Corona aktuell im Allgäu

Norden top, Süden mau: Bremen liegt bei Impfungen deutlich vor Bayern - SPD und Grüne: kein "Freedom Day"

Corona-News aus dem Allgäu und der Welt: Trotz Impfaktionen wie hier auf der Jenneralm: Bayern liegt bei den Impfquoten deulich hinter norddeutschen Bundesländern zurück.

Corona-News aus dem Allgäu und der Welt: Trotz Impfaktionen wie hier auf der Jenneralm: Bayern liegt bei den Impfquoten deulich hinter norddeutschen Bundesländern zurück.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand

Corona-News aus dem Allgäu und der Welt: Trotz Impfaktionen wie hier auf der Jenneralm: Bayern liegt bei den Impfquoten deulich hinter norddeutschen Bundesländern zurück.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand

Corona-News: In München wird die "Koa Wiesn" gefeiert. Bei den Impfquoten zeigt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle, Bayern glänzt nicht. Unser Newsblog.
18.09.2021 | Stand: 18:41 Uhr

<< Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktullen Corona-News im Allgäu und in der Welt. >>

Samstag, 18. September, 18.40 Uhr: SPD und Grüne widersprechen Kassenärztechef - Kein "Freedom Day"

Der Vorstoß von Kassenärztechef Andreas Gassen, zum 30. Oktober alle Corona-Beschränkungen aufzuheben, trifft bei SPD und Grünen auf Ablehnung. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält dies für "nicht ethisch vertretbar". Die Welle der Pandemie, die dann käme, wäre zu groß, warnte der SPD-Politiker auf Twitter. Besser wäre eine Öffnung, wenn 85 Prozent geimpft seien. Bis dahin sollte die 2G-Regel gelten.

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen widersprach Gassen ebenfalls. "Jetzt so zu tun, als sei die Pandemie ein Privatvergnügen und Ungeimpfte letztlich selbst dran Schuld und wir könnten uns jetzt von allen Schutzmaßnahmen verabschieden, das halte ich für zynisch", sagte Dahmen dem Sender NDR Info. Auch widerspreche die Forderung der Haltung der Mehrheit der niedergelassenen Ärzte.

Samstag, 18. September, 14.51 Uhr: Spahn: Im Südosten Deutschlands deutlich höhere Impfquoten erreichen

Gesundheitsminister Jens Spahn sieht wegen deutlicher regionaler Unterschiede bei den Impfquoten in Deutschland Aufholbedarf. "Im Nordwesten sind wir fast am Ziel, im Südosten sollten wir noch deutlich höhere Quoten erreichen", so Spahn am Samstag auf Twitter. Nach seinen Angaben haben 62,9 Prozent der Bevölkerung vollen Impfschutz, 67,1 Prozent erhielten mindestens eine Impfung.

RKI-Daten zeigen, dass im Nordwesten deutlich mehr Menschen gegen Corona geimpft sind als im Südosten. Bremen ist Spitzenreiter: Hier wurden 77,7 Prozent der Bürger einmal geimpft und 73,3 Prozent haben einen vollständigen Schutz (Stand: Samstag, 10.31 Uhr). Auch in Schleswig-Holstein, Hamburg und Nordrhein-Westfalen erhielten mehr als 70 Prozent der Einwohner mindestens eine Corona-Impfung. In Ostdeutschland liegen die Impfquoten deutlich niedriger als im Westen. Doch auch Bayern (63,8 Prozent Erstimpfungen) und Baden-Württemberg (64,3 Prozent) liegen noch weit hinter den Impf-Vorreiter-Bundesländern.

Samstag, 18. September, 13.30 Uhr: Ab Montag Testnachweispflicht für Kita-Beschäftigte

Ab Montag müssen ungeimpfte Beschäftigte in Kindertagesstätten in Bayern nachweisen, dass sie negativ auf Corona getestet sind. Daran erinnerte Familienministerin Carolina Trautner (CSU) am Samstag. So solle die Sicherheit für Kinder, Eltern und die Mitarbeiter erhöht werden, teilte das Ministerium mit. Die Beschäftigten müssen sich ab kommender Woche dreimal pro Woche testen. Ohne Nachweis dürfen sie nicht in die Einrichtung.

Die Regel hatte das Kabinett vergangene Woche beschlossen. Neben den eigenen Beschäftigten gilt die Pflicht auch für Mitarbeiter von außen, also zum Beispiel Reinigungskräfte oder Musiklehrer. Der Freistaat stellt den Kitas Selbsttests bereit. So könnten sich auch geimpfte oder genesene Beschäftigte freiwillig testen.

Eltern müssen sich nicht testen lassen, wenn sie ihre Kinder bringen und abholen oder kurz mit den Erziehern reden wollen. Für Kinder soll es sogenannte Lollitests geben, zudem bekommen Eltern Berechtigungsscheine für kostenlose Selbsttests - verpflichtend ist das allerdings nicht. Masken müssen Erwachsene weiter tragen. Trautner sagte, derzeit seien sehr wenige Kitas wegen Corona geschlossen.

Samstag, 18. September, 13.15 Uhr: Koa-Wiesn-Auftakt: "Ozapft is" in Münchner Gaststätten

Die Wiesn ist wegen Corona abgesagt - trotzdem heißt es heute in München wieder: "Ozapft is". In gut 50 Gaststätten laden die Wirte zur Wirtshauswiesn, auch in anderen Kneipen wurde traditionsgerecht ein Fass Bier angezapft. Auch auf der Theresienwiese prosteten sich bei traumhaftem Wetter Wiesn-Fans zu, viele waren in Tracht unter die Bavaria gekommen.

Bilderstrecke

WirtshausWiesn 2021: "O'zapft is" in München

Samstag, 18. September, 13 Uhr: Aktionen, Prämien und noch mehr: Corona-Impfquote soll steigen

Politiker und Verbände übertreffen sich mit Vorschlägen, wie sich die Impfquote im Kampf gegen die Corona-Pandemie noch erhöhen lässt. Gelingt es, den Anteil der Geimpften rechtzeitig zum Herbst noch einmal deutlich zu steigern? Mehr dazu erfahren Sie hier.

Samstag, 18. September,12.20 Uhr: Spahn: Sollten im Südosten noch deutlich höhere Impfquoten erreichen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Samstag auf die Unterschiede beim Fortschritt der Corona-Impfungen zwischen den Bundesländern hingewiesen. "Im Nordwesten sind wir fast am Ziel, im Südosten sollten wir noch deutlich höhere Quoten erreichen", schrieb der CDU-Politiker bei Twitter. Nach seinen Angaben haben 62,9 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland (52,3 Millionen Menschen) vollen Impfschutz, 67,1 Prozent (55,8 Millionen) erhielten mindestens eine Impfung.

Tatsächlich sind im Nordwesten deutlich mehr Menschen gegen Corona geimpft als im Südosten, wie Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigen. Bremen ist Spitzenreiter: Hier wurden 77,7 Prozent der Bürger einmal geimpft und 73,3 Prozent haben einen vollständigen Schutz (Stand: Samstag, 10.31 Uhr). In Ostdeutschland liegen die Impfquoten weiterhin zumeist deutlich niedriger als im Westen. In Sachsen beispielsweise haben bisher nur 56,9 Prozent einen ersten und 53,6 einen zweiten Piks erhalten.

Samstag, 18. September, 10.05 Uhr: Ginter über Corona-Infektion: Impfung hat Schlimmeres verhindert

Sein Impfschutz hat Fußball-Nationalspieler Matthias Ginter bei seiner Corona-Infektion nach eigener Aussage vor einem noch heftigeren Verlauf geschützt. Dennoch gab der 27 Jahre alte Abwehrspieler zu, von der Infektion heftig getroffen worden zu sein. "Ich hatte Fieber, Geschmacksverlust, war völlig fertig, allein der Weg vom Bett bis ins Badezimmer erwies sich als wahre Kraftanstrengung", erzählte Ginter im Interview des "Express" (Samstag).

Der doppelt geimpfte Innenverteidiger von Borussia Mönchengladbach war vor einem Monat im Spiel bei Bayer Leverkusen vorzeitig ausgewechselt worden. Er ging zu dem Zeitpunkt noch von einem einfachen Infekt aus. Ein anschließender Coronatest war dann aber positiv. "Als ich die Diagnose bekommen habe, ist das schon sehr überraschend für mich gewesen. Ich bin doppelt geimpft und hatte mich schon in gewisser Weise sicherer gefühlt", sagte Ginter. "Die Impfung dürfte eine längere Leidenszeit verhindert haben. Fünf Tage später sind die Coronatests dann auch wieder negativ gewesen."

Nationalspieler Matthias Ginter hatte Corona - trotz Impfung.  Seine Symptome waren "ziemlich krass".
Nationalspieler Matthias Ginter hatte Corona - trotz Impfung.  Seine Symptome waren "ziemlich krass".
Bild: Federico Gambarini, dpa

Samstag, 18. September, 8.55 Uhr: Kanzler Kurz: Bei steigenden Corona-Zahlen Après-Ski nur für Geimpfte

Apres-Ski nur noch für Geimpfte: Österreichs Kanzler Kurz will eine sichere Winter-Saison. Wenn sich die Corona-Situation in Österreich weiter verschärfe, soll es die 1G-Regel für die Party nach der Piste geben. Weitere Informationen dazu lesen Sie hier.

Samstag, 18. September, 8.14 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen für das Allgäu

Die Allgäuer Inzidenzwerte sind am Samstag im Vergleich zum Vortag überall gesunken. Es liegen auch nur noch eine Allgäuer Stadt und ein Kreis über der Inzidenz 100. Mehr dazu hier.

Samstag, 18. September, 7.30 Uhr: Corona-Ausbruch trotz 2G: Experten betonen dennoch Impfschutz

Nach dem Corona-Ausbruch in Münster bei einer 2G-Party mit über 80 Infizierten unterstreichen Experten dennoch die Bedeutung der Schutzimpfung. Unter Extrembedingungen eines Clubs mit Hunderten Besuchern, Enge und dicht geführten Gesprächen bei lauter Musik seien Infektionen auch für Geimpfte und Genesene nicht völlig auszuschließen, sagte Bernd Salzberger, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, der Deutschen Presse-Agentur. Die Impfung schütze in diesen Fällen aber offensichtlich trotzdem: Die Betroffenen in Münster hätten durchweg keine schweren Verläufe.

"Spricht das gegen 2G? Nein, klar dafür. Ohne 2G wären viel mehr Partybesucher schwer erkrankt", kommentierte kürzlich der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.

An der Party hatten am 3. September in Münster rund 380 Frauen und Männer teilgenommen. Die meisten von ihnen sind Anfang oder Mitte 20. Zugang hatten nur doppelt gegen Corona Geimpfte oder Genesene (2G). Nach der Party hatte die Stadt dennoch zahlreiche Neuinfektionen gemeldet. Nach dem letzten Stand waren es 85 und ein Mitarbeiter des Clubs (Stand 17.9.) - mehr als jeder fünfte Party-Teilnehmer. Falsche Angaben der Gäste zu ihrem Impfstatus als Erklärung schließt die Stadt nach bisherigem Stand aus.

Samstag, 18. September, 7 Uhr: RKI registriert 8.901 Corona-Neuinfektionen: Inzidenz bei 72,0

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am fünften Tag in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 72,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 74,4 gelegen, vor einer Woche bei 82,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8901 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.40 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.214 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 63 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 45 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.134.779 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 1,89 an (Mittwoch: 1,87). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich.

Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.882.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.920.

Freitag, 17. September, 21 Uhr: Spahn: Mit Antikörpertest genügt Corona-Infizierten eine Impfung

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Bürgern nach einer unbemerkten Corona-Infektion ermöglichen, dass ein Antikörpertest und eine Impfung bereits als Nachweis für einen vollständigen Impfschutz ausreichen. "Viele Bürgerinnen und Bürger waren infiziert, ohne es zu merken", sagte der Politiker der "Bild"-Zeitung. "Mit einem qualitativ hochwertigen Antikörpertest kann man das mittlerweile sicher nachweisen."

Die neue Regel solle in Kürze auf der Homepage des Paul-Ehrlich-Instituts bekannt gegeben werden. Bezahlt werden muss der Antikörpertest (circa 20 bis 25 Euro) allerdings selbst. Für den Status "Genesen", für den keine Impfung erforderlich ist, sei nach wie vor ein positiver PCR-Test als Nachweis erforderlich. Der Status gilt für sechs Monate nach der Infektion - danach ist auch für diese Menschen eine Impfung nötig, um als geschützt zu gelten.

Freitag, 17. September, 18.45 Uhr: Stiko rät Schwangeren und Stillenden zur Corona-Impfung

Schwangere, Stillende und Frauen im gebärfähigen Alter sollten sich der Ständigen Impfkommission (Stiko) zufolge grundsätzlich gegen Corona impfen lassen. Nach einem sogenannten Stellungnahmeverfahren hat das Robert Koch-Institut am Freitag die endgültige Empfehlung veröffentlicht. Ungeimpften Schwangeren wird demnach eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel ans Herz gelegt. Bislang war die Immunisierung nur für werdende Mütter mit besonderem Risiko empfohlen.

Auch ungeimpften Stillenden empfiehlt die Stiko eine Impfung, zudem rät sie "allen ungeimpften Personen im gebärfähigen Alter dringend die Impfung gegen Corona, so dass ein optimaler Schutz vor dieser Erkrankung bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft besteht".

Schwangere, Stillende und Frauen im gebärfähigen Alter sollten sich der Stiko zufolge grundsätzlich gegen Corona impfen lassen
Schwangere, Stillende und Frauen im gebärfähigen Alter sollten sich der Stiko zufolge grundsätzlich gegen Corona impfen lassen
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Freitag, 17. September, 18.35 Uhr: Nena sagt 2022-Tour ab - Kritik an Corona-Auflagen

Popsängerin Nena hat ihre für das kommende Jahr geplante Konzert-Tour abgesagt. "Ich will nicht lange drum rumreden. Meine Tour 2022 wird nicht stattfinden. Und ich werde sie auch kein zweites Mal verschieben", postete die 61-Jährige am Freitag bei Instagram. Als Grund nannte sie die coronabedingten Einschränkungen: "Ich stehe zu meiner Aussage: Auf einem Nena-Konzert sind ALLE MENSCHEN WILLKOMMEN. Hier in unserem Land geht es derzeit in eine ganz andere Richtung, und ich mache da nicht mit." Tickets könnten dort zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden.

Die in Hamburg lebende Sängerin hat in der Pandemie mehrfach für Diskussionen gesorgt. Im März veröffentlichte sie bei Instagram ein Video mit dem Titel "Danke Kassel", nachdem in der Stadt Tausende Menschen gegen die Corona-Eindämmungsmaßnahmen auf die Straße gegangen waren. Im Oktober löste sie mit einem Post auf Instagram Diskussionen über mögliche Verschwörungstheorien aus, betonte aber, dass sie nicht als Corona-Leugnerin verstanden werden wolle.

Ende Juli war bei Berlin ein Konzert vor einer möglichen Zugabe beendet worden. Zuvor hatte sich Nena laut einem Bericht des "Tagesspiegels" und mehrerer Videos bei Twitter über die Hygienevorschriften geäußert. "Mir wird gedroht, (...) dass sie die Show abbrechen, weil ihr nicht in eure (...) Boxen geht", sagte Nena demzufolge. "Ich überlasse es in eurer Verantwortung, ob ihr das tut oder nicht. Nach dem Konzert in Berlin wurden ein Konzert im hessischen Wetzlar und ein weiteres im schleswig-holsteinischen Bad Segeberg abgesagt.

Freitag, 17. September, 17.55 Uhr: Inzidenz über 1000 in Augustdorf - Kreis und Gemeinde steuern gegen

Nach einer rechnerischen Sieben-Tage-Inzidenz in Augustdorf von über 1000 haben der Kreis Lippe und die Gemeinde Maßnahmen gegen ein weiteres Ansteigen der Infektionszahlen angekündigt. Infizierte und Kontaktpersonen sollen umfangreicher informiert werden, welche Schritte erforderlich sind, teilte der Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen am Freitag mit. Auch sollen mehrsprachige Flyer verteilt werden, die über das Thema Impfen und das Verhalten in Quarantäne informieren. Daneben würden auch Schwerpunkttestungen erwogen.

Es gebe in der Gemeinde Augustdorf ein diffuses Infektionsgeschehen gerade in Familienverbünden, erläuterte ein Sprecher des Kreises. Das Gesundheitsamt bewerte das Infektionslage noch detaillierter. Zudem solle noch stärker auf Impfangebote hingewiesen werden. Der Kreis Lippe habe darüber hinaus nach derzeitigem Stand der Verordnungen keine rechtliche Handhabe, um erweiterte Schutzmaßnahmen anzuordnen, wie es vor Monaten noch durch Allgemeinverfügungen möglich war, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises Lippe am Freitag weiter.

Das Robert Koch-Institut (RKI) weist eine Inzidenz für den gesamten Kreis aus - die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Bei einer Betrachtung der Corona-Infektionen und der Einwohnerzahl ergebe sich für Augustdorf ein Wert über 1000, hieß es. Mehrere Medien hatten über die hohe Inzidenz in Augustdorf berichtet.

Freitag, 17. September, 17.20 Uhr: So war die Corona-Sommersaison auf den Hütten in Bayern

Die Wirte der Alpenvereinshütten ziehen nach dem zweiten Corona-Sommer Bilanz. Die fällt jedoch ganz unterschiedlich aus. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Alpenvereinshütten, wie die Mindelheimer Hütte bei Oberstdorf, ziehen ihre Bilanz nach der Sommersaison.
Die Alpenvereinshütten, wie die Mindelheimer Hütte bei Oberstdorf, ziehen ihre Bilanz nach der Sommersaison.
Bild: Ralf Lienert

Freitag, 17. September, 16.30 Uhr: Ischgl-Prozess: Corona-Hinterbliebene wollen Gerechtigkeit statt Geld

Im Tiroler Ischgl brach im März 2020 eine Corona-Welle los. Nun entscheidet erstmals eine Richterin, ob der Staat für die Ansteckungen gerade stehen muss. Mehr Informationen finden Sie hier.

Freitag, 17. September, 15.30 Uhr: Zypern und ganz Portugal ab Sonntag keine Corona-Hochrisikogebiete mehr

Zypern und die Algarve stehen ab Sonntag nicht mehr auf der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Auch weitere Regionen wurden von der Liste gestrichen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 17. September, 14.50 Uhr: Corona: Mehr als jeder Dritte hat schon mal einen Streit ums Impfen erlebt

Die Impfung gegen das Coronavirus ist ein Thema, das im Job und auch im privaten Umfeld manchmal zu Konflikten führt. Jeder Dritte hat so etwas schon erlebt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 17. September, 14.20 Uhr: Wales führt Nachweispflicht über Test oder Impfung für Nachtclubs ein

Nachtschwärmer im britischen Landesteil Wales müssen künftig vor Betreten von Nachtclubs und größeren Events einen Corona-Impf- oder Testnachweis vorlegen. Das teilte der walisische Regierungschef Mark Drakeford am Freitag mit. Angesichts hoher Fallzahlen in dem Landesteil mit rund 3,1 Millionen Einwohnern rief der Labour-Politiker die Menschen auch dazu auf, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten.

Die Regel tritt vom 11. Oktober an in Kraft und gilt für alle Erwachsenen. "Das letzte was wir wollen, sind weitere Lockdowns, und dass Geschäfte ihre Türen wieder schließen müssen", sagte Drakeford der Mitteilung zufolge. Deswegen müssten nun kleine, aber bedeutungsvolle Maßnahmen ergriffen werden, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Für Corona-Maßnahmen sind in Großbritannien die einzelnen Landesteile zuständig. Für England entscheidet die Zentralregierung in London. Premierminister Boris Johnson hatte sich in dieser Woche weitere Maßnahmen wie Impfpässe für Nachtclubs und Großveranstaltungen zunächst nur als "Plan B" vorbehalten.

Freitag, 17. September, 13.05 Uhr: Ischgl-Prozess um Covid-Opfer: Staat Österreich lehnt Vergleich ab

2020 wurde Ischgl zum Covid-Hotspot. Ein Gericht muss die Frage klären, ob der Staat für die Infektionen verantwortlich ist - und lehnt einen Vergleich ab. Mehr Infos gibt es hier.

Freitag, 17. September, 12.40 Uhr: Gehäufte Impfdurchbrüche bei Johnson-&-Johnson - was steckt dahinter?

Mit dem Impfstoff von Johnson-&-Johnson braucht es nur einen Pieks. Immer mehr Impfdurchbrüche schüren nun aber die Sorge, ob das für sicheren Schutz reicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 17. September, 11.45 Uhr: Österreich: Telefonische Krankmeldung ist zurück

Wegen steigender Corona-Infektionen ist die telefonische Krankmeldung wieder zurück. So sollen Ärzte und Patienten geschützt werden. So lange gilt die Regelung.

Zum Schutz der Patienten und Ärzte führt Österreich wieder die telefonische Krankmeldung ein.
Zum Schutz der Patienten und Ärzte führt Österreich wieder die telefonische Krankmeldung ein.
Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

Freitag, 17. September, 9.45 Uhr: Italien schreibt allen Beschäftigten Impfung oder Corona-Tests vor

Als erstes Land in Europa schreibt Italien künftig allen Beschäftigten im privaten und öffentlichen Bereich Impfungen oder negative Corona-Tests vor.

Freitag, 17. September, 8.30 Uhr: 3G-Regel: Darf man ohne Impfung oder Corona-Test ins Wahllokal?

Wer nicht geimpft ist, darf wählen - das ist klar. Ganz problemlos per Briefwahl zum Beispiel. Aber dürfen auch Ungeimpfte und Ungetestete ins Wahllokal? Was Sie zur Bundestagswahl 2021 wissen müssen.

Freitag, 17. September, 8 Uhr: Corona-Ampel Bayern: Gesundheitsminister Holetschek weist Kritik zurück

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek zweifelt nicht am Corona-Konzept des Landes. Die Krankenhaus-Ampel arbeite dank ihrer "Wächter" zuverlässig.

Freitag, 17. September, 7 Uhr: Corona-Hotspot: Erster Prozess um Ansteckungen im Skiort Ischgl

Ischgl genoss den Ruf einer Après-Ski-Hochburg. Voriges Jahr wandelte der Ort sich zum Covid-Hotspot. Ist der Staat dafür verantwortlich? Das klärt ab heute ein Gericht.

Freitag, 17. September, 6.20 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu

Während bundesweit die Inzidenz sinkt, steigen die Werte im Allgäu. Nur noch das Ostallgäu und Kempten stehen unter der Marke von 100. In Lindau schnellten die Zahlen innerhalb der letzten zwei Tage nach oben. Schuld könnte ein Vereinsfest sein. Der Überblick.

Freitag, 17. September, 6.10 Uhr: RKI registriert 11.022 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 74,7

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am vierten Tag in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagtagmorgen mit 74,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 76,3 gelegen, vor einer Woche bei 83,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.022 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.25 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12 969 Ansteckungen gelegen.

Aus Sicht des Saarbrücker Experten für Corona-Prognosen, Thorsten Lehr, beruhen die seit einiger Zeit stagnierenden oder leicht sinkenden Zahlen auf mehreren Effekten: Zum einen ebbe die Zahl der Reiserückkehrer langsam ab – und damit auch die eingeschleppter Infektionen, sagte er kürzlich der Deutschen Presse-Agentur. Zum anderen seien in vielen Bundesländern nach den Sommerferien die gemeldeten Infektionszahlen bei Schülern unter anderem aufgrund der Tests in Schulen zunächst explosionsartig angestiegen. Durch das kontinuierliche Testen und Quarantänemaßnahmen komme es vielerorts nun zu einer Stagnation oder sogar Abnahme der Zahlen in dieser Altersgruppe. Auch 2020 sei die Inzidenz um diese Zeit leicht abgesunken beziehungsweise auf konstantem Niveau verharrt, bevor sie Ende September stark angestiegen sei.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 20 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 55 gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 1,87 an (Mittwoch: 1,88). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich.

Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.873.700 an.

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Alle Entwicklungen vom 10. bis 16. September lesen Sie in Teil 76 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 4. bis 9. September lesen Sie in Teil 75 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 29. August bis 3. September lesen Sie in Teil 74 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 23. bis 29. August lesen Sie in Teil 73 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 13. bis 22. August lesen Sie in Teil 72 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 6. bis 12. August lesen Sie in Teil 71 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 31. Juli bis 6. August lesen Sie in Teil 70 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.