Corona-Newsblog, Teil 94

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 25. bis 28. Dezember 2021

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schätzt die tatsächlichen Corona-Zahlen höher ein als die aktuell gemeldeten Zahlen.

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schätzt die tatsächlichen Corona-Zahlen höher ein als die aktuell gemeldeten Zahlen.

Bild: Kay Nietfeld, dpa

Corona-News aus dem Allgäu, Deutschland und der Welt: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schätzt die tatsächlichen Corona-Zahlen höher ein als die aktuell gemeldeten Zahlen.

Bild: Kay Nietfeld, dpa

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog-Archiv.
29.12.2021 | Stand: 21:54 Uhr

--- Hierbei handelt es sich um einen Archiv-Artikel. Zum Newsblog mit den aktuellen Nachrichten zur Corona-Lage im Allgäu, Deutschland und der Welt geht es hier. ---

Dienstag, 28. Dezember, 22.15 Uhr: Auch Oberverwaltungsgericht bestätigt Böller-Verkaufsverbot

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) hat das bundesweite Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk bestätigt. Damit blieben Eilanträge von Pyrotechnikhändlern gegen die Regelung des Bundesinnenministeriums erfolglos, wie das Gericht am Dienstagabend mitteilte. Zuvor hatte schon das Verwaltungsgericht Berlin entsprechende Anträge zurückgewiesen - diese Entscheidung wurde nun vom OVG in nächster Instanz bestätigt.

Dienstag, 28. Dezember, 21.20 Uhr: US-Behörde verkürzt empfohlene Isolationsdauer nach Corona-Infektion

Die US-Gesundheitsbehörde CDC verkürzt die empfohlene Isolationsdauer nach einer Corona-Infektion von zehn auf fünf Tage. Grund seien wissenschaftliche Erkenntnisse, dass die meisten Ansteckungen früh im Krankheitsverlauf stattfinden - in der Regel in den ein bis zwei Tagen vor dem Auftreten der Symptome und in den zwei bis drei Tagen danach, teilte die CDC am Montag (Ortszeit) mit. Bisher hatte die CDC eine Isolation von zehn Tagen empfohlen. Unter Isolation versteht die Behörde die Zeit nach einer bestätigten Infektion. Ein deutscher Experte hält das Vorgehen für problematisch.

Die Verkürzung wird nun empfohlen, wenn die Betroffenen keine Symptome mehr haben und an weiteren fünf Tagen eine Maske tragen, wenn sie sich in der Nähe anderer aufhalten. "Die Omikron-Variante breitet sich schnell aus und hat das Potenzial, alle Facetten unserer Gesellschaft zu beeinträchtigen", erklärte CDC-Chefin Rochelle Walensky. Die neuen Empfehlungen sollten gewährleisten, dass die Menschen ihr tägliches Leben sicher weiterführen könnten.

Der Epidemiologe Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen hält die CDC-Empfehlung für problematisch, "weil alles auf Selbsteinschätzung beruht". Auch nach fünf Tagen könne man natürlich noch infektiös sein, "und ob da Maskentragen reicht, ist fraglich". Besser wäre aus seiner Sicht ein negativer Test zur Beendigung der Isolation. "Hier wurde wohl die Risikoabwägung so getroffen, dass die auch nach fünf Tagen noch auftretenden Infektionen insgesamt weniger ins Gewicht fallen und auf der anderen Seite die Sicherstellung der Infrastrukturen dann vorrangig ist", erläuterte Zeeb. "Ich kann mir gut vorstellen, dass wir auch in Deutschland nicht dauerhaft bei der 14-Tage-Isolation ohne Freitesten bleiben, wenn wir die erwarteten ansteigenden Zahlen haben."

Dienstag, 28. Dezember, 19.40 Uhr: US-Behörde: Omikron-Variante dominant - aber Schätzung angepasst

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Corona-Newsblog, Teil 115

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 17. bis 28. Juni2022

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat ihre Schätzungen zur Verbreitung von Omikron deutlich nach unten korrigiert - die neue Variante bleibt aber dominant. Für die Woche bis zum 25. Dezember schätzt die Behörde, dass rund 59 Prozent der Neuinfektionen in den USA auf die Omikron-Variante zurückgehen. Für die Vorwoche gibt die CDC nun einen Wert von knapp 23 Prozent an - zuvor hatte die Behörde hier noch etwa 73 Prozent geschätzt.

Dienstag, 28. Dezember, 18.50 Uhr: Jetzt auch van Gerwen: Nächster Corona-Ausfall bei der Darts-WM

In der entscheidenden Phase der Darts-WM spielt Corona eine immer größere Rolle. Die Finalwoche in London könnte zu einer riesigen Herausforderung werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 28. Dezember, 17.55 Uhr: Regierung kauft Corona-Pille - Impfpflicht- und Quarantäne-Debatte

Die Regierung investiert in Medikamente gegen schwere Covid-Verläufe. Diskutiert wird weiter über Impfpflicht und Quarantäneregeln. Mehr Infos erhalten Sie hier.

Dienstag, 28. Dezember, 17.30 Uhr: Indien: Notzulassung für Corona-Pille und zwei neue Impfstoffe

Indien hat der Corona-Tablette von Merck (Molnupiravir) sowie den Impfstoffen Covovax und Corbevax eine Notzulassung erteilt. Das Medikament sowie die Impfstoffe sollen in Indien hergestellt werden, wie Gesundheitsminister Mansukh Mandaviya am Dienstag auf Twitter mitteilte.

Bislang sind in Indien unter anderem der lokal hergestellte Astrazeneca-Impfstoff Covishield, sowie Covaxin, Sputnik V, Moderna und Johnson & Johnson zugelassen. Das Land ist als Apotheke der Welt bekannt und stellt generell einen Großteil der Impfstoffe weltweit her - besonders für ärmere Länder.

Indien hat erst kürzlich Grünes Licht für Booster-Shots für ältere Menschen sowie Impfungen für Kinder gegeben. Die Corona-Zahlen im Land sind nach wie vor tief. Viele Menschen haben wegen der durchgemachten Krankheit oder der Impfung eine gewisse Immunität.

Dienstag, 28. Dezember, 16.50: Was tun, wenn es knapp wird? Bundestag muss sich mit Triage befassen

Die Corona-Pandemie bringt das Gesundheitswesen an ihre Grenzen. Was zu tun ist, wenn diese Grenzen überschritten werden, das muss nun die Politik klären. Mehr dazu lesen Sie hier.

Der Bundestag muss "unverzüglich" Vorkehrungen treffen zum Schutz von Menschen mit Behinderungen im Fall einer Triage. Das hat das Bundesverfassungsgericht in seinem am Dienstag veröffentlichten Beschluss entschieden (Az. 1 BvR 1541/20).
Der Bundestag muss "unverzüglich" Vorkehrungen treffen zum Schutz von Menschen mit Behinderungen im Fall einer Triage. Das hat das Bundesverfassungsgericht in seinem am Dienstag veröffentlichten Beschluss entschieden (Az. 1 BvR 1541/20).
Bild: Fabian Strauch, dpa (Symbolbild)

Dienstag, 28. Dezember, 16.25 Uhr: Diese Corona-Regeln gelten seit 28. Dezember im Allgäu

Die Sorge vor Omikron wächst: Die Corona-Regeln werden erneut verschärft. Seit 28. Dezember gelten Kontaktbeschränkungen für Geimpfte. Diese Corona-Regeln gelten im Allgäu seit Ende Dezember 2021:

Dienstag, 28. Dezember, 15.30 Uhr: Justizminister kündigt raschen Gesetzentwurf zur Triage an

Bundesjustizminister Marco Buschmann hat eine rasche Reaktion der Bundesregierung zum Triage-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts angekündigt. "Das erste Ziel muss sein, dass es erst gar nicht zu einer Triage kommt. Wenn aber doch, dann bedarf es klarer Regeln, die Menschen mit Handicaps Schutz vor Diskriminierung bieten", schrieb er am Dienstag auf Twitter. Die Bundesregierung werde dazu zügig einen Gesetzentwurf vorlegen.

Das Karlsruher Gericht hatte auch mit Verweis auf die Behindertenrechtskonvention entschieden, der Bundestag müsse "unverzüglich" Vorkehrungen zum Schutz von Menschen mit Behinderungen im Fall einer Triage treffen - also wenn Ärzte entscheiden müssen, wen sie angesichts knapper Ressourcen retten und wen nicht. Bei der Umsetzung habe der Gesetzgeber Spielräume. (Az. 1 BvR 1541/20)

Dienstag, 28. Dezember, 15.05 Uhr: Söder: Quarantäne-Regeln wegen Omikron überprüfen

Angesichts der befürchteten raschen Verbreitung der Omikron-Variante auch in Deutschland hat CSU-Chef Markus Söder seine Forderung nach einer Überarbeitung der Quarantäne-Regelungen bekräftigt. "Natürlich müssen wir die derzeitigen Quarantäne-Regeln überprüfen. Wir können bei einer rasant wachsenden Epidemie nicht einfach das ganze Land von einem Tag auf den anderen lahmlegen", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild"-Zeitung (Mittwoch). "Das gilt nicht nur für die kritische Infrastruktur, sondern auch für das ganz normale Leben der Menschen." Die Bundesregierung müsse jetzt schnell einen Vorschlag dazu machen, forderte Söder. Einige andere Staaten haben die entsprechenden Regeln wegen Omikron schon geändert.

Dienstag, 28. Dezember, 14.50 Uhr: Buschmann für Bußgelder und gegen nationales Register bei Impfpflicht

Bundesjustizminister Marco Buschmann setzt im Fall der Einführung einer Corona-Impfpflicht auf stichprobenartige Kontrollen und Bußgelder bei Verstößen. Skeptisch bewertet er jedoch den Aufbau eines nationalen Impfregisters. "Bei nationalen Registern, die Daten über die gesamte Bevölkerung speichern, bin ich stets zurückhaltend", sagte der FDP-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstag). Datenschützer befürchteten hier den Einstieg in einen umfassenden Zugriff des Staates auf alle Gesundheitsdaten der Bürgerinnen und Bürger. Der Aufbau eines solchen Registers würde zudem Zeit kosten.

"Am wahrscheinlichsten ist es daher, dass man zunächst die Nachweise stichprobenartig kontrolliert und es mit einem Bußgeld belegt, wenn jemand dieser Pflicht nicht nachkommt. Alles andere würde vermutlich zu lange dauern", sagte Buschmann. Auch die Einführung der 3G-Regel in öffentlichen Verkehrsmitteln habe so funktioniert. "Wir sollten auch nicht vergessen, dass viele Menschen das Recht nicht allein aus Furcht vor Sanktionen befolgen, sondern weil sie von der Verbindlichkeit des Rechts überzeugt sind. Anders wäre geordnetes Zusammenleben gar nicht möglich. Der Staat kann und soll gar nicht jeden und alles jederzeit kontrollieren."

Aus Sicht von Buschmann ließe sich eine Impfpflicht rechtfertigen, wenn auf diese Weise die schweren Belastungen für die individuelle Freiheit und die schweren medizinischen, seelischen und sozialen Belastungen der Pandemie beendet werden könnten. Auch eine Mehrheit der Verfassungsrechtlerinnen und Verfassungsrechtler sei wohl der Auffassung, dass eine Impfpflicht verfassungsrechtlich begründet werden könne. "Nur schwer rechtfertigen ließe sich hingegen, die Impfpflicht mit physischem Zwang durchzusetzen. Deshalb wäre es aus meiner Sicht vorstellbar, stattdessen ein Bußgeld zu erheben, wie wir es auch aus anderen europäischen Ländern kennen."

Bundesjustizminister Marco Buschmann kritisiert Markus Söder.
Bundesjustizminister Marco Buschmann kritisiert Markus Söder.
Bild: Kay Nietfeld, dpa (Archivbild)

Dienstag, 28. Dezember, 13.35 Uhr: Omikron-Varianten im Oberallgäu nachgewiesen

Die Omikron-Variante des Corona-Virus wurde erstmals im Landkreis Oberallgäu nachgewiesen. Wie das zuständige Gesundheitsamt Oberallgäu mitteilt, seien im Kreis aktuell 15 dringende Verdachts-Fälle dokumentiert. Die entsprechenden Testungen fanden in der Zeit vor den Feiertagen bis Dienstag statt.

Der überwiegende Teil der Omikron-Verdachtsfälle hat sich laut Landratsamt bei Personen ergeben, die zuvor aus dem Ausland in den Landkreis eingereist waren. Alle positiv Getesteten befinden sich derzeit in Quarantäne. Das gilt auch für ihre engen Kontaktpersonen. Gemäß der bayerischen Quarantäneverordnung müssen diese sich bei Verdacht auf Kontakt mit der Omikron-Variante auch dann in 14-tägige Isolation begeben, wenn sie vollständig geimpft oder geboostert sind.

Dienstag, 28. Dezember, 13.20 Uhr: Eltern nehmen an Corona-Protest teil und lassen Kleinkinder bei drei Grad im Auto zurück

Um an einer Versammlung gegen die Corona-Maßnahmen teilzunehmen, hat ein Ehepaar im Allgäu nach Polizeiangaben die eigenen Kinder bei niedrigen Temperaturen im Auto zurückgelassen. Mehr zum Vorfall in Immenstadt erfahren Sie hier.

Dienstag, 28. Dezember, 13.15 Uhr: Versammlung gegen Corona-Maßnahmen auch in Mindelheim

Neben Protesten gegen die Corona-Maßnahmen in Kempten und Immenstadt hat es am Montagabend auch eine Versammlung in Mindelheim gegeben. Wie die Polizei mitteilte, trafen sich ab 18 Uhr etwa 200 Personen auf dem Marienplatz. Die Versammlung war laut Polizei im Vorfeld nicht angekündigt oder genehmigt worden.

Nach etwa 15 Minuten setzten sich einige Teilnehmer in Bewegung und liefen zum unteren Tor, wechselten die Gehwegseite, um über das obere Tor zurück zum Marienplatz zu laufen. Diesem Rundgang schlossen sich die anderen Teilnehmer an.

Gegen 19 Uhr löste sich die Versammlung nach und nach auf.

Dienstag, 28. Dezember, 13.10 Uhr: Frauen legen in Mindelheimer Apotheke gefälschte Impfpässe vor

Zwei Frauen haben am Montagmorgen laut Polizei versucht, sich in einer Apotheke in Mindelheim ein Impfzertifikat ausstellen zu lassen. Dabei legten sie allerdings gefälschte Impfpässe vor. Der Apotheker bemerkte den Schwindel und verständigte die Polizei.

Die Frauen erwartet nun ein Strafverfahren wegen Gebrauchs unrichtiger Gesundheitszeugnisse. Womöglich folgt ein weiteres Verfahren wegen eines Fälschungsdelikts. Die Polizei ermittelt noch.

Dienstag, 28. Dezember, 13.05 Uhr: Trotz Sperrstunde noch Betrieb in Fast-Food-Restaurant in Memmingen

Eine Polizeistreife hat am späten Montagabend ein Fast-Food-Lokal in Memmingen kontrolliert und einen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz festgestellt. Wie die Beamten mitteilten, herrschte dort gegen 22.50 Uhr trotz Sperrstunde noch reger Betrieb.

Die Verantwortlichen bekommen nun eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

Dienstag, 28. Dezember,13 Uhr: Regierung kauft eine Million Packungen von Anti-Covid-Medikament Paxlovid

Die Bundesregierung kauft eine Million Packungen des Medikaments Paxlovid der US-Firma Pfizer gegen schwere Covid-Verläufe. Das sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Mit ersten Lieferungen werde noch im Januar gerechnet. "Das Medikament ist extrem vielversprechend, weil es in der frühen Gabe den schweren Verlauf von Covid deutlich abschwächen kann. Ich rechne damit, dass wir damit zahlreiche schwere Verläufe auf den Intensivstationen verhindern können." Mehr zum Medikament Paxlovid lesen Sie hier.

Dienstag, 28. Dezember, 12.30 Uhr: Füssener Polizeichef erzählt, welches Corona-Erlebnis besonders in Erinnerung bleibt

Seit fast zwei Jahren bestimmen Corona und die Auswirkungen der Pandemie viele Bereiche des öffentlichen wie auch des privaten Lebens. Der Füssener Polizeichef Edmund Martin spricht im Interview mit unserer Redaktion davon, dass Corona ihn 25 Stunden am Tag beschäftige. Außerdem berichtet er von der Stimmung der Beamten, von Gegnern der Corona-Politik und davon, was passiert, wenn neue Regeln in Kraft treten.

Dienstag, 28. Dezember, 12.25 Uhr: Corona-Protest in Schweinfurt: Gericht verurteilt Straftäter einen Tag nach der Tat

In Schweinfurt ist am Sonntag ein Corona-Protest außer Kontrolle geraten: Mehrere Personen griffen polizeiliche Absperrkräfte tätlich an und verletzten hierbei mehrere Polizisten, berichtet die Polizei Unterfranken. In beschleunigten Verfahren wurden bereits einen Tag nach den Taten Urteile gegen die Beschuldigten gesprochen.

Dienstag, 28. Dezember, 12.05 Uhr: Impfgegnerin verschwindet in Spanien mit minderjährigen Kindern

Eine Frau ist in Spanien mit ihren zwei minderjährigen Söhnen seit Wochen untergetaucht, damit die Kinder nicht gegen ihren Willen gegen das Coronavirus geimpft werden. Im Streit der geschiedenen Eltern hatte die spanische Justiz zuvor dem Vater, der die Kinder impfen lassen möchte, Recht gegeben.

Hier liege keine "Kindesentführung" vor, weil die Mutter "einen gerechtfertigten Grund" für ihr Handeln habe, wurde nun der Anwalt der Mutter am Dienstag in der Zeitung "El Mundo" zitiert. Die Impfstoffe hätten "zahlreiche schwerwiegende Nebenwirkungen", sagte Anwalt Borja Gómez Martínez-Fresneda dem Blatt. "Was ist, wenn die Kinder geimpft werden und ihnen dann etwas passiert?", fragte er.

Dienstag, 28. Dezember, 11.20 Uhr: Corona-Fälle zum Start der Vierschanzentournee

Zwei Medienvertreter und ein Teammitglied (kein Athlet) des Teams Estland wurden bei Anreise zum Start der 70. Vierschanzentournee in Oberstdorf positiv getestet. Dies geht aus einer Mitteilung des Landratsamts Oberallgäu am Dienstagvormittag hervor. Die betroffenen Personen seien mittels PCR-Test positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das weitere Vorgehen ist, erfahren Sie in unserem Newsblog zur Vierschanzentournee.

Dienstag, 28. Dezember, 9.35 Uhr: Verfassungsgericht verpflichtet Gesetzgeber zu Triage-Regelungen

Der Gesetzgeber muss "unverzüglich" Vorkehrungen zum Schutz von Menschen mit Behinderungen im Fall einer sogenannten Triage treffen. Er müsse in Pandemiezeiten der aus dem Grundgesetz folgenden Handlungspflicht nachkommen, teilte das Bundesverfassungsgericht am Dienstag in Karlsruhe mit.

Mehr zur Gerichtsentscheidung lesen Sie hier.

Dienstag, 28. Dezember, 9.20 Uhr: US-Behörde verkürzt empfohlene Isolationsdauer nach Corona-Infektion

Die US-Gesundheitsbehörde verkürzt die empfohlene Isolationsdauer nach einer Corona-Infektion von zehn auf fünf Tage. Grund seien wissenschaftliche Erkenntnisse, dass die meisten Ansteckungen früh im Krankheitsverlauf stattfinden - in der Regel in den ein bis zwei Tagen vor dem Auftreten der Symptome und in den zwei bis drei Tagen danach, teilte die CDC am Montag (Ortszeit) mit. Bisher hatte die CDC eine Isolation von zehn Tagen empfohlen. Unter Isolation versteht die Behörde die Zeit nach einer bestätigten Infektion.

Die Verkürzung wird nun empfohlen, wenn die Betroffenen keine Symptome mehr haben und an weiteren fünf Tagen eine Maske tragen, wenn sie sich in der Nähe anderer aufhalten. "Die Omikron-Variante breitet sich schnell aus und hat das Potenzial, alle Facetten unserer Gesellschaft zu beeinträchtigen", erklärte CDC-Chefin Rochelle Walensky. Die neuen Empfehlungen sollten gewährleisten, dass die Menschen ihr tägliches Leben sicher weiterführen könnten.

Dienstag, 28. Dezember, 8.35 Uhr: Gefälschte Impfpässe: Deshalb gibt es im Landkreis Lindau häufig "Impfbetrug-Tourismus"

An den Außengrenzen Bayerns registriert die Polizei immer wieder Impfbetrugs-Tourismus. Vor allem an der Grenze zu Österreich versuchten Menschen mit Wohnsitz im Nachbarland, mit gefälschten Impfnachweisen in Bayern digitale Zertifikate zu bekommen, teilte das Landeskriminalamt (LKA) in München mit. Das gilt auch für den Landkreis Lindau.

Dienstag, 28. Dezember, 8.10 Uhr: Strenger Corona-Regeln in Bayern ab Dienstag

Ab Dienstag, 28. Dezember, ändern sich in Bayern die Corona-Regeln - und sie werden strenger. Nicht nur Ungeimpfte sind betroffen, auch geimpfte Personen müssen sich bei den Kontakten weiter einschränken. Die Übersicht über die Regeln in Bayern finden Sie hier.

Dienstag, 28. Dezember, 7.25 Uhr: Wieder Corona-Proteste in Deutschland

In vielen deutschen Städten haben sich am Montagabend wieder Menschen zu Corona-Protesten versammelt. Die Gegner der Corona-Maßnahmen nennen ihre teils unerlaubten Demonstrationen "Montagsspaziergänge". Über viele Städte verteilt versammelten sich Zehntausende. Vielerorts hatten sich auch wieder Neonazis unter die Demonstranten gemischt.

Dienstag, 28. Dezember, 6.45 Uhr: Ausschreitungen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Bautzen

Bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen ist es in Bautzen zu Ausschreitungen gekommen. Mehr als zehn Polizisten wurden nach Angaben der Polizei am Montagabend in der sächsischen Stadt verletzt und einige Fahrzeuge beschädigt. Die Beamten hätten einen Aufzug von etwa 100 Menschen stoppen wollen, sagte ein Polizeisprecher. Dabei seien sie mit Flaschenwürfen und Pyrotechnik sowie körperlicher Gewalt angegriffen worden, schilderte der Polizeisprecher am späten Abend. Die Beamten hätten Reizgas und Schlagstöcke eingesetzt. Die verletzten Polizisten hätten in der Regel ein Knalltrauma erlitten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 28. Dezember, 6.40 Uhr: Ausschreitungen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Bautzen

Bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen ist es in Bautzen zu Ausschreitungen gekommen. Mehr als zehn Polizisten wurden nach Angaben der Polizei am Montagabend in der sächsischen Stadt verletzt und einige Fahrzeuge beschädigt. Die Beamten hätten einen Aufzug von etwa 100 Menschen stoppen wollen, sagte ein Polizeisprecher. Dabei seien sie mit Flaschenwürfen und Pyrotechnik sowie körperlicher Gewalt angegriffen worden, schilderte der Polizeisprecher am späten Abend. Die Beamten hätten Reizgas und Schlagstöcke eingesetzt. Die verletzten Polizisten hätten in der Regel ein Knalltrauma erlitten.

Dienstag, 28. Dezember, 6.20 Uhr: GdP-Chef: Polizeiarbeit leidet unter hohem Aufwand für Corona-Demos

Der hohe Aufwand für die Polizei bei den vielen Demonstrationen gegen die Corona-Politik beeinträchtigt die übrige polizeiliche Arbeit. Der hohe Einsatzaufwand durch zahlreiche Demonstration und sogenannte Spaziergänge erfordere unter Umständen, "andere polizeiliche Aufgaben zu vernachlässigen, zum Beispiel bei der Verkehrsüberwachung", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstag). "Das kann man machen. Die Frage ist, wie lange die Bürgerinnen und Bürger das akzeptieren, wenn einige mit bestimmten Vergehen durchkommen, weil die Polizei das nicht mehr verfolgen kann." Er befürchte, dass dadurch Vertrauen in die Polizei verloren gehe. "Ich fürchte, dass die Polizei noch mehr zum Blitzableiter für verärgerte Bürger wird", fügte der GdP-Chef hinzu.

Dienstag, 28. Dezember, 6.20 Uhr: Kassenärzte halten nichts von allgemeiner Corona-Impfpflicht

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, lehnt eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus ab. "Besser, als jetzt ein großes, unbeherrschbares Rad zum Thema Impfpflicht und Impfregister zu drehen, wäre es, alle Anstrengungen aufs Impfen und Boostern zu richten", sagte Gassen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag). Die KBV halte "die zeitnahe Erstellung eines zentralen Registers zur Vorbereitung einer möglichen Corona-Impfpflicht für unrealistisch", betonte Gassen. Der Aufbau würde "Monate, vielleicht auch Jahre dauern".

Dienstag, 28. Dezember, 6.15 Uhr: RKI registriert 21 080 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 215,6

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 215,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte die bundesweite Inzidenz bei 222,7 gelegen, vor einer Woche bei 306,4 (Vormonat: 452,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 21.080 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.22 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 23.428 Ansteckungen gewesen.

Das RKI weist darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage in Deutschland zeigen.

Die Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Montag, 27. Dezember, 22 Uhr: Winterwetter und Omikron - Wieder Hunderte Flugausfälle in den USA

In den USA ist es wegen Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus und wegen schlechten Wetters erneut zu Hunderten Flugausfällen gekommen. US-Medien berichteten unter Berufung auf die Flugdaten-Website Flight Aware, dass am Montag rund 1000 Flüge innerhalb, in die oder aus den USA betroffen waren. Die Fluglinie Delta erklärte, dass sie mit mehr als 200 Streichungen ihrer mehr als 4000 geplanten Flüge für Montag rechnete. Neben Personalausfall aufgrund von Omikron sei dafür auch winterliches Wetter in Minneapolis, Seattle, Salt Lake City und anderen Gebieten der USA verantwortlich.

"Die Streichung eines Fluges ist für Delta immer der letzte Ausweg. Das Ergebnis ist nicht nur für die Kunden schwierig, sondern auch für unsere Beschäftigten", erklärte Delta. Neben großen US-Airlines wie Delta, American Airlines oder United waren auch kleinere Fluggesellschaften wie Alaska Airlines oder SkyWest Airlines betroffen. Am Montagnachmittag (Ortszeit) verzeichnete der internationale Flughafen Seattle-Tacoma laut Flight Aware die meisten Verspätungen und Annullierungen weltweit.

Die massiven Ausfälle hatten an Heiligabend begonnen - sie haben vielen Reisenden die Pläne für das Weihnachtsfest durchkreuzt. Es ist für Fluggesellschaften die verkehrsreichste Zeit des Jahres. "Das System steht unter Druck", zitierte die "Washington Post" Dennis Tajer, Sprecher der Pilotengewerkschaft Allied Pilots Association. Auch wenn die Branche Erfahrung darin habe, sich an das Wetter anzupassen, könnten positive Coronatests die Beschäftigten der Fluggesellschaften für mehrere Tage außer Gefecht setzen.

Montag, 27. Dezember, 21.40 Uhr: 81 Stunden Weihnachts-Impfmarathon: Gäste aus den Niederlanden

Nach 81 Stunden und weit über 800 Impfungen ist am Montagabend in Duisburg ein Weihnachts-Impfmarathon zu Ende gegangen. Initiator war der Neurologe Ahmad-Mujtaba Mostakiem, der mit seinem Team im Drei-Schicht-System in einem Hotel in der Nähe des Duisburger Hauptbahnhofs zu der Aktion eingeladen hatte. Er spricht von einem vollen Erfolg. Impflinge konnten ohne Anmeldung kommen.

"Am Ende war uns der Impfstoff von Biontech ausgegangen", sagte Mostakiem der Deutschen Presse-Agentur. Der Mediziner zeigt sich stolz. "Selbst in der Nacht haben wir durchgehend geimpft." Unter den Gästen seien ganze Familien gewesen, die über Weihnachten bei Verwandten in Duisburg waren. "Zu 90 Prozent kamen Menschen, die es aus Zeitgründen wegen des Berufs oder Studiums bislang nicht geschafft haben, sich impfen zu lassen", sagte der Neurologe. Die Menschen hätten sich zum Teil mit Pralinen, Schokolade, Sekt und Obstkörben für die Möglichkeit bedankt.

Unter den Gästen waren seit Heiligabend auch über 100 Erstimpflinge. "Die Quote war deutlich höher als üblich. Verwirrt war der Mediziner über viele Impfwillige aus den Niederlanden, die er trotz der langen Anfahrt wieder wegschicken musste. "Ich darf hier nur Niederländer mit Wohnsitz in Deutschland impfen oder mit einer Krankenversicherung in Deutschland. In einem Interview mit dem holländischen Fernsehen musste ich das klarstellen", sagte Mostakiem, nachdem sich das Angebot bis in das Nachbarland herumgesprochen hatte.

Montag, 27. Dezember, 19.55 Uhr: Viele Corona-Fälle, aber keine schärferen Regeln in England

Trotz täglicher Neuinfektionen in Rekordhöhe über die Weihnachtstage will die britische Regierung vorerst keine strengeren Corona-Regeln im größten Landesteil England einführen. Gesundheitsminister Sajid Javid rief die Bevölkerung am Montag dazu auf, wachsam zu sein, Silvester möglichst im Freien zu feiern und vor der Teilnahme an Veranstaltungen einen Schnelltest zu machen. "Wenn wir ins neue Jahr starten, werden wir natürlich prüfen, ob wir weitere Maßnahmen ergreifen müssen. Aber bis dahin bleibt es erst einmal dabei", sagte Javid, wie die BBC berichtete.

Für Heiligabend meldeten die britischen Behörden im Nachhinein 122 186 Neuinfektionen - so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie. In den vergangenen drei Tagen wurden weitere 321 036 positive Tests bekannt. Javid sagte, die hochansteckende Omikron-Variante mache mittlerweile etwa 90 Prozent der Fälle aus. Mehrere Studien deuten allerdings auf mildere Krankheitsverläufe und geringere Hospitalisierungsraten bei Omikron hin. Dies habe bei der Entscheidung von Premierminister Boris Johnson, die Regeln nicht zu verschärfen, eine wichtige Rolle gespielt, hieß es.

Allerdings hatten Gegner der Corona-Maßnahmen in Johnsons eigener Partei dem Regierungschef mit scharfem Gegenwind gedroht, falls er schärfere Regeln einführen sollte. Im Vereinigten Königreich sind die Regionalregierungen für die Gesundheitspolitik verantwortlich. Premierminister Johnson entscheidet für England, das keine eigene Regierung hat. In Schottland, Wales und Nordirland gelten teils deutlich schärfere Corona-Maßnahmen.

Montag, 27. Dezember, 18.50 Uhr: Corona-Fall in Ischgler Bar "Kitzloch": Behörde ruft zur Vorsicht auf

Wegen eines Corona-Falls im Lokal "Kitzloch" im österreichischen Skigebiet Ischgl haben Behörden einen öffentlichen Aufruf an Gäste der Bar gestartet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 27. Dezember, 17.35 Uhr: Im Kampf gegen Corona greift in weiteren Bundesländern ein härterer Maßnahmenkatalog

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus greift in weiteren Bundesländern ein härterer Maßnahmenkatalog. Strengere Kontaktbeschränkungen gelten dann auch in Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Andere Länder hatten ähnliche Maßnahmen bereits zuvor umgesetzt. Mit diesen wollen sie sich vor allem gegen die sehr ansteckende Omikron-Variante zu rüsten. Bund und Länder hatten sich vor Weihnachten darauf verständigt, spätestens ab dem 28. Dezember das private und öffentliche Leben weiter einzuschränken. Die Umsetzung der Regeln lag in Länderverantwortung. Lesen Sie dazu auch: Mehrere Bundesländer verschärfen Corona-Regeln - Neue Proteste

Zwei Freundinnen unterhalten sich, auf einer Bank. Ab Montag werden in vielen Bundesländern die Corona-Regeln verschärft.
Zwei Freundinnen unterhalten sich, auf einer Bank. Ab Montag werden in vielen Bundesländern die Corona-Regeln verschärft.
Bild: Moritz Frankenberg, dpa

Montag, 27. Dezember, 17.25 Uhr: Omikron: Acht Verdachtsfälle im Landkreis Ostallgäu

Omikron ist möglicherweise auch im Landkreis Ostallgäu angekommen. Das Gesundheitsamt geht acht Verdachtsfällen nach. Die Zahl der Corona-Toten steigt weiter. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 27. Dezember, 17 Uhr: Niederländer van der Voort bei Darts-WM positiv auf Corona getestet

Der Niederländer Vincent van der Voort ist bei der Darts-WM in London positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte der Weltverband PDC am Montagnachmittag mit. Damit erhält sein englischer Gegner James Wade ein Freilos und zieht direkt ins Achtelfinale ein. Zuvor war in Raymond van Barneveld ein weiterer Niederländer positiv auf das Virus getestet worden. Der fünfmalige Weltmeister war nach einer 1:3-Niederlage gegen Rob Cross (England) aber bereits vorher aus dem Turnier ausgeschieden. Die Abendsession, in der auch der Deutsche Gabriel Clemens spielt, findet nun mit zwei statt wie geplant mit drei Spielen statt.

Montag, 27. Dezember, 16.15 Uhr: Innenminister Hermann: Durch radikale Corona-Proteste wächst Anschlagsgefahr

Laut Joachim Herrmann wächst die Gefahr extremistischer Straftaten durch Corona-Proteste. Herrmann kritisiert Nähe der Querdenker zu AfD und NPD. Mehr Infos erhalten Sie hier.

Montag, 27. Dezember, 15.30 Uhr: Drogen und Herstellung von falschen Impfpässen: Fünf Männer in Kirchseeon festgenommen

Im Landkreis Ebersberg hat die Polizei durch Zufall bei fünf Männern Drofen und insgesamt 164 Impfpässe gefunden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 27. Dezember, 15 Uhr: Omikron im Unterallgäu angekommen

Die Corona-Variante Omikron ist auch im Landkreis Unterallgäu angekommen. Bei sieben Personen haben Laboruntersuchungen die Virusvariante nachgewiesen, berichtet das Landratsamt Unterallgäu. Die Fälle stehen nicht in Zusammenhang miteinander. Wer Kontakt zu einer mit Omikron erkrankten Person oder auch mit einem begründeten Verdachtsfall hatte, muss in Quarantäne, auch wenn er geimpft ist - so sieht es die bayerische Quarantäneverordnung vor.

Koordinierungsärztin Dr. Carola Winkler sagt: „Dennoch zeigt sich, dass eine Impfung auch vor Omikron schützt - vor allem vor einem schweren Verlauf. Deshalb ist es wichtig, dass die Menschen jetzt ihren Impfschutz auffrischen lassen.“ Das Impfzentrum Bad Wörishofen hat ab 9. Januar auch sonntags geöffnet - pro Woche können rund 3500 Personen geimpft werden. Ab 6. Januar sind noch Termine frei. Eine Terminbuchung ist notwendig unter www.impfzentren.bayern

Montag, 27. Dezember, 14.55 Uhr: Omikron: 100 britische Urlauber bei Ankunft in Tirol abgewiesen

Wegen der neuen Corona-Regeln ist rund 100 britischen Urlaubern die Einreise in die österreichische Skiregion Tirol verweigert worden. Mehr Infos erhalten Sie hier.

Montag, 27. Dezember, 14.20 Uhr: Mikaela Shiffrin ist Corona-positiv - kein Start bei Riesenslalom in Lienz

Ski-Ass Mikaela Shiffrin muss wegen eines positiven Corona-Tests bei den Rennen in Lienz passen. Sie ist kein Einzelfall in der alpinen Olympia-Saison. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mikaela Shiffrin hat sich - ebenso wie die Schweizerin Lara Gut-Behrami - mit dem Coronavirus infiziert.
Mikaela Shiffrin hat sich - ebenso wie die Schweizerin Lara Gut-Behrami - mit dem Coronavirus infiziert.
Bild: Giovanni Maria Pizzato, dpa

Montag, 27. Dezember, 13.30 Uhr: Corona-bedingte Einbußen: EV Füssen kämpft um seine Existenz

Gerade einmal sieben Eishockeyfans waren es zuletzt noch, die sich an der Abendkasse eine Karte kaufen wollten für ein Oberliga-Heimspiel des EV Füssen. „Die Lage ist prekär“, sagt EVF-Vorsitzender Lukas Jentsch. Und dabei meint er gar nicht so sehr die sportliche Situation. Die könnte mit dem vorletzten Platz freilich besser sein. Doch beim EV Füssen steht viel mehr auf dem Spiel. „Es geht um den Fortbestand des gesamten Vereins“, sagt Jentsch. Im Etat des Klubs klafft ein Loch von rund 150.000 Euro.

Montag, 27. Dezember, 13.05 Uhr: Mehr als 7 Millionen Corona-Fälle erfasst - Inzidenz bei 222,7

In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie mehr als sieben Millionen Corona-Infektionen gemeldet worden. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Gesamtzahl am Montagmorgen (Stand 03.25 Uhr) mit 7.005.289 an. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht nachgewiesen und damit auch nicht erfasst werden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg im Vergleich zum Vortag leicht auf 222,7 (Vortag: 220,7). Auch vom vergangenen Sonntag auf Montag hatte es einen leichten Anstieg der Inzidenz gegeben (Sonntag: 315,4, Montag: 316,0), danach waren die Werte wieder stetig gesunken.

Montag, 27. Dezember, 12.55 Uhr: Corona-Protest heute in Kempten: So bereitet sich die Polizei vor

Impfgegner und sogenannte Querdenker haben unter anderem im Kurznachrichtendienst Telegram dazu aufgerufen, am Montag erneut einen "Abend-Spaziergang" in Kempten zu machen.

Schon an den vergangenen beiden Montagen waren Gegner der Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie durch die Kemptener Innenstadt gezogen. Waren es vor zwei Wochen etwa 50 Demonstranten, liefen am Montag vor einer Woche rund 350 Menschen zwischen Forum und Hildegardplatz. Für den heutigen Montag rechnet die Polizei mit weiterem Zulauf. Offiziell angemeldet ist die Veranstaltung nicht. Wie sich die Polizei auf den Einsatz vorbereitet, erfahren Sie hier.

Montag, 27. Dezember, 12.50 Uhr: Füssen bekommt eigene Impfpraxis

Füssen erhält eine eigene Impfpraxis in der Keltensteinstraße. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt hervor. Der Facharzt für Innere Medizin, Dr. Dr. Martin Zens, habe dafür entsprechende Räumlichkeiten in Füssen West angemietet, um eine vorübergehende Impfpraxis einzurichten. Das Angebot soll die Haus- und Fachärzte in der Region entlasten und ein zusätzliches Impfangebot darstellen. Die Zielgruppe seien insbesondere jüngere Menschen ohne Hausarztanbindung und Patienten, die im Hausbesuch besucht werden sollen.

Termin-Buchungen sind unter www.impfpraxis-fuessen.de möglich.

Montag, 27. Dezember, 12.20 Uhr: Erziehungsberaterin: "Viele Jugendliche haben Angst, das Leben zu verpassen"

Ich habe das Gefühl, dass ich gerade mein Leben verpasse“ – solche Sätze hören Martina Kokorsch und ihre Kolleginnen von der KJF Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung Kaufbeuren mit Außenstelle in Buchloe immer häufiger. In der Pandemie leiden gerade Jugendliche unter den Kontaktbeschränkungen: Sie können keine Freunden treffen, nicht feiern gehen, nichts ausprobieren, sich nicht verlieben. „Die meisten haben keine Abwechslung im Alltag, man hält sich immer an einem Ort auf, bekommt keine Anregung, leidet unter Einsamkeit“, erklärt die Erziehungsberaterin.

Montag, 27. Dezember, 12.05 Uhr: Allgäuer Politiker und Friseur diskutieren: „Wenn 2G richtig ist, muss es überall gelten“

Wie kommen Menschen und Unternehmen sicher durch die Pandemie? Darüber wird seit fast zwei Jahren gerungen. Und auch diese zwei ringen darum – mit sich und nun zum ersten Mal im Gespräch miteinander: Friseurmeister Christoph Filser betreibt mehrere Salons in Kempten. Mit emotionalen Videos, in denen er Hilfe für seine Branche fordert, erreicht er auf Social-Media-Plattformen viel Aufmerksamkeit. Stephan Thomae ist Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Bundestag. Das Interview mit den beiden lesen Sie hier.

Montag, 27. Dezember, 11.45 Uhr: Diese Corona-Regeln gelten an Silvester in Bayern und dem Allgäu

Welche Corona-Regeln gelten in der Silvesternacht 2021/2022 in Bayern? Wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante wurden bei einem Bund-Länder-Gipfel am 21. Dezember schärfere Corona-Maßnahmen beschlossen. Es sei nicht die Zeit für große Partys an Silvester, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz bei einer Pressekonferenz. Die Silvester-Regeln finden Sie hier.

Montag, 27. Dezember, 11.35 Uhr: Einreise nach Österreich, Italien, Schweiz: Diese Regeln müssen Urlauber beachten

Wegen der Corona-Pandemie gelten in den Weihnachtsferien in vielen Ländern strenge Regeln. Auch die Einreise, etwa für das Skifahren, ist schwieriger geworden. Hier die Regeln für Österreich, Schweiz, Italien, und andere Länder im Überblick.

Montag, 27. Dezember, 11 Uhr: Holetschek räumt Fehler der Gesundheitsministerkonferenz ein

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat Fehler der Gesundheitsministerkonferenz in der Corona-Kommunikation eingeräumt. "In der Kommunikation nach außen hätten wir besser sein sollen", sagte er im Interview mit unserer Redaktion. "Etwa, als die Stiko ihre Empfehlungen zum Impfstoff AstraZeneca mehrmals änderte. Einmal hieß etwa: Astra nur über 65 Jahre, dann wieder nur unter 65 Jahre. Einmal so, dann wieder so. Das wirkte nicht immer nachvollziehbar." Das ganze Interview lesen Sie hier.

Montag, 27. Dezember, 10.55 Uhr: An diesen Orten in Memmingen gilt ein Versammlungsverbot an Silvester

Zwischen dem 31. Dezember, ab 15 Uhr, und dem 1. Januar, bis 9 Uhr, sind Ansammlungen von mehr als zehn Personen in der Memminger Altstadt laut einer Mitteilung der Stadt untersagt. Das gilt für die Bereiche innerhalb der Umgrenzung von Königsgraben, Am Kuhberg, Am Lug in`s Land, Zollergraben, Grünanlage Kohlschanze, Kohlschanzstraße, Bahnhofstraße und Mulzergraben.

Verstöße gegen die Allgemeinverfügung können laut der Stadt mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Montag, 27. Dezember, 10.40 Uhr: Ostallgäuer Landrätin Zinnecker: „Corona hat Gräben aufgerissen“

„Corona hat Gräben aufgerissen und vieles verhindert, was unser Leben sonst ausmacht.“ Damit leitete Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) jüngst im Kreistag ihre Jahresabschlussworte ein. In ihrer Rede nannte sie die Pandemie mit einem „immer raffinierteren Virus“ auch für das Ostallgäu „eine monströse Herausforderung“. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 27. Dezember, 9.35 Uhr: Corona-Inzidenz sinkt in Bayern auf 190,4 - Unterallgäu mit zweithöchster Inzidenz

Der Corona-Inzidenzwert ist in Bayern über die Feiertage weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Montag (Stand 3.25 Uhr) für den Freistaat einen Sieben-Tage-Wert von 190,4. Die Zahl lag damit unter dem Bundesschnitt von 222,7.

Vor den Feiertagen hatte die Inzidenz in Bayern noch bei knapp 250 gelegen. Das RKI wies allerdings darauf hin, dass während der Feiertage wegen einer geringeren Test- und Meldeaktivität die Daten nur ein unvollständiges Bild der Lage geben könnten.

Die bayernweit höchste Inzidenz meldete das RKI mit 350,9 für den Landkreis Dillingen an der Donau, gefolgt vom Landkreis Unterallgäu mit 341,4 und der Stadt Schweinfurt, die am Sonntagabend mit gewalttätigen Corona-Protesten Schlagzeilen machte, mit 330,1.

Montag, 27. Dezember, 7.50 Uhr: Noch Tausende offene Rechnungen nach Corona-Rückholaktion

Fast zwei Jahre nach der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik zu Beginn der Corona-Pandemie sind noch Tausende Rechnungen offen. Etwa 7000 der insgesamt mehr als 54 000 vom Auswärtigen Amt verschickten Zahlungsbescheide an die Passagiere der 260 Rettungsflüge sind noch gar nicht oder noch nicht ganz beglichen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Ministerium erfuhr. Größtenteils läuft die Zahlungsfrist noch oder es wurde Ratenzahlung vereinbart. In 1200 Fällen musste das Ministerium aber Mahnverfahren einleiten. Viele Passagiere wehren sich vor Gericht gegen eine Beteiligung an den Kosten. Von ursprünglich 201 Klagen sind 135 immer noch anhängig.

Montag, 27. Dezember, 7.20 Uhr: Pandemie verlagert den Alkoholkonsum von Partys auf die Couch

Zwei Jahre kein Oktoberfest, weniger Partys und kaum noch Weihnachtsfeiern: Das hat sich deutlich auf das Trinkverhalten in Deutschland ausgewirkt. Es habe bislang während der Corona-Pandemie weniger Gelegenheiten zum gemeinsamen Trinken gegeben, sagt Suchtmediziner und Ärztlicher Direktor Falk Kiefer vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Dennoch sei der durchschnittliche Alkoholkonsum in Deutschland im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie in etwa gleich geblieben, er habe sich nur in die Wohnungen und damit auf eine spezielle Untergruppe von Konsumenten verlagert, erläutert Kiefer, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie ist. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 27. Dezember, 7.10 Uhr: Kind bei Corona-Protest verletzt: Polizei bei Demo in Schweinfurt "beleidigt und bespuckt"

Nach gewalttätigen Übergriffen während einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen ist es in Schweinfurt am Sonntagabend zu mehreren Festnahmen und Verletzungen unter anderem eines vierjährigen Kindes gekommen. Die Polizei nahm acht Personen fest und leitete gegen 44 Personen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein, so die Polizei Unterfranken in der Nacht zum Montag.

Montag, 27. Dezember, 6.30 Uhr: Merz regt Impfpflicht-Stufenplan für weitere Gruppen an

In der Debatte über eine allgemeine Corona-Impfpflicht regt der designierte CDU-Vorsitzende Friedrich Merz einen Stufenplan an. Eine allgemeine Impfpflicht werfe eine Reihe von ethischen, verfassungsrechtlichen und organisatorischen Fragen auf, die vor einer Beschlussfassung geklärt sein müssten, sagte Merz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). "Vielleicht könnte eine Art Stufenplan für gruppenbezogene Impflichten auch zum Ziel führen", fügte er hinzu.

Eine erste begrenzte Corona-Impfpflicht wurde Mitte Dezember schon beschlossen: Beschäftigte in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Kliniken und Pflegeheime müssen bis 15. März 2022 nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Daneben liegen Merz "eigentlich die Bediensteten in den Kitas, Schulen und Universitäten, aber auch die der sogenannten kritische Infrastruktur auf der Hand". Er nannte hier Polizei und Feuerwehr, die Hilfsorganisationen vom Roten Kreuz bis zum THW sowie "andere wichtige Institutionen, die wir für das Land auch außerhalb von Corona brauchen".

Montag, 27. Dezember, 6.20 Uhr: Infektiologe zu 2022: Corona-Wellen werden immer flacher werden

Die Corona-Wellen werden nach Ansicht des Jenaer Infektiologen Mathias Pletz im Jahr 2022 abnehmen. "Die Wellen werden immer flacher werden, auch wenn neue Varianten kommen, weil einfach schon eine gewisse Grundimmunität da ist", sagte der Direktor des Instituts für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene am Uniklinikum Jena der Deutschen Presse-Agentur. Die Spanische Grippe habe etwa gezeigt, dass so ein Virus nie ganz verschwinden werde. "Aber irgendwann wird es dann schwere Verläufe nur noch in dem Maße geben, dass sie für das Gesundheitssystem zu bewältigen sind."

Montag, 27. Dezember, 6.15 Uhr: Mehrere Bundesländer verschärfen Corona-Regeln - Neue Proteste

In mehreren Bundesländern werden an diesem Montag verschärfte Corona-Bestimmungen wirksam. Kontakte im privaten und öffentlichen Leben werden weiter eingeschränkt, insbesondere um sich gegen die sehr ansteckende Omikron-Variante zu rüsten. Manche Bundesländer hatten damit bereits zu Weihnachten begonnen, andere ziehen nun nach. Ab Montag gelten in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern strengere Regeln. Am Dienstag folgen weitere Länder. Auf diese Maßnahmen hatten sich Bund und Länder verständigt.

In zahlreichen deutschen Städten wollen Gegner von Corona-Maßnahmen am Montag mobil machen. Demonstrationen sind unter anderem in mehreren Städten in Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg sowie in Mannheim in Baden-Württemberg angemeldet. Am 2. Weihnachtsfeiertag protestierten mehrere hundert Menschen in Berlin sowie in Schweinfurt gegen Corona-Bestimmungen.

Montag, 27. Dezember, 6.05 Uhr: RKI registriert 13.908 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 222,7

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach langem Sinken im Vergleich zum Vortag (leicht) gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 222,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 220,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 315,4 (Vormonat: 340,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13.908 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.25 Uhr wiedergeben.

Das RKI weist darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage in Deutschland zeigen.

Die 7-Tage-Inzidenzen für das Allgäu finden Sie hier.

Sonntag, 26. Dezember, 20.55 Uhr: Montgomery kritisiert Richter wegen Corona-Urteilen

Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, hat Richter für einige Urteile zu Corona-Regeln kritisiert. "Ich stoße mich daran, dass kleine Richterlein sich hinstellen und wie gerade in Niedersachsen 2G im Einzelhandel kippen, weil sie es nicht für verhältnismäßig halten", sagte Montgomery der "Welt" (Online Sonntag/Print Montag). Da maße sich ein Gericht an, etwas, das sich wissenschaftliche und politische Gremien mühsam abgerungen hätten, mit Verweis auf die Verhältnismäßigkeit zu verwerfen. "Da habe ich große Probleme. Es gibt Situationen, in denen es richtig ist, die Freiheitsrechte hinter das Recht auf körperliche Gesundheit - nicht nur der eigenen Person, sondern Aller - einzureihen. Und eine solche Situation haben wir", betonte der Ärztevertreter.

Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hatte am 16. Dezember die 2G-Regel im Einzelhandel des Bundeslandes gekippt. Die Maßnahme sei zur weiteren Eindämmung des Coronavirus nicht notwendig und auch nicht mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz vereinbar, entschied das Gericht. Unter anderem beanstandete der Senat, dass verlässliche und nachvollziehbare Feststellungen zum tatsächlichen Infektionsrisiko im Einzelhandel fehlten. Zudem könnte der Staat Kunden auch im Einzelhandel verpflichten, eine FFP2-Maske zu tragen. Dies würde das Infektionsrisiko derart absenken, "dass es nahezu vernachlässigt werden könne", erklärte das Gericht.

Frank Montgomery hat die Urteile einiger Richter mit Blick auf die Corona-Pandemie kritisiert.
Frank Montgomery hat die Urteile einiger Richter mit Blick auf die Corona-Pandemie kritisiert.
Bild: Guido Kirchner, dpa (Archiv)

Sonntag, 26. Dezember, 20.20 Uhr: Mehrere Hundert bei Corona-Protest in Schweinfurt - Festnahmen

Mehrere hundert Menschen haben am Sonntagabend laut Polizei in Schweinfurt gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert - teils gewaltvoll. "Unsere Einsatzkräfte waren bereits gezwungen, gegen aggressive Versammlungsteilnehmer Schlagstock und Pfefferspray einzusetzen. Wir fordern alle Teilnehmer auf, friedlich von ihrem Grundrecht Gebrauch zu machen und die Regeln einzuhalten", twitterte die Polizei Unterfranken. Drei Personen, die gewaltsam versucht hätten, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen, seien festgenommen worden.

"Wir fordern alle Teilnehmer auf, die Beschränkungen einzuhalten und sich deutlich von Krawallmachern und Straftätern abzugrenzen!", hieß es weiter. Die Versammlung sei nicht angemeldet worden, die Polizeiinspektion Schweinfurt sei mit zahlreichen Unterstützungskräften im Einsatz.

Sonntag, 26. Dezember, 18 Uhr: Allgäuer Politiker und Friseur diskutieren: „Wenn 2G richtig ist, muss es überall gelten“

Friseurmeister Filser fordert einen Ausgleich, weil seine Branche „als Druckmittel genutzt wird“. FDP-Politiker Thomae widerspricht nicht – aber bei anderem Punkt. Das ganze Streitgespräch lesen Sie hier.

Sonntag, 26. Dezember, 16.30 Uhr: Bundestag soll Anfang Januar über Impfpflicht debattieren

Viele Politiker dringen auf eine schnelle Einführung einer Impfpflicht. Die SPD will das Thema in der ersten Sitzungswoche auf die Tagesordnung setzen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 26. Dezember, 14 Uhr: Regierung erreicht Ziel von 30 Millionen Impfungen

Die Bundesregierung hat ihr Mitte November gesetztes Ziel von 30 Millionen Impfungen bis zum Jahresende erreicht. Die Marke wurde am Sonntag überschritten, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Die Booster-Kampagne in Deutschland läuft auf Hochtouren. Wir haben jetzt ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Darauf können wir alle stolz sein." Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, dass das Ziel erreicht worden sei.

Der SPD-Politiker dankte allen, die dazu beigetragen haben - insbesondere den Ärztinnen und Ärzten, aber auch denjenigen, die sich haben impfen lassen. "Sie haben damit sich selbst und der Gesellschaft einen großen Dienst erwiesen."

Sonntag, 26. Dezember, 14 Uhr: US-Airlines streichen wegen Omikron Hunderte Flüge über Weihnachten

Große US-Fluglinien haben über das Weihnachtswochenende wegen der Omikron-Variante Hunderte Flüge gestrichen und damit die Festtagspläne vieler Menschen durchkreuzt. Es kam weltweit zu Tausenden Flugausfällen - vor allem die USA waren betroffen. Dem Sender CNN zufolge waren von den Streichungen an Heiligabend und den beiden Weihnachtsfeiertagen rund 1700 Flüge innerhalb, in die oder aus den USA betroffen. CNN beruft sich dabei auf die Flugdaten-Website Flight Aware. In den USA ist die Omikron-Variante mittlerweile dominant - die Corona-Fallzahlen waren zuletzt in die Höhe geschnellt. Vielerorts wurden Rekorde bei den täglich gemeldeten Neuinfektionen gebrochen.

Allein am Samstag strich die US-Airline Delta knapp 370 Flüge und begründete dies neben Omikron auch mit Winterwetter in Teilen der USA. Auch Sonntag sollten wieder mehr als 300 Flüge gestrichen werden. "Die landesweite Häufung von Omikron-Fällen in dieser Woche hatte direkte Auswirkungen auf unsere Flugbesatzungen und die Beschäftigten, die unseren Betrieb führen", hieß es von der Fluggesellschaft United. Die Airline kündigte an, "die betroffenen Kunden zu benachrichtigen, bevor sie zum Flughafen kommen".

Sonntag, 26. Dezember, 13.25 Uhr: Bericht: Tausende Ermittlungen wegen gefälschter Impfpässe

In den Bundesländern hat die Polizei einem Medienbericht zufolge bislang tausende Fälle wegen gefälschter Impfpässe bearbeitet. Das berichtet die "tageszeitung" (Montag) unter Berufung auf eine Umfrage bei allen deutschen Landeskriminalämtern (LKA). Diese gehen demnach von einer hohen Dunkelziffer aus.

Dem Bericht zufolge ermittelte allein das LKA Bayern seit Jahresbeginn in 3070 Fällen, Anfang September gab es dort erst 110 solcher Fälle. In Nordrhein-Westfalen seien 2495 Fälle gezählt worden, knapp die Hälfte davon seit Ende November. In Berlin seien es 1028 Fälle, selbst im bevölkerungsarmen Schleswig-Holstein werde zu 550 Fällen ermittelt - zwei Drittel davon seien davon in den letzten vier Wochen angefallen.

Sonntag, 26. Dezember, 13.10 Uhr: Corona-Inzidenz sinkt in Bayern

Der Corona-Inzidenzwert ist in Bayern über die Feiertage weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag (Stand 3.27 Uhr) für den Freistaat einen Sieben-Tage-Wert von 192,7 - die Zahl lag damit unter dem Bundesschnitt von 220,7. Vor den Feiertagen hatte die Inzidenz in Bayern noch bei knapp 250 gelegen. Das RKI wies allerdings darauf hin, dass während der Feiertage wegen einer geringeren Test- und Meldeaktivität die Daten nur ein unvollständiges Bild der Lage geben könnten.

In den bayerischen Kliniken wurden am Sonntag (Stand 11.05 Uhr) laut dem bundesweiten Intensivregister Divi 743 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt, 461 wurden invasiv beatmet. Insgesamt waren an den 198 Krankenhausstandorten 258 Covid-spezifische Intensivbetten unbelegt.

Sonntag, 26. Dezember, 13.05 Uhr: Knapp 147 Millionen verabreichte Impfdosen gegen Covid-19

Ein Jahr nach Beginn der Impfkampagne gegen das Coronavirus sind in Deutschland insgesamt knapp 147 Millionen Dosen verabreicht worden. Dies ging am Sonntag aus dem Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.

Auch über die Weihnachtsfeiertage holten sich tausende Menschen den schützenden Piks ab. Am Freitag wurden rund 67.000 Spritzen gesetzt, darunter 51.000 sogenannte Booster-Impfungen zum Auffrischen des Impfschutzes. Am ersten Weihnachtsfeiertag wurden 35.000 Impfungen verabreicht, darunter 30.000 Booster. Das Ziel der Regierung, ausgehend vom 18. November 30 Millionen Impfungen bis Jahresende zu erreichen, stand kurz vor dem Erreichen.

Sonntag, 26. Dezember, 12.30 Uhr: Kampf gegen die Wissenslücken: Wie Ostallgäuer Schüler besonders gefördert werden

Wie werden Schüler am besten gefördert, die durch den wiederholten Corona-Lockdown – beziehungsweise die Schulschließungen – zum Beispiel in Deutsch oder Mathe den Anschluss verloren haben? Darüber wurde im Freistaat, Stichwort „Sommerferienschule“, immer wieder heiß debattiert. Im Ostallgäu wird derweil längst gehandelt. „Ostallgäuer Schülerförderung“ heißt das gemeinsame Projekt von Landkreis und Kinderbrücke, bei dem Schüler an 15 Ostallgäuer Grundschulen und vier Mittelschulen vor Ort Nachhilfe bekommen, weil sie dringend Versäumtes aufholen müssen.

Sonntag, 26. Dezember, 11.55 Uhr: Schweres Los: Single sein während Corona - die schwierige Suche nach Liebe

Nun liegt es wieder hinter uns, das Fest der Liebe. Eine feste Liebe zu finden, ist für viele durch Corona allerdings erschwert worden. Wie erging es Kemptener und Oberallgäuer Singles in eineinhalb Jahren Pandemie? Wie hat sich die Partnersuche verändert? Wir haben mit drei von ihnen gesprochen.

Sonntag, 26. Dezember, 11.30 Uhr: Holetschek für Malus-Regelung bei Verstoß gegen Impfpflicht

Bayern Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat vorgeschlagen, bei Verstößen gegen die geplante allgemeine Corona-Impfpflicht nicht nur Bußgelder zu verhängen, sondern auch finanzielle Konsequenzen bei der Krankenkasse zu erwägen. "Wir sollten zusätzlich auch prüfen, ob Malus-Regelungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung möglich und sinnvoll wären", sagte Holetschek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Sonntag). "Denn das Risiko für Ungeimpfte, an Corona schwer zu erkranken, ist deutlich erhöht."

Infrage kämen höhere Krankenkassenbeiträge für Ungeimpfte, eine Beteiligung an den Behandlungskosten oder die Streichung des Krankengeldes, so der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz. Die beiden letztgenannten Möglichkeiten sind schon im Sozialgesetzbuch geregelt, nämlich bei Folgebehandlungen aufgrund von Komplikationen bei Schönheits-Operationen, Tattoos oder Piercings. Eine ähnliche Regelung gilt laut Gesetz, sollte sich der Versicherte die Krankheit vorsätzlich zugezogen haben. Mehr dazu hier.

Sonntag, 26. Dezember, 11.05 Uhr: "Wir haben schon Gelb" - Allgäuer Sportler rufen zur Corona-Impfung auf

Unter dem Motto „Wir haben schon Gelb“ sagen 14 Sportlerinnen und Sportler aus dem Allgäu Ja zur Corona-Impfung und zeigen ihren persönlichen gelben Impfpass.

Sonntag, 26. Dezember, 10.50 Uhr: Touristenpaar legt in Oberstdorf gefälschte Impfpässe vor - und muss den Urlaub vorzeitig abbrechen

In einer Oberstdorfer Apotheke hat vergangenen Mittwoch ein Touristenehepaar versucht, ein digitales Impfzertifikat zu bekommen. Hierzu legten sie Impfpässe vor, die aber gefälscht waren.

Sonntag, 26. Dezember, 10.05 Uhr: So kontrolliert die Polizei zwischen dem Allgäu und Tirol - "schwierig, alles noch zu durchblicken"

An den Grenzen wird täglich kontrolliert. Doch selbst die Tiroler Polizisten hadern mit den wechselnden Auflagen. Reisende werden mit „Maß und Ziel“ überprüft.

Sonntag, 26. Dezember, 8.55 Uhr: Umfrage: Mehrheit blickt trotz Pandemie mit Zuversicht auf 2022

Trotz der andauernden Corona-Pandemie blicken die Deutschen nach einer neuen Umfrage mehrheitlich mit Optimismus auf das Jahr 2022. In einer repräsentativen Studie des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski sagten 53 Prozent der Befragten, dass sie dem kommenden Jahr mit großer Zuversicht entgegensähen. Vor einem Jahr hatten sich 56 Prozent mit Blick auf 2021 so geäußert.

Unter den Ostdeutschen ist der Optimismus geringer verbreitet, wie aus den Umfrageergebnissen weiter hervorgeht. Nur 50 Prozent erwarten bessere Zeiten, gegen 54 Prozent bei den Westdeutschen. Und nicht alle Ostdeutschen trauen ihrem eigenen Optimismus: Lediglich 43 Prozent von ihnen stimmten der Aussage zu, dass das kommende Jahr besser als das zu Ende gehende werde. Bei den Westdeutschen teilen 57 Prozent diese Ansicht.

Sonntag, 26. Dezember, 7.45 Uhr: Hamburgs Verfassungsschutz will "Querdenker"-Szene stärker beobachten

Der Hamburger Verfassungsschutz befürchtet eine Radikalisierung bei den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen. "Ich sehe mit Blick auf die bundesweite Entwicklung vor allem die Gefahr, dass diese Demonstrationen auch zum Anlaufpunkt für Menschen werden könnten, die nicht unbedingt mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, sondern mit anderen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unzufrieden sind", sagte Verfassungsschutzchef Torsten Voß der "Welt am Sonntag".

"Die Demonstrationen bieten definitiv Andockstellen, und eine solche Entwicklung birgt immer die Gefahr einer Radikalisierung bis hin zu Militanz", warnte Voß und kündigte an, die "Querdenker"-Szene stärker beobachten zu wollen: "Für die Zukunft bin ich mir sicher: Die Aufklärung der extremistischen Querdenker-Szene, der Szene der verfassungsfeindlichen Delegitimierer, wird ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit sein." In Hamburg hatte am Samstag vor dem vierten Advent die bis dahin größte Demonstration gegen Corona-Maßnahmen statt gefunden, 11.500 Menschen schlossen sich an.

Sonntag, 26. Dezember, 6.40 Uhr: RKI: Omikron-Variante in allen Bundesländern nachgewiesen

Die Omikron-Variante ist mittlerweile in allen Bundesländern angekommen. Auch wenn der überwiegende Anteil der Infektionen nach wie vor von der Delta-Variante des Coronavirus verursacht wird, ist die Zahl der nachgewiesenen Omikron-Fälle in den letzten Wochen deutlich angestiegen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht schrieb. Dessen Präsident Lothar Wieler sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitag): "Die Ausbrüche bei Omikron sind beeindruckend. Sehr viele Menschen, die sich mit einem Infizierten in einem Raum befinden, können sich anstecken. Sehr viele werden auch krank." Dies sei eine andere Dimension, als sie von Delta bekannt sei. Delta ist die seit Monaten vorherrschende Coronavirus-Variante in Deutschland.

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Corona im Allgäu: Eine Chronologie der Krise in Bildern

Sonntag, 26. Dezember, 6.35 Uhr: Regierung will nun bis Ende Januar 80-Prozent-Impfquote erreichen

Die Bundesregierung verschiebt ihr Ziel, bei den Erstimpfungen eine Quote von 80 Prozent zu erreichen. Nun will die Regierung diese Quote möglichst bis Ende Januar schaffen, wie ein Regierungssprecher der Bild am Sonntag sagte. Zuvor war der 7. Januar genannt worden. An diesem Tag will Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) das nächste Mal mit den Ministerpräsidenten der Länder über die Bekämpfung der Corona-Pandemie beraten. Derzeit sind 61,4 Millionen Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft, was 73,8 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Für das Ziel müssten rund 5 Millionen weitere Menschen eine Erstimpfung erhalten.

Sonntag, 26. Dezember, 6.15 Uhr: RKI registriert 10.100 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 220,7

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 220,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 242,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 315,4 (Vormonat: 340,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.100 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 3.51 Uhr wiedergeben.

Das RKI weist darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage in Deutschland zeigen.

Die 7-Tage-Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Samstag, 25. Dezember, 21.56 Uhr: Omikron in den USA: Zahl der Neuinfektionen höher als bei Delta-Welle

Die Omikron-Variante ist in den USA weiter auf dem Vormarsch: Die Zahl der im Schnitt der vergangenen Woche gemeldeten Neuinfektionen pro Tag überschreitet mittlerweile den Höchstwert der heftigen Delta-Welle im Sommer. Lag dieser Wert Anfang September um die 160 000, wurden zuletzt im Durchschnitt gut 175 000 Neuinfektionen pro Tag gemeldet. In den USA ist die Omikron-Variante dominant. Vielerorts werden mit Blick auf die täglich gemeldeten Neuinfektionen Rekorde gebrochen.

Samstag, 25. Dezember, 21.39 Uhr: Corona an Bord - Kreuzfahrtschiff darf Karibikhäfen nicht anlaufen

Wegen einiger Corona-Fälle an Bord ist einem Schiff des Kreuzfahrtriesen Carnival in der Karibik in zwei Häfen die Einreise verweigert worden. Die Behörden der niederländischen Karibikinseln Aruba und Bonaire hätten der Carnival Freedom nicht erlaubt, deren Häfen anzulaufen, teilte Carnival am Wochenende mit. Eine "kleine Anzahl von Personen" an Bord befinde sich aufgrund positiver Covid-Tests in Isolation. Alle Gäste auf dem Schiff seien geimpft und hätten einen negativen Corona-Test vorweisen müssen, bevor sie einchecken konnten.

Samstag, 25. Dezember, 20.17 Uhr: Mehr als 100.000 neue Corona-Fälle an einem Tag in Frankreich

Frankreich hat mit mehr als 100 000 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages einen Höchstwert verzeichnet. Nach offiziellen Angaben vom Samstagabend wurden 104 611 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden gemeldet - so viele wie noch nie seit Pandemiebeginn. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag landesweit zuletzt bei knapp 647 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Deutschland stuft Frankreich aktuell als Hochrisikogebiet ein.

Frankreichs Regierung will angesichts der drastisch steigenden Zahlen die Zugangsregeln etwa für die Gastronomie und Kulturbetriebe ändern. Zurzeit gilt dort sowie an zahlreichen weiteren Orten 3G. Künftig soll ein negativer Test alleine nicht mehr ausreichen.

Samstag, 25. Dezember, 18.10 Uhr: Kölner Karnevalisten kritisieren Lauterbach

Kölns Karnevalisten haben Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) für dessen Aussagen über die närrische Zeit kritisiert. "Es ist schade, wie wenig Sie als Rheinländer über den Karneval wissen. Sonst würden Sie sich nicht öffentlich eine Verlegung der Karnevalsaktivitäten in den Sommer wünschen", schrieb Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, in einem Offenen Brief.

Lauterbach hatte den Karnevalisten zuvor wenig Hoffnung auf eine normale Session gemacht: "Was ist das für ein Karneval, wo man versucht, fröhlich zu sein, wo es aber immer mit dem Risiko einhergeht, dass man sich selbst oder andere infiziert und dann möglicherweise mit einer schweren Krankheit rechnen muss?" Er schlug vor, wegen der drohenden Omikron--Welle die närrischen Aktivitäten in die warme Jahreszeit zu verlegen.

Der Karneval sei ein wichtiges und anerkanntes Kulturgut, betonte Kuckelkorn. Der Karneval sei ein Fest im Jahreskreislauf wie Weihnachten oder Ostern.

Samstag, 25. Dezember, 16.20 Uhr: Verdacht der Volksverhetzung nach Corona-Schmiererei in Greifswald

Unbekannte in Mecklenburg-Vorpommern haben ein Gebäude des Universitätsklinikums Greifswald mit dem Schriftzug "Der Jude ist Ungeimpft!" beschmiert. Nach Angaben der Polizei fiel einem Zeugen der gut sichtbare Schriftzug am Samstagmorgen auf. Mitarbeiter des Klinikums in Mecklenburg-Vorpommern beseitigten ihn. Der Bereich Staatsschutz nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung auf.

Samstag, 25. Dezember, 15.15 Uhr: Weißer Ring sieht deutliche Zunahme häuslicher Gewalt in der Pandemie

Gewalt in Partnerschaften und Familien ist während der Corona-Pandemie nach Einschätzung des Weißen Rings deutlich gestiegen. "Bei häuslicher Gewalt haben wir 2020 ein Plus von etwa zehn Prozent zu verzeichnen, seit 2018 sogar um 20 Prozent. Und wir werden wohl in diesem Jahr das Niveau von 2020 wieder erreichen", sagte der Bundesvorsitzende des Weißen Rings, Jörg Ziercke, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Insgesamt hätten die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den rund 400 Außenstellen 2020 rund 17.000 Fälle betreut.

"20 Prozent aller Fälle, die wir im Weißen Ring bearbeiten, beziehen sich inzwischen auf häusliche Gewalt", sagte Ziercke. "26 Prozent sind Sexualdelikte." "Die Prognose, dass häusliche Gewalt mit der Pandemie und dem Lockdown zunimmt, und dass das mit einem Verzögerungseffekt deutlich wird, hat sich bestätigt", sagte Ziercke. Einige Wochen nach den Lockdowns 2020 und 2021 sei der Trend sprunghaft nach oben gegangen und die Bereitschaft der Opfer gestiegen, sich zu melden. Rund 80 Prozent der Opfer von häuslicher Gewalt seien Frauen.

Gewalt in Partnerschaften und Familien ist während der Corona-Pandemie nach Einschätzung des Weißen Rings deutlich gestiegen.
Gewalt in Partnerschaften und Familien ist während der Corona-Pandemie nach Einschätzung des Weißen Rings deutlich gestiegen.
Bild: Jan-Philipp Strobel, dpa (Symbolbild)

Samstag, 25. Dezember, 13.45 Uhr: Ärztevertreterin: Gesundheitsämter in der Pandemie am Limit

Die Gesundheitsämter in Deutschland kommen in der Corona-Pandemie mit der Arbeit kaum mehr nach. Das führe auch zu Lücken bei der Kontaktverfolgung, sagte die Bundesvorsitzende der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag). "Eine flächendeckende Nachverfolgung findet im Moment fast gar nicht mehr statt." Mehrere Länder wie Baden-Württemberg, Berlin und Hamburg hätten die Suche nach Kontaktpersonen sogar komplett ausgesetzt. Man gehe dort davon aus, dass sich die Menschen selbst informierten, was bei einem positiven Testergebnis oder einem Risikokontakt zu tun sei.

Eine Sprecherin der Berliner Gesundheitsverwaltung wies die Aussage Teicherts zurück. "Die Darstellung, dass Berlin zu den Bundesländern gehöre, in denen die Gesundheitsämter keine Kontaktnachverfolgung im Rahmen der Corona-Pandemie mehr gewährleisten, ist nicht korrekt", sagte sie. "Die Berliner Gesundheitsämter leisten die Kontaktnachverfolgung gemäß den Richtlinien des RKI. In acht Gesundheitsämtern ist zudem die Bundeswehr dafür im Einsatz."

Teichert sagte dem RND weiter, die dauerhaft angespannte Lage in den Gesundheitsämtern verschärfe auch die Personalnot. "Seit Beginn der Pandemie beobachte ich neben der Fluktuation auch eine Flucht des Personals aus den Gesundheitsämtern", sagte Teichert. Daran sei auch eine vergleichsweise schlechte Bezahlung schuld. "Es gibt ein erhebliches Lohngefälle, das die Arbeit im Gesundheitsamt unattraktiv macht."

Samstag, 25. Dezember, 12.55 Uhr: Keine Weihnachtsruhe: 67.000 Impfdosen an Heiligabend verabreicht

Kein Verschnaufen, auch nicht am Heiligen Abend: Am 24. Dezember haben sich erneut in Deutschland zahlreiche Menschen den schützenden Piks gegen das Coronavirus abgeholt. Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden am Freitag rund 67.000 Impfungen verabreicht, davon waren 51.000 sogenannte Booster-Impfungen zum Auffrischen des Impfschutzes (Stand: Samstag, 10.31 Uhr). Der bisherige Impf-Rekord war am 15. Dezember mit insgesamt 1,6 Millionen Dosen erzielt worden.

Mindestens 58,9 Millionen Menschen sind demnach bisher zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Das sind 70,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens 29,9 Millionen Menschen haben zusätzlich einen "Booster" erhalten.

Aktuell sind 21,7 Millionen Menschen in Deutschland nicht geimpft, das entspricht 26,2 Prozent der Bevölkerung. Für vier Millionen dieser Menschen im Alter von null bis vier Jahren (4,8 Prozent) steht bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung.

Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind, "da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann". Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

Samstag, 25. Dezember, 10.45 Uhr: Bundesamt zu Gefährdung kritischer Infrastrukturen: Es gibt Reserven

Eine fünfte Corona-Welle wird nach Einschätzung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nicht zu einem Zusammenbruch kritischer Infrastrukturen in Deutschland führen. "Eine fünfte Welle könnte zwar zu Einschränkungen führen, aber nicht zu einem Zusammenbruch", sagte ein Sprecher des Amtes dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Es gibt keinen Grund, das anzunehmen. Es gibt Reserven. Wir sind mit unserem Latein nicht am Ende."

Ohnehin werde es wohl noch bis Jahresbeginn dauern, bis sich Omikron in Deutschland voll auswirke, sagte der Sprecher. Er lobte zugleich die Vorbereitung auf die bisherigen Wellen. "Wir haben vier Wellen, die schon wuchtig waren, ohne Einschränkungen gemeistert - mit Ausnahme der Intensivstationen." Das liege daran, dass die Verantwortlichen auf so etwas vorbereitet seien, weil entsprechende Pläne existierten. "Die Unternehmen waren ebenfalls vorbereitet."

Die Corona-Zahlen in Deutschland sind zwar zuletzt gesunken, aber Experten befürchten wegen der ansteckenderen Omikron-Variante eine baldige Trendumkehr. Kanzler Olaf Scholz (SPD) will das Impfen über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel weiter vorantreiben.

Eine fünfte Corona-Welle wird nach Einschätzung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nicht zu einem Zusammenbruch kritischer Infrastrukturen in Deutschland führen.
Eine fünfte Corona-Welle wird nach Einschätzung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nicht zu einem Zusammenbruch kritischer Infrastrukturen in Deutschland führen.
Bild: dpa

Samstag, 25. Dezember, 9.35 Uhr: Konzert mit 800 Besuchern ohne Corona-Regeln in Hamburg beendet

Ein Konzert mit etwa 800 Besuchern ist aufgrund der Missachtung der Corona-Verordnung am Freitagabend in Hamburg durch die Polizei beendet worden. Wie ein Polizeisprecher am Samstag mitteilte, wurden bei der gewerblichen Veranstaltung mit Live-Band unter anderem keine Abstände eingehalten. Der Veranstalter sei daher kontaktiert worden. Im Laufe des Einsatzes sei es zu vereinzelten Zwischenfällen gekommen, so sei die Halle beschädigt worden und es seien auch Platzverweise ausgesprochen worden. Diverse Ordnungswidrigkeitsverfahren seien eingeleitet worden.

Samstag, 25. Dezember, 9.25 Uhr: 7-Tage-Inzidenz im Allgäu sinkt leicht

Die 7-Tage-Inzidenz in der Region ist leicht gesunken. Das ergeben die Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Samstag. Das RKI weist allerdings darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage in Deutschland zeigen. Alle Allgäuer Werte erfahren Sie hier.

Samstag, 25. Dezember, 8.55 Uhr: Spanien, Portugal und USA seit Samstag Corona-Hochrisikogebiete

Die beliebten Urlaubsländer Spanien und Portugal sowie die USA gelten seit Samstag wegen hoher Corona-Infektionszahlen als Hochrisikogebiete. Die Regelung trat um Mitternacht in Kraft. Ebenfalls auf die Liste der Hochrisikogebiete wurden Finnland, Zypern und Monaco aufgenommen. Von der Liste gestrichen wurden hingegen Österreich, Belize, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Malaysia.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Samstag, 25. Dezember, 8.50 Uhr: RKI registriert 22 214 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 242,9

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 242,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 265,8 gelegen. Vor einer Woche hatte das RKI keine Inzidenz angegeben, im Vormonat lag der Wert bei 419,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 22 214 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.14 Uhr wiedergeben.

Das RKI weist darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage in Deutschland zeigen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 157 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6 981 281 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 4,55 (Donnerstag mit 4,55) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 6 087 300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 110 276.