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Schnee und Winter-Wetter im Allgäu sorgt für Unfälle - Große Lawinengefahr in den Alpen

Im Allgäu schneit es am Mittwoch kräftig weiter wie hier am Riedbergpass bei Balderschwang (Oberallgäu) auf etwa 1400 Höhenmetern.

Im Allgäu schneit es am Mittwoch kräftig weiter wie hier am Riedbergpass bei Balderschwang (Oberallgäu) auf etwa 1400 Höhenmetern.

Bild: Ralf Lienert

Im Allgäu schneit es am Mittwoch kräftig weiter wie hier am Riedbergpass bei Balderschwang (Oberallgäu) auf etwa 1400 Höhenmetern.

Bild: Ralf Lienert

Der Mittwoch begann im Allgäu mit Schnee. Auf den Straßen war es glatt, es gab einige Unfälle. In den Allgäuer Alpen ist die Lawinengefahr groß.
17.03.2021 | Stand: 15:45 Uhr

Schneeschauer, Sturmböen und Lawinengefahr erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in den nächsten Tagen in den bayerischen Alpen. Sogar in tiefen Lagen - wie im Stadtgebiet von München - könnten im Laufe der Woche bis zu zehn Zentimeter Schnee fallen, sagte ein DWD-Sprecher.

++ Update Mittwoch, 17. März, 15.30 Uhr: Unfälle auf nasser Fahrbahn bei Leutkirch

Auf der A96 überschlugen sich am Dienstagnachmittag zwei Autos bei Leutkirch-Süd. Ein 20-jähriger Autofahrer wurde dabei schwer verletzt. Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Update Mittwoch, 17. März, 13.40 Uhr: Weitere Unfälle im südlichen Ostallgäu

Auch im südlichen Ostallgäu waren die Straßen vor allem in der Nacht schneeglatt. Das sorgte für mehrere Unfälle im Füssener Land.

++ Update Mittwoch, 17. März, 13.30 Uhr: Unfall auf A96 bei Buchloe mit kleinem Kind

Bei einem Unfall auf der Autobahn A96 bei Buchloe verlor eine junge Frau bei Schneematsch am Dienstag die Kontrolle über ihr Auto, in dem auch ihr Kind saß. Was genau geschah, lesen Sie hier.

++ Update Mittwoch, 17. März, 12.50 Uhr: Zu schnell auf A7 bei Schneematsch unterwegs: Unfall

Totalschaden in Höhe von 7000 Euro ist bei einem Unfall am Dienstagnachmittag auf der A7 bei Sulzberg entstanden. Eine 40-Jährige war mit ihrem Pkw in Richtung Füssen unterwegs - laut Polizei zu schnell auf mit Schneematsch bedeckter Fahrbahn. Ihr Auto geriet daraufhin ins Schleudern, stieß gegen die Mittelleitplanke und blieb auf der rechten Spur liegen. Die Frau blieb unverletzt, ihr Wagen wurde abgeschleppt.

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Deutscher Wetterdienst informiert

Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee im Süden von Bayern

++ Update Mittwoch, 17. März, 12.45 Uhr: Autofahrer fährt trotz beschlagener Windschutzscheibe los: Zusammenstoß

Zwei Leichtverletzte und etwa 11.000 Euro Totalschaden - das ist die Bilanz eines Unfalls am Dienstagnachmittag bei Dietmannsried. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, war ein 19-Jähriger mit seinem Auto losgefahren, ohne seine Frontscheibe sauber zu machen. Die Scheibe war so stark beschlagen, dass man kaum durchsehen konnte. Zwischen den Weilern Ussenried und Buchen kam sein Wagen dadurch auf die Gegenfahrbahn. Er prallte mit dem Pkw einer 39-Jährigen zusammen. Beide Fahrer kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. An beiden Autos entstand Totalschaden. Sie mussten abgeschleppt werden.

++ Update Mittwoch, 17. März, 11.55 Uhr: Große Lawinengefahr in Alpen-Hochlagen - Weitere Schneefälle

Nach den Schneefällen der vergangenen Tage herrscht in Hochlagen der bayerischen Alpen große Lawinengefahr. In den Allgäuer und Werdenfelser Alpen gelte die zweithöchste Warnstufe 4 oberhalb von 1.600 Metern, teilte der bayerische Lawinenwarndienst am Mittwoch mit. In anderen Alpenregionen sei die Gefahr erheblich (Warnstufe 3).

Mit Blick auf die kommenden Tage bleibt die Lawinenlage demnach bei schwächer werdenden Niederschlägen angespannt. Ausflügler sollten in den Alpen daher große Vorsicht walten lassen, rät der Lawinenwarndienst. Der Deutsche Wetterdienst rechnet bis Donnerstag oberhalb von 1.000 Metern verbreitet mit weiteren 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee.

++Update Mittwoch, 17. März, 11.10 Uhr: Polizei meldet einige Unfälle auf glatten Straßen im Allgäu

Im Berufsverkehr hat es im Allgäu am Mittwochmorgen einige Unfälle auf schneebedeckten Straßen gegeben. Der Schwerpunkt lag dabei eher im Norden, also im Raum Unterallgäu und Memmingen, heißt es auf Nachfrage von allgaeuer-zeitung.de bei der Polizei.

Nach ersten Meldungen gibt es keine Schwerverletzten. Die Polizei rechnet mit einer Normalisierung im Laufe des Tages, inzwischen waren die Räumdienste unterwegs, die meisten Straßen sind frei.

Weil es allerdings auch in den nächsten Tagen winterlich bleiben soll, sollten Autofahrer in der Region mit glatten Straßen immer rechnen.

++Update Mittwoch, 17. März, 8.20 Uhr: Es schneit weiterhin vielerorts stark im Allgäu

Der Mittwoch beginnt im Allgäu etwas ungemütlich. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes kommen am Mittwoch viele Wolken auf. Zudem erwarten die Meteorologen Schnee vor allem am Alpenrand. Im Norden Bayerns regnet es dagegen vereinzelt. Die Höchstwerte liegen bei null Grad in den Alpentälern und sieben Grad am Main und an der Donau. Zudem warnt der Wetterdienst vor Glätte und Frost, im äußersten Süden des Landes zudem vor starkem Schneefall. Am Donnerstag rechnen die Wetterexperten mit einem Mix aus Sonne, Schnee und Wolken. Die Höchstwerte liegen zwischen null bis sieben Grad.

In Sontheim im Unterallgäu ist ein Schulbus von der Straße abgekommen. Was dazu schon bekannt ist, erfahren Sie hier.

++Update Dienstag, 16. März, 10 Uhr: Bis zu 40 Zentimeter Schnee in Kempten, 60 in Oberstdorf

In den Regionen zwischen München und den Alpen, wie etwa Wolfratshausen oder Weilheim, sei mit bis zu 20 Zentimetern Schnee zu rechnen. Direkt am Alpenrand, etwa im Kempten, erwarte man 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee, in Oberstdorf bis zu 60 Zentimeter. In Alpennähe soll es es im gesamten Allgäu bis Donnerstag laut DWD immer wieder starken Schneefall geben.

Ein Meter Neuschnee in den Allgäuer Alpen

"In den Alpen selbst, vor allem im Allgäu, rechnen wir bis zum Donnerstag mit bis zu einem Meter Neuschnee", sagte der Sprecher des Wetterdienstes. "Der Neuschnee wird auch die Lawinengefahr noch verstärken." Nach Angaben des Lawinenwarndienstes Bayern bestehe ab einer Höhe von 1600 Metern erhebliche Lawinengefahr. Auf den Gipfeln der Alpen sei außerdem mit Sturmböen bis zu 100 Stundenkilometern zu rechnen, sagte der DWD-Sprecher.

Und es bleibt winterlich kalt in der Region: Die Höchsttemperaturen liegen tagsüber bei 0 Grad in Alpentälern, in Kaufbeuren, Memmingen und Kempten tagsüber bei maximal zwei Grad. Nachts sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, in der Nacht zu Donnerstag kann es im Allgäu bis zu minus 10 Grad geben. Zudem warnt der Wetterdienst vor Glätte und Frost.

Schneefallgrenze bei 600 Metern

In Bayerns Mittelgebirgen wie dem Bayerischen Wald, dem Frankenwald oder dem Fichtelgebirge liege die Schneefallgrenze bei etwa 600 Metern, prognostizierte der DWD-Sprecher. In flachen Lagen werde es in den nächsten Tagen windig und regnerisch, aber nicht stürmisch sein. Im Norden Bayerns rechne man mit Windböen bis maximal 60 Stundenkilometer.

Glatte Straßen: Unfälle am Montag

Wegen Schneefall und Glätte hat sich am Montagabend sich ein Kleintransporter auf der B19 bei Rauhenzell (Oberallgäu) überschlagen. Eine Stunde vorher war ein Autofahrer auf der B19 bei Herzmanns (Oberallgäu) in Fahrtrichtung Immenstadt von der Fahrbahn abgekommen und im Grünstreifen gelandet.

Auch auf der A7 nördlich von Memmingen zeigten sich bereits am Montagmorgen Auswirkungen des Wetterumschwungs: In der Nähe von Illertissen (Landkreis Neu-Ulm) krachte es innerhalb einer halben Stunde acht Mal, nachdem Autofahrer auf der verschneiten Fahrbahn ins Schleudern geraten waren. Meist blieb es bei Blechschäden. Leicht verletzt wurde lediglich ein 86-Jähriger, der auf ein zuvor verunglücktes Auto prallte, das auf dem Standstreifen stand. Der Fahrer kam ins Krankenhaus.

Das Allgäu-Wetter im Detail finden Sie hier.