Corona-Newsblog, Teil 101

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 31. Januar bis 3. Februar 2022

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert "konsequente Öffnungsschritte" für die Corona-Maßnahmen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert "konsequente Öffnungsschritte" für die Corona-Maßnahmen.

Bild: Bernd Von Jutrczenka, dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert "konsequente Öffnungsschritte" für die Corona-Maßnahmen.

Bild: Bernd Von Jutrczenka, dpa

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog-Archiv.
04.02.2022 | Stand: 21:52 Uhr

--- Hierbei handelt es sich um einen Archiv-Artikel. Zum Newsblog mit den aktuellen Nachrichten zur Corona-Lage im Allgäu, Deutschland und der Welt geht es hier. ---

Donnerstag, 3. Februar, 22 Uhr: "Stress und Leistungsdruck extrem hoch" - Schüler protestieren mit prominenter Untertsützung

Mehr als hundert Schülersprecher aus ganz Deutschland schreiben einen wütenden Brief an die Politik. Prominente wie Jan Böhmermann unterstützen sie. Mehr dazu.

Donnerstag, 3. Februar, 20.45 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mann nach Corona-Demo in Lindau

Bei einer Corona-Demonstration in Lindau Mitte Dezember hatte sich der Mann einem Rettungswagen in den Weg gestellt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 3. Februar, 20.23 Uhr: Grünes Licht für Impfpflicht in Österreich trotz wachsender Zweifel

Die allgemeine Corona-Impfpflicht in Österreich hat ihre letzte parlamentarische Hürde genommen. Der Bundesrat stimmte am Donnerstag zu.

Donnerstag, 3. Februar, 19.33 Uhr: Omikron-Subtyp BA.2 in Deutschland wächst auf niedrigem Niveau

Auf niedrigem Niveau legt die offenbar noch besser übertragbare Omikron-Untervariante BA.2 in Deutschland weiter zu. Für die Woche bis zum 23. Januar weist das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht von Donnerstagabend einen Anteil von 5,1 Prozent aus - rund eine Verdopplung im Vergleich zur Woche zuvor. Die Daten ergeben sich aus einer Stichprobe von Fällen, in denen vollständige Erbgutanalysen durchgeführt wurden. Demnach dominiert bisher in Deutschland der Omikron-Subtyp BA.1.

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BA.2 hatte sich unter anderem in Ländern wie Dänemark stark ausgebreitet. Deutsche Experten erwarten dies auch hierzulande und befürchten, dass dies die Omikron-Welle verlängern könnte. Der Charité-Virologe Christian Drosten hatte am Dienstag im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update" gesagt, dass die hier geltenden Infektionsschutzmaßnahmen die Ausbreitung im Vergleich zu anderen Ländern jedoch verlangsamen dürften.

Die beiden Omikron-Subtypen hatte Drosten mit einer Auto-Metapher erklärt und über BA.2 gesagt: "Der Motor, der hat schon ein paar PS mehr." Er bezog sich auf Daten zu Ansteckungen in Haushalten in Dänemark. Über diese Studie schreibt das RKI im Wochenbericht, sie deute darauf hin, "dass die Sublinie BA.2 leichter übertragbar ist als BA.1 und immunevasive Eigenschaften aufweist, die diese höhere Übertragbarkeit begründen könnten".

Donnerstag, 3. Februar, 18.58 Uhr: Lassen sich Migranten seltener impfen? Das sagen die Zahlen des RKI

Das Robert-Koch-Institut hat die Frage untersucht und herausgefunden: Es kommt weniger auf die Herkunft an als auf Bildungsstand und Sprachkenntnisse. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 3. Februar, 18.42 Uhr: Razzia in Leverkusen: Arzt soll falsche Atteste zur Impfbefreiung ausgestellt haben

Die Polizei hat am Donnerstagnachmittag die Praxis eines Arztes in Leverkusen durchsucht, der falsche Atteste zur Befreiung von einer Corona-Impfung ausgestellt haben soll. Der Kölner Stadt-Anzeiger hatte zuvor berichtet.

Gegen den Mediziner besteht laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft der Verdacht, "verschiedenen Patienten – ohne diese zuvor auf ihren aktuellen Gesundheitszustand untersucht zu haben – jeweils ein Attest zum Gebrauch bei Behörden ausgestellt zu haben, in welchen den Patienten bescheinigt wird, aus nicht näher spezifizierten medizinischen Gründen keine Covid-19-Impfung erhalten zu können".

Weiteres könne man "mit Blick auf die laufenden Ermittlungen und zum Schutz von Persönlichkeitsrechten Verfahrensbeteiligter derzeit nicht mitteilen", so die Staatsanwaltschaft. Nach Angaben des Kölner Stadt-Anzeiger wurde ein Reporter Augenzeuge der Razzia: Der Arzt habe sich verbarrikadiert und die Polizei die Tür zur Praxis daraufhin gewaltsam geöffnet. In den letzten Tagen - so die Zeitung - habe es lange Schlangen vor der Praxis gegeben.

Donnerstag, 3. Februar, 17.17 Uhr: Schulen im Oberallgäu sollen Corona-Kontakte ermitteln

Corna-Virus: Das Gesundheitsamt stellt die Kontakt-Nachverfolgung an Schulen im Oberallgäu und in Kempten ein. Wie es nun weitergeht.

Donnerstag, 3. Februar, 16.24 Uhr: Rund 16,5 Millionen Omikron-Fälle bis April möglich? RKI veröffentlicht Modellierungen

Wie verläuft die Omikron-Welle? Wie viele Infizierte könnte es pro Tag geben? Das Robert Koch-Institut stellt Ergebnisse von Modellierungen dazu ins Netz.

Donnerstag, 3. Februar, 15.41 Uhr: Sechs Corona-Fälle im deutschen Olympia-Team

Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking meldet der DOSB sechs weitere Corona-Fälle im deutschen Team. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 3. Februar, 14.38 Uhr: EU-Covid-Nachweis soll verlängert werden

Ein Ende der Corona-Pandemie ist trotz der Lockerungen in einigen Ländern noch nicht in Sicht. Deswegen soll auch der EU-Covid-Nachweis verlängert werden. Es soll aber auch Änderungen geben.

Donnerstag, 3. Februar, 14.28 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Söder fordert "konsequente Öffnungsschritte"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert Corona-Beschränkungen zu lockern. Und sagt: "Mit einer FFP2-Maske können wir auf 2G im Handel verzichten." Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 3. Februar, 13 Uhr: Piazolo: Wegen Corona "durchaus Engpässe" an bestimmten Schulen

Nach Darstellung von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sorgen die steigenden Corona-Zahlen inzwischen für Probleme an manchen Schulen. Es gebe "durchaus Engpässe in bestimmten Bereichen", sagte er am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 3. Februar, 12 Uhr: Italien beginnt mit Auslieferung von Corona-Medikament Paxlovid

Eine Woche nach der Zulassung durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA beginnt Italien mit der Auslieferung des Covid-19-Medikaments Paxlovid. Ab Freitag sollen die Regionen und autonomen Provinzen die ersten 11 200 Einheiten der Pille des US-Herstellers Pfizer erhalten, teilte der italienische Corona-Koordinator, General Francesco Figliuolo, am Donnerstag mit.

Paxlovid kann von Patienten zu Hause oral eingenommen werden. Die Pille gilt als sehr effektiv vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen - bei ihnen soll sie das Risiko von sehr schweren Krankheitsverläufen um 89 Prozent senken. Der große Vorteil ist, dass Patienten die Tablette daheim nehmen können und nicht für eine Infusion in Kliniken müssen.

Donnerstag, 3. Februar, 11.15 Uhr: Impfungen kommen weiterhin nur langsam voran

Obwohl noch immer deutlich weniger Menschen in Deutschland gegen Covid-19 geimpft sind als Kanzler Olaf Scholz es sich vorgenommen hatte, verlaufen die Impfungen weiter schleppend. Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI/Stand Donnerstag 10.16 Uhr) zufolge wurden am Mittwoch 334 000 Menschen gegen das Virus geimpft, davon erhielten fast drei Viertel eine Auffrischungsimpfung. Vor einer Woche war bundesweit noch fast die Marke von 500 000 Impfungen pro Tag geknackt worden. Für Dienstag hatten die Behörden 266 000 Impfungen gemeldet - der Rekord war am 15. Dezember 2021 mit 1,6 Millionen Dosen erzielt worden.

Donnerstag, 3. Februar, 10.30 Uhr: Stiko für zweite Auffrischimpfung für bestimmte Gruppen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für eine zweite Corona-Auffrischimpfung für gesundheitlich besonders gefährdete und exponierte Gruppen aus. Das teilte das Expertengremium am Donnerstag mit. Für Menschen ab 70 Jahren, Menschen in Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Immunschwäche sowie Beschäftigte in medizinischen und Pflegeeinrichtungen soll es eine zweite Boosterimpfung geben. Ein Beschlussentwurf sei zur Abstimmung an Fachkreise und Bundesländer gegangen, Änderungen seien noch möglich.

Donnerstag, 3. Februar, 10.15 Uhr: Stiko spricht sich für Impfung mit Novavax-Vakzin ab 18 aus

Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Novavax für Menschen ab 18 aus. Der Proteinimpfstoff solle zur Grundimmunisierung mit zwei Dosen im Abstand von mindestens drei Wochen eingesetzt werden, teilte das Expertengremium am Donnerstag mit. Ein entsprechender Beschlussentwurf sei zur Abstimmung an Fachkreise und Bundesländer gegangen, daher seien Änderungen noch möglich.

Donnerstag, 3. Februar, 10 Uhr: Schweden hebt Corona-Beschränkungen auf

In Schweden werden nächste Woche so gut wie alle Corona-Beschränkungen aufgehoben. Aufgrund von milderen Krankheitsverläufen bei Omikron-Infektionen und hohen Impfzahlen haben sich die schwedische Regierung und die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten dazu entschlossen, die meisten Corona-Maßnahmen am 9. Februar abzuschaffen. Es sei an der Zeit, Schweden wieder zu öffnen, sagte Ministerpräsidentin Magdalena Andersson am Donnerstag bei der Bekanntgabe in Stockholm. Zuvor hatte Dänemark praktisch alle Beschränkungen im Land aufgehoben, Norwegen hatte kurz darauf kräftig gelockert.

Donnerstag, 3. Februar, 9 Uhr: Auch Lindner spricht sich für Öffnungsperspektive trotz Omikron aus

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat sich Forderungen nach einer baldigen Lockerung der Corona-Regeln angeschlossen. "Es geht nicht darum, dass jetzt alle Maßnahmen fallen", sagte der FDP-Politiker am Donnerstag in der RTL-Sendung "Guten Morgen Deutschland" angesichts der noch steigenden Inzidenzen inmitten der Omikron-Welle. Aber eine verlässliche Planung sei notwendig, etwa für den kulturellen Bereich oder die Veranstaltungsbranche. Er verwies darauf, dass am 19. März die gesetzlichen Grundlagen der gegenwärtigen Corona-Maßnahmen auslaufen.

Donnerstag, 3. Februar, 8 Uhr: Österreichs Länderkammer stimmt über Corona-Impfpflicht ab

Die Corona-Impfpflicht in Österreich steht an diesem Donnerstag vor ihrer letzten parlamentarischen Hürde. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 3. Februar, 7.15 Uhr: Designierter FDP-Generalsekretär will Strategie für Corona-Öffnung

Der designierte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hat eine "konkrete Exit-Strategie" mit klar definierten Öffnungsschritten aus den Corona-Beschränkungen gefordert. Diese müsse bereits vorliegen, wenn Prognosen von Experten zutreffen und die Infektionszahlen Ende Februar wieder sinken, sagte Djir-Sarai der Deutschen Presse-Agentur.

"Darüber hinaus müssen wir uns jetzt schon die Frage stellen, ob bestimmte Freiheitseinschränkungen in der derzeitigen Situation, in der eine Zunahme von Corona-Erkrankten auf den Intensivstationen trotz steigender Fallzahlen ausbleibt, noch wirkungsvoll und verhältnismäßig sind", sagte Djir-Sarai weiter. "Ich denke da insbesondere an die 2G-Regeln im Einzelhandel. Die 2G-Regel gilt nicht in Geschäften des täglichen Bedarfs, und ich könnte mir vorstellen, sie auch für den Einzelhandel aufzuheben."

Donnerstag, 3. Februar, 6.30 Uhr: Wirtschaftsminister Aiwanger fordert Lockerung der Corona-Maßnahmen

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich für baldige Lockerungen der Corona-Maßnahmen im Freistaat ausgesprochen. "Wir müssen die Rückkehr zur Normalität vollziehen, sobald es die Krankenhauslage irgendwie zulässt", sagte der Freie-Wähler-Chef und stellvertretende Ministerpräsident der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag).

Aktuell werde sehr stark gefordert, die Sperrstunde zu lockern oder gleich ganz aufzuheben, sagte Aiwanger der Zeitung. Auch die aktuellen strengen Kontaktbeschränkungen für Geimpfte wie für Ungeimpfte und das Verbot von körpernahen Dienstleistungen wie den Friseurbesuch für Ungeimpfte könne man nicht monatelang aufrechterhalten, wenn die Intensivbelegung weiter deutlich sinke, sagte der Freie-Wähler-Chef.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).
Bild: Tobias Hase/dpa

Donnerstag, 3. Februar, 6 Uhr: Trotz Corona-Fall: Deutsche Eiskunstläufer starten im Teamwettbewerb

Die deutschen Eiskunstläufer gehen trotz des coronabedingten Ausfalls des Paarläufers Nolan Seegert am Freitag beim olympischen Teamwettbewerb in Peking an den Start. "Damit will man den anderen Läufern die Chance geben, am Wettbewerb teilzunehmen", sagte Eva Werthmann, Sprecherin des Deutschen Olympischen Sportbundes, am Donnerstag auf dpa-Anfrage.

Die Möglichkeit, als Ersatz ein Paar aus Deutschland einfliegen zu lassen, hätte wegen der Kürze der Zeit nicht wahrgenommen werden können. Infrage gekommen wären die Berliner Annika Hocke/Robert Kunkel. Deutschland war bei der Team-Premiere 2018 in Pyeongchang Siebter geworden. Antreten werden in Peking Nicole Schott, Paul Fentz und die Eistänzer Katharina Müller/Tim Dieck.

Donnerstag, 3. Februar, 5.45 Uhr: Söder fordert "konsequente Öffnungsschritte"

In der Debatte um mögliche Aufhebungen von Corona-Maßnahmen machen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai Druck. "Wir sollten konsequente Öffnungsschritte jetzt angehen", sagte der CSU-Vorsitzende Söder der "Bild". Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 3. Februar, 5.30 Uhr: Kempten hat aktuell den höchsten Inzidenzwert im Allgäu

Die Stadt Kempten hat aktuell den höchsten Wert bei der Sieben-Tages-Inzidenz im Allgäu: Das Robert-Koch-Institut bezifferte ihn am Donnerstagmorgen auf 1591. Alle Allgäuer Werte lesen Sie hier.

Donnerstag, 3. Februar, 5.15 Uhr: Fast wieder so viel Autobahn-Staus wie in Vor-Corona-Zeiten

Trotz der anhaltenden Pandemie ist die Zahl der Staus auf deutschen Autobahnen wieder deutlich gestiegen. Mit 685 000 Staus stieg das Aufkommen 2021 fast wieder auf das Niveau im Vor-Corona-Jahr 2019, wie eine Auswertung des ADAC in München ergab. Damals hatte der Automobilclub noch 708 500 Staus in einem Jahr verzeichnet. 2020 hatte es 513 500 Autobahn-Staus gegeben.

Donnerstag, 3. Februar, 5.00 Uhr: RKI registriert 236.120 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1283,2

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten Corona-Neuinfektionen ist erneut auf einen Höchststand gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten nach RKI-Angaben von Donnerstagmorgen 236 120 Fälle in 24 Stunden. Vor einer Woche waren es 203 136 erfasste Neuinfektionen gewesen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 1283,2 an - das ist ebenfalls ein Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1227,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1017,4 (Vormonat: 232,4). Die aktuellen Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wieder.

Mittwoch, 2. Februar, 22.05 Uhr: Einheitliche Zuschauer-Regel beschlossen: Bis zu 10.000 Fans dürfen wieder in die Stadien

Die Fans kehren zurück - zumindest zum Teil: Nach einem Beschluss der Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien dürfen bundesweit bei überregionalen Großveranstaltungen wieder mehr Zuschauer zugelassen werden - im Freien bis zu 10 000 bei einer Auslastung von maximal 50 Prozent, in Innenräumen bis zu 4000 bei einer Auslastung von maximal 30 Prozent. Mehr dazu lesen Sie hier.

In Nordrhein-Westfalen sind künftig wieder überregionale Großveranstaltungen im Freien mit bis zu 10.000 Menschen bei einer maximalen Auslastung von 50 Prozent erlaubt.
In Nordrhein-Westfalen sind künftig wieder überregionale Großveranstaltungen im Freien mit bis zu 10.000 Menschen bei einer maximalen Auslastung von 50 Prozent erlaubt.
Bild: Rolf Vennenbernd, dpa (Symbolbild)

Mittwoch, 2. Februar, 21.25 Uhr: Scholz hält an Corona-Einschränkungen fest

Bundeskanzler Olaf Scholz sieht die Voraussetzungen für Lockerungen in der Corona-Krise noch nicht erfüllt. "Die Lage ist nicht danach", sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend im ZDF-"heute journal". Auf die Frage, ob die Regierung in Dänemark mit dem jüngsten Verzicht auf praktisch alle Einschränkungen mehr Mut habe, sagte Scholz: "Ich glaube, wir machen das, was für die Bürgerinnen und Bürger in diesem Lande richtig ist: nämlich dafür zu sorgen, dass wir möglichst viele Leben und möglichst viel Gesundheit schützen durch diese Maßnahmen, die wir auf den Weg gebracht haben, einvernehmlich mit den Ländern, mit Beschlüssen im Deutschen Bundestag als Grundlage dafür und auch von einem sehr großen Konsens in Deutschland getragen."

Der Kanzler fügte hinzu: "Und gleichzeitig ist das die Voraussetzung dafür, dass wir auch, wenn wir den Höhepunkt der Infektionen hinter uns haben werden, dann über Lockerungsschritte entscheiden und beraten können. Aber da sind wir leider noch nicht angekommen." Die Debatte über eine Aufhebung von Maßnahmen in Deutschland hatte zuletzt trotz steigender Corona-Zahlen Fahrt aufgenommen.

Mittwoch, 2. Februar, 20.45 Uhr: Serbische Staatsanwaltschaft: PCR-Tests von Djokovic sind gültig

Die serbische Staatsanwaltschaft hat eine Anzeige zurückgewiesen, wonach der Tennis-Weltranglistenerste Novak Djokovic falsche PCR-Tests auf das Coronavirus für seine Einreise nach Australien benutzt habe. Die Ergebnisse der Tests seien authentisch, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung der Behörde. "Es wurde festgestellt, dass Novak Djokovic mehrfach getestet wurde und dass die Bescheinigungen über die Testergebnisse vom 16.12.2021 und 22.12.2021 gültig sind."

Der nicht gegen Covid-19 geimpfte Djokovic hatte versucht, über eine Ausnahmegenehmigung an den Australian Open teilzunehmen. Er verwies darauf, dass er von einer Infektion genesen sei und führte dabei einen positiven Test vom 16. Dezember und ein negatives Zertifikat sechs Tage später an. Daran gibt es Zweifel. Letztlich wurde ihm das Visum annulliert. Der Tennis-Star musste schließlich kurz vor Turnierbeginn abreisen.

In Australien gelten strenge Corona-Regeln. Grundsätzlich dürfen nur vollständig geschützte Menschen einreisen.

Mittwoch, 2. Februar, 20.30 Uhr: Nach Debakel um Genesenen-Status: Für Wieler wird es eng

RKI-Chef Lothar Wieler gerät durch die eigenmächtige Verkürzung des Genesenen-Status immer stärker in die Bredouille. Ist er für Gesundheitsminister Lauterbach ein "Sündenbock auf Abruf"? Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 2. Februar, 20.15 Uhr: Hessen will 2G-Pflicht für gesamten Einzelhandel aufheben

Hessen will die 2G-Regel für den gesamten Einzelhandel im Land aufheben. Da die Corona-Pandemie aber noch nicht vorbei sei, müsse weiter vorsichtig agiert werden, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch im Landtag in Wiesbaden. Deshalb werde künftig für den gesamten Einzelhandel in Hessen das Tragen von FFP2-Masken vorgeschrieben.

2G bedeutet, dass nur Geimpfte oder Genesene Zutritt haben. Ausgenommen waren von der 2G-Pflicht in Hessen bislang Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Lebensmittelmärkte oder Apotheken. Eine Betreiberin dreier Modehäuser hatte vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt mit einem Eilantrag gegen die 2G-Regel einen Erfolg erzielt. Demnach kann sie ihre Geschäfte vorerst ohne Anwendung der 2G-Regel betreiben, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. (5 L 182/22.F)

Bouffier erklärte, es mache keinen Sinn mehr, zwischen Geschäften des Grundbedarfs und den übrigen Einzelhändlern zu unterscheiden. Außerdem stehe die Branche unter einem enormen Druck. Das hessische Corona-Kabinett werde sich nun mit den geplanten neuen Regelungen befassen. Es bestehe die Absicht, dass die Maßnahmen Anfang der kommenden Woche in Kraft treten.

Bund und Länder hatten die 2G-Regel für weite Teile des Einzelhandels angesichts der steigenden Corona-Inzidenzzahlen Anfang Dezember vergangenen Jahres beschlossen. In mehreren Bundesländern ist Shopping ohne Impf- oder Genesenennachweis bereits wieder erlaubt, weil Gerichte die Regel gekippt hatten.

Mittwoch, 2. Februar, 19.45 Uhr: THW Lindenberg veranstaltet nach Gerichtsurteil und wegen Corona-Lage keinen Funken mehr

Das Technische Hilfswerk (THW) Lindenberg hat entschieden, kein Funkenfeuer mehr in der Stadt zu zünden. Was der Grund dafür ist, lesen Sie hier.

Mittwoch, 2. Februar, 19.15 Uhr: Corona-Situation in Kempten und im Oberallgäu

Immer mehr Menschen infizieren sich aktuell mit dem Corona-Virus. Die hochansteckende Omikron-Variante ließ die Zahlen in Kempten und im Oberallgäu zuletzt in die Höhe schnellen. Gleichzeitig scheint der Frust über die Maßnahmen anzuschwellen. Wie die Lage vor Ort ist, lesen Sie hier.

Mittwoch, 2. Februar, 18.50 Uhr: So ist die Corona-Lage in Allgäuer Schulen

Lehrer müssen in Quarantäne, ganze Klassen werden nach Hause geschickt. Für manch einen Schulleiter im Allgäu dreht sich von sieben bis 23 Uhr alles um Corona. Was die Rektoren erzählen, lesen Sie hier.

Auch die „3G-Regel“ für Lehrkräfte im Freistaat, sonstige an den Schulen tätige sowie „schulfremde“ Personen entfällt.
Auch die „3G-Regel“ für Lehrkräfte im Freistaat, sonstige an den Schulen tätige sowie „schulfremde“ Personen entfällt.
Bild: Nicolas Armer, dpa (Symbolbild)

Mittwoch, 2. Februar, 18 Uhr: Ostallgäuerin fragt sich: „Genießt das Virus Narrenfreiheit?“

Eine Frau aus dem Ostallgäu wartet nach positivem PCR-Test eine Woche lang auf den Quarantäne-Bescheid. Warum das Landratsamt Ostallgäu Infizierte nicht immer sofort benachrichtigt, lesen Sie hier.

Mittwoch, 2. Februar, 17.30 Uhr: Jan Hofer hat Corona - Pinar Atalay springt vor der Kamera ein

Fernsehmoderator Jan Hofer hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er fällt daher in der kommenden Woche als Anchorman der Nachrichtensendung "RTL Direkt" aus, wie RTL am Mittwoch mitteilte. Es gehe ihm "soweit gut", berichtete der Sender. "Er hat nur leichte Erkältungssymptome." Bei "RTL Direkt" springe bis auf Weiteres Pinar Atalay für ihren Kollegen ein. Atalay wünschte ihrem Kollegen: "Erst einmal gute Besserung vom gesamten Team an Jan! Zum Glück hat er einen milden Verlauf. Wir freuen uns, wenn er dann bald wieder bei RTL Direkt an Bord ist."

Mittwoch, 2. Februar, 17.10 Uhr: Lockerungen schon vor dem Omikron-Scheitel

Die Corona-Zahlen steigen weiter, gleichzeitig nimmt die Debatte über eine Aufhebung von Maßnahmen in Deutschland immer mehr Fahrt auf. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) stellte bundesweite Lockerungen im größeren Stil für März in Aussicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 2. Februar, 16.50 Uhr: Lage auf den Intensivstationen in Bayern bleibt unverändert

345 Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, werden derzeit auf den Intensivstationen in Bayern behandelt - genau so viele wie am Dienstag. Damit liegt der Anteil dieser Patienten an allen belegten Krankenhausbetten bei 14,1 Prozent. Weitere Daten zur Lage in den Krankenhäusern in Bayern finden Sie hier.

Mittwoch, 2. Februar, 16.40 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu (LGL)

Die 7-Tage-Inzidenz im Allgäu steigt weiter. Die aktuellen zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) finden Sie hier.

Mittwoch, 2. Februar, 16.30 Uhr: Forscher infizieren Freiwillige gezielt mit Corona - Nun liegen erste Ergebnisse vor

Forscher in London haben Freiwillige gezielt mit dem Coronavirus infiziert. Nun legen sie Ergebnisse vor. Ob sich das Wagnis gelohnt hat, lesen Sie hier.

Mittwoch, 2. Februar, 16.15 Uhr: Anspruch auf PCR-Test für alle soll bleiben

Die Auslastung der Labore in Deutschland steigt weiter an, genauso wie die Zahl der positiven Proben. Wie Ärzte die aktuelle Lage beurteilen, lesen Sie hier.

Mittwoch, 2. Februar, 15.55 Uhr: Erster deutscher Athlet in Peking positiv auf Corona getestet

Eiskunstläufer Nolan Seegert ist als erster deutscher Sportler bei den Olympischen Winterspielen in Peking positiv auf das Coronavirus getestet worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 2. Februar, 15.45 Uhr: Finnland fährt Corona-Beschränkungen zurück

Finnland will sich im Laufe des Februars von allen geltenden Corona-Beschränkungen verabschieden. Die Regierung in Helsinki einigte sich bei Verhandlungen am Mittwoch darauf, die Einschränkungen schrittweise zurückzufahren. Ab dem 14. Februar werden Begrenzungen für Restaurants und Kneipen gelockert und alle Beschränkungen für die Kultur, den Sport und für Veranstaltungen aufgehoben, wie Ministerpräsidentin Sanna Marin sagte. Nachtclubs bleiben vorerst dicht.

Bis zum 14. Februar werde man ein wenig Zeit haben, um zu beobachten, wie sich die Lage bei den nordischen Partnern in Dänemark und Norwegen entwickle, sagte Marin. Dänemark hatte am Dienstag alle Corona-Beschränkungen aufgehoben, Norwegen einen Großteil gelockert.

Dem finnischen Rundfunksender Yle zufolge sollen am 1. März alle Beschränkungen aufgehoben worden sein. Nach Regierungsangaben sind die Neuinfektionszahlen im Land zwar weiterhin hoch, die Zahl der Corona-Intensivpatienten sei jedoch deutlich zurückgegangen.

Mittwoch, 2. Februar, 15.30 Uhr: Novavax-Impfstoff ab Anfang März in Gesundheitseinrichtungen

In Bayern soll von Anfang März an auch der neu zugelassene Novavax-Impfstoff gegen das Coronavirus zum Einsatz kommen. Wann genau die Lieferungen kommen sollen, lesen Sie hier.

Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff von Novavax steht während einer Studie im St. George's University Hospital in London auf einem Tisch bereit.
Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff von Novavax steht während einer Studie im St. George's University Hospital in London auf einem Tisch bereit.
Bild: Alastair Grant/AP/dpa

Mittwoch, 2. Februar, 15 Uhr: Bundesregierung: Voraussetzung für Lockerungen sind sinkende Zahlen

Die Bundesregierung hat ihre Ablehnung einer schnellen Aufhebung von Corona-Beschränkungen bekräftigt. "Die Voraussetzung für Lockerungen von Corona-Maßnahmen sind sinkende Fälle", sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin. Im Augenblick gebe es weitestgehend noch sehr starke Steigerungen. Der Höhepunkt der Welle werde in den nächsten 14 Tagen erwartet. Wenn sich die Entwicklungen in den Kliniken und auf den Intensivstationen verstärkten, könne man dann auch wieder über Lockerungen reden. Hebestreit verwies auf den Beschluss von Bund und Ländern vom 24. Januar, in dem es heißt: "Bund und Länder werden Öffnungsperspektiven entwickeln für den Moment, zu dem eine Überlastung des Gesundheitssystems ausgeschlossen werden kann."

Mittwoch, 2. Februar, 14.30 Uhr: Kündigung von Polizeiärztin wegen Kritik an Corona-Politik rechtens

Die Kündigung einer Polizeiärztin wegen öffentlicher Kritik an der Corona-Politik ist nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg in Freiburg wirksam. Die Frau habe mit einer Anzeige in einer Zeitung das Infektionsschutzgesetz mit dem Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten gleichgesetzt. Hierdurch habe sie gegen ihre Pflicht zur Rücksichtnahme auf die Interessen des beklagten Landes verstoßen, teilte ein Gerichtssprecher am Mittwoch mit.

Insbesondere habe sie gegen die Pflicht verstoßen, sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes zu bekennen (Az.: 10 Sa 66/21). Das Gericht habe die Revision zum Bundesarbeitsgericht nicht zugelassen, sagte der Sprecher. Das Land Baden-Württemberg habe die ordentliche Kündigung vor allem mit mangelnder Eignung der Klägerin für die Tätigkeit als Polizeiärztin begründet.

Der Deutschen Presse-Agentur hatte Anette Franz aus Lahr (Ortenaukreis) mitgeteilt, sie stehe wie die deutsche Polizei für die freiheitliche demokratische Grundordnung.

Mittwoch, 2. Februar, 14 Uhr: Sächsische Impfkommission empfiehlt Corona-Impfung allen ab 5 Jahren

Die Sächsische Impfkommission (Siko) empfiehlt nun generell allen Kindern zwischen fünf und elf Jahren eine Corona-Impfung mit dem Wirkstoff von Biontech. Der Rat stütze sich auf Sicherheitsdaten, die in den USA von mehr als 8,6 Millionen Impfungen erhoben wurden, hieß es in den zum 1. Februar angepassten Empfehlungen des Gremiums. Bisher galt die Empfehlung in der jungen Altersgruppe lediglich für Kinder mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Zuvor hat die "Sächsische Zeitung" darüber berichtet.

Die Siko weicht damit vom Standpunkt der bundesweiten Ständigen Impfkommission (Stiko) ab. Diese spricht derzeit für Kinder von fünf bis elf Jahren noch keine generelle Impfempfehlung aus. Der Piks wird lediglich Kindern nahegelegt, bei denen selbst oder in deren Umfeld ein Risiko auf einen schweren Krankheitsverlauf besteht.

Sachsen hat als einziges Bundesland eine eigene Impfkommission. Diese steht dem Gesundheitsministerium seit 1991 beratend zur Seite und formuliert die Impfempfehlungen für den Freistaat.

Mittwoch, 2. Februar, 13 Uhr: R-Wert unter 1 - Experten bezweifeln Aussagekraft

Der auf dem Papier niedrige R-Wert, eine Art Ansteckungsindikator in der Corona-Pandemie, wird von Experten nicht als Anzeichen für eine Entspannung bewertet. Stattdessen könnte der Wert, der am Mittwoch erstmals seit längerem vom Robert Koch-Institut (RKI) mit unter 1 angegeben wurde, auch als Folge von Engpässen beim Testen und Melden sinken. Die Reproduktionszahl - kurz R-Wert - soll eigentlich angeben, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Der vom RKI am Mittwochmorgen mit 0,98 angegebene R-Wert würde also bedeuten, dass 100 Infizierte rechnerisch 98 weitere Menschen anstecken. Damit würden die Fallzahlen sinken.

Allerdings ist zu beachten, dass sich der R-Wert grob gesagt aus der Entwicklung der offiziell gemeldeten Fallzahlen errechnet. Im Moment gehen Experten und auch das RKI aber davon aus, dass diese offizielle Zahl die tatsächliche Entwicklung der Ansteckungen in Deutschland nur unvollständig erfasst, weil das Test- und Meldesystem überlastet ist. So schreibt eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Das Verhalten des R-Wertes spiegelt nicht nur den Verlauf der Welle wider, sondern auch die Verfügbarkeit von Testkapazitäten und die Überlastungssituation in den Gesundheitsämtern." Es könne jedoch nicht bestimmt werden, wie groß die Rolle der beiden Effekte ist. Zudem sei der R-Wert von 0,98 eine Momentaufnahme, schreibt die RKI-Sprecherin. "Tageswerte sollten generell nicht überbewertet werden."

Die Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung teilte auf dpa-Anfrage mit, dass aus ihrer Sicht das überlastete Test- und Meldesystem für den niedrigen R-Wert verantwortlich ist.

Der Corona-Modellierer Kai Nagel von der Technischen Universität Berlin hält einen R-Wert von unter 1 für "nicht plausibel", wie er auf dpa-Anfrage schreibt. Denn bislang steige die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, deshalb sei laut Nagel auch ein R-Wert von über 1 zu erwarten. Doch auch sinkenden Inzidenzen würde er momentan skeptisch gegenüberstehen, schreibt Nagel. Denn viele Infektionen würden aufgrund von Priorisierungen bei PCR-Tests nicht mehr erfasst.

Mittwoch, 2. Februar, 12.30 Uhr: Schleswig-Holstein lockert Regeln für Handel und Veranstaltungen

Schleswig-Holsteins Landesregierung will eine ganze Reihe von Corona-Vorschriften lockern. In Geschäften soll vom 9. Februar an nur noch Maskenpflicht gelten, Kunden müssen dann keinen Genesenen- oder Impfstatus mehr nachweisen. Außerdem entfällt die Sperrstunde in der Gastronomie, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch in Kiel bekannt gab. Das Land wolle sich "ein Stück in Richtung Normalität bewegen".

Der Regierungschef kündigte zudem Änderungen bei Veranstaltungen an, das Land werde aber einen geplanten bundeseinheitlichen Beschluss abwarten. Dieser werde voraussichtlich bei größeren Veranstaltungen im Freien - wie beispielsweise im Fußballstadion - künftig bis zu

10 000 Zuschauer bei einer Belegung von maximal 30 Prozent der Plätze beinhalten. Drinnen seien bis zu 4000 Besucher in der Diskussion bei maximal halber Kapazität. Dies würde auch für Handballspiele gelten.

Mittwoch, 2. Februar, 11.15 Uhr: Deutsche Wirtschaft fordert von Japan Lockerung des Einreiseverbots

Japans striktes Einreiseverbot wegen der Corona-Pandemie sorgt bei deutschen Unternehmen und internationalen Austauschstudenten für vehemente Kritik. "Das seit 23 Monaten bestehende Einreiseverbot ist nicht nur eine Belastung für die deutsche Wirtschaft, sondern schadet auch Japans eigener Wirtschaft und seinem internationalen Ruf", beklagte Marcus Schürmann, Geschäftsführer der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan (AHK Japan) am Mittwoch.

Mittwoch, 2. Februar, 11 Uhr: Söder verlangt Stufenplan für Erleichterung der Corona-Beschränkungen

CSU-Chef Markus Söder hat einen Stufenplan für zeitnahe Erleichterungen bei den Beschränkungen im Kampf gegen die Omikron-Welle der Corona-Pandemie verlangt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 2. Februar, 10.15 Uhr: Lauterbach: Biete Kimmich an, ihn selbst gegen Corona zu impfen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58) würde Fußballstar Joshua Kimmich persönlich gegen das Coronavirus impfen. "Ich biete ihm an, dass ich ihn selbst impfe und über alle Risiken aufkläre. Die sind bei einer Nichtimpfung deutlich höher", sagte Lauterbach der Zeitschrift "Bunte". Der FC-Bayern-Spieler Kimmich (26) hatte lange Bedenken, sich impfen zu lassen - nach einer Corona-Infektion kündigte er im Dezember aber an, sich impfen lassen zu wollen. "Das ist großartig, ich habe ihn nie verurteilt. Der Körper ist sein Kapital, da hatte er Ängste", sagte der SPD-Politiker. Kimmich hatte in einem ZDF-Interview erklärt: "Generell war es für mich einfach schwierig mit meinen Ängsten und Bedenken umzugehen, deshalb war ich auch so lange unentschlossen."

Mittwoch, 2. Februar, 8.30 Uhr: Zusätzliche Kosten für 2G-Kontrollen lassen sich inzwischen anrechnen

Betriebe im Einzelhandel und in der Gastronomie können zusätzliche Kosten durch 2G-Kontrollen inzwischen anrechnen lassen und auf Abschlagszahlungen hoffen. Den Aufwand für die Kontrollen auszugleichen, war eine Initiative mehrerer Bundesländer, unter anderem Berlins.

"Die Antragsstellung für die Überbrückungshilfe ist bereits möglich", sagte Berlins Wirtschaftssenator Stephan Schwarz. Die Schnittstelle zwischen dem Bund und in Schwarz' Fall der Investitionsbank Berlin werde gerade noch aufgebaut, sagte der Senator. "Darauf muss man aber nicht warten, es gibt die Möglichkeit, nach einer ersten Prüfung schon Abschläge vom Bund zu bekommen", sagte Schwarz. "Das ist die Vereinbarung."

Mittwoch, 2. Februar, 7.30 Uhr: IOC: Kein automatischer Olympia-Abbruch bei höheren Corona-Zahlen

Im Fall steigender Corona-Zahlen bei Olympia will das IOC keine Grenzmarke für einen Abbruch der Winterspiele festlegen. "Wir setzen uns keine Schwellenwerte. Es geht auch nicht nur um die konkreten Zahlen, sondern auch darum, inwieweit Fälle innerhalb der Blase miteinander zusammenhängen", sagte Brian McCloskey, Leiter der Medizinischen Expertenkommission, am Mittwoch in Peking. Bislang habe es in der Corona-Blase vor Beginn der Spiele bei den ermittelten Infektionen keine miteinander verbundenen Fälle gegeben, fügte der Experte des Internationalen Olympischen Komitees hinzu.

Mittwoch, 2. Februar, 6.30 Uhr: Zwei Landkreise im Allgäu mit Inzidenzwerten über 1500

Die Landkreise Ostallgäu und Unterallgäu haben aktuell Inzidenzwerte von über 1500. Alle Inzidenzwerte für das Allgäu lesen Sie hier in unserer Übersicht.

Mittwoch, 2. Februar, 6 Uhr: Zweiter Corona-Fall beim deutschen Olympia-Team

Das deutsche Olympia-Team in Peking hat seinen zweiten Corona-Fall. Eines der 85 Mitglieder der Mannschaft, die am Dienstag in China eingereist waren, sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Deutsche Olympische Sportbund am Mittwoch mit. Ob es sich um einen Sportler oder einen Betreuer handelt, wollte der DOSB zunächst nicht mitteilen.

Das betroffene Teammitglied sei symptomfrei und müsse in ein Quarantänehotel ziehen. Je nach Ergebnis des weiteren Tests werde "das weitere Prozedere festgelegt", hieß es. Bereits vor einigen Tagen war bei einem deutschen Betreuer in der Bergregion Zhangjiakou eine Corona-Infektion festgestellt worden.

Mittwoch, 2. Februar, 5.30 Uhr: Buschmann hofft auf Aus vieler Corona-Regeln im März

Bundesjustizminister Marco Buschmann stellte die Rücknahme vieler Corona-Beschränkungen für März in Aussicht. "Ich hoffe, dass im März viele Schutzmaßnahmen zurückgenommen werden können", sagte der FDP-Politiker der "Rheinischen Post" (Mittwoch). Voraussetzung sei, dass wie vom Robert Koch-Institut (RKI) prognostiziert "ab Mitte Februar die Fallzahlen wieder sinken". Auch dürften nicht kurzfristig neue Virusvarianten auftauchen, die die Lage wieder komplett veränderten.

Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wollen am 16. Februar erneut über Wege aus der Pandemie beraten. Bei der Runde am 24. Januar hatten sich Bund und Länder bereits darauf verständigt, dass Öffnungsperspektiven entwickelt werden sollten für den Moment, zu dem eine Überlastung des Gesundheitssystems ausgeschlossen werden könne. Befeuert wird die Debatte durch die Aufhebung nahezu aller Corona-Beschränkungen im Nachbarland Dänemark zu Monatsbeginn.

Mittwoch, 2. Februar: 5.15 Uhr: RKI registriert 208.498 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1227,5

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland hat die Marke von 10 Millionen überschritten. Das Robert Koch-Institut meldete am Mittwochmorgen 10 186 644 Ansteckungen seit Beginn der Pandemie. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Der tatsächliche Wert dürfte deutlich höher liegen, weil viele Infektionen nicht erkannt werden.

Zudem ist die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut (RKI) übermittelten Corona-Neuinfektionen erneut auf einen Höchststand gestiegen. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Mittwochmorgen 208.498 Fälle in 24 Stunden. Am Donnerstag, den 27. Januar, hatte die Zahl erstmals über 200 000 gelegen.

Mittwoch, 2. Februar, 5 Uhr: Biontech/Pfizer beantragen Impfstoff-Zulassung in USA für Kleinkinder

Das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer beantragen in den USA die Notfallzulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder unter fünf Jahren. Die entsprechenden Daten seien der US-Arzneimittelbehörde FDA übermittelt worden, teilte Pfizer am Dienstag mit. Der Antrag solle in den kommenden Tagen fertiggestellt werden. Die Notfallzulassung soll für Kinder ab sechs Monaten gelten. Es wäre der erste verfügbare Impfstoff für diese Altersgruppe in den USA.

Dienstag, 1. Februar, 20.55 Uhr: Drosten: Motor von Omikron-Subtyp BA.2 hat "ein paar PS mehr"

Laut dem Virologen Christian Drosten hat die Variante BA.2 von Omikron eine noch höhere Übertragbarkeit als BA.1. Was das nun bedeutet, lesen Sie hier.

Der Virologe Christian Drosten gibt zu bedenken, dass die Variante BA.2 von Omikron eine noch höhere Übertragbarkeit haben könnte als der derzeit in Deutschland vorherrschende Subtyp BA.1.
Der Virologe Christian Drosten gibt zu bedenken, dass die Variante BA.2 von Omikron eine noch höhere Übertragbarkeit haben könnte als der derzeit in Deutschland vorherrschende Subtyp BA.1.
Bild: Kay Nietfeld, dpa

Dienstag, 1. Februar, 20.20 Uhr: Norwegen lockert Corona-Maßnahmen kräftig

Norwegen hebt einen Großteil seiner Corona-Maßnahmen auf. Bereits ab Dienstagabend um 23.00 Uhr gibt es unter anderem keine Begrenzungen für den Ausschank von alkoholischen Getränken mehr. Der Breitensport und andere Freizeitaktivitäten können nach Regierungsangaben ohne Einschränkungen wieder voll aufgenommen werden, Kinos, Theater und Kirchen können wieder voll besetzt sein. Teilnehmerbeschränkungen werden für Zusammenkünfte ebenso aufgehoben wie die Testpflicht für Einreisende.

Die Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und in anderen Situationen mit möglichem Gedränge bleibt dagegen bestehen, wie Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz in Oslo sagte. Die generelle Ein-Meter-Abstandsregel bleibt ebenfalls bis auf Weiteres in Kraft.

"Heute sind wir endlich dorthin gekommen, dass wir viele der Infektionsschutzmaßnahmen aufheben können, mit denen wir den Winter über gelebt haben", sagte Støre. Man wisse nun, dass die Krankheitslast durch die Omikron-Variante des Coronavirus geringer sei und die Impfstoffe sehr vielen Menschen in Norwegen einen guten Schutz lieferten. Deshalb könne man viele Maßnahmen aufheben, obwohl die Neuinfektionszahlen schnell steigen. Um die Kontrolle zu behalten, müssten jedoch einige Maßnahmen bleiben.

Die norwegische Regierung strebt an, die letzten Beschränkungen bis zum 17. Februar aufzuheben - wenn sich die Lage wie erwartet weiter entwickelt.

Dienstag, 1. Februar, 19.30 Uhr: Türkei meldet mit mehr als 100.000 Corona-Fällen neuen Höchststand

Die Türkei hat zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie die Marke von 100.000 neuen Corona-Fällen an einem Tag überschritten. Das Gesundheitsministerium in Ankara meldete am Dienstagabend zudem 198 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 in 24 Stunden. Die Türkei hat mit rund 84 Millionen Einwohnern eine ähnlich große Bevölkerung wie Deutschland. Beschränkungen im öffentlichen Leben bestehen zurzeit kaum. Dem Gesundheitsministerium zufolge sind rund 84 Prozent der über 18-Jährigen mindestens zweimal geimpft.

Das Land setzt den chinesischen Impfstoff Sinovac, den von Biontech/Pfizer sowie das selbst entwickelte Präparat Turkovac ein. Die Türkische Ärztevereinigung TTB kritisiert, dass zu wenige Daten zu dem einheimischen Impfstoff veröffentlicht worden seien. Wie in vielen anderen Ländern ist auch in der Türkei die hoch ansteckende Omikron-Variante dominierend.

Dienstag, 1. Februar, 19 Uhr: Verlieren Positiv-Getestete den Anspruch auf einen PCR-Nachtest?

Der Anspruch auf einen PCR-Bestätigungstest nach einem positiven Corona-Schnelltest könnte künftig zumindest vorübergehend wegfallen. Was das Bundesgesundheitsministerium plant, lesen Sie hier.

Dienstag, 1. Februar, 18.45 Uhr: Studie zu Corona-Folgen in Bayern startet

Welche Folgen hat eine Corona-Infektion für die Infizierten? Dieser Frage soll eine Große Studie in Bayern in den nächsten Monaten nachgehen. Wer dazu befragt wird, lesen Sie hier.

Dienstag, 1. Februar, 18.15 Uhr: Omikron-Verfügung: Mitarbeiter müssen notfalls länger arbeiten

Arbeitnehmer in zwölf Bereichen von der Abfallentsorgung über Landwirtschaft bis Versicherungen müssen sich in der Omikronwelle auf eine mögliche Zwangsverpflichtung zu längeren Arbeitszeiten einstellen. Was die sieben Bezirksregierungen in Bayern beschlossen haben, lesen Sie hier.

Dienstag, 1. Februar, 17.17 Uhr: Über 150.000 Menschen demonstrieren gegen Corona-Maßnahmen

Wie in den Wochen zuvor haben am Montagabend in ganz Deutschland wieder etliche Menschen gegen Corona-Maßnahmen und eine mögliche Impfpflicht demonstriert - möglicherweise aber noch sehr viel mehr. Mehr dazu in unserem Überblick.

Protest gegen die Corona-Maßnahmen in Rostock.
Protest gegen die Corona-Maßnahmen in Rostock.
Bild: Frank Hormann

Dienstag, 1. Februar, 17 Uhr: Kritik an Impfpflicht in Pflege und Kliniken reißt nicht ab

Es sind nur noch ein paar Wochen, dann greift für Beschäftigte in Kliniken und in der Pflege die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht. Doch was die Gesundheitsämter, die sie umsetzen sollen, kritisieren, erfahren Sie hier.

Dienstag, 1. Februar, 16.45 Uhr: Clubs und Discos dürfen in Katalonien am 11. Februar wieder öffnen

In Katalonien mit der Touristen-Metropole Barcelona können Einheimische und Besucher bald wieder das Nachtleben genießen: Diskotheken, Clubs und andere Nachtlokale dürfen am Freitag nächster Woche nach einer coronabedingten, knapp sechswöchigen Zwangsschließung wieder öffnen. Dies teilte die Regierung der Region im Nordosten Spaniens am Dienstag mit. Dann ist auch kein Covid-Pass mehr erforderlich.

Katalonien hatte erst jüngst die 3G-Regel (also: geimpft, genesen oder getestet) für das Betreten vieler öffentlicher Innenräume sowie auch die Begrenzungen bei der Auslastung von Gaststätten und anderen Veranstaltungsorten aufgehoben. Sie ist aber bis zum 11. Februar die einzige der 17 Regionen Spaniens, in der das Nachtleben noch geschlossen ist.

Seit Tagen werden die Corona-Maßnahmen überall in Spanien deutlich gelockert oder abgeschafft. Man habe den Höhepunkt der derzeitigen vor allem von der Omikron-Variante ausgelösten Corona-Welle überschritten, so das Gesundheitsministerium. Noch herrscht aber landesweit Maskenpflicht, auch im Freien. Die Sieben-Tage-Inzidenz in dem beliebten Urlaubsland ist seit ihrem Höchststand Mitte Januar (1657) um etwa 500 Punkte gefallen. Der Druck auf das Gesundheitssystem nimmt wieder ab. Auch wegen der hohen Impfquote weisen die meisten der Infizierten keine oder nur milde Krankheitssymptome auf. Fast 81 Prozent der Bevölkerung wurden mindestens zwei Mal geimpft und sind damit grundimmunisiert.

Dienstag, 1. Februar, 16.35 Uhr: Union warnt Lauterbach vor Scheitern der einrichtungsbezogenen Impfpflicht

Die Union hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zu zügigen Nachbesserungen bei der Corona-Impfpflicht für Beschäftigte von Kliniken und Pflegeheimen aufgefordert und warnt vor einem Scheitern der einrichtungsbezogenen Regelung in der Praxis. Was Gesundheitsexperte Tino Sorge konkret kritisiert, lesen Sie hier.

Dienstag, 1. Februar, 16.18 Uhr: Etwas mehr Corona-Patienten auf den Intensivstationen

Von 333 (Montag) auf aktuell 345 gestiegen ist die Zahl der Corona-Patienten, die derzeit auf einer Intensivstation in Bayerns Krankenhäuser behandelt werden. Die aktuellen Daten finden Sie hier.

Dienstag, 1. Februar, 16.10 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu (LGL)

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat die Daten zur 7-Tage-Inzidenz soeben aktualisiert. Die Werte für das Allgäu finden Sie hier.

Dienstag, 1. Februar, 16 Uhr: Lässt Bayern die Familien in der Omikron-Welle alleine?

In keiner Altersgruppe ist die Inzidenz so hoch wie bei Kindern, Kitas und Schulen kämpfen mit der Nachverfolgung. Wird hier die Durchseuchung in Kauf genommen? Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Schulen sollen offen bleiben, da herrscht weitgehend Einigkeit. Aber zu welchem Preis?
Die Schulen sollen offen bleiben, da herrscht weitgehend Einigkeit. Aber zu welchem Preis?
Bild: Christian Charisius

Dienstag, 1. Februar, 15.30 Uhr: Trotz Omikron: Aufschiebbare OPs in Schwaben wieder erlaubt

Während in Oberbayern wegen der Corona-Pandemie in vielen Klinken aufschiebbare Operationen ausgesetzt bleiben, darf in Schwaben wieder zum Skalpell gegriffen werden. Aufschiebbare stationäre Behandlungen seien in Schwaben seit Dienstag wieder zulässig, teilte die Regierung von Schwaben mit. Das hätten die drei Ärztlichen Leiter Krankenhauskoordinierung für Schwaben entschieden.

Es müsse aber sichergestellt sein, dass die dadurch in Anspruch genommenen Betten binnen vier Tagen wieder zur Verfügung stünden, wenn dies für eine steigende Zahl von Covid-19-Patienten, für Notfallbehandlungen und nicht verschiebbare Eingriffe nötig sei. Diese Anordnung gelte vorläufig bis Ende Februar. Sie könne widerrufen werden, wenn sie zur Freihaltung stationärer Kapazitäten nicht mehr erforderlich sei.

Im November waren wegen der steigenden Corona-Zahlen in den meisten Regierungsbezirken medizinisch aufschiebbare stationäre Behandlungen in bestimmten Krankenhausern untersagt worden. In Schwaben galt das bis 31. Januar.

Die Regierung von Oberbayern hatte hingegen am Montag 76 Kliniken im Regierungsbezirk weiter verpflichtet, von unter medizinischen Aspekten nicht sofort notwendigen Behandlungen abzusehen. Das gilt noch bis Ende Februar.

Dienstag, 1. Februar, 15 Uhr: FDP-Fraktionschef: Parlament sollte über Genesenenstatus entscheiden

FDP-Fraktionschef Christian Dürr will schnelle Beratungen mit SPD und Grünen über die Zuständigkeit für die Entscheidung zum Corona-Genesenenstatus. "Ich finde, die Gesundheitsminister in Bund und Ländern haben recht: Über den Genesenenstatus sollte wieder im Parlament entschieden werden. Nach zwei Jahren Pandemie dürfen wir uns keine rechtlich fragwürdigen Freiheitseingriffe mehr erlauben", sagte Dürr am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Mitte Januar hatten Bundestag und Bundesrat eine Änderung der sogenannten Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung beschlossen. Mit ihr wurde ein neues Verfahren eingeführt: Genesenen-Nachweise müssen demnach Kriterien entsprechen, die das Robert-Koch-Institut (RKI) auf einer Internetseite bekannt macht - sie gelten dann unmittelbar. Auf Basis dieser Neuregelung war der Genesenenstatus überraschend auf eine Zeitspanne von 28 bis 90 Tagen nach einem positiven PCR-Test verkürzt worden. Kritisiert wird unter anderem, dass die erfolgte Änderung durch das RKI vorher nicht angekündigt wurde.

"Die Gesundheitsminister haben darüber beraten und nun festgestellt, dass dieses Verfahren nicht sinnvoll ist. Das nehmen wir sehr ernst", sagte Dürr. "Wenn die Gesundheitsminister sich mehrheitlich dafür aussprechen, sollten wir diese Regelung ändern."

Dienstag, 1. Februar, 14.50 Uhr: Soll die Impfpflicht für Beschäftigte von Kliniken und Pflegeheimen verschoben werden?

Die Forderungen nach einer Verschiebung der Corona-Impfpflicht für Beschäftigte von Kliniken und Pflegeheimen werden lauter. Was dazu die Stiftung Patientenschutz von Gesundheitsminister Karl Lauterbach fordert, lesen Sie hier.

Dienstag, 1. Februar, 14 Uhr: Vor Impfpflicht: 12.000 Pflegekräfte melden sich arbeitssuchend

Die Bundesagentur für Arbeit stellt vor der Einführung einer einrichtungsbezogenen Corona-Impfpflicht im Gesundheitswesen Bewegung auf dem Arbeitsmarkt fest. Aus dem Gesundheits- und Sozialsektor hätten sich im Dezember und Januar 25.000 mehr Menschen arbeitssuchend gemeldet als üblich, sagte Vorstandsmitglied Daniel Terzenbach am Dienstag in Nürnberg. Arbeitssuchend sind Menschen, die eine drohende Arbeitslosigkeit bei der Arbeitsagentur anzeigen, aber noch im Job sind, erläuterte ein Sprecher der Bundesagentur. Eine Impfpflicht im Gesundheits- und Sozialwesen soll am 16. März in Kraft treten.

"Wir sehen schon eine Zunahme, aber insgesamt auf einem Niveau, was uns allen keine Sorgen machen muss", sagte Terzenbach. Er sprach von etwa 25 000 Personen aus dem gesamten Gesundheits- und Sozialsektor, die sich über das übliche Niveau hinaus arbeitssuchend gemeldet hätten, davon ungefähr 12.000 aus der Pflege. Ob die erhöhte Zahl unter anderem auf entsprechende Aufrufe in sozialen Medien zurückzuführen ist, sei derzeit nicht bekannt.

Dienstag, 1. Februar, 13.35 Uhr: Piazolo: Schulleiter können ganze Klassen nach Hause schicken

Nach viel Kritik an den Corona-Regeln für die bayerischen Schulen werden diese in einem Punkt angepasst: Bei größeren Ausbruchsgeschehen können Schulleiter künftig ganze Klassen nach Hause und in den Distanzunterricht schicken, und zwar für fünf Tage. Sie müssen in diesen Fällen dann nicht mehr auf eine entsprechende Anweisung des Gesundheitsamtes warten, sondern können eigenständig handeln. Das teilte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag nach einer Videoschalte des Kabinetts in München mit, bei der auch einige Schulleiter zugeschaltet waren. Von einer "gravierenden Häufung" von Corona-Fällen sei auszugehen, wenn rund 50 Prozent der Schüler einer Klasse betroffen seien, sagte Piazolo.

Formal handelt es sich dabei dann nicht um eine förmliche Quarantäne-Anordnung für die Klasse beziehungsweise die übrigen Kinder - dafür bleibt weiterhin allein das Gesundheitsamt zuständig. Die Schulleiter können aber künftig entscheiden, ob bestimmte Klassen wegen vieler Corona-Fälle in den Distanzunterricht wechseln müssen. Das kann und soll dann deutlich früher geschehen, als es angesichts der massiven Überlastung vieler Gesundheitsämter derzeit oft möglich ist. Schülerinnen und Schüler, die positiv getestet werden, müssen auch weiterhin, wie bisher, umgehend nach Hause und in Isolation.

Damit lenkt das Kultusministerium nach viel Kritik von Lehrer-, Eltern- und Schülerverbänden ein. Zuletzt nämlich hatte das Ministerium in einem Schreiben an Schulen und Eltern nicht nur betont, dass allein das zuständige Gesundheitsamt entscheide, wer in Quarantäne müsse, sondern auch explizit festgehalten: "Bis zu einer möglichen Quarantäneanordnung durch das Gesundheitsamt besuchen die übrigen Schülerinnen und Schüler der Klasse weiter den Unterricht." Daran hatte sich die teils deutliche Kritik entzündet - weil manche Schulen offenbar durchaus zuvor eigenständiger gehandelt hatten.

Dienstag, 1. Februar, 13 Uhr: Mehr Pflegekräfte in Bayern melden sich arbeitssuchend

Deutlich mehr Pflegekräfte als noch vor der Corona-Pandemie haben sich in Bayern arbeitssuchend gemeldet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 1. Februar, 11.30 Uhr: Montags-"Spaziergänge" im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West störungsfrei

Wie in den vergangenen Wochen fanden auch diesen Montag, (31.Januar) angezeigte und unangemeldete Versammlungen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West statt. Der Polizei wurden insgesamt 25 Versammlungen bekannt, die Gesamtanzahl der Teilnehmer wurde von den Beamten auf 5.800 geschätzt. Zur größten angezeigten Versammlung kam es in Kempten mit rund 1.500 Teilnehmern, die sich zu einem Aufzug durch die Innenstadt trafen. Durch den Aufzug kam es zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen, die Versammlung verlief ansonsten - wie auch die anderen - störungsfrei. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West erstreckt sich von Oberstdorf im Süden bis Neu-Ulm im Norden.

Dienstag, 1. Februar, 11 Uhr: 75,8 Prozent der Bevölkerung bis Ende Januar gegen Corona erstgeimpft

Bis einschließlich Montag, dem letzten Tag des Monats, haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 75,8 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Das Ziel der Bundesregierung, bis Ende Januar 80 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen Corona zu impfen, ist damit endgültig verfehlt worden. Regierungssprecher Steffen Hebestreit hatte dies bereits am Montag eingeräumt. Ursprünglich wollte die Regierung diese Quote sogar bereits bis zum 7. Januar erreichen.

Dienstag, 1. Februar, 10.45 Uhr: Corona: Handel befürchtet Aus für fast 16.000 Geschäfte

Der Handelsverband Deutschland (HDE) befürchtet, dass durch die Auswirkungen der Corona-Krise in diesem Jahr noch einmal fast 16 000 Geschäften das Aus droht. Vor allem die innerstädtischen Händler litten auch 2022 noch unter den Nachwirkungen der Pandemie, warnte der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Dienstag in Berlin. Besonders belastend für die Händler sei die 2G-Regelung, wonach in großen Teilen des Handels nur Geimpfte und Genesene einkaufen dürfen.

Nach einer aktuellen Umfrage des Verbandes unter 1300 Handelsunternehmen schätzen 46 Prozent der von der 2G-Regelung betroffenen Händler ihre Geschäftslage als schlecht ein. "Diese im Kampf gegen die Pandemie nutzlose Maßnahme muss endlich bundesweit fallen", forderte Genth. Außerdem machten vielen Händlern die anhaltenden Lieferschwierigkeiten zu schaffen. Massiv betroffen seien davon vor allem Sportartikel, Elektronik und Haushaltswaren.

Dienstag, 1. Februar, 9.45 Uhr: "Boostern" zum Anglizismus des Jahres 2021 gekürt

Das Verb "boostern" ist zum Anglizismus des Jahres 2021 gekürt worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 1. Februar, 9 Uhr: Südafrika schafft Corona-Restriktionen weitgehend ab

Südafrika hat angesichts einer mittlerweile abgeebten vierten Infektionswelle die meisten seiner Corona-Maßnahmen abgeschafft. Die Schulen kehren ohne die bisherige Distanzregel zurück zum normalen Unterricht. Zudem müssen positiv geteste Personen ohne Symptome nach dem Beschluss der Regierung vom späten Montagabend künftig nicht mehr in Quarantäne. Für solche mit Symptomen wurde die Dauer der Isolierung von zehn Tagen auf sieben Tage verkürzt. Wer Infizierten nahegekommen ist, muss nach diesen neuen Beschlüssen zudem nur noch in Quarantäne, falls Symptome auftreten. Weiterhin Bestand haben jedoch die Maskenpflicht und allgemeine Hygieneregeln.

Viele Deutsche arbeiten derzeit im Homeoffice.
Viele Deutsche arbeiten derzeit im Homeoffice.
Bild: Fabian Strauch, dpa

Dienstag, 1. Februar, 8 Uhr: Homeoffice-Quote steigt erneut - Potenzial längst nicht ausgeschöpft

Die Zahl der Beschäftigten im Homeoffice ist im Januar leicht gestiegen. Das geht aus einer Unternehmensumfrage des Ifo-Instituts hervor. Demnach arbeiteten 28,4 Prozent der Beschäftigten zumindest zeitweise von zu Hause aus, nach 27,9 Prozent im Dezember. Den Angaben zufolge liegt die Quote damit aber noch gut drei Prozentpunkte unter dem Höchstwert aus dem März 2021.

Klarer Spitzenreiter in Sachen Heimarbeit ist nach wie vor der Dienstleistungssektor mit einem Anteil von 39,2 Prozent, wie das Ifo am Dienstag mitteilte. Das ist ein Prozentpunkt mehr als im Vormonat. IT-Dienstleister und Unternehmensberater arbeiten dabei mit jeweils über 70 Prozent mit Abstand am häufigsten zu Hause.

Dienstag, 1. Februar, 7.30 Uhr: EU-Impfnachweise ohne Booster nur noch neun Monate gültig

Reisen ohne Booster-Impfung in der EU ist für viele Menschen nun deutlich schwieriger. Denn die EU-Impfnachweise sind seit Dienstag ohne Auffrischungsimpfung nur noch rund neun Monate (270 Tage) gültig. Nach Ablauf dieser Frist werden Menschen ohne diesen zusätzlichen Schutz bei Grenzübertritten wie Ungeimpfte behandelt.

Das bedeutet in der Regel, dass sie bei grenzüberschreitenden Reisen in der EU einen aktuellen negativen Test brauchen oder sogar in Quarantäne müssen. "Dies spiegelt den nachlassenden Schutz des Impfstoffs wieder und unterstreicht, wie wichtig eine Auffrischung ist", sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders.

Dienstag, 1. Februar, 7.00 Uhr: Erneut viele Demos in Bayern - mehrere Menschen in Regensburg verletzt

Wie bereits in den Vorwochen sind auch an diesem Montagabend in Bayern wieder zahlreiche Menschen gegen die aktuelle Corona-Politik auf die Straße gegangen. Insgesamt protestierten mehrere Zehntausend Menschen bei weit mehr als 100 Versammlungen, wie eine Nachfrage bei mehreren Polizeipräsidien ergab. Die Proteste blieben demnach meist störungsfrei und friedlich. In Regensburg erlitt ein 26-Jähriger schwere Kopfverletzungen. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Polizeiangaben zufolge gerieten am Montagabend am Rande einer Versammlung zwei Gruppen aneinander, mehrere Menschen wurden verletzt. Weitere Details waren noch unklar. Zudem verletzte eine 23-Jährige einen Polizisten mit Tritten und Schlägen. In Regensburg trafen sich etwa 530 Personen zu einem "Spaziergang", viele lehnten das Tragen einer Maske ab. Die Polizei löste die Versammlung auf.

Auch etwa in Neu-Ulm und Ulm gab es mit einigen Hundert Teilnehmern weit weniger Zulauf als zuletzt. Die Witterung hätte sicher einen Einfluss gehabt, sagte ein Polizeisprecher. Für die Nacht zum Dienstag wurde vielerorts Wind und in weiten Teilen Bayerns Schnee vorhergesagt.

Dienstag, 1. Februar, 6.45 Uhr: Ostallgäu mit dem höchsten Inzidenzwert im Allgäu

Der Landkreis Ostallgäu hat aktuell den höchsten Inzidenzwert im Allgäu. Er liegt am Dienstagmorgen laut RKI bei 1459,1. Einen Überblick zu allen Inzidenzwerten in den Landkreisen und kreisfreien Städten im Allgäu lesen Sie hier.

Dienstag, 1. Februar, 6.05 Uhr: Neue Corona-Regeln für Reisende nach Italien

In Italien gelten seit Dienstag weitere Corona-Regeln, die auch Reisende betreffen. Wer aus anderen EU-Staaten kommt, braucht entweder einen negativen Corona-Test, einen Impfnachweis oder eine Bescheinigung, genesen zu sein. Zuvor galt wegen der grassierenden Omikron-Variante für alle - egal, ob geimpft oder genesen - auch eine Testpflicht. Ungeimpfte mussten fünf Tage in Quarantäne.

Dienstag, 1. Februar, 6 Uhr: Gesundheitsämter sehen sich mit Kontrolle der Impfpflicht überfordert

Die Gesundheitsämter sehen sich nicht in der Lage, die zum 15. März in Kraft tretende Corona-Impfpflicht für Beschäftigte von Kliniken und Pflegeheimen angemessen zu kontrollieren. Man rechne damit, dass im Schnitt bei fünf bis zehn Prozent der Beschäftigten kein eindeutiger Nachweis oder kein vollständiger Impfschutz vorliege und eine Meldung an das Gesundheitsamt erfolge, sagte Elke Bruns-Philipps vom Bundesverband der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Das ist eine erhebliche Belastung mit der Prüfung jedes Einzelfalls, wie es jetzt vorgesehen ist, die die Gesundheitsämter nicht zeitnah bewältigen können."

Dienstag, 1. Februar, 5.45 Uhr: RKI registriert 162 613 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1206,2

Die vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 1200 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1206,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1176,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 894,3 (Vormonat: 220,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 162 613 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.25 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 126 955 Ansteckungen.

Dienstag, 1. Februar, 5.30 Uhr: Warnung vor Corona-Impfpflicht für Pflegeberufe "mit der Brechstange"

Die Forderungen nach einer Verschiebung der Corona-Impfpflicht für Beschäftigte von Kliniken und Pflegeheimen werden lauter. "Die Impfpflicht für medizinisch-pflegerische Berufe darf nicht mit der Brechstange eingeführt werden", sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) müsse die Sorgen vor Ort ernst nehmen.

Dienstag, 1. Februar, 5.15 Uhr: 24 weitere Corona-Fälle vor Olympia in Peking

Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking haben die Organisatoren 24 weitere Corona-Fälle festgestellt. Wie das Organisationskomitee am Dienstag mitteilte, wurden am Montag 18 Einreisende positiv auf das Coronavirus getestet, darunter elf Athleten oder Teammitglieder. Zudem wurden bei sechs Personen, die sich bereits im geschlossenen Olympia-System befinden, Infektionen registriert. Am Vortag hatte es insgesamt 37 positive Tests gegeben, die Gesamtzahl der Corona-Fälle ist seit dem 23. Januar auf insgesamt 200 gestiegen.

Dienstag, 1. Februar, 5 Uhr: Dänemark stuft Corona nicht mehr als "gesellschaftskritische Krankheit" ein

Dänemark hat sich trotz einer nach wie vor hohen Zahl an Neuinfektionen von praktisch allen Corona-Beschränkungen freigemacht. Seit Dienstag gelten im nördlichsten deutschen Nachbarland bis auf vereinzelte Einreiseregeln keine Einschränkungen mehr. Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gehört bis auf Weiteres ebenso der Vergangenheit an wie Nachweise über Impfungen, Genesungen und negativen Tests. Großveranstaltungen sind ebenso erlaubt wie der Besuch von Bars und Diskotheken.

All das geht damit einher, dass Covid-19 nicht mehr als "gesellschaftskritische Krankheit" eingestuft wird.

Montag, 31. Januar, 18.34 Uhr: Zahl der gefälschten Impfpässe im Allgäu steigt - wo der Schwindel am häufigsten auffliegt

Knapp 200 Verstöße hat die Polizei im Allgäu registriert. Beinahe täglich werden es mehr. Fälschern droht eine Gefängnisstrafe. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 31. Januar, 18.16 Uhr: Corona-"Spaziergang" am Montagabend in Kempten

Auch an diesem Montagabend wollen Impfgegner in Kempten "spazieren". Teils sind Straßen gesperrt.

Montag, 31. Januar, 17.15 Uhr: Gefälschtes Söder-Bild zu Corona-Protesten sorgt für CSU-Ärger

Ein gefälschtes Foto von Markus Söder mit einem Aufruf zur Teilnahme an Protesten gegen die Corona-Politik kursiert derzeit bei Twitter. Das Bild zeigt den CSU-Chef, wie er ein Plakat in die Kamera hält, auf dem steht: "Spazierengehen hilft. Auch allen, die du liebst. Montags in deiner Stadt". Unten auf der Montage ist zudem das Logo der Bundesregierung abgebildet.

In Wirklichkeit zeigte das Foto aus der vergangenen Woche Söder, wie dieser anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages das Bild eines neunarmigen Chanukkaleuchters ins Bild hält und damit an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.

Von Söder selbst gab es dazu zunächst keine Stellungnahme, CSU-Generalsekretär Markus Blume attackierte die Fälschung aber umgehend: "Widerwärtig und unverfroren! Dieses Bild ist ein Fake - ausgerechnet aus einem Foto zum Gedenken an den Holocaust. Wer so ein Fake in die Welt setzt, sollte sich schämen."

Montag, 31. Januar, 17.20 Uhr: Ministerium: Zwei Prozent der Lehrkräfte fehlen wegen Corona

Rund zwei Prozent aller Lehrerinnen und Lehrer sind nach Angaben des Kultusministeriums derzeit aus Corona-Gründen zu Hause. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 31. Januar, 15.40 Uhr: Inzidenz bei Kindern teils über 3700

Die Corona-Inzidenzen bei Schulkindern in Bayern erreichen immer neue Rekordhöhen. In der am stärksten betroffenen Gruppe der Sechs- bis Elfjährigen hat sie inzwischen einen Wert von 3727 erreicht, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag mitteilte. Das ist ein Anstieg um gut 70 Prozent zum vor einer Woche gemeldeten Wert.

Bei den Zwölf- bis 15-Jährigen liegt die Inzidenz bei 2569, in der Gruppe im Alter von 16 bis 19 Jahren bei 2183 und somit deutlich über 2000. Hier sind die Anstiege etwas langsamer als bei den jüngeren Schülern. Die vierthöchste Inzidenz findet sich bei Kindern bis fünf Jahren mit 1707. Diese Gruppe hatte lange zu den laut offiziellen Meldungen unterdurchschnittlich betroffenen gehört.

Nach wie vor die niedrigsten Inzidenzen weist das LGL für die Gruppen der 60- bis 79-Jährigen mit 411 und ab einem Alter von 80 mit 300 aus. Zu den hohen Inzidenzzahlen bei Kindern und Jugendlichen könnte dabei beitragen, dass durch die regelmäßigen Testungen für Schule und Kindergarten Fälle leichter entdeckt werden. Gleichzeitig weist das Landesamt darauf hin, dass es derzeit durch die hohen Fallzahlen zu Meldeverzögerungen und einer höheren Dunkelziffer kommen könnte.

Die Inzidenzwerte des LGL für das Allgäu finden Sie hier.

Montag, 31. Januar, 14.40 Uhr: Altkanzler Schröder und Ehefrau mit Coronavirus infiziert

SPD-Altkanzler Gerhard Schröder und seine Ehefrau Soyeon Schröder-Kim haben sich mit dem Coronavirus infiziert. "Leider haben wir uns angesteckt. Wir beide haben aber keine ernsthaften Symptome. Wahrscheinlich weil wir beide geboostert sind", schrieb Schröder-Kim am Montag auf ihrem Instagram-Account. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

Gerhard Schröder (r, SPD), ehemaliger Bundeskanzler, und seine Ehefrau Soyeon Schröder-Kim haben sich mit dem Coronavirus infiziert.
Gerhard Schröder (r, SPD), ehemaliger Bundeskanzler, und seine Ehefrau Soyeon Schröder-Kim haben sich mit dem Coronavirus infiziert.
Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa (Archivbild)

Montag, 31. Januar, 12.43 Uhr: Bundesregierung gegen "verfrühte" Corona-Lockerungen

Die Bundesregierung sieht im Moment noch keinen Anlass für Lockerungen der Corona-Maßnahmen. "In dem Moment, wo wir das Gefühl haben, verantwortlich lockern zu können, wird diese Bundesregierung, werden alle Landesregierungen genau diesen Schritt gehen", sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Montag in Berlin. Im Augenblick sei es aber "noch ein bisschen verfrüht", schon diesen Schritt zu machen. Man sei noch in der Phase, in der es bergauf gehe mit den Zahlen, jeden Tag gebe es neue Rekordwerte. Der Höhepunkt der Welle sei noch nicht erreicht. "Und insofern würde ich im Augenblick davor warnen, zu frühzeitig zu glauben, es ist schon vorbei", sagte Hebestreit.

Montag, 31. Januar, 12.40 Uhr: Lebensmittelketten fordern Ende der 2G-Regel im übrigen Handel

Der Ruf nach einer bundesweiten Abschaffung der 2G-Regel im Einzelhandel wird immer lauter. Nach dem Handelsverband Deutschland forderten am Montag auch die vier großen Lebensmittelhändler - Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) - in einem Brief an mehrere Spitzenpolitiker ein Ende der Zugangsbeschränkungen, die noch immer in großen Teilen des Handels gelten. Dies ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Lebensmittelhändler selbst überhaupt nicht von der 2G-Regel betroffen sind.

Montag, 31. Januar, 11.23 Uhr: 37 weitere Corona-Fälle vor Olympia in Peking

Weniger als eine Woche vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking haben die Organisatoren 37 weitere Corona-Fälle festgestellt. Wie das Organisationskomitee am Montag mitteilte, wurden am Sonntag 28 Einreisende positiv auf das Coronavirus getestet, darunter acht Athleten oder Teammitglieder. Zudem wurden bei neun Personen, die sich bereits im geschlossenen Olympia-System befinden, Infektionen registriert. Am Vortag hatte es insgesamt 34 positive Tests gegeben, die Gesamtzahl der Corona-Fälle ist seit dem 23. Januar auf insgesamt 176 gestiegen.

Für die Olympischen Winterspiele in Peking gilt ein strenges Corona-Sicherheitskonzept. Alle Beteiligten - von Athleten bis hin zu Journalisten - sind vollständig vom Rest der chinesischen Bevölkerung getrennt. Um Infektionen möglichst rasch zu erkennen, muss jeder Teilnehmer innerhalb der Olympia-Blase täglich einen PCR-Test absolvieren.

Wer sich mit dem Virus angesteckt hat, wird in einem eigens dafür vorgesehenen Hotel isoliert. Nur nach zwei negativen PCR-Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden können die Betroffenen dieses vor Ablauf von zehn Tagen wieder verlassen. Nach dieser Frist ist nur noch ein negativer PCR-Test nötig.

Die Volksrepublik China verfolgt eine strenge "Null Covid"-Strategie, bei der bereits kleinere Infektionsstränge mit harten Maßnahmen bekämpft werden. In den vergangenen Wochen haben die Behörden in mehreren Millionenstädten im Land Lockdowns verhängt.

Montag, 31. Januar, 10.46 Uhr: Wenn sich ein Einzelner gegen Hunderte „Spaziergänger“ in Wangen stellt

Ein Mann aus Achberg will bei Wangener „Spaziergängen“ Denkanstöße für das Impfen geben. Was ihn zu der Aktion gebracht hat - und wie die Reaktionen ausfallen.

Josef Gander aus Achberg stellt sich als Einzelner gegen Hunderte sogenannter Spaziergänger.
Josef Gander aus Achberg stellt sich als Einzelner gegen Hunderte sogenannter Spaziergänger.
Bild: Susi Weber

Montag, 31. Januar, 10.07 Uhr: Spotify will Corona-Fehlinformationen künftig kennzeichnen

Viele Prominente äußern in den vergangenen Tagen ihren Unmut über irreführende Informationen zum Coronavirus in einem Podcast. Spotify reagiert auf die Kritik.

Montag, 31. Januar, 9.26 Uhr: Corona-Inzidenz in Bayern weiter auf hohem Niveau

Der Negativ-Trend hält an: In Bayern ist die Sieben-Tage-Inzidenz erneut gestiegen. Am Montag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) einen Wert von fast 1385 für den Freistaat. Damit steht Bayern im Vergleich der Bundesländer hinter Berlin, Hamburg, Hessen und Bremen auf dem fünften Platz. Die bundesweite Inzidenz liegt bei rund 1177 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Bei den kreisfreien Städten und Landkreisen in Bayern lagen die Kreise Starnberg (2662) und Dachau (2586) am Montag auf Stelle zwei und drei im bundesweiten Vergleich. An der Spitze rangierte der Berliner Stadtteil Tempelhof-Schöneberg (2912).

Die steigenden Corona-Zahlen machen sich auch in den Krankenhäusern bemerkbar: Laut Divi-Intensivregister lagen auf bayerischen Intensivstationen am Montag 328 erwachsene Covid-Patienten - sechs mehr als am Vortag.

Montag, 31. Januar, 7.32 Uhr: Corona-Impfung: Ein Tierarzt und ein Apotheker sagen Nein, eine Zahnärztin wäre gern dabei

Seit eineinhalb Monaten dürften auch Tierärzte, Zahnmediziner und Apotheker gegen Corona impfen. Eine Rolle spielt das im Ostallgäu aber bisher nicht. Warum das so ist.

Montag, 31. Januar, 6.43 Uhr: In Österreich endet heute der Lockdown für Ungeimpfte

Nach mehr als zwei Monaten endet in Österreich heute formal der Lockdown für Ungeimpfte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 31. Januar, 6 Uhr: RKI registriert 78.318 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1176,8

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1176,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1156,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 840,3 (Vormonat: 265,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 78.318 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 63.393 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind. Zudem melden einige Städte und Kreise seit Tagen Probleme bei der Übermittlung der Corona-Fallzahlen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 61 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 28 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 9.815.533 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 4,72 an (Donnerstag 4,64). Darunter können auch Menschen mit positivem Corona-Test sein, die eine andere Haupterkrankung haben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 7.622.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 117.786.

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Alle Entwicklungen vom 25. bis 30. Januar 2022 lesen Sie in Teil 100 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 21. bis 24. Januar 2022 lesen Sie in Teil 99 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 18. bis 20. Januar 2022 lesen Sie in Teil 98 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 12. bis 17. Januar 2022 lesen Sie in Teil 97 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 4. bis 11. Januar 2022 lesen Sie in Teil 96 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 29. Dezember 2021 bis 3. Januar 2022 lesen Sie in Teil 95 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 25. bis 28. Dezember lesen Sie in Teil 94 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 21. bis 24. Dezember lesen Sie in Teil 93 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 16. bis 20. Dezember lesen Sie in Teil 92 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 10. bis 15. Dezember lesen Sie in Teil 91 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 7. bis 9. Dezember lesen Sie in Teil 90 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 2. bis 6. Dezember lesen Sie in Teil 89 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 27. November bis 1. Dezember lesen Sie in Teil 88 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

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