für Portugal und Großbritannien werden gelockert

Einreisesperre für bestimmte Personengruppen, 14 Tage Quarantäne: Wird ein Land als Virusvariantengebiet eingestuft, kommt der Reiseverkehr von dort nach Deutschland weitgehend zum Erliegen. Für diese fünf Länder in Europa ist dieser Ausnahmezustand jetzt vorbei.

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Dienstag, 6. Juli, 8.10 Uhr: Außenminister Maas für Aufhebung aller Corona-Einschränkungen im August

Vielleicht schon Ende Juli sollen auch die letzten Impfwilligen ein Angebot bekommen. Und dann? Muss man dann immer noch Abstand halten und Maske tragen? Heiko Maas hat dazu eine klare Haltung: Was der Außenminister fordert, lesen Sie hier.

Dienstag, 6. Juli, 7.45 Uhr: Studie: Corona beschert Bayerns Kommunen mehr Hilfen als Verluste

Eine Studie zeigt, dass Bayerns Städte und Gemeinden 2020 von der Corona-Pandemie finanziell profitiert haben. Woran das liegt, lesen Sie hier.

Dienstag, 6. Juli, 7 Uhr: Johnson verkündet Ende der Corona-Regeln: Jubel und Kritik in England

Nach 16 Monaten soll in England das Leben nach der Pandemie wieder beginnen. Premier Johnson will das Momentum nutzen, die Wirtschaft ist begeistert. Welche Fragen nun aber offen bleiben, lesen Sie hier.

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Dienstag, 6. Juli, 6.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz: Werte im Allgäu steigen leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz-Werte in der Region sind im Vergleich zum Montag leicht gestiegen. In vier Landkreisen gingen die Zahlen leicht nach oben. Unverändert bleiben sie dagegen in den Städten. Die aktuellen Werte finden Sie hier.

Dienstag, 6. Juli, 6 Uhr: RKI registriert 440 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 4,9

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 440 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.37 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 404 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI nun mit bundesweit 4,9 an (Vortag: 5,0; Vorwoche: 5,4). Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz während der dritten Corona-Welle hatte es am 26. April 2021 mit 169,3 gegeben. Danach sank der Wert - von wenigen Ausreißern abgesehen - ziemlich stetig. Zuletzt deutete sich aber eine mögliche Trendwende an, vor der Pandemie-Experten wegen der zunehmenden Verbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante schon seit längerem warnen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 31 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 57 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.731.564 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.630.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.062.

Montag, 5. Juli, 21.50 Uhr: Reisebeschränkungen für Portugal und Großbritannien werden gelockert

Die Bundesregierung lockert die wegen der Verbreitung besonders ansteckender Corona-Varianten verhängten Einreisebeschränkungen für Portugal, Großbritannien, Nordirland, Russland, Indien und Nepal deutlich. Am Mittwoch werden die fünf Länder vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft, wie das Robert Koch-Institut am Montagabend mitteilte.

Montag, 5. Juli, 20.15 Uhr: Israel: Corona-Impfung weniger effektiv seit Delta-Variante

In Israel hat die Wirksamkeit der Pfizer/Biontech-Impfung gegen das Coronavirus nach Angaben des Gesundheitsministeriums in den vergangenen Wochen deutlich nachgelassen. Parallel habe sich die aggressivere Delta-Variante im Land ausgebreitet, teilte das Ministerium am Montagabend mit. Seit dem 6. Juni sei die Wirksamkeit der Impfung bei der Verhinderung einer Infektion in Israel auf 64 Prozent gesunken. Dies sei auch bei der Verhinderung einer Erkrankung mit Symptomen der Fall. Allerdings wehre die Impfung demnach zu 93 Prozent eine schwere Erkrankung und Krankenhausaufenthalte ab.

Montag, 5. Juli, 18.15 Uhr: Impfen ohne Termin am Mittwoch: Impfbus macht Station in Oberstdorf

Der Impfbus des Landratsamtes und der Johanniter macht am kommenden Mittwoch Station in Oberstdorf. Was Interessierte beachten müssen.

Montag, 5. Juli, 17.26 Uhr: Aiwanger noch nicht gegen Corona geimpft - "Es ist eine persönliche Entscheidung"

Weil er unschlüssig ist, ob er sich gegen Corona impfen lassen soll, sorgt Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger für Missstimmung in der bayerischen Koalition. Aiwanger kritisierte in der Neuen Zürcher Zeitung Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der die Impfungen als einzigen Weg aus der Corona-Krise sieht. "Das ist mir zu alternativlos und zu absolut", sagte der Freie Wähler-Chef der Schweizer Zeitung. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 5. Juli, 16.50 Uhr: Ryanair hält an Maskenpflicht auf Flügen fest

Die Billigairline Ryanair will auch dann an der Maskenpflicht auf Flügen festhalten, wenn das Tragen in der Öffentlichkeit nicht mehr Vorschrift ist. Damit solle die Gesundheit von Passagieren und Personal geschützt werden, teilte die irische Fluggesellschaft am Montag mit. Die Entscheidung gelte unabhängig von den Regeln des Abflug- oder Zielortes. Ähnlich äußerte sich die britische Airline Easyjet.

"Derzeit gibt es keine Änderungen an der Richtlinie zum Tragen von Masken an Bord von Easyjet, und wir werden dies weiterhin überprüfen", teilte das Unternehmen der britischen Nachrichtenagentur PA mit. "Wir lassen uns weiterhin von unserem eigenen medizinischen Berater und einer Reihe wichtiger Branchengremien leiten." Als Beispiele nannte die Airline etwa die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die internationale Flugbehörde ICAO.

Ryanair fliegt auch vom Allgäu Airport in Memmingen verschiedene Ziele in Europa an.

Montag, 5. Juli, 16.20 Uhr: Tschechien führt Testpflicht für Einreisende ein

Aus Sorge vor der Delta-Variante des Coronavirus führt Tschechien von Freitag an eine Testpflicht für Einreisende und Reiserückkehrer ein. Das ging am Montag aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums in Prag hervor. Wer aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommt, muss ein negatives Antigen-Testergebnis dabei haben, das nicht älter als 48 Stunden ist, oder ein PCR-Testergebnis, das nicht älter als 72 Stunden ist. Zudem muss vorab ein Online-Meldeformular ausgefüllt werden. Wer seit mindestens 14 Tagen vollständig geimpft ist, braucht keinen Test.

Der sogenannte kleine Grenzverkehr innerhalb von 24 Stunden, zum Beispiel zum Einkaufen, bleibt ohne Auflagen möglich. Für viele andere Herkunftsstaaten gelten teils deutlich strengere Regeln. So müssen Reiserückkehrer aus Spanien in Quarantäne, aus der sie sich erst am fünften Tag mit einem negativen PCR-Test befreien können. Tschechien schließt seine Grenzen ganz für Touristen aus Russland, Südafrika, Tunesien und einer Reihe weiterer Staaten.

Montag, 5. Juli, 16.05 Uhr: Testzentren in Kaufbeuren und dem Ostallgäu ändern Öffnungszeiten

Die Nachfrage nach Corona-Tests sinkt, deshalb passen die Testzentren in Kaufbeuren, Füssen, Buchloe und Marktoberdorf ihre Öffnungszeiten an. Einen Überblick finden Sie hier.

Montag, 5. Juli, 15.20 Uhr: Inzidenz in Kempten liegt bei Null

Die Inzidenzzahlen für das Allgäu (LGL) finden Sie hier im Detail.

Montag, 5. Juli, 15.15 Uhr: Altmaier stellt weitere Verlängerung von Corona-Hilfen in Aussicht

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat belasteten Branchen eine weitere Verlängerung von Wirtschaftshilfen in Aussicht gestellt. Der CDU-Politiker sagte am Montag mit Blick auf die Entwicklung in der Corona-Krise: "Wir beobachten die Entwicklung sehr genau und ich werde als Wirtschaftsminister nicht zögern, rechtzeitig Ende August, wenn die Notwendigkeit sich abzeichnen sollte, auch eine weitere Verlängerung dieser Hilfen auf den Weg zu bringen."

Die Bundesregierung hatte sich vor wenigen Wochen darauf geeinigt, das zentrales Hilfsinstrument, die Überbrückungshilfe III, als "Überbrückungshilfe III Plus" bis Ende September 2021 zu verlängern.

Natürlich brauche er für eine Verlängerung die Zustimmung seiner Ministerkollegen, sagte Altmaier bei einem digitalen "Forum Kultur- und Kreativwirtschaft 2021" mit Blick auf Finanzminister Olaf Scholz (SPD). "Aber ich bin sehr optimistisch, dass wir denen, die Hilfe brauchen, auch in den nächsten Monaten diese Hilfe ermöglichen können."

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Montag, 5. Juli, 14.40 Uhr: Maas beruhigt Spanien-Urlauber: Corona-Lage "nicht besorgniserregend"

Bundesaußenminister Heiko Maas hält die Corona-Lage in Spanien trotz steigender Infektionszahlen derzeit nicht für besorgniserregend. Was für Urlauber gilt.

Montag, 5. Juli, 14 Uhr: Tourismusbeauftragter für temporäre Grenzkontrollen wegen Corona

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hat sich in der Diskussion um Anti-Corona-Maßnahmen für temporäre Grenzkontrollen ausgesprochen. Reiserückkehrer würden so keine vierte Corona-Welle auslösen, sagte Bareiß am Montag in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart". "Wenn die Menschen über die Landesgrenzen einreisen, gibt es derzeit relativ wenig Kontrollen. Da besteht also keine große Sicherheit, ob jeder die Einreiseverordnung einhält." Bareiß stellte zugleich klar: "Wir sollten keine Grenzschließungen und keine permanenten Grenzkontrollen machen."

Montag, 5. Juli, 11.50 Uhr: Merkel und Spahn werben für hohe Impfquoten

Kanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) haben angesichts der sich rasch ausbreitenden aggressiveren Delta-Variante des Coronavirus auf die Bedeutung der Impfungen hingewiesen. Man müsse bei der Impfquote Richtung 80 Prozent kommen, mahnte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Montag in den letzten regulären Beratungen der CDU-Spitze vor der Sommerpause in Berlin. Vor allem ungeimpfte Kinder würden im Herbst noch verwundbar sein. Zugleich wies sie demnach darauf hin, dass die Hospitalisierung bei der Delta-Variante in anderen Ländern nicht so hoch sei.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts und des Bundesgesundheitsministeriums hatten bis Sonntag 56,5 Prozent der deutschen Bevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten, vollständig geimpft waren demnach 38,9 Prozent. Hat sich der Impfschutz komplett aufgebaut, haben die Geimpften nach bisherigem Kenntnisstand auch bei Delta einen hohen Schutz vor einer Krankenhausbehandlung.

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Montag, 5. Juli, 8.20 Uhr: Stiko-Chef zweifelt an Sinnhaftigkeit von Schüler-Massentests

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, zweifelt an der Sinnhaftigkeit von Massentests für Schüler. "Ich frage mich, wie wichtig es tatsächlich ist, jedes symptomlos infizierte Kind durch Testung zu entdecken", sagte Mertens der "Schwäbischen Zeitung". "Würde es möglicherweise reichen, jedes Kind mit Symptomen frühzeitig zu identifizieren und zu isolieren? Das mag zwar ketzerisch klingen, aber man sollte darüber nachdenken."

Mertens betonte, alle Maßnahmen zum Infektionsschutz an Schulen sollten "auch hinsichtlich ihrer spezifischen Wirksamkeit" überprüft werden. Diese solle man "möglichst sinnvoll" einsetzen.

Montag, 5. Juli, 7 Uhr: Inzidenzwerte in einigen Allgäuer Kreisen und Städten steigen leicht

Die Inzidenzwerte in der Region liegen im bundesweiten Schnitt oder darunter. Im Oberallgäu, im Ostallgäu und in Kaufbeuren sind die Werte zu Montag leicht gestiegen - im Oberallgäu auf 5,1, im Ostallgäu auf 2,8 und in Kaufbeuren auf 4,5. Alle weiteren Details zu den Inzidenzwerten in der Region gibt es hier.

Montag, 5. Juli, 6.35 Uhr: Kassenärzte-Chef für baldiges Ende der Corona-Maßnahmen für Geimpfte

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat das Ende aller Corona-Maßnahmen für vollständig Geimpfte gefordert. "Spätestens September wird für jeden Impf-Willigen ein Impfangebot verfügbar sein, dann müssen eigentlich nahezu alle Corona-Maßnahmen weg", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Jeder kann dann immer noch individuell entscheiden, ob er oder sie weiter Maske tragen will - Pflicht sollte es dann aber nicht mehr sein."

Der Wegfall der Maßnahmen sei auch wichtig, um die Impfmoral der Bundesbürger hochzuhalten. "Mancher wird sich sonst fragen: Warum sollte ich mich impfen lassen, vielleicht zwei Tage Kopfweh oder andere Impfnebenwirkungen in Kauf nehmen und etwas für die Herdenimmunität tun, wenn ich weiterhin Maske tragen muss, nur weil sich 20 bis 30 Prozent der Leute weigern."

Montag, 5. Juli, 6 Uhr: RKI registriert 212 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,0

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 212 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor. Zum Vergleich: Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,0 an (Vortag: 5,0; Vorwoche: 5,6). Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz während der dritten Corona-Welle hatte es am 26. April 2021 mit 169,3 gegeben. Danach sank der Wert - von wenigen Ausreißern abgesehen - ziemlich stetig. Zuletzt deutete sich aber eine mögliche Trendwende an, vor der Pandemie-Experten wegen der zunehmenden Verbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante schon seit längerem warnen.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden ein Todesfall verzeichnet. Vor einer Woche waren es acht Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.731.124 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.629.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.031.

Sonntag, 4. Juli, 16.55 Uhr: Söder fordert von Stiko Impfempfehlung für Jugendliche

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) setzt im Kampf gegen die hoch ansteckende Delta-Variante des Coronavirus auf die Impfung von Schülern. "Die Stiko sollte dringend überlegen, wann sie das Impfen von Jugendlichen empfiehlt", schrieb er am Sonntag auf Twitter. Das würde den Schutz für alle erhöhen und einer Generation, die auf viel verzichten musste, wieder Freiheiten zurückgeben.

Von der Landtags-FDP handelte sich Söder mit seiner Forderung prompt Kritik ein. "Die Stiko braucht keine Ratschläge von Politikern. Sie spricht Empfehlungen auf Basis medizinischer Erkenntnisse aus, nicht auf Basis politischer Erwägungen", teilte FDP-Fraktionschef Martin Hagen mit. Das sei die große Stärke dieses Gremiums und die Grundlage für das Vertrauen, das es bei den Bürgern genieße. "Es steht einem Ministerpräsidenten nicht zu, hier Druck auszuüben."

Sonntag, 4. Juli, 12.25 Uhr: Finanzielle Unterstützung für freie Künstler verlängert

Die Corona-Hilfen für selbstständige Kunstschaffende im Freistaat werden bis einschließlich Dezember verlängert. Ab Montag können Künstler sowie Angehörige kulturnaher Berufe über Bayern Innovativ wieder Anträge stellen, und zwar für den Zeitraum von Juli bis Dezember 2021, wie das Kunstministerium am Sonntag mitteilte. Die Finanzhilfen von bis zu 1180 Euro monatlich sollen wegfallende Einnahmen ersetzen. Es ist die dritte Antragsrunde seit Beginn der Corona-Krise.

Kunstminister Bernd Sibler (CSU) sprach von einem "Sicherheitspaket" für Künstler und Veranstalter, mit dem man - in Kombination mit weiteren Hilfsprogrammen und konsequenten Öffnungsschritten - die Kunst- und Kulturszene in Bayern stabilisiere.

Sonntag, 4. Juli, 11.15 Uhr: Britischer Minister kündigt Aufhebung der Maskenpflicht an

Trotz rapide steigender Corona-Zahlen hat die britische Regierung für England die weitgehende Aufhebung der Maskenpflicht angekündigt. Schutzmasken, die derzeit noch in Geschäften sowie Bussen und Bahnen verpflichtend sind, würden bald zur "persönlichen Entscheidung", erklärte Wohnungsbauminister Robert Jenrick am Sonntag im Sender Sky News. "Unterschiedliche Menschen werden bei Dingen wie Masken zu unterschiedlichen Entscheidungen kommen", so der Minister.

Das Ende der Maskenpflicht ist Teil einer weitgehenden Aufhebung von Corona-Maßnahmen am 19. Juli, die die Regierung in den kommenden Tagen bestätigen will. Dazu gehört die Aufhebung aller Kontaktbeschränkungen, aber auch die Wiedereröffnung von Clubs.

Sonntag, 4. Juli, 8.45 Uhr: Zypern und Katalonien ab Sonntag Risikogebiete

Mit Zypern und der spanischen Region Katalonien stehen von diesem Sonntag an zwei weitere Urlaubsziele auf der Liste der Corona-Risikogebiete. Außerdem gelten nun auch drei weitere Regionen in Spanien und Norwegen als Risikogebiete, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitgeteilt hatte. Der Schritt hat aber kaum faktische Auswirkungen für Urlauber, da Flugreisende sich ohnehin bei Einreise testen lassen müssen und damit dann die Quarantänepflicht entfällt. Allerdings bedeutet die Einstufung als Risikogebiet, dass das Auswärtige Amt von Reisen dorthin abrät.

Als Risikogebiete werden Länder und Regionen eingestuft, in denen die Infektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz) über 50 liegen. Es ist die niedrigste Risikostufe. In die beiden höheren Kategorien der Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete wurden keine zusätzlichen Länder oder Regionen eingestuft. Von der Risikoliste gestrichen sind von diesem Sonntag an in Europa nur eine Region in Kroatien sowie außerdem Katar und die Karibikinseln Guadeloupe und Aruba.

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Sonntag, 4. Juli, 7.40 Uhr: Nach dem Lockdown kommt der Freizeitstress

Endlich ist es wieder wie früher: Die Kinder gehen täglich zur Schule und in die Kita, nachmittags geht es zum Turnen, zum Fußball oder zum Musikunterricht. Doch auf einmal ist auch der Stress wieder da, neben Arbeit, Haushalt und eigenen Terminen auch noch die der Kinder unter einen Hut zu bringen.

Eltern sollten sich nach Ansicht von Heidemarie Arnhold vom Arbeitskreis Neue Erziehung in Berlin von der Idee verabschieden, nun all das zu machen, was in den vergangenen Monaten nicht ging. "Das ist nicht aufzuholen. Das ist schon allein von der Aufnahmekapazität nicht möglich." Eltern sollten stattdessen ihre Kinder dabei unterstützen, sich wieder an den neuen Alltag zu gewöhnen.

Das fällt auch vielen Erwachsenen schwer - vor allem, wenn nach der Zwangspause im Lockdown das volle Leben ungebremst wieder auf einen zukommt. Familientherapeutin Ursula Eberle von der Stadtmission Nürnberg rät: "Man muss sich den Druck nehmen." Also auch mal bewusst auf etwas verzichten und statt vielen nur noch ein bis zwei Hobbys die Woche einplanen.

Sonntag, 4. Juli, 6.50 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu

Die Inzidenzwerte im Allgäu bleiben auch am Sonntag auf niedrigem Niveau: Kempten sinkt sogar auf den Wert von 0,0. Kaufbeuren hingegen kann die 0,0 nicht mehr halten und verzeichnet einen leichten Anstieg. In der gesamten Region bleiben die Inzidenzwerte einstellig. Alle Zahlen im Detail hier.

Sonntag, 4. Juli, 6.40 Uhr: Neue RKI-Zahlen: Corona-Inzidenz erstmals seit Wochen gestiegen

Erstmals seit Wochen ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag gestiegen. Sie lag bei 5,0 Ansteckungen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner und damit um 0,1 höher als tags zuvor (4,9; Vorwoche: 5,7), wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.23 Uhr wiedergeben. Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem Institut binnen eines Tages 559 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 538 Ansteckungen gelegen.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz während der dritten Corona-Welle hatte es am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie - von wenigen Ausreißern abgesehen - ziemlich stetig gesunken. Zuletzt war die Inzidenz am 1. und 2. Juni vorübergehend gestiegen. Durch die Verbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante in Deutschland war bereits erwartet worden, dass der Rückgang bei den Neuinfektionen in dieser Form nicht anhalten wird.

Deutschlandweit wurden laut den neuen RKI-Angaben binnen 24 Stunden sieben Corona-Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es acht Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.730.912 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.628.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.030.

Samstag, 3. Juli, 17 Uhr: Mallorca hofft trotz steigender Corona-Zahlen auf gute Sommersaison

Trotz wieder zunehmender Corona-Infektionen hoffen die Politik und die Tourismusbranche auf der Deutschen liebsten Ferieninsel Mallorca auf eine gute Sommersaison. "Die Lust aufs Reisen ist groß. Wir hoffen auf eine Saison, die weit bis in den Herbst hinein anhält", zitierte die "Mallorca Zeitung" Regionalpräsidentin Francina Armengol. Auch die Managerin von Hotels der Gruppe Melía in Magaluf, Belén Sanmartín, äußerte sich vorsichtig optimistisch. Sie hoffe in diesem Sommer auf eine Auslastung von 50 bis 60 Prozent, berichtete die Zeitung "Diario de Mallorca" am Samstag.

Samstag, 3. Juli, 14.53 Uhr: Italien: Polizei nimmt Netzwerk für gefälschte Corona-Pässe hoch

Italienische Ermittler haben mehrere Kanäle und Konten der Chat-App Telegram beschlagnahmt, über die Kriminelle digitale Zertifikate für den EU-weit gültigen Corona-Impf-Nachweis anboten. Insgesamt habe es sich um zehn Kanäle und Accounts gehandelt, die die Nutzer zu anonymen Konten auf Marktplätzen im Dark Web führten, teilte die Finanzpolizei am Samstag in Rom mit. Auf den Online-Handelsplätzen hätten Verkäufer Fälschungen für das digitale Zertifikat gegen eine Bezahlung in Kryptowährungen angeboten. Der Nachweis bescheinigt den vollständigen Impfschutz gegen Covid-19 und ist für Reisen etwa innerhalb der EU wichtig ("Grüner Pass").

Der Preis dafür lag der Guardia di Finanza zufolge umgerechnet zwischen 110 und 130 Euro. Tausende Nutzer hätten sich auf den Telegram-Kanälen registriert, hieß es weiter.

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Samstag, 3. Juli, 11.35 Uhr: Polizeigewerkschaft: Vorerst keine stationären Grenzkontrollen

Die Bundespolizei wird trotz der Urlaubssaison und der raschen Verbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus vorerst keine stationären Grenzkontrollen durchführen. "Im Moment gibt es keine Anweisung für Kontrollen an den Grenzen", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, Andreas Roßkopf, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Samstag). "Bleibt es so wie jetzt, ist damit auch nicht zu rechnen."

Sollte sich die Lage verschärfen, müssten an den Landesgrenzen zwar verstärkt Kontrollen durchgeführt werden - "das ginge aber bloß stichpunktartig", so Roßkopf. Solche Kontrollen müsste demnach das Bundesinnenministerium anweisen. Der stellvertretende GdP-Vorsitzende, Jörg Radek, äußerte ebenfalls Bedenken: "Grenzkontrollen greifen tief in die Freizügigkeit der Menschen und in den Warenverkehr ein", sagte er dem RND. Stattdessen riet er dazu, die Schleierfahndung auszubauen.

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Samstag, 3. Juli, 9.15 Uhr: Hausärzte: Großer Mehraufwand wegen Stiko-Empfehlung zu Astrazeneca

Die Hausärzte beklagen, dass die neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Kreuzimpfung mit Astrazeneca sie vor enorme Herausforderungen stellt. "Patientinnen und Patienten sind verunsichert, erfragen, welchen Impfstoff sie nun bei der Zweitimpfung erhalten werden und wollen auch ihren Termin entsprechend vorziehen.

Für sie macht es natürlich - gerade mit Blick auf die anstehenden Sommerferien - einen großen Unterschied, ob sie neun bis zwölf Wochen auf ihre Zweitimpfung warten oder nur vier", sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Die Anpassung der Empfehlung habe bereits am ersten Tag in vielen Praxen für einen "enormen Mehraufwand" gesorgt.

Natürlich sei es Aufgabe der Wissenschaft, Empfehlungen dem aktuellen Erkenntnisstand anzupassen, sagte Weigeldt. "Das spricht aber nicht gegen eine klare Kommunikation und die frühzeitige Einbindung derer, die letztlich die Empfehlungen umsetzen. Wenn wir ins Schlingern kommen, dann auch die gesamte Impfkampagne."

Samstag, 3. Juli, 8 Uhr: Delta-Variante breitet sich in Bayern aus - Schwerpunkt München

Die hoch ansteckende Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Bayern zunehmend aus. Die mit Abstand meisten registrierten Fälle gibt es in München. Der Statistik des Landesamtes für Gesundheit (LGL) zufolge wurden bis 30. Juni 139 Delta-Fälle in der Landeshauptstadt festgestellt. Bis 1. Juni waren es noch 29. Bayernweit stieg die Zahl der Delta-Fälle im Juni von 95 auf 481.

Nicht nur in großen Städten wie München, Nürnberg oder Augsburg wird die Delta-Variante inzwischen häufiger festgestellt, sondern auch in ländlichen Regionen wie zum Beispiel in den Landkreisen Kitzingen, Ostallgäu, Aschaffenburg und Ebersberg. Mancherorts waren laut LGL-Tabelle bis Mittwoch keine Delta-Fälle bekannt, etwa in Bayreuth, Kempten, Straubing sowie den Landkreisen Lichtenfels und Hof.

Samstag, 3. Juli, 6.50 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu

Die Inzidenzwerte im Allgäu bleiben auch am Samstag auf niedrigem Niveau: Kaufbeuren hält die Inzidenz von 0,0. Im Ostallgäu sind die Werte leicht gestiegen. In der gesamten Region bleiben die Inzidenzwerte einstellig. Alle Zahlen im Detail hier.

Samstag, 3. Juli, 6.40 Uhr: RKI meldet niedrigste Corona-Inzidenz seit fast einem Jahr

Erstmals seit rund elf Monaten ist die Corona-Inzidenz unter 5 gefallen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den bundesweiten Wert am Samstagmorgen mit 4,9 an (Vortag 5,0; Vorwoche 5,9). Zuletzt hatte der Wert am 30. Juli 2020 mit 4,8 unter der 5er-Schwelle gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten zudem binnen eines Tages 671 Corona-Neuinfektionen, wie aus Zahlen vom Morgen hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.01 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren 592 Ansteckungen registriert worden.

Deutschlandweit wurden nach diesen Angaben binnen 24 Stunden 16 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 68 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.730.353 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit rund 3.627.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.023.

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