Verschiedene Maschen

Nach weiteren Fällen: Polizei warnt vor Telefonbetrug und gibt Tipps dagegen

Vorsicht vor Telefonbetrügern. Die Fälle nehmen zu und die Betrugsmaschen sind vielseitig.

Vorsicht vor Telefonbetrügern. Die Fälle nehmen zu und die Betrugsmaschen sind vielseitig.

Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

Vorsicht vor Telefonbetrügern. Die Fälle nehmen zu und die Betrugsmaschen sind vielseitig.

Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

Erneut ist es Betrügern gelungen, einen Mann mit falschen Gewinnversprechen um sein Geld zu bringen. Auch gab es den Fall eines falschen Bankmitarbeiters.
02.02.2021 | Stand: 12:20 Uhr

Ob als falscher Polizeibeamter, Bankmitarbeiter oder vermeintlicher Computerspezialist: Immer wieder rufen Betrüger unter falscher Identität Menschen an, versprechen ihnen einen Gewinn oder Ähnliches und betrügen sie damit. Oftmals verlieren die Betroffenen eine Menge Geld.

Im Gespräch am Telefon erzählen die Betrüger laut Polizei etwas von Einbrüchen oder Kontoumstellungen, von gehackten Zugangsdaten oder versprechen einen großen Gewinn. In allen Fällen sollen die Betroffenen zahlen, um eine Gegenleistung zu erhalten. Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich dabei um Telefonbetrug.

52-Jähriger verliert fünfstelligen Betrag

Kürzlich wurde laut Polizei ein 47-jähriger Mann im Oberallgäu fast zwei Wochen lang hingehalten, um seinen angeblich sechsstelligen Gewinn zu erhalten. Für Gebühren und sonstige Abwicklungskosten ließen sich die Betrüger immer Neues einfallen, sodass der Angerufene schließlich eine fünfstellige Summe an die Betrüger zahlte.

Um die Betroffenen soweit zu bringen, nennen die Betrüger glaubhafte Ausreden und nutzen eine geschickte Gesprächsführung.

Von falschem Bankmitarbeiter angerufen

Neben dem "Gewinnversprechen" wenden Betrüger auch häufig die Masche "Bankmitarbeiter" an. Dabei geben sie sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus und bewegen die Angerufenen dazu, Geld zu überweisen oder den Betrügern Zugriff auf das Konto zu geben. Vor Kurzem ist das einer 52-jährigen Frau im Oberallgäu passiert, die von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter angerufen wurde. Um ihr Bankkonto zu sichern, sollte sie eine TAN-Nummer am Telefon nennen. Die Frau tat das, woraufhin der Betrüger Zugriff auf ihr Konto bekam. Der Betrug kostete die 52-Jährige fast 500 Euro.

Tipps, um nicht auf Telefonbetrug hereinzufallen

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Wie die Polizei mitteilt, verändern sich die Methoden der Betrüger ständig. Sie werden immer weiter angepasst. Dennoch wird die generelle Masche des Telefonbetrugs wohl auch 2021 weit verbreitet sein. Die Polizei gibt Tipps, um nicht auf Telefonbetrüger hereinzufallen:

  • Machen Sie sich bewusst: Wenn Sie nicht an einer Lotterie teilgenommen haben, können Sie auch nichts gewonnen haben.
  • Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn einzufordern.
  • Machen Sie keinerlei Zusagen am Telefon.
  • Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter: keine Telefonnummern und Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen, Kreditkartennummern oder Ähnliches.
  • Fragen Sie den Anrufer nach Namen, Adresse und Telefonnummer der Verantwortlichen, um welche Art von Gewinnspiel es sich handelt und was genau Sie gewonnen haben. Notieren Sie sich seine Antworten.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
  • Sprechen Sie auch mit Verwandten, Bekannten und Ihren Nachbarn über das Phänomen.

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