Corona-Newsblog, Teil 119

Newsblog: Die Corona-Entwicklung im Allgäu und auf der Welt im Überblick vom 9. bis 23. August 2022

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (links) und Justizminister Marco Buschmann haben das neue Infektionsschutzgesetz vorgestellt.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (links) und Justizminister Marco Buschmann haben das neue Infektionsschutzgesetz vorgestellt.

Bild: Kay Nietfeld dpa

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (links) und Justizminister Marco Buschmann haben das neue Infektionsschutzgesetz vorgestellt.

Bild: Kay Nietfeld dpa

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog-Archiv.
25.08.2022 | Stand: 16:31 Uhr

--- Hierbei handelt es sich um einen Archiv-Artikel. Zum Newsblog mit den aktuellen Nachrichten zur Corona-Lage im Allgäu, Deutschland und der Welt geht es hier. ---

Dienstag, 23. August, 19.25 Uhr: Holetschek rechnet mit Rückkehr zur FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) geht davon aus, dass im Herbst in U-Bahn, Bus und S-Bahn landesweit wieder eine FFP2-Maskenpflicht eingeführt wird. "Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die Masken im Öffentlichen Nahverkehr bleiben werden, und dass wir dort auch wieder eine FFP2-Maskenpflicht brauchen", sagte Holetschek dem "Münchner Merkur" (Mittwoch). Aktuell genügt im ÖPNV in Bayern das Tragen einer medizinischen Maske.

Bei der Frage, unter welchen Voraussetzungen in Bayern ab Oktober wieder eine Maskenpflicht in Innenräumen eingeführt werden könnte, verwies der Minister auf die Beratungen des Bundeskabinetts am Mittwoch. Er kritisierte den Entwurf des Bundes für ein neues Infektionsschutzgesetz. "Es scheint, als sollten die Parameter, aufgrund derer die Länder über eine mögliche Maskenpflicht entscheiden sollen, immer noch nicht konkretisiert werden." Eine Einordnung, welche Maßstäbe deutschlandweit angesetzt werden sollen, wäre hilfreich.

Dienstag, 23. August, 11.40 Uhr: Holetschek wirbt für Corona-Impfung

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) macht wieder Werbung für die Corona-Impfung. Am Dienstag startete er eine Kampagne zu Auffrischungsimpfungen, wie sein Ministerium in München mitteilte. Titel der Kampagne: "Na Sicher".

Die Impfung sei "nach wie vor der beste Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf", sagte Holetschek. "Klar ist: Je höher der Impfschutz in der Bevölkerung ist, desto besser starten wir in den Herbst und Winter." Ziel sei es, "Impfskepsis auszuräumen". Dabei helfen sollen Plakate, Zeitungsbeilagen, Informationen in sozialen Medien und die neue Webseite na-sicher.bayern.

Holetschek betonte: "Wer zu einer Risikogruppe gehört, sollte sich jetzt impfen lassen und nicht auf die angepassten Impfstoffe warten."

Dienstag, 23. August, 10.40 Uhr: Luftwaffe: Maske in der Flugbereitschaft wird nur noch empfohlen

Bei Flügen in den Regierungsmaschinen der Luftwaffe ist den auf Corona getesteten Passagieren das Tragen einer Maske freigestellt. "Der Bedarfsträger stellt für die Delegation sicher, dass Passagiere getestet sind. Das Tragen einer Maske wird nur noch empfohlen", sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Dienstag auf Anfrage. Und: "Die Hygienemaßnahmen an Bord der Flugbereitschaft regelt ein Geschwaderbefehl. Dieser berücksichtigt die aktuelle Situation und wird ständig fortgeschrieben." Die Flugbereitschaft sei in einem ständigen Austausch mit zuständigen Fachleuten, um auf Lageänderungen zu reagieren.

Während der Kanada-Reise von Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) sorgen Aufnahmen von Bord des Regierungsflugzeugs für Kritik. Habeck sowie zahlreiche Journalisten und Journalistinnen sind darauf ohne Maske zu sehen. An Bord des Airbus A340 der Luftwaffe waren auf dem Flug von Berlin ins kanadische Montreal am Sonntag mehr als 80 Passagiere, darunter 25 Medienvertreter. Fotos und ein ARD-Video zeigen Wirtschaftsminister Habeck und Journalisten dicht beieinander ohne Mund-Nasen-Schutz. Voraussetzung für die Mitreise war ein negativer PCR-Test, der bei Abflug höchstens 24 Stunden alt sein durfte.

Dienstag, 23. August, 10.35 Uhr: Regierung: Keine Maskenpflicht bei Kanada-Flug von Scholz und Habeck

Während der Kanada-Reise von Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) sorgen Aufnahmen von Bord des Regierungsflugzeugs für Kritik. Habeck sowie zahlreiche Journalisten und Journalistinnen sind darauf ohne Maske zu sehen.

Nach Angaben der Bundesregierung verstößt das aber nicht gegen die Regeln für den Flug mit der Bundeswehr-Luftwaffe: "Auf den Flügen der Luftwaffe gibt es keine Maskenpflicht. Alle Teilnehmer der Reise müssen vor Antritt einen aktuellen negativen PCR-Test vorlegen. Damit ist ein hohes Schutzniveau gewährleistet", erklärte ein Regierungssprecher auf dpa-Anfrage.

An Bord des Airbus A340 der Luftwaffe waren auf dem Flug von Berlin ins kanadische Montreal am Sonntag mehr als 80 Passagiere, darunter 25 Medienvertreter. Fotos und ein ARD-Video zeigen Wirtschaftsminister Habeck und Journalisten dicht beieinander ohne Mund-Nasen-Schutz. Voraussetzung für die Mitreise war ein negativer PCR-Test, der bei Abflug höchstens 24 Stunden alt sein durfte.

Dienstag, 23. August, 7.57 Uhr: Maskenkontrolle eskaliert: Oberallgäuer will Polizist angreifen

Ein 37-Jähriger ist am Amtsgericht wegen Angriff auf Vollstreckungsbeamte angeklagt. Doch im Prozess kommen Zweifel auf, ob die Kontrolle rechtmäßig war. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 23. August, 6.48 Uhr: US-Präsidentenberater und Immunologen-Ikone Anthony Fauci tritt ab

Der international bekannte US-Immunologe Anthony Fauci will zum Jahresende als Berater von Präsident Joe Biden aufhören. Der 81-Jährige kündigte am Montag in Washington an, im Dezember als medizinischer Chefberater des Präsidenten und Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten abzutreten. "Ich werde nicht in Rente gehen", betonte Fauci. Vielmehr wolle er "das nächste Kapitel" seiner Karriere beginnen. Konkretere Angaben machte er nicht. In der Corona-Krise wurde Fauci zu Amerikas Gesicht im Kampf gegen die Pandemie.

Der renommierte Wissenschaftler leitet das Nationale Institut für Infektionskrankheiten seit 38 Jahren und arbeitete unter insgesamt sieben US-Präsidenten. Er gilt seit Jahrzehnten als einer der herausragenden Experten für Infektionskrankheiten in den USA. Bekannt ist er weit über die Zirkel der Wissenschaft und die amerikanischen Grenzen hinaus - sogar Fanartikel von ihm und kleine Fauci-Figuren gab es zu kaufen.

Dienstag, 23. August, 6.10 Uhr: RKI registriert 60.411 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 288,5

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 288,5 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 282,2 gelegen (Vorwoche: 313,6; Vormonat: 709,7). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 60 411 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 63 745) und 146 Todesfälle (Vorwoche: 140) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 31 868 639 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Ein Krankenpfleger versorgt einen schwer an Corona erkrankten Patienten auf der Intensivstation von einem Krankenhaus.
Ein Krankenpfleger versorgt einen schwer an Corona erkrankten Patienten auf der Intensivstation von einem Krankenhaus.
Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Montag, 22. August, 22 Uhr: Stiko empfiehlt zweiten Corona-Booster ab 60

Bislang hat die Stiko mit der Ausweitung ihrer Empfehlung für den zweiten Corona-Booster gezögert - das hat sich jetzt geändert. Derweil prüft die EU-Arzneimittelbehörde einen neuen Corona-Impfstoff: Skycovion. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 22. August, 16.30 Uhr: Keine Einzel-Medaille nach Corona-Schock bei Dressur-WM

Der britische Dressurreiter Gareth Hughes startet trotz Corona-Infektion bei der WM. Die Konkurrenz ist entsetzt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 22. August, 9.30 Uhr: Weltärztebund-Chef für Booster-Empfehlung für unter 60-Jährige

Die Ständige Impfkommission (Stiko) sollte nach Ansicht des Weltärztebund-Vorsitzenden Frank Ulrich Montgomery die zweite Corona-Auffrischimpfung auch unter 60-Jährigen empfehlen. Dass die Stiko den zweiten Booster mittlerweile für alle ab 60 Jahren empfehle, sei gut. "Auch deutlich Jüngere sollten Zugang zur zweiten Auffrischimpfung haben, etwa wenn sie beruflich mit vielen Menschen in Kontakt kommen und deshalb ein höheres Infektionsrisiko haben", sagte Montgomery dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). "Dass rechtlich die Möglichkeit besteht, sich impfen zu lassen, reicht vielen nicht. Das sollte die Stiko in ihren Entscheidungen bedenken." Zudem würden viele Ärzte und Krankenhäuser nur dann impfen, wenn eine positive Entscheidung der Stiko vorliege.

Montag, 22. August, 6 Uhr: Telekom-Chef zum Homeoffice-Trend: "Kommt zurück in die Büros"

Den Trend zum Homeoffice sieht Telekom-Chef Timotheus Höttges inzwischen kritisch. "Durch das Homeoffice ist ein hohes Maß an Vitalität in unserer Konzernzentrale verloren gegangen", sagte er der "Augsburger Allgemeinen" Homeoffice sei zwar nicht mehr wegzudenken, aber virtuell bleibe das persönliche Gespräch und die Kreativität oft auf der Strecke. "Ich appelliere deshalb an die Beschäftigten: Kommt zurück in die Büros. Wir brauchen den persönlichen Austausch." Abschaffen will Höttges die Regelungen aber nicht.

Montag, 22. August, 5.45 Uhr: Ostallgäu hat weiterhin den höchsten Inzidenzwert

Der Landkreis Ostallgäu hat weiterhin den höchsten Inzidenzwert im Allgäu. Alle Allgäuer Werte am heutigen Montag lesen Sie hier.

Montag, 22. August, 5.30 Uhr: Virologe Ulf Dittmer kritisiert unzureichende Corona-Datenlage in Deutschland

Der Essener Virologe Ulf Dittmer hat die unzureichende Corona-Datenlage in Deutschland kritisiert: "Die Immunitätslage für den Durchschnitt der Bevölkerung kennen wir nicht, wir sind nicht in der Lage, hier in Deutschland vernünftige Daten dazu zu liefern", sagte er der Kölnischen Rundschau (Montagausgabe). Hier könne man viel vom Ausland lernen. Dittmer: "Es ist schlecht, dass wir da so unbefriedigend aufgestellt sind. Es gibt ja auch noch andere Krankheitserreger außer Sars-Cov2." Seiner Ansicht nach hätte Deutschland die Corona- Pandemie nutzen müssen, um das ein System zu etablieren, mit dem man solche Zahlen verlässlich erfassen kann. "Andere Länder kriegen es hin, wir kriegen es leider nicht hin", betonte der Virologe: "Das muss man ganz klar sagen."

Sonntag, 21. August, 15.50 Uhr: US-First Lady nach Corona-Infektion wieder negativ getestet

Wenige Tage nach ihrer Infektion mit dem Coronavirus ist die Ehefrau des US-Präsidenten, Jill Biden, wieder negativ getestet worden. Das Büro der First Lady teilte am Sonntag mit, zwei aufeinanderfolgende Corona-Tests seien bei Jill Biden negativ ausgefallen. Nachdem sie sich für fünf Tage im Bundesstaat South Carolina isoliert habe, wolle sie nun noch im Laufe des Sonntages von dort aus nach Delaware aufbrechen. Ihr Ehemann Joe Biden ist dort momentan im Küstenort Rehoboth Beach im Urlaub.

Das Weiße Haus hatte zu Wochenbeginn Jill Bidens Corona-Infektion öffentlich gemacht.

Sonntag, 21. August: 6 Uhr: Holetschek: Ausnahmen bei Maskenpflicht "schlicht nicht umsetzbar"

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert vor Beratungen des Bundeskabinetts über den Entwurf für das neue Infektionsschutzgesetz erneut Anpassungen. Zentral kritisierte der CSU-Politiker eine im Gesetzesentwurf enthaltene Ausnahmeregelung der Maskenpflicht in Innenräumen. Demnach müssten frisch Geimpfte, Genesene und frisch Getestete keine Maske tragen. Darauf müsse verzichtet werden, teilte Holetschek am Sonntag mit. "Eine solche Regelung wäre im Vollzug schlicht nicht umsetzbar."

Sonntag, 21. August: Heute keine aktuellen RKI-Zahlen

Am Sonntag veröffentlicht das RKI keine neuen Corona-Zahlen.

Samstag, 20.August, 16.50 Uhr: Zahl der Covid-19-Intensivpatienten nach Wochen wieder unter 1000

Erstmals seit Anfang Juli ist die Zahl der Schwerkranken, die auf Intensivstationen in Deutschland mit Covid-19 behandelt werden, wieder unter 1000 gefallen. Das geht aus dem Tagesreport des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervor. Demnach lagen am Samstag bundesweit 988 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen - das waren 54 weniger als am Vortag. 363 von ihnen, 37 Prozent, wurden invasiv beatmet - also durch einen Schlauch in die Luftröhre. Zuletzt hatte die Zahl der Covid-Intensivpatienten am 2. Juli unter 1000 gelegen.

Samstag, 20. August, 6.15 Uhr: Ostallgäu hat weiterhin die höchste Inzidenz im Allgäu

Der Landkreis Ostallgäu hat erneut den höchsten Inzidenzwert im Allgäu. Alle Werte lesen Sie hier.

Samstag, 20. August, 6 Uhr: RKI registriert 36 295 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 302,9

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 302,9 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Freitag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 312,5 gelegen (Vorwoche: 342,2; Vormonat: 740,1). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Freitag, 19. August, 16.30 Uhr: Stiko empfiehlt zweiten Booster ab 60

Bislang hat die Stiko mit der Ausweitung ihrer Empfehlung für den zweiten Corona-Booster gezögert - das hat sich jetzt geändert. Derweil prüft die EU-Arzneimittelbehörde einen neuen Corona-Impfstoff: Skycovion. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 19. August, 11.35 Uhr: Trotz sinkender Coronazahlen ist die Infektionsgefahr laut RKI hoch

Die Sommer-Welle gebrochen, die Inzidenz rückläufig. Aber: Der Herbst ist schon in Sicht und die Corona-Infektionsgefahr in Deutschland laut RKI weiter hoch. Davor warnt die Behörde in ihrere neuesten Mitteilung zur aktuellen Corona-Situation in Deutschland.

Freitag, 19. August, 8 Uhr: Verbraucherzentralen für dauerhafte Krankschreibungen per Telefon

Die Verbraucherzentralen fordern über die Corona-Krise hinaus dauerhafte Möglichkeiten zu telefonischen Krankschreibungen ohne extra Praxisbesuch. Die Chefin des Bundesverbands (vzbv), Ramona Pop, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Dies kann ein Stück weit bürokratischen Aufwand verringern, Patienten und Patientinnen Wege zur Arztpraxis ersparen und Zeitgewinn bedeuten." Es wäre ein guter Weg, auch ohne Pandemie als Regelmöglichkeit daran festzuhalten. "Wir hoffen, dass die Bundesregierung das dementsprechend tun wird."

Als Sonderregelung sind Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden vorerst bis Ende November wieder telefonisch möglich. Das hatte der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken angesichts hoher Corona-Infektionszahlen und der nahenden Erkältungs- und Grippesaison beschlossen, um Ansteckungen zu vermeiden.

Solche dauerhaften Möglichkeiten wären generell eine gute Neuerung, um das Angebot gut zu ergänzen, machte Verbraucherschützerin Pop deutlich. "Das wäre beispielsweise bei chronisch kranken Menschen sinnvoll, bei denen der Arzt weiß, was die Erkrankung ist, und wo man nicht immer wieder von neuem untersuchen muss."

Freitag, 19. August, 6.34 Uhr: RKI registriert 46 724 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 312,5

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 312,5 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Donnerstag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 314,2 gelegen (Vorwoche: 345,9; Vormonat: 702,4). Die aktuellen Allgäuer Inzidenzwerte finden Sie hier.

Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Donnerstag, 18. August, 18.20 Uhr: EU-Arzneimittelbehörde prüft neuen Corona-Impfstoff Skycovion

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren eines neuen Impfstoffes gegen Covid-19 gestartet. Skycovion wurde von dem südkoreanischen Unternehmen SK Bioscience entwickelt. Ein Zulassungsantrag sei gestellt worden, teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit. Das Unternehmen habe Daten zur Wirksamkeit gegen das Coronavirus sowie zu Sicherheit und Qualität vorgelegt.

Die Experten der EMA prüfen nun die Daten und werden dann über eine Empfehlung für die bedingte Marktzulassung entscheiden. Nach einer positiven Empfehlung der EMA muss die EU-Kommission noch zustimmen - das aber gilt als Formsache.

Der Impfstoff enthält nach Angaben der EMA kleinste Teilchen des Spike-Proteins des Virus. Nach der Impfung soll der Körper diese Proteine als Fremdkörper erkennen und Antistoffe und T-Zellen bilden. Bei einer Infektion mit dem Coronavirus soll das Immunsystem die Spike-Proteine wiedererkennen und das Virus bekämpfen. Unklar ist, inwieweit dieser Impfstoff auch vor der Omikron-Variante des Coronavirus schützt.

Zurzeit sind in der EU sechs Impfstoffe gegen das Coronavirus zugelassen. Zwei dieser Präparate wurden zudem an Varianten des Virus angepasst. Die EMA-Experten prüfen aber noch die Daten dieser angepassten Präparate. Wann die Entscheidung vorliegt, ist noch unklar.

Donnerstag, 18. August, 16.50 Uhr: Länder rufen nur 22 Prozent der Bundesmittel für mobile Luftfilter ab

Die Bundesländer haben weniger als ein Viertel der Bundesmittel für mobile Luftreiniger an Schulen und Kitas abgerufen. Das geht aus einer Bilanz zum Ende der Förderung hervor, die das Bundeswirtschaftsministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage übermittelt hat. Demnach hatten die Länder bis zum 11. August dieses Jahres knapp 43,2 Millionen der verfügbaren Mittel in Höhe von 200 Millionen Euro in Anspruch genommen. Das entspricht knapp 22 Prozent. Zuvor hatte der Fachdienst "Table Media" über die Abrufzahlen berichtet - allerdings über einen früheren Stand.

Donnerstag, 18. August, 16.30 Uhr: Stiko empfiehlt jetzt zweiten Corona-Booster schon ab 60

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt nun offiziell eine zweite Corona-Auffrisch-Impfung auch für Menschen ab 60 Jahren. Menschen in dieser Altersgruppe und im Alter ab fünf Jahren mit einem erhöhten Risiko für schwere Covid-19-Verläufe infolge einer Grunderkrankung sollten einen weiteren Booster erhalten, hieß es in einer Mitteilung des Gremiums vom Donnerstag zur Aktualisierung der Impfempfehlung. Die Stiko erweitere ihre bisherige Empfehlung "mit dem primären Ziel, besonders gefährdete Personen noch besser vor schweren Covid-19-Erkrankungen und Covid-19-bedingten Todesfällen zu schützen".

Donnerstag, 18. August. 10.30 Uhr: Studie: Erhöhtes Risiko für neurologische Probleme nach Covid-19

Covid-19-Patienten haben noch zwei Jahre nach der Infektion ein leicht erhöhtes Risiko für manche psychiatrische und neurologische Probleme. Das berichten britische Forscher im Fachjournal "The Lancet Psychiatry" nach Auswertung der Krankenakten von 1,28 Millionen Covid-Patienten und von ähnlich vielen Menschen mit einer anderen Atemwegserkrankung.

Die Gruppe um Paul Harrison und Maxime Taquet von der University of Oxford verwendeten Daten aus den USA, Großbritannien, Spanien, Bulgarien, Australien, Indien, Malaysia und Taiwan. Bei dem Abgleich achteten die Forscher darauf, dass die Gruppe der Covid-19-Patienten und die Kontrollgruppe mit anderen Atemwegserkrankungen im Hinblick auf Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft und andere Merkmale sehr ähnlich waren. Die Covid-Erkrankungen waren zwischen Januar 2020 und April 2022 diagnostiziert worden.

Donnerstag, 18. August, 8.25 Uhr: Kaufbeuren nicht meht Inzidenz-Spitzenreiter - neue Corona-Todesfälle in der Region

Erstmals seit der "Tänzelfest-Welle" ist Kaufbeuren nicht mehr Inzidenz-Spitzenreiter in der Region. Welcher Allgäuer Landkreis nun die meisten neuen Corona-Infektionen aufweist, erfahren Sie in unserer 7-Tage-Inzidenz-Übersicht.

Indes gibt es weitere Todesfälle, die an oder mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion gestorben sind: Die Zahl im Allgäu seit Beginn der Pandemie steigt heute auf 1117.

Auf dem Kanada-Flug von Robert Habeck und Olaf Scholz galt keine Maskenpflicht.
Auf dem Kanada-Flug von Robert Habeck und Olaf Scholz galt keine Maskenpflicht.
Bild: Kay Nietfeld, dpa

Donnerstag, 18. August, 8.05 Uhr: Bayernweit 16 Impfschäden seit Start der Corona-Impfungen anerkannt

Seit Beginn der Impfungen gegen das Coronavirus vor mehr als eineinhalb Jahren sind in Bayern bisher 16 dauerhafte Impfschäden anerkannt worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind seit Start der Impfkampagne in Bayern fast 28 Millionen Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden.

Insgesamt 984 Anträge auf Anerkennung eines Corona-Impfschadens wurden bei der zuständigen Behörde eingereicht. Lesen Sie hier, weshalb die Prüfung der Fälle lange dauert.

Donnerstag, 18. August, 7.45 Uhr: RKI registriert 58.685 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 314,2

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen am Donnerstagmorgen mit 314,2 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Mittwoch hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 311,8 gelegen (Vorwoche: 354,5; Vormonat: 708.6). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 58.685 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 59.888) und 184 Todesfälle (Vorwoche: 153) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 31.725.160 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mittwoch, 17. August, 21.05 Uhr: CDC-Chefin räumt Versäumnisse der US-Behörde im Umgang mit Corona ein

Die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, hat US-Medienberichten zufolge Versäumnisse der Behörde im Umgang mit der Corona-Pandemie in den USA eingeräumt. In einer an ihre Mitarbeiter gerichteten Stellungnahme von Mittwoch, aus der unter anderem die "New York Times" zitierte, sagte Walensky, die Performance der Behörde habe "die Erwartungen im entscheidenden Moment nicht verlässlich erfüllt". Sie kündigte an, die Behörde erneuern zu wollen. Ziel sei es, ein größeres Augenmerk auf die öffentliche Gesundheit und die Pandemie-Prävention zu legen. Konkrete Maßnahmen waren zunächst nicht bekannt.

Walensky hatte im April nach Kritik an der Behördenarbeit in der Pandemie eine externe Überprüfung in Auftrag gegeben. Darin hieß es laut "New York Times", die Corona-Regeln seien "verwirrend und überwältigend" gewesen. Auch habe es Unklarheit über Verantwortlichkeiten und bei der Kommunikation gegeben.

Mittwoch, 17. August, 15.20 Uhr: Gelockerte Corona-Einreiseregeln sollen verlängert werden

Die gelockerten Corona-Regeln für Urlaubsrückkehrer bei der Einreise nach Deutschland sollen auch über das Monatsende hinaus weitgehend erhalten bleiben. Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet an einer Verlängerung der entsprechenden Verordnung, wie ein Sprecher am Mittwoch in Berlin mitteilte. Dabei würden sich im Vergleich zum Status quo keine größeren Veränderungen ergeben.

Die Vorgaben für Einreisen waren angesichts der entspannteren Pandemie-Lage vor der Sommerferienzeit gelockert worden. Seit Ende Mai müssen Urlaubsrückkehrer und andere Einreisende ab zwölf Jahren keine 3G-Nachweise als Geimpfte, Genesene oder Getestete mehr dabei haben. Die aktuelle Verordnung läuft nur noch bis zum 31. August.

Grundsätzlich als eine "Notbremse" bestehen blieben darin jedoch strengere Regeln für Gebiete, in denen neue Varianten des Coronavirus kursieren. Einreisende von dort müssen sich in Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne begeben, auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Derzeit ist jedoch auf der entsprechenden Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) kein Land aufgeführt, das von der Bundesregierung als Virusvariantengebiet eingestuft worden ist.

Mittwoch, 17. August, 10.20 Uhr: Corona: Lebenserwartung der Menschen in Bayern sinkt

Jedes Jahr ein bisschen älter - so sah die Statistik bei der Lebenserwartung lange aus. Doch die Corona-Pandemie hat ihre Spuren hinterlassen, auch in Bayern. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 17. August, 6.32 Uhr: RKI registriert 67.390 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 311,8

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz an Corona-Infektionen am Mittwochmorgen mit 311,8 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Dienstag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 313,6 gelegen (Vorwoche: 366,8; Vormonat: 725,1). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 67 390 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 72 737) und 192 Todesfälle (Vorwoche: 213) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Mittwoch, 17. August, 6.30 Uhr: Inzidenzwerte sinken fast im ganzen Allgäu

Die aktuellen Inzidenzwerte für das Allgäu finden Sie hier.

Dienstag, 16. August, 17.45 Uhr: Urlaubsverlust bei Quarantäne? Europäische Richter angerufen

Immer wieder trifft Arbeitnehmer die Hiobsbotschaft: Corona-Quarantäne oder -isolation während des Urlaubs. Ist der Urlaub verloren - oder wird er wie bei einer Krankschreibung gutgeschrieben? Jetzt ist der Europäische Gerichtshof gefragt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 16. August, 17.35 Uhr: First Lady Jill Biden positiv auf Corona getestet

Die Ehefrau des US-Präsidenten, Jill Biden, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie habe nur leichte Symptome, teilte das Weiße Haus am Dienstag in Washington mit. Ihr Mann, US-Präsident Joe Biden, der gerade erst eine Infektion mit dem Virus überstanden hat, sei am Dienstag negativ getestet worden. Die First Lady sei doppelt gegen das Virus geimpft und habe zwei Auffrischungsimpfungen erhalten.

Jill Biden hatte am Montagabend während eines Urlaubsaufenthaltes mit ihrem Mann im US-Bundesstaat South Carolina leichte Symptome entwickelt, teilte das Weiße Haus weiter mit. Ein Antigen-Schnelltest sei zunächst negativ ausgefallen, ein PCR-Test dann positiv. Sie werde sich nun mindestens fünf Tage lang isolieren und mit dem Medikament Paxlovid behandelt.

Der US-Präsident wollte unter Einhaltung der von der Gesundheitsbehörde CDC vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen wie geplant nach Washington reisen, um dort am Dienstagnachmittag das neue Klima- und Sozialpaket zu unterschreiben.

Dienstag, 16. August: Lauterbach verteidigt sich: Isolation nicht zu früh beendet

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verteidigt sich gegen den Vorwurf, seine Corona-Isolation zu früh beendet zu haben. Mehrere Politiker hatten diesen Vorwurf erhoben, nachdem der Sozialdemokrat nach seiner Erkrankung gesagt hatte, er sei noch nicht ganz fit, und am Tag darauf im Kabinett war. Hintergrund sind die Berliner Corona-Regeln, die 48 Stunden Symptomfreiheit vorschreiben, bevor man die Isolation beenden darf.

Er habe aber keine Symptome mehr gehabt, keine Hals- oder Kopfschmerzen, sondern sei einfach noch nicht fit gewesen, sagte Lauterbach dem "Spiegel". Er sei 48 Stunden, bevor er die Isolation beendet habe, negativ getestet gewesen - und zwar gleich dreimal.

"Es wird vollkommen zu Recht gefragt, ob ich gegen Isolationsregeln verstoßen habe. Denn wer das tut, gefährdet seine Mitmenschen", erklärte er. "An der Isolationsregel müssen wir festhalten", sagte Lauterbach. Sonst gingen Menschen mit Symptomen ins Büro, und Arbeitgeber könnten entsprechend Druck auf ihre Angestellten ausüben. "Das können wir nicht wollen."

Dienstag, 16. August: Jugendliche etwas weniger online - aber deutlich mehr als vor Corona

Gelockerte Corona-Regeln und weniger Digitalunterricht: Im dritten Jahr der Pandemie hat die Internetnutzung von Jugendlichen einer aktuellen Studie zufolge leicht abgenommen. Mit durchschnittlich 67,8 Stunden pro Woche lag die Onlinezeit der 16- bis 18-Jährigen im Jahr 2022 leicht unter dem Wert des vergangenen Jahres (2021: 70,4 Stunden pro Woche). Das geht aus der aktuellen Jugend-Digitalstudie der Postbank hervor. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 verbrachten die Jugendlichen allerdings auch in diesem Jahr wieder über zehn Stunden mehr im Netz.

Sehr beliebt waren zuletzt Tablets: Die Nutzungsdauer betrug 2022 insgesamt 11,5 Stunden pro Woche, rund 4,5 Stunden länger als 2021 und sogar gut sieben Stunden länger als im Vor-Pandemie-Jahr. Damit sind Tablets unter Jugendlichen deutlich beliebter als Desktop-PCs (6,9 Stunden pro Woche) und Laptops (6,2). Die meiste Zeit (39,0 Stunden) verbringen junge Menschen weiterhin am Smartphone, jedoch ebenfalls etwas weniger als 2021 (43,7).

Deutliche Unterschiede in der Nutzung gibt es außerdem zwischen den Geschlechtern. Mädchen präferieren demnach Tablets und Smartphones, Desktop-PCs werden häufiger von Jungs genutzt. Für die repräsentative Studie wurden im Juni dieses Jahres 1000 deutsche Teenager befragt.

Dienstag, 16. August: RKI registriert 63.745 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 313,6

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 313,6 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Samstag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 342,2 gelegen (Vorwoche: 381,5; Vormonat: 752,7). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 63.745 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 78.698) und 140 Todesfälle (Vorwoche: 170) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 31.599.085 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Montag, 15. August: Stiko will wohl zweiten Corona-Booster ab 60 empfehlen

Bislang hat die Stiko mit der Ausweitung ihrer Impfempfehlung für den zweiten Corona-Booster gezögert - doch das soll sich jetzt offenbar ändern. Derweil steht die Debatte um Maskenpflichten einmal mehr im Fokus. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 15. August: Amtsärztechef für länderübergreifende Corona-Maßstäbe

Wie soll in den kommenden Monaten mit der Corona-Pandemie umgegangen werden? Darüber beraten dieser Tage Bund und Länder. Der Amtsärztechef warnt vor "Kakophonie" - und regt ein Ampelsystem an. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 14. August, 18 Uhr: KMK-Präsidentin Prien kritisiert Entwurf des Infektionsschutzgesetzes

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien (CDU), sieht beim Infektionsschutzgesetz im Hinblick auf die Schulen Nachbesserungsbedarf. Die Politikerin kritisierte etwa, dass der Entwurf eine Maskenpflicht für die ersten bis vierten Klassen ausschließe. "Das halte ich für keine kluge Herangehensweise", sagte die Bildungsministerin von Schleswig-Holstein dem Deutschlandfunk am Sonntag. Es gebe viele Regelungen in diesem Entwurf, die noch einmal überarbeitet werden müssten. Aus diesem Grund habe die KMK-Präsidentin auch die Gesundheitsminister von Bund und Ländern zu einer gemeinsamen Konferenz mit den Kultusministern eingeladen.

Diese Abstimmung zwischen den Ressorts habe Gesundheitsminister Lauterbach zwar im Juni versprochen, habe allerdings nichts in diese Richtung unternommen, deshalb habe sie in ihrer Rolle als KMK-Präsidentin diese Einladung jetzt ausgesprochen.

Sonntag, 14. August, 12.30 Uhr: Oberstdorf und Immenstadt beenden Corona-Ausnahmeregeln für Außengastronomie

In vielen Oberallgäuer Orten sitzen derzeit mehr Gäste im Freien als früher. Doch das könnte sich bald ändern. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 14. August, 7.40 Uhr: Impfung mit neuen Corona-Impfstoffen für viele noch kein Thema

Eine Impfung gegen das Coronavirus mit den voraussichtlich im Herbst zur Verfügung stehenden angepassten Impfstoffen ist für viele Menschen in Deutschland noch kein Thema. In einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur antworteten auf eine entsprechende Frage 34 Prozent mit "nein" und 22 Prozent mit "vielleicht". 38 Prozent der Befragten bejahten die Frage. 6 Prozent machten keine Angaben oder antworteten mit "weiß nicht".

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Freitag berichtet, dass die europäische Zulassung der Impfstoffe gegen die Omikron-Varianten BA.1 und BA.5 im September zu erwarten sei. Am 1. September stehe dies für BA.1 an und am 27. September für BA.5. Am jeweiligen Tag darauf könnten die Vakzine ausgeliefert werden. "Die Bundesregierung hat beide Impfstoffe in auskömmlicher Menge besorgt", sagte Lauterbach.

Samstag, 13. August, 9.28 Uhr: Mehrheit der Deutschen für Maskenpflicht in Bus und Bahn

Eine Maskenpflicht im Fern-, Flug- und öffentlichen Nahverkehr stößt immer noch auf große Zustimmung der Bevölkerung. In einer Umfrage der Instituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur gaben 63 Prozent der Befragten an, sie unterstützten eine solche Pflicht im öffentlichen Nahverkehr. Für den Fernverkehr der Bahn und den Flugverkehr waren es 58 Prozent. Nur 24 Prozent erklärten, sie seien grundsätzlich gegen eine Maskenpflicht.

Samstag, 13. August, 6.06 Uhr: Inzidenzen sinken im gesamten Allgäu

In allen Allgäuer Landkreisen und kreisfreien Städten sind die Inzidenzen am Samstag gefallen. Am niedrigsten ist sie derzeit im Oberallgäu. Dort liegt sie bei 259,1. Mehr dazu hier.

Samstag, 13. August, 6.05 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 342,2

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 342,2 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 345,9 gelegen (Vorwoche: 417,2; Vormonat: 691,8). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 45 859 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 49 609) und 137 Todesfälle (Vorwoche: 141) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Freitag, 12. August, 16.12 Uhr: Lauterbach erwartet flächendeckende Maskenpflicht ab 1. Oktober

Trotz sinkender Corona-Zahlen müssen sich die Menschen in Deutschland ab Oktober auf flächendeckende Maskenpflichten und mögliche schärfere Schutzauflagen einstellen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will an seinen umstrittenen Vorschlägen nach Möglichkeit festhalten, wie er am Freitag in Berlin deutlich machte. Trotz teils heftiger Kritik der Länder zeigte sich der SPD-Politiker zuversichtlich, dass sie umgesetzt werden. An die Omikron-Variante angepasste Impfstoffe stehen wahrscheinlich ab September zur Verfügung, wie Lauterbach zudem mitteilte.

Aktuell hat sich die Corona-Situation entspannt. "Die Sommerwelle fängt jetzt langsam an zurückzugehen", sagte Lauterbach. Es gebe einen "robusten Rückgang der Fallzahlen". "Das gibt erst einmal Grund zur Freude. Das ist trotzdem kein Grund für eine Entwarnung."

Mehr dazu hier.

Freitag, 12. August, 12 Uhr: Umfrage: Mehrheit für mehr Corona-Strenge, aber dafür keine Schulschließungen

Bei steigenden Infektionszahlen im Herbst ist laut einer Umfrage die Mehrheit der Bürger für strengere Corona-Regeln. Das sagten im ZDF-"Politbarometer" vom Freitag 65 Prozent der 1389 Befragten, wie die Forschungsgruppe Wahlen ermittelte. 33 Prozent sind gegen strengere Maßnahmen.

Dennoch befürworten 74 Prozent die Pläne der Bundesregierung, gesetzlich keine Schulschließungen vorzusehen, nur 23 Prozent sind anderer Meinung. Die Verhinderung sogenannter Lockdowns finden 68 Prozent der Befragten gut, 29 Prozent finden diese Entscheidung nicht gut.

Freitag, 12. August, 11.10 Uhr: Lauterbach sieht Rückgang der Corona-Sommerwelle

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht die Corona-Sommerwelle in Deutschland gebrochen - aber keinen Grund zur Entwarnung in der Pandemie. "Die Sommerwelle fängt jetzt langsam an zurückzugehen", sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin. Es gebe einen "robusten Rückgang der Fallzahlen". Auch die Sterblichkeit gehe zurück. "Das gibt erst einmal Grund zur Freude. Das ist trotzdem kein Grund für eine Entwarnung." Es sei zu erwarten, dass die Fallzahlen im Herbst wieder stark stiegen.

Lesen Sie dazu auch: Lauterbach nennt sinkende Corona-Zahlen "Grund zur Freude, nicht zur Entwarnung"

Freitag, 12. August, 8.34 Uhr: Zweifel am Sinn von Corona-Tests wächst in Marktoberdorf

Die Angst vor Corona hat nachgelassen, seit die Verläufe nach einer Ansteckung mit der aktuellen Variante meist milder verlaufen. Auch das wird als Grund gesehen, weshalb sich viel weniger Menschen als zuvor testen lassen. Ein anderer Grund ist, dass die Schnelltests seit Juli selbst bezahlt werden müssen – außer es gibt Ausnahmen wie den Besuch im Altenheim. Und selbst da sieht der Gesetzgeber eine unterschiedliche Handhabe vor: Während Mitarbeitende sowie Besucherinnen und Besucher einen negativen Test vorlegen müssen, können Bewohner kommen und gehen – ohne Test. Das wirft Fragen auf. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 12. August, 6.30 Uhr: Kein Abstandhalten mehr: US-Gesundheitsbehörde lockert Covid-Regeln

Angesichts des sinkenden Risikos durch eine Corona-Erkrankung empfiehlt die US-Gesundheitsbehörde CDC nicht mehr, dass Menschen voneinander Abstand halten sollen. Neue Richtlinien der CDC vom Donnerstag führen die 6-Fuß-Regel, nach der Menschen im Alltag idealerweise 1,80 Meter auseinander stehen sollen, um sich nicht gegenseitig anzustecken, nicht mehr auf.

"Im Vergleich zu früheren Zeiten der Pandemie besteht ein deutlich geringeres Risiko für schwere Erkrankungen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle", hieß es. Zudem wurden weitere Vorschriften, zum Beispiel zur Quarantäne, gelockert. CDC-Expertin Greta Massetti sagte: "Diese Leitlinien erkennen an, dass die Pandemie noch nicht vorbei ist, helfen uns aber auch dabei, einen Punkt zu erreichen, an dem Covid-19 unser tägliches Leben nicht mehr ernsthaft stört."

In den USA infizieren sich derzeit jeden Tag etwa 100 000 Menschen mit Corona - um die 500 sterben. Die Entwicklung der Zahlen ist relativ stabil. Sie sind deutlich niedriger als zu Spitzenzeiten.

Freitag, 12. August, 6.27 Uhr: Straubinger Gäubodenvolksfest beginnt - Corona und Eigenverantwortung

Nach zweijähriger Corona-Zwangspause findet in Straubing wieder das Gäubodenvolksfest statt. Es darf ausgelassen und ohne Pandemie-Beschränkungen gefeiert werden - eine Rückkehr zur Normalität bedeutet dies aber noch nicht. Denn das Virus grassiert noch immer, wenn auch mit zumeist weniger schlimmen gesundheitlichen Folgen. Das Spektakel beginnt am Freitagabend mit dem traditionellen Trachtenumzug. Die offizielle Eröffnung mit Finanzminister Albert Füracker (CSU) findet am Samstag (10.00 Uhr) statt.

Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) appellierte jüngst im "Straubinger Tagblatt" an die Eigenverantwortung der Menschen. Wer Corona-Symptome habe, möge dem Fest fernbleiben. Und sollte aufgrund von Infektionen zu viel Personal in den Festzelten sowie beim Sicherheits- und Rettungsdienst ausfallen und ein ordnungsgemäßer Ablauf des Festes nicht mehr gewährleistet sein, müsse man auch über einen Abbruch nachdenken, sagte der Rathaus-Chef.

Das zehntägige Gäubodenvolksfest lockte zuletzt um die 1,45 Millionen Besucher in die 47 000 Einwohner-Stadt Straubing. Es gibt sieben Bierzelte mit nach Veranstalterangaben rund 27 000 Sitzplätzen sowie einen Vergnügungspark mit etwa 130 Schaustellern. Parallel findet die Ostbayernschau statt, eine Verbrauchermesse rund um Landwirtschaft, Freizeit und Handwerk.

Donnerstag, 11. August, 20 Uhr: RKI zu Corona-Situation: Gipfel aktueller Welle scheint überschritten

Das Robert Koch-Institut beobachtet zuletzt ein Abflachen des Corona-Infektionsgeschehens und sieht deshalb den Zenit der Sommerwelle überschritten. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sei in der vergangenen Woche nach dem bereits deutlichen Rückgang in der Vorwoche erneut um insgesamt 27 Prozent gesunken und in allen Bundesländern und Altersgruppen rückläufig, geht aus dem RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend hervor. Zudem seien die Anzahl Sars-CoV-2-Infizierter mit Symptomen einer akuten Atemwegsinfektion in Deutschland und die Zahl der Arztbesuche Infizierter gesunken, "so dass der aktuelle Wellengipfel überschritten zu sein scheint".

Die Zahl der Krankenhausaufnahmen von Menschen, die eine schwere akute Atemwegsinfektion und eine Covid-19-Diagnose hatten, sei in der vergangenen Woche ebenso gesunken wie die Zahl der Patienten mit Covid-19-Diagnose auf Intensivstationen. Auch bei den Todesfällen in Verbindung mit dem Virus spricht das RKI zuletzt von einem Rückgang – in der vergangenen Woche mit 372 übermittelten Todesfällen im Vergleich zu 444 in der Vorwoche.

Donnerstag, 11. August, 13.23 Uhr: Scholz sichert Ländern weiter Handlungsmöglichkeiten gegen Corona zu

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat den Bundesländern zugesichert, dass sie auch im Herbst und Winter Schutzmaßnahmen im Fall einer verschlechterten Corona-Lage ergreifen können. Scholz verwies am Donnerstag in Berlin darauf, dass die Bundesregierung einen Vorschlag für "gesetzliche Rahmenbedingungen für Handlungsmöglichkeiten der Länder" vorgestellt habe. Er verwies damit auf ein Anfang August vorgelegtes Schutzkonzept von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP).

Scholz sagte weiter: "Unser Programm ist, dass wir, wenn der Bundestag im September zusammenkommt, diese Gesetze gleich beschließen, so dass es einen unmittelbaren Anschluss für Handlungsmöglichkeiten für den ganzen Winter gibt, wenn die Gesetze, die heute gelten, am 23. September auslaufen." Er versicherte: "Das wird klappen."

Mit den Ländern werde nun weiter über die Vorschläge diskutiert, "um ein gemeinsames Projekt daraus zu machen". Bei den Ländern waren die Vorschläge von Lauterbach und Buschmann auf geteiltes Echo gestoßen.

Donnerstag, 11. August, 8.26: Fördert die Corona-Pandemie die Sucht nach Tabak und Alkohol?

Wenn sie im Stress sind, greifen Raucher oft und gern zur Zigarette. Wie groß aber ist der Stress inmitten der Corona-Pandemie, des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, des Klimawandels oder der Sorgen wegen Energiekrise und hoher Inflation? Raucher in Deutschland rauchen offenbar wieder mehr.

Donnerstag, 11. August, 6.19 Uhr: Nordkorea will Coronavirus ausgerottet haben

Drei Monate nach der erstmaligen Bestätigung eines Corona-Ausbruchs im Land hat Nordkorea eigenen Angaben zufolge das Virus besiegt. Machthaber Kim Jong Un habe feierlich den Sieg im Kampf um die Ausrottung des "neuen Coronavirus" erklärt, berichteten die staatlich kontrollierten Medien am Donnerstag. Kim habe die Erklärung am Mittwoch in Pjöngjang bei einem nationalen Treffen zu den Maßnahmen gegen die Epidemie gemacht. Die Kampagne gegen das Virus sei nun abgeschlossen, doch müsse Nordkorea weiter wachsam sein und die Grenzgebiete wirksam überwachen, wurde er zitiert.

Seit fast zwei Wochen meldete das Land keine neuen Krankheits- oder Verdachtsfälle, die im Zusammenhang mit dem Ausbruch stehen. Es war nach wie vor unklar, wie viele Corona-Infektionen es tatsächlich gegeben hat. Das streng abgeschottete Land hatte Mitte Mai zum ersten Mal offiziell Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt und von einem epidemischen Ernstfall gesprochen. Allerdings sprach es seitdem von "Fieberfällen". Eigenen Angaben zufolge wurden seit Ende April fast 4,8 Millionen solcher Fälle verzeichnet. Es habe 74 Todesopfer gegeben.

Experten gehen davon aus, das Nordkorea über keine ausreichenden Test-Kapazitäten verfügt. Nach eigenen Angaben schickten die Behörden jedoch "mobile anti-epidemische" Teams sofort in diejenigen Regionen, in denen Fieberfälle vorgekommen seien, um dort PCR-Tests und Antikörpertests zur Ursache des Symptoms durchzuführen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donerstag, 11. August, 6.15 Uhr: RKI registriert 59 888 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 354,5

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 354,5 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 366,8 gelegen (Vorwoche: 451,3; Vormonat: 661,4). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 59 888 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 74 645) und 153 Todesfälle (Vorwoche: 192) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 31 439 645 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mittwoch, 10. August, 16.55 Uhr: Diese Corona-Regeln sehen andere Länder für Herbst und Winter vor

Deutschland diskutiert schon jetzt über neue Corona-Regeln im Herbst. Aber wie ist das in anderen Ländern? Einen Überblick über die aktuelle Corona-Lage in mehreren europäischen Ländern finden Sie hier.

Mittwoch, 10. August, 16.47 Uhr: Lindner verspricht "liberalere Bekämpfung der Corona-Pandemie"

Im Streit um die Corona-Maßnahmen für Herbst und Winter macht sich FDP-Chef Christian Lindner für weniger Einschränkungen als in den vergangenen Pandemie-Wintern stark. "Es wird eine liberalere, eine verhältnismäßigere Bekämpfung der Corona-Pandemie geben", sagte Lindner dem Fernsehsender Welt. Das vergangene Woche nach langen Verhandlungen vorgelegte Schutzkonzept von Justizminister Marco Buschmann (FDP) und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bezeichnete Lindner als "erste Vorschläge". "An denen wird jetzt weitergearbeitet", sagte der Finanzminister. "Ich nehme auch wahr, wie die öffentliche Reaktion auf dieses und jenes Detail war, das werten wir aus und die Menschen können sicher sein: Mit den wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs lassen wir sie nicht allein, und wir werden auch nicht wieder in Deutschland zu flächendeckenden pauschalen Freiheitseinschränkungen zur Pandemiebekämpfung kommen."

Mittwoch, 10. August, 15.45 Uhr: Grundsatzurteil für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten gefällt

Arbeitgeber müssen Beschäftigte grundsätzlich weiter bezahlen, wenn sie härtere Quarantäneregeln als behördlich vorgeschrieben für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten erlassen. Das entschied das Bundesarbeitsgericht am Mittwoch (5 AZR 154/22) in Erfurt. Den Präzedenzfall für ein weiteres Corona-Urteil des höchsten deutschen Arbeitsgerichts lieferte ein Lebensmittelhersteller aus Berlin. Der Kläger, ein Urlaubsrückkehrer aus der Türkei, hatte ein Betretungsverbot für seinen Betrieb trotz negativem Corona-Test erhalten. Er wehrte sich erfolgreich gegen die betriebliche Regelung, die während der verordneten vierzehntägigen Quarantäne keine Bezahlung vorsah.

Mittwoch, 10. August, 15.10 Uhr: Wer haftet, wenn mein Konzert wegen Corona ausgefallen ist? BGH fällt Urteil

Wer Karten über ein Ticketportal für ein Konzert gekauft hat, das wegen Corona ausgefallen ist, kann sein Geld nicht vom Portal zurückfordern. Das hat der Bundesgerichtshof am Mittwoch entscheiden. Wer stattdessen dafür haftet, erfahren Sie hier.

Mittwoch, 10. August, 13.39 Uhr: Weiter Kritik an Corona-Schutzplänen des Bundes für den Herbst

Die Kritik an den Corona-Schutzplänen des Bundes für die kalte Jahreszeit dauert an. Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, forderte Nachbesserungen am geplanten Infektionsschutzgesetz. "Wir begrüßen, dass eine Maskenpflicht in Innenräumen weiter möglich sein soll", sagte er der "Rheinischen Post" (Mittwoch). "Die Ausnahmen für Geimpfte sind aber völlig unpraktikabel und widersprechen deshalb dem Ziel eines guten Infektionsschutzes." Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 10. August, 11.10 Uhr: Holetschek: Seit Corona weniger Masern

Die Zahl der Masern-Fälle in Bayern ist nach Angaben von Gesundheitsminister Klaus Holetschek seit der Corona-Pandemie deutlich gesunken. In diesem Jahr seien bisher nur drei Masern-Infektionen registriert worden, im vergangenen Jahr zwei und anno 2020 auch nur zwölf. "Das ist eine erfreuliche Entwicklung! Denn 2019 lag die Zahl der Infektionen im Freistaat noch bei 75 Infektionen und 2018 sogar bei 108 Infektionen", sagte Holetschek am Mittwoch in München.

Die Corona-Schutzmaßnahmen und das reduzierte Reisen könnten den Trend unterstützt haben. Außerdem gilt seit März 2020 bundesweit das Masernschutzgesetz mit der Impfnachweispflicht in Schulen, Kindergärten, Kindertagesstätten, medizinischen Einrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften. Bei den Einschulungsuntersuchungen für das Schuljahr 2019/20 lag die Impfquote in Bayern bei 93 Prozent für die zweite Masern-Impfung.

Mittwoch, 10. August, 10 Uhr: Bildungsministerin schließt flächendeckende Schulschließungen aus

Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger hat mit Blick auf die Corona-Lage in den kommenden Monaten flächendeckende Schulschließungen abermals ausgeschlossen. "Wir müssen alles so vorbereiten, dass es nicht so weit kommt", sagte die FDP-Politikerin am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

Unterricht sollte auch mittels digitaler Medien möglich sein, falls Lehrkräfte ausfielen, aber "immer nur begrenzt und nicht monatelange Schulschließungen", betonte Stark-Watzinger. Zu Kritik an den Vorschlägen zum neuen Infektionsschutzgesetz sagte Stark-Watzinger: "Die Länder haben jede Möglichkeit, auch mit den Schulen sich Regeln zu geben." Es sei die Hausaufgabe für den Sommer gewesen diese vorzubereiten.

Für rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen beginnt an diesem Mittwoch wieder der Unterricht. NRW startet als erstes Bundesland nach dem Sommerferien-Ende.

Mittwoch, 10. August, 8 Uhr: Sechs weitere Tote mit Corona-Infektion im Allgäu

Die Behörden in den Allgäuer Landkreisen und kreisfreien Städten haben auf Mittwoch sechs weitere Todesfälle mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion gemeldet. Die Zahl seit Beginn der Pandemie steigt für unsere Region damit von 1103 auf 1109 Menschen, die mit oder an einer Corona-Infektion gestorben sind. Zur Wochenmitte laufen in der Regel noch Nachmeldungen vom vergangenen Wochenende ein, die sich auf die Zahlen auswirken. Ähnlich verhält es sich bei den aktuellen Inzidenzwerten, die sie hier nachlesen können.

Mittwoch, 10. August, 7.50 Uhr: Masken sollen bei angespannter Lage innen Pflicht werden

Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich bei einer deutlich verschlechterten Corona-Lage im Herbst und Winter auf die Rückkehr zur Maskenpflicht in Innenräumen einstellen. Bei einer Gesundheitsministerkonferenz (GMK) von Bund und Ländern wurden aber heftige Differenzen über vom Bund vorgesehene Ausnahmen für frisch Geimpfte deutlich. Alle Hintergründe dazu hier.

Mittwoch, 10. August, 7.40 Uhr: Lauterbach: Habe vierte Impfung nie allen Jüngeren empfohlen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will frühere Äußerungen zur vierten Corona-Impfung nicht als Empfehlung für alle jüngeren Menschen verstanden wissen. "Ich habe nicht gesagt: Für alle die vierte Impfung", sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend im ZDF-"heute journal". "Ich habe nie gesagt, dass alle jüngeren Leute sich jetzt impfen lassen sollen. Das ist einfach falsch."

Der Minister hatte sich Mitte Juli in einem "Spiegel"-Interview zur vierten Corona-Impfung geäußert und gesagt, wolle man den Sommer ohne das Risiko einer Erkrankung genießen, dann würde er "in Absprache natürlich mit dem Hausarzt auch Jüngeren die Impfung empfehlen".

Er habe lediglich darauf hingewiesen, dass es für die verschiedenen Altersgruppen wie für die unter 60-Jährigen eine klare Botschaft brauche, sagte Lauterbach nun. Risikopatienten sollten seiner Ansicht nach nicht auf die angepassten Impfstoffe warten: Abwarten sei "für diejenigen, die jetzt im Risiko stehen, einfach falsch", sagte er im ZDF. Bei jüngeren Menschen könne es aber durchaus Sinn machen, "dass man noch etwas zuwartet" und sich mit den neuen Impfstoffen behandeln lasse, sagte Lauterbach in den ARD-"Tagesthemen".

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine vierte Corona-Impfung derzeit nur Menschen über 70 Jahren sowie einigen Risikogruppen. Führende EU-Behörden haben sich für eine zweite Auffrischungsimpfung für alle über 60 ausgesprochen.

Mittwoch, 10. August, 7.30 Uhr: RKI registriert 72.737 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 366,8

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz von Infektionen mit dem Coronavirus am Mittwochmorgen mit 366,8 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 381,5 gelegen (Vorwoche: 477,9; Vormonat: 672,9). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 72.737 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 87.681) und 213 Todesfälle (Vorwoche: 210) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 31.379.757 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Dienstag, 9. August, 18.15 Uhr: Lauterbach zur Maskenpflicht in Innenräumen

Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) im Fall einer deutlich verschlechterten Corona-Lage im Herbst und Winter auf eine Maskenpflicht in Innenräumen einstellen. "Klargestellt ist, dass Maskenpflicht in Innenräumen bei einer angespannten Pandemielage die Regel sein soll", sagte Lauterbach nach einer Schaltkonferenz der Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern am Dienstag.

Mehrere Länder hatten im Vorfeld Kritik an geplanten Ausnahmen geübt. Hierbei geht es um den Plan, Menschen von Maskenpflichten in Restaurants oder bei Kultur- und Sportveranstaltungen zu befreien, wenn ihre Impfung nicht älter als drei Monate ist.

Lauterbach sagte: "Nur in Ausnahmefällen soll davon abgewichen werden können." Dadurch werde die Notfall-Regel noch sicherer. "Von einem frisch Geimpften geht selbst dann ein relativ geringes Infektionsrisiko aus, wenn er keine Maske trägt."

Dienstag, 9. August, 13.40 Uhr: Labore: PCR-Tests weiter rückläufig - hohe Positivrate

Die Zahl der PCR-Tests auf Sars-CoV-2 und der Anteil der positiven Ergebnisse sind einem Laborverband zufolge in der vergangenen Woche weiter zurückgegangen. So seien mit knapp über 580.900 PCR-Untersuchungen etwa 16 Prozent weniger durchgeführt worden als noch in der Vorwoche, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit. Die Positivrate von knapp 46 Prozent sei zwar niedriger als in der Vorwoche (knapp 51 Prozent), belege aber, dass das Infektionsgeschehen weiter dynamisch sei und tendenziell auf hohem Niveau bleibe, hieß es. Insgesamt fiel demnach die Zahl der positiven Tests auf etwa 266.900 und ging damit im Vergleich zur Vorwoche um 24 Prozent zurück.

Aus Sicht des ALM ist diese Tendenz zum Teil auf die Ferienzeit zurückzuführen. Der Verband betonte aber auch: "Noch immer ist von einer signifikanten statistischen Untererfassung von an Corona Erkrankten auszugehen, da nicht mehr alle symptomatischen Personen mit der PCR untersucht werden." Eine Entspannung sei demnach auch bei der Auslastung der rund 180 Labore, die an der Erhebung teilnehmen, zu verzeichnen: Diese liege aktuell bei lediglich 21 Prozent, wobei die Kapazitäten für die aktuelle Woche auf nun 2,47 Millionen PCR-Tests gesunken seien. Mit Blick auf die nächste Zeit wies der Laborverband einmal mehr auf die Notwendigkeit der Vorbereitung für Herbst und Winter und der Planungssicherheit hin. Für die kommenden Wochen sei wieder ein deutlicher Anstieg des Infektionsgeschehens zu erwarten, hieß es.

Dienstag, 9. August, 12.25 Uhr: BKA: Corona-Pandemie verändert Kriminalitätslage

Während der Corona-Pandemie hat es weniger Wohnungseinbrüche und Diebstahlsdelikte gegeben. Zugenommen haben dagegen Straftaten im Zusammenhang mit der Darstellung von sexuellem Missbrauch von Kindern sowie im Bereich Cybercrime, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Zudem sei ein gestiegenes Aggressionspotenzial bei Demonstrationen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen im zweiten Jahr der Corona-Pandemie verzeichnet worden. Während der Covid-19-Pandemie habe sich die Digitalisierung der Gesellschaft deutlich beschleunigt und die Nutzung des Internets und sozialer Medien noch einmal verstärkt, erklärte das BKA die Entwicklung in seinem Bericht zu den Auswirkungen von Covid-19 auf die Kriminalitätslage in Deutschland. Dadurch hätten sich vermehrt Angriffsmöglichkeiten für Cyberkriminelle und die Gelegenheiten für Straftaten im Zusammenhang mit der Darstellung sexualisierter Gewalt gegen Kinder und des sexuellen Missbrauchs von Kindern geboten. Der bereits seit Jahren zu beobachtende Trend steigender Fallzahlen habe sich in beiden Bereichen während der Pandemie noch einmal verstärkt. Hohe Infektionszahlen und eine eingeschränkte Mobilität durch die staatlichen Corona-Maßnahmen hätten auch zu einem Rückgang der Mobilität in der Bevölkerung und damit zu einem vermehrten Aufenthalt im häuslichen Umfeld geführt, erklärte das BKA. Damit sei der deutliche Rückgang der Fallzahlen bei den Wohnungseinbrüchen sowie dem Laden- und Taschendiebstahl zu erklären.

Dienstag, 9. August, 11.50 Uhr: Junge Menschen häufig wegen psychischer Erkrankungen im Krankenhaus

Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen waren im Jahr 2020 die häufigste Ursache für stationäre Krankenhausbehandlungen von jungen Menschen in Deutschland. Von den insgesamt 829.400 Krankenhauspatientinnen und -patienten im Alter zwischen 15 und 24 Jahren waren 147.000 aus diesen Gründen stationär versorgt worden, das entspricht einem Anteil von knapp 18 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Dahinter folgten Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (15 Prozent), Verletzungen und Vergiftungen (14 Prozent) sowie Krankheiten des Verdauungssystems (10 Prozent).

Laut den Angaben gingen die stationären Behandlungen aufgrund psychischer Krankheiten bei den 15- bis 24-Jährigen im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 um 13 Prozent zurück. Somit sanken sie genauso stark wie die Zahl der Krankenhausbehandlungen insgesamt im Jahr 2020. Langfristig nahmen die Fälle allerdings zu: So waren 15 Jahre zuvor (2005) rund 135.100 der junge Menschen wegen psychischer Krankheiten stationär behandelt worden (Anteil 12 Prozent). Diese waren damals noch der dritthäufigste Behandlungsgrund, an erster Stelle standen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (20 Prozent).

Dienstag, 9. August, 11.30 Uhr: Bayern als Urlaubsland fast wieder auf Vor-Corona-Niveau

In der bayerischen Tourismusbranche läuft es wieder rund. Nach zwei Jahren mit deutlichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sind im Juni 3,6 Millionen Gäste nach Bayern gereist, die Beherbergungsbetriebe meldeten 9,8 Millionen Übernachtungen. "Das sind fast so viele, wie vor der Corona-Pandemie im Juni 2019", teilte das Landesamt für Statistik am Dienstag mit. Damals hatten 3,9 Millionen Gäste knapp 10 Millionen Übernachtungen gebucht. Bei den inländischen Gästen überstiegen die Übernachtungszahlen jetzt mit 8,3 Millionen sogar leicht den Wert von Juni 2019. Rund 1,5 Millionen Übernachtungen entfielen auf Gäste aus dem Ausland, das war noch ein Viertel weniger als vor Corona.

Mehr als drei Viertel der Gäste übernachteten in Hotels, Gasthöfen und Pensionen - knapp ein Viertel in Ferienwohnungen, Jugendherbergen, auf Hütten oder auf Campingplätzen. Beliebtestes Ziel war Oberbayern, mit großem Abstand gefolgt von Schwaben, Mittelfranken und Niederbayern. Im ersten Halbjahr des Jahres 2022 wurden in Bayern 13,6 Millionen Gästeankünfte und 37,8 Millionen Übernachtungen registriert - "bedeutend mehr als im Vorjahreszeitraum 2021, der Großteils noch vom zweiten Corona-Lockdown geprägt war". Alle Regierungsbezirke und Tourismusregionen verzeichneten durchweg positive Veränderungsraten, teilte das Landesamt mit.

Dienstag, 9. August, 10.15 Uhr: Mehrere Corona-Fälle: Deutsche Ruderer mit dezimiertem Aufgebot in EM

Die deutschen Ruderer gehen nach mehreren Corona-Fällen mit dezimierter Flotte in die EM von München. Aufgrund diverser positiver Tests müssen der Männer-Doppelvierer und leichte Männer-Doppelzweier auf einen Start bei den Titelkämpfen vom 11. bis 14. August auf der Olympiastrecke in Oberschleißheim verzichten. Mit dem Doppelzweier war ein weiteres Boot aus dem Skullbereich aus gesundheitlichen Gründen erst gar gemeldet worden. "Das ist wirklich sehr schade und ärgerlich. Bis jetzt wurden wir verschont, was Corona-Erkrankungen bei großen Regatten angeht. Dass es jetzt die Heim-EM in München betrifft, ist umso bitterer, vor allem für die Athleten und das Trainerteam. Ich hoffe, dass die erkrankten Sportler schnell wieder fit werden und Corona nicht noch größere Wellen bei uns im Team schlägt", sagte Sportdirektor Mario Woldt. Nicht betroffen ist Lokalmatador Oliver Zeidler. Der 26 Jahre alte Einer-Weltmeister von 2019 hatte sich individuell in München auf die Regatta vorbereitet und war deshalb nicht mit den Infizierten in Kontakt. Er gilt beim Kampf um Medaillen als Mitfavorit. Die EM findet im Rahmen der European Championships in München statt, bei denen in neun olympischen Disziplinen 177 Entscheidungen anstehen.

Dienstag, 9. August, 10.55 Uhr: Mihambo mit Corona infiziert: Bangen um EM-Start in München

Titelfavoritin Malaika Mihambo muss nach einer Corona-Infektion um ihren Start bei der Leichtathletik-EM in München bangen. Die 28 Jahre alte Weitsprung-Weltmeisterin hat sich nach der WM in Eugene mit dem Virus infiziert, teilte ihr Management am Dienstag mit. "Es war zwar ein milder Verlauf, aber ich habe mich müde und schlapp gefühlt und zehn Tage nicht trainiert", sagte Mihambo. "Die Quarantäne und die Symptome haben eine optimale Wettkampfvorbereitung leider unmöglich gemacht." Ob sie bei der bei der EM antreten könne, entscheide sich im Laufe der nächsten Woche, hieß es in der Mitteilung. Die Weitsprung- Qualifikation der Frauen ist im EM-Zeitplan am Dienstag kommender Woche terminiert. Das Finale wird am 18. August ausgetragen.

Dienstag, 9. August, 9.45 Uhr: Weil sieht Diskussionsbedarf bei neuem Infektionsschutzgesetz

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sieht noch Diskussionsbedarf beim neuen Infektionsschutzgesetz. Dies gelte vor allem für die Frage, ob sich frisch gegen Corona Geimpfte von der Maskenpflicht befreien lassen können, sagte der SPD-Politiker dem Bremer "Weser-Kurier" (Dienstag). "Das halte ich nicht für eine kluge Regelung." Auch frisch Geimpfte könnten sich infizieren und andere anstecken. Derzeit analysiere seine Landesregierung den von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) vorgestellten Gesetzesentwurf, sagte Weil. "Wir werden das tun, was notwendig ist", sagte er auf die Frage, ob Niedersachsen die zugestandenen Befugnisse voll ausschöpfen werde. Es werde bereits darüber nachgedacht, wie genau die neuen Regelungen auf Niedersachsen übertragen werden können. "Der Grundsatz lautet: So viel wie nötig, so wenig wie möglich", sagte Weil. Am Nachmittag beraten die Gesundheitsressortchefs der Länder und des Bundes über den Gesetzesentwurf. Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass die Bundesländer ab Oktober wieder Maskenpflichten verhängen dürfen. Bundesweit soll weiterhin eine Maskenpflicht in Bus, Bahn und Flieger sowie neu eine Masken- und Testpflicht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gelten. Die Länder sollen selbst entscheiden, ob sie darüber hinaus in öffentlich zugänglichen Innenräumen Masken vorschreiben.

Dienstag, 9. August, 8.55 Uhr: Grimm-Benne hält Corona-Schutzkonzept des Bundes für gute Grundlage

Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Petra Grimm-Benne (SPD), sieht im Entwurf für das neue Infektionsschutzgesetz eine gute Grundlage für weitere Diskussionen zum Schutz vor dem Coronavirus. "Der Daumen geht eindeutig rauf", sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Länder hätten gefordert, dass der Entwurf frühzeitig vorliege, um im Sommer darüber zu diskutieren. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollten am Nachmittag über das weitere Vorgehen beraten. Zur Kritik am Plan, Menschen von Maskenpflichten in Restaurants oder bei Kultur- und Sportveranstaltungen zu befreien, wenn ihre Impfung nicht älter als drei Monate ist, sagte Grimm-Benne, in den Gesetzentwurf sei eingeflossen, was ein Expertenbericht ergeben habe. Es sei deutlich geworden, dass der Impfschutz nach drei Monaten erheblich nachlasse. Niemand werde verlangen, dass man sich alle drei Monate neu impfen lasse. Es wäre aber ein verhältnismäßig gutes Mittel, dann Masken zu tragen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) hatten vergangene Woche ein Schutzkonzept für den Herbst und Winter vorgestellt. Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass die Bundesländer ab Oktober wieder Maskenpflichten verhängen dürfen. Bundesweit soll weiterhin eine Maskenpflicht in Bus, Bahn und Flieger sowie neu eine Masken- und Testpflicht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gelten. Die Länder sollen selbst entscheiden, ob sie darüber hinaus in öffentlich zugänglichen Innenräumen Masken vorschreiben.

Dienstag, 9. August, 8.10 Uhr: Haustiere aus Corona-Zeit füllen Tierheime

Viele Tierheime in Deutschland sind nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes zurzeit überlastet. So nehmen unter anderem das Tierheim in Berlin und das in Nürnberg keine neuen Tiere mehr auf, weil sie schon zu viele Hunde, Katzen und Kleintiere betreuen. "Wir sind voll bis unters Dach", sagt die Nürnberger Tierheimleiterin Tanja Schnabel. Auffällig ist nach Angaben mehrerer Tierheime, dass besonders viele junge Hunde abgegeben werden, die schwierig im Umgang seien und viel Betreuung bräuchten.

"Da hatten sich die Leute vermutlich unbedarft im Zuge des Corona-Haustierbooms kleine Welpen ins Haus geholt, aber nicht die notwendige Erziehungsarbeit geleistet. Spätestens mit dem Beginn der Pubertät waren sie dann völlig überfordert mit dem Junghund", meint Beate Kaminski vom Berliner Tierheim.

Dienstag, 9. August, 8 Uhr: Infektionsschutzgesetz: Bayern fordert Nachschärfungen

Vor Beratungen der Gesundheitsminister reißt die Debatte über den Entwurf für das neue Infektionsschutzgesetz nicht ab. Bayern forderte dringende Nachbesserungen. Welche das sind, lesen Sie hier.

Dienstag, 9. August, 6.35 Uhr: RKI meldet zwei weitere Corona-Tote im Allgäu - Inzidenz in Kaufbeuren unter 1000

Zwei weitere Menschen im Allgäu, die mit dem Coroa-Virus infiziert waren, sind gestorben. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag. Die 7-Tage-Inzidenz in Kaufbeuren sank inzwischen wieder auf einen Wert unter 1000. In einer anderen Stadt gehen die Zahlen hingegen nach oben. Die aktuellen Daten für das Allgäu finden Sie hier.

Dienstag, 9. August, 6 Uhr: RKI registriert 78.698 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 381,5

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 381,5 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 389,3 gelegen (Vorwoche: 516,1; Vormonat: 700,3). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 78.698 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 102 698) und 170 Todesfälle (Vorwoche: 171) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 31.307.020 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

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Alle Entwicklungen vom 24. Juli bis 8. August 2022 lesen Sie in Teil 118 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 12. bis 23. Juli 2022 lesen Sie in Teil 117 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 29. Juni bis 11. Juli 2022 lesen Sie in Teil 116 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 17. bis 28. Juni 2022 lesen Sie in Teil 115 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 3. bis 16. Juni 2022 lesen Sie in Teil 114 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 18. Mai bis 3. Juni lesen Sie im Teil 113 unseres unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu

Alle Entwicklungen vom 10. bis 18. Mai 2022 lesen Sie in Teil 112 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 27. April bis 9. Mai 2022 lesen Sie in Teil 111 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.