Regen und Gewitter

Gibt es Regen oder Gewitter? Regenradar und Unwetterwarnungen im Überblick

Wie stark soll es in der Region regnen? Und drohen erneut Gewitter? Wo im Allgäu welche Unwetterwarnstufe aktuell gilt, erfahren Sie hier.

Wie stark soll es in der Region regnen? Und drohen erneut Gewitter? Wo im Allgäu welche Unwetterwarnstufe aktuell gilt, erfahren Sie hier.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Wie stark soll es in der Region regnen? Und drohen erneut Gewitter? Wo im Allgäu welche Unwetterwarnstufe aktuell gilt, erfahren Sie hier.

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Zuerst Abkühlung, nun steigende Temperaturen: Sind wieder Gewitter im Allgäu möglich? Hier finden Sie einen Überblick über die Unwetterwarnungen und den Regenradar.
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Von Allgäuer Zeitung
09.08.2022 | Stand: 07:18 Uhr

Aktualisiert am Montag, 7 Uhr - Eine Kaltfront hat am Wochenende nach der Hitze in der vergangenen Woche etwas Abkühlung ins Allgäu gebracht. Größere Unwetter gab es im Allgäu zum Glück nicht. Bei Bad Grönenbach hatte am Freitagabend ein Blitz eingeschlagen, der Ortsteil Herbisried war zeitweise ohne Strom.

Anders war es bei unseren Nachbarn in Österreich am Wochenende: In Tirol sind aufgrund von Unwettern mehrere Muren abgegangen. im Salzburger Land saßen 230 Menschen nach Überschwemmungen auf Hütten fest. Im benachbarten Baden-Württemberg hat ein heftiger Sturm in der Nacht zu Samstag bei Bad Wurzach ein komplettes Hallendach weggefegt, der Schaden geht in die Millionenhöhe.

Der Regenradar für die kommenden Tage im Allgäu: In dieser Woche sind keine Niederschläge im Allgäu zu erwarten. Seit Montagwird es zudem wieder wärmer und es bleibt trocken. Regen ist in den kommenden Tagen nicht in Sicht. (Die Wetteraussichten der kommenden Tage für das Allgäu finden Sie in unserem 7-Tage-Wetter.)

Lesen Sie auch: Rettungskräfte im Dauereinsatz, niedrige Pegelstände und Autopannen: So wirkt sich die Hitze im Allgäu aus

Heute gelten folgende Unwetterwarnungen und Vorabwarnungen vom DWD im Allgäu aktuell

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Mehrere Zentimeter groß waren die Hagelkörner, die am späten Nachmittag über Füssen niedergegangen sind. Dieses Foto schickte uns Leserin Heike Heel.
Mehrere Zentimeter groß waren die Hagelkörner, die am späten Nachmittag über Füssen niedergegangen sind. Dieses Foto schickte uns Leserin Heike Heel.
Bild: Heike Heel

Gewittervorhersage oftmals ungenau: DWD-Experte erklärt, woran das liegt

Immer wieder kommt es vor, dass der DWD vor einem Gewitter in einer bestimmten Region warnt. Doch schlussendlich kommen nur ein paar Tröpfchen vom Himmel. Dr. Guido Wolz vom DWD erklärt, warum es so schwer ist, genauere Vorhersagen zu treffen: "Auch mit unseren hochauflösenden Modellen können wir morgens um acht Uhr nicht sagen, dass es um 16 Uhr über Kempten kracht." Gewitter, die sich gerade erst entwickeln, fallen meist noch durch das Raster. Das sei wie wenn man mit einem großmaschigen Fischernetz kleine Goldfische fangen wollte, sagt Wolz. Außerdem komme es auch oft genug vor, dass sich Gewitter innerhalb kürzester Zeit teilen, abschwächen oder auch verstärken.

Somit sei eine zu 100 Prozent verlässliche Vorhersage unmöglich, sagt der Leiter der regionalen Wetterberatung des DWD in München. Die Warnungen vor schweren Unwettern wolle der DWD möglichst frühzeitig herausgeben, "damit noch Zeit bleibt, um darauf reagieren zu können". Und so komme es zwangsläufig immer wieder dazu, dass die Vorhersage nicht eintrifft und eine Region kein Gewitter erlebt, die vorab gewarnt wurde. "Wenn man diese ,Überwarnung' verhindern möchte, geht das nur, wenn die Vorwarnzeit gegen Null geht, was dann im Sinne einer Warnung wenig Nutzen hat", sagt Wolz.

Das sind die vier Warnstufen des DWD für Unwetter:

  • Stufe 1: Hierbei handelt es sich um die Amtlichen Warnungen des Deutschen Wetterdienstes. Es können laut DWD "wetterbedingt Gefährdungen auftreten". Es sei ratsam, sich bei Aktivitäten im Freien über die Wetterentwicklung zu informieren.
  • Stufe 2: Jetzt warnt der DWD vor "markantem Wetter". Die Wetterentwicklung ist nicht ungewöhnlich, aber gefährlich. Vereinzelt kann es bereits zu Sturm-Schäden kommen.
  • Stufe 3: Bei der Amtlichen Unwetterwarnung ist es schon sehr gefährlich. Vielerorts kann es zu Schäden kommen, der DWD empfiehlt, sich jetzt nicht mehr im Freien aufzuhalten. Wenn sich das nicht vermeiden lässt, ist äußerste Vorsicht geboten.
  • Stufe 4: Nur bei extremen Unwettern wird die Stufe 4 ausgerufen. Das Wetter kann lebensbedrohlich sein und große Schäden und Zerstörungen anrichten. Häufig sind dabei auch größere Gebiete betroffen. Man solle sich auf "außergewöhnliche Maßnahmen" vorbereiten.

Darüberhinaus gibt es noch weitere Warnungen des DWD:

  • Vorabinformation Unwetter: Die Wetterexperten erkennen eine sehr gefährliche Wetterentwicklung. Allerdings sind Gebiet, Zeit und Intensität noch nicht sicher vorherzusagen. Die Info soll der rechtzeitigen Vorbereitung von Schutzmaßnahmen dienen.
  • Hitze- oder UV-Warnung: Diese Warnung spricht der DWD aus, wenn in den kommenden Tagen hohe Temperaturen, eine hohe Luftfeuchtigkeit, eine geringe Windbewegung und eine intensive kurz- und langwellige Sonneneinstrahlung zu erwarten sind. Die UV-Intensität ist dann erhöht.

(Lesen Sie auch: Auch für das Allgäu werden Unwetter mit Tornados und Hagelkörnern immer wahrscheinlicher).

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Bilderstrecke

Brutale Naturgewalt: Zahlen und Fakten zu Gewitter

Die ausführliche Wettervorhersage für das Allgäu mit Unwetterwarnungen, Regenradar, UV-Index und Biowetter finden Sie hier.