Corona-Newsblog, Teil 109

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 31. März bis 6. April 2022

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist bei der Isolations-Pflicht zurückgerudert und die allgemeine Impfpflicht ist im Bundestag gescheitert.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist bei der Isolations-Pflicht zurückgerudert und die allgemeine Impfpflicht ist im Bundestag gescheitert.

Bild: Bernd Von Jutrczenka, dpa

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist bei der Isolations-Pflicht zurückgerudert und die allgemeine Impfpflicht ist im Bundestag gescheitert.

Bild: Bernd Von Jutrczenka, dpa

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog-Archiv.
07.04.2022 | Stand: 17:15 Uhr

--- Hierbei handelt es sich um einen Archiv-Artikel. Zum Newsblog mit den aktuellen Nachrichten zur Corona-Lage im Allgäu, Deutschland und der Welt geht es hier. ---

Mittwoch, 6. April, 21 Uhr: Lauterbach verteidigt Rückzieher bei Isolationspflicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat seinen überraschenden Rückzieher bei den geplanten Corona-Isolationsregeln gegen scharfe Kritik verteidigt. "Ich glaube, dass Vertrauen gewonnen wird, wenn man in der Sache eine Regel zurücknimmt, zu der man nicht wirklich stehen kann", sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in der Sendung "ARD extra". Der SPD-Politiker hatte am Dienstag in der nächtlichen ZDF-Talkshow von Markus Lanz verkündet, eine geplante Umstellung der Isolation von Infizierten auf Freiwilligkeit ab Mai direkt wieder einzukassieren. "Ich habe die Talkshow genützt, weil sie gerade anfiel", sagte Lauterbach zu Vorwürfen, dass er für den Rückzieher keinen offiziellen Rahmen gewählt hatte.

Die Gesundheitsämter sollen eine Isolation nun doch weiter anordnen, nur eine Quarantäne für Kontaktpersonen Infizierter nicht mehr. Am Mittwoch hatte Lauterbach den "Fehler" bereits auf die eigene Kappe genommen. Aus den Ländern und der Opposition kam jedoch heftige Kritik am Vorgehen des Ministers und an seiner Kommunikation. "Man sollte sich selbst keine Noten geben", meinte Lauterbach zu seinem Vorgehen. Der Gesundheitsminister sagte außerdem in der Sendung, er glaube, dass der Kompromissvorschlag der Ampel-Parteien für eine Impfpflicht am Donnerstag im Bundestag eine Mehrheit bekomme. Sollte die von ihm unterstützte Impfpflicht scheitern, denke er aber "natürlich nicht" über einen Rücktritt nach.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Dürr hatte im "Handelsblatt" angekündigt, keinem der vorliegenden Anträge für oder gegen eine Impfpflicht zustimmen. Bei Dürrs Haltung handelt es sich aber nicht um eine Richtungsweisung für seine Partei. Bei der Abstimmung soll es keinen Fraktionszwang geben. Zunächst zeichneten sich noch keine klaren Mehrheitsverhältnisse ab.

Mittwoch, 6. April, 18.50 Uhr: Was muss Demokratie aushalten? Ein Gespräch zwischen Corona-Protestlerin und Oberbürgermeister

Ley Kothe organisiert in Kempten Corona-Demos. Angesichts des Ukraine-Kriegs bezeichnete OB Thomas Kiechle die Proteste als „schwer erträglich“. Das Gespräch der beiden lesen Sie hier.

Zu den Corona-Spaziergängen in Kempten kommen nach wie vor hunderte Teilnehmer – auch bei Wind und Wetter, wie zu dieser Versammlung im Januar. Das zentrale Thema der Protestler ist aktuell die Impfpflicht.
Zu den Corona-Spaziergängen in Kempten kommen nach wie vor hunderte Teilnehmer – auch bei Wind und Wetter, wie zu dieser Versammlung im Januar. Das zentrale Thema der Protestler ist aktuell die Impfpflicht.
Bild: Lienert/Diemand

Mittwoch, 6. April, 18 Uhr: EU-Gesundheitsbehörden: Vierte Corona-Impfung zur Zeit nicht nötig

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Corona-Newsblog, Teil 114

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 3. bis 16. Juni2022

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hält derzeit eine vierte Corona-Impfung für alle Bürger nicht für notwendig. Für eine generelle Empfehlung sei es momentan zu früh, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam gemeinsam mit der EU-Gesundheitsbehörde ECDC mit. Eine vierte Dosis könnte aber für Menschen ab 80 Jahren sinnvoll sein angesichts des höheren Risikos einer schweren Covid-Erkrankung in dieser Altersgruppe. "Für Erwachsene ab 60 Jahre mit einem normalen Immunsystem gibt es zur Zeit keine schlüssigen Beweise, dass der Impfschutz gegen eine schwere Erkrankung abnimmt und dass eine vierte Dosis einen Mehrwert hat", erklärten die Behörden. Es gebe aber auch keine Sicherheitsbedenken gegen eine zweite Auffrischungsimpfung.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte sich erst kürzlich in Brüssel für eine vierte Corona-Impfung für alle ab 60 Jahren eingesetzt. Die EU-Staaten erklärten, sie wollten in dieser Frage einheitlich vorgehen. Für die Entscheidung hatten sie die Empfehlung ihrer Gesundheitsbehörden abgewartet. Bisher werden die meisten Corona-Impfstoffe in zwei Dosen verabreicht. Da der Schutz aber nach einigen Monaten abnimmt, empfehlen die Behörden eine dritte Dosis, den sogenannten Booster oder die Auffrischung. Nach Studien in Israel sollte ein weiterer Booster den Immunschutz

Mittwoch, 6. April, 17.10 Uhr: Trotz Lauterbach-Kehrtwende: Bayern hält am Ende der Schultests fest

Der Kabinettsbeschluss, die Corona-Tests in Bayerns Schulen von Mai an fallen zu lassen, soll ungeachtet einer Kehrtwende der Bundesregierung bestehen bleiben. Wie das Gesundheitsministerium das begründet, lesen Sie hier.

Mittwoch, 6. April, 16.30 Uhr: Bundestag will am Donnerstag über Impfpflicht abstimmen

Kommt die Corona-Impfpflicht oder nicht? Am Donnerstag entscheidet der Bundestag nach monatelanger Debatte. Zur Abstimmung liegen diese Vorschläge vor:

  • Impfpflicht ab 60: Die Impfpflicht-ab-18-Befürworter und diejenigen, die sich in einem Stufenverfahren eine Impfpflicht ab 50 vorstellen konnten, haben sich für diesen Gesetzentwurf zusammengetan. Die beiden Gruppen, denen Abgeordnete von SPD, Grünen und FDP angehören, schlagen in ihrem Entwurf nun vor, dass Menschen ab 60 ab dem 15. Oktober in der Lage sein müssen, nachzuweisen, dass sie geimpft oder genesen sind. Je nach Pandemie-Lage, Erkenntnissen über Virusvarianten und Impfquote könnte der Bundestag diese Pflicht aber vorher auch wieder aussetzen. Er könnte sie mit Beschluss frühestens im September aber auch ausweiten auf Personen ab 18. Der Gesetzentwurf dieser Gruppe sieht außerdem eine Impfberatungspflicht und den Aufbau eines Impfregisters vor.
  • Impfvorsorgegesetz: CDU und CSU machen als Fraktion einen eigenen Vorschlag: Ein Impfregister soll aufgebaut werden, damit klar wird, wer überhaupt geimpft ist und wer gezielt angesprochen werden müsste - diesen Vorschlag haben die Impfpflicht-Befürworter inzwischen übernommen, um Unionsabgeordnete davon zu überzeugen, bei ihnen mitzustimmen. Einen Impfpflichtbeschluss zum jetzigen Zeitpunkt lehnt die CDU/CSU-Fraktion in ihrem Vorschlag aber ab und spricht sich stattdessen für einen "gestuften Impfmechanismus" aus, den Bundestag und Bundesrat bei verschärfter Pandemielage in Kraft setzen könnten. Dieser könnte dann zwar theoretisch auch eine Impfpflicht vorsehen, aber nur für bestimmte besonders gefährdete Bevölkerungs- und Berufsgruppen.
  • Anträge gegen die Impfpflicht: Einen Antrag gegen eine Impfpflicht hat eine Gruppe um FDP-Vize Wolfgang Kubicki eingebracht. Ihm hatten sich nach Angaben aus Kubickis Büro 50 Abgeordnete angeschlossen, darunter Gregor Gysi oder Sahra Wagenknecht von der Linken. Argumentiert wird unter anderem damit, dass es ungeklärte Fragen bei Schutzdauer und Schutzumfang einer Corona-Impfung gebe und dass immer wieder versprochen worden sei, dass es keine allgemeine Impfpflicht geben werde. Neben diesem übergreifenden Antrag hat die AfD einen Antrag gegen eine Impfpflicht eingebracht. Diese wäre "verfassungsrechtlich nicht zulässig".

Bei der Abstimmung reicht eine einfache Mehrheit. Es müssen also nicht mindestens 369 aller 736 Abgeordneten dafür stimmen, sondern es wäre genug, wenn von den anwesenden Parlamentariern mehr mit Ja als mit Nein stimmen. Die ursprünglichen Impfpflichtbefürworter (Gruppe "Impfpflicht ab 18" und Gruppe "mögliche Impfpflicht ab 50") die sich nun zusammengetan haben, hätten, wenn alle bisherigen Anhänger dieser beiden Gruppen dem zusammengelegten Vorschlag zustimmen, mindestens 282 Abgeordnete auf ihrer Seite. Dem gegenüber stünden bei voller Anwesenheit theoretisch 197 Abgeordnete der Union, 80 der AfD und 50 der Gruppe Kubicki. Wie es ausgeht, ist dennoch offen. Ursprünglich war eine Abstimmung ohne Fraktionszwang geplant.

Es dürfte auch darauf ankommen, in welcher Reihenfolge abgestimmt wird. Wäre der Impfpflicht-Entwurf zuerst dran und bekäme keine Mehrheit, könnten theoretisch einige seiner Befürworter zum Beispiel bei der Union mitstimmen, bevor es überhaupt keine Regelung gibt. Umgekehrt könnte es ähnlich laufen: Würden alle anderen Vorlagen abgeschmettert und erst zum Schluss käme der Impfpflicht-Vorschlag dran, könnten sich dem theoretisch weitere Abgeordnete anschließen, um überhaupt zu einem Ergebnis zu kommen. Möglicherweise bekommt aber auch kein Vorschlag eine Mehrheit. Der Einführung einer Impfpflicht müsste auch der Bundesrat noch zustimmen.

Mittwoch, 6. April, 16 Uhr: Grüne warnen Union vor Verweigerung bei Impfpflicht-Kompromiss

Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann hat die Union aufgefordert, im Bundestag eine Kompromisslösung für eine allgemeine Corona-Impfpflicht in Deutschland mitzutragen. "Einfach immer nur Nein zu sagen, ist keine verantwortungsvolle Politik", sagte sie am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Bleibt die Union bei ihrer Verweigerung des Impf-Kompromisses, gefährdet sie mit Blick auf den Herbst nicht nur den Gesundheitsschutz vulnerabler Gruppen, sondern sie riskiert erneute Einschnitte für Gesellschaft und Unternehmen." Sie ließe zudem auch unionsgeführte Bundesländer im Regen stehen, die immer wieder die Einführung einer Impfpflicht angemahnt hätten.

Haßelmann sagte, die Befürworter einer Impfpflicht mit 18 Jahren und mit 50 Jahren hätten sich nun auf einen Kompromiss verständigt, der auch ursprüngliche Forderungen der Union aufgenommen habe. Man könne der CDU/CSU nur raten, nicht immer neue Begründungen aus dem Hut zu ziehen, warum eine konstruktive Mitarbeit und Entscheidung in der Sache für jede Abgeordnete und jeden Abgeordneten nicht möglich sein sollte. Die Grünen-Politikerin forderte Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) auf, die Impfpflicht nicht für parteitaktische Spielchen und eigene Profilierungsmaßnahmen zu missbrauchen. Über mehrere Anträge und einen eingebrachten Kompromissentwurf für eine Impfpflicht zunächst ab 60 Jahren soll der Bundestag an diesem Donnerstag ohne sonst übliche Fraktionsvorgaben abstimmen. Zunächst zeichneten sich keine klaren Mehrheitsverhältnisse im Parlament ab.

Mittwoch, 6. April, 15.55 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu (LGL)

Die Werte zur 7-Tage-Inzidenz in den Allgäuer Landkreisen und Städten schwanken weiter. Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Mittwoch, 6. April, 15.30 Uhr: Maskenpflicht in Spanien soll nach Ostern weitgehend entfallen

In dem bei Deutschen beliebten Urlaubsland Spanien soll die Maskenpflicht Medienberichten zufolge nach Ostern weitgehend aufgehoben werden. Das habe Gesundheitsministerin Carolina Darias den autonomen Gemeinschaften, die deutschen Bundesländern entsprechen, bei einem Treffen in Toledo vorgeschlagen, berichteten der staatliche TV-Sender RTVE und andere Medien am Mittwoch. Nur in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Krankenhäusern, Gesundheitszentren und Altenheimen solle die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes noch aufrechterhalten werden. Die weitgehende Aufhebung der Maskenpflicht könne am 19. April vom Kabinett in Madrid beschlossen werden und kurz darauf in Kraft treten.

Damit würden nach gut zwei Jahren Pandemie so gut wie alle Auflagen in dem Land enden. Vor zwei Wochen wurde schon die Pflicht für Corona-Infizierte aufgehoben, ihren Fall zu melden und sich in häusliche Isolation zu begeben. Nur für gefährdete Menschen gelten die bisherigen Auflagen weiter. Dazu gehören Menschen über 60 sowie solche mit einer Immunschwäche, außerdem Schwangere und Mitarbeiter des Gesundheitswesens. Die epidemische Lage hat sich in Spanien, das zu Beginn der Pandemie besonders hart getroffen wurde, inzwischen dank einer hohen Impfrate sehr entspannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag bei sinkender Tendenz bei knapp 180 (Deutschland: 1322). Knapp 85 Prozent der Bevölkerung haben eine Grundimmunisierung erhalten (Deutschland: knapp 76 Prozent). 51 Prozent haben zusätzlich eine dritte Impfung (Deutschland: gut 58).

Mittwoch, 6. April, 14.30 Uhr: Deutschland spendet über 100 Millionen Impfstoff-Dosen an ärmere Länder

Deutschland hat mittlerweile 104 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an ärmere Länder gespendet. Weitere 33 Millionen Dosen seien darüber hinaus bereits für eine Auslieferung bereitgestellt, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Mittwoch in Berlin mit. Im Rahmen des internationalen Programms Covax werden ärmere Länder beliefert, die kein Geld für den Kauf von Impfstoff haben. Deutschland hat den Angaben zufolge bislang Impfstoff an 36 Staaten abgegeben - zuletzt an Tunesien, Kolumbien, Mali und Tschad.

Mittwoch, 6. April, 13.35 Uhr: Trotz Kehrtwende bei Isolations-Regeln: Es bleibt beim Nein zur Testpflicht an Schulen

Die Aufhebung der Testpflicht an bayrischen Schulen bleibt trotz der zurückgenommenen Isolations-Lockerungen bestehen. Söder kritisiert Lauterbach scharf.

Mittwoch, 6. April, 12.54 Uhr: Lauterbach verteidigt Isolationsrückzieher: "Das ist die Art und Weise, wie ein Minister arbeiten sollte"

"Das ist die Art und Weise, wie ein Minister arbeiten sollte", sagte Karl Lauterbach am Mittwoch bei einer Pressekonferenz und verteidigte seine Kehrtwende in Sachen Quarantäne-Pflicht. "Wenn man sieht, dass die Vorschläge nicht wirklich funktionieren, muss man sie zurücknehmen."

Die Bundesländer sollen im Laufe des Tages einen neuen konsolidierten Vorschlag für die Quarantäne-Regeln bekommen. Laut dem Vorschlag soll es bei der bisherigen Quarantäne-Dauer von fünf Tagen bleiben.

Mittwoch, 6. April, 12.49 Uhr: Lauterbach in Berlin: Das "war ein Fehler, für den ich auch persönlich verantwortlich bin"

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat bei einer Pressekonferenz am Mittwochmittag in Berlin eingeräumt: "Die Isolationspflicht nach Corona-Infektionen zu beenden und die Anordnung der Gesundheitsämter aufzuheben, war ein Fehler." Die Isolationspflicht sollte angepasst werden, um die Gesundheitsämter zu entlasten.

Trotz der Quarantäne-Pflicht sollen die Gesundheitsämter aber entlastet werden, damit sie ihre Ressourcen besser für ihre eigentlichen Aufgaben einsetzen können: Corona-Infektionen zu verhindern und "gefährliche Situationen" wie Superspreader-Events zu erkennen.

Die Gesundheitsämter werden dennoch entlastet. Die Corona-Quarantäne soll nicht mehr durch die Gesundhepitsämter angeordnet und kontrolliert werden. Vielmehr wird eine dringende Empfehlung ausgesprochen, sich an die Vorgaben zu halten.

Mit der Aufhebung der Quarantäne-Pflicht ab 1. Mai wäre "der falsche Eindruck entstanden". Das hätten auch die Reaktionen auf die Entscheidung gezeigt.

Mittwoch, 6. April, 12 Uhr: Pressestimmen zum Isolations-Wirrwarr: "Karl Lauterbach ist eine Fehlbesetzung"

Gesundheitsminister Lauterbach macht einen Rückzieher: Die freiwillige Isolation kommt doch nicht. Dafür erntet er massive Kritik. Hier die Pressestimmen. Um 12.30 Uhr will Karl Lauterbach die neue Isolations-Regel vorstellen. Alle wichtigen Updates dazu bei uns im Newsblog.

Mittwoch, 6. April, 10 Uhr: Inzidenz in Bayern sinkt weiter zügig

Die vom Robert Koch-Institut für Bayern gemeldete Corona-Inzidenz sinkt weiter zügig. Am Mittwochmorgen lag der Wert bei 1628, das ist ein Rückgang von 65 zum Dienstag und von 455,8 im Wochenvergleich. Die Zahl der seit Pandemiebeginn gemeldeten Infektionen stieg von Dienstag auf Mittwoch um 40 673, die der Toten im Zusammenhang mit Corona um 51.

Die tatsächlichen Infektionszahlen sind nach Einschätzung von Experten allerdings höher. Gründe sind die Dunkelziffer der unerkannten Infektionen und Meldeverzögerungen bei den kommunalen Behörden.

Mittwoch, 6. April, 7.55 Uhr: Lauterbach rudert bei Quarantäne-Pflicht zurück: "Habe Fehler gemacht"

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die geplante Änderung der Isolationsregel als falsch bezeichnet und einen Fehler eingeräumt. "Die Beendigung der Anordnung der Isolation nach Corona-Infektion durch die Gesundheitsämter zugunsten von Freiwilligkeit wäre falsch und wird nicht kommen.

Hier habe ich einen Fehler gemacht", schrieb der SPD-Politiker am Mittwoch auf Twitter. Die geplante Änderung entlaste zwar die Gesundheitsämter. Aber das Signal sei "falsch und schädlich". Mehr dazu.

Mittwoch, 6. April, 7.10 Uhr: Krawalle nach Ende der Ausgangssperre in Peru

Auch in Peru steigen die Diesel- und Lebensmittelpreise - das führt zu Unruhen. In der Hauptstadt Lima stoßen die Demonstranten mit der Polizei zusammen. Die setzt Tränengas ein. Grund für Preissteigerungen seien die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine.

Mittwoch, 6. April, 6.10 Uhr: Inzidenzwert in Kempten und Kaufbeuren steigt

Die Corona-Zahlen im Allgäu sinken leicht - außer in Kaufbeuren und Kempten. Die Übersicht.

Mittwoch, 6. April, 5.50 Uhr: RKI registriert 214 985 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1322,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 1322,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1394,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1663,0 (Vormonat: 1231,1).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 214 985 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 268 477 Ansteckungen.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 340 Todesfälle verzeichnet.

Dienstag, 5. April, 21.46 Uhr: US-Regierung will Millionen Corona-Impfdosen für Kinder spenden

Die US-Regierung will ärmeren Ländern Millionen Dosen Corona-Impfstoff für Kinder und Jugendliche spenden. Dafür werde mit dem Hersteller Pfizer zusammengearbeitet, sagte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zients, am Dienstag. Es gehe dabei um mehrere "zehn Millionen" Impfdosen, sagte er - ohne dabei eine genaue Zahl oder einen Zeitplan zu nennen.

"Dank dieser historischen Handlung können Kinder in den bedürftigsten Ländern bald Zugang zu sicheren, effektiven Impfungen haben", sagte Zients. "Und Eltern können die Gewissheit haben, dass ihre Kinder geschützt sind", sagte er weiter. Das Virus kenne keine Grenzen, weswegen es wichtig sei, die globale Impfkampagne voranzutreiben. Der Coronavirus-Impfstoff von Pfizer und Biontech ist in den USA als bislang einziges Präparat für Kinder ab fünf Jahren zugelassen.

Die US-Regierung habe bereits mehr als 500 Millionen Impfdosen für Erwachsene an mehr als 110 Länder gespendet, sagte Zients. Das Ziel sei es weiterhin, insgesamt bis zu 1,2 Milliarden Dosen zu spenden.

Dienstag, 5. April, 21.39 Uhr: Lockdown in Shanghai: Nur zum Testen dürfen die Menschen raus

Die chinesische Metropole Shanghai befindet sich im Lockdown. Der wurde jetzt auf „unbestimmte Zeit“ verlängert. Die Menschen reagieren verzweifelt und wütend.

Dienstag, 5. April, 20.16 Uhr: Reicht Eigenverantwortung gegen Corona?

Gerade noch regelte der Staat die Pandemie bis ins Kleinste, nun soll jeder freiwillig über Maskentragen und Quarantäne entscheiden. Kann das funktionieren?

Dienstag, 5. April, 18.49 Uhr: Neuer Kompromissvorschlag für Corona-Impfpflicht ab 60 Jahre

In das Ringen um einen mehrheitsfähigen Kompromiss für eine allgemeine Corona-Impfpflicht in Deutschland kommt Bewegung. Die beiden Abgeordnetengruppen im Bundestag, die jeweils eigene Gesetzentwürfe für eine Impfpflicht eingebracht haben, verständigten sich am Dienstag auf einen gemeinsamen Vorschlag für eine Pflicht vorerst ab 60 Jahren. Zunächst berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland darüber. Damit steigen die Chancen für die Abstimmung, die ohne übliche Fraktionsvorgaben an diesem Donnerstag geplant ist.

Wie es in einer Erklärung heißt, soll zunächst "eine Impfnachweispflicht für alle Menschen ab dem Alter von 60 Jahren, also der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppe", festgelegt werden. Sie soll ab Oktober erfüllt sein müssen. Diese Pflicht soll noch mit einem Bundestagsbeschluss im Juni ausgesetzt werden können, falls die Impfrate ausreichend gesteigert werden konnte. Im Herbst soll der Bundestag vor dem Hintergrund der dann vorherrschenden Erkenntnisse und potenzieller Virusvarianten entscheiden, "ob zusätzlich die Aktivierung der Impfnachweispflicht für Altersgruppen ab 18 Jahren greifen soll".

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Corona-Impfung: Das unterscheidet die Impfstoffe

Dienstag, 5. April, 18.13 Uhr: Impfpflicht-Befürworter setzen auf Kompromiss

Die Befürworter einer Corona-Impfpflicht bemühen sich kurz vor der Entscheidung im Bundestag am Donnerstag weiter um eine Mehrheit. "Ich glaube nach wie vor daran, dass wir am Donnerstag die allgemeine Impfpflicht beschließen werden", sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Dienstag in Berlin. Die Bereitschaft, einen vernünftigen Weg zu gehen gegen eine drohende neue Corona-Welle im Herbst, sei bei den Abgeordneten vorhanden. SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich sagte: "Bis zum Schluss werden wir alles versuchen, dass es einen Kompromiss gibt zwischen den verschiedenen Gruppen."

Dienstag, 5. April, 15.38 Uhr: SPD will "bis zum Schluss" für Corona-Impfpflicht kämpfen

Die SPD wirbt kurz vor der Abstimmung im Bundestag weiter um Unterstützung für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht. "Bis zum Schluss werden wir alles versuchen, dass es einen Kompromiss gibt zwischen den verschiedenen Gruppen", sagte der Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich am Dienstag in Berlin.

Er verwies auf den geänderten Entwurf der Abgeordnetengruppe, die zunächst für eine Impfpflicht ab 18 Jahren eingetreten ist. Der Entwurf beinhalte jetzt auch verschiedene Elemente anderer Anträge. Umso wichtiger sei nun, alles für eine breite Mehrheit für eine Impfpflicht zu unternehmen, die möglicherweise vom Alter her abgestuft sei.

Dienstag, 5. April, 14.55 Uhr: Lange Kritik-Liste: ORH beklagt Zweckentfremdung von Corona-Geld

Wurden Corona-Gelder für Klinikbeschäftige zweckentfremdet? Das ist nur einer der Vorwürfe, die nun der Bayerische Oberste Rechnungshof (ORH) erhebt.

Dienstag, 5. April, 14.17 Uhr: Union befürchtet Tricksereien der Ampel bei Impfpflicht-Abstimmung

Die CDU/CSU-Opposition im Bundestag befürchtet, dass die Ampel-Fraktionen bei der Abstimmung über die allgemeine Impfpflicht die üblichen Regeln außer Kraft setzen wollen, um zu einer Mehrheit zu kommen. Konkret geht es um die Reihenfolge, in der an diesem Donnerstag über die vorliegenden fünf Anträge abgestimmt wird. "Es spricht vieles dafür, dass die Ampel hier mit Tricks arbeiten möchte", sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, am Dienstag in Berlin.

Es gebe in der Geschäftsordnung des Bundestags zwar keine abschließenden Regelungen für solche Abstimmungen. Es gehöre aber zum "Kernbestand der parlamentarischen Tradition", dass zunächst über den weitestgehenden Antrag abgestimmt werde. Dies wäre der Antrag mit einer Impfpflicht ab 18 oder modifiziert mit 50 Jahren. Zuletzt wären dann die zwei Anträge gegen eine Impfpflicht dran. "Diese Reihenfolge umzudrehen, wäre aus meiner Sicht grob rechtsmissbräuchlich", sagte Frei. Das würde auch die Akzeptanz einer Entscheidung "aufs Schwerste untergraben".

Die Unions-Fraktion im Bundestag befürchtet, dass die Ampel bei der Impfpflicht-Abstimmung tricksen könnte. Das sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, am Dienstag in Berlin.
Die Unions-Fraktion im Bundestag befürchtet, dass die Ampel bei der Impfpflicht-Abstimmung tricksen könnte. Das sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Thorsten Frei, am Dienstag in Berlin.
Bild: Kay Nietfeld, dpa

Dienstag, 5. April, 13.38 Uhr: Immunologe Watzl sieht das Ende der Corona-Isolationspflicht kritisch

Das geplante Ende der Isolations-und Quarantänepflicht für die meisten Corona-Infizierten hält der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, für eine paradoxe Entscheidung. Statt wie erhofft Personalausfälle zu vermeiden, würden vermehrt infizierte Personen zur Arbeit kommen und andere anstecken. "Die Anzahl der Infektionen wird also steigen. Damit wird aber auch die Anzahl der Erkrankungen steigen, mit der dann wieder Personal ausfällt", sagte der Immunologe der dpa. Bei vielen Menschen komme zudem die Nachricht an, dass man trotz einer Infektion weiter am öffentlichen Leben teilnehmen könne. Dass es immer noch "dringend empfohlen" sei, sich zu isolieren, werde in der Kommunikation wohl untergehen. "Ich hatte mir eigentlich erhofft, dass wir durch die Corona-Pandemie gelernt hätten, dass es nicht Ok ist, wenn man mit einer ansteckenden Erkrankung weiter zur Arbeit kommt", sagte Watzl. So eine falsche Verhaltensweise werde jetzt wieder unterstützt, die Entscheidung gehe daher in die falsche Richtung.

Am Montag hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern darauf geeinigt, dass Corona-Infizierte und Kontaktpersonen ab 1. Mai in der Regel nur noch freiwillig und für kürzere Zeit in Isolierung oder Quarantäne müssen. Infizierten wird somit nur noch "dringend empfohlen", sich für fünf Tage zu isolieren und Kontakte zu meiden - für Kontaktpersonen von Infizierten soll es entsprechend gelten. Auch die Anordnung des Gesundheitsamts fällt weg. Für Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Pflege sollen jedoch strengere Vorgaben bleiben.

Dienstag, 5. April, 13.10 Uhr: Ab 1. Mai: Keine Corona-Tests mehr an Schulen in Bayern

Kinder und Jugendliche an Bayerns Schulen müssen nach dem 30. April nicht mehr auf das Corona-Virus getestet werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 5. April, 12.30 Uhr: Nach Corona-Einbußen: Fitnessstudios hoffen auf Rückenwind

Nach heftigen Einbußen in Corona-Zeiten wollen Deutschlands Fitnessstudios wieder Boden gutmachen. Der Jahresauftakt sei wegen strenger Zugangsbeschränkungen ("2G plus") noch verhalten gewesen und das wichtige Januar-Neugeschäft schwach ausgefallen, sagte der Vize-Geschäftsführer des Branchenverbandes DSSV, Florian Kündgen, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Kölner Fitnessmesse Fibo. "Im Februar und im März wurde es aber besser: Die Zugangsregeln wurden gelockert und sind nun zum Glück ganz weggefallen." Die Mitglieder kämen viel häufiger in die Studios als noch vor einigen Monaten. Auch die Zahl der Neuverträge ziehe an.

Deutschland hat nach Angaben des Verbandes 9492 kommerziell betriebene Fitness- und Gesundheitsanlagen. Die Branche ist schwer gebeutelt von den Corona-Folgen, die Mitgliederzahl sank von 11,7 Millionen Ende 2019 auf 9,3 Millionen Ende 2021 und der Umsatz brach binnen zwei Jahren um mehr als ein Drittel auf 3,6 Milliarden Euro 2021 ein. Verbandsvertreter Kündgen gibt sich optimistisch. "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir diese Krise überwinden werden und dass es keine Masse an Insolvenzen geben wird." Erstmals seit 2019 findet die Fitnessmesse Fibo in diesem Jahr wieder mit Publikumsverkehr statt, das Branchenevent ist von Donnerstag bis Sonntag in den Kölner Messehallen. Hersteller von Fitnessgeräten und Nahrungsergänzungsmitteln sowie Dienstleister rund um das Thema Gesundheit präsentieren sich den Besuchern, denen auch Shows und andere schweißtreibende Events geboten werden.

Dienstag, 5. April, 12.15 Uhr: Harmoniemusik Füssen: Erstes Konzert seit der Corona-Pandemie begeistert Zuhörer

Nach über drei Jahren Pause war die Freude bei den Mitgliedern des Füssener Musikvereins Harmonie groß, endlich wieder ein Jahreskonzert veranstalten zu können. Wie es bei den Zuhörern ankam, lesen Sie hier.

Eine ausgewogene Klangvielfalt beim Jahreskonzert der Harmoniemusik Füssen bot der Verein unter der Leitung von Stefan Reggel.
Eine ausgewogene Klangvielfalt beim Jahreskonzert der Harmoniemusik Füssen bot der Verein unter der Leitung von Stefan Reggel.
Bild: Wolfgang Wankmiller

Dienstag, 5. April, 11.45 Uhr: Umfrage: Personalausfälle in Omikron-Welle belasten Mittelständler

Personalausfälle infolge der Omikron-Welle setzen zu Beginn des Frühjahrs vielen mittelständischen Firmen in Deutschland zu. Bei einer Umfrage der staatlichen Förderbank KfW im März gaben 54 Prozent der Mittelständler an, generell von den Auswirkungen der Pandemie beziehungsweise den Corona-Beschränkungen betroffen zu sein. Das ist ein Zuwachs von 5 Prozentpunkten oder hochgerechnet etwa 190.000 Unternehmen mehr im Vergleich zur vorangegangenen Befragung im September 2021, wie die KfW am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Die Zahl der betroffenen Firmen liege damit bei 2,05 Millionen.

Besonders stark zugenommen haben demnach die Belastungen durch Personalausfälle wegen Erkrankungen und Quarantäne innerhalb der Belegschaft sowie durch die Abwesenheit von Beschäftigten aufgrund von Schul- und Kitaschließungen. In der Omikron-Welle sei rund jedes vierte kleine und mittlere Unternehmen davon betroffen - plus 10 Prozentpunkte verglichen mit September 2021. Vor allem Unternehmen des Baugewerbes und des verarbeitenden Gewerbes, in denen Homeoffice nicht oder kaum umgesetzt werden kann, spüren den Angaben zufolge die Folgen der Corona-Pandemie wieder deutlich stärker als im Herbst. Nach eigenen Angaben verbuchten 27 Prozent der Unternehmen in den ersten beiden Monaten des Jahres 2022 Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum. "Eine Rückkehr zum Vor-Corona-Alltag ist für viele mittelständische Unternehmen und Selbstständige wieder weiter entfernt", sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. "Zudem setzt der Krieg in der Ukraine, verbunden mit direkt und indirekt spürbaren Sanktionsfolgen, vielen Firmen zu." Die Auswirkungen des Krieges seien derzeit allerdings kaum abschätzbar.

Dienstag, 5. April, 11.27 Uhr: Labore: Zahl der Corona-Tests in der Vorwoche rückläufig

Die Zahl der PCR-Tests auf Sars-CoV-2 ist nach Angaben eines Laborverbands in der vergangenen Woche deutlich zurückgegangen. Rund 1,86 Millionen solcher Untersuchungen seien durchgeführt worden, rund 350.000 weniger als in der Woche zuvor, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit. Seit 7. März war die Marke von zwei Millionen wöchentlichen Tests stets klar überschritten worden. Das Infektionsgeschehen bewege sich aber weiter auf hohem Niveau, schreibt der Verband. Die Rate positiver Tests bleibe mit rund 53 Prozent hoch. Dies deute unverändert darauf hin, dass eine bedeutende Zahl von Infizierten nicht getestet werde und daher auch nicht in die Corona-Statistiken eingehe. Anzeichen der Entlastung sieht der Verband unterdessen bei der Auslastung der rund 180 Labore, die an der Erhebung teilnehmen: Diese habe mit durchschnittlich 66 Prozent deutlich unter dem Vorwochenwert von 79 Prozent gelegen.

Dienstag, 5. April, 11 Uhr: Jugendherbergen hoffen nach zwei Jahren wieder auf volle Häuser

Die schwer von der Corona-Pandemie getroffenen Jugendherbergen hoffen in diesem Jahr auf die verstärkte Rückkehr ihrer Gäste. Was die Betreiber für 2022 erwarten, lesen Sie hier.

Dienstag, 5. April, 10.35 Uhr: Auch in Österreich entspannt sich die Corona-Lage weiter - vor allem in Tirol

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich sinken die Corona-Zahlen: Die 7-Tage-Inzidenz ist auf 1742,1 gesunken - in Tirol sogar auf 1238,6. Wie die Lage in den Krankenhäusern in der Alpenrepublik ist, erfahren Sie hier.

Dienstag, 5. April, 9.35 Uhr: Klinikverbund Allgäu: Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstation halbiert sich

In den sechs Häusern des Klinikverbunds Allgäu liegen derzeit insgesamt 79 Corona-Patienten - vergangene Woche waren es 84. Von den 79 werden 6 auf den Intensivstationen behandelt (vorige Woche: 12). Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 gab es dieser Tage keine. Die Patienten verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Krankenhäuser:

  • Kempten: 27 Menschen mit einer Corona-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, 2 auf der Intensivstation.
  • Immenstadt: 15 Menschen mit einer Corona-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, 3 auf der Intensivstation.
  • Sonthofen: 10 Menschen mit einer Corona-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, auf der Intensivstation liegt niemand.
  • Oberstdorf: 6 Menschen mit einer Corona-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, auf der Intensivstation liegt niemand.
  • Mindelheim: 15 Menschen mit einer Corona-Infektion werden derzeit auf der Normalstation behandelt, 1 auf der Intensivstation.
  • Ottobeuren: Hier liegt derzeit niemand mit einer Corona-Infektion.

Dienstag, 5. April, 8.53 Uhr: Südafrika setzt Corona-Alarmplan aus: Zahlen sinken drastisch

Nach 750 Tagen hat Südafrika seinen nationalen Covid-Alarmplan ausgesetzt. In einer Fernsehrede an die Nation begründete Präsident Cyril Ramaphosa am Montagabend die Maßnahme mit gesunkenen Infektionszahlen. Ein Corona-Hilfsfonds soll allerdings vorerst ebenso wie bestimmte Vorsichtsmaßnahmen in Kraft bleiben - etwa das Tragen von Masken in geschlossenen Räumen. Diese Regelungen sollen nach einer einmonatigen Übergangsphase aber auslaufen. Bisher seien 44 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft. Nach den jüngsten offiziellen Zahlen hatte Südafrika am Montag noch 685 tägliche Neuinfektionen bei zwei Todesfällen. Zum Vergleich: Deutschland hat bei täglich knapp 200.000 Neuinfektionen die Maskenpflicht weitgehend abgeschafft.

Südafrika als zahlenmäßig am schwersten von der Covid-Pandemie betroffenes Land Afrikas hatte am 15. März 2020 seinen fünfstufigen Alarmplan ("state of desaster") wegen steigender Infektionszahlen verhängt, der zu Beginn einen strengen Lockdown vorsah. Die Beschränkungen hatten eine verheerende Auswirkung auf Afrikas zweitgrößte Volkswirtschaft, die auch unter chronischen Stromengpässen leidet. Ramaphosa hatte zudem Strukturreformen in Aussicht gestellt, um die angeschlagene Wirtschaft nach den Folgen der Corona-Restriktionen neu aufzubauen. Der Kap-Staat befand sich vor der Corona-Pandemie in einer Rezession und hat eine Arbeitslosenquote von offiziell 35,3 Prozent.

Dienstag, 5. April, 8.50 Uhr: Kritik an Wegfall von Isolationspflicht von Corona-Infizierten

Das zum 1. Mai geplante Ende der Isolations- und Quarantänepflicht für Corona-Infizierte und Kontaktpersonen stößt auf Widerspruch von Experten und Patientenschützer. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sieht dadurch große Gefahren für besonders gefährdete Menschen. "Für die Hochrisikogruppe wird es immer gefährlicher. Diese Menschen leben mitten unter uns", sagte Brysch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). "Gleich den Corona-Leugnern wird die Infektion verharmlost", kritisierte der Patientenschützer. Der Epidemiologe Hajo Zeeb forderte eine Beibehaltung der Pflicht zur Isolation von Infizierten. "Wenn eine Person Symptome aufweist, dann sollte sie zu Hause die Corona-Infektion aussitzen, anstatt noch mehr Menschen anzustecken", sagte Zeeb dem RND. Gerade bei der Omikron-Variante bestehe die Gefahr einer sehr schnellen Weitergabe des Virus. Eine Isolationspflicht von fünf Tagen sollte daher unbedingt eingehalten werden. Dagegen hält Zeeb eine Quarantäne für Kontaktpersonen nicht mehr für notwendig.

Dienstag, 5. April, 8.40 Uhr: Drei Corona-Patienten im Klinikum Memmingen auf der Intensivstation

Im Memminger Klinikum werden aktuell noch drei erwachsene Corona-Patienten auf der Intensivstation behandelt. Auf der Normalstation liegen derzeit 48 Corona-Patienten, darunter ein Kind. Todesfälle gab es in Zusammenhang mit Covid-19 dieser Tage keine.

Dienstag, 5. April, 8 Uhr: Corona-Inzidenz im Freistaat sinkt weiter

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern ist weiter gesunken. Am Montag meldete das Robert Koch-Institut für den Freistaat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1693 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Am Montag lag der Inzidenzwert noch deutlich höher bei über 1800. In Bayern wurden demnach 20.467 neue Infektionen und 49 weitere Todesfälle gemeldet.

Dienstag, 5. April, 7.30 Uhr: So will Gesundheitsminister Klaus Holetschek die Pflege stärken

„Wir waren am Limit und darüber hinaus“: Vor Mitgliedern von Unterallgäuer Nachbarschaftshilfen schilderte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek diese Erfahrung in der Corona-Pandemie. Wie er die Pflege stärken will, erfahren Sie hier.

Dienstag, 5. April, 6.35 Uhr: RKI meldet weiteren Corona-Toten im Allgäu

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Dienstag einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit Corona. Außerdem sinkt die 7-Tage-Inzidenz in allen Landkreisen und Städten im Allgäu. Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Dienstag, 5. April, 6.15 Uhr: Rechnungshof kritisiert Höhe der Neuverschuldung wegen Corona

Unmittelbar vor den abschließenden Etatberatungen im Landtag hat der Bayerische Oberste Rechnungshof (ORH) seine Kritik an der Höhe der Neuverschuldung wegen Corona erneuert. In ihrem neuen Jahresbericht kritisieren die obersten Kassenprüfer zudem eine teilweise Zweckentfremdung von Corona-Verpflegungspauschalen für Klinikbeschäftigte, eine laxe Förderpolitik bei kommunalen Hochbauten, eine mangelnde Auslastung mancher Master-Studiengänge sowie einen bislang nur mäßigen Erfolg der Wohnungsbaugesellschaft BayernHeim. Der Bericht, der am Dienstagmorgen offiziell erscheinen soll, lag vorab der Deutschen Presse-Agentur in München vor.

In seinem neuen Jahresbericht hinterfragt der ORH erneut, ob die Neuverschuldung wegen Corona wirklich im geplanten Umfang nötig ist und ob wirklich nur Dinge damit finanziert werden, die mit der Krise direkt in Zusammenhang stehen. "Der ORH erkennt die Notwendigkeit und Dringlichkeit von Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie grundsätzlich an, wobei es einen unmittelbaren Veranlassungszusammenhang zwischen der Nettokreditaufnahme und der Notlage geben muss", heißt es in dem Bericht. Eine Ausnahme von der Schuldenbremse sei für Corona-Maßnahmen "grundsätzlich zulässig". "Unbeschadet dessen sind alle Möglichkeiten zur Reduzierung der Nettokreditaufnahme in Betracht zu ziehen, da die Grundsätze von Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu beachten sind."

Zur Bewältigung der Corona-Pandemie hatte der Landtag 2020 einen Kreditrahmen von bis zu 20 Milliarden Euro gebilligt. Im ersten Jahr wurde aber nur ein Teil davon gebraucht - der Rest wurde ins Jahr 2021 und dann ins Jahr 2022 "mitgenommen". Der neue Etat soll nach dreitägigen Beratungen am Donnerstag im Landtag beschlossen werden.

Dienstag, 5. April, 6 Uhr: RKI registriert 180 397 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1394,0

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1394,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1424,6 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1703,3 (Vormonat: 1220,8).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 180.397 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 237.352 Ansteckungen.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 316 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 307 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 21.894.074 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 6,61 an (Sonntag: 6,97). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Dienstag mit 17.407.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 130.368.

Montag, 4. April, 19.20 Uhr: Corona-Quarantäne ab 1. Mai nur noch freiwillig

Corona-Infizierte und Kontaktpersonen brauchen ab 1. Mai in der Regel nur noch freiwillig und für kürzere Zeit in Isolierung oder Quarantäne. Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern, wie Bundesminister Karl Lauterbach (SPD) am Montag mitteilte. Infizierten wird demnach künftig nur noch "dringend empfohlen", sich für fünf Tage zu isolieren und Kontakte zu meiden - für Kontaktpersonen von Infizierten soll es entsprechend gelten. Eine Anordnung des Gesundheitsamts, die es schon jetzt häufig nicht mehr gibt, fällt weg. Strengere Vorgaben sollen aber noch für Beschäftigte in Gesundheitswesen und Pflege bleiben, die sich infiziert haben.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 4. April, 17.20 Uhr: "Weil es Quatsch ist": Warum Kunden im Allgäu auf die Maske verzichten - und warum nicht

Die Maskenpflicht in Bayern ist seit gestern in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens aufgehoben - trotz hoher Corona-Inzidenz. Wie denken Allgäuer darüber?

Montag, 4. April, 15.20 Uhr: Memminger Impfzentrum zieht um

Am Donnerstag, 7. April, wird das Impfzentrum Memmingen in eine Industriehalle in der Eislebenstraße 8 umziehen. Das gibt die Stadt bekannt. Am Umzugstag bleibt das Impfzentrum geschlossen, wie aktuell immer donnerstags. Die letzten Impfungen in der Alten Realschule sind am Mittwoch bis 22 Uhr möglich. Am Freitag startet der Impfbetrieb um 13 Uhr in der Eislebenstraße 8.

Das sind die Öffnungszeiten:

  • Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag: 13 bis 17 Uhr und 18 bis 22 Uhr
  • Samstag: 8 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr

Montag, 4. April, 14.42 Uhr: Lauterbach wirbt für Kompromissvorschlag zur Impfpflicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat für den Kompromissvorschlag für eine allgemeine Corona-Impfpflicht geworben. Es nehme das Wichtigste aller Anträge zur Impfpflicht auf, sagte der SPD-Politiker am Montag. "Jeder, der die Impfpflicht will, kann sich hier wiederfinden. Wer aber dagegen stimmt, riskiert erneut Lockdowns und Leid im Herbst."

Im Ringen um eine Mehrheit im Parlament hat die Abgeordnetengruppe, die eine Impfpflicht ab 18 Jahren anstrebt, ihre Pläne aufgeweicht. Sie schlägt nun eine Impfpflicht ab 50 Jahren zum 1. Oktober vor - der Bundestag soll demnach aber Anfang September darüber entscheiden, ob sie noch auf alle Erwachsenen ausgeweitet wird.

Lauterbach sagte: "Zentral ist, dass wir damit die Älteren sofort schützen. Dazu können wir auf eine Verschlechterung der Pandemie-Lage reagieren und schützen dann auch die Jüngeren." Aufgebaut werden solle zudem ein Impfregister, wie die CDU es wolle. Lauterbach hat sich ursprünglich wie auch Kanzler Olaf Scholz (SPD) für eine Impfpflicht ab 18 Jahren stark gemacht.

Montag, 4. April, 14.41 Uhr: Shopping ohne Maske - noch überwiegt die Vorsicht

Zwei Jahre lang gehörte sie zum Alltag. Jetzt muss die Maske in den meisten Teilen Deutschlands zumindest beim Einkaufen nicht mehr getragen werden. Doch bei vielen überwiegt die Vorsicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 4. April, 14.25 Uhr: Liebherr erholt sich von Corona-Jahr und legt wieder deutlich zu

Das Familienunternehmen Liebherr hat das schwache Corona-Jahr 2020 hinter sich gelassen und bei Gewinn und Umsatz wieder deutlich zugelegt. Der Umsatz des Herstellers von Baggern, Kränen und auch Kühlschränken stieg im Geschäftsjahr 2021 auf 11,64 Milliarden Euro (2020: 10,34 Mrd Euro), wie der Konzern am Montag mitteilte. Der Gewinn legte nach 7 Millionen Euro im Vorjahr auf 545 Millionen Euro zu.

Damit lagen die Erlöse auf einem Niveau wie vor der Pandemie. Die Firmengruppe Liebherr habe in fast allen Produktsegmenten bemerkenswerte Umsatzsteigerungen erzielt, hieß es. Zudem habe man zum Jahresende einen sehr hohen Auftragsbestand gehabt, was in der jetzigen Situation zugutekomme, sagte die Vizepräsidentin des Verwaltungsrats, Isolde Liebherr.

Der Konzern hat nach eigenen Angaben zwei Produktionsstätten in Russland. Das Unternehmen rechnet demnach mit deutlichen wirtschaftlichen Folgen für das Russlandgeschäft. Die Folgen für den gesamten Konzern seien derzeit aber noch nicht zu beziffern.

Aufgrund der guten Auftragslage blickt Liebherr den Angaben zufolge trotz schwieriger Rahmenbedingungen verhalten optimistisch auf das Jahr 2022. Die Zahl der Beschäftigten stieg im vergangenen Jahr um 1700 auf rund 50 000. Der Hauptsitz des Konzerns ist in Bulle in der Schweiz. In Deutschland unterhält Liebherr 16 Standorte, davon 9 in Baden-Württemberg. Das Familienunternehmen wurde 1949 in Kirchdorf an der Iller im Kreis Biberach gegründet.

Montag, 4. April, 13.30 Uhr: "Zeit ist noch nicht reif": Lena Meyer-Landrut sagt Tour ab

Sängerin Lena Meyer-Landrut (30, "Better") hat ihre Sommer-Tour und alle Open-Air-Auftritte in diesem Jahr abgesagt. "Ich spüre eine Verantwortung euch gegenüber und fühle mich selber noch nicht sicher genug, in Anbetracht der anhaltenden Corona-Pandemie mit einer vollen Produktion in meist ausverkauften, vollen Hallen zu spielen", erklärte die Musikerin am Montag auf Instagram. "Mein Gefühl ist: Die Zeit ist noch nicht reif."

Die "More Love Tour", die ursprünglich für 2020 geplant war, sollte am 2. Juni in Leipzig starten. Außerdem waren unter anderem Festival-Teilnahmen in Hannover und Mannheim geplant. "Weil wir die Tour nicht spielen, macht es wirtschaftlich, inhaltlich und Umwelt technisch nachhaltig leider absolut keinen Sinn, die zu spielen, was mich sehr schmerzt und traurig macht."

Die frühere ESC-Gewinnerin entschuldigte sich bei ihren Fans in ihrer Instagram-Story auch dafür, ihnen "wieder ein Stück Normalität" zu nehmen: "Es ist für mich keine leichte Entscheidung".

Montag, 4. April, 12.45 Uhr: Mit Vitamin D und Zitronen: So kommen Sie fit durch den Frühling

Eine Oberallgäuer Ärztin und Heilpraktikerinnen verraten, wie man das Immunsystem im Frühling aufbauen kann. Stress ist "Immunkiller Nummer eins“. Was man zur Corona-Vorbeugung einnehmen sollte.

Montag, 4. April 11.45 Uhr: Impfpflicht ab 18 Jahren zunächst vom Tisch

Die allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus ab 18 Jahren wird es vorerst nicht geben. Die parlamentarischen Befürworter einer allgemeinen Impfpflicht ab 18 Jahren hätten das Vorhaben am Montag auf Eis gelegt, berichten mehrere Medien übereinstimmend. Demnach solle es stattdessen eine Impfpflicht ab 50 Jahren und eine verpflichtende Impfberatung für Menschen zwischen 18 und 49 Jahren geben. Mehr zum Thema.

Montag, 4. April, 8.55 Uhr: Lehrerverbände warnen vor "Weicheier"-Hänseleien

Spätestens seit heute müssen Schüler und Lehrer in bayrischen Schulen keine Maske mehr tragen. Das kritisierten Verbände und fordern zu Selbstverpflichtung auf. Was gilt - und wo liegt Konfliktpotential?

Montag, 4. April, 8 Uhr: Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Bayern

Maskenpflicht im Supermarkt? 3G im Café? In Bayern gelten jetzt neue Corona-Regeln. Was bedeutet das? Die Übersicht.

Montag, 4. April, 6.20 Uhr: Masken im Einzelhandel: Viele Empfehlungen, wenig Pflicht

Nach dem Wegfall der staatlich vorgegebenen Maskenpflicht im bayerischen Einzelhandel werden Kunden in den meisten Fällen die Wahl haben, ob sie ihr Gesicht bedecken. Die großen Lebensmittel- und zahlreiche andere Handelsketten haben klar gemacht, dass sie nicht per Hausrecht auf dem Tragen von Masken bestehen werden. Lesen Sie dazu: Ikea, Aldi und Co.: Welche Ketten setzen noch auf Corona-Masken?

Montag, 4. April, 6.15 Uhr: Inzidenz: So sind die Corona-Zahlen im Allgäu

Der Inzidenzwert in Memmingen steigt, in Kaufbeuren und im Ostallgäu sinken die Zahlen. Die Übersicht.

Montag, 4. April, 6.10 Uhr: RKI registriert 41 129 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1424,6

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1424,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1457,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1700,6 (Vormonat: 1196,4).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 41 129 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.55 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 67 501 Ansteckungen.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 23 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 20 Todesfälle.

Sonntag, 3. April, 21 Uhr: Rund 90 Corona-Impfungen - Ermittlungen gegen Massen-Impfling

Fast 90 Mal soll sich ein 60-Jähriger aus Magdeburg seit Sommer 2021 in sächsischen Impfzentren gegen Corona impfen lassen haben. Er steht unter dem Verdacht, Impfausweise gefälscht und dann an Dritte weiterverkauft zu haben. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen unbefugten Ausstellens von Impfausweisen und Urkundenfälschung, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Leipzig am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Im Impfzentrum Eilenburg war ihr zufolge Anfang März Schluss, als der Mann wiederkannt wurde. "Es gab Ungereimtheiten, er war schon am Vortag zum Impfen dort." Bei ihm wurden mehrere Blanko-Impfausweise und seine Krankenkarte sichergestellt sowie ein Strafverfahren eingeleitet. "Er wurde aber nicht festgenommen."

Sonntag, 3. April, 15.30 Uhr: "James Bond"-Darsteller Craig hat Corona

Wegen einer Coronavirus-Infektion des britischen Schauspielers und jahrelangen "James Bond"-Darstellers Daniel Craig (54) muss sein gerade erst gestartetes neues Broadway-Stück "Macbeth" schon wieder pausieren. Ein Corona-Test bei Craig sei positiv ausgefallen, teilten die Veranstalter am Samstag bei Twitter mit. Zudem gebe es eine "limitierte Anzahl" weiterer Infektionen unter den Beteiligten. Alle Aufführungen würden deswegen nun vorerst bis einschließlich Donnerstag abgesagt.

Sonntag, 3. April, 12.30 Uhr: Rückgang: 70.000 Schüler verpassen Unterricht wegen Corona

Rund 70 000 bayerische Schüler haben zuletzt den Präsenzunterricht wegen Corona verpasst. Das sind etwa 10 000 weniger als vor Wochenfrist, wie aus Zahlen des Kultusministeriums hervorgeht. Demnach waren Stand Freitag etwa 3,2 Prozent der rund 1,6 Millionen Schüler in Bayern wegen eines positiven Corona-Tests nicht im Unterricht, weitere 1,24 Prozent waren in Quarantäne. Beide Zahlen sanken im Vergleich zur Vorwoche.

Zudem waren 290 Kitas - ebenfalls Stand Freitag - teilweise und 33 Einrichtungen gänzlich geschlossen, wie das Sozialministerium mitteilte. Allerdings verwies die Behörde darauf, dass zum Zeitpunkt der Erhebung noch von etwa sieben Prozent der Kitas keine Meldungen vorgelegen hätten.

Sonntag, 3. April, 12.25 Uhr: Corona-Tests: Wasserwacht stellt Teststation in Obergünzburg ein

Vier Monate betrieb die Waserwacht die Teststation in Obergünzburg. Doch es wurde immer schwieriger, die Dienste zu besetzen. Wo das Testen jetzt möglich ist, erfahren Sie hier.

Sonntag, 3. April, 9.45 Uhr: Lehrerverbände befürchten Masken-Konflikte an Schulen

Wenn die Schule am Montag wieder beginnt, gibt es keine Maskenpflicht mehr für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte. Das kritisierten Verbände und fordern zu Selbstverpflichtung auf.

Sonntag, 3. April, 9.20 Uhr: China meldet höchste Neuinfektionen seit über zwei Jahren

In den vergangenen Tagen wurden in China immer mehr neue Corona-Infektionen entdeckt, da wegen der "Null Covid"-Strategie Massentests durchgeführt werden. Der Großteil hat eine Gemeinsamkeit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 3. April, 7.25 Uhr: Fast alle Corona-Regeln fallen ab Sonntag weg

Ab heute gilt nur noch der sogenannte Corona-Basisschutz. Was bedeutet das? Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 3. April, 7.15 Uhr: RKI registriert 74.053 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1457,9

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 1457,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1531,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1723,8 (Vormonat: 1174,1). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74 053 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 111.224 Ansteckungen.

Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 42 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 49 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 21.627.548 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 7,33 an (Donnerstag: 7,21). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntagmorgen mit 16.972.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 130.029.

Samstag, 2. April, 21.05 Uhr: Emotionaler Kanzler Scholz kontert: Corona-Kritiker "Schreit ruhig"

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat bei einer Rede über die Solidarität der Menschen in der Corona-Krise und mit den Flüchtlingen aus der Ukraine emotional auf Pfiffe und Störungen reagiert. Beim Auftakt für den Landtagswahlkampf der SPD am Samstag in Essen knöpfte er sich verbal eine Gruppe von mutmaßlichen Corona-Kritikern vor.

Er sei stolz auf die Solidarität der Bürger mit den Flüchtlingen aus der Ukraine, sagte der Kanzler. Solidarität gelte auch, "wenn wir über Gesundheit reden. Wenn wir darüber reden, wie wir uns miteinander schützen können. Zum Beispiel in der ganzen Zeit der Corona-Pandemie", erklärte Scholz, während Pfiffe und Zwischenrufe immer lauter wurden. "Und ich sage das, weil da hinten ja einige laut rumschreien: Hallo! Schreit ruhig, denn das ist doch wofür wir kämpfen und wofür die Bürgerinnen und Bürger in der Ukraine kämpfen. Dass man seine Meinung laut sagen kann, ohne Angst haben zu müssen."

Samstag, 2. April, 16 Uhr: Lauterbach glaubt an Impfpflicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach setzt darauf, dass es eine allgemeine Impfpflicht geben wird. "Ich glaube, wir werden am Donnerstag einen Antrag zur allgemeinen Impfpflicht durchbringen", sagte der Minister mit Blick auf die fraktionsoffenen Entscheidung im Bundestag. Auf dem Tisch liegen etwa Anträge über eine allgemeine Impfpflicht ab 18 und ab 50 Jahren. Lauterbach verwies auf die weiter laufenden Verhandlungen und sagte, sollte es einen Antrag geben, der das Beste aus beiden vereint, wäre das ein Erfolg. "Es wird bis zur letzten Stunde darum gerungen", sagte der SPD-Politiker.

Samstag, 2. April, 13.40 Uhr: Jeder neunte Händler in Bayern will weiter Masken verlangen

Am Sonntag besteht in Bayern nur noch der Corona-"Basisschutz". Trotzdem will ein Teil der Händler weiterhin an der Maskenpflicht festhalten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 2. April, 13.10 Uhr: Ein bisschen "Freedom Day": Fast alle Corona-Regeln in Bayern fallen ab Sonntag weg

Maskenpflicht im Supermarkt? 3G im Café? Die Lockerungen der Corona-Regeln in Bayern ab 3.4. sind beschlossen. Nur noch der Basisschutz gilt. Was bedeutet das?

Samstag, 2. April, 12 Uhr: Impfzentren: Bundesländer wollen weitere Bundeshilfen

In den Impfzentren ist immer weniger los. Mehrere Bundesländer halten sie angesichts der möglichen Impfpflicht und vieler Flüchtlinge mit Impf-Bedarf aber weiter für nötig - und wollen Geld vom Bund. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 2. April, 8.31 Uhr: Wie halten Sie es mit der Maskenpflicht, Herr Holetschek?

Klaus Holetschek ist nicht begeistert vom Ende der Corona-Maßnahmen. Wie er persönlich mit der Pandemie umgeht und wie er zur Impfpflicht steht, erzählt er im Interview.

Samstag, 2. April, 7 Uhr: RKI registriert 196.456 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1531,5

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 1531,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1586,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1758,4 (Vormonat: 1171,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 196 456 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 252.026 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 292 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 278 Todesfälle.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 7,33 an (Donnerstag: 7,21). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstagmorgen mit 16.886.200 an.

Freitag, 1. April, 21 Uhr: Hunderte Pflegekräfte im Allgäu sind noch nicht gegen Corona geimpft - Was passiert jetzt?

Im Allgäu sind hunderte Mitarbeitende im Gesundheits- und Pflegebereich nicht gegen Corona geimpft. Die Sorge vor Konsequenzen wie Personalengpässen wächst. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 1. April, 18.51 Uhr: Firmen können Anträge für Corona-Hilfe bis Ende Juni stellen

Betroffene Unternehmen können seit Freitag Anträge auf die bis Ende Juni verlängerte Corona-Hilfe stellen. Darauf hat das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin hingewiesen. Konkret geht es um die Überbrückungshilfe IV für den Förderzeitraum April bis Juni 2022. Antragsberechtigt sind Unternehmen mit einem coronabedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent. Die Überbrückungshilfe ist das zentrale Kriseninstrument des Bundes, um die Folgen der Pandemie für Betriebe und Arbeitsplätze abzufedern. Bis Ende Juni wird auch die Neustarthilfe 2022 für Soloselbstständige verlängert.

Freitag, 1. April, 18.31 Uhr: Zehn Pflegeheime im Landkreis Lindau sind von Infektionen betroffen

Die Inzidenz im Landkreis Lindau bewegt sich auf hohem Niveau. Innerhalb einer Woche sind zehn Menschen an dem Virus gestorben. So ist die aktuelle Lage.

Freitag, 1. April, 17.21 Uhr: Impfpässe im großen Stil gefälscht - 28-Jähriger gesteht vor Gericht

Er soll Impfausweise im großen Stil gefälscht haben: Ein 28-Jähriger hat vor dem Berliner Landgericht eine Reihe von Straftaten gestanden. Er habe 100 Fälschungen hergestellt und zum Teil verkauft, erklärte der 28-Jährige am Freitag zu Prozessbeginn. Laut Anklage hatte er sich Blankoimpfausweise verschafft und über einen gesondert verfolgten Mittäter Aufkleber für Corona-Impfstoffe aus einem Brandenburger Gesundheitsamt bezogen. Mit Hilfe eines falschen Arztstempels habe der Angeklagte schließlich gefälschte Nachweise für 80 Euro pro Stück verkauft.

Der Mann soll laut Ermittlungen bis zum 27. April 2021 insgesamt 44 Fälschungen an Dritte veräußert haben - "wodurch eine gravierende Störung des allgemeinen Vertrauens in die Beweiskraft von derartigen Impfausweisen einzutreten drohte", so die Anklage. Das habe der 28-Jährige zumindest billigend in Kauf genommen.

Der Angeklagte erklärte, ihn sei es "nur darum gegangen, Geld zu verdienen". Blankoimpfausweise habe er sich über das Internet beschafft. Zu dem Mittäter, über den er die Impfaufkleber "Covid 19 Vaccine AstraZeneca" bezogen habe, wolle er sich nicht äußern. Es soll sich um einen damaligen Bundeswehrsoldaten handeln, hieß es im Prozess.

Im Fall der gefälschten Impfausweise lautet die Anklage auf Urkundenfälschung. Zudem wird dem nicht vorbestraften Mann vorgeworfen, mit Kokain, Amphetamin und Dopingmitteln gehandelt zu haben. Außerdem soll er sich Falschgeld mit einem fiktiven Wert von rund 25.000 Euro verschafft haben.

Ein Mann soll Impfpässe im großen Stil gefälscht haben. Vor einem Gericht in Berlin räumte er zahlreiche Straftaten ein.
Ein Mann soll Impfpässe im großen Stil gefälscht haben. Vor einem Gericht in Berlin räumte er zahlreiche Straftaten ein.
Bild: Stefan Puchner, dpa (Symbolbild)

Freitag, 1. April, 15.59 Uhr: Neues Corona-Testzentrum am Klinikum Füssen

Am Klinikum Füssen eröffnet bald ein neues Corona-Testzentrum. Ab Dienstag, 5. April, können sich Bürgerinnen und Bürger täglich vor dem Klinikum testen lassen. Angeboten werden PCR-Tests und kostenlose Antigen-Schnelltests - letztere auch ohne Termin. Ein negativer Schnelltest ist Zugangsvoraussetzung für den Zutritt zum Klinikum. Die wichtigsten Infos im Überblick:

  • Adresse: Testzentrum Allgäu, Stadtbleiche 1, 87629 Füssen
  • Öffnungszeiten: Täglich von 14 bis 16.30 Uhr
  • Anmeldung: Vor dem ersten Test muss man sich einmalig online registrieren.

Freitag, 1. April, 15.22 Uhr: Lauterbach: "Bitte tragen Sie freiwillig Masken in Innenräumen"

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor dem Ende zahlreicher Corona-Beschränkungen in Deutschland zu weiterer Vorsicht aufgerufen. "Der Einzelne sollte sich von den Lockerungen jetzt nicht irritieren lassen: Die Pandemie ist noch nicht vorbei", sagte der SPD-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Die Gefahr, sich jetzt noch zu infizieren, ist so hoch wie nie zuvor." Daher laute sein Appell: "Bitte tragen Sie freiwillig Masken in Innenräumen." Diese seien ein besonders wirksamer Schutz und sollten so viel wie möglich genutzt werden.

Freitag, 1. April, 15.06 Uhr: Corona-Lockerungen ab Sonntag - das gilt in der Stadtverwaltung Kempten

Ab Sonntag werden in Bayern die Corona-Regeln gelockert. Dadurch ändern sich auch die Zugangsregeln in der Kemptener Stadtverwaltung. Beim Betreten städtischer Gebäude gilt zunächst bis zum 30. April 2022 weiterhin eine FFP2-Maskenpflicht. Bei Sitzungen und Besprechungen im Kemptener Rathaus gibt es ab 3. April keine Zugangsregelungen (zum Beispiel 3G) mehr. Es wird jedoch seitens der Stadt empfohlen, sich vor Teilnahme an einer Sitzung oder Besprechung freiwillig auf Corona testen zu lassen.

Freitag, 1. April, 11.35 Uhr: Schweden betrachtet Covid-19 nicht mehr als Gefahr für Gesellschaft

Schweden behandelt Covid-19 von nun an nicht mehr als generell gefährliche oder gesellschaftsgefährdende Erkrankung. Das sogenannte Pandemiegesetz wurde in dem skandinavischen Land zum Freitag abgeschafft, womit neben dieser Einstufung auch Anforderungen für die Infektionsverfolgung und Quarantäne wegfallen.

Die allermeisten schwedischen Corona-Beschränkungen waren bereits am 9. Februar aufgehoben worden. Die Regierung und die schwedische Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten hatten das damals mit dem Eintreten in eine neue Pandemiephase begründet, in der die Bevölkerung großteils geimpft sei und Omikron-Infektionen zu milderen Krankheitsverläufen führten.

Dass Covid-19 nun nicht mehr als gesellschaftskritisch gilt, bedeutet laut der Gesundheitsbehörde aber nicht, dass die Pandemie vorüber sei. Nachgewiesene Erkrankungen müssen nach wie vor den Behörden gemeldet werden. Wer krank ist, sollte zu Hause bleiben.

Schweden war in der Corona-Krise einen Sonderweg mit vergleichsweise wenigen Beschränkungen für die Bürger gegangen. Doch auch in dem nordeuropäischen Land hatten bestimmte Maßnahmen gegolten, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Freitag, 1. April, 10.55 Uhr: Impfzahlen im Allgäu sinken weiter: Nur 206 Erstimpfungen in einer Woche

Die Zahl der wöchentlichen Impfungen im Allgäu sinkt weiter - von 2524 auf aktuell 2058. Der Überblick über die Impfquoten im Allgäu, Stand 31. März.

Freitag, 1. April, 10.30 Uhr: Supermarkt-Kunden müssen bald keine Maske mehr tragen

Masketragen im Supermarkt? Was vor gut zwei Jahren noch eine komische Sache war, wurde in der Pandemie zur Selbstverständlichkeit. Doch bald entfällt die staatliche Pflicht zum Maskentragen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 1. April, 9.13 Uhr: Corona-Inzidenz im Freistaat sinkt unter 2000

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern sinkt allmählich. Am Freitag unterschritt die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat erstmals seit zwei Wochen wieder die Marke von 2000 Infektionen. Das Robert Koch-Institut in Berlin meldete einen landesweiten Inzidenzwert von 1992,6. Seit Mitte März hatte die Inzidenz im Freistaat konstant über 2000 gelegen.

In absoluten Zahlen steckt sich in Bayern aber weiter jeden Tag die Bevölkerung einer mittleren Stadt mit dem Erreger an: Das RKI meldete von Donnerstag auf Freitag 51 204 neue Coronafälle und 46 weitere Tote.

Die Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Freitag, 1. April, 6.30 Uhr: Ende des Corona-Notstands in Italien - Neuerungen auch für Urlauber

In Italien treten an diesem Freitag mit dem Ende des Corona-Notstandes weitreichende Lockerungen in Kraft. Eine wichtige Neuerung gibt es pünktlich vor der Urlaubssaison für Reisende: In Hotels müssen Gäste ab dem 1. April keinen Impf-, Genesungs- oder Negativtest-Nachweis, der in Italien "Green Pass" heißt, mehr vorzeigen. Auch für den Außenbereich von Bars und Restaurants sowie innen in Geschäften ist das Dokument nicht mehr nötig. Lediglich in den Innenräumen der Gastronomie gilt für Touristen die 3G-Regel, man muss also nachweislich gegen Covid-19 geimpft oder von der Krankheit genesen oder negativ auf das Virus getestet sein.

Die ausführlichen Regeln finden Sie hier.

Freitag, 1. April, 6.25 Uhr: RKI registriert 252.530 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1586,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt niedriger als am Vortag. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1586,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1625,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1756,4 (Vormonat: 1213,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 252.530 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 296.498 Ansteckungen. (Die Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.)

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg und Brandenburg nicht. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 304 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 288 Todesfälle.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 7,21 an (Mittwoch: ebenfalls 7,21). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitag mit 16.754.000 an.

Donnerstag, 31. März, 20.40 Uhr: RKI: Gipfel der Corona-Welle wahrscheinlich erreicht

Die derzeitige Corona-Infektionswelle könnte nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) nun auf ihrem Höhepunkt sein. "Der Gipfel der Welle ist wahrscheinlich erreicht, der Infektionsdruck bleibt aber mit mehr als 1,5 Millionen innerhalb einer Woche an das RKI übermittelten Covid-19-Fällen weiterhin sehr hoch", schreibt das Institut in seinem Wochenbericht von Donnerstagabend. Möglicherweise sei der Gipfel auch bereits überschritten. Zu der Einschätzung kommt das RKI wegen eines leichten Rückgangs der Fallzahlen im Wochenvergleich.

Der seit Wochen wachsende Anteil des Omikron-Subtyps BA.2 in einer Stichprobe ist dem Bericht zufolge weiter angestiegen: nach den jüngsten verfügbaren Daten für vorletzte Woche auf rund 81 Prozent (Woche zuvor: rund 73 Prozent). BA.2 gilt als besser übertragbar als der Subtyp von Omikron, der zuvor vorherrschte.

Bei den Altersgruppen beobachtet das RKI weiter unterschiedliche Entwicklungen: Rückläufig sei die Inzidenz im Wochenvergleich bei Jüngeren zwischen 15 und 34 Jahren, jedoch steigend bei Älteren zwischen 60 und 85 Jahren. Insbesondere Risikogruppen und hochaltrige Menschen ab 70 Jahren rief das RKI erneut dazu auf, sich mit der von der Ständigen Impfkommission (Stiko) empfohlenen zweiten Auffrischimpfung vor einer schweren Erkrankung zu schützen.

Donnerstag, 31. März, 19.20 Uhr: Die Impfpflicht für alle ab 18 Jahren wackelt

Wenige Tage vor der geplanten Abstimmung im Bundestag sind die ohnehin schon schwierigen Gespräche über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht in Deutschland ins Stocken geraten. Offenbar gibt es derzeit für keinen der im Raum stehenden Entwürfe eine Mehrheit, wie unsere Redaktion am Donnerstag aus Regierungs- und Koalitionskreisen erfuhr. Medienberichte, wonach die Impfpflicht für alle ab 18 vom Tisch sei, stimmen demnach aber angeblich nicht. Warum die Impfpflicht ab 18 dennoch wackelt, lesen Sie hier.

Donnerstag, 31. März, 18 Uhr: Ärzte-Warnstreik an kommunalen Kliniken

Mehrere tausend Ärztinnen und Ärzte haben am Donnerstag in Frankfurt für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Nach Angaben der Gewerkschaft Marburger Bund waren 4000 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet zu der zentralen Kundgebung gekommen. Die Polizei zählte knapp 2000 Demonstranten. Die zentrale bundesweite Kundgebung war von Warnstreiks an kommunalen Kliniken in ganz Deutschland begleitet. Laut Marburger Bund haben sich daran "mehrere hundert Kliniken" beteiligt. Mit dem Aktionstag habe man "ein starkes Signal der Entschlossenheit" an die Arbeitgeber gesendet.

Der Marburger Bund fordert eine Erhöhung der Gehälter um 5,5 Prozent, klare Grenzen für Bereitschaftsdienste, eine Limitierung der Rufbereitschaft, einen gesicherten Anspruch auf freie Wochenenden sowie mehr Planungssicherheit bei den Diensten. Die Bundesvorsitzende Susanne Johna kritisierte die "Verweigerungshaltung" der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. Wer die Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen als unrealistisch oder überzogen bezeichne, ignoriere die hohe Arbeitsbelastung der Mediziner. "Die Ärztinnen und Ärzte arbeiten seit Beginn der Corona-Pandemie bis zum Anschlag und haben mehr Respekt verdient", sagte der zweite Vorsitzende der Gewerkschaft, Andreas Botzlar.

Was Ärzte aus Kempten und dem Oberallgäu fordern, lesen Sie hier.

Donnerstag, 31. März, 17.15 Uhr: Impfpflicht doch erst ab 50? Jetzt spricht Bundeskanzler Scholz

Bläst die Ampel die allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren ab und schwenkt auf eine ab 50 Jahren um? Was Bundeskanzler Olaf Scholz dazu sagt, lesen Sie hier.

Donnerstag, 31. März, 16.53 Uhr: Krankenhaus-Zahlen in Bayern schwanken weiter

In den vergangenen sieben Tagen kamen 936 Menschen in ein Krankenhaus in Bayern, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Das sind 28 mehr als am Mittwoch. Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen stagniert bei 409. Weitere Daten finden Sie hier.

Donnerstag, 31. März, 16.45 Uhr: Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu (LGL)

Die 7-Tage-Inzidenz sinkt im Allgäu weiter. Die aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit finden Sie hier.

Donnerstag, 31. März, 16.40 Uhr: Holetschek fordert gelockerte Isolations-Regeln für Klinikpersonal

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert, die Isolationsdauer für Klinikbeschäftigte zu verkürzen. Welche Regeländerungen noch kommen könnten, lesen Sie hier.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert, die Isolationsregeln für Beschäftigte in Kliniken zu lockern.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert, die Isolationsregeln für Beschäftigte in Kliniken zu lockern.
Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Donnerstag, 31. März, 15 Uhr: Corona-Hammer: Ampel sagt offenbar die Impfpflicht ab 18 ab

Nach Informationen von bild.de gibt es im Bundestag offenbar keine Mehrheit für eine Impfpflicht ab 18 Jahren. Das Parlament wollte eigentlich noch darüber abstimmen. Es gibt allerdings mehrere Anträge und eine klare Mehrheit zeichnet sich für keinen ab. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 31. März, 14 Uhr: BGH: Polizei durfte Maskenverweigerer in Gewahrsam nehmen

Ein Kritiker der Corona-Maßnahmen, der bei einer Demonstration in der Kölner Altstadt keine Schutzmaske tragen wollte, durfte von der Polizei vorübergehend in Gewahrsam genommen werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verwarf die Rechtsbeschwerde des Mannes, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. (Az. 3 ZB 4/21)

Zu dem Vorfall war es im Dezember 2020 gekommen. Damals schrieb die nordrhein-westfälische Corona-Verordnung vor, dass an Orten mit vielen Leuten Maskenpflicht herrscht, wenn die zuständige Behörde es anordnet. Die Stadt Köln hatte davon für die gesamte Altstadt Gebrauch gemacht. Laut BGH verletzt dies kein Verfassungsrecht. Der Mann war zunächst von Mitarbeitern des Ordnungsamts angesprochen worden. Ihnen sagte er, dass er weder eine Maske dabei habe noch ein ärztliches Attest, das ihn von der Maskenpflicht befreie. Den hinzugerufenen Polizisten wollte er den Angaben zufolge keinen Ausweis zeigen und leistete "massiven körperlichen Widerstand". Schließlich nahmen sie den Mann in Gewahrsam. Gut vier Stunden später, als die Demo vorbei war, wurde er wieder laufengelassen.

Gegen die Maßnahme hatte der Mann auch schon erfolglos Beschwerde beim Kölner Landgericht eingelegt. Der BGH hatte an der Entscheidung nichts auszusetzen. Die Überprüfung habe keinen Rechtsfehler ergeben.

Donnerstag, 31. März, 13.45 Uhr: Ryanair-Chef: Im Sommer höhere Ticketpreise als vor Corona möglich

Ryanair-Chef Michael O'Leary rechnet damit, dass Fliegen im Sommer wieder teurer sein könnte als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. "Ich denke, die Preise werden gleich hoch oder höher sein als vor Covid", sagte er am Donnerstag auf einer Konferenz europäischer Airlines in Brüssel. Nach Aussage von Lufthansa-Chef Carsten Spohr haben derzeit nicht nur hohe Preise für Kraftstoff, sondern auch die Inflation Auswirkungen auf Luftfahrtunternehmen. Allerdings sei in den vergangenen Jahrzehnten nichts so viel günstiger geworden wie Flugtickets in Europa. "Fliegen wird weiterhin sehr erschwinglich sein im Vergleich zu anderen Produkten", sagte Spohr.

O'Leary sprach sich dafür aus, Teile der verschärften Klimazielen der EU, das sogenannte "Fit for 55"-Paket der Europäischen Kommission, zu verzögern. Die darin vorgeschlagenen Gesetze sollen den EU-Ländern dabei helfen, CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 zu senken und bis 2050 klimaneutral zu werden. Er glaube nicht, dass es sich seine Kunden leisten könnten, in einer Zeit, in der der Ölpreis bei 120 Dollar pro Barrel liege, deutlich höhere Umweltsteuern für Flüge zu zahlen.


Donnerstag, 31. März, 13.10 Uhr: Millionen-Betrug mit Corona-Teststationen - Razzia der Polizei

Mit falschen Zahlen und Betrug mit ihren Corona-Teststationen soll eine Betrügerbande in Berlin mehrere Millionen Euro vom Staat erschwindelt haben. Die Verdächtigen sollen die Stationen im ganzen Stadtgebiet in Berlin betrieben haben und viel mehr Tests beim Staat abgerechnet haben als es tatsächlich gab. Die Polizei durchsuchte am Donnerstag Wohnungen und Teststationen in mehreren Bezirken und nahm Verdächtige fest, wie aus Ermittlerkreisen zu hören war. Weitere Informationen wurden angekündigt. Die Zeitung B.Z. hatte berichtet.

Donnerstag, 31. März, 11.18 Uhr: Deutscher Schuldenberg im zweiten Corona-Jahr weiter gewachsen

Der Schuldenberg Deutschlands ist auch im zweiten Corona-Jahr gewachsen - wenn auch in etwas geringerem Tempo als im ersten Jahr der Pandemie. Nach Berechnungen der Bundesbank nahm die Staatsschuld 2021 um 162 Milliarden auf 2,476 Billionen Euro zu. Haupttreiber waren die staatlichen Corona-Hilfen.

Die Schuldenquote - also das Verhältnis der Schulden zur gesamten nominalen Wirtschaftsleistung - stieg nach vorläufigen Angaben der vom Donnerstag binnen Jahresfrist um 0,6 Punkte auf 69,3 Prozent. Damit überschritt Deutschland zum zweiten Mal Folge die in den europäischen Verträgen von Maastricht vereinbarte Höchstmarke von 60 Prozent.

Donnerstag, 31. März, 11.14 Uhr: Mehr Anträge, mehr Abschiebungen: Asylbilanz laut Hermann auf Vor-Corona-Niveau

Trotz Corona haben 2021 wieder deutlich mehr Menschen in Bayern Asyl gesucht als in den Jahren zuvor, so Innenminister Herrmann. Lesen Sie hier, was die Konsequenzen daraus sind.

Donnerstag, 31. März, 8.55 Uhr: Ärztverbandschef fordert: Gesundheitsämter in Bayern sollen nicht mehr jeden Corona-Fall erfassen

Nach Ansicht des Vorsitzenden des Ärzteverbands Öffentlicher Gesundheitsdienst in Bayern, Andreas Kaunzner, sollten Gesundheitsämter nicht mehr jeden Corona-Fall erfassen müssen. "Ich persönlich wäre froh, wenn wir die Ressourcen effektiver nutzen könnten", sagte Kaunzner. Stattdessen solle man sich auf vulnerable Gruppen konzentrieren. Die Gedanken zu Kaunzners Vorschlag im Detail hier.

Donnerstag, 31. März, 8.25 Uhr: Einkaufen: Viele Ketten schaffen Maskenpflicht ab

Nach mehreren Handelsketten hat auch Edeka angekündigt, die Maskenpflicht ab kommender Woche nicht grundsätzlich aufrechtzuerhalten. "Da fehlen uns die Möglichkeiten der Kontrollen", sagte eine Sprecherin der Supermarktkette der Deutschen Presse-Agentur. Das Unternehmen empfehle zwar weiterhin beim Besuch der Supermärkte das freiwillige Tragen einer medizinischen Maske, um Kunden und Mitarbeiter zu schützen. "Leider hat der Gesetzgeber mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes entschieden, dass die Pflicht zum Tragen von Masken nur noch in Ausnahmefällen und in besonderen Hotspots angeordnet werden kann", kritisierte Edeka. "Man kann daher nun nicht erwarten, dass wir mithilfe des Hausrechts weiterhin eine Maskenpflicht durchsetzen."

Auch der Möbelhändler Ikea und die Bekleidungskette Ernsting’s family wollen ab Montag die Maskenpflicht aufheben, empfehlen aber ihren Besuchern, weiterhin den Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Bei der Kaufhauskette Woolworth und der Buchhandelskette Thalia müssen Kunden ab kommender Woche auch nicht mehr grundsätzlich Maske tragen. Die Lebensmittelketten Lidl und Rewe hatten sich am Mittwoch zur Frage, wie es nächste Woche bei ihnen konkret weitergeht, zunächst noch bedeckt gehalten.

Donnerstag, 31. März, 7.50 Uhr: Corona-Inzidenz in Bayern sinkt ganz leicht

Die Tendenz bei den Corona-Neuinfektionen in Bayern ist auf hohem Niveau weiter leicht rückläufig. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat lag am Donnerstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin bei 2042,1. Am Vortag waren es noch 2083,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche gewesen.

Die Gesundheitsämter im Freistaat meldeten dem RKI 53.600 neue Covid-19-Fälle innerhalb von 24 Stunden. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit Corona stieg um 48 auf insgesamt 22.549 seit Beginn der Pandemie.

Die höchsten Inzidenzwerte in Bayern meldeten Kommunen in Oberfranken. An der Spitze rangiert weiter der Landkreis Bamberg mit 3322,1. Dahinter liegen die Landkreise Kulmbach (3011,4) und Lichtenfels (2978,0).

Donnerstag, 31. März, 6.45 Uhr: Immunologe gegen vierte Corona-Impfung schon ab 60

Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach angeregte vierte Corona-Impfung schon für Menschen ab 60 Jahren wird von Immunologen nicht gestützt. "Ein generelles Absenken der Altersschwelle bei der Impfempfehlung ist momentan nicht angezeigt", sagte der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI), Reinhold Förster von der Medizinischen Hochschule Hannover. In Ausnahmefällen könne ein zweiter Booster aber auch ab 60 Jahren nachvollziehbar sein, etwa bei Menschen mit unterdrücktem Immunsystem.

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) die vierte Dosis derzeit für Menschen ab 70 Jahren sowie für Menschen mit Risikofaktoren wie Immundefekten. Alles dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 31. März, 6.40 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu sinken

Omikron-Entspannung in Sicht? Wie in ganz Deutschland sind auch in allen Allgäuer Landkreisen und Städten die 7-Tage-Inzidenzen auf Donnerstag gesunken. Inzidenz-Spitzenreiter in der Region ist aktuell das Unterallgäu. Zum Überblick geht's hier.

Donnerstag, 31. März, 6.15 Uhr: RKI registriert 274 901 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1625,1

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt niedriger als am Vortag. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 1625,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1663,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1752,0 (Vormonat: 1171,9).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 274.901 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 318.387 Ansteckungen.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg und Brandenburg nicht. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 279 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 300 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 21.104.509 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 7,21 an (Dienstag: 7,07). Auch hierbei gibt es Tage mit lückenhaften Meldungen. In dem Wert erfasst sind auch viele Menschen mit positivem Corona-Test, die eine andere Haupterkrankung haben.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstag mit 16.546.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 129.391.

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Alle Entwicklungen vom 20. bis 30. März 2022 lesen Sie in Teil 108 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 13. bis 21. März 2022 lesen Sie in Teil 107 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 2. bis 12. März 2022 lesen Sie in Teil 106 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 22. Februar bis 01. März lesen Sie in Teil 105 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 14. bis 21. Februar 2022 lesen Sie in Teil 104 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 11. bis 13. Februar 2022 lesen Sie in Teil 103 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 4. bis 10. Februar 2022 lesen Sie in Teil 102 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.