Corona-Newsblog, Teil 97

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 12. bis 17. Januar 2022

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Michael Piazolo, Kultusminister von Bayern, appelliert an die Lehrer im Freistaat, Schüler nicht mit Notendruck zu überfordern.

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Michael Piazolo, Kultusminister von Bayern, appelliert an die Lehrer im Freistaat, Schüler nicht mit Notendruck zu überfordern.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Archivbild)

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Michael Piazolo, Kultusminister von Bayern, appelliert an die Lehrer im Freistaat, Schüler nicht mit Notendruck zu überfordern.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Archivbild)

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog-Archiv.
18.01.2022 | Stand: 09:49 Uhr

--- Hierbei handelt es sich um einen Archiv-Artikel. Zum Newsblog mit den aktuellen Nachrichten zur Corona-Lage im Allgäu, Deutschland und der Welt geht es hier. ---

Montag, 17. Januar, 22.10 Uhr: Telefonische Krankschreibungen sollen verlängert werden

Die Gesundheitsminister der Länder haben den niedergelassenen Ärzten mit Blick auf die schnelle Verbreitung der Corona-Variante Omikron Unterstützung zugesagt. In einer Videoschalte am Montagabend baten die Ressortchefs das Bundesgesundheitsministerium, die Regelungen zur telefonischen Krankschreibung bei Atemwegserkrankungen zu verlängern. Die Ärzte bräuchten diese Unterstützung, "damit sie nicht von Patienten überrollt werden", sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne nach den Beratungen. Die SPD-Politikerin ist aktuell Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz.

Zudem soll es weiterhin möglich sein, dass ärztliche und psychotherapeutische Konsultationen digital erfolgen. Auch einen Rettungsschirm für Praxen soll es geben, wenn diese einen hohen Personalausfall haben oder nicht akute Behandlungen verschoben werden müssten. Das Bundesgesundheitsministerium soll zudem die Kostenübernahme bei der Aufnahme ausländischer Patienten in Deutschland klären.

Montag, 17. Januar, 22 Uhr: Bayern hofft auf baldige Corona-Lockerungen

Der Freistaat wartet noch ab, die Regierung ist aber optimistisch: Schon nächste Woche könnte es zu spürbaren Lockerungen der Corona-Maßnahmen kommen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 17. Januar, 21.15 Uhr: Bisher rund 10 000 Anträge auf Neustarthilfe für Soloselbständige

Kurz nach dem Start der Antragstellung für die verlängerte "Neustarthilfe" für Soloselbständige sind rund 10 000 Anträge gestellt worden. Wie das Bundeswirtschaftsministerium der Deutschen Presse-Agentur am Montag mitteilte, lag das beantragte Fördervolumen bei rund 37 Millionen Euro. Die meisten Anträge seien bislang aus NRW, Bayern und Berlin gekommen. Soloselbständige, die auch im ersten Quartal 2022 von coronabedingten Beschränkungen stark betroffen sind, können einen Antrag stellen. Je nach Höhe des Umsatzausfalls stehen laut Ministerium bis zu 1500 Euro pro Monat zur Verfügung. Die Neustarthilfe richte sich an Betroffene, die coronabedingte Umsatzeinbußen verzeichnen, aufgrund geringer Fixkosten aber kaum von der Überbrückungshilfe IV profitieren.

Montag, 17. Januar, 19.35 Uhr: Gesundheitsminister der Länder diskutieren Änderung der Teststrategie

Die Gesundheitsminister der Länder diskutieren über eine Änderung der Corona-Teststrategie, um einer Überlastung der Laborkapazitäten entgegenzuwirken. Bei hohen Infektionszahlen sollen PCR-Tests künftig auf "symptomatische Personen und gegebenenfalls vulnerable Gruppen" beschränkt werden. Das geht aus einem Beschlussentwurf hervor, der den Gesundheitsministern vor einer Videokonferenz am Montagabend vorlag.

Antragsteller ist das Land Berlin. Dort ist die Nachfrage nach PCR-Tests aktuell zum Teil größer als das Angebot. Laut dem Antrag soll bei Personen mit einer symptomfreien Corona-Infektion nach einem positiven Schnelltest auf einen PCR-Test als Bestätigung verzichtet werden. Auch wenn die Corona-Warn-App auf Rot springt, soll künftig nur noch ein Schnelltest erfolgen.

Eine Freitestung aus der Quarantäne oder einer Isolierung soll ebenfalls "ausschließlich" mit einem "qualitativ hochwertigen und gegebenenfalls laborbasierten Antigentest" durchgeführt werden. Lediglich bei Beschäftigten der kritischen Infrastruktur wie in Pflegeheimen und Krankenhäusern soll möglicherweise noch ein PCR-Test erfolgen.

Die Gesundheitsminister der Länder diskutieren über eine Änderung der Corona-Teststrategie, um einer Überlastung der Laborkapazitäten entgegenzuwirken.
Die Gesundheitsminister der Länder diskutieren über eine Änderung der Corona-Teststrategie, um einer Überlastung der Laborkapazitäten entgegenzuwirken.
Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Montag, 17. Januar, 17.45 Uhr: Israelische Studie: Vierte Impfung nicht ausreichend gegen Omikron

Eine vierte Corona-Impfung schützt laut einer israelischen Studie nicht ausreichend gegen die Omikron-Variante. Man beobachte auch bei vierfach Geimpften Ansteckungen, sagte Professor Gili Regev vom Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv am Montag. Zwei Wochen nach einer vierten Dosis des Präparats von Biontech/Pfizer sei zwar ein "schöner Anstieg" der Antikörper zu beobachten. Deren Zahl liege sogar etwas über dem Wert nach der dritten Impfung. "Aber für Omikron ist dieser schöne Wert nicht genug." Regev betonte, es handele sich um Zwischenergebnisse der Studie, sie wollte daher auch keine genaueren Zahlen nennen.

Rund 150 Teilnehmer der Studie hatten vor zwei Wochen eine vierte Dosis des Vakzins von Biontech-Pfizer erhalten. Vor einer Woche erhielten dann 120 weitere Teilnehmer nach drei Dosen Biontech/Pfizer eine vierte Impfung mit Moderna. Es sei weltweit der erste Versuch mit einer vierten Impfung mit kombinierten Vakzinen, sagte Regev. Die Ergebnisse beider Gruppen nach einer Woche seien sehr ähnlich. "Wir sehen keinen erheblichen Unterschied."

"Die Entscheidung (in Israel), Immungeschwächten die vierte Dosis zu geben, könnte zwar einen kleinen Vorteil verleihen", sagte Regev. "Aber vermutlich nicht genug, um sie der ganzen Bevölkerung zu geben." Gegenwärtig können sich in Israel auch über 60-Jährige und medizinisches Personal zum vierten Mal impfen lassen. Regev sprach angesichts der vorläufigen Studienergebnisse von einem "Dilemma", ob man über 60-jährigen, gesunden Menschen die vierte Dosis geben sollte. "Wenn jemand eine persönliche Gefährdung hat, dann sollte man besser jetzt impfen, wenn nicht, dann vielleicht besser abwarten."

Montag, 17. Januar, 17.15 Uhr: Kultusminister Piazolo bittet Lehrer, Schüler nicht mit Notendruck zu überfordern

Viele Schulen wollen derzeit schnellstmöglich Noten von ihren Schülern einholen, falls der Unterricht wieder ausfällt. Der Kultusminister rät zu Augnmaß. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Montag, 17. Januar, 17.10 Uhr: Impfpflicht in Österreich als verhältnismäßig eingestuft

Die geplante Impfpflicht in Österreich landete heute vor dem Parlament in Wien. Wie die geladenen Experten die Regelung einschätzen und was noch offen ist. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 17. Januar, 16 Uhr: EU verschärft Einreiseregeln für Australien, Kanada und Argentinien

Die Einreise von Ungeimpften aus Kanada, Australien und Argentinien in die EU wird coronabedingt wieder deutlich eingeschränkt. Wie aus einem am Montag veröffentlichten Beschluss der EU-Staaten hervorgeht, gilt für die drei Länder wegen deutlich gestiegener Corona-Fallzahlen keine Ausnahme der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen mehr. Somit dürfen ungeimpfte Menschen künftig nur noch aus 13 Ländern normal in die EU einreisen. Dazu gehören etwa Chile, Kolumbien, Neuseeland und Südkorea.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März 2020 alle EU-Staaten außer Irland sowie die Nicht-EU-Staaten Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst zu verbieten. Je nach Corona-Lage in den Ländern wird dieser weitgehende Einreisestopp von Zeit zu Zeit jedoch gelockert. Grundsätzlich ist er nicht bindend. Deutschland setzt die Vorgaben weitgehend um.

Für vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Touristen gelten nach einem Beschluss vom Mai 2021 ohnehin Ausnahmen. Gleiches gilt unter anderem für EU-Bürger und ihre Familienangehörigen sowie für Drittstaatler mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU- oder Schengenstaat. Ausgenommen sind zudem unter anderem Gesundheits- und Transportpersonal sowie Saisonarbeiter.

Montag, 17. Januar, 15.45 Uhr: Corona in Bayern: Inzidenzwerte bei jungen Menschen steigen stark an

Die Corona-Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen ist zuletzt stark gestiegen. Bei Kindern unter fünf hat sich der Wert binnen einer Woche mehr als verdoppelt. Mehr Infos erhalten Sie hier.

Die Corona-Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen ist seit dem Ende der Weihnachtsferien rapide angestiegen.
Die Corona-Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen ist seit dem Ende der Weihnachtsferien rapide angestiegen.
Bild: Robert Michael, dpa (Symbolbild)

Montag, 17. Januar, 14.55 Uhr: Genesenenstatus wegen Omikron auf drei Monate verkürzt

Hintergrund sei, dass aufgrund der vorherrschenden Omikron-Variante ein sehr viel größeres Risiko bestehe, nach dieser Zeit zu erkranken oder Überträger zu sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 17. Januar, 14.50 Uhr: Anklage wegen erfundenen Coronatest-Zentren - Millionenschaden

Weil sie mindestens elf Corona-Testzentren komplett erfunden und fiktive Tests und Impfungen abgerechnet haben soll, ist eine Frau in Essen angeklagt worden. Wie aus einem Bericht an den Rechtsausschuss des Landtags hervor geht, soll ein Schaden von 1,1 Millionen Euro entstanden sein. Das meiste Geld sei sichergestellt worden - die Angeschuldigte sitze in Untersuchungshaft.

Laut Justizministerium wurde am 7. Januar vor dem Schöffengericht Essen Anklage erhoben. Die Beschuldigte soll demnach bundesweit bei Kassenärztlichen Vereinigungen im Online-Verfahren die elf Teststellen angemeldet haben, "die tatsächlich nicht existiert hätten." 925 000 Euro der mutmaßlichen Beute habe man durch Kontopfändungen sichern können.

Montag, 17. Januar, 12.23 Uhr: Kabinett vertagt Corona-Entscheidungen zu Hotspots und Lockerungen

Das bayerische Kabinett hat die angekündigten Entscheidungen über neue Hotspot-Regelungen, aber auch über gewisse Erleichterungen vertagt. Man habe aktuell weder Verschärfungen noch Lockerungen beschlossen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Montag nach einer Kabinettssitzung in München. Er stellte entsprechende Beschlüsse nun für kommende Woche in Aussicht.

Es gebe derzeit noch keine klare Antwort auf die Frage, wie sich die schnell steigende Sieben-Tage-Inzidenz auf die Situation in den Kliniken auswirke. Deshalb wolle man die Entwicklung der Lage in dieser Woche noch einmal genau beobachten und dann gegebenenfalls kommende Woche Entscheidungen treffen. Für die nächste Woche gebe es in einigen Bereichen eine "klare Perspektive", wenn sich die Lage nicht verschlechtere. Als Beispiele für denkbare Lockerungen nannte Herrmann erleichterte Zugangsregelungen in der Jugendarbeit und Kapazitätserweiterungen bei den Zuschauerzahlen in Kultur und Sport.

Die Regelung, wonach in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 1000 eigentlich viele Bereiche geschlossen werden müssten, bleibt laut Herrmann bis zur Kabinettsentscheidung darüber ausgesetzt.

Montag, 17. Januar, 12 Uhr: Mehr als eine halbe Million Corona-Impfungen am Wochenende

In Deutschland sind am Wochenende mehr als eine halbe Millionen Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Am Sonntag wurden 129.000 Impfungen vorgenommen, am Samstag waren es 408.000, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Montag hervorgeht.

Mindestens 60,5 Millionen Menschen haben den vollständigen Grundschutz gegen das Coronavirus mit der meist nötigen zweiten Impfung erhalten. Das entspricht mindestens 72,7 Prozent der Bevölkerung. Hier liegt wie auch bei der Quote Erstgeimpfter Bremen im Bundesländer-Vergleich an der Spitze. Sachsen ist jeweils Schlusslicht.

Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung haben 39,2 Millionen Menschen (47,1 Prozent) erhalten. Diese ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron. Beim Anteil der Menschen mit Auffrischungsimpfungen ist das Saarland vorn, auch hier liegt Sachsen am Ende der Skala.

Mindestens eine Impfdosis erhalten haben bisher 62,4 Millionen Menschen (75,1 Prozent). Die Bundesregierung strebt eine Quote von 80 Prozent Erstgeimpfter bis Ende Januar an.

Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind, "da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann". Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

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Corona-Impfung: Das unterscheidet die Impfstoffe

Montag, 17. Januar, 11.12 Uhr: FDP-Politiker Thomae: "Omikron ändert die Spielregeln"

Der Allgäuer FDP-Politiker Stephan Thomae hat Zweifel an der allgemeinen Corona-Imfpflicht. Er glaubt, dass Omikron andere Maßnahmen nötig macht.

Montag, 17. Januar, 9.37 Uhr: Welche Tests erkennen Omikron? Schnelltest-Liste vom Paul-Ehrlich-Institut

Welche Antigen-Schnelltests erkennen die mittlerweile vorherrschende Omikron-Variante des Coronavirus? Eine Liste des Paul-Ehrlich-Instituts hilft bei der Einschätzung.

Montag, 17. Januar, 8 Uhr: Mehr als 8200 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Die Gesundheitsämter in Bayern haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages mehr als 8200 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Inzidenz im Freistaat lag damit am Montag bei 551,5 nach 527,4 am Sonntag. Damit haben sich in den vergangenen sieben Tagen etwa 551 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte das RKI am Montag auf seinem Dashboard mit (Stand: 3.19 Uhr). Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gezählten Todesfälle im Freistaat stieg um 7 auf 20 177. Montags sind die Zahlen in der Regel niedriger, weil über das Wochenende weniger getestet und gemeldet wird.

Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den zurückliegenden sieben Tagen in Ingolstadt gemeldet: Die Inzidenz erreichte dort am Montag den Wert von 866. Es folgen die Stadt München (859,7) und der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (828,3). Am niedrigsten waren die Inzidenzen in den Landkreisen Neumarkt in der Oberpfalz (175,3) und Coburg (180,2).

Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter. Das Divi-Intensivregister meldete am Montag (Stand 7.05 Uhr) 405 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 3 weniger als noch am Sonntag. 245 von ihnen mussten invasiv beatmet werden.

Montag, 17. Januar, 7.05 Uhr: Testpflicht in den Kitas: Immer mehr Eltern und Einrichtungen verlangen mehr Sicherheit

Selbsttests in den bayerischen Kindergärten sind Standard, obwohl PCR-Tests sicherer sind. Immer mehr Eltern und Einrichtungen wollen das nun ändern. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 17. Januar, 6.03 Uhr: RKI registriert 34.45 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 528,2

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit einen neuen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 528,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 515,7 gelegen, vor einer Woche bei 375,7 (Vormonat: 413,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 34 145 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.57 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 25 255 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 30 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 52 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 8.000.122 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 3,23 an (Donnerstag 3,09, Mittwoch 3,13). Sie war damit erstmals seit einigen Tagen wieder gestiegen. Am Wochenende wird sie nicht veröffentlicht.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 7.000.000 an. Die Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Sonntag, 16. Januar, 19.28 Uhr: Frankreichs Parlament billigt Einschränkungen für Ungeimpfte

Das französische Parlament hat im Kampf gegen die fünfte Corona-Welle drastischen Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte endgültig zugestimmt. In der Nationalversammlung sprachen sich am Sonntagabend 215 Abgeordnete dafür aus, 58 stimmten dagegen. Sieben Abgeordnete enthielten sich. Das Gesetz sieht vor, dass ungeimpfte Menschen ab 16 Jahren künftig keinen Zugang mehr zu Gastronomie, Kultureinrichtungen und dem Fernverkehr haben sollen.

Sonntag, 16. Januar, 16.21 Uhr: Pflegenotstand in der Pandemie - Bayern sucht Freiwillige

Gut zwei Jahre nach Pandemiebeginn und mitten in der fünften Corona-Welle werden in Bayern händeringend Pflegekräfte gesucht. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) appelliert an Freiweillige. Nähere Infos lesen Sie hier.

Sonntag, 16. Januar, 14.29 Uhr: Querdenker schicken Drohschreiben an Schulen

In der Pandemie wird über kaum ein Thema emotionaler diskutiert als über Corona-Maßnahmen an Schulen und Kitas. Oft belassen es die Gegner nicht bei Wörtern: Die Regierung berichtet von konkreten Drohungen und Aktionen von sogenannten Querdenkern im Schulumfeld. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 16. Januar, 13.30 Uhr: Österreich will Corona-Impfpflicht wie geplant im Februar einführen

Österreich will als erstes EU-Land die Impfpflicht gegen das Coronavirus wie geplant Anfang Februar einführen. Das geht aus dem Gesetzentwurf hervor, den die Regierung am Sonntag in Wien vorstellte. Die Impfpflicht soll für Personen ab 18 und nicht wie bislang geplant ab 14 Jahren gelten. Kontrollen sollen Mitte März beginnen, darunter im Straßenverkehr, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sagte. Für Impfverweigerer gilt ein Strafrahmen von 600 und 3600 Euro, wenn sie einer Impfaufforderung nicht nachkommen und einen gesetzten Impftermin verstreichen lassen.

Das Gesetz gilt für alle Menschen mit Wohnsitz in Österreich. Ausnahmen sind für Schwangere und Menschen vorgesehen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Genesene sollten für 180 Tage ausgenommen sein. Das Parlament soll das Gesetz am Donnerstag (20. Januar) beschließen. Das gilt als Formsache, weil die Regierungskoalition aus der konservativen ÖVP und den Grünen über die nötige einfache Mehrheit verfügt.

Von den Oppositionsparteien lehnt nur die von 2017 bis 2019 mitregierende rechte FPÖ eine Impfpflicht kategorisch ab. Gegner des Gesetzes kritisieren unter anderem, dass Impfungen vorgeschrieben werden, die die Weitergabe des Virus nur unzureichend verhindern.

Sonntag, 16. Januar, 13 Uhr: Wieder mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Die Gesundheitsämter in Bayern haben am Samstag und Sonntag jeweils mehr als 10 000 Corona-Neuinfektionen registriert. Die Inzidenz im Freistaat liegt nun bei 527,4 nach 500,8 am Samstag. Damit haben sich in den vergangenen sieben Tagen etwa 527 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntag auf seinem Dashboard mit (Stand: 3.22 Uhr). Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gezählten Todesfälle im Freistaat stieg um 4 auf 20 170.

Die meisten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner wurden in den zurückliegenden sieben Tagen in München gemeldet: Die Inzidenz erreichte dort am Sonntag den Wert von 829,4. Es folgen die Stadt Ingolstadt (820,7) und der Landkreis Lindau (796,7). Am niedrigsten war der Wert in den Landkreisen Neumarkt in der Oberpfalz (159,7) und Coburg (173,3).

Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter. Das Divi-Intensivregister meldete am Sonntag (Stand 9.05 Uhr) 408 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 19 weniger als noch am Samstag. 246 von ihnen mussten invasiv beatmet werden.

Sonntag, 16. Januar, 10.50 Uhr: Rekord-Inzidenz und eine neue Situation in den Kliniken: Wie es mit Omikron weitergeht

Die Omikron-Variante ist auf dem Vormarsch. Die Mutation scheint ansteckender, aber weniger gefährlich zu sein als die Vorgänger. Experten geben einen Ausblick. Hier finden Sie mehr Information.

Sonntag, 16. Januar, 8.25 Uhr: Österreich wieder Corona-Hochrisikogebiet

Die Bundesregierung stuft Österreich erneut als Corona-Hochrisikogebiet ein. Die Regelung gilt seit Mitternacht und hat konkrete Folgen, die Sie hier lesen.

Sonntag, 16. Januar, 7.45 Uhr: Zwei Allgäuer Landkreise nähern sich der 7-Tage-Inzidenz von 800

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Allgäu ist weiter hoch. Zwei Allgäuer Landkreise nähern sich dem Wert von 800. Die aktuellen Werte für die Allgäuer Landkreise und Städte finden Sie hier.

Sonntag, 16. Januar, 7.40 Uhr: Lauterbach: Corona-Impfpflicht sollte drei Dosen umfassen

Eine Impfpflicht gegen das Coronavirus sollte nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach drei Spritzen umfassen. "Eine vollständige Impfung besteht aus drei Dosen. Vollständig Geimpfte sind gegen alle Corona-Varianten - zumindest vor schwerer Krankheit und Tod - geschützt. Daran muss sich die Impfpflicht orientieren", sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag".

Die Wissenschaftler weltweit seien sich einig, dass die Entstehung einer Variante, gegen die man als dreifach Geimpfter keinen Schutz habe, äußerst unwahrscheinlich sei. Gleichzeitig warnte der Minister: "Das Varianten-Alphabet wird nicht mit Omikron enden." Es sei gut möglich, dass man im Herbst mit einem mutierten Delta-Typ umgehen müsse. Wer jetzt als Ungeimpfter an Omikron erkranke, hätte im Herbst gegen eine neue Delta-Variante wahrscheinlich einen Infektionsschutz von deutlich unter 50 Prozent, meinte er. "Ohne zusätzliche Impfungen wären diese Menschen dann stark gefährdet. Es führt daher kein Weg an der Impfung vorbei", so Lauterbach.

Geplant ist, dass der Bundestag ohne Fraktionszwang über eine mögliche Impfpflicht abstimmt. Erwartet wird, dass sich Parlamentarier über Parteigrenzen hinweg zusammentun und entsprechende sogenannte Gruppenanträge vorlegen, über die dann abgestimmt wird.

Der dritte Kleber im Impfbuch: Auch 12- bis 17-Jährige sollten auf Empfehlung der Stiko nun eine Booster-Impfung erhalten.
Der dritte Kleber im Impfbuch: Auch 12- bis 17-Jährige sollten auf Empfehlung der Stiko nun eine Booster-Impfung erhalten.
Bild: Wolfgang Kumm/dpa/dpa-tmn

Sonntag, 16. Januar, 7.35 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz erreicht Höchstwert und steigt über 500

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Höchstwert bei der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Demnach lag der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen bei 515,7 - und damit erstmals über der Schwelle von 500. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 497,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 362,7 (Vormonat: 422,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 52 504 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.32 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 36 552 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 47 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 77 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7 965 977 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 3,23 an (Donnerstag: 3,09, Mittwoch: 3,13). Sie war damit erstmals seit einigen Tagen wieder gestiegen. Am Wochenende wird sie nicht veröffentlicht.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntag mit 6 963 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115 619.

Samstag, 15. Januar, 20.18 Uhr: Impfprogramm Covax knackt Milliardenmarke bei Impfdosen

Das internationale Impfstoffprogramm Covax hat am Samstag die Milliardenmarke bei der Auslieferung von Corona-Impfdosen geschafft. Den Meilenstein verkündete Gavi, die Impfallianz aus Regierungen, Firmen, Stiftungen und UN-Organisationen, die das Covax-Programm durchführt. Die einmilliardste Dosis war nach Angaben von Gavi in einer Lieferung, die am Samstag in Ruanda ankam.

Covax hat inzwischen 144 Länder beliefert. Die Allianz versorgt vor allem ärmere Länder, die kein Geld haben, um die Impfstoffe selbst zu bestellen. Das Programm hat mehr als zehn Milliarden Dollar (8,8 Mrd Euro) an Spenden benommen.

Samstag, 15. Januar, 18 Uhr: Verfassungsschutzchef Haldenwang: Neue Szene von Staatsfeinden

Bundesverfassungsschutzchef Thomas Haldenwang erkennt unter den Demonstranten gegen die Corona-Politik auch eine neue Szene von Staatsfeinden. Diese ließen sich den bisherigen Kategorien wie Rechts- oder Linksextremismus nicht mehr eindeutig zuordnen, so Haldenwang. Weitere Infos lesen Sie hier.

Samstag, 15. Januar, 16.13 Uhr: Intensivstationen erwarten Omikronwelle

Gernot Marx von der Fachgesellschaft der Intensiv- und Notfallmediziner erwartet, dass gegenüber der Delta-Variante, bei der etwa 0,8 Prozent der Infizierten intensivmedizinisch versorgt werden mussten, deutlich weniger positiv Getestete einen so schweren Verlauf nehmen. Zuletzt sank die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Corona-Infizierten erstmals seit Mitte November wieder knapp unter die 3000er-Marke.

Trotzdem gilt es den Experten zufolge eine Überlastung in den Krankenhäusern zu vermeiden. Noch sei die Omikron-Welle auf den Intensivstationen nicht angekommen, sagte Intensivmediziner Christian Karagiannidis am Samstag im Deutschlandfunk. Er rechne aber damit, dass es in der nächsten oder übernächsten Woche deutlich mehr Corona-Patienten in den Notaufnahmen gebe werde.

Samstag, 15. Januar, 14.55 Uhr: Demonstration gegen Corona-Leugner und Impfgegner in Hamburg

Mehr als 1000 Menschen sind am Samstag in Hamburg aus Protest gegen Corona-Leugner und Verschwörungsideologien auf die Straße gegangen. Nach Polizeiangaben versammelten sich am Mittag mehr als 1000 Menschen am Bahnhof Dammtor zu einem Protestzug unter dem Motto "Solidarität und Aufklärung statt Verschwörungsideologien". Dabei gebe es weiter großen Zulauf, hieß es.

Ursprünglich war die Versammlung als Gegenveranstaltung zu einer großen Demonstration von Impfgegnern geplant worden, zu der bis zu

15.000 Teilnehmer erwartet wurden. Diese hatte die Polizei am Donnerstag aus Infektionsschutzgründen aber verboten. E

Samstag, 15. Januar, 13.50 Uhr: 72,6 Prozent vollständig geimpft - 650 000 Impfungen am Freitag

In Deutschland sind inzwischen mindestens 60,4 Millionen Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht mindestens 72,6 Prozent der Bevölkerung, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin vom Samstag hervorgeht. Demnach hatten bis einschließlich Freitag 38,7 Millionen Menschen bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten (46,6 Prozent). Diese ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron. Das RKI gab die Zahl der Impfungen für Freitag mit gut 650.000 an.

Die Bundesregierung strebt eine Quote von 80 Prozent vollständig Geimpfter bis Ende Januar an. Den höchsten Anteil hat bei diesem Wert im Vergleich der Bundesländer Bremen mit einer Quote von 85,1 Prozent. Bei den Auffrischungsimpfungen liegt das Saarland mit 55,5 Prozent vorne. Beide Male bildet Sachsen mit 61,7 Prozent beziehungsweise 37,1 Prozent das Schlusslicht.

Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind, "da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann". Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

Samstag, 15. Januar, 12.55 Uhr: Ausgangssperren in den Landkreisen Ravensburg und Biberach

Ungeimpfte und Nichtgenesene dürfen seit Samstag wegen gestiegener Inzidenzwerte ihre Wohnungen zwischen 21 und 5 Uhr nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 15. Januar, 11.55 Uhr: Neue Drive-in-Station, weitere Teststation in der Innenstadt: Wo in Kempten welcher Abstrich möglich ist

Seit Beginn der Pandemie entstehen immer mehr Testzentren in Kempten. Ein Risiko für Betreiber: Sie müssen oft spontan auf Corona-Regeln reagieren. Mehr Infos erhalten Sie hier.

Samstag, 15. Januar, 11.05 Uhr: Bericht: Regelmäßige Lockdown-Partys in Boris Johnsons Regierungssitz

Neue Vorwürfe wegen gebrochener Corona-Regeln in seinem Regierungssitz setzen den britischen Premier Johnson in der "Partygate"-Affäre noch stärker unter Druck. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 15. Januar, 10.50 Uhr: Mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Nach mehr als 10.300 registrierten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages ist die Inzidenz in Bayern auf 500,8 geklettert. Damit haben sich in den vergangenen sieben Tagen mehr als 500 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstag auf seinem Dashboard mit (Stand: 03.20 Uhr). Am Freitag hatte das RKI die Inzidenz noch mit 473,1 angegeben. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gezählten Todesfälle im Freistaat stieg um 33 auf 20 166.

Die meisten Neuinfektionen wurden in den zurückliegenden sieben Tagen im Landkreis Lindau gemeldet: Die Inzidenz erreichte dort am Samstag 810,1. Es folgen die Städte Ingolstadt (774) und München (761,9). Am niedrigsten war der Wert in den Landkreisen Coburg (171) und Neumarkt in der Oberpfalz (181,9).

Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter. Das Divi-Intensivregister meldete am Samstagmorgen (Stand 9.05 Uhr) 427 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 8 weniger als noch am Freitag. 261 von ihnen mussten invasiv beatmet werden.

Nach mehr als 10.300 registrierten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages ist die Inzidenz in Bayern auf 500,8 geklettert.
Nach mehr als 10.300 registrierten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages ist die Inzidenz in Bayern auf 500,8 geklettert.
Bild: Nicolas Armer, dpa

Samstag, 15. Januar, 9.30 Uhr: Deutliche Übersterblichkeit in Bayern während Delta-Welle

Normalerweise sterben in Bayern etwa 2500 Menschen pro Woche. Während der vierten Corona-Welle waren es deutlich mehr. Mehr Infos gibt es hier.

Samstag, 15. Januar, 9 Uhr: Intensivmediziner Christian Karagiannidis dringt auf umfassendes Corona-Monitoring in Kliniken

Der Intensivmediziner will einen Blindflug in Krankenhäusern abstellen. Er verlangt eine bessere Datenbasis und nimmt die Bundesregierung in die Pflicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 15. Januar, 7.30 Uhr: 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Lindau steigt über 800

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Allgäu steigt weiter. Der Landkreis Lindau steigt über den Wert von 800. Die aktuellen Werte für die Allgäuer Landkreise und Städte finden Sie hier.

Samstag, 15. Januar, 7.20 Uhr: Infektiologe Wendtner: Vierte Impfung jetzt schon vorbereiten

Der Münchner Corona-Experte Clemens Wendtner mahnt zur zügigen Vorbereitung auf die vierte Corona-Impfung - mit den verfügbaren Impfstoffen. "Für mich wäre eine Viertimpfung vier bis sechs Monate nach der dritten Impfung eine adäquate Maßnahme", sagte der Chefarzt der Infektiologie an der München Klinik Schwabing der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies zugleich jedoch darauf, dass es aufgrund mangelnder Daten noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Viertimpfung gibt.

Oft heiße es, man wolle auf den angepassten Omikron-Impfstoff warten. "Ich fürchte aber, das wird zu lange dauern", sagte Wendtner. Vor April sei nicht mit neuen Impfstoffen zu rechnen - die Omikron-Welle rolle aber jetzt heran. "Man muss eine Viertimpfungs-Kampagne jetzt schon vorbereiten, auch von der Verfügbarkeit der derzeit zugelassenen Impfstoffe her. Da dürfen wir nicht erst daran denken, wenn wir März oder April haben", sagte Wendtner. Die Viertimpfung sei auch jetzt schon ein Thema - nämlich für "die Personen, die im Spätsommer einen Boost bekommen haben". Das könnten Beschäftigte im Gesundheitswesen ebenso sein wie besonders gefährdete Menschen etwa in Seniorenheimen.

Allerdings gebe es bisher keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für die Viertimpfung. Man warte noch auf Daten aus Israel, wo bereits die vierte Impf-Kampagne läuft. Dort erhalten derzeit Menschen mit Immunschwäche, Menschen ab 60 Jahren und medizinisches sowie Pflegepersonal für Senioren den zweiten Booster.

Der Münchner Corona-Experte Clemens Wendtner.
Der Münchner Corona-Experte Clemens Wendtner.
Bild: Peter Kneffel, dpa (Archivbild)

Samstag, 15. Januar, 7.15 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz bei 497,1 - Höchster Wert seit Pandemie-Beginn

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Höchstwert bei der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 497,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 470,6 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 335,9 (Vormonat: 353,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 78 022 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 55 889 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 235 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 268 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7 913 473 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag 3,23 an (Donnerstag: 3,09, Mittwoch: 3,13). Sie war damit erstmals seit einigen Tagen wieder gestiegen. Am Wochenende wird sie nicht veröffentlicht.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 6 942 400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115 572.

Freitag, 14. Januar, 21.39 Uhr: Söder will künftig mehr auf "gesellschaftliche und soziale Komponenten" schauen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will in der Corona-Politik künftig einen "breiteren Ansatz" verfolgen. "Ich habe über den Jahreswechsel lange nachgedacht, viele Gespräche geführt - privat und politisch - und aus diesen zwei Corona-Jahren auch tiefe Lehren gezogen", sagte der CSU-Politiker dem "Münchner Merkur" (Samstag). "Wir brauchen jetzt, gerade bei Omikron, einen breiteren Ansatz. Es wird nicht mehr ausreichen, die Lage nur medizinisch und virologisch zu betrachten. Wir müssen auch auf die gesellschaftliche und soziale Komponente stärker achten."

Die Gesellschaft sei nicht in zwei gleiche Teile gespalten, aber sie sei geteilt. "Eine kleine Gruppe Querdenker mit sehr abstrusen Argumenten, eine große Gruppe an sehr vorsichtigen Menschen, aber eben auch einige, die zwar alle Regeln mitgemacht haben, aber erschöpft und müde sind und am Sinn mancher Vorschriften zu zweifeln beginnen."

Freitag, 14. Januar, 19.44 Uhr: Niederlande beenden strengen Lockdown

Die Niederlande beenden nach fast vier Wochen und unter starkem Druck von Unternehmern den strengen Corona-Lockdown. Aber strenge Maßnahmen bleiben. Geschäfte, Friseure und Sportclubs sowie Hochschulen dürfen ab Samstag wieder öffnen. Das kündigte Premier Mark Rutte am Freitagabend in Den Haag an. Geschlossen aber bleiben weiter Gaststätten, Museen, Theater und Kinos. Gastwirte und der Kultursektor sind empört.

Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen könnten nicht mehr Sektoren zugleich geöffnet werden, sagte Rutte. "Alles zugleich geht nicht, das Risiko ist zu groß." Ende des Monats werde es möglicherweise neue Lockerungen geben.

Gesundheitsminister Ernst Kuipers sprach von einer "neuen Phase der Pandemie". Die Not bei Bürgern und Unternehmern sei groß. "Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben." Das Risiko einer Überlastung des Gesundheitssystems bleibe aber hoch.

Freitag, 14. Januar, 18.07 Uhr: Novavx-Impfungen in Deutschland ab Ende Februar möglich

Corona-Impfungen mit dem Präparat des US-Herstellers Novavax sollen voraussichtlich Ende Februar in Deutschland starten können. Die erste Lieferung von 1,75 Millionen Dosen soll ab dem 21. Februar zur Verfügung stehen, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am Freitag mit Verweis auf Firmenangaben in Berlin sagte. Genaue Termine für weitere 3,25 Millionen Dosen, die gekauft wurden, stünden noch nicht fest. Er hoffe auf Lieferung noch im Februar.

Lauterbach erläuterte, das Präparat, das "quasi ein Totimpfstoff" sei, solle denjenigen besonders zur Verfügung stehen, die diese Art der Impfung bevorzugten. Er selbst könne die Wertigkeit für die Omikron-Variante nicht gut einschätzen. Er gehe aber davon aus, dass der Impfstoff gut wirken dürfte. Impfungen damit würden empfohlen.

Freitag, 14. Januar, 17.42 Uhr: Corona-Berater von Polens Regierung werfen fast geschlossen hin

In Polen hat der Streit um die staatliche Corona-Politik zu einem offenen Eklat im medizinischen Beratergremium der Regierung geführt. Aus Protest gegen den zunehmenden Einfluss von Impfgegnern verließen 13 von 17 Mitgliedern am Freitag den Medizinischen Rat. Die Experten begründeten dies in einem Schreiben an Ministerpräsident Mateusz Morawiecki mit einem "mangelnden Einfluss" ihrer Empfehlungen. "Gleichzeitig haben wir beobachtet, dass es eine wachsende Toleranz für Gruppen gibt, die die Bedrohung durch Covid-19 und die Bedeutung von Impfungen im Kampf gegen die Pandemie verneinen."

Das Schreiben wurde von führenden Virologen, Epidemiologen und Intensivmediziner unterzeichnet. Ausdrücklich verwiesen sie dabei auf die Haltung von Regierungsmitgliedern und hohen Beamten. Nur vier Mitglieder des Rats schlossen sich nicht an. Die Opposition wirft der nationalkonservativen PiS-Regierung schon länger vor, angesichts einer vergleichsweise geringen Impfquote drastische Maßnahmen zu vermeiden, um Impfgegner in den eigenen Reihen nicht zu verprellen.

Freitag, 14. Januar, 16.25 Uhr: Demonstranten melden Corona-"Spaziergänge" im Unterallgäu an

Gegner der aktuellen Corona-Politik haben für Monat "Spaziergänge" in Mindelheim und Babenhausen offiziell beim Landratsamt Unterallgäu angezeigt und auch in Bad Wörishofen hatte sich vergangene Woche ein Versammlungsleiter bereit erklärt. Das teilt das Landratsamt Unterallgäu mit. „Wir sind sehr dankbar, dass unser Appell gehört wurde“, wird Landrat Alex Eder zitiert. Damit könne das Landratsamt frühzeitig Sicherheitsbedenken abstimmen - zum Beispiel würden potenziell gefährliche Situationen vorab erkannt und gegebenenfalls Routen angepasst. Zudem hätten die Versammlungsleiter Ordner benannt. Ebenfalls angezeigt wurde in Mindelheim eine weitere Demonstration zur gleichen Zeit und auch am Marienplatz. Um zu vermeiden, dass die verschiedenen Gruppen direkt aufeinandertreffen, werde die Versammlung unter dem Motto „Mindelheim ist verantwortungsbewusst“ auf 19.45 Uhr verschoben.

Freitag, 14. Januar, 15.20 Uhr: Österreich ist wieder Corona-Hochrisikogebiet

Die Bundesregierung stuft das Nachbarland Österreich wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonntag an erneut als Hochrisikogebiet ein. Ausgenommen davon sind die Gemeinden Mittelberg und Jungholz sowie das Rißtal im Gemeindebiet von Vomp sowie Eben am Achensee. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Welche Regeln nun bei der Einreise gelten, erfahren Sie hier.

Freitag, 14 Januar, 14.36 Uhr: Lauterbach nennt aktuelle Maßnahmen "ausreichend" - vorerst kein Anlass für Verschärfungen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht in der Corona-Krise vorerst keinen Anlass für zusätzliche Verschärfungen von Alltagsbeschränkungen. Aus seiner Sicht sei zur jetzigen Zeit "das richtige Maßnahmenpaket am Platz", sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin. Sollten die Fallzahlen aber noch deutlich steigen und eine Überlastung der medizinischen Versorgung zu erwarten sein, müsse auch mit anderen Maßnahmen gegengesteuert werden. "An dem Punkt sind wir nicht." Noch könne man der Welle mit der neuen Omikron-Variante auch mit beschleunigten Auffrischimpfungen Herr werden. Nötig seien aber Kontrollen und flächendeckende Umsetzung bestehender Beschränkungen.

Der Minister erläuterte, dass die Kapazitäten für PCR-Labortests sich der "Volllast" näherten. Mangel gebe es derzeit nicht. Mit Blick auf Freitestungen aus der Quarantäne habe er nun veranlasst, dass es für Gesundheitspersonal einen Vorrang bei der PCR-Test-Auswertung in den Laboren gebe. Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, machte deutlich, dass im Fall einer hundertprozentigen Omikron-Welle nicht mehr so wichtig sei, die genaue Virusvariante zu überprüfen. Der Testeinsatz ändere sich generell kontinuierlich, Fachleute wüssten, wie man damit umgehe. Wenn eine Kapazitätsgrenze erreicht sei, dann fokussiere man den Einsatz.

Freitag, 14. Januar: 14.29 Uhr: Drosten warnt für zu früher Durchseuchung in Deutschland

Der Virologe Christian Drosten warnt angesichts der sich rasch verbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus vor einer zu frühen Durchseuchung in Deutschland. Die Virusvariante sei zwar nach derzeitigem Kenntnisstand milder im Verlauf, weil es aber zu viele Fälle seien, werde dieser Gewinn "wieder ausgelöscht", sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité am Freitag in Berlin. Noch gebe es deutlich zu viele ungeimpfte Menschen in Deutschland, besonders auch in der Gruppe der Über-60-Jährigen. Viele Menschen hätten zudem noch keine Auffrischimpfung erhalten, die aber das wirkungsvollste Mittel im Kampf gegen Omikron sei, so Drosten.

Der Virologe sprach von mehreren "schwierigen Doppelbotschaften" in der derzeitigen Diskussion. So gelte als sicher, dass das Virus selbst die Immunität der Bevölkerung immer wieder "updaten" und irgendwann "laufen" müsse. "Wir wissen aber im Moment nicht, ob wir uns das in Deutschland leisten können angesichts der Impflücken", warnte Drosten. "Da sind wir ein bisschen im Blindflug."

Er ging davon aus, dass die endemische Lage bis Jahresende weitgehend erreicht sei. Ähnlich äußerte sich zuvor auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.

Virologe Christian Drosten.
Virologe Christian Drosten.
Bild: dpa (Archivbild)

Drosten stellte in Aussicht, dass gegen die Omikron-Variante wahrscheinlich noch einmal bei der Impfung nachgesteuert werden müsse. "Es wird eine angepasste Impfung geben müssen, und wir werden möglicherweise dann ab dem zweiten Quartal große Teile der Bevölkerung, vielleicht sogar alle, noch einmal mit einer Update-Impfung gegen Omikron versehen müssen." Drosten bekräftigte seinen Appell an Ungeimpfte, sich dringend immunisieren zu lassen.

Freitag, 14. Januar, 13.40 Uhr: Maskenaffaire: U-Ausschuss will ab März Zeugen befragen

Vermutlich ab März wird der vom bayerischen Landtag eingesetzte Masken-Untersuchungsausschuss mit der Befragung von Zeugen beginnen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 13.35 Uhr: Lauterbach setzt auf Verlangsamung der Corona-Welle

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet mit noch stärker steigenden Corona-Infektionszahlen, setzt aber auf eine Eindämmung durch weitere Alltagsbeschränkungen und mehr Impfungen. Die Strategie sei, die Omikron-Welle zu verlangsamen und zu strecken und in dieser Zeit so viele Menschen wie möglich mit Auffrischimpfungen zu boostern, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin.

Die Pandemie komme in Deutschland nun "in schwieriges Fahrwasser". Es müssten mehr Menschen mit Infektionen versorgt werden, Krankenhäuser würden stärker belastet werden. Zugleich zeigten die schon geltenden Beschränkungen Wirkung - etwa mit einer längeren Verdoppelungszeit der Infektionszahlen. Hinzu kämen nun noch verschärfte Zugangsregeln auch für Geimpfte und Genesene mit zusätzlichen Tests (2G plus) in der Gastronomie.

Das Ziel sei jetzt, "aus der sonst zu erwartenden steilen Wand der Infektionszahlen möglichst einen Hügel zu machen oder dass die Wand nicht so hoch ist", sagte Lauterbach. Es sei aber ein Sonderproblem in Deutschland, dass es in der besonders gefährdeten Gruppe älterer Menschen viele Ungeimpfte gebe.

Freitag, 14. Januar, 13.25 Uhr: Neue Verzögerungen bei Corona-Hilfen treffen "viele Selbstständige und Unternehmen hart"

Die Bearbeitung der Überbrückungshilfe IV kann voraussichtlich erst Mitte Februar starten, weil die dafür vorgesehene IT-Plattform des Bundes noch nicht fertig ist. Warum das viele viele Selbstständige und Unternehmen hart trifft, lesen Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 13.23 Uhr: Trotz Lockdown: Niederländische Unternehmer öffnen Cafés und Läden

Trotz des Lockdowns haben am Freitag Unternehmer in der niederländischen Kleinstadt Valkenburg ihre Gaststätten und Geschäfte geöffnet. Die Unternehmer protestierten mit dieser Aktion gegen die harten Corona-Maßnahmen. Bürgermeister Daan Prevoo stufte den Protest als Demonstration ein. "Demonstrieren ist ein Grundrecht", sagte er dem TV-Sender WNL. Daher werde die Polizei nicht eingreifen.

Der Widerstand gegen den Lockdown nimmt auch daher zu, weil in manchen Nachbarländern das öffentliche Leben trotz der Maßnahmen weitgehend normal verläuft. Die Unternehmer in der nahe Aachen gelegenen Kleinstadt klagen, dass Kunden nach Belgien und Deutschland ausweichen - die Länder liegen nur wenige Kilometer entfernt. Etwa vier Wochen nach Einführung des Lockdowns steht zwar eine Lockerung bevor - Geschäften soll es bald wieder gestattet sein, Kunden empfangen zu dürfen. Doch Gaststätten und der Kultursektor sollen weiter geschlossen bleiben. Unternehmer und Kulturschaffende reagierten empört und kündigten weitere Proteste an.

In vielen Kommunen wollen Unternehmer am kommenden Samstag Gaststätten und Geschäfte trotz des Verbots öffnen. Die Proteste werden von vielen Bürgermeistern und Provinzregierungen unterstützt.

Freitag, 14. Januar, 13.20 Uhr: Verstöße gegen die 3G-Regel bei Corona-Kontrollen im Stadtbus Lindau

Bei Corona-Kontrollen im Stadtbus Lindau hat die Polizei zwei Männer erwischt, die keinen 3G-Nachweis vorzeigen konnten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 13.10 Uhr: Strengere Maskenpflicht in beliebten Tiroler Skiorten

Wegen Corona ist in mehreren beliebten Skiorten in Tirol eine strengere Maskenpflicht im Freien eingeführt worden. Was Skifahrer dazu wissen müssen, erfahren Sie hier.

In beliebten Skiorten in Tirol ist eine strengere Maskenpflicht im Freien eingeführt worden.
In beliebten Skiorten in Tirol ist eine strengere Maskenpflicht im Freien eingeführt worden.
Bild: Gian Ehrenzeller, dpa (Symbolbild)

Freitag, 14. Januar, 13 Uhr: Trotz Corona: Hunderttausende baden in heiligem Fluss in Indien

Trotz steigenden Corona-Zahlen sind Hunderttausende Pilgerinnen und Pilger in Indien zum heiligen Fluss Ganges gereist, um dort ein heiliges Bad zu nehmen. Viele von ihnen trugen in dem Ort, wo die heiligen Flüsse Ganges und Yamuna im Bundesstaat Uttar Pradesh zusammenkommen, keine Masken und waren dicht beieinander, wie Fernsehbilder am Freitag zeigten. Bei dem wichtigen hinduistischen Fest wollen sie mit dem Bad ihre Sünden wegwaschen und einem Zustand der Befreiung näherkommen. Alle Festteilnehmenden müssten negative PCR-Tests vorweisen, berichtete der örtliche Fernsehsender NDTV. Religion spielt in dem mehrheitlich hinduistischen Land eine wichtige Rolle für viele Menschen.

Zuvor hatten Ärzte aus Sorge vor einem Superspreader-Event versucht, die Veranstaltung gerichtlich zu stoppen - vergeblich. Vor rund einem Jahr hatte es kurz vor einer heftigen und tödlichen Delta-Welle ein ähnliches Fest mit Bad im Ganges gegeben. Zuletzt waren die Corona-Zahlen im Land wieder stark angestiegen. Am Freitag meldete das Gesundheitsministerium in Neu Delhi 264.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages.

Freitag, 14. Januar, 12.50 Uhr: Polizei verteidigt Vorgehen gegen Medizinstunden bei Protestaktion

Die Polizei hat ihr Vorgehen bei einem Protest von Medizinstudenten gegen Kritiker der Corona-Schutzmaßnahmen verteidigt. Dabei waren am Donnerstagabend in Dresden 22 Studierende vorübergehend festgehalten worden. Die Polizei nahm ihre Personalien auf. Sie müssen nun mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Notfallverordnung rechnen. Die jungen Leute hatten sich in Arztkitteln schützend vor das Uniklinikum gestellt und auf Plakaten die Demonstranten aufgefordert, sich impfen zu lassen.

Laut Polizei war auch die Versammlung der Medizinstudenten nicht angezeigt und mit mehr als zehn Personen unzulässig. Bei der Räumung eines Straßenabschnittes seien die Studierenden in einer "unübersichtlichen und dynamischen Situation" von Polizeibeamten aus Berlin festgesetzt worden. Wenn man eine solche Aktion plane, sei es besser, im Vorfeld Kontakt zur Versammlungsbehörde und zur Polizei wegen eines Kooperationsgespräches aufzunehmen.

Freitag, 14. Januar, 12.10 Uhr: Mann bespritzt Verwaltungsbeschäftigte mit Benzin und droht mit Feuerzeug

Nach der Aufforderung, die Stadtverwaltung in Dormagen bei Köln wegen eines fehlenden 3G-Nachweises zu verlassen, hat ein 28-jähriger Mann drei Mitarbeiterinnen und sich selbst mit Benzin bespritzt. Anschließend habe er ein Feuerzeug hervorgeholt und es drohend in Richtung der Mitarbeiterinnen gehalten, teilte die Polizei in Neuss am Freitag mit. Demnach überwältigten weitere Angestellte der Stadtverwaltung Dormagen den Mann am Donnerstag und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die drei Frauen erlitten der Polizei zufolge leichte Augen- und Atemwegsreizungen.

Nach Angaben der Polizei hatte der Mann zuvor einen Brief bei der Verwaltung abgegeben, in dem der Asylbewerber ein Einzelzimmer forderte. Anschließend sei er aufgefordert worden, das Gebäude zu verlassen, worauf er eine Plastikflasche mit dem Benzin hervorgeholt habe. Insgesamt habe er etwa einen Liter Benzin in dem Büro verteilt. Der 28-Jährige wurde von der Polizei in eine Psychiatrie gebracht. Ihm wurde wegen des Verdachts auf Drogenkonsum eine Blutprobe entnommen.

Freitag, 14. Januar, 12 Uhr: Corona-Impfung: Wer braucht den Booster nach dem Booster?

Diese Hoffnung hatten viele: Boostern lassen und die Pandemie ist vorbei. Doch es könnten weitere Impfungen folgen. Wie oft und wie lange müsste das sein? Was ein Impfstoff-Forscher dazu sagt, lesen Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 11.25 Uhr: Lauterbach: So kann Deutschland die Pandemie 2022 weitestgehend beenden

Laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kann Deutschland 2022 die Corona-Pandemie weitestgehend beenden. was genau er vor dem Bundesrat gesagt hat, lesen Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 11.10 Uhr: Neue Quarantäne-Regeln können nun in Kraft treten

Die neuen Quarantäneregeln für Corona-Infizierte und Kontaktpersonen können in Kraft treten. Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat einer Verordnung zugestimmt, die dafür einen rechtlichen Rahmen schafft. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 14. januar, 11 Uhr: US-Immunologe Fauci: So könnte sich die Corona-Pandemie abschwächen

US-Immunologe Anthony Fauci macht Hoffnung auf eine Abschwächung der Corona-Pandemie. Vor was der Präsidentenberater zugleich warnt, erfahren Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 10.57 Uhr: AfD scheitert erneut mit Eilantrag gegen Corona-Auflagen im bayerischen Landtag

Die AfD im bayerischen Landtag ist erneut mit einer Verfassungsklage gegen die Corona-Auflagen für Mitarbeiter und Abgeordnete im Parlament gescheitert. Wie die Partei argumentiert hatte, lesen Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 10.50 Uhr: Pfrontener Schalenggen-Rennen 2022 abgesagt

Das traditionelle Schalenggen-Rennen in Pfronten-Kappel kann auch 2022 nicht stattfinden. Die Absage wegen der Corona-Lage teilten die Veranstalter heute mit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 10.40 Uhr: Zwei von drei Allgäuer nun komplett gegen Corona geimpft

Zwei von drei Menschen im Allgäu sind nun komplett gegen das Corona-Virus geimpft. Die aktuellen Zahlen für die Landkreise finden Sie hier.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach spricht bei der Sondersitzung im Deutschen Bundesrat.
Gesundheitsminister Karl Lauterbach spricht bei der Sondersitzung im Deutschen Bundesrat.
Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa

Freitag, 14. Januar, 10.15 Uhr: Deutsche Wirtschaft fasst trotz anhaltender Pandemie wieder Tritt

Nach dem Absturz in 2020 legt die deutsche Wirtschaft wieder zu. Der Aufschwung fällt aber nicht so kräftig aus wie erhofft. Wie es in den nächsten Monaten weiter gehen soll, erfahren Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 9.44 Uhr: Corona-Lage im Klinikum Memmingen entspannt sich weiter

Am Dienstag wurden im Klinikum Memmingen noch 14 Corona-Patienten behandelt - am Freitag ist diese Zahl auf 10 gesunken. Auf der Intensivstation liegen derzeit vier Erwachsene, auf der normalen Station sechs Patienten, darunter ein Kind. Todesfälle gab es aktuell keine, wie die Verwaltung des Klinikums mitteilte.

Freitag, 14. Januar, 9.30 Uhr: Impfzentrum Bad Wörishofen startet nächsten Freitag mit Kinder-Impfungen

Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren können sich im ab Freitag, 21. Januar, im Impfzentrum in Bad Wörishofen gegen Corona impfen lassen. Wann genau und was Eltern mitbringen sollen, erfahren Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 9.15 Uhr: Halbe Million Israelis zum vierten Mal gegen Corona geimpft

Eine halbe Million Israelis über 60 Jahre haben bereits die vierte Impfung gegen das Coronavirus erhalten. "Israels bahnbrechende Impfkampagne hat einen weiteren Meilenstein erreicht", sagte Ministerpräsident Naftali Bennett laut einer Mitteilung seines Büros am Donnerstagabend.

Israel verabreicht seit zwei Wochen vierte Corona-Impfungen. Derzeit erhalten Menschen mit Immunschwäche, Menschen ab 60 Jahren und medizinisches sowie Pflegepersonal für Senioren den zweiten Booster. Aktuell gelten nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch rund 62 Prozent der 9,4 Millionen Israelis als vollständig geimpft. Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen steigt rasant an: Am Donnerstagabend wurden 48 311 Fälle gemeldet.

Freitag, 14. Januar, 8.55 Uhr: Wie sollen Allgäuer Kommunen auf unangemeldete Corona-Proteste reagieren?

Oberallgäuer Städte und Gemeinden überlegen, wie sie auf unangemeldete Corona-Protestaktionen reagieren. Das Landratsamt in Sonthofen hat eine klare Position - welche das ist, lesen Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 8.45 Uhr: Gastronomie in der Corona-Krise: Jeder vierte Job ist weg

Während der Corona-Krise hat die Gastronomie in Deutschland nahezu jeden vierten Job verloren. Das ergibt sich aus Berechnungen, die das Statistische Bundesamt am Freitag vorgelegt hat. Danach arbeiteten in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres 23,4 Prozent weniger Menschen in der Branche als im gleichen Zeitraum des Vorkrisenjahres 2019. Tiefpunkt war im Februar 2021.

Besonders hart hat es die Beschäftigten von Bars und Kneipen getroffen: Hier musste seit 2019 fast die Hälfte (44,7 Prozent) der Belegschaft gehen. Bei Betrieben mit Essensangebot lief es bei einem Rückgang um 22,5 Prozent etwas besser. Am sichersten waren die Jobs bei Caterern, die nur 17,1 Prozent weniger Leute hatten als vor der Krise. Kurzarbeiter wurden weiterhin als Beschäftigte gezählt.

Getroffen hat es vor allem geringfügig Beschäftigte, die 2020 mehr als ein Drittel der Gesamtbelegschaft von 1,07 Millionen Menschen ausmachten. Sie sind besonders häufig in den Ausschankbetrieben tätig gewesen, die von der Pandemie besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden. Neben dem Arbeitsplatzabbau bildeten die Betriebe auch deutlich weniger aus. Hier lagen nur Zahlen für das Jahr 2020 vor, in dem knapp 20 Prozent weniger junge Leute eine Kochlehre begannen als im Jahr zuvor. Ausbildungen zum Systemgastronom (-16,1 Prozent) oder zur Restaurantfachkraft (-21,9 Prozent) waren ebenfalls deutlich weniger gefragt.

Freitag, 14. Januar, 8.30 Uhr: Ärzteverband befürchtet mehr Infektionen durch neue Quarantäneregeln

Die Ärzteorganisation Marburger Bund befürchtet, dass die neuen Ausnahmen von der Quarantäne zu mehr Corona-Infektionen führen werden. Sie sollen an diesem Freitag vom Bundesrat beschlossen werden. Kontaktpersonen von Infizierten müssen dann künftig nicht mehr in Quarantäne, wenn sie eine Auffrischimpfung (Booster) haben oder frisch - das heißt innerhalb des letzten Vierteljahrs - entweder ihre zweite Impfung bekommen haben oder genesen sind. Das gelte selbst dann, wenn sie sehr enge Kontaktpersonen seien, also etwa mit Infizierten zusammenlebten, erklärte die Verbandsvorsitzende der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte, Susanne Johna, am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". "Das sehen wir kritisch, weil wir fürchten, dass dann Infektionen weitergetragen werden."

Generell sei es aber richtig, die Quarantäne und Isolationszeiten zu verkürzen, weil die inzwischen vorherrschende Corona-Variante Omikron eine kürzere Generationszeit habe. Das bedeutet, dass die Viruslast schneller steigt, aber dann auch schneller wieder sinkt. Andere Experten hatten es zuvor bereits scharf kritisiert, dass Infizierte sich nach den neuen Regeln nicht nur mit einem treffgenauen PCR-Test, sondern auch mit den unsicheren Schnelltests bereits nach sieben Tagen vorzeitig aus der Quarantäne freitesten können.

Freitag, 14. Januar, 8.18 Uhr: Bundesrat berät am Freitag über neue Quarantäne-Bestimmungen

Der Bundesrat kommt am Freitag zu einer Sondersitzung zusammen, um über weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie zu beraten. Es geht um neue Quarantäneregeln, auf die sich Bund und Länder verständigt haben.

Freitag, 14. Januar, 8.15 Uhr: Corona-Inzidenz in Bayern steigt über Bundesdurchschnitt

Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt sprunghaft an. Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut einen Wert von 473,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das sind 52,9 mehr als noch am Vortag

Damit liegt der Freistaat nun wieder über dem Bundesdurchschnitt, den das RKI am Freitag mit 470,6 angab. In Bayern wurden 13.142 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gezählten Todesfälle stieg um 43 auf 20.133.

Kerzen sind bei mehrmals nicht angemeldeten Aktionen in Sonthofen vor dem Landratsamt entzündet worden. Die Organisatoren wollten damit ein Zeichen gegen die Spaltung der Gesellschaft in der Corona-Pandemie setzen.
Kerzen sind bei mehrmals nicht angemeldeten Aktionen in Sonthofen vor dem Landratsamt entzündet worden. Die Organisatoren wollten damit ein Zeichen gegen die Spaltung der Gesellschaft in der Corona-Pandemie setzen.
Bild: Benjamin Liss

Die Stadt München knackte mit 718,2 inzwischen sogar knapp die 700er-Marke - und ist damit nicht allein. Die höchste Inzidenz gab das RKI am Freitag für die Landkreise Erding (753,8) und Lindau (748,0) an - gefolgt von der Landeshauptstadt und den Landkreisen Starnberg (708,6) und München (700,6). Am niedrigsten waren die Inzidenzen am Freitag in den Landkreisen Neumarkt in der Oberpfalz (112,4) und Coburg (166,3).

Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter. Das Divi-Intensivregister meldete am Freitagmorgen (Stand 7.05 Uhr) 435 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 22 weniger als noch am Donnerstag. 281 von ihnen mussten invasiv beatmet werden.

Freitag, 14. Januar, 8.10 Uhr: Australien erklärt Visum von Djokovic erneut für ungültig und will ihn ausweisen

Die Regierung von Australien hat das Einreisevisum von Novak Djokovic erneut annuliert. Der nicht gegen Corona geimpfte Tennisstar verpasst die Australian Open. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 8.05 Uhr: Studierende stellen sich in Dresden gegen "Spaziergänger" - und geraten ins Visier der Polizei

Medizinstudierende haben sich in Dresden schützend vor das Universitätsklinikum gestellt, das am Donnerstagabend Ziel eines Protestes gegen die Corona-Maßnahmen werden sollte. Die Studentinnen und Studentinnen hatten sich in weißen Kitteln vor dem Klinikum aufgereiht. Sie trugen Schilder mit Aufschriften wie "Impfen statt Schimpfen". Die Dresdner Polizei leitete daraufhin 22 Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die Studierenden ein. Dabei gehe es um Verstöße gegen die zu diesem Zeitpunkt geltende sächsische Corona-Verordnung, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Demnach waren am Donnerstag nur zehn Teilnehmer bei Versammlungen erlaubt. Die Menschen, die vor dem Uniklinikum beieinander standen, hätten somit ebenfalls gegen diese Verordnung verstoßen.

Insgesamt wurden über 200 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Freitag, 14. Januar, 7.30 Uhr: Was passiert mit Djokovic? Entscheidung im Einreise-Ärger steht aus

Darf Novak Djokovic seinen Titel bei den Australian Open verteidigen? Vier Tage ist sein Erfolg vor Gericht her, doch wie entscheiden nun die Behörden? Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 7.22 Uhr: Rekord bei Neuinfektionen: So ist die Lage auf den Intensivstationen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionszahlen in Deutschland hat einen Rekordwert erreicht - wegen Omikron. Was das für die Lage der Intensivstationen bedeutet, lesen Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 6.54 Uhr: Viele Kliniken in Bayern müssen Operationen weiter verschieben - auch in Schwaben

Omikron lässt die Corona-Zahlen rapide steigen. Wieder droht Bayerns Kliniken Überlastung. Und wieder müssen Patienten mit aufschiebbaren Operationen warten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 6.47 Uhr: Heikles Thema Corona-Impfpflicht: Scholz und Lauterbach halten sich zurück

Weder der Bundeskanzler noch der Gesundheitsminister wollen das sensible Thema Impfpflicht an sich ziehen. Wer dagegen die Führungsrolle in der Regierung bei dem Thema übernimmt, lesen Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 6.35 Uhr: Inzidenz-Werte im Allgäu steigen weiter

Auch im Allgäu steigt die Sieben-Tage-Inzidenz weiter. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Freitag 3679 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen in der Region. Die aktuellen Werte für die Allgäuer Landkreise und Städte finden Sie hier.

Freitag, 14. Januar, 6.10 Uhr: Virologe hält nichts mehr von der Corona-Kontaktnachverfolgung

Die Kontakt-Nachverfolgung nach Corona-Infektionen ist aus Sicht eines Virologen nicht mehr angemessen. "Von der Inzidenz her ist es von den Gesundheitsämtern nicht mehr zu stemmen", sagte der Wissenschaftler Klaus Stöhr in dem Podcast "Die Wochentester" des "Kölner Stadt-Anzeigers" und des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". "Wenn ein Großteil der Bevölkerung mild und asymptomatisch infiziert ist und Antikörper hat, wird eine sogenannte Kontaktnachverfolgungs-Quarantäne sinnlos", so der frühere Leiter des Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation.

Der beste Weg aus der Pandemie wäre nach Stöhrs Worten hingegen, wenn sich Geimpfte infizierten. "Im Paket wird es dann einen langanhaltenden Immunschutz geben", sagte der Wissenschaftler. "Die Kombination aus Impfschutz und Infektion ist eigentlich der Weg."

Freitag, 14. Januar, 6 Uhr: Corona-Neuinfektionen überschreiten erstmals Schwelle von 90.000

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erstmals die Schwelle von 90.000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben vom Freitagmorgen 92.223 Fälle in 24 Stunden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.35 Uhr wiedergeben. Am Mittwoch war die Zahl erstmals größer als 80 000 gewesen. Vor genau einer Woche waren es 56 335 erfasste Neuinfektionen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte mit 470,6 einen Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 427,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 303,4 (Vormonat: 375,0).

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 286 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 264 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.835.451 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 3,09 an (Mittwoch 3,13; Dienstag mit 3,34). Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitagmorgen mit 6.914.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115.337.

Donnerstag, 13. Januar, 23.30 Uhr: Mehrheit der Intensivpatienten ungeimpft

Ungeimpfte machen aktuell den überwiegenden Anteil aller COVID-19-Aufnahmen auf Intensivstationen aus. Dies zeigen Auswertungen aus dem Intensivregister von RKI und DIVI, in dem seit Mitte Dezember 2021 zusätzlich der Impfstatus erfasst wird.

Zwischen dem 14. Dezember 2021 und dem 12. Januar 2022 lag der Impfstatus für 8.912 COVID-19-Aufnahmen vor. Fast zwei Drittel (62 Prozent, 5.521 Fälle) aller COVID-19-Neuaufnahmen mit bekanntem Impfstatus waren demnach ungeimpft. Rund 9,6 Prozent (856 Fälle) wiesen einen unvollständigen Immunschutz auf (Genesen ohne Impfung bzw. Teil-Immunisierung). Über ein Viertel der COVID-19-ITS-Aufnahmen (28,4 Prozent, 2.535 Fälle) hatte einen vollständigen Impfschutz (Grundimmunisierung oder Booster), der Anteil mit Boosterimpfung lag dabei bei ca. 5,8 Prozent (520 Fälle).

Donnerstag, 13. Januar, 22.30 Uhr: Veränderte Quarantäne-Regeln passieren den Bundestag

Der Bundestag hat den Weg für die zwischen Bund und Ländern verabredeten neuen Quarantäneregeln in der Corona-Pandemie freigemacht. Die Verordnung, die am Donnerstagabend gebilligt wurde, schafft unter anderem den rechtlichen Rahmen dafür, dass sich dreifach geimpfte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nicht mehr isolieren müssen. Außerdem werden damit kürzere Quarantänezeiten ermöglicht, um bei stark steigenden Infektionszahlen den personellen Zusammenbruch wichtiger Versorgungsbereiche zu verhindern.

Bevor die Verordnung in Kraft treten kann, muss am Freitag noch der Bundesrat zustimmen. Konkret umgesetzt werden die Regeln dann anschließend von den einzelnen Bundesländern. Damit werden Vereinbarungen der Ministerpräsidentenkonferenz aus der vergangenen Woche umgesetzt.

Donnerstag, 13. Januar, 22.30 Uhr: RKI: Omikron-Variante legt in Deutschland weiter rasch zu

Die Omikron-Variante des Coronavirus hat sich in Deutschland weiter rasant ausgebreitet. In der ersten Kalenderwoche 2022 wurden laut Meldedaten aus den Bundesländern 73 Prozent der auf Varianten untersuchten Corona-Nachweise Omikron zugeordnet. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagabend hervor. Damit sei laut dieser Datenquelle Omikron die vorherrschende Corona-Variante in Deutschland, schreibt das RKI. Als Vergleichswert für die Woche zuvor wird ein Anteil von 51 Prozent angegeben. Berücksichtigt werden bei diesen Daten sowohl Nachweise per Erbgutanalyse als auch Verdachtsfälle durch sogenannte variantenspezifische PCR-Tests.

Donnerstag, 13. Januar, 21.15 Uhr: Oberstes US-Gericht blockiert Bidens "Impfpflicht light" für Firmen

In den USA hat das Oberste Gericht die Umsetzung einer von US-Präsident Joe Bidens Regierung verfügten Impf- oder Testpflicht für größere Firmen vorerst gestoppt. Die nicht vom Parlament, sondern auf administrativem Weg erlassene Regelung, die für mehr als 80 Millionen Arbeitnehmer gelten würde, überschreite wahrscheinlich die Kompetenz der zuständigen Behörde, erklärte der Supreme Court am Donnerstag. Damit müssen Firmen mit mehr als 100 Angestellten zunächst nicht dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter entweder vollständig geimpft sind oder regelmäßig getestet werden. Auch eine Pflicht zum Tragen von Masken ist damit vorerst gestoppt.

Die Regelung für Unternehmen wurde als Druckmittel der Regierung gesehen, Angestellte angesichts der aufwendigen Tests zu einer Immunisierung zu bewegen und so die Impfquote in den USA zu steigern.

Donnerstag, 13. Januar, 19.30 Uhr: „Homeoffice bleibt auch nach Corona“

Mobiles Arbeiten bedeutet für Firmen und Mitarbeiter große Umstellung. Beispiele aus dem Allgäu zeigen, wo es hakt und wo es klappt. Mehr Infos erhalten Sie hier.

Donnerstag, 13. Januar, 18.20 Uhr: "Reiner Online-Betrieb nicht möglich": Omikron bringt Landtag an seine Grenzen

Omikron bereitet dem Landtag Sorgen, aber ausreichend Testungen sollen den Parlamentsbetrieb sichern. Präsidentin Ilse Aigner zeigt sich skeptisch. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 13. Januar, 17.15 Uhr: Mehr als 550 Impfungen mit abgelaufenem Impfstoff

Im oberbayerischen Herrsching (Landkreis Starnberg) sind im Januar Impfdosen gespritzt worden, die bereits einige Tage zuvor abgelaufen waren. Versehentlich sei zwischen dem 2. und 11. Januar Impfstoff des Herstellers Moderna verwendet worden, dessen Haltbarkeit nur bis zum 31. Dezember 2021 datiert gewesen sei, teilte das Landratsamt Starnberg am Donnerstag mit. 551 Impfungen seien mit den betroffenen Fläschchen durchgeführt worden.

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) als Betreiber der Impfstelle informiere derzeit die Betroffenen. Sorgen müssten sie aber deshalb nicht haben, hieß es weiter: "Die Verabreichung des Impfstoffs über die Herstellerempfehlung hinaus hätte nicht geschehen sollen, ist aber gesundheitlich unbedenklich", sagte der ärztliche Leiter des Impfzentrums, Richard Aulehner.

"Die bisherigen Erfahrungen andernorts zeigen, dass auch hinsichtlich der Wirksamkeit des so kurzzeitig über die Herstellerempfehlung eingesetzten Impfstoffs ein guter Impfschutz besteht." Den betroffenen Menschen werde jedoch ein kostenloser Antikörper-Test angeboten. Zuvor waren zwei Fälle in Oberbayern bekannt geworden, wo ebenfalls abgelaufener Impfstoff verabreicht worden war - in Ingolstadt und in Ebersberg.

Donnerstag, 13. Januar, 15.40 Uhr: Lauterbach wirbt für Booster-Impfungen gegen Omikron-Welle

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat angesichts stark zunehmender Corona-Infektionen eindringlich zu weiteren Impfungen aufgerufen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Wegen steigender Corona-Zahlen müssen viele Kliniken in Bayern weiterhin aufschiebbare Operationen verschieben.
Wegen steigender Corona-Zahlen müssen viele Kliniken in Bayern weiterhin aufschiebbare Operationen verschieben.
Bild: Bodo Schackow, dpa (Symbolbild)

Donnerstag, 13. Januar, 14.25 Uhr: Stiko spricht sich für Auffrischimpfung bei 12- bis 17-Jährigen aus

Die Stiko hat sich für eine Booster-Impfung für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren ausgesprochen. Und zwar mit einem speziellen Impfstoff. Mehr Infos erhalten Sie hier.

Donnerstag, 13. Januar, 13.43 Uhr: Mann randaliert im Impfzentrum, weil es seinen Wunschimpfstoff nicht mehr gibt

Ein 54-Jähriger ist im Impfzentrum in Kaufbeuren ausgerastet. Der Grund dafür war ein Impfstoff, den es vor Ort nicht mehr gab. Den kompletten Artikel lesen Sie hier.

Donnerstag, 13. Januar, 12.20 Uhr: Bayerische Behörden wollen sich mit Notfallplänen gegen Omikron-Welle absichern

Omikron breitet sich auch in Bayern schnell aus. Behörden und Kommunen haben nun mit eigenen Notfallplänen reagiert, um den Betrieb zu sichern. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Donnerstag, 13. Januar, 11.37 Uhr: 780.000 Corona-Impfungen am Mittwoch

Die Impfungen gegen das Coronavirus kommen in Deutschland etwas schneller voran. Am Mittwoch wurden 780.000 Impfdosen verabreicht, rund 66.000 mehr als tags zuvor. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Donnerstag über sein Dashboard mit. Im Schnitt der vergangenen 7 Tage habe es täglich 593.000 Impfungen gegeben, also rechnerisch 7 Personen pro Sekunde.

Damit sind dem RKI zufolge mindestens 60,1 Millionen Menschen oder 72,3 Prozent der Gesamtbevölkerung zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent bis Ende Januar an. 37,5 Millionen oder 45,1 Prozent haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten. Diese ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron.

Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind, "da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann". Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

Donnerstag, 13. Januar, 11.07 Uhr: Lehrerverband BLLV fordert von Söder sofortiges Handeln

Mit Blick auf die Corona-Pandemie und deren Folgen für die Schulen hat der Lehrerverband BLLV Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zum sofortigen Handeln gedrängt und sieben Forderungen aufgestellt. So müssten die Erwartungen an die Leistungen der Schülerinnen und Schüler heruntergeschraubt, die Voraussetzungen für ein flächendeckendes digitales Lernen geschaffen und faire Prüfungsbedingungen hergestellt werden, schrieb die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Simone Fleischmann, in einem am Donnerstag veröffentlichten Offenen Brief.

Zudem brauche es klare Vorgaben für den Unterrichtsbetrieb in den Schulgebäuden: "Es müssen Richtwerte gelten für die Höhe der Inzidenz, die Luftqualität (Lüftungsanlagen, CO2-Ampeln), Impfquote, Anzahl der Quarantänefälle in der einzelnen Klasse/an der Schule, Raumsituation an der Schule und aktuelle Lehrerversorgung im Kollegium", zählte Fleischmann auf. Auch müssten alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen konsequent umgesetzt werden. Die Schulleitungen müssten mehr Zeit zum Organisieren bekommen - und mehr Kompetenzen, damit sie mit passgenauen Notlösungen auf den vielerorts herrschenden Lehrermangel reagieren könnten.

Donnerstag, 13. Januar 10.22 Uhr: Niederländischer Außenminister Hoekstra hat Corona

Der neue niederländische Außenminister Wopke Hoekstra ist mit dem Corona-Virus infiziert. Er habe aber keine Beschwerden, teilte er am Mittwochabend über Twitter mit. Der Christdemokrat war bereits seit Mittwoch in Quarantäne, nach dem eines seiner Kinder ein positives Testergebnis hatte. Hoekstra war erst am Dienstag in Brüssel und dort mit dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell und seiner belgischen Amtskollegin Sophie Wilmès zusammengetroffen.

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat im Bundestag erneut für die Corona-Impfung geworben.
Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat im Bundestag erneut für die Corona-Impfung geworben.
Bild: Kay Nietfeld, dpa

Donnerstag, 13. Januar, 9.25 Uhr: Gefälschte Impfnachweise: Polizei durchsucht Wohnungen von 100 Menschen in Süddeutschland

Großrazzia in Bayern: Polizeibeamte durchsuchen aktuell die Wohnungen von rund 100 Menschen. Der Verdacht: Sie sollen gefälschte Impfnachweise genutzt haben. Mehr zu den Durchsuchungen lesen Sie hier.

Donnerstag, 13. Januar, 8.07 Uhr: Corona-Inzidenzwerte in Bayern steigen deutlich

Die Corona-Inzidenzwerte in Bayern steigen weiter deutlich an. Erfahren Sie hier, wo es aktuell die höchsten 7-Tage-Inzidenzen gibt.

Donnerstag, 13. Januar, 8 Uhr: Lauterbach sieht Impfziel bis Ende Januar in Gefahr

Das Corona-Impfziel der Bundesregierung bis Ende Januar ist nach Einschätzung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach stark in Gefahr. Der SPD-Politiker sagte dem Nachrichtenportal The Pioneer: "Es wird sehr schwer sein, das ist klar." Bis Ende Januar sollen nach den Plänen der Ampel-Koalition 80 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft sein. Bis Mittwochmorgen erhielten 74,8 Prozent - oder 62,2 Millionen Menschen - mindestens eine Impfdosis.

Lauterbach sagte, über die Feiertage habe es einen Rückgang bei den Impfungen gegeben. "Daher muss man das wieder anschieben. Aber darüber lohnt es nicht zu lamentieren", sagte der Minister. "Wir müssen mit Hochdruck arbeiten." Am Dienstag wurden in Deutschland mehr als 710.000 Impfstoffdosen verabreicht, darunter 48.500 Erstimpfungen. Am Montag gab es mehr als 520.000 Impfungen, darunter 34.700 Erstimpfungen.

Donnerstag, 13. Januar, 7.45 Uhr: Bayern muss über erneuten Einsatz der kontroversen Luca-App entscheiden

Bayerns Lizenz für die Luca-App läuft am 5. April aus. Noch ist unklar, ob der Freistaat weiter auf die umstrittene App setzt. Denn sie hat Konkurrenz.

Donnerstag, 13. Januar, 6.55 Uhr: Bundestag stimmt über neue Quarantäne-Regeln ab - Wie steht es um die Impfpflicht?

Der Bundestag setzt seine mehrtägige Debatte über die Ampel-Vorhaben fort. Bestimmendes Thema dürfte wieder die Pandemie sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 13. Januar, 6 Uhr: Erneut Höchststand der Corona-Neuinfektionen - 81.417 Fälle

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erneut einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Donnerstagmorgen 81.417 Fälle in 24 Stunden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Mittwoch hatte die Zahl erstmals die Schwelle von 80.000 überschritten. Vor genau einer Woche waren es 64.340 erfasste Neuinfektionen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte. Die Sieben-Tage Inzidenz gab das RKI mit 427,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 407,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 285,9 (Vormonat: 389,2).

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 316 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 443 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.743.228 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch 3,13 (Dienstag mit 3,34) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstagmorgen mit 6.878.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115.051.

Mittwoch, 12. Januar, 21.57 Uhr: Verlängert die WHO den weltweiten Gesundheits-Notstand?

Bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf erörtert ein unabhängiger Experten-Ausschuss an diesem Donnerstag, ob die Corona-Lage weiterhin als internationaler Gesundheitsnotstand eingestuft wird. Was dahintersteckt, erfahren Sie hier.

Mittwoch, 12. Januar, 20.45 Uhr: Bauern in Bolivien protestieren gegen Impfnachweis

Zahlreiche Bauern in Bolivien haben gegen die geplante Einführung eines Impfnachweises demonstriert. Zudem forderten die Frauen und Männer in überwiegend traditioneller Kleidung vor dem Gesundheitsministerium am Regierungssitz in La Paz den Rücktritt von Gesundheitsminister Jeyson Auza. Mit welchen heftigen Aktionen die Demonstranten und ein Bürgerkomitee nun drohen, lesen Sie hier.

Der niederländische Außenminister Wopke Hoekstra hat sich mit Corona infiziert.
Der niederländische Außenminister Wopke Hoekstra hat sich mit Corona infiziert.
Bild: Remko De Waal, dpa

Mittwoch, 12. Januar, 20.30 Uhr: Polizei: Kaum Demonstranten gegen Corona-Regeln im Freistaat unterwegs

Im Freistaat waren am Mittwoch nach Auskunft der Polizeipräsidien kaum Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen unterwegs. Vorfälle wurden zunächst keine bekannt. Mit rund 250 Teilnehmern versammelten sich demnach die meisten Maßnahmengegner in Würzburg, dort trafen sie auf rund 75 Gegendemonstranten. In München zogen nach ersten Zählungen der Polizei weniger als eine handvoll Gruppen mit jeweils maximal 30 Leuten unangemeldet durch die Innenstadt. Dennoch waren rund 1000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, weil am vergangenen Mittwoch rund 3000 Menschen ohne entsprechende Anmeldung der Demonstration protestiert hatten und es zu mehreren Zwischenfällen gekommen war.

Mittwoch, 12. Januar, 20.20 Uhr: Lauterbach verzichtet auf eigenen Vorschlag für Impfpflicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verzichtet auf einen eigenen Vorschlag für eine allgemeine Impfpflicht. Dem Nachrichtenportal "The Pioneer" sagte der SPD-Politiker am Mittwoch: "Ich habe mich entschieden, keinen eigenen Antrag zu präsentieren, sondern da neutral zu sein." Dem Parlament einen eigenen Entwurf zu präsentieren, wäre auf jeden Fall "keine so kluge Idee". Als Gesundheitsminister müsse er "eine gewisse Neutralität" haben.

In der Sache stehe er aber "Schulter an Schulter" mit Bundeskanzler Olaf Scholz (ebenfalls SPD), versicherte Lauterbach. "Wir sind klare Befürworter der Impfpflicht." Besonderen Zeitdruck sieht der Minister nicht. Für die Omikron-Variante spiele die Impfpflicht sowieso keine entscheidende Rolle mehr. Sie müsse perspektivisch funktionieren, "damit im Herbst die Welle abgewendet werden kann".

Mittwoch, 12. Januar, 20.05 Uhr: UN nennen Impfpflicht-Debatte "Luxus"

Angesichts der Debatte um eine Impfpflicht in Ländern wie Deutschland werben die Vereinten Nationen für eine bessere globale Verteilung der Impfstoffe. Die privilegierten Länder mit genügend Nachschub müssten dafür sorgen, dass Impfstoff auch in andere Staaten gebracht werde, sagte UN-Sprecher Stephane Dujarric am Mittwoch in New York. "Wir können die Debatte zur Impfpflicht führen. Aber dies ist in der Tat ein Luxus. Konzentrieren wir uns also einfach darauf, Impfstoffe an Orte zu bringen, die sie brauchen."

Während in den Industrienationen teilweise ein Überangebot an Impfstoffen herrscht, können in vielen ärmeren Ländern noch immer nicht alle Menschen immunisiert werden. Die Bundesregierung plant eine Impfpflicht für alle über 18. Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge sind in Deutschland mittlerweile mindestens 60 Millionen Menschen (72,2 Prozent der Gesamtbevölkerung) vollständig geimpft. Eine Auffrischungsimpfung erhielten 36,8 Millionen.

Mittwoch, 12. Januar, 19.50 Uhr: Kritik an Corona-Regeln im Theater: "Bier geht vor Kultur"

Der Druck auf die bayerische Staatsregierung wächst: Immer mehr Kulturschaffende und Politiker fordern, die harten Corona-Regeln für Theater, Konzerte und ähnliche Veranstaltungen zu lockern. Was die Branche besonders erbost, lesen Sie hier.

Frauen in traditioneller Kleidung schreien Parolen während eines Protests gegen die Einführung eines Corona-Impfnachweises. Die Regierung hatte ein Dekret erlassen, wodurch unter anderem Supermärkte, Hochschulen und geschlossene Räume ausschließlich mit einem Corona-Impfpass zu betreten seien.
Frauen in traditioneller Kleidung schreien Parolen während eines Protests gegen die Einführung eines Corona-Impfnachweises. Die Regierung hatte ein Dekret erlassen, wodurch unter anderem Supermärkte, Hochschulen und geschlossene Räume ausschließlich mit einem Corona-Impfpass zu betreten seien.
Bild: Radoslaw Czajkowski, dpa

Mittwoch, 12. Januar, 19.47 Uhr: Dänemark lockert Corona-Beschränkungen

Trotz vieler neuer Infektionen werden in Dänemark mehrere Corona-Beschränkungen gelockert. Zoos, Vergnügungsparks, Museen, Kunsthallen und andere Einrichtungen dürfen von Sonntag an wieder öffnen, ebenso wie Kinos und Theater mit einer Obergrenze bis zu 500 Besuchern. Dies kündigte die Regierung am Mittwochabend in Kopenhagen an. Vielerorts muss man aber per Corona-Pass vorzeigen, dass man geimpft oder genesen ist beziehungsweise negativ getestet wurde.

Mittwoch, 12. Januar, 19.40 Uhr: So ist die aktuelle Corona-Lage in den Allgäuer Kliniken

Die Zahl der Corona-Patienten in Allgäuer Kliniken hat sich im Vergleich zum Dezember zwar deutlich abgenommen. Warum die Verantwortlichen aber damit rechnen, dass sich die Lage bald wieder ändern wird, lesen Sie hier.

Mittwoch, 12. Januar, 19.05 Uhr: Operation Omikron: Was kommt jetzt auf Deutschland zu?

Die Virusvariante treibt Infektionszahlen auf Rekordhöhe. Wie groß ist die Gefahr für Bevölkerung und Gesundheitswesen? Was Erfahrungen anderer Länder lehren, erfahren Sie hier in unserer Übersicht.

Immer mehr Kulturschaffende und Politiker fordern, die harten Corona-Regeln für Theater, Konzerte und ähnliche Veranstaltungen zu lockern.
Immer mehr Kulturschaffende und Politiker fordern, die harten Corona-Regeln für Theater, Konzerte und ähnliche Veranstaltungen zu lockern.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Mittwoch, 12. Januar, 18.55 Uhr: Griechenland verlängert Corona-Maßnahmen über Mitte Januar hinaus

In Griechenland werden die seit dem Jahreswechsel geltenden strengeren Corona-Auflagen verlängert. Nach Angaben der Regierung von Mittwochabend sollen sie über den bisherigen Termin am 16. Januar hinaus noch mindestens eine weitere Woche in Kraft bleiben. Die Zahl der Neuinfektionen vor allem mit der Omikron-Variante bleibt weiterhin hoch. Anfang der Woche wurden nach der Rückkehr aus den Weihnachtsferien allein mehr als 25 000 Schüler und Lehrer positiv getestet. Von Dienstag auf Mittwoch wurden insgesamt 24 246 Neuinfektionen binnen 24 Stunden festgestellt.

Mittwoch, 12. Januar, 18.30 Uhr: Corona trifft die Buchloer Piraten hart

Wenige Tage vor Ende der Hauptrunde haben sich mehrere Eishockey-Spieler in Buchloe mit dem Virus infiziert. Was die aktuelle Situation mit den Sportlern macht, lesen Sie hier.

Mittwoch, 12. Januar, 18.10 Uhr: Red Bull München kämpft in nur einer Partie um Königsklassen-Finale

Nach dem Corona-Ausbruch beim EHC Red Bull München wird das Halbfinale in der Champions League gegen Tappara Tampere aus Finnland in nur einer Partie ausgespielt. Wie der dreimalige deutsche Eishockey-Meister am Mittwoch mitteilte, hat dies nach Absprache mit den beiden Vereinen das Covid-19-Komitee der Königsklasse entschieden. Das K.o.-Spiel findet demnach am 25. Januar in Tampere statt.

Mittwoch, 12. Januar, 17.43 Uhr: Ermittlungen gegen Chefarzt wegen Impfpass-Fälschung

Gegen einen ehemaligen Chefarzt eines Krankenhauses in Weiden in der Oberpfalz laufen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Urkundenfälschung. Gegen wen noch ermittelt wird, lesen Sie hier.

Mittwoch, 12. Januar, 17.30 Uhr: Großteil der Freie-Wähler-Fraktion samt Minister in Corona-Quarantäne

Isolation statt Klausur: Wegen mehrerer Corona-Infektionen von Abgeordneten und Mitarbeitern hat sich ein Großteil der Fraktion der Freien Wähler im bayerischen Landtag freiwillig in Quarantäne begeben - darunter die drei Minister Hubert Aiwanger, Thorsten Glauber und Michael Piazolo. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 12. Januar, 17.20 Uhr: Ab wann gelten die neuen Corona-Regeln?

In der Bund-Länder-Konferenz am Freitag wurden neue Corona-Regeln beschlossen. Doch ab wann die kürzeren Quarantäne-Zeiten gelten, sorgt für viel Verwirrung. Eine Aufklärung dazu finden Sie hier.

Virusvarianten-Bestimmung im sogenannten Sequenzierlabor: Aus Südafrika kommen ernüchternde Forschungsergebnisse.
Virusvarianten-Bestimmung im sogenannten Sequenzierlabor: Aus Südafrika kommen ernüchternde Forschungsergebnisse.
Bild: Jens Büttner, dpa

Mittwoch, 12. Januar, 17.05 Uhr: Corona im Landkreis Lindau: Jeder zweite neue Fall ist Omikron-Variante

Die Corona-Lage im Landkreis Lindau verschärft sich. Die 7-Tage-Inzidenz steigt laut LGL auf über 600. Der Landkreis befindet sich damit unter den Top 30 der Städte und Landkreise mit den höchsten Inzidenzen. Wie stark sich Omikron dort verbreitet, lesen Sie hier.

Mittwoch, 12. Januar, 17 Uhr: Bundeskanzler Scholz will Impfpflicht für alle Erwachsenen

Bundeskanzler Scholz will eine Impfpflicht für Erwachsenen. Für die Beratungen setzt er nach Kritik an seinem Kurs nun auf Tempo. Wie er sein Umdenken begründet, lesen Sie hier.

Mittwoch, 12. Januar, 16.45 Uhr: Immer weniger Corona-Patienten in Bayerns Krankenhäusern

In den vergangenen sieben Tagen wurden laut LGL 333 Menschen wegen Corona in ein Krankenhaus in Bayern eingeliefert. Das sind mehr als zehn Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die aktuellen Zahlen zur Krankenhaus-Ampel finden Sie hier.

Viele Menschen in Quarantäne oder Isolation sind wegen der Corona-Beschlüsse verunsichert. Sie fragen sich: Ab wann gelten die neuen Regeln?
Viele Menschen in Quarantäne oder Isolation sind wegen der Corona-Beschlüsse verunsichert. Sie fragen sich: Ab wann gelten die neuen Regeln?
Bild: Matthias Becker

Mittwoch, 12. Januar, 16.15 Uhr: LGL: 7-Tage-Inzidenz im Allgäu steigt teilweise sprunghaft an

Die Omikron-Variante scheint endgültig im Allgäu angekommen zu sein: Nach den aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist die Sieben-Tage-Inzidenz in den Allgäuer Landkreisen und Städten zum Teil sprunghaft angestiegen. Etwa im Landkreis Lindau schoss der Wert von 510 am Dienstag auf aktuell 608, in der Stadt Kaufbeuren von 275 auf 391. Alle aktuellen Werte finden Sie hier.

Mittwoch, 12. Januar, 16 Uhr: Diese neuen Quarantäneregeln sollen bald gelten

Das Bundeskabinett hat den Rechtsrahmen für die vorgesehenen neuen Corona-Quarantäneregeln auf den Weg gebracht. Welche Regeln etwa für Geboosterte gelten, erfahren Sie hier.

Mittwoch, 12. Januar, 15.55 Uhr: Eine Million Corona-Infektionen in Dänemark seit Pandemiebeginn

In Dänemark haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als eine Million Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Am Mittwoch vermeldete das staatliche Gesundheitsinstitut SSI 24.343 nachgewiesene Corona-Fälle in den vergangenen 24 Stunden, darunter 22.729 Neu- und 1614 Re-Infektionen. Damit wurde das Virus in dem EU-Land mit seinen knapp sechs Millionen Einwohnern bislang bei 1 000 009 Bürgern nachgewiesen. Rechnet man die erneuten Infektionen hinzu, liegt die Gesamtzahl bei 1.030.638. Insgesamt 3433 Infizierte sind in der Pandemie bisher gestorben.

Mittwoch, 12. Januar, 15.30 Uhr: IOC: Keine Sorge wegen Omikron-Fällen vor Olympia in China

Die steigende Zahl der Omikron-Fälle in China hat nach Ansicht des IOC keine Auswirkungen auf die Olympischen Winterspiele. "Wir haben keine Sorge, dass dies die Spiele beeinflussen könnte", sagte Pierre Ducrey, beim Internationalen Olympischen Komitee zuständig für die organisatorischen Abläufe bei den Spielen, am Mittwoch. Er verwies auf die geschlossene Corona-Blase, in der sich alle Olympia-Teilnehmer für die Dauer ihres Aufenthalts in Peking bewegen.

Man sei "sehr gut geschützt innerhalb der Blase", sagte Ducrey. Es werde keinerlei Kontakt zwischen den Menschen innerhalb des geschlossenen Olympia-Zirkels und anderen in China geben. Innerhalb der Corona-Blase seien alle durchgeimpft und müssten sich täglichen Tests unterziehen.

Mittwoch, 12. Januar, 15 Uhr: Antigentests: Regierung weist Bedenken der Laborärzte zurück

Trotz Bedenken von Laborärzten hält die Bundesregierung an der Möglichkeit fest, eine Corona-Quarantäne auch mit einem negativen Antigen-Schnelltest zu beenden. Speziell am Ende einer Infektion seien die Antigentests auch bei Omikron "sehr sensitiv", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin. Wegen Zweifeln an der Zuverlässigkeit von Schnelltests hatte sich der Berufsverbandes Deutscher Laborärzte zuvor dafür stark gemacht, hier ausschließlich auf PCR-Tests zu setzen. "Ein Freitesten nur mit Antigentest, das geht nicht", sagte Verbandschef Andreas Bobrowski der Deutschen Presse-Agentur.

Regierungssprecher Steffen Hebestreit wandte sich darüber hinaus gegen das Argument, die Laborkapazitäten für PCR-Tests würden derzeit nicht ausgeschöpft. Angesichts steigender Infektionszahlen sei in den kommenden Tagen auch eine höhere Auslastung der Labore zu erwarten, erklärte Hebestreit. Aus seiner Sicht wäre es deshalb "fahrlässig", die Nachfrage ohne erkennbaren Nutzen zu erhöhen.

Mittwoch, 12. Januar, 14 Uhr: Scholz hofft auf zügige Beratung zu Impfpflicht im Bundestag

Bundeskanzler Olaf Scholz hofft auf eine zügige Beratung im Bundestag über eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus. "Ich jedenfalls halte sie für notwendig und werde mich aktiv dafür einsetzen", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Bundestag.

Sich nicht impfen zu lassen sei keine persönliche Entscheidung, sondern habe Konsequenzen für das ganze Land. Zuletzt hätten Krankenhäuser Operationen absagen müssen, um Platz für die vielen Corona-Patienten zu machen. Man treffe nicht nur eine Entscheidung für sich, sondern für 80 Millionen andere. "Es gibt keine Entscheidung, die man nur für sich alleine trifft, und deshalb ist die Impfpflicht auch wichtig", betonte Scholz.

Der Bundeskanzler stimmte zugleich auf einen Anstieg der Corona-Zahlen ein. Man müsse davon ausgehen, dass die Infektionszahlen mit der Omikron-Variante bald deutlich zunähmen. Das sei ein Grund, den bisher eingeschlagenen vorsichtigen Corona-Kurs fortzusetzen.

Mittwoch, 12. Januar, 13.45 Uhr: Rund 714.000 Corona-Impfungen am Dienstag

In Deutschland sind am Dienstag rund 714.000 Impfdosen gegen Corona verabreicht worden. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin vom Mittwoch (Stand: 9.31 Uhr) hervor.

Damit sind nun mindestens 60 Millionen Menschen hierzulande zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Das entspricht etwa 72,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung erhielten inzwischen mindestens rund 36,8 Millionen Menschen (44,2 Prozent). Dieser "Booster" gilt als wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron.

Nicht geimpft sind noch 21 Millionen (25,2 Prozent der Bevölkerung) - darunter auch etwa vier Millionen Kinder unter vier Jahren, für die bislang kein Impfstoff zugelassen ist. Dem RKI zufolge bekamen etwa 62,2 Millionen Menschen (74,8 Prozent der Bevölkerung) bislang mindestens eine Spritze. Die Bundesregierung strebt eine Marke von 80 Prozent bis Ende Januar an.

Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind, "da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann". Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

Mittwoch, 12. Januar, 13 Uhr: Steinmeier mahnt besondere Sorgfalt in Debatte um Impfpflicht an

Im Ringen um eine allgemeine Impfpflicht hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine sorgfältige Debatte angemahnt. "Eine solch außerordentliche Maßnahme stellt unseren Staat auch in eine außerordentliche Pflicht vor seinen Bürgerinnen und Bürgern. Kurz gesagt: Impfpflicht bedeutet Debattenpflicht", sagte Steinmeier am Mittwoch in Berlin in einer Diskussionsrunde über das Für und Wider einer Impfpflicht.

Mittwoch, 12. Januar, 12.30 Uhr: Umfrage: Knappe Mehrheit hat kein Verständnis für Corona-Proteste

Eine knappe Mehrheit der Deutschen hat kein Verständnis für Menschen, die gegen die Maßnahmen der Bundesregierung in der Corona-Pandemie auf die Straße gehen. Rund 52 Prozent der Befragten gaben laut einer Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts Insa-Consulere im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur Idea an, grundsätzlich kein Verständnis für die Demonstranten zu haben. Etwa jeder Dritte (35 Prozent) gab demnach an, die Demonstranten grundsätzlich zu verstehen. Neun Prozent zeigten sich den Angaben zufolge unentschieden, vier Prozent machten gar keine Angabe. Mehr dazu.

Mittwoch, 12. Januar, 12.05 Uhr: Stadt Kaufbeuren erlässt Alkoholverbot auf öffentlichen Verkehrsflächen

Die Stadt Kaufbeuren hat ein Alkoholverbot auf öffentlichen Verkehrsflächen erlassen. Betroffen sind unter anderem der Affraberg, die Kaiser-Max-Straße, der Busbahnhof "Plärrer" oder das Spitator. Alle News zu Corona sind auf der Website der Stadt Kaufbeuren zu finden.

Mittwoch, 12. Januar, 11.40 Uhr: Warum der Verdruss über Corona gefährlich ist

Genervt sind viele Menschen – durch die Situation, die Politik, die Medien, auch voneinander. Das darf aber nicht zum Nutzen der Spalter werden. Ein Kommentar.

Mittwoch, 12. Januar, 10.50 Uhr: Zahl der Omikron-Fälle in China steigt vor Olympia weiter

Drei Wochen vor den Olympischen Winterspielen weitet sich der Omikron-Ausbruch in Pekings Nachbarstadt Tianjin aus. Wie die Behörden der Millionenmetropole am Mittwoch mitteilten, wurden weitere 33 Fälle mit der ansteckenderen Variante des Coronavirus entdeckt. Die Stadt ordnete eine zweite Runde von Massentests an, bei der die gesamte Bevölkerung getestet werden soll.

Am Sonntag waren die ersten lokalen Omikron-Fälle Chinas in Tianjin festgestellt worden. Gesundheitsämter rechneten mit weiteren Infektionen. Omikron dürfte die strikte Null-Covid-Strategie Chinas mit Massentests, Ausgangssperren, Quarantäne und Abschottung schwer auf die Probe stellen. Am 4. Februar sollen in Peking die Winterspiele beginnen.

Mittwoch, 12. Januar, 9.35 Uhr: Selbst Covid-Infizierte sollen jetzt in den USA helfen

Mit 1,4 Millionen neuen Corona-Fällen am Montag verschärft sich die Lage in den USA dramatisch. Politik und Krankenhäuser reagieren mit drastischen Maßnahmen.

Mittwoch, 12. Januar, 8.15 Uhr: Wegen 3G: Mann bedroht Mitarbeiter von Amt mit Pistole

In Weimar hat ein Mann einen Mitarbeiter des Thüringer Landesverwaltungsamtes mit einer Pistole bedroht - Grund soll Unmut über die 3G-Regel in der Corona-Pandemie gewesen sein. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde bei dem Vorfall am Dienstagnachmittag am Eingang des Gebäudes niemand verletzt.

Demnach arbeitet der Mann selbst im Landesverwaltungsamt, wollte etwas abholen und beschwerte sich über die 3G-Regelung, wonach nur Geimpfte, Genesene und negativ Getestete Zutritt haben. Nachdem der 60-Jährige wegen eines fehlenden 3G-Nachweises vorerst nicht reingelassen wurde, drohte er laut Polizei dem anderen Mann mit der Pistole und damit, mit einem Sturmgewehr wiederzukommen. Daraufhin ließ ihn der Mitarbeiter rein - und rief die Polizei.

Noch am selben Tag fand die Polizei weitere Waffen in der Wohnung des 60-Jährigen und stellte diese sicher. Der Mann hat eine Erlaubnis zum Besitz dieser Waffen. Nachdem er vorläufig festgenommen worden war, wurde er auf Weisung der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt. Es wurde Anzeige wegen Bedrohung erstattet.

Mittwoch, 12. Januar, 7.50 Uhr: Bayern meldet erneut mehr Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Infektionen in Bayern ist weiter gestiegen. 12 561 neue Fälle meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch (Stand: 3.20 Uhr) für den Freistaat. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag demnach bei 375,1 - unter dem bundesweiten Wert von 407,5. Am Dienstag waren es in Bayern noch 339,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gewesen.

Die höchsten Inzidenzen gab es im Landkreis Ebersberg (635,7), in der Stadt München (596,8) und im Landkreis Starnberg (565,1). Die geringsten Neuinfektionen meldeten die Landkreise Wunsiedel (141,7), Freyung-Grafenau (168,5) und Coburg (171,0).

Das DIVI-Intensivregister meldete am Mittwochmorgen (Stand: 7.15 Uhr) 488 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung, die intensivmedizinisch behandelt wurden. 311 von ihnen mussten demnach invasiv beatmet werden.

Mittwoch, 12. Januar, 6.50 Uhr: Bund beschafft weitere fünf Millionen Biontech-Impfdosen

Das Bundesgesundheitsministerium hat weitere fünf Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech für die angestrebte Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland organisiert. Sie sollen ab der Woche vom 24. Januar zur Verfügung stehen, wie es am Dienstagabend aus dem Ministerium hieß. Gekauft werden die Dosen aus einem EU-Kontingent Rumäniens, das sie derzeit nicht benötigt.

Insgesamt sollen damit in den drei Wochen vom 17. Januar, 24. Januar und 31. Januar rund 32 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen, wie es weiter hieß - zwölf Millionen von Biontech und 20 Millionen des Mittels von Moderna. Damit könne in den nächsten drei Wochen auch allen eine Booster-Impfung ermöglicht werden, die es wollten.

Die Bundesregierung hatte als Ziel ausgegeben, bis Ende Januar insgesamt weitere 30 Millionen Impfungen zu erreichen.

Mittwoch, 12. Januar, 6 Uhr: Erstmals über 80.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erstmals die Schwelle von 80.000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach RKI-Angaben von Mittwochmorgen 80.430 Fälle in 24 Stunden. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 58.912 erfasste Neuinfektionen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte. Die 7-Tage Inzidenz gab das RKI mit 407,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 387,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 258,6 (Vormonat: 390,9).

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 384 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 346 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.661.811 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 3,34 an (Montag mit 3,37). Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwochmorgen mit 6.836.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 114.735.

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Alle Entwicklungen vom 4. bis 11. Januar 2022 lesen Sie in Teil 96 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 29. Dezember 2021 bis 3. Januar 2022 lesen Sie in Teil 95 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 25. bis 28. Dezember lesen Sie in Teil 94 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 21. bis 24. Dezember lesen Sie in Teil 93 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 16. bis 20. Dezember lesen Sie in Teil 92 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 10. bis 15. Dezember lesen Sie in Teil 91 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 7. bis 9. Dezember lesen Sie in Teil 90 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 2. bis 6. Dezember lesen Sie in Teil 89 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 27. November bis 1. Dezember lesen Sie in Teil 88 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

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