Wangen

Rentner hegt und pflegt Hanf auf Grundstück

Cannabis

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Bild: dpa

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Mehrere Hanfpflanzen, die teilweise über drei Meter hoch waren, haben Polizisten auf dem Grundstück eines 85-Jährigen in Wangen (Westallgäu) gefunden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts eines Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz.

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Von sih
09.09.2019 | Stand: 17:04 Uhr

Die Pflanzen seien aus Vogelfutter gewachsen, das auf den Boden gefallen war, erklärte der Senior. Und weil sie ihm so gut gefielen, habe er sie gehegt und gepflegt. Bedenken von Bekannten habe er nach Angaben der Polizei ignoriert. Die Beamten haben das Hanf abgeerntet, jetzt soll der Wirkstoffgehalt festgestellt werden. „Wer in Deutschland Cannabis anbaut, braucht grundsätzlich eine Erlaubnis“, sagt Oliver Weißflog vom Polizeipräsidium Konstanz. Eine solche werde nur in Ausnahmefällen erteilt. Dass aus heruntergefallenem Vogelfutter Pflanzen keimen, sei dagegen keine Seltenheit, sagt Herbert Gottstein vom Landesbund für Vogelschutz Ostallgäu. „Im Futter kann alles mögliche sein, vom Hanf- bis zum Ambrosiasamen. Auf diese Pflanze reagieren viele Menschen extrem allergisch.“

Vor einem Jahr wurde eine Seniorin aus Füssen ebenfalls versehentlich zur Cannabis-Züchterin, nachdem sie Vogelfutterreste in ihrem Beet entsorgt hatte. Weil die Pflanzen aber keinen berauschenden Wirkstoff bilden konnten, pflückten die Beamten das Hanf nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft lediglich abund entsorgtenes.

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