Verstöße gegen die Corona-Beschränkungen

Polizei-Einsätze wegen Corona im Allgäu: Zu viele Hausstände, Pöbeleien und aufgelöste Partys

Die Polizei im Allgäu war am Wochenende wegen Corona-Verstößen mehrmals im Einsatz.

Die Polizei im Allgäu war am Wochenende wegen Corona-Verstößen mehrmals im Einsatz.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Die Polizei im Allgäu war am Wochenende wegen Corona-Verstößen mehrmals im Einsatz.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Die Polizei im Allgäu musste am Wochenende wegen einiger Corona-Verstöße ausrücken. Im Unterallgäu sorgten zwei Jugendliche für einen größeren Einsatz.
Die Polizei im Allgäu war am Wochenende wegen Corona-Verstößen mehrmals im Einsatz.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
23.11.2020 | Stand: 07:55 Uhr

Ein Überblick über die Einsätze im Allgäu am Wochenende:

Kaufbeuren: Corona-Party in Hotel aufgelöst

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat die Polizei Kaufbueren eine Corona-Party aufgelöst. Ein Bürger hatte die Beamten informiert, dass in einem Hotel eine Party stattfinden würde. Als die Polizisten eintrafen, flüchteten einige Personen. Letztlich konnten die Beamten noch 14 Personen feststellen, die in einem Hotelzimmer ohne Mundschutz und Mindestabstand eine Party gefeiert hatten. Dabei wurden nicht nur reichlich Alkohol, sondern auch illegale Betäubungsmittel konsumiert. Gegen alle Betroffenen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Ihnen droht laut Polizei ein saftiges Bußgeld.

Winterrieden: Weitere Party beendet

Eine weitere Party wurde am Samstagabend in Winterrieden im Unterallgäu aufgelöst: Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung stellten Polizeibeamte eine kleine Party mit knapp zehn Personen fest."Die Zusammenkunft wurde aufgelöst", heißt es im Polizeibericht. Alle Teilnehmer erwartet nun eine Anzeige aufgrund der Verstöße gegen die aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen.

Türkheim: Zwei Jugendliche außer Rand und Band

Zwei aggressive Jugendliche haben Samstagnacht einen größeren Polizeieinsatz in Türkheim ausgelöst, bei dem Polizeistreifen aus Bad Wörishofen und Buchloe im Einsatz waren. Laut Polizei waren die beiden 15- und 16-jährigen Jugendlichen alkoholisiert und deshalb vermutlich hochaggressiv. Sie beleidigten und bedrohten einen 43-jährigen Türkheimer grundlos mit dem Leben und drohten ihm damit, dass sie ihn erschießen würden. Anschließend flüchteten die beiden Heranwachsenden. Ein Anwohner hatte den Vorfall mitbekommen und wählte den Notruf. Die Polizei konnte die beiden Jugendlichen bei der Fahndung dann schnell stellen. Laut Polizeimitteilung waren die beiden immer noch hochgradig aggressiv und uneinsichtig und beleidigten die eingesetzten Polizeikräfte aufs Äußerste.

Die Jugendlichen wurden daraufhin kurzerhand in Gewahrsam genommen und in die Obhut ihrer Eltern übergeben. Dabei stellte sich laut Polizei heraus, dass der 16-jährige sich eigentlich in häuslicher Quarantäne hätte befinden müssen. Darüber klärte er die Einsatzkräfte aber nicht auf. Masken trugen beide Jugendliche auch nicht. Inwieweit sich der Quarantäneverstoß nun auf die Polizeikräfte auswirkt, ist derzeit noch nicht absehbar. Die beiden Jungs erwarten nun diverse Anzeigen. Gegen den Quarantäneverweigerer wird außerdem eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz erstellt. Da die Jugendlichen bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten sind, werden außerdem das Jugendamt und auch die Führerscheinstelle darüber in Kenntnis gesetzt.

Seeg: Mehr als zwei Hausstände in einer Wohnung

Am späten Freitagabend wurde der Polizei Füssen mitgeteilt, dass sich in einer Wohnung mehrere Personen befänden, welche aus mehr als zwei Haushalten stammen. Die Polizei überprüfte die Wohnung und stellte fest, dass sich in dieser vier junge Erwachsene zwischen 18 bis 27 Jahren aus drei verschiedenen Haushalten befanden. Gegen alle vier wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Zwei der vier Personen mussten die Wohnung verlassen.

Füssen: Tagesausflug nach Füssen mit mehreren Hausständen

Die Polizei Füssen führte am Samstagnachmittag Verkehrskontrollen durch und kontrollierte ein Auto aus dem Landkreis Ravensburg. Darin befanden sich laut Mitteilung der Polizei zwei Frauen und ein Mann im Alter von 22, 24 und 32 Jahren, die einen Tagesausflug nach Füssen unternommen hatten. Die drei stammen aus jeweils unterschiedlichen Hausständen. Somit war es ihnen nicht erlaubt, in dieser Zusammensetzung nach Füssen zu fahren. Sie werden nun laut Polizei wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt und müssen mit einem Bußgeld von 150 Euro pro Person rechnen.

Bereits am vergangenen Wochenende musste die Polizei im Allgäu zu einigen Einsätzen ausrücken, weil es Verstöße gegen die Corona-Beschränkungen gab: Unter anderem hatte ein Stadl-Stammtisch mit 20 Personen für Wirbel im Ostallgäu gesorgt.