Ringen Westendorf

Noch ein Schritt bis zum Gipfel

Ringen Westendorf Berchtesgaden

Ringen: Sieg des TSV Westendorf gegen Berchtesgaden.

Bild: Mathias Wild

Ringen: Sieg des TSV Westendorf gegen Berchtesgaden.

Bild: Mathias Wild

Ringen TSV Westendorf erwartet zum entscheidenden Duell um den Oberliga-Titel den TSV Burgebrach. Wie es 2020 weitergeht
03.09.2021 | Stand: 14:29 Uhr

Hinter den Ringern des TSV Westendorf liegt bereits eine beeindruckende Saison, nun können die Ostallgäuer ihre überzeugenden Leistungen im vergangenen Halbjahr krönen. Am Samstag steht in Westendorf der Rückkampf um den bayerischen Oberliga-Titel an. Die TSV-Ringer gewannen das erste Aufeinandertreffen beim TSV Burgebrach mit 17:10 und schufen sich damit eine exzellente Ausgangsposition für das entscheidende Duell am Samstag (19.30 Uhr) im Bürgerhaus Alpenblick.

Die Grundlage für den Erfolg legten die Ostallgäuer in den Hauptrunden-Duellen der Oberliga Süd. In diese Staffel war der TSV Westendorf nach dem Rückzug aus der Bundesliga eingruppiert worden. Zwölf Kämpfe, zwölf Siege – so lautet die Bilanz. Unangefochten landeten die Westendorfer (24:0-Punkte) auf dem ersten Platz vor dem SC Anger und dem SV Hallbergmoos II (beide 16:8-Punkte). Routinier Michael Heiß (75 kg) gewann ebenso wie Youngster Niklas Stechele (57 kg) alle Kämpfe, auch Simon Einsle (zehn von elf) kommt auf eine beeindruckende Bilanz. Die Auftritte sorgten auch bei Abteilungsleiter Thomas Stechele für große Zufriedenheit. „Die Jungs waren immer super vorbereitet und haben stets eine tolle Moral gezeigt“, sagt Stechele. Denn nicht alle Kämpfe seien locker über die Bühne gegangen. „Bei stärkeren Gegner haben sich unsere Ringer immer gesteigert. Außerdem sind sie topfit – das ist ein Verdienst der Trainer“, meint Stechele. Klaus Prestele (Griechisch-Römisch) und Jürgen Stechele (Freistil) seien maßgeblich dafür verantwortlich, dass viele Nachwuchsringer den Schritt in die Oberliga geschafft haben. „Ich denke da zum Beispiel an Felix Kiyek und Daniel Joachim. Sie haben sich richtig reingebissen und enorm weiterentwickelt“, sagt Stechele.

Der Westendorfer Abteilungsleiter hätte vor der Saison nicht damit gerechnet, dass seine Mannschaft die Finalkämpfe um den Oberliga-Titel mit einer derartigen Souveränität erreicht. „Das sind jetzt absolute Bonus-Kämpfe. Ich hoffe auf eine volle Halle am Samstag“, sagt Stechele, der den Heimvorteil als „absoluten Pluspunkt“ sieht. Sieben Punkte seien zudem ein komfortabler Vorsprung – dennoch warnt der 53-Jährige vor Leichtsinn. „Beim Ringen ist alles möglich. Unsere Fans werden Burgebrach sicher beeindrucken, aber sie werden nochmals alles probieren“, sagt Stechele.

Im Falle des Titelgewinns verzichtet der Verein auf das Aufstiegsrecht und bleibt mit seiner Mannschaft in der Oberliga. Diese wird in der kommenden Saison eingleisig – die drei besten Mannschaften aus der Süd- und Nordstaffel sowie die Absteiger aus der Bundesliga bilden dann die neue bayerische Oberliga. „Das ist die optimale Liga für uns“, sagt Stechele.