Radsport

RSC Kempten veranstaltet nun doch Kriterium in der Innenstadt

Rad Stadtkriterium 7. Rennen zum Mavic-Heiss-Cup Profi KT, Elite Amateure    vo Sieger Jonas Schmeiser   RSC Kempten Team Auto Brosch  mi Schlichenmaier Tim  RSC Kempten Team Auto Brosch  hinten Barke Marko  Team Erdgas Schwaben

Jonas Schmeiser (vorne) vom RSC Kempten gewann im Juni 2019 die letzte Ausgabe des Kemptener Stadtkriteriums. Tim Schlichenmaier (Mitte) wurde Dritter. Auch dieses Jahr sind die RSC-Elite-Amateure wieder die großen Favoriten auf den Sieg.

Bild: Dirk Klos

Jonas Schmeiser (vorne) vom RSC Kempten gewann im Juni 2019 die letzte Ausgabe des Kemptener Stadtkriteriums. Tim Schlichenmaier (Mitte) wurde Dritter. Auch dieses Jahr sind die RSC-Elite-Amateure wieder die großen Favoriten auf den Sieg.

Bild: Dirk Klos

Das Kemptener Stadtkriterium findet dieses Jahr wieder auf dem traditionsreichen Rundkurs statt. Warum das Elite-Amateur-Rennen besonders spannend wird.
12.08.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Es geht wieder rund in der Kemptener Innenstadt. Am Sonntag, 22. August, treten die besten Elite-Amateure Deutschlands beim Stadtkriterium des RSC Auto Brosch Kempten an. Zunächst wurde das jährliche Kriterium des RSC Kempten für 2021 im schon Mai abgesagt, doch die Veranstalter um RSC-Präsident Karl Schlusche haben einen Weg gefunden, um den Wettkampf doch stattfinden zu lassen.

Bei dem 1000 Meter langen Kurs über Bodman-, Haggenmüller-, Reichlin- und Frühlingsstraße dürfen pro Rennen 100 Radsportler starten. „Wir erwarten am Renntag zwischen 60 und 80 Fahrer pro Klasse“, sagt Schlusche. In drei Rennen treten Nachwuchsfahrer (25 Runden), Amateure (60) und Elite-Amateure (70) in der Kemptener Innenstadt in die Pedale. Die Amateur- und Elite-Läufe sind die letzten Qualifikationsrennen für das Finale um die deutsche Kriterium-Meisterschaft. Die Top 20 erhalten das Startrecht für den Endlauf am Sonntag, 29. August, in Gießen.

RSC Kempten bisher das Maß der Dinge

Drei Qualifikationswettkämpfe gab es in Chemnitz, Eschborn und Sulgen bereits. Der RSC hat allesamt dominiert. Zehn Elite-Fahrer des Kemptener Teams sind bisher für Gießen startberechtigt. Florian Weber ist der einzige RSC-Fahrer, der die Norm noch nicht erfüllt hat, kann aber beim Heimrennen nachziehen. Kempten sei vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) nicht als Austragungsort für ein Quali-Kriterium vorgesehen gewesen, so Schlusche: „Wir haben uns drum bemüht, aber es hieß, es gäbe zu viele Rennen im Süden.“ Letztlich sei in Borkum aber der Veranstalter ab- und der RSC eingesprungen.

Begrenzte Zuschaueranzahl erlaubt

Aus Pandemie-Gründen führt der Kurs diesmal nicht direkt im Stadtzentrum unter anderem am Forum Allgäu vorbei, sondern findet in einer etwas ruhigeren Gegend statt, erklärt Schlusche: „Wir sind ganz bewusst raus aus der Kemptener Innenstadt. Eine begrenzte Zuschaueranzahl von 200 ist dennoch erlaubt.“ Sitzplätze und Verpflegungsstände werde es jedoch in diesem Jahr nicht geben.

Zurück auf Traditionskurs

Radsportbegeisterten wird auf dem traditionsreichen Kurs, auf der über zwei Jahrzehnte lang der legendäre Allgäuer Festwochenpreis ausgetragen wurde, trotzdem einiges geboten. „Die Strecke liegt unserem Team sehr gut. Es geht leicht hoch und runter und es wird sicherlich ein schönes Rennen zum anschauen“, sagt RSC-Fahrer Jonas Schmeiser, der Sieger des Kemptener Stadtkriteriums von 2019.

RSC-Fahrer sind große Favoriten

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Er sieht sich und seine Mannschaftskameraden in der Favoritenrolle. „Wir haben bisher sehr gut performt, das wollen wir beibehalten“, sagt Schmeiser. Allerdings hat der erfolgsverwöhnte RSC Kempten starke Konkurrenz. „Wir müssen vor allem auf Florenz Knauer und sein Team 54x11 achten“, sind sich Schlusche und Schmeiser einig. Dazu kommen einige schnelle Fahrer aus Nordrhein-Westfalen.

So funktioniert ein Kriterium:

  • Strecke Wettbewerb auf einem Rundkurs (meist 800 bis 1500 Meter).
  • Runden Die Anzahl variiert je nach Streckenlänge (meist 60 bis 80).
  • Wertung Regelmäßige Punktevergabe (5, 3, 2 und 1) meist alle fünf Runden. In der letzten Runde werden die Punkte verdoppelt. Der Fahrer mit den meisten Zählern gewinnt.

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